Tom Kahn

 2.9 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Das Tibetprojekt.

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Das Tibetprojekt

Das Tibetprojekt

 (11)
Erschienen am 27.01.2009

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ban-aislingeachs avatar

Rezension zu "Das Tibetprojekt" von Tom Kahn

uralte Geheimnisse
ban-aislingeachvor 2 Jahren

Der Thriller „das Tibetprojekt“ wurde von dem Schriftsteller Tom Khan geschrieben und ist 2009 im dtv Verlag erschienen. Das Buch umfasst 412 Seiten und ist in der dritten Person Singular geschrieben.

Ein Wissenschaftler, der inzwischen Rentner ist, wird in Tibet ermordet und malt mit seinem letzten Atemzug mit seinem Blut ein Hakenkreuz auf seine Uhr. Als die Chinesen dies entdecken, schalten sie sofort die deutsche Botschaft ein. Im Ärmel haben sie auch sofort eine Idee wer den Deutschen helfen soll dieses Rätsel zu lösen. Der Rätsellöser ist der deutsche Historiker Dr. Decker, welcher mit seinen Ideen und Gedanken als der Alptraum des kulturellen Establishments gilt. Erst einmal will dieser absagen, aber dann lockt ihn die schöne Chinesin Li Mai nach China. Dort erfährt er unter anderem das die Nazis einst den Ursprung der arischen Rasse in Tibet suchten.

Dr. Decker ist kein Mensch mit dem man gut Kirschen essen kann, aber ich mochte ihn dennoch vom ersten Augenblick an. Er ist ein sehr unkonventioneller Mann, der seinen Ruf als Paradiesvogel mag und dies unter anderem mit seinem zu großen Auto, dass in einer hässlichen Farbe lackiert ist, zeigt. Zudem eckt er gerne an und nimmt kein Blatt vor dem Mund. Viel eher kann man über ihn sagen, dass er sagt was er denkt und es ihm dabei völlig egal ist wen er erschreckt. Der Professor ist sehr intelligent, besitzt eine gute Kombinationsgabe und behält in den wichtigen Momenten die Nerven. Doch seine Schwäche für die schöne Chinesin hat ihn eine Falle gelockt, deren Ausmaß er erst am Ende ganz verstehen wird. Seinen Gesprächen habe ich gerne gelauscht und liebend gern würde ich mich mit ihm mal auf einen Kaffee treffen um seine unkonventionellen Denkansätze, welche ich sehr faszinierend finde, zu diskutieren.

Li Mai ist eine wunderschöne asiatische Frau, welche die Blicke der Männer auf sich zieht. Dabei kann die Frau knallhart sein und scheinbar tut sie alles was sie tut aus Liebe zu China. Außerdem wurde sie in asiatischen Kampfsportarten ausgebildet, so dass ihr Aussehen einen leicht täuschen kann. Sie ist eine sehr interessante Person mit einigen Geheimnissen.

Auch die Nebencharaktere fand ich gut gewählt. Da ist unter anderem Deckers junger Freund Patrick, welcher ein begeisterter Buddhist wird, wie auch andere Leute die Dr. Decker manchmal freiwillig, manchmal unter Druck helfen die Wahrheit zu erkennen. Die buddhistischen Mönche die so ganz anders sind als man denkt, fand ich genauso faszinierend und abschreckend wie ein paar Mitarbeiter der deutschen Botschaft. All diese Charaktere zusammen machen für mich den perfekten Mix aus.

Die Landschaft von China und Tibet wird wunderbar beschrieben, wie auch der Gang durch eine chinesische Stadt. Ich hatte das Gefühl als ob ich Dr. Decker bei dem Ausflug begleiten würde. Im Laufe des Buches besucht man einige Orte, aber alle davon sind wichtig und in an jedem hat man genug Zeit sich diesen gut vorzustellen bis es weitergeht.

Der Schriftsteller hat einen wunderbaren Schreibstil, welcher sich flüssig lesen lässt. Das Buch ist in der dritten Person Singular und hauptsächlich aus Deckers Sicht geschrieben. Es hat mir jedoch sehr gefallen, dass auch die anderen Charaktere zu Wort kamen, so dass man für diese ein besseres Verständnis entwickeln konnte. Die Geschichte hat mich langsam angezogen und dann bin ich in dieser versunken. Es wurde immer spannender und es sind immer mehr Fragen aufgetaucht, auf welche ich dringend eine Antwort hören wollte. Es war fast so als ob man nur langsam die fehlenden Puzzlestücke ergattern konnte und so nur langsam das Gesamtbild sehen konnte. Mein Bild vom Buddhismus hat sich durch das Buch verändert, inzwischen bin ich skeptischer. Von daher hätte ich mir ein Nachwort gewünscht indem erläutert wird was nun Fiktion ist und was nicht. Da die Geschichte jedoch auch so sehr interessant war, ziehe ich dem Buch deshalb keinen Stern ab.

Das Buch empfehle ich sehr gerne weiter. Es eignet sich vor allem für Leser von Abenteuerromanen, welchen es nichts ausmacht den Buddhismus aus anderen Sicht zu erleben.

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heberschs avatar

Rezension zu "Das Tibetprojekt" von Tom Kahn

Rezension zu "Das Tibetprojekt" von Tom Kahn
heberschvor 6 Jahren

Plattheiten, Vorurteile und pseudowissenschaftliches Gelaber sollen hier eine spannende Geschichte entstehen lassen, was m.E. aber total misslingt. Selten so gelangweilt und geärgert. Allenfalls die Änderung von üblichen Stereotypen (böse Chinesen vs. gute Tibeter) weckt -zumindest zu Beginn- das Interesse. Für mich der Flop des Jahres.

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nachtfalters avatar

Rezension zu "Das Tibetprojekt" von Tom Kahn

Rezension zu "Das Tibetprojekt" von Tom Kahn
nachtfaltervor 9 Jahren

Was ist hängen geblieben nach dieser Lektüre?
- Die Tibeter sind ein blutrünstiges und mordlüsternes Volk!
- Ich frage mich, wieso Tibet von den Chinesen besetzt ist und nicht umgekehrt!
- Unter dem Potala-Palast befindet sich der Eingang zur Hölle und der Satan haust dort höchstpersönlich!
- Der Dalai Lama lebt nur deshalb "keusch", weil die katholische Kirche ihre Finger im Spiel hatte.
- Jesus ist nicht gestorben, sondern hat seine "Restjahre" in Kaschmir verbracht. (Bei Dan Brown ist er ja nach Frankreich ausgewandert. Wessen Theorie ist die "Bessere"?)
- Der Nazischatz ist bei den Chinesen gelandet.
- Der Buddhismus will die Weltherrschaft.
- Irgendwo lauert die Reinkarnation des Männchens mit dem Oberlippenbart auf "seine Zeit" bzw. das "vierte Reich".

Ne danke!

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