Tom Bradby Der Gott der Dunkelheit

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 12 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(4)
(0)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Gott der Dunkelheit“ von Tom Bradby

Im Juni 1942 ist Kairo ein Hexenkessel. Rommels Armee liegt vor den Toren der Stadt - gefürchtet von den englischen Kolonialherren, ersehnt von den unterdrückten Ägyptern. Joe Quinn, amerikanischer Ex-Polizist, muss einen Mord aufklären und ahnt nicht, dass er eine Schlüsselrolle bei der Rettung der Stadt spielen wird. Nach dem "Herrn des Regens" beweist Bradby auch in diesem Thriller "seine hohe Kunst" ("Münchner Merkur"). "Seine Bücher muss man einfach verschlingen."

Spiongage und krumme Geschäfte in Kairo 1942!

— Arun
Arun

Stöbern in Krimi & Thriller

Unter Fremden

Packend und emotional! Dieser Roman erregt Gemüter und öffnet Augen!

BuchHasi

Gottes rechte Hand

Spannender Thriller - beklemmend und aktuell!

miriamB

Fiona

Verdeckte Ermittlung und psychische Störungen - beklemmend gut zu lesen, unbefriedigendes Ende

Akantha

Der Präsident

harry potter haftes rumrühren einer gutmenschelnden irin, die atomkrieg verhindert und präsidenten entmachtet. viele deja vus, viel abgeschr

Pashtun Valley Leader Commander

Kalte Seele, dunkles Herz

Eine fesselnde Geschichte darüber, wie eine psychische Krankheit eine ganze Familie zerstören kann und einen an sich selbst zweifeln lässt.

TouchTheSky

Geständnisse

Leider nicht mein Fall...

TuffyDrops

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Bradbys größter Wurf

    Der Gott der Dunkelheit
    Stefan83

    Stefan83

    07. October 2011 um 07:07

    Wir schreiben den Sommer des Jahres 1942. Rommels Afrikakorps rückt unaufhaltsam auf Alexandria und Kairo zu. Der Fall ganz Ägyptens scheint nur noch eine Frage von Tagen. Während die englischen Kolonialherren und Militärs in der Hauptstadt ihre Flucht nach Palästina planen, hofft ein Großteil der Ägypter auf die lang ersehnte Freiheit. Inmitten dieses brodelnden Hexenkessels aus deutschfreundlichen Demonstrationen und Razzien der Briten untersucht der Amerikaner Joe Quinn, Major bei der Royal Military Police, den Mord an einem britischen Offizier. Was auf dem Klappentext schon spannend anmutet, stellt sich im nachhinein als eine noch packendere Lektüre heraus. Tom Bradbys "Der Gott der Dunkelheit" hat sich mit einem Schlag auf Platz eins meiner Agententhriller-Lieblingsliste katapultiert und als hervorragende Alternative zu Follett und Co. erwiesen. Und dies hat gleich vielerlei Gründe: Da ist zum einem der Schauplatz Kairo zu nennen, dessen kontrastierende Exotik und düster, orientalische Atmosphäre Bradby im Zeitgeist der 40er Jahre schlichtweg genial einfängt. Stellenweise fühlte ich mich hier unwillkürlich an Casablanca erinnert. Zum anderen überzeugt der Plot an sich. Obwohl sich "Der Gott der Dunkelheit" über immerhin gute 430 Seiten zieht, kommt an keiner Stelle ein Funke Langeweile auf. Schon nach wenigen Seiten hat einen die Story gepackt und aus dem scheinbar so klaren Mord aus Eifersucht, entwickelt sich für Quinn bald ein gewagtes Katz und Maus Spiel. Denn nicht nur er, sondern auch das Field Service, die Gegenspionage der britischen Armee, unter Leitung von Major MacLeod ist an dem Fall sehr interessiert. Dies und die Tatsache, dass Quinn immer noch unter dem Tod seines Sohn Ryans leidet, der ein Jahr zuvor von einem flüchtigen Jeepfahrer tödlich verletzt wurde, sorgt für zusätzliche Brisanz. All diese Ereignisse scheinen eng miteinander verbunden, so dass Quinn, und damit auch der Leser, bald nicht mehr weiß wem man eigentlich trauen kann. Kontinuierlich kommen neue Aspekte und Personen hinzu und geben dem Plot unerwartete Wendungen, die es einem beinahe unmöglich machen, das ganze auch nur ansatzweise zu durchschauen. Was bei anderem Büchern für totale Konfusion beim Leser sorgt, führt hier lediglich noch zum schnellerem Abknabbern der Fingernägel. "Der Gott der Dunkelheit" ist einfach sauspannend und abwechslungsreich, so dass man schlichtweg nicht anders kann, als immer weiter zu lesen. Gegen Ende nimmt das Buch dann regelrecht dramatische Züge an, die sich in einem filmreifen Showdown entladen. Die letztendliche, sehr gelungene Auflösung sorgte bei mir für wohltuende Gänsehaut. Insgesamt ist "Der Gott der Dunkelheit" ein fesselnder, abwechslungsreicher Agententhriller, der eingebettet in ein brisantes historisches Szenario, durch eine gelungene Atmosphäre, einen höchst intelligenten Plot und eine beeindruckende Vielschichtigkeit besticht. Ohne Zweifel das beste Buch, das ich seit Jahren in diesem Genre gelesen habe. Auf weitere Bradby-Übersetzungen ins Deutsche darf mehr als gespannt gewartet werden.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Gott der Dunkelheit" von Tom Bradby

