Tom Callaghan Tödlicher Frühling

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Inhaltsangabe zu „Tödlicher Frühling“ von Tom Callaghan

"Mit Inspektor Akyl Borubaew schickt Callaghan einen harten Hund ins Rennen. Ein furioser Thriller." Michael Tsokos Nach dem fesselnden Debüt "Blutiger Winter": Die packende Fortsetzung der international erfolgreichen Krimiserie von Tom Callaghan. Akyl Borubaew, eigenwilliger Inspektor der kirgisischen Mordkommission und frisch strafversetzt, wird auf ein abgelegenes Feld gerufen. Dort wurden Kinderleichen gefunden, verpackt in Plastiktüten, verscharrt in flachen Gräbern. Borubaews Ermittlungen führen ihn schon bald zu Waisenhäusern - und damit in seine eigene Vergangenheit. Als man ihm einen Mord und Geschäfte mit Kinderpornographie anhängt, gerät er selbst in Gefahr und muss fliehen.

Reicht an den 1. Fall mit Borubaew nicht heran. Der eigentliche Fall wird aus den Augen verloren und nimmt unrealistische Ausmaße an.

— Alondria
Alondria

Für mich deutlich schwächer als Band 1. Zu viel Gerede, zu viel sinnlose Action.

— Gulan
Gulan

Reicht an den ersten Teil nicht heran, zuviel privates Gedöns für meinen Geschmack!

— Leseratz_8
Leseratz_8

Wieder sehr blutig und brutal, aber dank des sympathischen Rächers Akyl siegen am Ende die Guten! Sehr spannend!

— angi_stumpf
angi_stumpf

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  • [Rezension] Tödlicher Frühling

    Tödlicher Frühling
    Alondria

    Alondria

    13. October 2016 um 14:56

    Das Buch Ein Feld unterhalb des schneebedeckten Tienschan Gebirges. Akyl Borubaew blickt auf sieben Kinderleichen hinab, deren Körper Spuren schlimmster Misshandlungen aufweisen. Wer ist zu so etwas fähig? Bei seinen Ermittlungen legt sich Borubaew mit den mächtigsten Kreisen des Landes an. Er weiß, dass er damit sein eigenes Leben aufs Spiel setzt. Das hat mir gefallen: Tom Callaghan hat einen äußerst eigenen Schreibstil, der von sachlich-neutral über emotional bishin zu derb reicht. Spannende Stellen im Thriller sind so aufgebaut, dass ich als Leser regelrecht mitfiebern konnte. Callaghan beschreibt alles sehr detailliert, sodass man nicht viel eigene Vorstellungskraft braucht, um sich die Bilder des Geschehens vor Augen zu rufen.Die Protagonisten gefallen mir sehr gut. Die "Guten" sind nicht nur gut, sondern haben auch ihre Geheimnisse und dunklen Seiten, ebenso werden die "Bösen" nicht nur als das reine Böse dargestellt. Auch sie haben menschliche Seiten an sich, charakterliche Schwächen und Fehler. Der Sympathieträger ist ganz klar Akyl Borubaew, der ermittelnde Inspektor. Aber auch zu den anderen Protagonisten konnte ich schnell Zugang finden.Die Story klingt vielversprechend, ist hier und da rasant in ihren Entwicklungen, stellenweise spannend während der Ermittlungen und äußerst schockierend. Allein der Titel lässt schon auf viel Spannung hoffen. Die Titelwahl fand ich auch sehr interessant, da der erste Fall Borubaews "Blutiger Winter" heißt. Das hat mich enttäuscht: Leider hat Callaghan das Niveau, das er im ersten Band "Blutiger Winter" vorgelegt hat, nicht halten können. Die Spannung ist - wie oben erwähnt - nur stellenweise vorhanden. Es gibt unglaublich viele Kapitel, in denen es nur um Borubaew und seine Emotionen, sein Selbstmitleid, seine Trauer um seine verstorbene Frau geht. Viel Persönliches, wenig Ermittlung.Dazu kommt, dass man sich im Laufe des Buches fragt: "Und was ist jetzt mit den sieben Kinderleichen, um die es eigentlich geht?". Irgendwie rutscht dieser Aspekt, der ja Hauptthema des Buches sein sollte, völlig aus dem Sichtfeld. Plötzlich wird in Fällen (oder einem Fall) ermittelt, die lange Zeit nichts mit den Kinderleichen zu tun haben. Erst zum Schluss scheint dem Autor wieder eingefallen zu sein, dass es da ja noch diese sieben Leichen gab. Fazit Der zweite Fall mit Akyl Borubaew konnte mich leider nicht vollends überzeugen. Ich hätte mir hier mehr Ermittlungen im eigentlichen Fall gewünscht. Der Fall nahm meiner Meinung nach unrealistische Ausmaße an, die der Autor sich hätte sparen können. Man kann diesen Thriller lesen, es gibt jedoch bessere.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    kubine

