Tödliche Oliven

von Tom Hillenbrand 
4,0 Sterne bei47 Bewertungen
Tödliche Oliven
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (37):
Xirxes avatar

Gewohnt gute, unterhaltsame und appetitanregende Krimikost um den Koch Xavier Kieffer, die diesmal auch nach Italien führt.

Kritisch (1):
czytelniczka73s avatar

Zu viel Öl,zu wenig Aktion-mir hat es nicht gefallen,bin aber auch kein Krimi Leser

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Inhaltsangabe zu "Tödliche Oliven"

»Schlitzohr in Kochschürze - Xavier Kieffer hat es faustdick unter der Kochmütze.« Saarländischer Rundfunk
Einmal im Jahr gönnt sich der Koch und Gourmet Xavier Kieffer einen Ausflug nach Italien. Gemeinsam mit seinem Schulfreund, dem Wein- und Ölhändler Alessandro Colao, fährt er in die Toskana, unternimmt Weinproben und fährt einige Tage darauf mit einem Laster voller Wein und Öl zurück nach Luxemburg.
Diesmal geht der Trip allerdings gehörig schief. Sein Freund versetzt ihn und Kieffer findet heraus, dass Alessandro bereits Tage zuvor ohne ihn nach Italien aufgebrochen ist - und seither hat niemand etwas von ihm gehört. Der Koch macht sich auf die Suche. Aber statt Alessandro findet er eine verlassene Mühle, Tanks voll seltsam riechenden Olivenöls und bewaffnete Männer, die gerade Öl in einen Lastwagen pumpen. Hat der Ölhändler krumme Geschäfte getätigt? Kann Kieffer seinen Freund finden, bevor es zu spät ist?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462046953
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:06.11.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 06.11.2014 bei audio media verlag erschienen.

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    Xirxes avatar
    Xirxevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Gewohnt gute, unterhaltsame und appetitanregende Krimikost um den Koch Xavier Kieffer, die diesmal auch nach Italien führt.
    Ein appetitanregender Krimi um Olivenöl

    Xavier Kieffer hat ein Händchen dafür, sich ganz ohne sein Zutun in kriminelle Machenschaften zu verwickeln. Dieses Mal gerät der luxemburgische Koch mit der Olivenöl-Mafia aneinander. Sein langjähriger Freund Alessandro verschwindet auf mysteriöse Weise, und bei der Suche nach ihm findet sich Xavier plötzlich in einem vollen Olivenöltank wieder.
    Auch im vierten Band um Xavier Kieffer ist die malerische luxemburgische Hauptstadt Hintergrund für diesen Krimi, sodass man beim Lesen richtig Lust bekommt, sich einmal direkt vor Ort umzuschauen. Essen und Trinken kommen in diesem Buch ebenfalls nicht zu kurz: neben der luxemburgische Küche wird dieses Mal auch der italienischen Platz eingeräumt. So ist es eine Lektüre, bei der man ständig Appetit hat.
    Hauptthema dieses Krimis ist die Panscherei mit Olivenöl. Italien verbraucht jedes Jahr circa 600.000 l Olivenöl, dazu kommen noch 400.000 l für den Export. Verwunderlich ist allerdings, dass pro Jahr nur 300.000 l produziert werden. Der Autor hat offensichtlich intensiv recherchiert, denn er präsentiert dazu informative Details, die den meisten Lesenden vermutlich bisher unbekannt waren.
    Alles in allem ein gewohnt unterhaltsamer und appetitmachender Krimi mit viel Lokalkolorit um den luxemburgischen Koch Xavier Kieffer.

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    SchwarzeFees avatar
    SchwarzeFeevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: solider Krimi mit sympathischem Protagonisten
    Ein Wiederlesen mit Xavier Kieffer

    Vor ein paar Jahren fand ich in der örtlichen kleinen Buchhandlung den ersten Teil dieser Reihe von Tom Hillenbrand und habe mich gefreut, diesen Krimi gefunden zu haben.

    Dieser Teil hier lag nun leider doch länger auf dem SuB - ihr kennt das - so ein SuB hat ja irgendwie ein Eigenleben :-)

    Nun war es soweit und ich habe Xavier Kieffer wiedergetroffen, den Koch aus Luxemburg, der eine Zigarette nach der anderen raucht und immer wieder in kriminelle Machenschaften gerät.

