Tom Callaghan

 3.8 Sterne bei 65 Bewertungen
Autor von Blutiger Winter, Tödlicher Frühling und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Tom Callaghan

Weltenbummler, der spannende Thriller schreibt: Der britische Autor arbeitete viele Jahre als Creative Group Head bei der Full-Service-Agentur Saatchi & Saatchi in London, New York und Philadelphia, bevor er sich dem Schreiben von Kriminalromanen und Thrillern widmete. Der erste Band seiner Thrillerserie um den kirgisischen Inspektor Akyl Borubaew ist zugleich sein Debütroman. 2015 erscheint „A Killing Winter“ im Original, ein Jahr später folgt die deutsche Übersetzung „Blutiger Winter“. Der Schriftsteller, der in England und New York studiert hat und gerne um die Welt reist, lebt heute in Dubai.

Alle Bücher von Tom Callaghan

Tom CallaghanBlutiger Winter
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Blutiger Winter
Blutiger Winter
 (44)
Erschienen am 12.09.2016
Tom CallaghanTödlicher Frühling
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Tödlicher Frühling
Tödlicher Frühling
 (12)
Erschienen am 10.03.2016
Tom CallaghanMörderischer Sommer
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Mörderischer Sommer
Mörderischer Sommer
 (7)
Erschienen am 24.04.2018
Tom CallaghanBlutiger Winter
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Blutiger Winter
Blutiger Winter
 (2)
Erschienen am 19.01.2015
Tom CallaghanKilling Winter
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Killing Winter
Killing Winter
 (0)
Erschienen am 26.02.2015

Neue Rezensionen zu Tom Callaghan

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Gulans avatar

Rezension zu "Mörderischer Sommer" von Tom Callaghan

Dubai statt Kirgisistan.
Gulanvor 2 Monaten

Ich musste über den Schlamassel nachdenken, in dem ich bis zum Hals steckte. Und darüber, was ich deswegen unternehmen wollte – allein, unsicher und in einer Stadt, die so fremd war, dass sie genauso gut auf einem anderen Planeten hätte liegen können. Ich war in Dubai.“ (Auszug Seite 12)

Akyl Borubaew, ehemaliger kirgisischer Polizeikommissar, wird zum Minister für Staatssicherheit bestellt. Dieser hat einen Auftrag für Akyl: Des Ministers Geliebte ist mit Kontozugangsdaten und Geheimdokumenten nach Dubai verschwunden. Der Minister will, dass Akyl die Frau oder wenigstens den USB-Stick mit den Daten zurück nach Kirgisistan bringt. Und er ist kein Mann, dem man einen solchen Auftrag abschlägt. Doch kaum ist Akyl in den Emiraten eingetroffen, gerät er direkt in größere Schwierigkeiten.

Denn als erstes stößt er auf die Leiche eines Zuhälters und Waffenhehlers. Auch sein Kontaktmann in Dubai ist ihm irgendwie suspekt. Als er schließlich die gesuchte Frau aufstöbert, stellt Akyl fest, dass diese erheblich verschlagener ist als gedacht. Schließlich spielen auch noch tschetschenische Terrororganisationen beim Rennen um die Dokumente mit und auch seine Freundin Saltanat vom usbekischen Geheimdienst taucht auf. Bei aller Verbundenheit kann er aber nur eingeschränkt auf ihre Unterstützung setzen, denn Saltanat hat wie immer ihre eigene Agenda.

Mörderischer Sommer ist der dritte Teil der Reihe um den Kirgisen Akyl Borobaew. Dritte Teile sind ja durchaus immer etwas knifflig. Nach einem starken Auftakt und einer gelungenen Fortsetzung entscheidet sich ja oft im dritten Teil, ob man einer Serie weiterhin erhalten bleibt oder ob der Reiz so langsam abflacht. Blutiger Winter und Tödlicher Frühling konnten mich auf jeden Fall überzeugen. Der Reiz lag zum einen bei den Figuren. Akyl Borubaew, ein eigenwilliger, harter, aber gleichzeitig auch einsamer und melancholischer Mann. In einem Waisenhaus aufgewachsen, hat er später als Polizist seine Bestimmung gefunden. Er hat seine geliebte Frau an den Krebs verloren, ihr sogar aktiv beim Sterben geholfen. Dieser Verlust nagt allerdings sehr an ihm, obwohl eine neue Frau in sein Leben getreten ist. Saltanat Umarowa ist eine eiskalte, gefährliche Agentin des usbekischen Geheimdienstes. Doch irgendwie wurde ein Band zwischen beiden geknüpft, allerdings ein sehr zerbrechliches. Dritte wiederkehrende Hauptperson ist der korrupte, machtbewusste Minister für Staatssicherheit, Michail Tynalijew, der Akyl zu Aufträgen zwingt, ihm immer wieder seine Allmacht vorführt, aber gleichzeitig auch seine Hand über Akyl hält.

