Tom Kummer Nina & Tom

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Inhaltsangabe zu „Nina & Tom“ von Tom Kummer

Tom liebt Nina. Nina liebt Tom. Sie hat nur noch wenige Tage zu leben. Die größte Liebesgeschichte seit Love Story. So jemanden wie Nina hat Tom noch nie gesehen: Sie sieht aus wie ein Knabe und hat diesen Gangsterblick, der keine Schwächen zulässt. Er selbst bastelt Feuerbomben und inszeniert Geschichten, die wie die Wahrheit klingen. In Barcelona lernen sie sich kennen, in Berlin experimentieren sie mit Sex, Pop und Drogen, und in L. A. gründen sie eine Familie. Nina & Tom sind das ungleiche Paar, das nur die Extreme kennt. Doch nun, nach dreißig gemeinsamen Jahren, ist Nina krank. Sie wird sterben. Und niemand kann sie davon abhalten, ihre letzten Tage in Freiheit zu verbringen. Ein Buch, wie es nur das Leben schreiben kann. “’Wir sind Engel der Hölle’, sage ich zu Nina, als wir in der Lufthansa-Maschine die Anden überqueren. Sie legt ihren Arm über meine Schulter. Ich lege meine Finger auf ihre Wange und streiche hinunter bis zum Kinn. Ich sehe, wie ihre Lippen zittern: ‘Tom’, sagt sie, ‘wie wollen wir jetzt weiterleben?’” Tom Kummer, der »Bad Boy« des deutschen Journalismus, hat der Frau ein Denkmal gesetzt, von der ihn nur der Tod scheiden konnte: ein durch und durch erschütterndes Buch.

Jenseits von sexueller Härte und sprachlichen Barrieren liest sich Toms Bewunderung für Nina eigentlich ganz schön.

— fluffywordsblog
fluffywordsblog

Ein Buch, das schonungslos über eine einzigartige Liebe und das Sterben erzählt.

— niknak
niknak

Ein Buch, dass polarisiert...

— romi89
romi89

Eine sehr eigenwillige Art mit dem Tod umzugehen.

— Leuchtturmwaerterin
Leuchtturmwaerterin

Ungewohnt, aber schön. Herzzerreissend gar.

— PaulaAbigail
PaulaAbigail

Eine Geschichte über die Liebe welche ganz anders als normal ist

— marpije
marpije

Sehr bewegende und emotionale Geschichte

— Vampir989
Vampir989

Eines der bewegensten Bücher des Jahres. Aber leider auch diesmal mit Plagiat-Skandal.

— ClaraOswald
ClaraOswald

Die Geschichte um Nina & Tom hat mich teilweise berührt und auch verstört.

— Arietta
Arietta

Schonungslos, ehrlich, schockierend. Nicht für jedermann, aber ich fands toll!

— Bibliomania
Bibliomania

Stöbern in Romane

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  • Agressionen, Sex, Drogen und Gewalt - ein ungewöhnliche und sehr starke Liebe

    Nina & Tom
    lesebiene27

    lesebiene27

    15. September 2017 um 00:15

    Inhalt: Nina und Tom sind ein extremes Paar. In Barcelona lernen sie sich kennen, leben zusammen in Berlin und gründen in L.A. eine Familie. Und dennoch sind sie kein alltägliches Paar. Die beiden leben von Gewalt gegen sich selbst, gegen den anderen und gegen die ganze Welt. Und plötzlich ist Nina krank und nichts ist wie es einmal war. Tom erzählt in Rückblicken von ihrer gemeinsamen Vergangenheit und zeigt dem Leser, wieso ihre Liebe so besonders ist. Meine Meinung: Sehr interessant fand ich es, dass der Autor mit diesem Werk ein Buch schreibt, das autobiografisch wirkt. Dennoch ist bis zum Schluss nicht klar, ob dies lediglich ein Stilmittel ist oder ob der Autor tatsächlich über sein Leben schreibt. Jedenfalls schreibt er von einer Person namens Tom, die sich in Nina verliebt. Er arbeitet wie der Autor auch selbst als Journalist diverser Zeitungen und fällt vor allem durch seine ausgedachten Interviews mit bekannten Persönlichkeiten auf. Hier scheint es, als ob der Autor (der ja selber vor ein paar Jahren wegen genau dieser Art zu schreiben in der Kritik stand) sich selbst ein wenig auf die Schippe nimmt. Im Folgenden will ich aber nicht weiter auf diesen Aspekt eingehen und das Buch vor allem als Geschichte betrachten. Vorweg hatte ich gelesen, dass es provozieren soll. Dies tut es auch in gewisser Weise, wenn der Autor wieder und wieder von der Brutalität der Liebe zwischen Tom und Nina schreibt. Nicht nur Worte, sondern auch Taten wirken hier sehr verletzend und stark an der Grenze zwischen extremer Liebe und Misshandlungen und Vergewaltigungen. Dies kann ein Buch in manchen Momenten interessant machen – ich fand es leider zu viel des Guten. Es konnten keine zehn Seiten vergehen, wo nicht irgendwo Sex stattfand, Drogen konsumiert oder Partys veranstaltet wurden. Darunter hat dann leider auch der Sprachstil gelitten, der überwiegend sehr vulgär ausfällt. Gut gefallen hat mir dagegen die Eindrücklichkeit von Ninas Krankheit. Diese wurde wunderbar ehrlich und schonungslos dargestellt, was mich traurig gemacht hat. Die Figuren Nina und Tom waren mir leider sehr schnell unsympathisch. Beide sind ziemlich egoistisch und leben auf den eigenen Vorteil bedacht und dennoch einander sehr unterwürfig. Die Liebe zwischen den beiden ist zwar sehr intensiv, ich fand sie aber vor allem krass. Fazit: Mich konnte dieses provokante Buch von Tom Kummer mit dem Titel „Nina & Tom“ leider nicht überzeugen. Ich habe mich beim Lesen gequält dabei zu bleiben. Ich kann mir vorstellen, dass man das Buch an dieser Stelle entweder total toll findet oder es nicht leiden kann. Ich zähle mich zu letzteren. Von mir gibt es daher lediglich 2 Punkte.

