Tom Hillenbrand Teufelsfrucht

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Inhaltsangabe zu „Teufelsfrucht“ von Tom Hillenbrand

Ein Krimi zum Genießen!Der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer hat der Haute Cuisine abgeschworen und betreibt in der Luxemburger Unterstadt ein kleines Restaurant, wo er seinen Gästen Huesenziwwi, Bouneschlupp und Rieslingpaschtéit serviert. Doch dann bricht eines Tages ein renommierter Pariser Gastro-Kritiker tot in seinem Restaurant zusammen - und plötzlich steht Kieffer unter Mordverdacht. Als dann noch sein alter Lehrmeister spurlos verschwindet, beschließt der Luxemburger, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen; sie führen ihn bis nach Paris und Genf. Dabei stößt er auf eine mysteriöse, außergewöhnlich schmackhafte Frucht, auf gewissenlose Lebensmittelkonzerne und egomanische Fernsehköche. Immer tiefer taucht Kieffer in die von Konkurrenzkampf und Qualitätsdruck beherrschte Gourmetszene ein - und erkennt, was auf dem Spiel steht.

Xavier Kieffers erster Fall

— SusanD

Krimi im kullinarischen Milieu - spannend.

— mabuerele

gastronomischer Krimi.

— Mylie

Liest sich ziemlich gut, ist aber keine sehr anspruchsvolle Lektüre!

— Pippo121

war für mich interessant da ich die Orte in Luxemburg genau kenne

— Myriam-Cecchetti

Kulinarisch, lecker und spannend

— DaniRoe

Dieser kulinarische Krimi macht Appetit

— peedee

Den Anfang fand ich vielversprechend. Doch der Mittelteil war für mich einfach nur öde. Ich habe es leider abgebrochen!

— schokoloko29

Klasse geschrieben, eine echte Überraschung! Wahnsinns Stil! Sprachtechnisch interessant gestaltet.

— kassandra1010

Kritischer Blick auf die Nahrungsmittelindustrie gut verpackt in Krimi-Form. Toll.

— Bücherfüllhorn-Blog

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  • Ein MUSS für Genießer

    Teufelsfrucht

    SusanD

    10. September 2017 um 14:59

    Mit "Teufelsfrucht" eröffnet Tom Hillenbrand die Reihe um den luxemburger Koch Xavier Kieffer, der sich von der Sterneküche abgewandt hat und in seinem Restaurant klassische Gerichte zaubert - und dabei in einen Fall um eine neuentdeckte Teufelsfrucht verwickelt wird mit einigen spektakulären Morden.Hillenbrand beschreibt unterhaltsam und höchst spannend das Leben in der Gastronomieszene. Dabei kommen natürlich auch die Genüsse deutlich zu tragen und nebenbei wird der Leser über furchtbare Machenschaften der realen Gesch#äftswelt informiert. In diesem Fall geht es um das Food-Design und die Skrupellosigkeit der beteiligten Firmen. Insbesondere die Ausführungen über Geschmacksverstärker fand ich bemerkenswert!Diese Reihe muss man sich merken!