    kubine

    01. August 2016 um 19:44
  • spannende Ermittlung

    Tödlicher Frühling
    dieFlo

    dieFlo

    18. July 2016 um 18:21

    "Tödlicher Frühling" - der Frühling lässt die gefrorene Erde tauen und gibt langsam 7 Leichen frei, 7  Kinderleichen - lieblos unter einer dünnen Schichte Erde verscharrt. Ein Namensbändchen gibt den Hinweis auf ein Waisenhaus .....Die Ermittlungen beginnen, doch kaum stellt der leitende Polizist fragen, wird er beschuldigt - er wird plötzlich verdächtigt und muss untertauchen. Eine kranke Welt voller Pädofiler wird er finden, eine korupte Gesellschaft, ein Klientel, dass Freude am quälen hat und ere muss erkennen, das Geld Macht bedeutet. Dieser Thriller geht unter die Haut, ist sehr identisch und doch gibte s ab und an ein wenig zu viel privates GEplänkel zwischen Akyl und seiner Partnerin Saltanat. Darum einen Stern Abzug, aber ansonsten : eine spannende Story. ich kenne den ersten Teil des Ermittlers Akyl nicht, aber der Schreibstil hier, ist überzeugend und ich werde sicher nach Band 1 Ausschau halten. Fazit: ein grausamer aber spannender Thriller@dieflo

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  • Thriller in Kirgisistan!

    Tödlicher Frühling
    Igela

    Igela

    In Karakol, Kirgisistan,werden 7 Kinderleichen gefunden.sie wurden auf einem abgelegenen Feld verscharrt und das einzige Merkmal für ihre Identität sind Plastikarmbänder,wie sie Kinder in staatlichen Waisenhäusern tragen.Der Fall geht  Akyl Borubaew, dem Inspector der Mordkommission sehr nahe.,denn er war als kleiner Junge auch in einem staatlichen Waisenhaus. Als er den  ehemaligen Leiter seines damaligen Waisenhauses aufsucht, wird dieser kurz darauf ermordet.Ich habe noch nie einen Thriller gelesen ,der in Kirgisistan spielt, gelesen.Dementsprechend war ich gespannt und habe gehofft auch etwas über dieses unbekannte Land zu erfahren. Und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil.....immer wieder erfährt man kleine Details über das Land, den Gepflogenheiten und die politische Lage. So weiss ich z.b nun,dass die Währung Som ist und,dass dort Tee, der Tschai heisst ,getrunken wird .Etwas Respekt hatte ich vor den nicht geläufigen Namen.Doch die Anzahl der Protagonistin ist nicht nur sehr klein,sondern auch sehr gut in Haupt und Nebenpersonen aufgeteilt.Der Schreibstil ist sehr detailliert, teilweise habe ich ihn als verschachtelt empfunden.Witziges hat genauso Platz wie Ernstes.Ein Satz der mich hat schmunzeln lassen: Wenn euer Ministerium noch mehr Leck hätte,würden euch die Eimer ausgehen.Die Geschichte enthält brutale Szenen, die mich viele Male haben schlucken lassen.Gespannt habe ich die Suche nach den Mördern der Kinder verfolgt.Ab und zu wird Bezug genommen zu dem vorderen Teil. Ich habe diesen nicht gelesen und hatte keinerlei Probleme mit dem Einstieg und das Verfolgen der Handlung.