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  • Tom Kummers „Nina & Tom“ – ein Grenzgang zwischen Kunst & Alltag

    Nina & Tom
    fluffywordsblog

    fluffywordsblog

    22. May 2017 um 18:51

    Eine Kunststudentenparty in Neukölln. Ein Pärchen betritt fernab von jedem Fußballevent in Deutschlandtrikots, mit Billigdosenbier in den Händen und Brustbeuteln um den Hals die im genau richtigen Maße abgeranzte Wohnung. Der Mittelpunkt gehört ihnen. Sie haben einen Tag des offensiven Grölens in Berlin-Mitte hinter sich und verraten mir, dass sie morgen vielleicht 90er-Technofans mit Igelfrisuren oder Metalheads sein werden. Eine Performance, ein Leben als Kunstform. Ähm, und wer seid ihr wirklich? Nina und Tom? Nina liebt Tom. Tom liebt Nina. Nina schlägt Tom. Tom schlägt Nina. Irgendwo zwischen Romantik, Genie und Wahnsinn spielt sich die Liebes- und gemeinsame Lebensgeschichte der beiden Figuren ab, die ihre Namen von Autor Tom Kummer und seiner inzwischen verstorbenen Frau Nina entliehen haben. Zu dieser sehr grundlegenden Plotinformation fehlt noch der Stempel „Roman“, das präsentische Erzählen und die einfache, mit Vorliebe derbe und parataktische Sprache, um Nina & Tom neben Joachim Bessing und Lottmann oder Benjamin von Stuckrad-Barre  zwischen Popliteraten und Autofiktionshelden ins heimische Bücherregal einzusortieren. Tom Kummer treibt das Spielchen nur noch ein kleines bisschen weiter, denn nicht einmal mehr seine Figuren sind sich sicher, dass sie die sind, die sie vorgeben zu sein. „Wir sind zu abstrakten Zeichen geworden, alles fühlt sich künstlich an. Wir sind wie erfunden.“ Vielleicht offenbart uns Kummer aber an dieser Stelle auch nur, was für eine Macht er selbst über seinen Text, seine fiktionalisierte Autobiographie hat. Er konstruiert, kombiniert und selektiert, so wie es sich für einen Borderline-Journalisten, als der er sich keinen guten, aber immerhin einen Namen gemacht hat, gehört. „Ich inszeniere Geschichten, die wie Wahrheit klingen“, sagt die Tom-Figur übereinstimmend mit Autor Kummer. Diese Geschichte lässt Nina dahinsiechend Windeln und Reizwäsche tragen, vielerlei Substanzen konsumieren und schließlich sterben. Tom ist in ihrem Bann, macht alles mit. Dramatisch soll es sein, wenn Tom nach der Vagina seiner halb toten Frau lechzt, schockierend, wenn das Paar sich gegenseitig würgt und dabei sexuelle Höchstleistungen vollbringt. Schön ist das, vor allem sprachlich, nicht. Aber vielleicht erquickt auch den einen oder anderen Leser ein „ich erkenne schönes, glattes Frauenfleisch“ oder ein „mein Schwanz steht im spitzen Winkel hoch“. Zum Glück hat Tom zumindest einen Nachnamen, der ihn zu einer traurig lächelnden Wortkreation wie dem Kummer-Bett, dem Ort, an dem Nina ihre letzten Stunden zubringt, führt. Ohne an dieser Stelle in die Plagiatsdebatte um Kummer einstimmen zu wollen, wirkt doch jeder zweite Abschnitt ein kleines bisschen zu bekannt. Die Morgensonne spiegelt sich in Fensterfronten, die Freeways von L.A. versprechen Freiheit und die Menschen von Beverly Hills sehen entweder nach Pornostars aus oder sind verdrogte Gangmitglieder, auch gern beides. Weil diese Collage aber so schön gepuzzelt ist, dass sie im Ganzen tatsächlich etwas Neues, einen Roman ergibt, lässt sich Kummer hier eher lobpreisen als verteufeln. Das gekonnte Sampling führt Lesende geistig noch einmal durch lange zurückliegende Lektüren und erinnert daran, dass nahezu alles schon einmal gedacht oder geschrieben wurde. Vielleicht nutzt ein Christian Kracht nur weniger verbreitete Inspirationsquellen. Wenn all dies verständlicherweise eher abschreckt als einlädt, sei als lektüreanregendes Argument zuletzt noch Nina selbst angebracht. Sie wird von Erzähler-Tom mehrere Jahrzehnte lang geliebt, aber nie richtig verstanden. Wie auch die beiden Neuköllner Vollzeitperformer, die ich auf der Kunststudentenparty traf, könnte sie schon morgen aussehen wie eine Altonaer Yogamama, nachdem sie gerade eine Woche als Lederdomina oder Tomboy zu erleben war. Jenseits von sexueller Härte und sprachlichen Barrieren liest sich die Bewunderung für dieses menschliche Wesen eigentlich ganz schön.