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  • Nur eine Frucht

    Teufelsfrucht

    mabuerele

    08. September 2017 um 20:36

    „...Als EU-Beamter auf Lebenszeit können mir die Mitgliedstaaten mal gepflegt munin aasi sudelma, allen voran die miesepetrigen Deutschen und die aufgeblasenen Franzosen...“ Aaron Keitel ist im Dschungel von Papua-Neuguinea auf der Suche nach einer besonderen Frucht. Dann wechselt die Geschichte nach Luxemburg. Xavier Kiefffer ist Koch in seinem Restaurant „Deux Eglises“. Claudine, seine rechte Hand, macht ihn darauf aufmerksam, dass der neue Gast vermutlich ein Gastrokritiker ist. Als sie ihm den Hauptgang bringen will, liegt der Gast vor der Tür – tot. Der Autor hat einen spannenden Krimi geschrieben. Kieffer lässt der Tote keine Ruhe. Er möchte wissen, was passiert ist. Er erfährt, für wen der Tote gearbeitet hat. In Paris trifft er sich mit Valerie Gabin. Mit ihren Informationen forscht er weiter, sticht in ein Wespennest und begibt sich dabei selbst in Gefahr. Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. Auflockernd wirkt der trockene Humor von Pekka, EU-Beamter, Finne und bester Freund von Xavier. Selbstverständlich stammt das obige Zitat von ihm. Wenn Pekka von seinen Aufgaben spricht, wozu die Bestimmung der Größe von Erdbeeren gehört, blitzt Ironie in jedem Satz auf. Ernst dagegen sind die Teile, die sich mit den Manipulationen von Lebensmittel durch Konzerne beschäftigen. Die Zeiten des Analogkäses sind vorbei, die neuen Methoden sind raffinierter und weniger zu durchschauen. Ausschlaggebend dafür sind die Geschmacksverstärker, die ein Gericht vorgaukeln, dass man gar nicht auf dem Teller hat. Gut dargestellt wurde auch Xaviers Lehrzeit und die Entwicklung der beiden Jugendlichen, die beim gleichen Koch zur gleichen Zeit ausgebildet wurden. Als besonderes Stilmittel sind ab und an Zeitungsausschnitte eingefügt, die speziell über die Verbrechen berichten. Eine Vielzahl leckerer Gerichte mit Zubereitungshinweisen sind im Text und in der Geschichte eingebunden. Bei einer spannenden Verfolgungsjagd durch Luxemburg lerne ich als Leser einige besondere Eigenheiten der Stadt kennen. Ein Glossar mit Küchenlatein beschließt das Buch. Der Krimi hat mir sehr gut gefallen. Der Spagat zwischen Spannung und informativen Teil ist gelungen.

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  • Leserunde zu "Gefährliche Empfehlungen" von Tom Hillenbrand

    Gefährliche Empfehlungen

    aba

    Guten Appetit! Die lange Wartezeit ist vorbei, Xavier Kieffer ist wieder da! Der luxemburgische Spitzenkoch und Hobbydetektiv ermittelt noch einmal im kulinarisch gefährlichen Dreiländereck. Eigentlich ist Xavier ein gemütlicher Koch, der am liebsten seine Ruhe in seinem kleinen Restaurant in der luxemburgischen Hauptstadt hätte, stattdessen gerät er immer wieder in unerwartete Abenteuer, die ihn in große Gefahr bringen. Diesmal steht er vor einer echten Herausforderung: Er muss in der Vergangenheit nach der Lösung eines mysteriösen Falles nachforschen und kommt dabei einem dunklen Geheimnis auf die Spur...Tom Hillenbrand bringt uns in "Gefährliche Empfehlungen" Xavier, den Meisterkoch, zurück!Habt ihr Lust, mit Xavier auf Verbrecherjagd zu gehen, alte Bekannte zu treffen und gleichzeitig viel über die fantastische Kunst des Kochens zu erfahren? Dann ist diese Leserunde genau das Richtige für euch!Zum InhaltFrankreichs legendärer Gastroführer "Guide Gabin" lädt zu einem rauschenden Fest in seinem neuen Firmenmuseum in Paris, und der Luxemburger Koch Xavier Kieffer ist mittendrin. Während der Feier verschwindet eines der Exponate – die extrem seltene Ausgabe des "Guide Bleu" von 1939, von der nur wenige Exemplare existieren. Kieffer beginnt, Nachforschungen anzustellen. Bald erfährt er, dass wegen der Sternebibel bereits mehrere Menschen sterben mussten. Aber was ist so gefährlich an einem über siebzig Jahre alten Restaurantführer? Was ist das Geheimnis des blauen Buchs?Appetit auf eine Leseprobe?Zum AutorTom Hillenbrand, geboren 1972, studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und war Redakteur bei SPIEGEL ONLINE. Seine Sachbücher und Romane – darunter die kulinarischen Krimis mit dem Luxemburger Koch Xavier Kieffer als Ermittler – haben sich bereits Hunderttausende Male verkauft, sind in mehrere Sprachen übersetzt und standen auf der SPIEGEL-Bestseller- sowie der Zeit-Bestenliste. Für seinen Roman "Drohnenland" wurde er u.a. mit dem Friedrich-Glauser-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet.Wollt ihr Fans von Xavier werden? Oder seid ihr schon eingefleischte Anhänger des berühmten luxemburgischen Kochs?Zusammen mit KiWi verlosen wir 25 Exemplare von "Gefährliche Empfehlungen" unter allen, die Lust auf eine Leserunde mit Xavier haben und sich über diesen spannenden kulinarischen Krimi austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Seid ihr neugierig? Dann solltet ihr euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 15.01. bewerben und auf folgende Frage antworten:Frohes neues Jahr wünscht Xavier!Um einen besonderen Neujahrsempfang zu veranstalten, braucht Xavier Inspiration und Ideen für neue Gerichte. Habt ihr Lust, ihm zu helfen und eure Lieblingsfamilienrezepte zu verraten? Ich freue mich jetzt schon auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!* Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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  • Unblutiger Krimi mit gesellschaftskritischen Nadelstichen

