Schräge Typen

von Tom Hanks 
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Schräge Typen
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Tom Hanks ist nicht nur ein toller Schauspieler, er ist auch sehr guter Erzähler, wie dieser Band beweist!

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Eine Sammlung an Geschichten, die wie aus dem Leben gegriffen sind.

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Inhaltsangabe zu "Schräge Typen"

Ob ein Junge wie Forrest Gump oder ein einsamer Schiffbrüchiger – der Schauspieler Tom Hanks interessiert sich für besondere Menschen und verkörpert sie auf mitreißende Weise. Eigensinnige, fantasievolle Typen begegnen uns auch in ersten literarischen Storys von Tom Hanks: Einer von ihnen ist Steve Wong, den die Natur mit dem feinsten Ballgefühl der Welt ausgestattet hat, der keinesfalls aber über eine Bowlingkarriere nachdenken will. Oder die vier Freunde, die sich eine gebrauchte Raumkapsel besorgen, um mit ihr einmal den Mond zu umrunden. Hobbyastronauten, Heimwerker, Schauspielanfänger und andere Figuren bevölkern Tom Hanks' erstes Buch. Sein genauer Blick und seine große Gabe zu erzählen machen die Lektüre zu einem ebensolchen Vergnügen wie seine Filme.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492057172
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.02.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.02.2018 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Tom Hanks ist nicht nur ein toller Schauspieler, er ist auch sehr guter Erzähler, wie dieser Band beweist!
    Schräge Typen

    Tom Hanks kannte ich bisher nur als Schauspieler. Der Piper Verlag hat jetzt seine Erzählungen auf Deutsch unter dem Titel „Schräge Typen“ veröffentlicht, eine Sammlung unterhaltsamer Geschichten voller skurriler Persönlichkeiten und immer dabei – eine Schreibmaschine, mal in der Haupt- und mal in der Nebenrolle.
    Wenn Hollywood-Schauspieler sich plötzlich berufen fühlen, Autoren zu werden, bin ich erst einmal skeptisch. Doch Tom Hanks fesselt einen von der ersten Seite an mit seinen Figuren, die immer ein bisschen schräg daherkommen, aber einem schnell ans Herz wachsen, „schräge Typen“ eben, wie der Titel schon sagt. Hanks ist ein großartiger Beobachter und Menschenkenner, der die Charaktere auch auf wenigen Seiten bis in kleinste Details ausarbeitet und einen so mitnimmt auf die kleinen Reisen, auf die er seine Figuren schickt. Egal ob in Zukunft, Vergangenheit oder Gegenwart, es passiert viel Spannendes und Unvorhergesehenes in den kleinen und großen Abgründen der menschlichen Seele, mit ihren Hoffnungen und Träumen, an denen sie uns so unvoreingenommen teilhaben lassen, dass man sich selbst schnell als Teil der Geschichte fühlt. Und so ist man dann nach den wenigen Seiten immer ein bisschen traurig, die Figuren schon nach einer kurzen Erzählung wieder ziehen lassen zu müssen. So gerne hätte ich mehr über sie erfahren, wie es weiterging mit ihnen, was das Leben noch für sie bereithielt. Bis die nächste Geschichte beginnt und man wieder in diesen kleinen Sog gezogen wird und eine neue spannende Reise beginnt.
    Mir hat Tom Hanks Erzählungsband „Schräge Typen“ unglaublich gut gefallen. Es ist ein Buch, das man immer wieder hervorholen kann, bei jeder Lektüre wird man in den Figuren und Geschichten noch etwas Neues entdecken. Sollte er auf die Schauspielerei keine Lust mehr haben, kann Tom Hanks meinetwegen nur noch schreiben. Ein Roman von ihm würde mich wirklich interessieren!