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  • Toms Liebe zu Nina

    Nina & Tom
    niknak

    niknak

    09. May 2017 um 22:14

    Inhalt: Tom und Nina lernen sich in Barcelona kennen und beginnen eine Beziehung miteinander. Sie experimentieren mit Alkohol, Sex und Drogen. Es gibt keine Extreme, die sie auslassen, auch nicht in ihrer zweiten heimat Berlin. Erst als beide nach L.A. ziehen, beginnen sie ein ruhigeres Leben und gründen eine Familie. Doch dann wird Nina krank und keiner kann ihr mehr helfen. Das Buch beschreibt auch noch ihre letzten Tage, die sie in Freiheit verbringen will.Mein Kommentar:Der Autor Tom Kummer hat in diesem Buch den Tod seiner Frau Nina verarbeitet und wollte ihr ein Denkmal setzen. Dies ist ihm mit diesem Buch sicher gelungen, da er ihr gemeinsames Leben und auch ihr Sterben sehr offen und ehrlich beschreibt. Der Autor hat einen einfachen Schreibstil und das Buch ließ sich leicht und schnell lesen. Mir hat gefehlt, dass die wörtlichen Reden als solche gekennzeichnet sind. Leider gab es keine ", die diese vom restlichen Text abhoben, wodurch sie teilweise einfach übersehen wurden.Das gesamte Buch ist aus der Sicht von Tom erzählt und enthält zwei verschiedene Erzählstränge. Zum einen werden Ninas letzte Tage erzählt, wie sie im Sterben liegt und wie es ihr und Tom dabei ergeht. Und zum anderen erzählt er ihre Liebesgeschichte ab dem Kennenlernen in Barcelona und ihren weiteren gemeinsamen Lebensweg bis sich beide Erzählstränge dann zum Schluss vereinen. Leider gab es keine Unterscheidungen in welcher Zeit man sich gerade befindet. Dies fand man erst beim Lesen heraus und es war nicht zu Beginn eines Kapitels ersichtlich. Die Erzählungen über Ninas Leiden und Sterben fand ich sehr emotional und genau beschrieben und waren teilweise sehr heftig zum Lesen, da er dabei sehr offen und ehrlich war.Im Gegensatz dazu fand ich die Liebesgeschichte eher oberflächlich. Man erfuhr nicht allzu viel über Nina und Tom und auch ihr Charakter wurde sehr schemenhaft beschrieben. So wurde ich nicht richtig warm mit beiden Personen. Die Geschichte hatte für mich in diesen Phasen zu wenig Tiefe. Trotzdem war ich fasziniert von diesen beiden Personen, die sich zwar lieben und trotzdem immer gegenseitig verletzen und letzendlich voneinander abhängig sind. Dies kam meiner Meinung nach wieder sehr gut rüber.Es ist für mich ein sehr interessantes Buch zum Lesen, welches durch seine Offenheit und Ehrlichkeit sicher polarisiert und nicht jedermanns Sache ist und dennoch den Leser zum Denken anregt, da es so offen über diese Themen spricht, wie sonst kein anderes Buch.Mein Fazit: Ein Buch, das den Leser berührt und nicht so schnell wieder loslässt, da es so offen über das Sterben und eine nicht alltägliche Liebe berichtet.Ganz liebe Grüße,Niknak