Zum anderen war aber ein großes Plus der Reihe das unverbrauchte Setting im zentralasiatischen Kirgisistan. Ein raues Land voll landschaftlicher Schönheit, aber als junger Staat im Schatten Russlands und Chinas immer an der Schwelle (oder darüber hinaus) zur Autokratie, in der sich gesellschaftliche Abgründe auftun. Von diesem Reiz weicht Autor Tom Callaghan leider in diesem dritten Band erheblich ab, in dem er die Handlung nach Dubai verlagert. Die moderne Stadt am persischen Golf kann es als Schauplatz leider überhaupt nicht mit Bischkek und Kirgisistan aufnehmen. Obwohl der Autor sich bemüht, auch ein paar Schattenseiten zu zeigen, bleibt Dubai ein relativ uninteressanter, austauschbarer Schauplatz.

Zudem vermag mich dieses Mal auch der Plot nicht so richtig zu überzeugen. Während in den ersten beiden Bänden Themen wie die dreckige Droge „Krokodil“ oder Kindesmissbrauch den Leser zu fesseln wussten, ist das undurchsichtige Spiel verschiedener Gruppen um Geld und Dokumente in diesem Band nur eher solide. Spätestens wenn Akyl zum Einholen von Informationen zum fünften Mal dieselbe Bar aufsucht, wünscht man sich doch etwas mehr Finesse. So bleibt am Ende das Fazit, dass der dritte Band mich diesmal doch nicht so ganz überzeugen konnte. Allerdings sprechen die interessanten Protagonisten und die Tatsache, dass diese Reihe (anhand der Jahreszeiten erkennbar) auf vier Bände ausgelegt ist, dann doch dafür, auch in den letzten Band hereinzuschauen, um zu sehen, was aus Akyl und Saltanat noch wird.

Kommentare: 3
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angi_stumpfs avatar

Rezension zu "Mörderischer Sommer" von Tom Callaghan

Grandiose Thrillerreihe mit viel schwarzem Humor
angi_stumpfvor 4 Monaten

Nach „Blutiger Winter“ und „Tödlicher Frühling“ findet die grandiose Thrillerreihe über (Ex-)Inspektor Akyl Borubaew mit „Mörderischer Sommer“ eine gelungene Fortsetzung.

Wer die ersten beiden Teile noch nicht kennt, sollte diese Wissenslücke möglichst schnell schließen, denn es lohnt sich wirklich. Akyl ist ein Protagonist, mit dem man gerne auf Jagd nach den miesesten Individuen geht, die sich so auf Gottes Erde tummeln. Als ehemaliger Inspektor der Mordkommission hat er schon Dinge gesehen, die anderen Menschen nicht mal in ihren schlimmsten Alpträumen einfallen würden. Er wurde gefoltert, gequält, angeschossen und im Privatleben hat er auch noch seine geliebte Frau an den Krebs verloren.
Man sollte denken, er hätte kapituliert und wäre einer dieser missmutigen Ermittlertypen, die ihren täglichen Kummer in Alkohol ertränken, aber weit gefehlt. Akyl geht tapfer seinen Weg, jammert kaum und sieht seine Bestimmung darin, den unschuldigen Toten Genugtuung zu verschaffen, indem er die Bösewichte unter die Erde oder im besten Fall hinter Gitter bringt.

Im dritten Band verschlägt es Akyl ins heiße Dubai, ein echter Kontrast zum kalten Kirgisistan. Der Minister für Staatssicherheit hat leider etwas „verloren“: seine Geliebte und eine Menge Geld. Er ködert Akyl damit, dass er im Erfolgsfall seinen alten Job als Inspektor bei der Mordkommission wieder zurück bekommen würde.