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    Kapitel94s avatar
    Kapitel94vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Sammlung an Geschichten, die wie aus dem Leben gegriffen sind.
    Tom Hanks' Liebeserklärung an die Schreibmaschine

    Schräge Typen ist eine Hommage an Jim Lovell und seine Raumfahrt-Kollegen, an den Soldaten James Ryan und in einigen Passagen auch an Forrest Gump. In den siebzehn Kurzgeschichten erweckt Tom Hanks seine beliebtesten Filmrollen noch einmal zum Leben und lässt seine eigenen Ideen und Leidenschaften in die Texte einfließen. Als Leser hält man somit ein fiktionales Werk in den Händen, hat aber auch gleichzeitig das Gefühl, dem berühmten Schauspieler auf persönlicher Ebenen näherzukommen.

    In den verschiedenen Kurzgeschichten geht es um vor allem eins: Schreibmaschinen. Tom Hanks selbst ist ein leidenschaftlicher Sammler und lässt das ein oder andere Gerät geschickt in seine Texte einfließen. Schon auf der ersten Seite ist eine Schreibmaschine zu sehen und auch zwischen den Geschichten tauchen immer wieder Bilder auf. Doch wirklich faszinierend fand ich die Tatsache, dass in jedem Kapitel ein anderes Modell vorgestellt wird und der Schauspieler so die Möglichkeit bekommt, zu zeigen, wie vertraut er mit seinem Fachgebiet ist.

    Über den Inhalt der Geschichten möchte ich nicht zu viel verraten, doch wie ich es oben schon angedeutet habe: Tom Hanks lässt in Schräge Typen seine Filmrollen noch einmal in neuem Glanz erscheinen. Egal ob es um Apollo-Astronauten oder pensionierte Army-Veteranen geht, der Oscar-Preisträger lässt seine Karriere immer ein bisschen durchschimmern. In seinen, wie ich sie gern nenne, „bodenständigen“ Kurzgeschichten geht es um Liebe, Neuanfänge und Träume, doch obwohl sie reine Fiktion sind, erzählt sie Tom Hanks unglaublich realistisch: nicht immer gibt es ein Happy End, manchmal wird aus einem Hobby kein Traumberuf – doch das ist okay. Das wahre Leben verläuft leider nicht immer so glamourös wie in Hollywood und genau darum geht es auch in Schräge Typen. Tom Hanks entwickelte Charaktere, die in seinen Geschichten mehrmals vorkommen; er baut eine Vertrautheit zwischen dem Leser und seinen fiktionalen Figuren auf und schafft es somit, dass man sich mit seinen Texten sehr gut identifizieren kann.

    Die Übersetzung von Werner Löcher-Lawrence hat mir unglaublich gut gefallen. Im Internet stolpert man oft über die Behauptung, dass Tom Hanks‘ Stimme in seine Texte einfließt, dass wenn man seine Geschichten liest auch gleichzeitig hören kann, wie er sie einem vorliest und ich finde, es ist dem Übersetzer gelungen, dies auch ins Deutsche zu übertragen. Da ich viele Interviews mit dem Schauspieler gesehen habe, bin ich mit seiner Erzählweise recht vertraut und war erstaunt wie oft der Klang seiner Stimme in meinem Kopf nachhallte. Vor allem seinen Sinn für Humor hat er in Schräge Typen beibehalten.

    Hier und da gab es Kleinigkeiten, die ich persönlich bei der Übersetzung anders gemacht hätte: Anstatt das deutsche „Oh ja“ zu verwenden, ließ Werner Löcher-Lawrence das englische „Oh yeah“ stehen, was meiner Meinung nach nicht wirklich zu unserem Ausdruck passt. Auf der anderen Seite verwendet es Tom Hanks sehr oft im Mündlichen und man könnte daher argumentieren, dass der Übersetzer es bewusst hat stehen lassen: um Tom Hanks‘ Persönlichkeit zu erhalten.

    Alles in allem lässt sich Schräge Typen unglaublich gut lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Man stolpert nicht über verschachtelte Satzkonstruktionen und der ein oder andere eingeschobene Witz lässt das Buch lebhaft erscheinen. Einmal mit dem Lesen angefangen, konnte ich es nur schwer aus der Hand legen.

