Tom Holland Millennium

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Inhaltsangabe zu „Millennium“ von Tom Holland

Mit »Millenium« schließt Tom Holland an seinen weltweiten Erfolg »Persisches Feuer« an. Anno Domini 900: Von drei Himmelsrichtungen durch unerbittliche Feinde bedrängt, während in der vierten Richtung nur der Ozean lag, schien es, dass der christlichen Bevölkerung keinerlei Spielraum mehr blieb. Und im Schatten des Jahrtausendwechsels befürchteten viele, dass der Antichrist erscheinen würde, um die Welt in Blut zu ertränken und ihr Ende anzukünden. Doch das Christentum brach nicht zusammen. Vielmehr wurde in den Erschütterungen jener furchtbaren Zeiten eine neue Zivilisation geschmiedet. In weit ausholendem epischem Zugriff, der uns von der Kreuzigung Christi zum Ersten Kreuzzug mitnimmt, vom Prunk Konstantinopels zu den trostlosen Küsten Kanadas, ist »Millennium« die brillante Darstellung einer schicksalsträchtigen Revolution: dem Auftauchen Westeuropas als einer unterscheidbaren, expansionistischen Macht.

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  • Rezension zu "Millennium" von Tom Holland

    Millennium
    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    18. November 2009 um 09:56

    An zwei markanten Aspekten macht Tom Holland in seinem populärwissenschaftlichen Geschichtsepos „Millenium“ die Geburt Europas und den Beginn des Hochmittelalters fest, Zum einem ist es die zur ersten Jahrtausendwende erwartete Apokalypse, als das Christentum von allen Himmelsrichtungen eingekesselt schien und unerbittliche Feinde, heidnische Raufbolde, Räuberhäuptlinge und der blutrünstige Antichrist einzufallen drohten Und zum anderen der legendäre Gang nach Canossa im Jahre 1077, als Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor sich einen historischen Showdown lieferten. Das Christentum überwand jedoch die lähmenden Ängste vor dem Ende der Welt und die Expansionslüste der Herrschenden gingen mit den „abgesegneten“ Kreuzzügen der Christianisierung einher. Denn Religion war in erster Linie ein beliebtes politisches Machtinstrument und damit schritt das zweite Jahrtausend voran mit Kriegen, Intrigen, Schlachten und Überfällen. So findet der Leser hier fast alles an wichtigen Ereignissen und Persönlichkeiten wieder: die fränkischen und sächsischen Könige, Kaiser, die Päpste, die Wikinger und Normannen und viele mehr. Das Spektrum der Ereignisse reicht von Vinland, der wikingischen Entdeckung in Amerika über die Ausbreitung des russischen Reiches, vom christlichen Byzanz und dem islamischen Andalusien bis hin zum englischen Königreich. Tom Holland schreibt flüssig, spannend und gut verständlich vom Beginn des Milleniums, „den Grundfesten des europäischen Abendlandes“ und deren Verbreitung. „Millenium“ ist außerordentlich gut recherchiert und durch entsprechende Literaturangaben, Verweise und Zitate belegt. Natürlich hat der Autor, der kein ausgewiesener Mediävist ist, keinen Anspruch auf ein Geschichtswerk der Superlative, das lückenlos alle wichtigen Komponenten beinhaltet, sondern er erlaubt sich auch mal die Leerstellen der Geschichtsschreibung, welche die Überlieferungen offen gelassen hatten, mit fiktionalen Mitteln zu füllen. Und genau darin steckt die Stärke und wahre Leidenschaft des Autors. Mit viel Ironie und Sinn für die psychischen Abgründe seiner ausgewählten Persönlichkeiten (Fürsten, Bischöfe, Päpste und Könige) erzählt er informativ und spannend von deren Machthunger, ihrer Gier nach Ruhm und verdichtet die Geschichten um die geschilderten Charaktere anschaulich und kurzweilig zu einem hochinteressanten und gut lesbaren Geschichtsepos. Natürlich werden manche Fachleute und Experten die Nase rümpfen, doch für solche ist dieses Buch auch nicht gedacht. Tom Holland versteht es, Geschichte und Geschichten spannend zu erzählen. Er mag keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse präsentieren, aber wer so wie ich im Geschichtsunterricht nicht richtig aufgepasst hat, dem kann ich keinen besseren Einstieg in diese Thematik empfehlen. So eine lebendige, faszinierende und spannende Geschichtsschreibung, die auch noch von der ersten bis zur letzten Seite Lesegenuss verschafft, findet man nicht alle Tage.

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