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    • 3
  • Tödlicher Frühling

    Tödlicher Frühling
    Leseratz_8

    Leseratz_8

    16. May 2016 um 09:42

    Endlich ist der lang erwartete zweite Teil um den Ermittler Akyl Borubaew erschienen. Der Termin ist völlig an mir vorbei gegangen, um so begeisterter war ich, das Buch beim Stöbern in der Buchhandlung zu finden.Worum geht es: Akyl Borubaew ist, aufgrund seiner unorthodoxen Ermittlungsmethoden in "Blutiger Winter", strafversetzt, aus der Hauptstadt in eine Stadt am Fusse des Tienschan-Gebirges. Dort werden auf einem Feld, nur notdürftig verscharrt, sieben Kinderleichen gefunden. Misshandelt und missbraucht - doch warum hier und warum so auffällig unauffällig abgelegt? Und was bedeuten die Namensbändchen, die doch nicht zu den gefundenen Kindern passen?Eigentlich hat dieses Buch alles, was ein guter Thriller braucht, einen erschreckenden Leichenfund, Verschwörungen auf höchsten Ebenen, einen taffen Ermittler, der auch gegen den Willen von Vorgesetzten seinen Job macht und unangenehme Wahrheiten aufdeckt. Wie schon im ersten Band taucht auch hier eine Geheimdienstagentin aus dem Nachbarland auf, Saltanat aus Usbekistan. Doch leider bleibt es nicht bei gemeinsamen Ermittlungen. Die beiden tanzen umeinander herum, sollen sie nun oder sollen sie nicht, es nervt nur. Auch ist die Atmosphäre diesmal nicht so düster wie im ersten Teil, das mag am Frühling liegen und auch daran, das Inspektor Borubaew alle fünf Seiten die Schönheit seines Landes rühmt. Aber für mich liegt es eher daran, dass sich der Autor nicht entscheiden konnte, auf welchen Handlungsstrang er sein Hauptaugenmerk legen wollte. Und so taumelt der Leser zwischen der Beziehungskiste und den Ermittlungen und politischen Verstrickungen hin und her. Wenn dann ermittelt wird und die Verstrickungen herauskommen, ist man gefesselt und erschrocken zugleich, über soviel Widerwärtigkeit und Kaltblütigkeit. Dann will man nur noch weiterlesen und herausfinden, wer welche dubiose Rolle spielt. Und dann Schnitt - Beziehungskiste, Spannung am Boden.Und doch hat auch dieses Buch die genialen Momente, die ich schon im ersten Teil geschätzt habe. Düsternis, die auch die Frühlingssonne nicht vertreiben kann und im Hintergrund die Frage, welche Rolle spielt Jussupow, der Gerichtsmediziner...Fazit: Wer meine Rezis kennt, weiß, dass ich es hasse, wenn gute Thriller durch private Verwicklungen aufgeweicht und massentauglich gemacht werden. Deshalb bin ich mit diesem zweiten Band auch eher unzufrieden. Trotzdem ist es ein gutes Buch, das ich Thrillerlesern empfehlen kann. Allerdings war der erste Band so grandios, das meine Erwartungshaltung an dieses Buch wohl viel zu groß war. 

