Tom Grote Wolfsburg!

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Inhaltsangabe zu „Wolfsburg!“ von Tom Grote

Keiner will in die Provinz – und schon gar nicht nach Wolfsburg! Jan liebt Line. Und er will mit ihr zusammenleben. Sie wohnt in Wolfsburg und kann dort nicht weg. Hilft ja nix, da muss Jan also aus Berlin weg, weil er seinen Job von überall aus machen kann. Tom Grote erzählt in seinem Romandebüt von einem Metropolenbewohner, den es in das Paralleluniversum der VW-Stadt verschlägt und der lange braucht, bis er erkennt, wie lebenswert dort das Leben ist, und dass man nicht nur in Mitte existieren kann. Mit sehr genauem Blick und mit überaus skurril-liebenswertem Personal ist Grotes Roman eine Hommage an die Un-Stadt Wolfsburg, eine Hymne auf das Leben jenseits der Metropolen.

Hatte mir mehr "Wolfsburg" erwartet. Lustige Dialoge aber für meinen Geschmack etwas viel Melancholie und Depression...

— Nele
Nele

Schade - hatte irgendwie mehr erwartet ...

— VeraHoehne
VeraHoehne

Wolfsburg - das unentdeckte Land. Kurzweiliger unterhaltsamer Kulturschock von der Weltmetropole aufs platte Land.

— Grandville
Grandville

Viel Wortwitz, aber eine dünne Story

— Callso
Callso

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    Wolfsburg!
    VeraHoehne

    VeraHoehne

    14. September 2014 um 17:03

    Autor: Tom Grote, geboren irgendwann im Jahr 1967, ist Hörfunk-Journalist beim Nordwestradio und entlockt Fremden, bevorzugt der älteren Generation, schon mal gerne Haushaltstipps. Wie auch seinen Protagonisten verschlug es ihn der Liebe wegen nach Niedersachsen. Der 2. Teil dieser ungewöhnlichen Love-Story ist derzeit in Arbeit. Handlung: Jan liebt Line und alles wäre perfekt, wenn da nicht ihr einziger Fehler wäre: Sie lebt in Wolfsburg – und Jan in Berlin. Und da Line dort gebunden ist an Job und Familie und Jan Freiberufler ist, siegt die Liebe und Jan zieht um in die VW-Stadt. Ein richtiger Kulturschock: Von der Anonymität der Großstadt in eine dicht besiedelte Reihenhaus-Siedlung mit wachsamen und spießigen älteren Nachbarn, die nicht die einzigen speziellen Persönlichkeiten und Begebenheiten sind, die ihn am Leben in der neuen Heimat ein wenig (ver)zweifeln lassen … Fazit: Das Cover-Foto und der Hintergrund gefällt mir sehr gut und ist sehr ansprechend ausgewählt – Pluspunkt hierfür. Die Story ist auf 319 Seiten mit insgesamt 19 Kapiteln in unterschiedlicher, aber angenehmer Lese-Länge mit einem großzügigen, augenfreundlichen Schriftbild verteilt. Als ich die Ankündigung für dieses Buch im Frühjahr sah, dachte ich: “Hey – das ist mal ne tolle Idee: Nicht die übliche Geschichte, dass jemand von der Provinz in die Großstadt zieht und dort die ganz großen Großstadt-Abenteuer erlebt, sondern das ganze mal falsch herum – das ist bestimmt witzig …” – tja … Ich muss dazu sagen, selbst wenn mir ein Buch schon am Anfang nicht so toll gefällt, bekommt es eine Chance und wird nicht gleich abgebrochen. Ich breche nur Bücher ab, wo mir die Handlung vielleicht irgendwann zu brutal oder aus irgendeinem Grund zu eklig wird, aber keines, von dem ich mir an irgendeiner Stelle noch gute Unterhaltung verspreche und so habe ich hier auch die Story bis zum Ende durchgehalten, in der Hoffnung, dass noch irgendwas ganz Tolles passiert. Der Protagonist, Jan Meischkat, der aus freien Stücken aus der trendigen Hauptstadt Berlin zu seiner großen Liebe Line ins Nirwana nach Wolfsburg zieht, ist ein unsympathischer Dauer-Nörgler, der nichts Anderes im Sinn hat, als seine Mitmenschen (egal, ob potenzielle neue Freunde, Behördenmitarbeiter usw.) zu verarschen und sich allen anderen Menschen gegenüber überlegen zu zeigen und sich dann aber irgendwie zu wundern, dass das nicht so gut ankommt und er so langsam in seiner neuen Heimat zum Misanthrop wird. Gespickt mit etwas verqueren Dialogen plätschert diese Story ohne erkennbaren Spannungsbogen über das ganze Buch verteilt so vor sich hin bis zum Schluss. Im letzten Drittel des Buches gab es auch ein bis zwei Szenen, die ganz witzig waren, aber insgesamt blieb die Geschichte leider ein wenig farblos – ebenso wie die Haupt- und Nebencharaktere, schade … Die Basis-Idee für diese Story war eigentlich wirklich gut, leider haperte es aber irgendwie an der Umsetzung. Da wäre meiner Meinung nach echt deutlich mehr drin gewesen, aber vielleicht lässt sich die Langeweile, die Wolfsburg für den Protagonisten hergibt, nicht anders vermitteln, als diese auf den Leser zu übertragen. Ich habe es zwar nicht bereut, das Buch gelesen haben, aber für den 2. Teil der Love-Story um Jan und Line in Wolfsburg, an dem der Autor gerade arbeitet, wünsche ich mir ein wenig mehr und bessere Unterhaltung – in dem Falle wäre ich auch nicht uninteressiert zu erfahren, wie es mit den Beiden weitergeht. Ich gebe für diese Lektüre 3 von 5 Sternen.

