Tom Hillenbrand Drohnenland

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Inhaltsangabe zu „Drohnenland“ von Tom Hillenbrand

Wozu Zeugen vernehmen, wenn all ihre Bewegungen bereits archiviert sind? Warum Tatorte begehen, wenn Polizeidrohnen schon alles abfotografiert haben? Als ein Brüsseler Parlamentarier ermordet wird, glaubt der Ermittler, den Fall mithilfe des Europol-Fahndungscomputers rasch lösen zu können. Doch bald entdeckt er, dass die digitale Datenspur manipuliert wurde …

Spannend erzählt u gansehauterregend, dabei erschreckend aktuell. Es liegt nicht am Autor, dass ich mit diesem Buch nicht wirklich warm wurd

— SusanD
SusanD

Genau so muss ein Buch sein: Großartig erzählt, hochspannend, klug und gleichzeitig erschreckend aktuell - obwohl es SciFi sein soll.

— franzzi
franzzi

Spannende Krimidystopie, die nicht gar sooo fern erscheint.

— Xirxe
Xirxe

Visionärer Science Fiction Krimi mit durchaus vorstellbaren Ideen, Ansätzen und Techniken.

— Lesestunde_mit_Marie
Lesestunde_mit_Marie

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Großartiges Buch, Spannend bis zum Schluss und das Ende wirklich überraschend. Top!

eulenmatz

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Wer die Reihe kennt, kann vielleicht mit dem Buch mehr anzufangen, Neulinge sollte eher Abstand halten.

Flaventus

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  • Die Panik hat gesiegt – Europa führt Überwachungskrieg

    Drohnenland
    franzzi

    franzzi

    Stell Dir vor, die Panik hat gewonnen. Das Sicherheitsbedürfnis hat die Freiheit, auf die das alte Europa jahrhundertelang so stolz war, verdrängt. Aus der Europäischen Union, die wir kennen, ist ein riesiger Überwachungsapparat geworden. Alles ist mit Überwachungskameras und Technik gespickt – und über allem thronen die mächtigen Agenten von Europol und europäischem Geheimdienst. Sie können auf Knopfdruck die gechipten Autos anhalten, sie können jeden Unionsbürger per Chip, biometrischen Daten oder der sehr beliebten Datenbrille jederzeit lokalisieren, sie können Drohnen an jeden Ort der Union schicken. Manche beobachten, mache hören ab, manche töten. Diese Union, die in einer nicht näher benannten, aber nicht allzu fernen Zukunft ihre Bürger vollüberwacht, ist die Union in Tom Hillenbrands Roman „Drohnenland“. Die Geschichte aus dieser dystopischen Welt erzählt der Europol-Ermittler Aart Westerhuizen, geborener Niederländer. Er ist selbst Teil des allmächtigen Systems. Er soll einen Mord an einem Europaabgeordneten aufklären. Dieser wurde erschossen, irgendwo im Nirgendwo im Brüsseler Umland. Wie er da hinkam? Unklar. War er da wollte? Unklar. Warum er sterben musste? Unklar. Die Datenlage ist trotz aller technischen Finessen der Zukunftsunion nicht nur mau, sondern katastrophal. Der Druck auf Aart und seine Analystin Ava wachsen ebenso wie die Wände, vor die die beiden bei ihren Online-Recherchen, Berechnungen und Befragungen stoßen. Doch dann entdeckt Aart mindestens mysteriöse Unfalltode zweier weiterer Abgeordneter wenige Monate zuvor. Das Ermittlerduo holt aus dem Hochleistungsrechner Terry alles heraus, was der an Videomitschnitten, Wahrscheinlichkeitsberechnungen, Simulationen und Fakten herausholen kann. Doch irgendjemandem gefällt das überhaupt nicht. Es ist ein unfassbar eindringlicher Stoff, den Tom Hillenbrand da in einer Ruhe, Akribie und Stimmigkeit ausbreitet - und dabei auch noch brillant erzählt. Nicht nur, weil das Stenario der Totalüberwachung irgendwie gar nicht mehr so richtig science-fiction-mäßig erscheint und den Leser daher ganz real schauern lässt. Nicht nur, dass Hillenbrand den Klimawandel und seine Folgen sowie den Energiehunger und die Knappheit der Ressource klug weiterdenkt und in seine Zukunftsvision einbaut. Nein, er legt auch so viele Rätsel und Fallstricke, undurchsichtige Figuren und Interessen aus, dass man selbst beim größten Kopfzerbechen nicht schneller an des Rätsels Lösung kommt als Aart und Ava selbst. Uve Teschner, der dem Romanheld und Erzähler Aart Westerhuizen für das Hörbuch seine Stimme leiht, erzählt die Geschichte selbst in den atemlosesten Momenten ruhig, verleiht den Protagonisten sehr charakteristische und unverwechselbare Stimmen und macht den Roman damit noch ein bisschen besser. Unbedingte Hörempfehlung für einen Roman, in dem auch stets ungesagt die Frage mitschwingt, welche Zukunft jeder Einzelne von uns wählen will: die freie mit dem Restrisiko, oder die sichere in der berechenbaren Totalüberwachung.