    Teufelsfrucht

    Federfee

    19. February 2017 um 12:45

    Im Urwald von Papua-Neuguinea gibt es seltsame Insekten und Pflanzen. Und in unserer Welt gibt es seltsame Berufe, z.B. Foodscouts, solche, die versuchen, immer wieder neue Früchte oder sonstwie Essbares zu entdecken, um die unendliche Gier nach immer wieder Neuem im Restaurant zu befriedigen. Foodscout Aron Keitel entdeckt also eine besondere Frucht, die im Roman eine beherrschende Rolle spielt. Dieser erste Band einer Krimireihe mit dem luxemburgischen Koch Xavier Kieffer hat mir ausnehmend gut gefallen. Ausgerechnet in seinem kleinem Restaurant bricht ein Gast, wahrscheinlich ein Gastrokritiker, tot zusammen. Kieffer wird selbst verdächtigt, ist aber auch ein Typ, dem Unaufgeklärtes keine Ruhe lässt. Er kommt einer großen 'Schweinerei' auf die Spur und gerät selbst in Lebensgefahr. Ein bisschen Showdown muss eben auch in einem ruhigeren Krimi sein. Was mir an diesem kulinarischen Krimi gut gefallen hat: die originellen Personen – Da sie in jedem Band vorkommen, sollte man die Reihenfolge möglichst einhalten (muss aber nicht unbedingt). Die anschauliche Beschreibung von Luxemburg (-Stadt). Wer schon einmal dort war, wird das Bild gleich wieder vor Augen haben. Die detektivische Ermittlungsarbeit Die gesellschaftskritischen Ansätze zum Thema 'Esskultur' und 'industriell gefertigte Nahrung' der Blick hinter die Kulissen von Restaurants. Es hat mich schon immer interessiert, wie eine Küche organisiert ist und wie das Personal es schafft, schnell ein Essen auf den Tisch zu 'zaubern'. Ich freue mich schon auf den 2. Band und kann den ersten jedem empfehlen, der unblutige Krimis mit interessantem Hintergrundwissen mag.

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    • 3
  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1196
  • Dieser kulinarische Krimi macht Appetit

