Tom Holland Dynastie

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Dynastie“ von Tom Holland

Lebendig, spannend und dramatisch wie in einem Historienroman erzählt Tom Holland das Leben und Wirken der ersten römischen Kaiser. Ein großartiges und packendes Porträt der julisch-claudischen Dynastie, die die römische Welt grundlegend verwandelte. Aufstieg und Niedergang eines römischen Kaiserhauses: Blutige Hofintrigen, die große Politik, atemberaubende Bauprojekte, die großen Eroberungszüge, nächtelange Orgien und exotische Gladiatorenkämpfe – das ist die Bühne, auf der Kaiser agieren, ihre Macht etablieren und das Imperium nach dem Zusammenbruch der Republik neu ordnen. Glänzend entlarvt der Autor zugleich manche Klischees von dekadenten römischen Herrschern und weiß doch das »Menschlich-Allzumenschliche« der politischen Akteure meisterhaft in Szene zu setzen: Tiberius, der große Feldherr, der sich verbittert auf Capri zurückzog, berüchtigt für seine perversen Neigungen, Caligula, ein Meister der Grausamkeit und Provokation, der sein Pferd zum Konsul machte, Nero, der sich als Künstler sah, einen Eunuchen heiratete und einen gigantischen Palast im Zentrum Roms bauen ließ. Wie nie zuvor ist dieses Kapitel der Weltgeschichte zu einer atemberaubenden Erzählung verdichtet worden.

Stöbern in Sachbuch

Die Stadt des Affengottes

Modernes Indiana Jones in Buchform. Klasse!

RoteFee

Was das Herz begehrt

Ein anspruchsvolles Buch, bei dem sich alles um unser wichtigstes Organ dreht. Umfassend, verständlich und humorvoll.

MelaKafer

Wir hätten gewarnt sein können

Zusammenstellung bisheriger Aussagen Trumps.

kvel

Der Egochrist

ein zeitgemäßes Werk voller Authentizität, Introspektion und Kritik

slm

Nur wenn du allein kommst

Sehr lesenswerter Bericht, der informiert, nachdenklich macht und um gegenseitiges Verständnis wirbt.

Igelmanu66

It's Market Day

Ein gelungenes Kochbuch mit tollen Rezepten und eine Reise zu den angesagtesten Märkten Europas

isabellepf

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Wie immer sehr fließend zu lesen, aber fast „übererzählt“

    Dynastie
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    12. December 2016 um 14:00