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    kreszenzs avatar
    kreszenzvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Abwechslungsreiche Kurzgeschichten, die mich leider nicht ganz überzeugen konnten!
    Kurzgeschichten mit Promi-Bonus

    Wer Tom Hanks schön öfters in Talkshows erlebt hat weiß, dass er einen feinen Sinn für Humor aber auch für die leisen Zwischentöne hat. Daher war ich mehr als gespannt auf sein erstes Buch.

    Besonders erfrischend: statt einen ewig langer Roman zu schreiben hat er sich für Kurzgeschichten entschieden. Im Mittelpunkt – der Titel verspricht es ja schon! – Schräge Typen!

    Für schräge Typen und schräge Bücher habe ich schon immer ein besonderes Faible. Die ersten Geschichten haben mir daher auch sehr gut gefallen. Geschichten aus dem Alltag, etwas schräger Humor, manche witzig, manche ein bisschen traurig, aber doch alles sehr warmherzig erzählt. Einige Charaktere tauchen auch später im Buch nochmal auf. Das kannte ich von Story-Sammlungen bisher noch nicht.

    Leider konnten mich die Geschichten auf Dauer jedoch nicht vollkommen überzeugen. (Vor allem die Mondrakete… Naaaaaja.)

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    Lucciolas avatar
    Lucciolavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ganz nett, aber auch etwas langatmig. Manche Geschichten können mehr überzeugen als andere.
    Ganz nett

    Tom Hanks wird jedem von uns ein Begriff sein, dank Filmen wie Forrest Gump oder The Green Mile hat er sich unvergesslich gemacht. In diesem Buch veröffentlicht er 15 Kurzgeschichten, die dem Titel alle Ehre machen: denn sie alle sind durchaus schräge Typen mit speziellen Charakteren und verschiedenen Interessen. Da gibt es die Frau, die auf einem Flohmarkt eine alte Schreibmaschine kauft und hinterher feststellt, dass es eigentlich ein Spielzeug ist, den Jungen Kenny, der mit seiner Mutter ein Geburtstagswochenende verbringt, Freunde, die um den Mond fliegen wollen und Steve, der der perfekte Bowler ist, aber keine Karriere machen will. 

    „Das bewundere ich an dir. Klug. Einfühlsam. Locker wie ein Faultier."
    (aus: Drei erschöpfende Wochen)

    Der Schreibstil von Tom Hanks ist einfach gehalten, meistens recht knapp, aber humorvoll. Nichts, was besonders hervorsticht - weder negativ, noch besonders positiv. Einfach ein solider Schreibstil, der ganz gut zu den Kurzgeschichten passt und diese authentisch wirken lässt.

    „Das waren jetzt schon fünf Hipster-Retro-Gründe für ihre neue alte Schreibmaschine. Jetzt noch ein paar von Herzen kommende Betrachtungen dazu, und du hast sechs brauchbare Gründe."
    (aus: Das sind die Betrachtungen meines Herzens)

    Manche Charaktere tauchen innerhalb verschiedener Storys mehrmals auf. Das gibt dem Ganzen einen gewissen Rhythmus und verbindet die Geschichten miteinander. Ebenso taucht ein Gegenstand in jeder Geschichte auf, mal nur so nebenbei, mal sogar als eine Art Hauptcharakter: die Schreibmaschine! Sie wird so schön beschrieben, dass man am liebsten selbst losgehen würde, um sich eine alte Schreibmaschine zu kaufen!
    Wie bei Kurzgeschichten so üblich, gefallen mir manche sehr viel besser als andere. "Das sind die Betrachtungen meines Herzens" gefällt mir persönlich am besten, andere Geschichten fand ich hingegen nicht so gelungen.  

