Tom Holland Das Erbe des Vampirs

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Inhaltsangabe zu „Das Erbe des Vampirs“ von Tom Holland

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  • Blutig, düster, faszinierend.

    Das Erbe des Vampirs
    Hepzibah

    Hepzibah

    13. March 2015 um 07:55

    Ich habe den ersten Teil Der Vampir, vor Jahren gelesen (vielleicht sogar vor einem Jahrzehnt). Damals hat mir der erste Teil nicht beonders gefallen. Streckenweise zu langatmig und irgendwie ... Es gefiel mir nicht sonderlich, deswegen hatte ich den zweiten Teil ungelesen im Regal stehen lassen. Nun sind wir umgezogen und ich habe meine Regal neu geordent und eingeräumt und da nahm ich Das Erbe des Vampirs in die Hand und dachte mir, ich probier es noch einmal. Gut, dass ich es doch gelesen habe, denn das Buch ist hervorragend. Ich habe es verschlungen, auch wenn die ersten knapp 100 Seiten ziemlich starker Tobak sind. Wer auf viel Blut und Eingeweide nicht gut klarkommt, für den ist dieses Buch nichts. Es ist stellenweise schon sehr blutig und brutal. Ganz so viel Zerstückeln und Aufschneiden hätte es für mich auch nicht sein müssen, aber nach dem ganzen "Weichspüler-Grusel-Gesichten" war das eine wunderbare Abwechslung. Endlich wieder Vampire, die verführen, Blut trinken und nicht in der Sonne glitzern. Das Erbe des Vampirs ist allerdings mehr als nur ein Vampirroman, es ist ... Wem das Buch nicht gefällt, der könnte sagen, es ist eine Anhäufung von Plagiaten. Mir gefällt es und deswegen finde ich genial, was Tom Holland mit dem Buch geschaffen hat. Uns begegnen nämlich nicht einfach nur Vampire, sondern Götter, Dämonen, Menschen der Literaturgeschichte und fiktve Personen. Der Protagonist Jack Eliot ähnelt von seinem Charakter und seinen geistigen Fähigkeiten sehr Sherlock Holmes. Allerdings ist er von Beruf Arzt, was ihn nicht daran hindert, einen Dedektivfall zu übernehmen. Die Frau eines Freundes schreibt Jack an und bittet ihn um Hilfe, da ihr Mann seit Tagen verschwunden ist. Sie befürchte das Schlimmste, denn ihr wurde eine anonyme Botschaft zugestellt, dass ihr Mann ermordet worden sei. Jack begibt sich zusammen mit Bram Stoker, der ein bisschen die Rolle von Watson übernimmt, auf eine gefährliche Suche quer durch London. Gefährlich wird die Suche vor allem, da sich Jack keinem menschlichen Gegner gegenüber sieht, sondern einer Göttin und ihrer blutdurstigen Anhängerschaft. Das ist im Grunde die Hauptstory, auch wenn der erste Teil des Buchs in Indien spielt. Die Geschehnisse in Indien, bei denen Jack auch mit von der Partie ist, dienen als Einführung der Personen und geben uns kleine Puzzelteil an die Hand, die uns, richtig gedeutet, an den passenen Stellen der Lösung des Geheimnisses ein gutes Stück näher bringen. Das Besondere des Buchs ist sein Aufbau, den man bereits von Bram Stokers Dracula kennt. Es besteht aus Briefen, Berichten und Tagebucheinträgen. Diese wurden gesammelt und bei einem Rechtsanwalt hinterlegt, so dass jeder, der ernsthaft Probleme mit Vampiren bekommen sollte, Zugriff auf das Material haben kann und hoffentlich so, sein und das Leben seiner Liebsten retten kann. Religion trifft auf Geschichte und Literatur, dieses Buch ist ein Treffen vieler Personen und Sachverhalte, mit denen ich mich selber auseinandergesetzt habe, was sicher auch ein Punkt ist, warum ich dieses Buch so mag. Tom Holland webt mit geschichtlichen und religiösen Fakten eine unheimliche, logische und fantastische Geschichte. Dieser Mann ist belesen und hat Mühe und Arbeit in sein Buch gesteckt, das merkt man und gerade das machte es zu einem besonders guten Buch. Ich persönlich finde nämlich, dass das bei vielen Büchern in der letzten Zeit leider zu kurz kommt. Was brauche ich Hintergrundwissen, wenn ich eine Fantasy-Geschichte schreibe? Die Frage ist berechtigt und man braucht es sicher nicht. Ich persönlich mag die Vermischung von Fakten und Fiktion. Es ist die Art, wie auch ich meine Bücher schreibe. Ich recherchiere, lasse Andeutungen mit in meine Bücher einfließen, vermische Fakten mit Fiktion. Bei jedem Buch, das ich schreibe lerne ich noch eine Menge dazu und freue mich dieses Wissen an den Leser weiterzugeben. Leider gibt es die Bücher von Tom Holland nicht mehr im regulären Buchhandel, aber bei Amazon, ebay und Co. bekommt man gebrauchte für kleines Geld. Ich selbst bin gerade auf der Suche nach dem dritten Teil.

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  • Rezension zu "Das Erbe des Vampirs" von Tom Holland

    Das Erbe des Vampirs
    TheSaint

    TheSaint

    24. July 2009 um 11:04

    Ein wunderbarer Page-Turner! Spannend und intelligent bis zum Schluß. Toller Schreibstil und gekonntes verweben von Tatsachen, Fakten und Fiktion der Charaktere von Bram Stoker, Lord Byron, Oscar Wilde und Dr. Polidori wie auch von Jack the Ripper. Sehr lesenswert!