    Wie immer sehr fließend zu lesen, aber fast „übererzählt“„Caeser“ war zunächst Familienname, Julius Caesar, der adoptierte Gaius Julius Octavian „Caesar“, dann Ehrenname und Titel fast zugleich bis zum „Kaiser“ der folgenden Jahrhunderte an vielen Orten der Welt. Ebenfalls der Titel „Zar“ geht auf diese Entwicklung in Rom der frühen Zeit um das Jahr Null herum zurück.Tom Holland hat sich in seinem neuesten Werk des „Kerns“ der „Caesaren“ angenommen. Nicht die endlose Linie jener, die im Lauf der Jahrhunderte durch Geburt, Intrigen, Putsch oder andere Ereignisse zu Herrschern Roms wurden, sondern des „engeren Kreises“, der auf Julius Caesar in direkter Linie der nächsten Zeit folgten (bis etwa 70 n.C.)..Augustus, Tiberius, Caligula, Claudius, Nero. Klingende Namen, die zum einen für Macht und Sicherung des Reiches (Augustus), für erfolgreiche Verteidigung der Grenzen (Tiberius), für Intrigen und Härte (Caligula), für (fast) die „Vernichtung Roms“ (Nero) standen, oder füür „einen Trottel“ (Claudius). Namen, mit denen sich unzählige Geschichten von Macht, Intrigen, Grausamkeit, ausgeprägter Dekadenz und vielem mehr verbinden, die bis in die Gegenwart medial und in literarischer Form nichts von ihrer Anziehungskraft als „besondere Gestalten der Geschichte“ (in jedweder Hinsicht) verloren haben.Wenn nun aber Kapitel im Buch mit „Der Showdown“ oder „Mamma Mia“ überschrieben sind, wenn Tom Holland Geschichten über Geschichten aus den Zeiten zwischen 44 v.C. und 66 n.C. Aneinander reiht, dann kann die (sich im Verlauf der Lektüre bestätigende) Ahnung beim Leser entstehen, dass hier die Dinge mit einem Augenzwinkern oder, negativ ausgedrückt, mit einem Hang zur „Lockerheit um jeden Preis“, von Holland vorgegangen wird.Was nichts daran ändert, dass Holland (wie immer) gut vorbereitet in seine Darstellung einer konkreten Zeit in der und konkreten Personen der Geschichte geht. Das in den letzten Werken sichtbare und begeisternde Talent, historische Ereignisse und das Portrait historischer Persönlichkeiten sehr populär, teils fast in Romanform zu erzählen, treibt Holland in diesem Werk nun noch einmal auf die Spitze und, hier und da zumindest, leider sichtbar darüber hinaus.„Neros größte Liebe war ein Knabe. Nichts war flüchtiger als Schönheit dieser Art. Wie die Blüten im Frühling bot sie ein Ergötzen, das umso süßer war, weil es so schnell verging“.Und nein, hier wird nicht in poetischen Reimen von Neros „größter Liebe“ erzählt (nur nebenbei), sondern vom Machtverlust und Ende des Caesaren, der für Wahnsinn und Grausamkeit, für ein intrigantes Familienleben und für „selbsternannte Kunst“ steht.Damit aber die Stabilität Roms, die von seinen direkten Vorgängern bereits aufgeweicht worden war, im Kern in Frage zu stellen drohte.Sicherlich gelingt es Holland immer wieder, die Kurve zu nehmen und in eher sachlichem Ton von den „gallischen Problemen“ Neros zu erzählen, von Galba, der sich offen von ihm abwandte. Was eine ganz menschliche, körperliche Ohnmacht bei Nero auslöste. Und dennoch in gerader Linie in sein Verderben führte.Es sind auch diese kleinen Begebenheiten, wie ein Caesar von seiner Kinderfrau getröstet wurde, die Hollands Darstellung anregend gestalten, auch wenn sprachlich an nicht wenigen Stellen die „Poesie“ deutlich strapaziert und das „legere Erzählen“ überzogen wird.„Augustus selbst hatte das auf die harte Tour lernen müssen“. Solche und viele andere, umgangssprachliche Wendungen stören im Gesamten eher den Lesefluss der ja durchaus seriösen Inhalte des Werkes, als dass sie die Lektüre erleichtern würden. Und ja, Augustus ist die historisch größte Gestalt der Caesaren, aber ihn „The Godfather“ zu nennen geht doch eher in Richtung einer Satire oder eines zumindest sehr gezwungenen Vergleiches zu Filmen der Gegenwart und eines „Paten der Mafia“.Alles in allem, dennoch, wie immer informativ, akribisch und kurzweilig in den „Geschichten“ um das „wahre Leben“ der Caesaren, aber im Ton zu larmoyant und zu sehr auf Wirkung aus. Einige Längen kommen hinzu (nicht jede Begebenheit oder Anekdote nutzt dem Erzählfaden und Tempo des Werkes), so dass „Dynastie“ zwar ein „erkennbarer Holland“ ist, in weiten Teilen verständlich und anregend zu lesen, aber in dieser Form nicht das Niveau der vorhergehenden Bücher Hollands hält.Wer über die „Kerngeschichte der Caesaren Roms“ sich über das allgemein bekannte hinaus informieren will und wer sich am Ton nicht stört, der findet hier eine Breite Darstellung, die häufig anders daherkommt, als man es von historischen, auch populärhistorischen Werken gewohnt ist.

    Mehr