    „Kennys erster Flug war das tollste Erlebnis seines Lebens. Sein Kopf schien sich mit Luft zu füllen, und sein Atem ging ganz schnell."
    (aus: Ein besonderes Wochenende)

    Kurzgeschichten, die von besonderen und interessanten Charakteren erzählen und mal dramatisch, mal traurig, mal unterhaltsam und mal witzig sind. Eine kurzweilige und größtenteils unterhaltsame Lektüre, manche der Kurzgeschichten ziehen sich dann aber doch etwas in die Länge.

    Fazit

    Eine nette, kurzweilige, aber teilweise auch etwas langatmige Kurzgeschichtensammlung mit solidem Schreibstil und interessanten Charakteren. Leseempfehlung für alle, die (typisch amerikanische) Kurzgeschichten mögen. 3,5 Sterne. 

    https://lucciola-test.blogspot.de/2018/05/books-tom-hanks-schrage-typen-stories.html

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    Sannyvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: facettenreichen Charakteren und viel Emotionen
    facettenreichen Charakteren und viel Emotionen

    Als ich hörte, dass Tom Hanks ein Buch veröffentlicht war ich sehr gespannt, denn ich liebe seine Filme die immer viel Tiefgang und Emotionen haben. Er ist ein sehr sympatischer Mensch. Allerdings hatte ich meine Zweifel, denn er ist Schauspieler und kein Autor. Es sind viele Kurzgeschichten gebündelt in einem Buch. Sie sind sehr gut geschrieben und haben mir alle gefallen. Jede Story, auch wenn sie recht kurz sind, sind die gut ausgearbeitet und alle sind besonders und wieder anders. Traurig, Dramatisch - viele Emotionen hatte ich beim lesen.

    In dem Buch geht es um ganz individuelle Charaktere die alle sehr unterschiedlich und einzigartig sind. Ob sie nun schräg sind, wie der Titel beschreibt ist Ansichtssache, denn jeder ist meiner Meinung nach irgendwie schräg. 

    Das besondere Detail, welches alle Geschichten gemeinsam haben ist die Schreibmaschine. Das ist eine persönliche Leidenschaft von Tom Hanks, welche ich hier im Buch sehr gut integriert finde. Auch im Cover finden sich Schreibmaschinentasten wieder - was ich sehr bewundere. Es ist sehr hübsch und als Hardcover ein echter Hingucker. 

    Ein wundervolles Buch voller Kurzgeschichten. Der Schauspieler Tom Hanks kann auch als Autor punkten. Die Storys haben mich mit facettenreichen Charakteren und viel Emotionen überzeugt.

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    Flattervor 5 Monaten
    Short Stories

    Über den Autor:

    Tom Hanks, geb. 1956 in Concord/Kalifornien, ist Regisseur, Filmproduzent und Schauspieler. Er gehört zu den profiliertesten Charakterdarstellern Hollywoods und wurde zweimal in Folge für seine Rollen in den Filmen Philadelphia und Forrest Gump mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Schräge Typen ist sein erstes Buch. (Quelle: Verlag)


    Zum Inhalt: Klappentext

    Ob ein Junge wie Forrest Gump oder ein einsamer Schiffbrüchiger - der Schauspieler Tom Hanks interessiert sich für besondere Menschen und verkörpert sie auf mitreißende Weise. Eigensinnige, fantasievolle Typen begegnen uns auch in ersten literarischen Storys von Tom Hanks: Einer von ihnen ist Steve Wong, den die Natur mit dem feinsten Ballgefühl der Welt ausgestattet hat, der keinesfalls aber eine Bowlingkarriere nachdenken will. Oder die vier Freunde, die sich eine gebrauchte Raumkapsel besorgen, um mit ihr einmal den Mond zu umrunden. Hobbyastronauten, Heimwerker, Schauspielanfänger und andere Figuren bevölkern Tom Hanks´erstes Buch. Sein genauer Blick und seine große Gabe zu erzählen machen die Lektüre zu einem ebensolchen Vergnügen wie seine Filme.