    Der Gott der Dunkelheit
    Alexandra-Supertramp

    Alexandra-Supertramp

    05. January 2010 um 15:11

    Wer beim Lesen gerne auf Spannung, Exotik und Historie setzt, der findet bei einem Autor ganz bestimmt den passenden Schmöker: Tom Bradby. Hat er bereits mit seinem 2004 in Deutschland erschienenem Werk "Der Herr des Regens" bewiesen, dass er sich auf historischem Terrain an exotischer Stätte pudelwohl fühlt, so setzt er dies auch in seinem aktuellen Roman "Der Gott der Dunkelheit" fort. Er hat wieder einmal einen vielschichtigen und interessanten Thriller abgeliefert, der in fast noch höherem Maße als das Vorgängerwerk, vor Spannung nur so strotzt. Temporeich und mit einer Prise Exotik spinnt er seinen Plot und lässt Zeit und Ort lebhaft vor dem Auge des Leser auferstehen. So wie auch schon in "Der Herr des Regens" lebt auch bei "Der Gott der Dunkelheit" ein Teil der Spannung davon, dass man ahnt, dass der ermittelnde Held drauf und dran ist, in ein Wespennest zu stechen. Eine unterschwellige Bedrohung ist allgegenwärtig und man wartet als Leser förmlich darauf, dass der Gute sich schließlich im Räderwerk der Bösen verfängt. Düster und beklemmend wirkt der Plot dadurch immer wieder. Mit Quinn setzt Bradby auf eine Hauptfigur, die sich nicht nur den kriminellen Elementen der Stadt stellen muss, sondern auch immer seinen eigenen Dämonen ins Auge blickt. Der Plot nimmt dadurch mitunter schon mal recht düstere und dramatische Züge an, die auch vor allem durch die kontrastierende Exotik Kairos unterstrichen werden. FAZIT: Bradby schafft mit seinen historischen Thrillern Spannungslektüre allererster Güte. Sie sind temporeich und vielschichtig erzählt, skizzieren eine interessante Epoche vor exotischer Kulisse und sind überaus spannend und mitreißend geschrieben. Wer historische Thrillerkost mag und mal zu etwas anderem als Ken Follett greifen will, dem sei Tom Bradby ausdrücklich ans Herz gelegt. Wer's spannend mag, macht mit "Der Gott der Dunkelheit" absolut nichts verkehrt.

    Mehr