    Dieses Mal wird sein Freund Alessandro vermisst, der nebenbei in Norditalien Olivenöl presst und natürlich macht sich Xavier selbst auf den Weg um seinen Freund zu suchen. So dreht sich nun alles um Olivenöl... und die Machenschaften, die so dahinterstecken.

    Ich fand den Krimi ganz kurzweilig und was das Öl angeht, wirklich informativ... beim Einkaufen heute musste ich tatsächlich daran denken... Xavier Kieffer ist ein sehr sympathischer Protagonist und Luxemburg als Hauptschauplatz ist immer wieder interessant, ich wüsste um kein anderes Buch, wo dies der Fall ist. Nett in dem Zusammenhang auch Ausdrücke in Dialekt und wirklich von Vorteil der Anhang des Buches mit Übersetzungen der angebotenen bzw. erwähnten Speisen, den Großteil hätte ich nun wirklich nicht gekannt.

    Für mich ein solider Krimi, der vier Sterne verdient!

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    peedees avatar
    peedeevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Lerne: Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl - insgesamt für mich weniger spannend, als die ersten drei Bände
    Lerne: Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl

    Xavier Kieffer, Band 4: Xavier Kieffer freut sich auf den alljährlichen Ausflug mit seinem Schulfreund, dem Wein- und Ölhändler Alessandro Colao, nach Italien. Dort wird es Weinproben geben und ein paar Tage später wird ein Laster voller Wein und Öl nach Luxemburg fahren. Doch dieses Mal läuft es nicht wie gewohnt: Xavier hat verschlafen und kommt zu spät zum Treffpunkt. Doch Alessandro ist bereits weg – gemäss seiner Frau sei er schon Tage vorher aufgebrochen! Wieso? Xavier will herausfinden, wo Alessandro steckt und was passiert ist. Er ahnt nicht, in welchen Schlamassel er gerät…

    Erster Eindruck: Das Cover passt gut zu den anderen in dieser Reihe; insgesamt ist es für mich jedoch eher unauffällig.

    Dieser Band lässt sich auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen. Für die, die die anderen Fälle auch kennen, gibt es ein Wiedersehen mit Xaviers Freundin Valerie Gabin, seinem Freund Pekka Vatanen und der Kommissarin Lobato von der luxemburgischen Polizei.

    Xavier fährt sofort nach Italien – die Route war ihm ja bestens bekannt –, um vielleicht in der Ölmühle der Colaos oder in deren Wohnung Alessandro anzutreffen oder zumindest mehr über seinen Verbleib herauszufinden. Seine Frau hat erzählt, dass sie in finanziellen Schwierigkeiten seien, aber Alessandro angetönt hätte, dass diese nach seinem Italien-Trip der Vergangenheit angehören würden. Als Xavier in der Ölmühle ankommt, ist er überrascht, dass dort Betrieb herrscht, denn schliesslich ist es ausserhalb der Saison. Er schleicht in die Mühle… und findet sich kurz darauf in einem vollen Öltank wieder, da er sich vor den anderen verstecken will! Wo ist er nur hineingeraten?

    Dieser kulinarische Krimi hat mir gut gefallen und ich habe Einblicke in die Welt des Olivenölhandels und der Wirtschaftskriminalität erhalten; reisetechnisch war ich mit Xavier viel unterwegs: Luxemburg, Brüssel, Italien, Schweiz. Nebst der ganzen Olivenöl-Geschichte gab es für ihn übrigens noch andere Probleme: Valerie und er haben einfach viel zu wenig gemeinsame Zeit. Und dann ist sie auch noch – zu Unrecht – eifersüchtig auf Kommissarin Lobato. Wie soll es mit den beiden weitergehen?
    Die Geschichte hat mir insgesamt weniger gut gefallen, als die ersten drei. Manchmal musste ich schon etwas den Kopf schütteln, wie Xavier so auf eigene Faust ermittelt: einfach mal drauflos, wie ein Kind, das mal eben Polizei spielt. Vielleicht sollte sich der Gute doch mehr aufs Kochen konzentrieren? Nun denn, von mir gibt’s 3 Sterne und ich bin auf den nächsten Band gespannt.