    Meine Meinung:

    Ich war sofort neugierig auf das Buch, da Tom Hanks ein begnadeter und sehr facettenreicher Schauspieler ist. Er versteht es einfach, Menschen in seinen Bann zu ziehen. Aber kann er auch gut Bücher schreiben? Die Idee mit den vielen, verschiedenen Geschichten fand ich toll. Kurzweilige Unterhaltung, meistens. Wir erfahren, dass er großer Fan der Schreibmaschine ist. Mal steht sie im Vordergrund, mal ist sie in seinen Geschichten nur so nebenbei erwähnt. Ich muß gestehen, dass mich nicht jede Geschichte von Hocker gerissen hat. Einige waren lustig und unterhaltsam und bei anderen habe ich mich wirklich gefragt: "Was will er uns damit sagen???" Und bei wieder anderen bleiben viele Fragen offen. Stilistisch sind die Geschichten gut geschrieben, allerdings wirken einige Charaktere doch etwas langweilig. Die Stories haben allesamt eine unterschiedliche Thematik. Manche handeln von Migration in die USA, Kriegstrauma, Freundschaft und einiges mehr. Der einzige rote Faden, der sich durch alle Geschichten zieht, ist die Schreibmaschine. Diese Idee finde ich sehr originell und mehr als gelungen.


    Cover:

    Die Farben gefallen mir gut und es ist sehr aussagekräftig. Hat mich sofort angesprochen.


    Fazit:

    Geschichten, die die unterschiedlichsten Menschen beschreiben, mal lustig, mal traurig und manchmal einfach nur Szenen aus dem Alltag beschrieben.

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    AnneEstermanns avatar
    AnneEstermannvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Der facettenreiche Schauspieler Tom Hanks hat eine Vorliebe für Schreibmaschinen und liess diese Liebe in seine Kurzgeschichten einfliessen.
    Schräge Typen von Tom Hanks [Buchrezension]

    Tom Hanks ist nicht nur einer der facettenreichsten Schauspieler unserer Zeit, er gehört auch zu einem meiner Lieblingsschauspielern. Dass er sich nun in die Schriftstellerei begeben hat, hat mich besonders gefreut und ich war sehr gespannt auf sein Erstlingswerk "Schräge Typen".

    In diesem gibt es 17 Kurzgeschichten und es kommen unter anderem Hobbyastronauten, geläuterte Hausfrauen und verletzte Surfer vor. Ein Hauptakteur kommt auch ab an zum Vorschein, mal mehr, mal weniger: Die Schreibmaschine. Mal steht sie im Zentrum, mal ist sie verstaut, was ich persönlich sehr interessant finde. Ich selber bin nämlich im Besitz einer alten Schreibmaschine aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts und kann die Faszination verstehen, welche Tom Hanks seit Jahren pflegt. Er selber besitzt auch einige Exemplare.

    Fasziniert war ich auch von einigen Kurzgeschichten, wobei mich jetzt nicht jede in ihren Bann gezogen hat. Auch, wenn ich es mag, wenn sich der Leser seine Gedanken zu den Geschichten machen muss und nicht alles auf dem Servierteller vorgelegt bekommt, gefallen mir nicht alle Enden. Zum Teil sind diese arg abrupt.

    Mein Fazit ist jedoch, dass dieses Buch nicht nur Tom Hanks Fans gefallen wird. Es ist eingängig, zum Teil sogar spannend und durchaus unterhaltsam geschrieben, wie sich Tom Hanks auch in seinen Filmrollen präsentiert. So denke ich auch, dass er uns nicht nur noch lange als Schauspieler erhalten bleibt, sondern sicher mal wieder in die Tasten hauen wird. Ich freue mich auf jeden Fall drauf!

    Vier von fünf Sterne erhält er deshalb von mir für "Schräge Typen".