    Teufelsfrucht

    peedee

    14. January 2017 um 00:13

    Xavier Kieffer, Band 1: Der einstige Sternekoch Xavier Kieffer liebt die regionale Küche und freut sich, diese täglich den Gästen in seinem kleinen Restaurant in der Luxemburger Unterstadt – fernab von Gastrokritikern und Restaurantführern – zuzubereiten. Als sich dann doch ein Gastrokritiker bei ihm einfindet, bricht dieser tot zusammen. Dann verschwindet auch noch sein alter Lehrmeister, wo der mittlerweile tote Gastrokritiker unlängst zu Gast war. Zufall? Xavier nimmt die Ermittlungen selbst in die Hand. Er findet eine mysteriöse Frucht und gerät in grosse Gefahr…Erster Eindruck: Ein französisch angehauchtes Cover mit einer auffälligen Tafel, die auf einem Stuhl steht. Im Untertitel steht „Ein kulinarischer Krimi“ – ich bin gespannt.Für mich ist es das erste Buch von Tom Hillenbrand und es wird sicherlich nicht mein letztes gewesen sein. Xavier Kieffer hat mir gut gefallen, aufgrund der guten Beschreibungen des Autors hatte ich ein gutes Bild von Xavier vor Augen. Er ist etwas übergewichtig und meint über sich bzw. seine Kondition: „[er] besass die Ausdauer und Schnelligkeit eines verfetteten Hauskaters.“ Als ich die Geschichte zu lesen begann, habe ich mich natürlich gefragt, wieso ein so vielversprechendes Kochtalent die Karriere in einem hochdekorierten Sternelokal gegen ein kleines Restaurant eintauscht. Es ist immer wieder zu hören, dass das Kochen auf Spitzenniveau sehr stressig ist und etliche Köche diverse Substanzen einnehmen, um nicht unter der Last zusammenzubrechen. Diesen Stress wollte Xavier nicht mehr. Man spürt die Liebe von Xavier (und des Autors) zu gutem Essen, qualitativ hochstehenden Produkten und zu Luxemburg. Dass Xavier selbst unter die Ermittler geht, ist selbstverständlich unvernünftig, aber wer konnte auch ahnen, was alles dahintersteckt?Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und es war wirklich eine kulinarische Geschichte: Einblicke in die Spitzengastronomie, in das Letzeburgische (die Sprache Luxemburgs), die französische und luxemburgische Küche (das Glossar am Ende des Buches fand ich übrigens sehr hilfreich…). Und ich habe auch einen Eindruck von der Arbeit von Karpologen (Botaniker, die auf Früchte und Pflanzensamen spezialisiert sind), Lebensmitteltechnologen, Chemikern und Food Scouts bekommen.Ich bin mit Xavier Kieffer in Luxemburg gewesen, dann kurz in Frankreich und sogar in die Schweiz sind wir „zusammen“ gefahren. Das Ende war ziemlich spannend; ich vergebe 4 Sterne und freue mich auf die nächste Geschichte mit Xavier. Und nun habe ich Appetit auf „Gromperekichelcher“ (Luxemburger Reibekuchen aus Kartoffeln)!

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    • 2
  • eine echte Überraschung

    Teufelsfrucht

    kassandra1010

    06. December 2016 um 22:25

    Xavier hat ein kleines bescheidenes Restaurant in Luxemburg. Eines Abends nach dem Trubel des Tages erscheint ein älterer Franzose, den Xavier und sein Team sogleich als Restauranttester und Gourmetsternchenverteiler enttarnen. Doch zum Hauptgang kommt es erst gar nicht, das der Feinschmecker bereits vorher stirbt. Das alles will Xavier nicht auf sich sitzen lassen, denn er ist sich keiner Schuld bewusst. Er recherchiert mit seinem finnischen Kumpanen Pekka, einem EU-Beamten, der es mit seiner Arbeitsmoral nicht so genau nimmt und stößt dabei auf eine zwielichtige Frucht, die es im wahrsten Sinne in sich hat!Klasse geschrieben, eine echte Überraschung! Wahnsinns Stil! Sprachtechnisch interessant gestaltet.

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  • Kritischer Blick auf die Nahrungsmittelindustrie gut verpackt in Krimi-Form. Toll.