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    Federfees avatar
    Federfeevor einem Jahr
    Netter Krimi für zwischendurch; Action und die Olivenöl-Mafia

    Dies ist der 4. Band der Reihe um den Luxemburger Koch Xavier Kieffer, der immer wieder unfreiwillig in Mordfälle und skandalträchtige Vorfälle mit hineingezogen wird. Diesmal ist es sein italienischer Freund, mit dem er nach Italien fahren wollte, um italienische Spezialitäten einzukaufen. Aber leider ist er spurlos verschwunden und Kieffer verspricht der untröstlichen Ehefrau, nach ihm zu suchen. Dabei scheut er weder lange Reisen (Bologna, Apulien, ...) noch gefährliche Situationen.


    Wir treffen alte Bekannte, wie es sich für eine Reihe gehört: den Finnen Vatanen, der für Europa arbeitet, die Pariserin Valérie Gabin, Kieffers Freundin und die Kommissarin Lobato.


    In diesem Band geht es um Olivenöl und die Machenschaften der Großkonzerne und es gibt mehr 'Action' als im vorigen Band. Alles in allem ein Krimi für unterhaltsame Stunden.

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    SharonBakers avatar
    SharonBakervor 2 Jahren
    Kieffer, die Vierte und wieder so gut ...

    Xavier und sein Freund Pekka sitzen beim Essen zusammen und philosophieren über Frauen, Essen und Politik. Natürlich fließt auch wieder Wein dabei und die Rede auf Xaviers baldigen Ausflug nach Italien kommt zur Sprache. Einmal im Jahr fährt der Koch mit seinem alten Schulfreund und Wein- und Ölhändler Alessandro in die Toskana, um zu schlemmen und Gutes, mit nach Luxemburg zu bringen. Die Reise ist fest geplant und dann verschläft Xavier, schnell fährt er zu seinem Freund und probiert ihn telefonisch zu erreichen, aber beides ohne Erfolg. An dessen Haus angelangt, erfährt er von der besorgten Ehefrau, dass Alessandro schon zwei Tage früher abgereist ist und das auch sie ihn nicht erreicht. Besorgt und hilfsbereit bietet sich Xavier an, um nach Italien zu fahren und nach dem Rechten zu sehen. Dort findet er keinen Alessandro, allerdings hat er nachts in der Olivenölmühle ein eigenartiges Erlebnis, volle Tanks, die in einer Nacht und Nebel Aktion abgepumpt werden und Xavier mittendrin. Der Koch ahnt schon, dass sein Freund in üble Geschäfte verwickelt ist, aber in was genau und wo ist er? Lebt er noch? Was ist mit diesem Olivenöl los? Und kann Xavier wirklich die Polizei allein ermitteln lassen?
    Lange habe ich den vierten Band um den Koch Xavier Kieffer liegen lassen, um ihn dann in einem Rutsch zu verschlingen, denn ein neues Abenteuer für den Koch steht schon an der Tür und wird bald den Lesern in die Hand gelegt. Aber erst einmal musste dieser vierte Band dran glauben und das Tolle daran ist, man fühlt sich sofort wieder in der Welt des Kochs wohl, möchte mit ihm ein Glas Wein trinken und die Ruhe des Gartens genießen, oder eine Spezialität des Hauses probieren. Dieses Gefühl macht die Reihe einfach total sympathisch und was man immer über Politik und Lebensmittel erfährt, ist mehr als nur interessant, auch diesmal war ich hinterher sprachlos.

    Aber kommen wir zu Xavier, er ist schon ein bisschen ein Eigenbrötler, mag zwar Gesellschaft, liebt aber auch die Ruhe. Er lebt in einer Fernbeziehung mit seiner Freundin Valerie und hier kommt das Süßeste an dieser Geschichte, er erleidet einer kleinen Unsicherheit und die Eifersucht ist auch im Spiel, das macht ihn noch mehr zum Menschen, als nur zu einer Romanfigur. So kommen halt noch andere Züge bei unseren Protagonisten ans Tageslicht. Nun macht er sich aber zuerst Sorgen, um den verschwundenen Freund, immerhin ein Schulfreund und diese alten Wurzeln sind Xavier wichtig. Einmal im Jahr fahren sie zusammen nach Italien und genießen die kulinarischen Köstlichkeiten und jetzt verpasst er das. Xavier macht sich auf die Spur und wer ihn kennt, weiß, dass er nicht vorher Ruhe gibt, bis er weiß, was dahinter steckt. Tja, und diese Hartnäckigkeit liebt die Polizei ganz besonders und wir Leser lieben sie.