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  • Das Böse muss besiegt werden

    Tödlicher Frühling
    Pelikanchen

    Pelikanchen

    Sieben Kinderleichen werden auf einem abgelegenen Feld gefunden, in Säcken verpackt. Schlimmste Verletzungen von Folter und Misshandlungen weisen die Leichen auf und eine Gemeinsamkeit der fünf Kinder, sie tragen alle an ihren Handgelenken typische Bändchen, wie sie Waisenkinder tragen.Inspektor Akyl Borubaew ist über diesen Fund zutiefst schockiert, den auch er war in seiner Kindheit in einem Waisenhaus. Er hat in seinem Leben schon viel Gewalt erlebt und wurde mit wirklich schlimmen Dingen konfrontiert, aber was man diesen Kindern angetan hat, bevor man sie umgebracht hat, das kann man mit Worten nicht beschreiben.Ein Informant bestätigt seine schlimmsten Befürchtungen und schon bald bringt ihn ein furchtbares Handyvideo auf die Spur von skrupellosen Kinderhändlern, die vor wirklich nichts zurückschrecken. Einflussreiche Leute sind tief verwickelt in die Geschichte und es geht um großzügige Bestechungsgelder, so das Akyl nicht weiß wem er überhaupt noch trauen kann. Als er dem Täter zu nahe kommt, wird er selbst zum Gejagten, denn ihn werden Beweise untergeschoben, das auch er in die Kinderpornos verwickelt ist. Eine alte Verbündete nimmt mit ihm die Herausforderung an und die beiden schwören sich, erst zu ruhen, wenn die hilflosen Kinder gerächt sind.Ich habe mich auf die Fortsetzung sehr gefreut, aber ich hatte hier auch wieder etwas Schwierigkeiten, mich in den Schreibstil einzulesen. Leider war der Abstand zwischen den beiden Büchern zu lang und ich konnte mich an die Vorgeschichte nur noch wenig Erinnern. Ein paar Dinge werden zwar angesprochen, aber da hätte ich fast ein bisschen mehr brauchen können. Mit dem aktuellen Fall hat es aber nichts zu tun und ist daher nicht wirklich schlimm. Meiner Meinung nach ist das Buch sehr Brutal und blutig, aber im Vordergrund geht es um Akyl und das lockert dann doch manche Szene etwas auf. Kirgistan und das nahe Usbekistan sind nicht gerade Orte, in denen ich Urlaub machen wollte und die ganze Atmosphäre wirkt sehr feindlich und düster. Das Buch ist flüssig geschrieben, lässt sich trotz Startschwierigkeiten dann toll lesen und die meisten Szenen sind glaubhaft, auch wenn die Protagonisten oft sehr eigenwillig handeln, was aber auf Grund der Grausamkeit des Falls gar nicht anders geht.Einziger Grund für einen Punkt Abzug ( Vorsicht Spoiler ) ist, das es für mich nicht ersichtlich war, wie sie zu dem Haus des Amerikaners gekommen sind. das ist auf Grund eines Anrufen, mit diesem iPhone gar nicht machbar. Sie rufen jemand unbekannten an und tun so wie wenn sie ihn erpressen und während der angeblichen Geldübergabe finden sie besagtes Haus und .......................................? Das wirkte für mich einfach nicht schlüssig und ich habe ständig darüber nachgedacht, was ich übersehen haben könnte .................................

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    • 3
  • "Mewin einziges Geschenk an die Toten ist die Gerechtigkeit"