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    M
    michael_lehmann-papevor 6 Monaten
    Erstaunlich gut in jeder Hinsicht

    Erstaunlich gut in jeder Hinsicht

    Es ist nicht das Wissen um die großen Rollen von Tom Hanks und seine je sehr individuelle, prägnante Ausgestaltung mit einem naiven, teils melancholischen, teils doppeldeutigen Humor, tatsächlich ahnt man (mehr als dass man konkret den Finger darauf legen könnte) immer wieder bei den wunderbaren, treffenden, mit Tiefe versehenen und doch so sprachlich leicht daherkommenden Geschichten einen Hauch „Forrest Gump“, „The green mile“, „Soldat James Ryan“ oder „Castaway“ im Hintergrund der Geschichten, vor allem in der Erzählweise, zu spüren.

    Und wenn man als Rezensent gewohnt ist, bei der Lektüre hier und da Lesezeichen einzulegen, um später einen Gedanken, ein Zitat, eine Wendung in den Ereignissen für sich „gesichert“ zu haben und stellt dann fest, dass man auf fast jeder Seite solche Lesezeichen hinterlässt, dann wird klar, dass Hanks ein hervorragender und anregender „Erstling“ gelungen ist.

    Einerseits typisch amerikanisch, wenn es um surfende Väter oder Bowling als Freizeitvergnügen geht. Und dabei einerseits genau dieses „amerikanische“ (bis hin zur detaillierten Schilderung eines klassischen amerikanischen Familienfrühstücks) mit sanftem Humor und ohne moralischen Zeigefinger auch hinterfragt, allein das lohnt die Lektüre schon.

    Und weitergehend, denn Hanks verbindet mit diesen Motiven seiner Geschichten nicht unbedingt landläufig „schräge Typen“ im Sinne von Sonderlingen, aber „Typen“ die in den Geschichten wachsen, sich selbst finden oder sich selbst treu bleiben und eröffnet damit auch eine existenzielle Thematik der modernen Lebens, die nicht nur am „Mars-Beach“ gelten, sondern überall anzutreffen sind.

    „Bowling sollte ein Spaß sein. Freude und Lachen nach einer formlosen gesellschaftlichen Abmachung. Wir werfen, wenn wir an der Reihe sind, und niemand achtet besonders darauf, was für ein Ergebnis dabei herauskommt“.

    Sagt jener Steve, der gerade missmutig vor Kameras gestellt wurde, der einen umwerfenden Rekord von 72 Strikes am Stück hinter sich hat und auch hier, in der Show, im Angesicht von Profi-Bowlern, sensationslüsterner Menge und ohne jeden Spaß sein Soll erfüllen wird.

    Dann aber geht. Endgültig. Oder doch wieder den Spaß findet? Doch wieder mit den Freunden spielen wird? Oder es nur wegen der Freunde durchgezogen hat? In einer Welt, die immer schneller Reize sucht, Handyfilme erstellt, Hypes generiert und ebenso schnell wieder vergisst, in der nur die Sensation noch zu zählen scheint und der einfache Spaß den verzerrten Gesichtern am Rande gar nicht mehr zuzutrauen ist, dennoch aber am Rande, in der Anerkennung der Profis vor Ort an diesen Steve, noch ein Hauch des „alten Lebens“, der „Freude mit einem Anderen“ im Raum steht?

    Legere Sprache, lakonische Scherze, zum tiefen Schmunzeln, wenn der Held der ersten Geschichte von seiner hyperaktiven neuen Freundin zu Dinkelkorn, Proteinshakes, zum Tauchen und vor allem zum Joggen „verurteilt“ wird, der bis dato als Sport betrachtete, vier Maschinen Wäsche laufen zu lassen und dabei den Sportkanal eingestellt zu haben.

    Oh ja, das Liebesleben ist absolut faszinierend und wie einen Forrest Gump setzt Tom Hanks diese Person scheinbar wie einen naiven „Hinter-Her-Läufer“, der sein bisheriges Leben einfach so hinter sich wirft für die „neuen Anweisungen“. Bis zu jener kleinen Szene, in der er seinen Freunden die Lage erklärt und da der Leser erst merkt, dass der Mann absolut klar im Kopf Bescheid weiß.