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  • Wolfsburg - das unentdeckte Land

    Wolfsburg!
    Grandville

    Grandville

    14. August 2014 um 21:45

    Jan ist verliebt in Line. Line lebt in Wolfsburg und Jan in Berlin. Irgendwann ist es soweit: Entscheidungen müssen getroffen werden. Jan packt seine Sachen und zieht nach Wolfsburg. Seine Freunde sind fassungslos. Jan auch. Das Abenteuer niedersächsische Stadt über die man nichts weiß kann losgehen. Mir hat der Roman über große Strecken gefallen. Am Anfang hatte ich ein wenig Schwierigkeiten reinzukommen. Der Stil war ein wenig ungewohnt und mit dem Humor musste ich auch erst warm werden, aber dann hat es irgendwann klick gemacht. Herrlich die Nachbarn links und rechts. Die Familie! Am Ende fand ich es schade, Jan und Line verlassen zu müssen. Der Figuren sind ein wenig sparsam beschrieben, manches erscheint mir abgehackt, nur angerissen, schnell umrissen. Die Dialoge sind aber klasse und auch die Ideen. Ich hoffe, Herr Grote schreibt noch einen weiteren Roman, ich würde ihn auf jedenfall lesen. Zu Beginn ein wenig sperrig, aber danach ein kurzweiliger und unterhaltsamer Roman. Für Männer, mit ein bisschen Liebe.

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  • Leben und überleben in Wolfsburg...

    Wolfsburg!
    Callso

    Callso

    01. June 2014 um 21:23

    Vorweg sei gesagt: ich glaube, dass Tom Grote ein Autor mit viel, viel Potential ist. An dem Buch scheiden sich bei mir etwas die Geister. Da fällt die Bilanz etwas durchwachsen aus. Dabei gibt es klare Pluspunkte für das Buch: Das Buch strotz vor Wortwitz. Die Dialoge des Autors sind hervorragend und teilweise ein dolles Feuerwerk. Sprachlich hat das Buch sehr, sehr viel zu bieten. Nur die Story, die ist arg dünn: Jan zieht der Liebe wegen nach Wolfsburg. Dort dümpelt er so dahin. Er guckt aus dem Fenster, streitet mit dem Nachbar oder trinkt Kaffee. Und die Ablehnung gegen die Stadt Wolfsburg, die destruktive, teilweise depressive Art, macht das Buch nicht leichter. Inhaltlich passiert sehr wenig, so dass die Story sehr dünn ist. In den guten Passagen hat mich das Buch an Matthias Sachau erinnert. Insgesamt ein zwiespältiges Urteil eines deutschen Liebesroman, der nur wenig Liebe offenbart, aber immerhin viel skurrile Situationen parat hält.

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