Tom Hodgkinson Anleitung zum Müssiggang

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Inhaltsangabe zu „Anleitung zum Müssiggang“ von Tom Hodgkinson

Tom Hodgkinson weiß, warum selbstvergessene Angler die größten Karpfen fangen. Er weiß, wie sich die Bürotoilette umfunktionieren läßt, um einen kurzen Mittagsschlaf zu ermöglichen. Und er weiß, dass Rene Descartes sein „cogito ergo sum“ nicht am Schreibtisch, sondern im Bett erdacht hat. Hodgkinson ist nämlich Chefredakteur der Zeitschrift The Idler und damit Experte für alles, was mit dem Schlaraffenleben zu tun hat. Anweisung zum Müßiggang ist gleichzeitig eine liebevoll recherchierte Kulturgeschichte und eine praktische Anleitung zum Müßiggang. Und natürlich ist ein Buch, das zur Faulheit aufruft, unweigerlich politisch: Eine Gesellschaftskritik, die, obgleich amüsant und ironisch überspitzt, durchaus ernstgenommen werden will. Hodgkinson tritt für mehr Produktivität durch entspanntere Arbeit ein und plädiert für einen gelassenen Umgang mit der Arbeitslosigkeit. Er hat ein Herz für Streiks, für Träumer, Absinth und Walter Benjamin. Von Konsumkapitalismus, Weckern und protestantischer Pflichtethik á la Thomas Edison hingegen hält er nichts. Hodgkinsons Buch ist eine Fundgrube für kuriose Zitate und Anekdoten aus der Geistesgeschichte. Er führt Lessing und Dr. Johnson ebenso ins Feld wie vergessene viktorianische Humoristen und obskure Punkmusiker, und das alles, ohne je die chronologische Struktur des Buchs aus den Augen zu verlieren. Die folgt nämlich den Stunden des Tages, die, eine jede für sich, besondere Herausforderungen an den Faulenzer stellen: Das morgendliche Aufstehen (oder Nicht-Aufstehen), die Frühstückspause, das lange Mittagessen, das Pfeiferauchen, das Trinken - sogar Mond und Sternen ist ein eigenes Kapitel gewidmet, bis dann im Morgengrauen der letzten Kapitel wieder die Vögel zwitschern ...

Ein wundervolles Buch, das gerade in Zeiten der Selbstoptimierung an Bedeutung gewinnt

— remusarkin
remusarkin

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  • Rezension zu "Anleitung zum Müssiggang" von Tom Hodgkinson

    Anleitung zum Müssiggang
    Golondrina

    Golondrina

    03. February 2013 um 12:01

    Hodgkinson schreibt eine Ode an den Müßiggang, an das süße Nichtstun, das Schlendern und Fünfe-Grade-Sein-Lassen. Wer argumentative Hilfe für seine morgendliche Bettkantenübung sucht (Wofür stehe ich heute auf?), wird hier fündig. Neueste Untersuchungen, wonach jeder 2. Arbeitnehmer unter Stress und Leistungsdruck leidet zeigen, dass das vor fast 10 Jahren erschienene Buch nichts an Aktualität eingebüßt hat. Deshalb - das deutsche Gesetz bietet dem abhängig Beschäftigten ja die Möglichkeit - kurz durch das Kapitel "8 Uhr Morgens: Aufwachen - eine Qual" oder "10 Uhr morgens: Liegen bleiben" geblättert und sich wohlig umgedreht - die Welt einen Tag allein um sich selbst drehen lassen.

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  • Rezension zu "Anleitung zum Müssiggang" von Tom Hodgkinson

    Anleitung zum Müssiggang
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. September 2010 um 09:54

    wer mal hin und wieder mal Zweifel hegt, dass permanenter Arbeits- und Freizeitstress doch nicht alles ist: einfach mal dieses Buch lesen.