Tom Dauer

 4,8 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor*in von Wilde Alpen, Hütten und weiteren Büchern.

Lebenslauf

TOM DAUER, geb. 1969, fühlt sich Kurt Albert mannigfaltig verbunden. Der Literatur- und Politikwissenschaftler und Absolvent der Deutschen Journalistenschule schrieb u. a. ein Buch über Reinhard Karl, dessen Texte auch Kurt Albert bewunderte. Für sein Standardwerk „Cerro Torre – Mythos Patagonien“ lebte er über ein Jahr ebendort und teilte mit Kurt Albert wochenlang eine Holzhütte im Basislager des Fitz Roy. Als Alpinist, Autor und Filmemacher ist und bleibt er unabhängig – ein Ideal, das er mit Kurt Albert teilt.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Alpen. Die Kunst der Panoramakarte (ISBN: 9783791393155)

Alpen. Die Kunst der Panoramakarte

Erscheint am 25.09.2024 als Gebundenes Buch bei Prestel.

Alle Bücher von Tom Dauer

Cover des Buches Wilde Alpen (ISBN: 9783866904361)

Wilde Alpen

 (3)
Erschienen am 09.03.2015
Cover des Buches Deutschlands romantische Mittelgebirge (ISBN: 9783866904095)

Deutschlands romantische Mittelgebirge

 (2)
Erschienen am 15.09.2014
Cover des Buches Expedition (ISBN: 9783957285126)

Expedition

 (2)
Erschienen am 22.11.2021
Cover des Buches Hütten (ISBN: 9783866904613)

Hütten

 (2)
Erschienen am 24.01.2018
Cover des Buches Dark Mountains (ISBN: 9783866906280)

Dark Mountains

 (1)
Erschienen am 31.03.2017
Cover des Buches Gesteine und Minerale (ISBN: 9783473326518)

Gesteine und Minerale

 (1)
Erschienen am 18.01.2016
Cover des Buches Kurt Albert (ISBN: 9783702238742)

Kurt Albert

 (1)
Erschienen am 01.09.2020
Cover des Buches 100 % Abenteuer: Berge (ISBN: 9783473554263)

100 % Abenteuer: Berge

 (0)
Erschienen am 18.01.2016

Neue Rezensionen zu Tom Dauer

Cover des Buches Expedition (ISBN: 9783957285126)
Kristall86s avatar

Rezension zu "Expedition" von Klaus Fengler

Ein ganz besonderes Buch!
Kristall86vor 2 Jahren

Klappentext:

„Möchte man die Natur jenseits der bewohnten Welt erkunden, lauern viele Herausforderungen und Gefahren: Man kämpft gegen Erschöpfung, Dehydration und erbarmungslosen Wind, fürchtet Gletscherspalten, Stein- und Eisschlag oder den Sturz ins Leere. Fernab jeglicher Zivilisation muss man selbst alles mit sich tragen, was man zum Überleben braucht. Will man Erfolg haben und gesund zurückkommen, ist man aufeinander angewiesen. Hier zählen Lebenserfahrung, Ausdauer und Übersicht vielleicht mehr als reine Kraft oder jugendlicher Wagemut. Der Fotograf Klaus Fengler begleitet seit zwei Jahrzehnten Expeditionen mit der Kamera. Bildgewaltig dokumentiert er in diesem Band das Wesen seiner Abenteuerreisen. Begleitet werden seine außergewöhnlichen Bilder von hintergründigen Essays des bekannten Autors und Filmemachers Tom Dauer….“


Es ist nicht mein erstes Buch zu diesem Thema und deshalb fällt der Vergleich besonders neugierig aus. Klaus Fengler und Tom Dauer nehmen uns hier mit auf Expedition. Egal ob Kenia, Patagonien, Nepal oder den Oman (uvm.), wir dürfen hier Zeuge werden von ganz besonderen Reisen. Neben den recht ausführlichen Texten sind die extrem grandiosen Fotografien hier das i-Tüpfelchen. Teilweise füllen sie die ganzen Seiten und das wir Leser uns diese in schwarz-weiß betrachten müssen, hat seinen guten Grund. Wir starten mit den Personen von der ersten Planung bis hin zum letzten Schritt, dem Ziel der Expedition. Ein kompletter Verlauf wird hier aufgezeigt und schnell steht fest, so eine „Reise“ geht in jeglicher Weise an die eigene Substanz. 