    Teufelsfrucht

    Bücherfüllhorn-Blog

    01. November 2016 um 13:53

    Vor einigen Wochen las ich durch puren Zufall „Rotes Gold“, also den zweiten Band um den Luxemburger Koch Xavier Kieffer. Mir hat dieses Buch so gut gefallen, dass ich beschlossen habe, neu bei Band eins anzufangen. Und ich habe es nicht bereut.   Es ist schon interessant, und auch gut so, wie unterschiedlich Leser bewerten. Den zweiten Band, Rotes Gold“, hatte ich meiner Schwester gegeben, die kulinarisch sehr bewandert ist, aber ihr hat dieses Buch nicht zugesagt. Eine Freundin von mir war andererseits genauso begeistert wie ich.   Band 1, Teufelsfrucht, lässt sich locker, leicht und schnell lesen. Es gibt viele genüssliche Happen, so dass man sich am besten vorher schon ein klein wenig Fingerfood bereit legt, denn Hunger wird man auf alle Fälle bekommen. Mir jedenfalls geht es so. Oder sich zumindest ein gutes Glas Wein hinstellt. Das ist doppelter Genuss, lesen und genießen.   Im ersten Band lernt Xavier seine Valerie kennen. Ich kannte sie ja bereits aus dem zweiten Band, und war nun erfreut, das Kennenlernen der beiden mit verfolgen zu dürfen. Valerie ist Erbin eines Imperiums an Reiseführern, Gourmetführern, Zeitschriften und Herausgeberin eines Restaurantführers a la Gault Millau. Dennoch ist sie nicht die typische „Erbin“, im Gegenteil, sie ist sehr unkonventionell. Zudem über 1,80m groß und damit ein Stück größer als der eher gemütliche Xavier. Ein interessantes Pärchen nicht nur vom optischen Eindruck her. Xavier kocht in seinem Luxemburger Restaurant Luxemburger Spezialitäten, er hat keine Ambitionen für eine Sterneküche. Das ist ihm viel zu stressig. Stattdessen liebt und praktiziert er die ehrliche frische Küche und kocht authentisch lokale Gerichte.   Ebenfalls mit von der Partie, von Anfang an sozusagen, war sein bester Freund, der Finne Pekka Vatanen. Dieser arbeitet bei der EU und so erhalte ich als Leser auch Einblicke in die oft uns unsinnig erscheinenden Normungen von Gurken oder wie in diesem Band den Umfang von Erdbeeren.   Mir als Leser hat es zunehmend gut gefallen, die leckeren Luxemburger Rezepte die Xavier zubereitet hat; das Wissen um neue Früchte und manche Einblicke in Sternerestaurants und die Organisation eines  Großevents. So wird zum Beispiel genau berechnet, wie lange es an einer bestimmten Location dauert, das Essen von der Küche bis zum Tisch zu bringen, wie lange der Rückweg ist, und wie viel Kellner man braucht, um einen Gang in fünfzehn Minuten für 800 Personen zu servieren. Ein Foodscout und seine Arbeit im groben spielt eine Rolle, seine Endabnehmer sind große Global Player aus der Nahrungsindustrie und werden hier kritisch unter die Lupe genommen. Im Buch heißt dieser Konzern Hüetli, ich könnte jetzt mal die Vermutung anstellen, dass damit Nestle gemeint ist, über die es im Fernsehen schon mal einen sehr negativen Bericht gab. Die Nahrungsindustrie denkt nur an Umsatz, und dafür müssen Neuheiten her. Wie die vermarktet werden, erklärt so manches Beispiel in diesem Buch. Gerechtfertigt wird dies mit der Begründung, dass Nahrungsmittel für die Menschen knapp werden und dringend Ersatzstoffe her müssen. Das wird zum Teil richtig unappetitlich, mit welchen Mittel die Nahrung gezüchtet, gestreckt und aromatisiert wird. Auch die These, dass Glutamate süchtig machen, kommt zum tragen. Nebenbei wird Ferran Adrià mit seiner Molekularküche wird erwähnt, natürlich mit einem Alias: Xavier nennt ihn „Ramirez vom Perro Pastor“.   Fazit: Alles in allem: ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Mir wurden nicht nur kulinarische Einblicke gegeben, sondern auch ein kritisches Auge auf die Nahrungsmittelindustrie geworfen. Vieles kannte ich schon, aber es so nochmal zu lesen, erschreckt einen dann doch so, dass ich mich wieder auf frische Nahrung besann. Lieber etwas qualitatives das mehr kostet und davon weniger, als billig und „en masse“.   Ich werde auf Fälle die anderen Bände auch noch lesen.

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  • Unterhaltsam, aber die schwächste Folge der Serie

    Teufelsfrucht

    christianekoerdel

    31. July 2016 um 11:29

    Xavier Kiefer, Sterne Koch, der es sich in seinem eigenen, bodenständigen Restaurant in Luxemburg Stadt "gemütlich" macht, ermittelt im Todesfall eines Gastrokritikers, weil dieser prompt in seinem Restaurant das Zeitliche segnet. Ein recht gemächlicher Krimi mit viel Kulinarischem. Ich fand ihn unterhaltsam, die weiteren Folgen der Reihe wissen aber besser zu überzeugen. 