    Wie das eben so ist, das zeigt eine andere der Geschichten auf, die den Kern der ganzen Geschichten im Buch in sich trägt.

    „Was sind die Betrachtungen meines Herzens“?

    Was sind die Grundpfeiler der eigenen Person, was bewegt wirklich, was prägt? Und, wenn man das fassen will, aufschreiben, dies sind Dinge, die nicht einer flüchtigen Cloud oder Festplatte anvertraut werden können. Dies sind Dinge, die im Herzen mitgetragen werden durch das Leben und es verdient haben, von einer unverwüstlichen, soliden, mechanischen Schreibmaschine auf Papier verewigt zu werden. Auf einer Maschine, und auch diese Kleinigkeit zeigt die Weite des Denkens von Tom Hanks beim Schreiben, die mit einem kleinen Regler auf einen sanften oder eben brettharten Anschlag hineingestellt werden kann.

    Je nachdem, welcher Art die „Betrachtungen des Herzens“ sind, die man zu Papier bringt.

    Ein anrührendes, mitreißendes, hervorragendes Werk, in dem die Person des Schauspielers zeigt, dass vieles an seinen Rollen nicht gespielt, sondern ebenfalls Ausdruck seiner selbst war.

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    kleeblatt2012s avatar
    kleeblatt2012vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Jetzt schreibt er auch noch... und ich bin nah dran, mir eine Schreibmaschine zu kaufen.
    Ich bin dann mal los, eine Schreibmaschine kaufen...


    Vorab: Ich liebe Tom Hanks. Ich liebe seine Filme, ich liebe seinen Humor und ich liebe es, wie er sich in der Öffentlichkeit präsentiert. Natürlich, mit Charme und vor allem: ehrlich. Seine von ihm gespielten Rollen sind allesamt großartig. Und nun schreibt er auch noch. Und ich kann mit Bestimmtheit sagen: auch hier hat er es drauf!


    Beziehungen, Zeitreisen, Raumfahrten, Erkenntnisse, Alltagssituationen... von diesen Dingen und von noch viel mehr erzählt Tom Hanks in seinen 16 Kurzgeschichten. Wir lernen viele unterschiedliche Persönlichkeiten kennen, die uns aus ihrem Alltag erzählen.
    Wenn aus besten Freunden ein Liebespaar wird, ergeben sich einige Probleme.
    Wenn man mit einer selbstgebauten Rakete zum Mond fliegt, kann man so einiges erleben.
    Wenn ein Mann immer die selbe Zeitreise macht, nur weil ihn die Sehnsucht quält.
    Wenn ein zehnjähriger Junge ein wundervolles Wochenende mit seiner Mutter verbringt und das fliegen kennenlernt.
    Wenn eine Frau einen Neuanfang ohne Männer startet und der Nachbar ihr die Sterne zeigt.
    Wenn ein Bulgare in New York zum Griechen geht.
    Wenn eine talentierte Schauspielerin in New York droht, unterzugehen.
    Von solchen Dingen schreibt Tom Hanks mit einem unverwechselbaren Stil. Jede Geschichte war für sich ein kleines Meisterwerk.


    Manchmal ist die Geschichte humorvoll, manchmal stimmt sie nachdenklich. Manchmal erzählt sie etwas besonderes, manchmal nur banales.


    Und in allen kommt ein Gerät vor, welches Tom Hanks leidenschaftlich gerne sammelt. Die Schreibmaschine. Teils in kurzer Erwähnung, teils ist ihr die ganze Geschichte gewidmet.


    Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie der Autor selbst an einer Schreibmaschine saß und die Geschichten tippte. Mit welcher Liebe er sich an die Formulierungen machte.