Schon bald steckt Akyl wieder mittendrin in den übelsten Kreisen und darf sich mit Zuhältern, Menschenhändlern und anderen „freundlichen“ Gestalten herumplagen. Es wird blutig und grausam und manchmal tut es beim Lesen weh, wenn man ein empathischer Mensch ist. Für zartbesaitete Gemüter ist diese Reihe wohl eher weniger geeignet, man sollte schon Szenen im Tarantino-Style ertragen können.

Was mir besonders gut gefällt, das ist Tom Callaghans einzigartiger Schreibstil. Dieser Mann kann einfach nicht ernst bleiben: es gibt keine Zeile, die nicht von Sarkasmus, Ironie und schwarzem Humor geprägt ist. Man hat trotz aller Grausamkeit und Tragik irgendwie ständig ein Grinsen im Gesicht beim Lesen.
Dazu schreibt er noch absolut fesselnd, hält uns mit überraschenden Wendungen und kleinen emotionalen Lichtblicken in Atem. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich freue mich heute schon auf eine Fortsetzung, die dann sicher im Herbst angesiedelt sein wird. Hoffentlich ist mit den Jahreszeiten die Reihe nicht beendet.

Eine Thrillerreihe mit extrem viel schwarzem Humor, einem absolut sympathischen Hauptdarsteller, massig Blut und zahlreichen Toten, die sich dieses Schicksal allerdings meist redlich verdient haben. Unbedingt lesen!

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Aglayas avatar

Rezension zu "Blutiger Winter" von Tom Callaghan

Düster, kalt und wirr
Aglayavor einem Jahr

Im kirgisischen Winter wird eine junge Frau ermordet aufgefunden, zusammen mit einem Fötus, der aber nicht von ihr stammt. Der Polizist Akyl Borubaew wird gleich von zwei Seiten her beauftragt, den Mörder zu fassen.

Die Geschichte wird in der Ich-Pespektive des Protagonisten Akyl Borubaew erzählt. Akyl hat vor kurzen seine Frau verloren und es fällt ihm schwer, sich auf anderes zu konzentrieren. Dennoch schein er der einzige einigermassen brauchbare Polizist in ganz Kirgisistan zu sein, alle anderen werden als korrupt, machtgierig und verlogen dargestellt. Dies hinterliess einen etwas schalen Nachgeschmack bei mir. Ich gehe davon aus, dass in den ehemaligen Sowjetrepubliken Korruption ein grosses Problem sein wird, aber dass es so gut wie keine ehrlichen Polizisten geben soll, die wirklich an der Aufklärung der Verbrechen interessiert sind und nicht nur einen Sündenbock suchen, um selber gut dazustehen, kann ich mir dann doch nicht vorstellen.

Die Handlung ist sehr verworren und wird immer wieder durch Abschweifungen unterbrochen, wenn Akyl wieder mehr an seine Frau als an den Fall denkt. Dies macht es schwer, der Handlung zu folgen und alles zu verstehen. Ebenfalls schwierig fand ich die ganzen Namen, bei denen ich oft nur mit Mühe erkennen konnte, ob es eine Person, eine Strasse oder ein Lokal sein sollte. Dass der „Tschüi-Prospekt“ kein Katalog eines Reisebüros, sondern ein Platz ist, habe ich erst nach mehrmaliger Erwähnung desselben verstanden. Zusätzlich erschwert haben das Verständnis die vielen Personen, die allesamt sehr blass blieben und für mich nicht mehr als blosse Namen waren, bei denen ich oft nicht auf Anhieb erkannte, ob es ein Mann oder eine Frau sein sollte.

Der Schreibstil des Autors Tom Callaghan ist sehr bildhaft, sodass ich mir das Gelesene gut vorstellen konnte. Leider ist die Handlung immer wieder sehr brutal, da möchte ich eigentlich nicht bildhaft vor mir sehen, wie der Protagonist Schädelsplitter und Hirnfetzen von seiner Jacke wischt… Die Dialoge sind oft ziemlich vulgär gehalten und enthalten viele russische Ausdrücke, die nicht übersetzt werden.


Mein Fazit

Sehr düster, sehr kalt und sehr wirr – nicht mein Fall.

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