  • Teufelsfrucht

    Teufelsfrucht

    harakiri

    09. February 2016 um 08:38

    Mal was anderes als immer blutrünstige Thriller. Gut und schnell zu lesen, allerdings sind die luxemburgerischen Ausdrücke manchmal etwas schwer zu lesen. Ansonsten: solider Krimi, der am Ende noch richtig spannend wird, nachdem er anfangs ein bisschen brauchte um in Fahrt zu kommen. Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen, stellenweise lief mir dann auch das Wasser im Mund zusammen wenn er die Menus aufzählte :) Und er bringt einen zum Nachdenken durch die detailreiche Beschreibung der Nahrungsmittelzusätze. Was esse ich hier wirklich? Durch die fundierte Sprache wird man nachdenklich gemacht und sensibilisiert

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  • Unterhaltsamer Krimi mit Mehrwert

    Teufelsfrucht

    yesterday

    04. January 2016 um 18:29

    „Ein Krimi zum Genießen“ – dieser Satz auf dem Umschlag hat mich angesprochen und mich auf diesen Krimi neugierig gemacht. Ab und an vergeht dem Leser aber dann leider doch der Appetit, aber nicht aufgrund einer schlechten Geschichte, sondern wegen der Details über die Lebensmittelindustrie, die angesprochen werden (Stichwort zum Beispiel „Analogkäse“). Die Krimihandlung ist spannend, der Autor hält den Spannungsbogen immer hoch, laufend passieren diverse kriminelle Handlungen mit Bezug zum Essen in vielerlei Hinsicht. Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte auch (und hauptsächlich) in Luxemburg spielt, so etwas hatte ich doch nicht. Die Stadt ist genau beschrieben und durch viele Ausdrücke aus der Region wird eine sehr authentische Atmosphäre kreiert. Überraschend war für mich, wie viele der Ausdrücke man als deutschsprachiger Leser verstehen kann. Die Hauptperson, ein Restaurantbesitzer, in dessen Lokal der Krimi seinen Anfang nimmt, ist als Hobbydetektiv witzig und großteils authentisch, ab und an nimmt er sich gegenüber der Polizei ein wenig viel heraus, was aber in solchen Krimis ein generelles Stilmittel ist und daher nicht weiter negativ auffällt. Was dieses Buch von anderen, ähnlichen unterscheidet: Durch den Essens-Bezug dieses Krimis erfährt der (unbedarfte) Leser auch Fakten zur Lebensmittelindustrie allgemein („Super-Joghurts“, Zusatzstoffe) und wird dadurch vielleicht sogar angeregt, beim nächsten Einkauf bewusster vorzugehen. Ein unterhaltsamer Krimi mit Mehrwert sozusagen. Witzig ist auch, dass der Name einer Firma leicht abgeändert an eine tatsächlich existierende erinnert. Der Klappentext ist für mich ansprechend, bestückt mit viel zu essen macht er Lust aufs Buch und entspricht auch dem Inhalt. Manchmal verspricht der Text auf dem Buch mehr, als der Inhalt dann halten kann. Hier ist das nicht der Fall.  Was das Cover betrifft, finde ich es gut und wichtig, dass „ein kulinarischer Krimi“ dabeisteht, genauso wie der abgebildete Hintergrund. Der Titel alleine hätte mich nicht angesprochen und auch den Zusammenhang zur Geschichte versteht man erst nachdem man das Buch gelesen hat, vorher verwirrt er eher.

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  • Origineller Ansatz

    Teufelsfrucht

    badwoman

    11. October 2015 um 23:26

    Dieser "kuninarische" Krimi ist gut zu lesen bis auf die luxemburgischen Fachausdrücke (das Glossar habe ich leider erst nach der Lektüre des Buches entdeckt). Der Ansatz, dass eine bisher unbekannte Frucht unsere Nahrungsmittel geschmacklich so aufwertet, dass der Esser förmlich in Trance gerät, ist sehr originell und auch aktuell. Mittlerweile wissen wir Menschen ja kaum noch, was wir alles zu uns nehmen. Dass diese Frucht auch schädliche Nebenwirkungen hat - wen wundert`s? Und auch die Gier der Lebensmittelindustrie nach dieser besonderen Frucht erstaunt den Leser nicht besonders. Dass es dann zu einigen Todesfällen kommt, ist die logische Konsequenz (schließlich lesen wir hier einen Krimi). Xavier Kieffer ist der sympathische Hauptakteur dieses Romans und aktiv ist er wirklich, mehr als die Polizei es ist. Und das ist gut so, denn er kennt sich aus in der Restaurantszene als Meisterkoch, der sein Talent aber lieber in der familiären Athmosphäre seines kleinen Lokals ausübt. Als Leser bekommt man interessante Einblicke in die Arbeitsweise von "Sterne-Küchen". Auch die Spannung kommt nicht zu kurz, wenn auch das Ende vielleicht ein wenig zu dick aufgetragen ist.