Die Optik und Haptik und selbstredend der Inhalt rechtfertigen diesen hohen Verkaufspreis. Der Leser hält hiermit eine Art Coffetable-Book in den Händen und kann die gewaltigen Bilder somit in bester Größe genießen - besser geht es nicht. Die Qualität der Drucke ist perfekt. Die Aufteilung der Texte und der Bilder harmonisch gewählt. Hier wird nichts weggelassen oder gar „zugetextet“. Alles ist hier stimmig angeordnet und von feinster Qualität.

Solche atemberaubenden Bilder benötigen einen besonderen Rahmen und der ist hier optimal gewählt - ich vergebe hier 5 von 5 Sterne.


Cover des Buches Expedition (ISBN: 9783957285126)
Dr_Ms avatar

Rezension zu "Expedition" von Klaus Fengler

"Um auf Partys Frauen zu beeindrucken"
Dr_Mvor 2 Jahren

Eigentlich müsste man beim Anblick der Fotografien in diesem Buch vor Ehrfurcht erblassen. Das aber ist nicht das eigentliche Ziel dieses Bildbandes. Viel interessanter als die Schwarz-Weiß-Bilder von Klaus Fengler sind die Texte von Tom Dauer. Schon immer habe ich mich gefragt, warum Menschen bestimmte Expeditionen tatsächlich machen. Ich glaube schönen Worten nicht und suche gewöhnlich die Wahrheit hinter der Lügenfassade.

Vielleicht ging es Tom Dauer ähnlich, wenngleich er es sicher weniger drastisch formulieren würde. Man findet keine allgemein gültigen Antworten. Warum gehen Menschen bewusst potentiell tödliche Risiken ein? Warum steigen sie ohne Sauerstoffgeräte in Höhen, die der menschliche Körper nicht aushält ohne Schaden zu nehmen? Warum klettern Leute ohne Sicherung eine Hochhauswand hinauf? Warum ziehen sie wochenlang durch eisige, menschenfeindliche Landschaften? Was wollen solche Menschen damit beweisen?

In Tom Dauers Texten finden man unterschiedliche, aber vor allem ehrliche Antworten. Lange habe ich auf ein solches Buch gewartet. Und es bestätigt meinen schon lange gehegten Verdacht, dass es nicht nur um das Abenteuer geht, sondern oft auch um völlig banale Gründe. Robert Swan lief 1985 zum Südpol und antwortete mit dem Satz aus der Überschrift auf die Frage, warum er sich diese Strapazen angetan hätte. Anderen Menschen geht es um Selbsterkenntnis. Sagen sie jedenfalls. Also um die Frage, was sie aushalten bevor der Zusammenbruch kommt.

Wieder andere lassen sich von ihrem Freiheitsdrang leiten. Das klingt etwas pathetisch, dabei ist es meistens ziemlich trivial. Draußen muss man sich nicht mit dem täglichen Blödsinn herumschlagen, erspart sich den Alltagstrott. Man wird zufriedengelassen und kann im Rahmen der eigenen Möglichkeiten und der natürlichen Gegebenheiten machen, was man will. Dazu bricht man in Gebiete auf, in denen man kaum anderen Leuten begegnet. Und irgendwie schafft man etwas, selbst wenn man scheitert.

Vielleicht brauchen manche Abenteurer auch einfach nur das Gefühl zu leiden. Selbstverständlich ist man auch gerne berühmt. Dann kann man vielleicht von den eigenen Abenteuern sogar gut leben.

Früher war das Besteigen von unbezwungenen Gipfeln oder das Erreichen der Pole ein nationales Ereignis, eine Art Kriegsersatz, wie Dauer schreibt. Es hatte möglicherweise die Funktion, die heute Olympiaden oder andere sportlichen Großereignissen zugeschrieben werden, in denen es angeblich auch um hehre Ziele geht, die man als Tarnung gegen den Drang, sich überlegen zu fühlen, vor sich herträgt. Nationalistische Motive erscheinen mittlerweile moralisch abstoßend. Sie wurden von Rettungsphantasien für den "geschundenen Planeten" abgelöst.