    Tom Hillenbrand hat es einfach drauf, gut recherchierte Hintergründe in einer packenden Geschichte zu verpacken. Ich bin immer so erstaunt, was sich unsere Gesellschaft, bezüglich Lebensmitteln, alles Einfallen lässt und wie weit sie mit Vertrauen umgehen. Diese Verzweigungen mit Wirtschaft, Politik und Verbrechen sind oft so verzwickt, das sie mit dem bloßen Auge gar nicht zu entwirren sind, da finde ich es großartig, wenn es solche Bücher gibt. Für mich wird Olivenöl jetzt mit anderen Augen betrachtet, und seit Xavier Kieffer ermittelt, bin ich nicht zum ersten Mal erstaunt. Allerdings werden die Geschichten von Tom Hillenbrand nie nur von dem Skandal getragen, sondern auch vom Lebensgefühl und guter Küche und das macht die Reihe einfach so klasse, denn dieser Koch lehrt uns eins, wir müssen für gutes Essen, uns nicht immer der Wirtschaft verkaufen.

    So habe ich mich direkt wieder wohlgefühlt und bin mit Spannung Xavier gefolgt. Natürlich raucht er immer noch zu viel und die ganzen Straßennamen in Luxemburg kann ich mir immer noch nicht merken, und wenn man ein sehr kritischer Leser ist, fällt einen schon auf, dass alles gut konzipiert ist, aber ich hatte tolle Lesestunden und würde sofort wieder mit diesem Koch und seinem Autor losziehen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Informativ, aber auch interessant geschrieben, man erfährt viel über Olivenöl und die luxemburschische Küche.
    Ein Luxemburger Koch auf Verbrecherjagd in Italien

    Wer wird beim Genre "kulinarischer Krimi" nicht neugierig? Als ich dann auch las, dass der Roman in Italien spielt, dachte ich mir: Perfekt, la dolce vita ruft! Allerdings sind die kulinarischen Anteile eher auf die luxemburgische Küche gerichtet und auf das Ölgeschäft.

    Man erfährt eine ganze Menge über die Unterschiede in Herstellung und Qualität von Olivenöl. Italien wird als Land des guten Öls und Weins dargestellt, aber auch seine Probleme mit Mafia und Korruption.

    Der Krimifall ist recht spannend erzählt, es gibt einige Stellen, wo man denkt: Oha, da kommt er nicht mehr raus, aber der Zufall hilft dem Protagonisten gern aus der Patsche. Die Nebenfiguren bleiben etwas blass und die Italiener meistens klischeehaft (der Mafiaboss mit seiner Villa und seinen Bodyguards ist ein Mann von Welt, der sich gewählt ausdrückt und gern eine Art Russisch Roulette spielt, um seine Gegner psychisch fertig zu machen).

    Es ist also sowohl ein Luxemburg-Italien-Regionalkrimis, als auch ein kulinarischer Krimi.

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    Themistokeless avatar
    Themistokelesvor 3 Jahren
    Tödliche Oliven

    Ich muss ja gestehen, ich liebe diese Genuss-Krimis rund um den Koch Xavier Kieffer, der immer wieder in dubiose Machenschaften rund um edles Essen und vor allem auch edle Zutaten hineingezogen wird. In diesem Teil geht es, wie am Titel unschwer erkennen kann, um Oliven, genauer ihr Öl und wie in diesem Bereich so gemauschelt wird.