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  • Soulfood versus Fakefood

    Teufelsfrucht

    TochterAlice

    Gerät Xavier Kieffer, der Koch und Besitzer eines traditionellen Luxemburger Lokals in einen Kampf der Kochgiganten um Sterne? Zumindest bringt ein rennomierter Pariser Gastro-Kritiker einen Hauch von Welt und der längst vergessenen Nouvelle Cuisine - Kieffer hatte eine entsprechende Ausbildung in Frankreich genossen - in Kieffers kleines Lokal, um kurz darauf auf der Schwelle des Restaurants tot zusammenzubrechen. Kieffer fürchtet um seinen guten Ruf und beginnt unterstützt von seinem finnischen Freund Pekka, einem EU-Beamten, der ausgerechnet für den Agrar-Sektor zuständig ist, zu ermitteln. Dabei taucht er in die Vergangenheit ein, ihm erschliessen sich allerdings auch ganz neue Welten - solche, die aus seiner Sicht gar nicht existieren sollten. Tom Hillenbrand schreibt mit Genuss und Humor - ein Leckerbissen für Freunde guten Essens und einer gemütlichen Atmosphäre. Ein unterhaltsamer Krimi, dessen Plus jedoch gleichzeitig sein Minus ist - zu behäbig kommt er zeitweise daher. Auch ist das Ende nicht ganz so rund, wie ich es mir wünschen würde. Trotzdem ist dieser deutsche, vor allem in Luxemburg, doch auch in den benachbarten Ländern Frankreich und Deutschland sowie in der Schweiz spielende Roman durchaus zu empfehlen, lernt man doch einiges über gute Küchen - sowohl bodenständige als auch besternte und erfährt dies und das über das Großherzogtum Luxemburg und nicht zuletzt auch über seine Mitmenschen. Zudem ist der Arbeitsplatz EU - wenn er auch nicht im Mittelpunkt der Geschichte steht - ausgesprochen treffend dargestellt - auch ehemalige oder zukünftige EU-Beamte könnten also interessierte Rezipienten dieses Buches sein. Auch die Figuren, allen voran Xavier Kieffer und sein Kumpel Pekka, sind liebevoll und mit viel Humor gezeichnet und lassen auf den Ausbau dieses amüsanten Krimis zu einer Serie hoffen!

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    • 2
  • Unglaublich spannend für alle kulinarischen Krimi-Fans

    Teufelsfrucht

    DrOliverR

    12. September 2015 um 20:34

    Zufälligerweise bin ich über dieses Buch gestolpert, weil ich den Autor von seiner Spiegel-Kolumne her kannte. Ich habe es definitiv nicht bereut, da es einer der besten Krimis ist, die ich seit langem gelesen habe. Hillenbrand entwickelt eine tolle Atmosphäre zwischen Mord und Kochtopf

