Der Gott der Dunkelheit

von Tom Bradby 
4,1 Sterne bei7 Bewertungen
Der Gott der Dunkelheit
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

A

Spiongage und krumme Geschäfte in Kairo 1942!

Alle 7 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Der Gott der Dunkelheit"

Im Juni 1942 ist Kairo ein Hexenkessel. Rommels Armee liegt vor den Toren der Stadt - gefürchtet von den englischen Kolonialherren, ersehnt von den unterdrückten Ägyptern. Joe Quinn, amerikanischer Ex-Polizist, muss einen Mord aufklären und ahnt nicht, dass er eine Schlüsselrolle bei der Rettung der Stadt spielen wird. Nach dem "Herrn des Regens" beweist Bradby auch in diesem Thriller "seine hohe Kunst" ("Münchner Merkur"). "Seine Bücher muss man einfach verschlingen."

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453432185
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:429 Seiten
Verlag:Heyne, W
Erscheinungsdatum:05.03.2007

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,1 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne4
  • 4 Sterne0
  • 3 Sterne3
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 7 Jahren
    Bradbys größter Wurf

    Wir schreiben den Sommer des Jahres 1942. Rommels Afrikakorps rückt unaufhaltsam auf Alexandria und Kairo zu. Der Fall ganz Ägyptens scheint nur noch eine Frage von Tagen. Während die englischen Kolonialherren und Militärs in der Hauptstadt ihre Flucht nach Palästina planen, hofft ein Großteil der Ägypter auf die lang ersehnte Freiheit.

    Inmitten dieses brodelnden Hexenkessels aus deutschfreundlichen Demonstrationen und Razzien der Briten untersucht der Amerikaner Joe Quinn, Major bei der Royal Military Police, den Mord an einem britischen Offizier. Was auf dem Klappentext schon spannend anmutet, stellt sich im nachhinein als eine noch packendere Lektüre heraus.

    Tom Bradbys "Der Gott der Dunkelheit" hat sich mit einem Schlag auf Platz eins meiner Agententhriller-Lieblingsliste katapultiert und als hervorragende Alternative zu Follett und Co. erwiesen. Und dies hat gleich vielerlei Gründe: Da ist zum einem der Schauplatz Kairo zu nennen, dessen kontrastierende Exotik und düster, orientalische Atmosphäre Bradby im Zeitgeist der 40er Jahre schlichtweg genial einfängt. Stellenweise fühlte ich mich hier unwillkürlich an Casablanca erinnert. Zum anderen überzeugt der Plot an sich. Obwohl sich "Der Gott der Dunkelheit" über immerhin gute 430 Seiten zieht, kommt an keiner Stelle ein Funke Langeweile auf. Schon nach wenigen Seiten hat einen die Story gepackt und aus dem scheinbar so klaren Mord aus Eifersucht, entwickelt sich für Quinn bald ein gewagtes Katz und Maus Spiel. Denn nicht nur er, sondern auch das Field Service, die Gegenspionage der britischen Armee, unter Leitung von Major MacLeod ist an dem Fall sehr interessiert. Dies und die Tatsache, dass Quinn immer noch unter dem Tod seines Sohn Ryans leidet, der ein Jahr zuvor von einem flüchtigen Jeepfahrer tödlich verletzt wurde, sorgt für zusätzliche Brisanz. All diese Ereignisse scheinen eng miteinander verbunden, so dass Quinn, und damit auch der Leser, bald nicht mehr weiß wem man eigentlich trauen kann. Kontinuierlich kommen neue Aspekte und Personen hinzu und geben dem Plot unerwartete Wendungen, die es einem beinahe unmöglich machen, das ganze auch nur ansatzweise zu durchschauen. Was bei anderem Büchern für totale Konfusion beim Leser sorgt, führt hier lediglich noch zum schnellerem Abknabbern der Fingernägel.

    "Der Gott der Dunkelheit" ist einfach sauspannend und abwechslungsreich, so dass man schlichtweg nicht anders kann, als immer weiter zu lesen. Gegen Ende nimmt das Buch dann regelrecht dramatische Züge an, die sich in einem filmreifen Showdown entladen. Die letztendliche, sehr gelungene Auflösung sorgte bei mir für wohltuende Gänsehaut.

    Insgesamt ist "Der Gott der Dunkelheit" ein fesselnder, abwechslungsreicher Agententhriller, der eingebettet in ein brisantes historisches Szenario, durch eine gelungene Atmosphäre, einen höchst intelligenten Plot und eine beeindruckende Vielschichtigkeit besticht. Ohne Zweifel das beste Buch, das ich seit Jahren in diesem Genre gelesen habe. Auf weitere Bradby-Übersetzungen ins Deutsche darf mehr als gespannt gewartet werden.

    Kommentieren0
    13
    Teilen
    Alexandra-Supertramps avatar
    Alexandra-Supertrampvor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Gott der Dunkelheit" von Tom Bradby

    Wer beim Lesen gerne auf Spannung, Exotik und Historie setzt, der findet bei einem Autor ganz bestimmt den passenden Schmöker: Tom Bradby. Hat er bereits mit seinem 2004 in Deutschland erschienenem Werk "Der Herr des Regens" bewiesen, dass er sich auf historischem Terrain an exotischer Stätte pudelwohl fühlt, so setzt er dies auch in seinem aktuellen Roman "Der Gott der Dunkelheit" fort.

    Er hat wieder einmal einen vielschichtigen und interessanten Thriller abgeliefert, der in fast noch höherem Maße als das Vorgängerwerk, vor Spannung nur so strotzt. Temporeich und mit einer Prise Exotik spinnt er seinen Plot und lässt Zeit und Ort lebhaft vor dem Auge des Leser auferstehen.

    So wie auch schon in "Der Herr des Regens" lebt auch bei "Der Gott der Dunkelheit" ein Teil der Spannung davon, dass man ahnt, dass der ermittelnde Held drauf und dran ist, in ein Wespennest zu stechen. Eine unterschwellige Bedrohung ist allgegenwärtig und man wartet als Leser förmlich darauf, dass der Gute sich schließlich im Räderwerk der Bösen verfängt.

    Düster und beklemmend wirkt der Plot dadurch immer wieder. Mit Quinn setzt Bradby auf eine Hauptfigur, die sich nicht nur den kriminellen Elementen der Stadt stellen muss, sondern auch immer seinen eigenen Dämonen ins Auge blickt. Der Plot nimmt dadurch mitunter schon mal recht düstere und dramatische Züge an, die auch vor allem durch die kontrastierende Exotik Kairos unterstrichen werden.

    FAZIT: Bradby schafft mit seinen historischen Thrillern Spannungslektüre allererster Güte. Sie sind temporeich und vielschichtig erzählt, skizzieren eine interessante Epoche vor exotischer Kulisse und sind überaus spannend und mitreißend geschrieben. Wer historische Thrillerkost mag und mal zu etwas anderem als Ken Follett greifen will, dem sei Tom Bradby ausdrücklich ans Herz gelegt. Wer's spannend mag, macht mit "Der Gott der Dunkelheit" absolut nichts verkehrt.

    Kommentieren0
    11
    Teilen
    A
    Arunvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spiongage und krumme Geschäfte in Kairo 1942!
    Kommentieren0
    Beisszangls avatar
    Beisszanglvor 6 Jahren
    D
    Dorianovor 7 Jahren
    gurugurus avatar
    guruguruvor 7 Jahren
    HolgerKoelns avatar
    HolgerKoelnvor 9 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks