Tom Bradby Schattentänzer

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Inhaltsangabe zu „Schattentänzer“ von Tom Bradby

Nach einem missglückten Bombenattentat der IRA gelingt es den Briten, die junge Colette, Mutter zweier Kinder, für ihre Zwecke einzusetzen - Deckname: Schattentänzer.

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  • Vom Funken, der nicht zündet

    Schattentänzer
    Stefan83

    Stefan83

    07. October 2011 um 07:12

    Nachdem mir mit "Der Herr des Regens" und "Der Gott der Dunkelheit" schon bereits zwei Bücher aus Bradbys Feder mehr als gefallen haben, kam ich jetzt nicht umhin auch sein Debütwerk "Schattentänzer" zu lesen, welches in Deutschland im Jahre 2000 beim Fischer Verlag veröffentlicht, nur wenig Beachtung gefunden hat. Das mag einerseits am völlig unpassenden Cover liegen, das sich in keinster Weise mit dem Inhalt des Buches in Einklang bringen lässt, kann seine Gründe aber auch in der Geschichte selbst haben, denn im Gegensatz zu seinen späteren Werken, bleibt dieses über weite Strecken blass. Auch in seinem Erstling wird ein politisches Thema aufgegriffen, dient eine Krisengeschüttelte Region als Schauplatz für seine Figuren, welche zumeist Agenten sind. Der Funke jedoch, der sonst sofort auf den Leser übergesprungen ist, mag hier einfach nicht zünden. Dabei hätte auch diese Geschichte das Potenzial dafür gehabt. England, Ende der 90er Jahre. Die junge Irin Colette, welche einer Familie aus IRA-Aktivisten entstammt, soll eine Bombe in einem Londoner Bahnhof platzieren und den Terror vor die Haustür der verhassten Engländer tragen. Obwohl sorgfältig geplant, verpatzt Colette die Aktion. Ihre Flucht wird beobachtet und endet im Auto eines britischen Polizisten und schließlich im Gefängnis. Als sie am Verhör der Briten zu zerbrechen droht, schreitet der junge Agent Ryan ein und schlägt ihr einen Deal vor: Sie bleibt auf freien Fuß, muss aber nun für die englische Terrorabwehr arbeiten und Informationen über den Feind liefern. Der Feind ist in diesem Fall Colettes eigene Familie, insbesondere ihr militanter Bruder Gerry, der den derzeit laufenden Friedensprozess mit allen Mitteln zum Scheitern und damit das Andenken seines Vaters ehren will. Die Mutter von zwei Kindern sieht jedoch keine Wahl und erklärt sich zur Spionage bereit. Unter dem Decknamen "Schattentänzer" fliegt sie mit einigen Gewissensbissen zurück nach Irland und sieht sich dort ständigem Misstrauen ausgesetzt. Sie hat Todesangst, denn sie weiß, dass Verräter auf grausamste Weise exekutiert werden. "Schattentänzer" hätte wahrlich ein sehr mitreißendes Buch werden können, nutzt die gute Ausgangslage meiner Meinung nach aber einfach nicht aus. Die Geschichte rumpelt so vor sich hin, bis auf Colette bleiben die Figuren (allen voran Ryan) blass und der Spannungsaufbau mag Bradby irgendwie nicht gelingen. Ständig werden Schauplätze gewechselt, nüchtern Todesfälle, Vergewaltigungen und Schießereien geschildert, so dass sich das Ganze eher wie ein Nachrichtenbericht und weniger wie eine Erzählung liest. Keine Frage, Bradby trifft den Ton des Nordirland-Konfliktes auf den Punkt und fängt die hoffnungslose, desillusionierte Stimmung beider Seiten gut ein. Den Anspruch zu unterhalten konnte er aber bei mir nicht erfüllen. So realistisch und authentisch diese Geschichte auch geschildert wird, am Ende blieb ich mit einem Gähnen zurück. Was mich bewegen und berühren sollte, hat mich leider nur gelangweilt. Insgesamt ist "Schattentänzer" ein mäßiges Debüt von einem großartigen Autor, der mit seinen späteren Werken bewiesen hat, dass er es um einiges besser kann. Wer unterhaltsame Literatur zum Nordirland-Konflikt sucht, sollte lieber Clancys "Die Stunde der Patrioten" oder Behans "Borstay Boy" lesen.

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