Es ist mir einmal mehr ein mir bislang unbekannter Autor über den Weg gelaufen, deren Handlungsorte in meiner Herzensregion, der Provence, liegen. Die Provence ist natürlich überaus beliebt bei, zumeist deutschen, Krimiautoren und trotzdem ist es immer wieder interessant, wie die Region in die Krimihandlung eingebunden wird und wie die handelnden Charaktere gezeichnet sind.
Inhaltlich geht es um einen Todesfall im Vorfeld des Festivals d´Avignon. Ein Mann ist von einem Aquädukt in den Tod gestürzt. Der mit den Ermittlungen beauftragte Commissaire Vidal und die Gerichtsmedizinerin gehen von einem Tötungsdelikt aus. Rasch findet sich ein junger Student im Fadenkreuz der Ermittler, der auch noch flüchtet. Gelingt es, ihn zu fassen und ist er überhaupt der Täter?
Mir hat der Krimi gefallen, obwohl er mit knapp 270 Seiten recht knapp ausgefallen ist. Meine Erwartungen an einen Regionalkrimi sind trotzdem weitgehend erfüllt. Die Stärke dieses Krimis liegt eindeutig in der Beschreibung der Region, diese ist lebendig und liebevoll detailreich. Auch die Einbindung der Region in die Story erfolgt geschickt und ist absolut gelungen. Dagegen sind die Protagonisten eher blass gezeichnet, hier erwarte ich von einem Cosykrimi mehr Gestaltungssorgfalt. Dass die Story, also der Krimi im Krimi, nicht die zentrale Rolle spielt und Tempo und Spannung überschaubar sind, stört mich nicht. Wenn ich nervenzerfetzende Spannung wollte, würde ich zu Thrillern á la Sebastian Fitzek greifen. Außerdem ist auch die Story sauber konstruiert und auch logisch zu Ende gebracht.
Insgesamt war das ein sehr ordentlicher Krimi 4*


