    Tödlicher Frühling
    Havers

    Havers

    21. March 2016 um 19:21

    Kirgisistan, ehemalige Sowjetrepublik, unabhängig seit 1991, gelegen zwischen Usbekistan, Kasachstan, Tadschikistan und China, ist nun nicht unbedingt die erste Adresse, die einem einfällt, wenn es darum geht, Handlungsorte von Kriminalromanen zu benennen. Aber genau diesen zentralasiatischen Binnenstaat hat sich der englische Autor Tom Callaghan ausgesucht, um dort seinen sturköpfigen Protagonisten Akyl Borubaew ermitteln zu lassen, der in „Tödlicher Frühling“ (Band 2 der Reihe) im Zentrum des Geschehens steht. Der Inspektor der kirgisischen Mordkommission wurde nach den in „Blutiger Winter“ (Band 1 der Reihe) geschilderten Ereignissen, die im wahrsten Sinne des Wortes seinen Vorgesetzten den Kopf kosteten, in einen entlegenen Winkel des Landes strafversetzt. Dass aber auch dort das Verbrechen nicht schläft, muss Akyl spätestens dann feststellen, als auf einem abgelegenen Feld die oberflächlich verscharrten Leichname mehrerer Kinder gefunden werden, alle mit Namensbändern von Waisenhäusern um die Handgelenke. Gemeinsam mit der usbekischen Agentin Saltanat nimmt Akyl die Spur auf und die beiden fördern Erschütterndes zutage. Es sind mächtige, einflussreiche Männer, denen sie in die Quere kommen, mit denen man sich besser nicht anlegen sollte. Aber die toten Kinder sind nur die  Spitze des Eisbergs, Kollateralschäden, wie einer der Verdächtigen während einer Befragung äußert, deren Schicksal niemand kümmert. Außer Akyl und Saltanat, die alles daran setzen, den Verantwortlichen das Handwerk zu legen, auch wenn sie dafür ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen müssen. „Mein einziges Geschenk an die Toten ist die Gerechtigkeit“, so Akyl Borubaew, und um diese zu erlangen, ist ihm jedes Mittel recht, denn manchmal müssen auch die Guten böse Dinge tun, um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. Er ist ein sympathischer Ermittler, zutiefst moralisch integer und knallhart, wenn es erforderlich ist, der weder sich selbst noch seine Gegner schont. Innerlich zerfressen von Schuldgefühlen, weil er das Leiden seiner krebskranken Frau nicht mehr mitansehen kann und sie erlöst. Aber der Preis, den er dafür zahlt ist hoch, denn die Liebe seines Lebens hat er nun für immer verloren. Zwischen ihm und seiner usbekischen Kollegin Saltanat ist die Luft geladen, und man darf gespannt sein, wie sich diese Beziehung weiterentwickeln wird. Das Bild, das der Autor von der kirgisischen Gesellschaft zeichnet, ist deprimierend. Jeder, ganz gleich in welcher Position, ist käuflich. Polizei, Justiz, Regierung, alle sind bestechlich und auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Ein Menschenleben zählt nichts und wird, ohne mit der Wimper zu zucken, geopfert. Wer einen Kriminalroman lesen möchte, der aus dem üblichen Raster fällt, dem sei Tom Callaghans „Tödlicher Frühling“ empfohlen, eine spannende Story mit sympathischen Protagonisten, die in einem Land ermitteln, das hierzulande kaum bekannt ist.

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  • Am Ende siegt das Gute ...

    Tödlicher Frühling
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    10. March 2016 um 20:49