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  • Spannender aber auch düsterer ScienceFiction-Krimi

    Drohnenland
    Xirxe

    Xirxe

    Tom Hillenbrand, den ich bisher als Autor mehrerer unterhaltsamer 'Küchen'krimis kannte, beweist mit diesem düsteren Zukunftsszenario dass er auch anders kann: spannend und durchaus beängstigend, nichtsdestoweniger aber ebenso unterhaltsam wie seine bisherigen Bücher. In der von ihm entworfenen Zukunft, Mitte des 21. Jahrhunderts, sieht es nicht sehr schön aus für die meisten EU-Bürger: der Klimawandel stellt sich als mehr oder weniger fortwährender Regen dar, weite Teile Europas liegen unter Wasser; die Überwachung der Einzelnen rund um die Uhr und überall ist fast vollkommen. Dennoch kommt es noch zu Straftaten und so wird Europol-Ermittler Aart zu einem Tatort gerufen: ein EU-Parlamentarier wurde ermordet auf einem Feld gefunden. Scheinbar keine allzu schwere Aufgabe, denn dank umfangreicher Bewegungsdaten und einem entsprechenden Fahndungsrechner bleibt nichts unentdeckt. Doch Aart stößt auf Merkwürdigkeiten: Sollten Datenspuren manipuliert worden sein? Hillenbrand gelingt das Kunststück, eine Welt zu präsentieren mit vielen unbekannten Dingen, in der man sich jedoch schnell zurechtfindet, ohne dass er sie explizit erklären lässt. Stattdessen ergibt sich dies beiläufig in Gesprächen oder Aktionen der handelnden Personen, ebenso wie man in Kenntnis gesetzt wird über die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der letzten 100 Jahre. Vielleicht fällt es aber auch deshalb so leicht, weil es letzten Endes eine Fortschreibung der Entwicklung darstellt, die sich in unserer Gegenwart bereits abzeichnet: die vorangetriebene Vernetzung aller Dinge und Menschen; die damit verbundenen Überwachungsmöglichkeiten; der Klimawandel; die Verknappung von Rohstoffen und damit einhergehende Unruhen undundund. Vieles findet sich in diesem Buch, was den Ursprung wohl in unseren Zeiten hat. Und es sind keine schönen Aussichten, was daraus vielleicht werden könnte. Und doch ist dies nur der Hintergrund vor dem sich ein Kriminalfall abspielt, der zwar erstmal sehr sciencefictionmäßig wirkt, jedoch beim Lesen immer wieder Gedanken hervorruft wie: "So weit entfernt ist das doch nicht..." oder "Das gibt es doch schon, oder?". Spannend, aber auch erschreckend. Insbesondere jetzt nach den Ereignissen in Paris, nach denen im Namen der Sicherheit die Freiheit wohl als Erstes dran glauben muss. Fast hätte ich noch den Vorleser vergessen ;-) Uve Teschner macht das richtig gut, selbst die Frauenstimmen waren gut zu unterscheiden, ohne dass er sie in irgendeiner Form nachmachte. Eine andere Tonlage und Akzentuierung - ich hatte die unterschiedlichen Personen immer vor Augen.

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    • 2
  • Drohnen als Big Brother in einem spannenden Thriller

    Drohnenland
    anena

    anena

    07. December 2014 um 18:15

    Der Krimi spielt in der fernen Zukunft, als die Technik den Menschen das Leben erleichtern soll. Allerdings beginnen die Geräte insbesondere die Computer bereits ein Eigenleben zu führen. Toller Krimi mit interessanten Wendungen!