Tom Hillenbrand Tödliche Oliven

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Inhaltsangabe zu „Tödliche Oliven“ von Tom Hillenbrand

Jedes Jahr gönnt sich Koch und Gourmet Xavier Kieffer eine Reise nach Italien – und kehrt mit Vorräten an Wein und Öl zurück. Doch plötzlich verschwindet sein Wein- und Ölhändler Alessandro spurlos. Kieffer forscht nach und gerät schnell an schwer bewaffnete Männer. Hat Alessandro krumme Geschäfte gemacht? Kann Kieffer seinen Freund finden, bevor es zu spät ist?

Schön gesprochen und spannend anzuhören! Tolle Geschichte, die auch zum Nachdenken anregen kann....

— Michelangelo
Michelangelo
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  • Mafia-gesteuerte Panschereien ...

    Tödliche Oliven
    engineerwife

    engineerwife

    05. April 2017 um 14:28

    Dieser vierte Band in der netten Reihe um den sympathischen Koch aus Luxemburg war diesmal besonders spannend. Kieffer verschlägt es auf den Spuren seines Freundes nach Italien, genauer gesagt nach Apulien, wo über 50% des italienischen Olivenöl erzeugt werden. Immer tiefer taucht er ein in die Machenschaften der „Olivenöl-Mafia“. Es ist wirklich unglaublich was in dieser Branche abgeht, mir ist der Appetit auf Olivenöl leicht vergangen. Bis zum Schluss fiebert man mit und hofft als Hörer auf einen guten Ausgang. Hat Xaviers Freund Alessandro überlebt? Wird den kriminellen Machenschaften ein Ende bereitet? Nicht ganz zufrieden bin ich leider mit der Wahl des Sprechers. Gregor Weber neigt manchmal dazu den Text etwas runterzuleiern. Aus dieser Story hätte man definitiv mehr rausholen können. Das mindert aber in keinster Weise meine Vorfreude auf den nächsten Band.  

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  • Tödliche Oliven

    Tödliche Oliven
    Simi159

    Simi159

    11. March 2017 um 21:46

    Xavier Kieffer, der Luxemburger Koch und Hobbydetektiv freut sich auf die jährlich stattfindende Olivenölverkostungstour mit seinem guten Freund Allesandro. Die Beiden wollen zusammen in der Toskana seine Ölmühle und einige Feinkosthändler besuchen. Am Reisetag erscheint Allesandro nicht und Xavier macht sich auf die Suche nach ihm. Auch die Ehefrau des Italieners weiß nicht wo er ist. Kieffer fährt allein in die Toskana, der Spur seines Freundes folgend.Schnell findet er heraus, dass dieser in undurchsichtige Geschäfte verwickelt war, die teilweise über seine Ölmühle abgewickelt wurden. Ist Allessandro in Gefahr? Fazit: In diesem neuen Fall dreht sich alles um Olivenöl, dessen Herstellung und Etikettierung, denn wie so oft ist hier vieles nicht so, wir die Hersteller es uns Käufer glauben machen wollen. Viele Details und Zahlen, von Olivenernten, Ölmengen und Tankschiffen, die gewisse Länder und Häfen anlaufen, damit man minderwertiges Olivenöl teurer verkaufen kann, hat der Autor, Tom Hillenbrand, geschickt in den Krimi eingewoben. Nie hat man das Gefühl hier werden einem viele Zahlen und Fakten um die Ohren gehauen, eher ist es so, dass man staunt, wie oft man selbst schon auf falsche Etiketten reingefallen ist. Xavier löst wie schon in den Fällen zuvor mit viel Witz und einigem Glück den Fall, auch sind seine schon aus den Fällen vorher bekannten Helfer mit dabei. Alle Charaktere sind gut beschrieben und wirken authentisch. Egal ob man die Bücher davor kennt oder jetzt erst in die Krimireihe einsteigt, man findet sich schnell und gut zurecht. Auch die Luxenburger Küche, wie auch die Stadt selbst kommen wieder in der Geschichte vor. Dieses Hörbuch wird  gesprochen von Gregor Weber der seit 1991 als Fernsehschauspieler tätig  ist. Zum Beispiel als Sohn Stefan der "Familie Heinz Becker" und im "Tatort" des Saarländischen Rundfunks. Daneben ließ er sich zum Koch ausbilden und veröffentlichte 2009 das Buch "Kochen ist Krieg!" über seine Erfahrungen in der deutschen Gastronomie. Was besonders toll ist, dass er sowohl Französisch als auch Luxemburgerich sprechen kann und somit auch der Sprachwitz des Autors rüber kommt und den verschiedenen Charaktere Leben einhaucht. Das Hörbuch ist auf 4 CDs, in einer gekürzten Lesung, mit ca. 300  Minuten Spielzeit. Von mir gibt es 5 STERNE.