    Die Geschichte: Auf einem abgelegenen Feld werden sieben Kinderleichen gefunden, in Säcke verpackt und nur nachlässig vergraben. Die Toten weisen schlimmste Verletzungen von Folter und Misshandlungen auf, doch das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit: um ihre Handgelenke tragen sie die typischen Bändchen von Waisenhauskindern. Inspektor Akyl Borubaew ist schockiert über diesen Fund, obwohl er in seinem Leben schon mit extrem viel Gewalt konfrontiert wurde. Seine Ermittlungen führen ihn auch in einen Teil seiner eigenen Vergangenheit, an den er lieber nicht erinnert werden möchte. Dank eines Informanten sieht Akyl seine schlimmsten Befürchtungen bald bestätigt: ein furchtbares Handyvideo bringt ihn auf die Spur von skrupellosen Kinderhändlern, die auch vor Mord nicht zurückschrecken, um viel Geld zu verdienen. Um ihre schmutzigen Geschäfte abwickeln zu können, haben sie wahrscheinlich auch Beziehungen zu einflussreichen Personen und sichern sich mit großzügigen Bestechungsgeldern ab. Akyl weiß nicht, wem er vertrauen kann. Als er den Tätern zu nahe kommt, wird er selbst zum Gejagten: angeblich handelt er ebenfalls mit Kinderpornographie, denn bei einer Durchsuchung seiner Wohnung wurde ihm entsprechendes Material untergeschoben. Zusammen mit einer alten Verbündeten nimmt er die Herausforderung an und schwört sich, den Tod der hilflosen Kinder zu rächen … Meine Meinung: Auf diese Fortsetzung habe ich mich schon sehr gefreut, denn bereits der erste Teil “Blutiger Winter” war eines meiner Lesehighlights des letzten Jahres. Trotz der Tatsache, dass es in diesen Thrillern stellenweise schon sehr brutal und blutig zugeht, was ich normalerweise eher negativ finde. Aber hier steht Akyl im Vordergrund und dieser Mann, der schon so viel Schlimmes erlebt hat, lässt sich nicht verbiegen und kann Unrecht einfach nicht ertragen. Das macht ihn zu einem totalen Sympathieträger, den ich schon während des ersten Buches ins Leserherz geschlossen habe. Er hat seine Frau an den Krebs verloren und hadert seither immer wieder mit seinem eigenen Leben. Doch am Ende überwiegt sein starker Wille und die Gewissheit, dass er im Kampf gegen Verbrechen und Unrecht noch viel bewegen kann. Während viele seiner Kollegen für etwas Geld gerne die Augen verschließen, zeigt er sich stets unbestechlich und geht notfalls auch Wege abseits der Legalität, um die Schuldigen zu finden. Tom Callaghan charakterisiert seine Figuren authentisch und mit viel Liebe zum Detail. Es gibt wenig Grauzonen: die “Guten” unterscheiden sich sehr deutlich von den “Bösewichten”. Für alle Leser, die bereits “Blutiger Winter” kennen, gibt es auch ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten – sowohl positiver als auch negativer Natur. Dass auch Saltanat wieder mit von der Partie ist, fand ich besonders schön, denn ich wünsche ihr und Akyl ja so sehr, dass sie endlich ein Paar werden. Die ganze Atmosphäre wirkt recht düster und feindlich, Kirgisistan und das nahe Usbekistan sind nicht gerade Orte, die man sich für einen Erholungsurlaub aussuchen würde. Besonders angetan haben es dem Autor wohl grausig-schaurige Keller, denn solche sorgen häufig für Gänsehautstimmung. Dank der lebendigen Beschreibungen ist man immer mittendrin, ganz nah an den Protagonisten und am Ort des Geschehens. Der Schreibstil von Tom Callaghan ist flüssig, locker und gespickt mit Ironie und schwarzem Humor. Seine Dialoge sind glaubhaft und die Figuren handeln zwar oft sehr eigenwillig, aber angesichts der Situation angemessen. Von Anfang bis Ende ist dieser Thriller hochspannend und auch wenn recht schnell klar ist, wer auf welcher Seite steht, bleibt es fesselnd. Einflussreiche Menschen können sich in dieser Gegend viel erlauben und stehen unter besonderem Schutz, das macht die Geschichte sehr verzwickt und sorgt auch für so manch überraschende Wendung. Das Ende fand ich sehr gelungen und es lässt viel Raum für weitere Abenteuer mit Akyl – und hoffentlich auch mit Saltanat. Mit dem Thema “Kinderpornografie” sind natürlich leider auch Szenen verbunden, die für zartbesaitete Leser weniger geeignet sein dürften. Es wurde aber für mein Empfinden niemals zu ausführlich und effektheischend. Fazit: Düster, brutal und blutig, aber dank des sympathischen Rächers Akyl siegt am Ende doch immer das Gute … hochspannend, actionreich und fesselnd! Eine sehr empfehlenswerte Thrillerreihe!

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