    Dabei ist es die Vielfältigkeit, die hier überzeugt. Die Charaktere sind allesamt gut ausgearbeitet, haben Tiefe, sind nachvollziehbar und haben das Zeug zu mehr.


    Bei einigen Geschichten habe ich mir gewünscht, mehr zu erfahren. Dies unter anderem bei Geschichte Nr. 1, die mit eine der besten war. Hier erzählt der Autor von dem Erzähler (ohne Namen) und Anna, die eine heftige, aber kurze, erschöpfende Affäre eingehen. Dabei wird mit viel Sarkasmus und einem überschweifenden Gehabe die Geschichte erzählt. Zu dem Pärchen gesellen sich noch zwei weitere Freunde und man merkt, dass die vier zusammenhalten, auch wenn die Beziehung in die Brüche geht.
    Von diesen vier wollte ich mehr erfahren und wurde belohnt. Es gab noch zwei weitere Geschichten; die eine war sehr abgehoben (im wahrsten Sinne des Wortes, denn es geht um Raumfahrt) und die dritte erwartet einem am Ende und erzählt von einem Bowlingabenteuer der besonderen Art.


    Meine Lieblingsgeschichte handelt von Bette, die mit ihren Kindern in ein neues Haus zieht um dort einen Neuanfang nach der Trennung von ihrem Mann zu starten. "Ein Monat in der Greene Street" erzählt, wie sich Bette darauf freut, ihr eigener Herr zu sein ohne sich von jemandem abhängig zu machen. Sie will sich zwar mit keinem anfreunden, aber um höflich zu sein, gibt sie sich doch mit ihren Nachbarn ab. Und doch ist sie genervt, als ihr direkter Nachbar Paul sie einlädt, mit ihm zusammen sein Teleskop zu benutzen. Sie lehnt ab, findet jedoch kurz darauf seinen Schlüssel auf dem Rasen. Als sie recherchiert, was der Anhänger am Schlüssel zu bedeuten hat, wird sie sehr nachdenklich.


    Man merkt auch dem Autoren die Liebe zu den Schreibmaschinen an. Jede noch so kleine Erwähnung ist liebevoll und detailreich. Vor allem bei "Das sind die Betrachtungen meines Herzens" kommt dies sehr gut rüber. Denn hier geht Tom Hanks ins Detail und erklärt auch sehr bildlich. Und so entstand eine Liebeserklärung an die Schreibmaschine.


    Die Kurzgeschichtensammlung hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte jede Menge Spaß, war traurig, freudig, irritiert und berührt. Und hoffe, dass vielleicht noch weitere Geschichten von Tom Hanks erscheinen. 


    Fazit:
    Ich bin dann mal los, eine Schreibmaschine kaufen... 

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    Gwennileins avatar
    Gwennileinvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Tom Hanks kann nicht nur Schauspielern!
    Tom Hanks kann nicht nur Schauspielern!

    Ein Buch voller Kurzgeschichten. Das ist einfach nichts für mich. Doch Stop! Wenn diese aus der Hand eines meiner Lieblingsschauspieler stammen, dann muss ich das Buch doch lesen! Und ich muss sagen, ja, der Kerl kann nicht nur schauspielern. Ich bin zwar immer noch der Typ, der lieber eine lange Geschichte liest, als viele kurze, dennoch war ich mit den einzelnen Stories gut unterhalten, zumal einige Figuren in mehreren Erzählungen auftauchten. Außerdem war ich begeistert, dass sich ein roter Faden im kompletten Buch fand. In jeder Geschichte kam eine Schreibmaschine vor, mal als wichtiger Dreh- und Angelpunkt, mal nur im Schrank verstaubt, jedoch immer präsent. So eine Spielerei mag ich und gerade das macht es für mich dann doch zu einem Buch und nicht nur zu einer zufälligen Ansammlung von Erzählungen. Die einzelnen Kapitel sind keinem gemeinsamen Genre zuzuordnen und gehen in unterschiedlichste, abwechslungsreiche Richtungen.

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