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  • Ein gelungener und unterhaltsamer Krimi

    Tödliche Oliven
    Wedma

    Wedma

    29. December 2014 um 21:22

    Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch. Ich fand es insgesamt sehr gut gelungen. Xaver Kieffer, ein Koch aus Luxemburg klärt seinen vierten Fall auf. Sein Kumpel, ein Schulfreund, geriet in Schwierigkeiten und seine Frau beauftragt Xavier, die Angelegenheit zu klären. Er fährt zunächst nach Italien und entdeckt dabei nach und nach Machenschaften diverser Institutionen um den Handel mit dem Olivenöl auf, EU, einen größeren internationalen Lebensmittelkonzern, italienische Mafia, Erzeuger in der Türkei und kleinere Abfüller in der Toskana inklusive. Die Handlung, die Figuren und die Auflösung fand ich gut, glaubhaft und das Hörbuch insgesamt leicht bekömmlich, informativ und unterhaltsam. Perfekt fürs heimische Werkeln.   Besonders die Nebenfiguren haben sich mir eingeprägt. Da trifft Xavier einen italienischen Professor, der sich mit der Verkostung des Olivenöls professionell beschäftigt. Er klärt ihn über einige Besonderheiten, was den Handel und Mengen des Olivenöls angehen, auf und zieht mit ihm anschließend um die Häuser, was zu einem interessanten Ergebnis zum Schluss wird. Auch Xaviers Kumpel, der Finne Vatanen, der bei der EU einen bürokratischen Job hat, ist schon recht unterhaltsam. Die Freundin von Xavier Valery, die von Eifersucht geleitet wird und für deren Geburtstag Xavier eine schöne Überraschung organisiert. Oder der Detektiv aus USA, oder der Mafiaboss in der Toskana, alle haben eigenen Charakter, ihre Eigenheiten und Handlungsmotive, scheinen wie aus dem wirklichen Leben entsprungen, sind sehr gut und überzeugend dargelegt. Hier muss ich auch über die tolle Leistung vom Sprecher Gregor Weber sprechen. Sehr gut gelungen sind ihm die o.g. Figuren. Seine Stimme lässt keine Zweifel daran, wann ein Amerikaner oder ein Franzose oder ein Italiener oder Finne oder ein Luxemburger spricht. Es gibt mehrere Italiener in der Geschichte und sie alle wurden so dargeboten, dass man sofort hört, wer nun spricht, ob der Mafiaboss oder der Professor oder sein Kumpel am Anfang der Geschichte. Für jeden gibt es seine eigene Stimme. Auch Frauenrollen sind gut gelungen. Valery hat öfter ihre Auftritte und diese sind gut gemeistert. Eins hat mich amüsiert: Wenn einige Dinge, wie z.B. Hintergründe der Geschichte erklärt wurden, besonders am Anfang, hörte sich der Sprecher schon fast wie ein Schuljunge, der zum Vorlesen verdonnert wurde an, aber sobald die Figuren auftraten, die Französisch oder Italienisch oder Finnisch gefärbt sprachen, verschwand dieser Eindruck. Die Geschichte an sich ist gut und glaubhaft komponiert. Sie greift eines der wichtigen Themen der Gesellschaft und ironisiert über die Gegebenheiten auf dem Markt, die mit dem Ölhandel und anderen Produkten der Landwirtschaft einhergehen. Sie führt klar vor Augen, welche Maschinerie hinter dem Ganzen steckt, um die Endabnehmer auf aller Welt auf regelmäßiger Basis hinters Licht zu führen und daraus die großen Profite zu schlagen. Mir war das Thema nicht neu, aber auch ich konnte einige neuen Einzelheiten entdecken, z.B. dass ein gutes Extra Virgine „pfeffrig, fruchtig und bitter“ schmecken soll, aber auch was das Ausmaß und die Spieler auf diesem Feld angeht, da gab es auch einige Aha-Erlebnisse. Also der Bildungsauftrag ist sehr gut erfüllt worden, da die komplexen Zusammenhänge mit einfachen Worten plausibel und mehrmals erklärt, damit nun wirklich alle dahinterkommen. Die Sprache ist leicht und klar, ohne unnötigen Ballast. Sie hörte sich sehr gut an. Der Film vor Augen ging sofort ab. Es ist mein erstes Buch von Tom Hillenbrand und bestimmt nicht das Letzte. Die ganze Reihe seiner kulinarischen Krimis steht nun auf meinem Programm, ob als Taschen- oder auch als Hörbuch. Ich bin rundum mit dieser Teamleistung zufrieden und vergebe deshalb 5 von 5 möglichen Sternen.

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