  • Teufelsfrucht

    Teufelsfrucht

    Norskehex

    12. March 2015 um 08:48

    Inhalt: Der ehemalige Koch auf Sterneniveau Xavier Kieffer führt ein kleines Restaurant in der Luxemburger Unterstadt, wo er die regionale Küche auf den Tisch bringt. Mit dem Stress der Haute Cuisine will er nichts mehr zu tun haben. Wichtiger ist ihm mit seinem Kumpel Pekka, einem EU-Beamten, ein gutes Glas Wein zu trinken oder in seinem Garten zu arbeiten. Doch mit der Ruhe ist es vorbei als ein Gastro-Kritiker in seinem Restaurant tot zusammenbricht. Kieffer erfährt, dass sein alter Lehrmeister Boudier diesen zu ihm geschickt hatte. Doch als Kieffer an seinem Lehrort ankommt, muss er erfahren, dass das Restaurant abgebrannt und Boudier verschwunden ist. Zwei weitere Restaurants brennen ab, ihre Chefköche werden tot aufgefunden. Kieffer findet in der geheimen Testküche von Boudier eine seltsame Frucht, die er nicht kennt und die ganz seltsame Geschmackseigenschaften hat. Plötzlich stehen zwei finstere Gestalten in Kieffers Haus und er kann sich nur durch eine Flucht durch halb Luxemburg-Stadt retten… Was hat es mit der Frucht auf sich? Wer ist hinter Kieffer her und was hat ein großer, weltweit operierender Lebensmittelkonzern mit der Sache zu tun? Erster & letzter Satz: Aaron Keitel beobachtete, wie seine linke Hand den Schlitten der Halboutomatik zurückzog und nach vorn schnappen ließ. “Eine ausgezeichnete Idee, Herr Städeli. Ich werde mich gleich darum kümmern.” Persönliche Meinung: Huiuiui! Da denkt man, man liest einen netten, entspannten Krimi mit ein paar guten Rezepten und dann wird´s noch richtig lebensgefährlich für die Hauptfiguren. Die ermittelnden Hauptpersonen sind sympathisch und sehr originell geschaffen, man könnte ihnen so sicher begegnen und würde sich wohlfühlen mit ihnen. Die Gegenspieler hingegen sind auch richtig böse und nur auf ihren Vorteil bedacht. Eine super Mischung. Die Polizei bleibt recht blass und außenvor, denn die Ermittler sind Kieffer und seine sehr praktischen Verbindungsleute Pekka und Gabin, die Chefin der Restaurant-Kritiker. Die Gegenspieler bleiben lange im Dunkeln und geheimnisvoll, obwohl man schon früh weiß, dass es um die Lebensmittelindustrie gehen muss. Die Geschichte spielt im Umwelt der Spitzengastronomie, aus der sich Kieffer zurückgezogen hat, aber über die er natürlich immer noch informiert ist und Einblicke und Kontakte hat. Sehr schön wird der Druck herausgearbeitet, unter dem Sterneköche stehen. Dauernd müssen sie etwas Neues kreieren um ihre Sterne halten zu können. Dass der eine oder andere da abdriftet, ist schon nachvollziehbar. Wenn es allerdings wirklich so in den Sterneküchen dieser Welt zugeht wie hier beschrieben, dann tun mir alle Sterneköche sehr leid. Ich hoffe für sie, dass der Autor hier doch ein bisschen übertrieben hat und die ganze Sache doch für den Krimi nochmal zugespitzt hat. Man bekommt Einblick in EU-Verfahren um Pflanzen und Sortenschutz, wie Lebensmittelchemiker und Lebensmittelfirmen das Essen mit irgendwelchen Zutaten strecken, um ihren Gewinn zu maximieren. Die Kunden werden so ans Produkt gebunden, weil die Kunden den Geschmack durch die Verstärker eben lieben. Ein bisschen schwierig waren für mich die Luxemburger Sprach-Einschübe, weil mir nicht immer klar war, was damit gemeint ist und das Glossar am Ende sich hauptsächlich mit Wörtern aus der Küche beschäftigt. Aber den Krimi in Luxemburg anzusiedeln, fand ich großartig. Ich war jetzt noch nie in Luxemburg, aber es scheint eine hübsche Stadt zu sein und eignet sich für den Krimi super, da es ein recht weißer Fleck auf der Krimilandkarte ist. Cover & Titel: Vor einer schönen Holztür mit Glaseinsätzen steht ein mit rotem Samt bezogener Hocker, auf dem eine Tafel steht wie man sie aus Restaurants kennt. Statt den heutigen Spezialitäten des Hauses sind  Titel und  Autor draufgeschrieben. Ein sehr schlichtes und wunderbar passendes Cover für die Geschichte. So könnte der Eingang von Kieffers Restaurants aussehen. Der Titel Teufelsfrucht ist schon der erste Hinweis auf die Lösung des Falls und bleibt trotzdem geheimnisvoll bis man die Geschichte gelesen hat. Denn diese seltsame Frucht, die Kieffer findet, ist wahrlich eine Teufelsfrucht…

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