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  • Nina & Tom

    Nina & Tom
    Blaustern

    Blaustern

    09. May 2017 um 12:11

    Der bombenbastelnde Meuterer Tom lernt in Barcelona Nina kennen, eine Frau, die ihn sofort mit ihrer selbstbewussten Art in den Bann zieht. Doch sie ist auch ungezähmt, hart, extrem und keine typische Frau. Sie sind auf Drogen, rücksichtsloser Sex bestimmt ihr Leben als sie wieder zurück in Berlin sind. Erst als Nina in Los Angeles schwanger wird, gibt sie den Drogenkonsum auf und bringt zwei Söhne zur Welt. Doch nun ist Nina an Krebs erkrankt und wird schon bald sterben.Tom Kummer erzählt hier seine eigene Geschichte, die richtig verstörend ist, denn es ist die ganze unbeschönigte Wahrheit, die das Leben ihm und seiner Nina zu bieten hatte. Irgendwie ist es auch eine Liebesgeschichte, aber die einer ganz anderen Art, die einen völlig fassungslos dreinblicken lässt. Es ist nur aus Toms Sicht erzählt und dass richtig direkt. Es spielen sich Szenen vor unseren Augen ab, wo man sie lieber schließen möchte. So werden nicht nur die schockierenden Anfangsjahre dargeboten, sondern auch später, als Nina schon todkrank ist und Tom trotzdem nicht von ihr lassen kann. Ihren verzehrten Körper und ihr Leiden ist allgegenwärtig. Trotzdem ist das Buch überwältigend, und man muss immer weiter lesen.

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  • Nina und Tom | Rezension

    Nina & Tom
    vivreavecdeslivres

    vivreavecdeslivres

    01. May 2017 um 20:15

    'Nina und Tom' ist ohne Frage ein aussergewöhnliches Buch.So gnadenlos ehrlich Tom Kummers Worte wirken, so stechend scharf schwarz auf weiss, schmückt das Buch doch nirgends ein Attribut in Richtung 'autobiographisch'. Vielleicht hat dies eine ganz einfache Erklärung - vielleicht bewegt sich Tom Kummer nämlich mal wieder auf einer schmalen Linie, die zwischen Fiktion und Wahrheit. Und wirft damit Fragen auf. Ist gute Fiktion nicht ähnlich wahr wie reine Wahrheit? Er überlässt uns damit auch noch eine weitere Aufgabe. Glauben, was wir glauben. Genau darum geht es im Roman ebenfalls, um das Erwachsen und (Sich-)Bewusstwerden zweier Menschen, welche ihren Platz in der Welt suchen und ihrem eigenen Glauben folgen.Dabei wirken Nina und Tom so tief miteinander verbunden und doch so individuell und eigenständig, wie es nur ein echtes Leben und ein echtes Paar sein können. Wir dürfen sie also auf ihrem wilden Weg begleiten und Kennenlernen und dabei sind die beiden wie Freunde.Denn anders als bei anderen Büchern scheint ihre Dickköpfigkeit und Eigensinnigkeit durch die rein literarische Zeichnung der Charaktere durch. So sind uns Leser_innen die Personen sympathisch oder nicht und abhängig davon gefällt uns das Buch oder nicht - obwohl ich sonst immer stark daf¨r bin, die Sympathie zu den Charakteren vom ganzen Eindruck des Buches zu trennen, wird hier das doch fast exzessiv verlangt. Aber ich kann gar nicht wirklich von Sympathie oder Antipathie sprechen. Denn Nina und Tom, genauso wie das Buch, strahlen auf mich einfach etwas unglaublich Faszinierendes aus. Vor allem ihre Menschlichkeit und die Schwäche in ihren Stärken, die wirklich brilliant scheint.http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2017/04/nina-und-tom-buchgedanken.html

