Tom Finnek , Mani Beckmann Moorteufel

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Inhaltsangabe zu „Moorteufel“ von Tom Finnek

Karwoche 1814. In Europa toben die Befreiungskriege gegen Napoleon, die Welt ist in Aufruhr. Auch das Leben des westfälischen Bauernsohns Jeremias Vogelsang, der sich mit anderen geduldeten Deserteuren in seiner Heimat aufhält, gerät aus den Fugen. Vorgeblich, weil Jeremias desertiert ist, in Wahrheit jedoch, um sich des unerwünschten Liebhabers seiner Tochter zu entledigen, ruft Amtmann Boomkamp zur Hatz auf den "Verräter" auf. Von Gendarmen gejagt, bleibt Jeremias nur die Flucht ins Moor, das auch allerlei lichtscheuem Gesindel Zuflucht bietet - eine schicksalhafte Entscheidung, wie sich bald zeigt. Denn hier kommt Jeremias einem Rätsel der Vergangenheit auf die Spur, einem Geheimnis, das sein eigenes Leben umgibt...

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    Moorteufel

    Gwhynwhyfar

    25. February 2016 um 14:51

    Hörbuch, 13 Stunden, 33 Minuten gesprochen von Elmar Börger Das Buch wird als historischer Roman zur Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon angekündigt. Darum hatte ich mir das Hörbuch gekauft. Nun ja, Napoleon wird in diesen dreizehneinhalb Stunden 4-3 Mal im Halbsatz erwähnt, er hat den Russlandfeldzug verloren und ein Räuber trägt die französische Uniform. Das war es schon. Man könnte eventuell dem Westfälischen etwas abgewinnen, die Zeit 1814 folgend, ein Dorf an der niederländischen Grenze bei Enschede, aber auch hier weit gefehlt. Der Roman handelt umfasst ein paar Tage während der Karwoche, als Jeremias Vogelsang in vierundzwanzig Stunden vom schüchternen Knaben zum Haudegen mutiert und herausfindet, wer seine leiblichen Eltern sind. Das wäre die Zusammenfassung. Die Geschichte hätte auch 100 oder 300 Jahre früher spielen können, auch in einem Dorf bei Kiel oder in der Nähe von München. Bauernsohn Jeremias Vogelsang verliebt sich in die Tochter des Amtmanns Boomkamp, was diesem nicht passt. Da Jeremias als Deserteur gilt, wie auch andere Bauernjungen, die sich zum Ende des Krieges nicht mehr zum Wehrdienst gemeldet haben, nimmt Boomkamp das zum Anlass, ihn suchen zu lassen und zu verurteilen. Jeremias versteckt sich im Moor, wo er auf Räuber trifft, die vorhaben, das Dorf zu überfallen. Die ganze Story ist in ihrer einfachen Art oft erzählt und hat nichts Historisches. Das Dorf scheint fiktiv und hat auch keinen Bezug zu westfälischer Geschichte, noch zum Weltgeschehen. Metternich bis Talleyrand, die Schlacht bei Waterloo, die Neuordnung Europas, Freiherr vom Stein als preußischen Reformer und westfälischen Ideengeber, Kaiser Wilhelm I., die Zeit hätte viel hergegeben … Hier wird aber schlicht nur eine rührende Geschichte erzählt, zeitlos. Die Sprache der Protagonisten ist die von heute, einfach und pathetisch. An sich ist das Ganze auch noch zu konstruiert und überrissen, die Entwicklung des Hauptprotagonisten nicht möglich in dieser kurzen Zeit. Sprachlich grunzen und fauchen die Männer während sie reden in einer Tour. Für mich taugte die Geschichte nicht mal zur Unterhaltung. Ein einfaches Skript, voraussehbar, eine herzergreifende Story, die dahindümpelte, konnte mich nicht fesseln. Ein einfach gestickter Abenteuerroman, mehr ist es nicht. Weder Sprache noch Ereignisse oder irgendwelche Besonderheiten der Historie kommen vor, um diesem Buch den Stempel «Historischer Roman» aufdrücken zu dürfen. Die Figuren kommen klischeehaft daher, unglaubwürdig, hölzern in ihrer ganzen Art und Weise. Nur weil die Bauern die Kühe mit der Hand melken, es eine Mühle und einen Dorfschulzen gibt, reicht das nicht zu einem historischen Gerüst. Keine Empfehlung.

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