    Für mich ist es dabei immer wieder extrem gekonnt, wie der Autor es schafft diese Themen, die ja wirklich auch durch die Realität inspiriert sind, so in einen Roman zu verpacken, dass zum einen die Spannung eines Krimis vorhanden ist, man einfach viel zu dem Thema erfährt und es sich alles so gut zusammenfügt. Irgendwie finde ich diese Krimis immer auch wieder lehrreich, weil man so viel zu machen Dingen erfährt, wie unter anderem zum Thunfisch oder in diesem Fall dem Olivenöl. Dabei ist es diesmal sogar noch ein wenig interessante, dass der Freund von Xavier, Alessandro Colao, welcher in die Machenschaften irgendwie verstrickt zu sein scheint, einfach spurlos verschwunden ist, es also nicht, wie in den Vorgängern, ein Todesopfer gibt.

    Durch diesen, diesmal anderen Aspekt nehmen Xaviers Ermittlungen einfach eine ganz andere Dringlichkeit ein, als sie es zuvor immer getan haben, da in diesem Fall eventuell noch jemand zu retten sein könnte. Vor allem, da zunächst nicht zur Gänze klar ist, wie tief er in die Machenschaften vielleicht selbst verstrickt ist, wenn ja, ob er es aus eigenen Beweggründen begangen hat oder gezwungen wurde, ebenso, wie auch die Tatsache, dass er auch einfach so ein Opfer geworden sein kann. Alles ist möglich und man selbst weiß, ebenso wie Xavier, eigentlich nichts. Ein für mich sehr spannender Ausgangspunkt, bei dem ich auch etwas länger mal benötigt habe, um wirklich alles zu durchschauen.

    Vor allem auch die Szenen zwischen Xavier und der ermittelnden Beamtin finde ich immer wieder sehr gekonnt. Vor allem da sie häufig einfach auch so schön ironisch und teils leicht sarkastisch sind. Das bringt zu den interessanten Themen und der Spannung auch immer wieder noch ein bisschen Humor in diesen Krimi.

    Allgemein wieder ein Krimi, den ich sehr gern gelesen habe und eine Reihe, bei der ich mich auch schon auf die weiteren Bände freue, da sie zum einen sehr kurzweilig sind und zum anderen immer wieder interessante Themen bieten.

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    Floppohrs avatar
    Floppohrvor 3 Jahren
    Tödliche Oliven


    Ein spannendes Buch, das ich "wie im Flug" und "wirklich beim Flug" von Deutschland nach Australien sofort ausgelesen habe.

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    sofies avatar
    sofievor 3 Jahren
    Etwas unglaubwürdig

    Xavier Kieffer ermittelt bereits in seinem vierten Fall. Diesmal geht es um seinen Freund Alessandro, der plötzlich verschwindet. Seine Frau vermutet, dass es mit einigen krummen Geschäften zu tun hat, die Alessandro mit seiner Ölmühle gemacht hat. Der Koch Kieffer macht sich auf den Weg nach Italien um dem Ganzen auf den Grund zu gehen.

    Leider konnte mich dieser Krimi diesmal nicht so ganz überzeugen wie seine Vorgänger. Was sich schon in „Letzte Ernte“ angedeutet hat, wird in „Tödliche Oliven“ nicht besser: Es wird zum einen immer unglaubwürdiger, dass ausgerechnet Xavier Kieffer immer wieder in Mordfälle verwickelt wird. Außerdem betont er immer wieder, dass er kein Detektiv sein will und eigentlich seine Ruhe möchte. Trotzdem tut er nicht das, was jeder vernünftige Mensch tun würde, nämlich die Sache der Polizei zu überlassen. Denn dann gäbe es ja auch keinen Krimi.

    Hinzu kommt, dass die kulinarischen Aspekte, die mir bei den Vorgängern immer sehr gefallen haben, hier kaum noch vorkommen. Xavier Kieffer kocht kaum noch (auch wenn er immer wieder als „der Koch“ bezeichnet wird, was ich auch etwa nervig fand…) und auch die restlichen Figuren bleiben eher blass. Niemand entwickelt sich so richtig weiter, weder die Beziehung zwischen Xavier und Valerie, noch der Finne Pekka oder die Kommissarin Lobato. Der eigentliche Fall war ganz spannend, ging mir aber wie schon „Letzte Ernte“ ein bisschen zu sehr ins Internationale. Dass Kieffer immer hinter einer ganz großen Sache her ist wird auch nicht wirklich glaubwürdiger.

    Für mich war es wohl der letzte Fall mit Xavier Kieffer. 3 von 5 Sternen.

