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Verlag_Kremayr-Scheriau

vor 2 Jahren

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Worum geht's?

Neue Schuhe braucht Tom Gschwandtner nicht mehr – außer um Modetrends zu folgen. Im September 1995 bricht er sich, damals rastlose 26 Jahre alt, bei einem Autounfall den Hals. Der Wagen landet in einem Waldstück auf dem Dach und Tom auf der Intensivstation, dann in der Reha und schließlich im Rollstuhl. Doch er holt sich sein neues Leben. Schritt für Schritt, was schwierig ist, wenn man nicht gehen kann. Und irgendwann steht er plötzlich wieder Mitten im Leben, obwohl er sitzt. Ein Jahr nach dem Unfall heiratet er seine Freundin Gabi, die bei dem Unfall ebenfalls schwer verletzt wurde, nun aber wieder ganz gesund ist. Sie beziehen ihr neues, barrierefreies Haus, gründen eine Firma, bekommen zwei wundervolle Kinder und lachen und streiten so wie alle anderen Menschen auch.

Sein Fazit: es ist ein gutes Leben. Trotz Rollstuhl. Von einer Nachahmung rät er dennoch dringend ab.

Erscheinungstermin: 28. August 2015


Tom Gschwandtner

geboren 1969, Matura am Gymnasium Horn, Ausbildung zum Milizoffizier, mehrere Arbeitsjahre in Wien, unter anderem in einer Werbeagentur und im pharmazeutischen Außendienst. Nach dem Unfall berufliche Neuorientierung. Tom Gschwandtner arbeitet heute als Grafiker, Texter und kreativer Schrägdenker.

>> Informationen zum Buch

 

Bewerbung zur Leserunde: 

Wenn ihr mehr wissen wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 19. August 2015 für eines von 20 Leseexemplaren von "Gelähmt ist nicht gestorben". Sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. 

Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! 

> Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at
> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.


Leseprobe:

10. September 1995.
Der Unfall

Ein herrlicher Tag. Ein herrlicher Sonntag. Es ist der 10. September
1995. Viel Sonne. Viel unternommen. Viel Spaß gehabt.
Dann die Heimfahrt. Spätabends. Zu viert im Auto. Kurz das
Fenster geöffnet. Fahrtwind. Frische. Freiheit. Im Autoradio
läuft »What’s up« von den »4 Non Blondes«. »What’s going
on?«, schreit die Sängerin mit ihrer rauen, kräftigen Stimme aus
den Lautsprechern. »Was ist jetzt los?«, wundere ich mich still,
denn zum Schreien komme ich nicht mehr, als das Auto in dieser
immer enger werdenden Kurve plötzlich wild zu taumeln
beginnt, unter lautem Getöse Sträucher und Bäume niederwalzt,
über die Böschung hinunterkracht und nach einem gewaltigen
Salto als Totalschaden auf dem eingedrückten Dach
liegen bleibt. Und dann schreie ich auch nicht, sondern denke
nur: »Scheiße.«
Dass nicht nur das Auto ein Wrack ist, das weiß ich in der Sekunde.
Die Herrlichkeit ist vorbei. Und der Spaß sowieso. Das
ist mir schlagartig klar. Zu meiner eigenen Verwunderung verfüge
ich noch über einen halbwegs hellen Verstand. Selbst hier
im Dunkeln. Und ich bin bei vollem Bewusstsein. Zumindest
noch. Es ist irgendwann vor Mitternacht und ich sitze nicht
mehr als Passagier auf einer Autorückbank, sondern liege neben
einer völlig zerquetschten und zerfetzten Karre, die gerade
zischend ihr Leben aushaucht. Ich liege auf dem Rücken.
Auf einer schwarzen Wiese. In einem schwarzen Wald. Ich liege
auf dem Rücken, aber ich habe das Gefühl, dass nur mein
Kopf im Gras liegt. Den Rest meines Körpers spüre ich nicht
mehr. Der fliegt irgendwo herum. Der hat sich verabschiedet,
ohne mir Bescheid zu geben, wann, oder ob er überhaupt daran denkt, jemals wieder zu mir zurückzukehren. Ich blicke in den
Nachthimmel hinauf und schließe für ein kurzes »Das ist aber
jetzt nicht wahr, oder?« die Augen. Und für einen noch kürzeren
Moment bin ich froh darüber, dass ich die ewige Mahnung meiner
vorausdenkenden Oma befolgt und das Haus in sauberer
Unterwäsche verlassen habe. Man kann ja nie wissen, sagt die
Oma. Immer saubere Unterwäsche! Geht ganz schnell, fällst
du nieder, brichst dir einen müden Knochen, und schon musst
du dich obendrein auch noch vor dem Herrn Doktor in Grund
und Boden genieren! Also gut. Jedenfalls darüber muss ich mir
jetzt keine Gedanken machen. Ich kann mich auf das Wesentliche
konzentrieren. So schnell kann das gehen, sagt die Oma.
Und zugegeben, es ist ja auch wirklich schnell gegangen. Jetzt
grad. So schnell konnte ich gar nicht schauen und auch nicht
schreien. Ein Kracher, und schon liege ich hier auf dieser Wiese.
Und schon braut sich in meinem Gehirn etwas zusammen. Etwas
Gröberes. Etwas Ungutes. Gabi hat mich nämlich gezwickt.
So richtig gezwickt. Ordentlich. Nicht bloß so mit halbem Herzen.
In die Beine hat sie mich gezwickt. Auf mein Drängen hin.
»Mach schon!«, habe ich gesagt, und jetzt sage ich noch einmal:
»Jetzt mach endlich!« Und Gabi sagt, sie hat schon. Und noch
einmal sagt sie, sie hat schon. »Scheiße«, denke ich ein zweites
Mal. Und Gabi denkt sich auch etwas. Und beide wissen wir:
Spekulieren oder hoffen, das können wir uns ab jetzt sparen.
Das ist vorbei. Die Querschnittlähmung ist jetzt amtlich. Mit
Stempel und Unterschrift von ganz oben. Oder von sonst wo.