Man fährt nicht mehr in die Polgebiete, um irgendwo zuerst gewesen zu sein. Dafür kommt man zu spät. Heute bricht man dorthin auf, um dem Eis beim Schmelzen zuzusehen und den Zurückgebliebenen hinterher zu berichten, wie schlimm es um die Gletscher steht. Dann gehört man zu den Guten. Oder zu den Scheinheiligen. Je nach Betrachtungsweise.

Wenn mir etwas an Büchern gefällt, dann ist es Ehrlichkeit. In diesem Sinne ist dieses Buch mit Fenglers Bildern und Dauers Texten ein Geschenk.

Cover des Buches Kurt Albert (ISBN: 9783702238742)
HEIDIZs avatar

Rezension zu "Kurt Albert" von Tom Dauer

Der Kletterer und Mensch Kurt Albert
HEIDIZvor 3 Jahren

Mein Mann hat neulich ein interessantes Buch gelesen, darüber möchten wir nun gern gemeinsam berichten.

 

FREI DENKEN

FREI KLETTERN

FREI SEIN

 

Kurt Albert

geschrieben von Tom Dauer

 

Das ist folgendermaßen gegliedert:

Vorwort

Das Unvorstellbare

Ein Gefühl von Freiheit

Rotpunkt

1977

Oberschöllenbach - Kurt Alberg - Solo "Fight Gravity"

Welterkundungen

Eine andere Ästhetik

Freundschaft

Neue Wege

Zurück zu den Wurzeln

Epilog

 

Alpines Profil

Schwierigkeitsbewertungen im Vergleich

Bibliografie

Personenregister

Bildnachweis

Danke

 

Kurt Albert selbst verstarb leider, bevor er sein zweites Buch schreiben konnte - fertig stellen könnte, seine Biografie wäre es wohl geworden, nun ist sie aber doch geschrieben worden. Seine Stoffsammlung wurde genutzt. 2010 verstarb Albert !!!

 

Leseprobe: ========

 

Zwei Tage zuvor, am 26. September 2010, fährt kurz Albert von seiner Wohnung in Gasseldorf Richtung Hersbrucker Schweiz. "Bei Laki", dem Griechen gleich nebenan, trinkt er noch einen Kaffee. "Wir sehen uns später!", verabschiedet er sich. kurz hat nur wenig geschlafen, wenn überhaupt ...

 

Dieser so wahnsinnig besondere Kletterer und Bergsteiger wurde 1954 in Nürnberg geboren. Er war Begründer der Freikletterbewegung der Fränkischen Schweiz und dahingehend auch international bekannt. Offen, abenteuerlustig und auch witzig wird er dargestellt, war er auch und für sein Umfeld nicht nur als Kletterer wichtig, sondern überhaupt. Die Bedeutung des Kletterns änderte sich während dieser Zeit, Albert schaffte einige Erstbesteigungen und hinterließ so international in der Bergwelt seine Spuren. Frei und unabhängig war er immer, das ließ er sich nicht nehmen ...

 

So frei ist auch das Buch geschrieben, im Stile des Kletterers Albert wird seine Biografie geschrieben und liest sich ebenso. Diese Biografie basiert auf den Text- und Bilddokumenten Alberts - aus seinem Archiv und auf Gesprächen mit Weggefährten und Zeitzeugen.

 

Wirklich informativ und flüssig fesselnd zu lesen, Wissen vermittelnd zum Menschen, Sportler Albert und Blick hinter die Kulissen seiner Tätigkeit ...

 

Zahlreiches Fotomaterial ist beigefügt, dieses untermalt nochmals die ohnehin schon verständlich gut zu lesenden Texte, die wirklich sehr lebendig und aufschlussreich geschrieben sind. Meinem Mann hat das Buch sehr gut gefallen, es erzählt ja schließlich auch nicht "nur" den Lebensweg des Menschen Albert, sondern gibt Einblicke in die Entwicklung der Kletterbewegung, wie diese zum Breitensport wurde - usw.

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