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    Ka_Tes avatar
    Ka_Tevor 4 Jahren
    Köchelt auf kleiner Flamme

    Zunächst die gute Nachricht: Tom Hillenbrands nunmehr vierter Fall für den Luxemburger Chef des Deux Eglises, „Tödliche Oliven“, ist besser geschrieben und stringenter strukturiert als der Vorgänger, „Letzte Ernte“ (Rezi hier: KLICK). Die schlechte Nachricht: Weder an literarischer Qualität noch an Glaubwürdigkeit ist damit etwas gewonnen. Der unbedarfte Koch allein gegen weltweit agierende Verbrechersyndikate. Ein haarsträubender Unsinn. Wem das nicht das Lesevergnügen verleidet, dem sei der Krimi von Herzen gegönnt.

    „Tödliche Oliven“ setzt erneut auf den Wiedererkennungseffekt und liefert alte Bekannte. Wieder kocht Kieffer bewährte Luxemburger Spezialitäten. Huesenziwwi. Wainzoossis. Biwwelamoud. Doch wer's immer noch nicht nachgekocht hat, wird's auch jetzt nicht mehr tun. Wieder köchelt die Beziehung zur Eigentümerin des legendären Pariser Restaurantführers Guide Gabin, Valerie, auf kleiner Flamme. So vergehen die Jahre, in diesem Fall wird die Geliebte vierzig. Koch Kieffer lädt sie zum Essen ein. Wirklich wahr! So ein origineller Einfall! Wieder kippt sich Pekka Vantanen im Deux Eglises leckere Rebsorten hinter die Binde und gibt Tipps über Frauen, die niemand hören will. Und wieder stolpert Kieffer in eine arge Geschichte. Vielmehr plumpst er in ein riesiges Olivenfass. Wittert Unrat und nimmt ein Pröbchen. 

    Schuld an Kieffers Unbill ist Freund Allessandro Colao, Hersteller und Händler für gute Weine und wertvolles toskanisches Olivenöl. Der ist nämlich auf die schiefe Bahn geraten und verschwindet spurlos in Italien. Kieffer also hinterher und gewinnt neue Erkenntnisse. Denn Im Zuge der unfreiwilligen Ermittlungen begegnet er Professor Ulisse di Piedro in Bologna, Spezialist für Olivenöl. Ihn muss der preisgekrönte Luxemburger Koch befragen, weil es die heimische Küche mehr mit der guten Butter hat.

    Ulisse weiht Kieffer in die Geheimnisse der italienischen Haute Cuisine ein und klärt ihn bei einem guten Tropfen auf: Alle wollen italienisches Olivenöl, am besten aus der Toskana. Und weil die Bäumchen in der berühmten Region nur 300.000 Tonnen hergeben, die gierige Welt aber ein Vielfaches fordert, blüht der Betrug. Da wird aus anderen Ländern klammheimlich minderwertiges Öl eingeführt, gemischt, gepantscht, grün eingefärbt, in Flaschen gefüllt, mit hübschen Bildchen versehen, und schwupps, ist es olio extra vergine d‘oliva. In Wahrheit pipi di gatto, wie Ulisse urteilt, Katzenpisse. Am Etikettenschwindel lässt sich gut verdienen, Supermärkte sind keine Gourmet-Tempel und Mafiosi keine Ethiker. Daran ändert auch Kieffer nichts. Er aber kocht im rechten Moment den glibberigen Kachkéis. Und schwupps, hat ein Bösewicht ein anderes Label. 

    Tom Hillenbrand nutzte als Quelle das Sachbuch von Thomas Mueller, „Extra Vergine: Die erhabene und skandalöse Welt des Olivenöls“. Was spannender ist, Fakten oder Fiktion, sei dahingestellt. Informativ ist der Krimi allemal. Warum aber Kieffer immerzu mit den mächtigsten Bossen der Lebensmittel-Schiebereien aneinandergeraten muss, ist eine Frage wert. Vielleicht sollte er seine Kreativität besser am Herd ausleben oder mit Valerie ein Sabbatjahr einlegen und Ulisse das Feld überlassen. Der rettet nämlich nicht nur das Kulinarische, sondern auch den Krimi.

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