Autor: Tom Gschwandtner
Buch: Gelähmt ist nicht gestorben

Lesezeichen16

vor 2 Jahren

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Ich würde sehr gerne dieses Buch mitlesen. Bücher über Schicksalsschläge, wieder neuen Mut finden und weiter machen finde ich sehr intressant.
Hatte vor einem Jahr das Buch Das Glück geht nicht zu Fuß gelesen und war einfach beeidruckt. Dieses ständige Auf und Ab und trotzdem nie den Lebensmut verlieren...da ziehe ich den Hut.

Ich würde meine Rezi hier, Amazon und evtl. bei Wasliestdu (falls es gelistet ist) posten.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 2 Jahren

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Jeder ist irgendwo "behindert", hat einen Schaden, eine Macke, seelisch, körperlich. Ich mag Mutmachgeschichten wie diese.
Meine Rezensionen erscheinen auf LB, amazon und thalia.de
Vergleichbare Besprechung:
http://www.lovelybooks.de/autor/Susanne-Klehn/67-Prozent-vom-Gl%C3%BCck-1154718087-w/rezension/1151422334/

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MagicMoment

vor 2 Jahren

Seite 100 - 149
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Mrs. Dalloway schreibt:
Sehr spannend fand ich dann auch den Teil, der sich zuhause abspielte. Ich hätte auch gedacht, dass das Buch vornehmlich dort spielen würde und nicht so viel im Krankenhaus.

Das habe ich auch gedacht, aber es kommen ja noch 40 Seiten.
Was mir auch so ein wenig fehlt, sind Toms Gedanken bzgl. seiner Zukunft, Familie gründen, Beruf oder ob aufgeben jemals ein Gedanke war.
Aber ich freue mich, dass Tom ins Leben zurückgefunden hat und Spaß an der Arbeit am PC hat.

MagicMoment

vor 2 Jahren

Seite 150 - 190
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Dieser Abschnitt hat mir am besten gefallen.
Ich findes es wirklich bewundernswert, wie Tom mit seinem Schicksal umgeht und wie lebensfroh er weiterhin ist.
Den Alltag im Rollstuhl fand ich ebenfalls interessant geschildert, über vieles macht man sich einfach keine Gedanken.

MagicMoment

vor 2 Jahren

Eure Rezensionen

Hier nun auch meine Renzension, und nochmal vielen Dank an den Verlag :)

http://www.lovelybooks.de/autor/Tom-Gschwandtner/Gel%C3%A4hmt-ist-nicht-gestorben-1171718603-w/rezension/1202912052/

Lesezeichen16

vor 2 Jahren

Seite 60 - 99
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MagicMoment schreibt:
Das habe ich auch so empfunden. Die Krankengeschichte und die gesundheitlichen Fortschritte sind für Tom sehr wichtig, für mich als Leser aber vielleicht eine Spur zu ausführlich. Was ich genrell ein wenig vermisse sind Infos zu dem näheren Umfeld von Tom. Und die ganz zentrale Frage für mich ist: Wer war eigentlich der Fahrer des Unfallautos und hat er sich je wieder bei Tom gemeldet? Leider wurd das bisher nicht näher erklärt. Dennoch find ich, dass das Buch die Situation eines Querschnittgelähmten sehr gut rüberbringt. Man bekommt viele Infos zu Dingen, über die man vorher vielleicht gar nicht so nachgedacht hat.

Ich fand die Krankengeschichte nicht spannend, aber informativ. Wenn er dies jetzt nicht so detailiert beschrieben hätte, wäre bestimmt einige am mosern gewesen, dass es nicht beschrieben worden ist. Hm...ich glaube hier ein Mittelding zu finden, ist recht schwierig.

Deine Fragen finde ich sehr intressant und ich hätte dazu auch gerne die ein oder andere Antwort gehört bzw. gelesen.

MagicMoment

vor 2 Jahren

Seite 60 - 99
@Lesezeichen16

Das ist ja super, dass hier tatsächlich noch jemand liest, was ich geschrieben habe ;)
Ich finde es immer toll, wenn Leute noch lange bei Leserunden mit dabei bleiben und ggf. noch das eine oder andere schreiben, auch wenn sie das Buch schon längst gelesen haben.

orfe1975

vor 2 Jahren

Hm, ich hoffe immer noch auf Antworten vom Autor. Schade, dass sich hier nichts mehr ergibt. Ich warte noch bis Ende des Jahres, dann werde ich mich hier wohl verabschieden, aber die Hoffnung stirbt zuletzt, vielleicht bekommen wir doch noch eine Meldung! :-)

orfe1975

vor 10 Monaten

Fragen an den Autor

Tja schade, immer noch keine Infos hier, mich hätte wirklich die Meinung des Autors interessiert.
Daher verabschiede ich mich nun, trotzdem war es ein tolles Buch mit interessantem Austausch mit den anderen Lesern hier!

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