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  • Tom über Nina

    Nina & Tom
    conneling

    conneling

    30. April 2017 um 23:29

    Der Autor Tom Kummer schreibt in diesem Buch über seine Frau Nina, über seine Liebe zu ihr, ihre gemeinsame Liebesgeschichte, wie alles begann und wie es endet.Er hat Nina vor dreißig Jahren in einer Bar in Barcelona kennengelernt, von da an war er fast besessen von ihr, sie war in seinem Kopf. Sie zieht zu ihm nach Berlin und gemeinsam ziehen sie dann nach Los Angeles.Schonungslos, hemmungslos und auch egoistisch gehen sie ihren Weg, Sex, Drogen und Selbstzerstörung sind ihr Alltag.Spöter ziehen sie nach Los Angeles und gründen dort mit zwei Kindern ihre Familie. Nina gibt wegen der Kinder die Drogen auf, doch es gibt kein Happy End - Nina erkrankt an Krebs.Ein Buch, welches mich zuerst durch den Klappentext in seinen Bann gezogen hat, dann allerdings nicht einfach zu lesen war.Ich bin mit den Protagonisten nicht warm geworden, wilde Vergangenheit und sehr egoistisch, Tom kann nicht ohne Nina und sie nutzt ihre Macht über ihn aus. Ein Leben, welches ich nicht nachvollziehen kann und auch nicht verstehe, von allem ein wenig zuviel.Verschiedene Zeitebenen lassen uns miterleben wie sie sich kennenlernen, und wie sich ihr gemeinsames Leben fortan entwickelt.Bei der Schilderung wie Tom Nina pflegt musste ich oft schlucken, schonungslos wird dem Leser erzählt wie sehr sie leidet und Tom trotzdem noch entscheidet was ihr vermeintlich gut tut und hilft.Schockierend offen teilt Tom Kummer seine Erinnerungen mit dem Leser, ich bin allerdings nie richtig warm geworden mit diesem Buch. 

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  • Ein Buch, dass polarisiert...

    Nina & Tom
    romi89

    romi89

    30. April 2017 um 18:02

    "Nina und Tom" von Tom Kummer ist ein Buch, dass - wie der Autor selbst es auch getan hat- polarisiert!Es erzählt ungeschönt, direkt und sehr offen vom Leben und Leiden der beiden Titelfiguren.Der Erzählstil ist anders. Die Satzstrukturen sind sehr kurz und einfach gehalten. Auf Satzzeichen der wörtlichen Rede wird ebenso verzichtet wie auf "politisch korrekte" Formulierungen bzw. "jugendfreien" Umschreibungen des Geschehens.Im Schreibstil findet sich 1: 1 Ninas Charakter wieder. Das finde ich überaus gelungen.Das erste Kapitel hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Der Leser wird sofort mitgenommen - auch hier wieer ohne lange Vorrede und Erklärung - in die Zeit "kurz vor dem Ende".Im weiteren Verlauf des Buches erfährt man durch Rückblenden immer mehr und Genaueres über die Vergangenheit der beiden Protagonisten.Was mich bis heut nicht loslässt, ist das aufopferungsvolle Verhalten Toms, der seine Nina bis zum bitteren Ende beisteht und wie ihm die Erinnerungen an ihre gemeinsamen Erlebnisse die Kraft dazu geben.Mich hat es überzeugt und berührt!Da ist mir auch egal, ob es wahr, Fiktion oder eine Mischung aus beidem ist!Absolut einzigartiges Buch, dass man gelesen haben sollte!

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  • Leserunde zu "Nina & Tom" von Tom Kummer

    Nina & Tom
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Tom liebt Nina.Nina liebt Tom.Sie hat nur noch wenige Tage zu leben.Die größte Liebesgeschichte seit Love Story.So jemanden wie Nina hat Tom noch nie gesehen: Sie sieht aus wie ein Knabe und hat diesen Gangsterblick, der keine Schwächen zulässt. Er selbst bastelt Feuerbomben und inszeniert Geschichten, die wie die Wahrheit klingen. In Barcelona lernen sie sich kennen, in Berlin experimentieren sie mit Sex, Pop und Drogen, und in L. A. gründen sie eine Familie. Nina & Tom sind das ungleiche Paar, das nur die Extreme kennt. Doch nun, nach dreißig gemeinsamen Jahren, ist Nina krank. Sie wird sterben. Und niemand kann sie davon abhalten, ihre letzten Tage in Freiheit zu verbringen. Ein Buch, wie es nur das Leben schreiben kann.“’Wir sind Engel der Hölle’, sage ich zu Nina, als wir in der Lufthansa-Maschine die Anden überqueren. Sie legt ihren Arm über meine Schulter. Ich lege meine Finger auf ihre Wange und streiche hinunter bis zum Kinn. Ich sehe, wie ihre Lippen zittern: ‘Tom’, sagt sie, ‘wie wollen wir jetzt weiterleben?’”Tom Kummer, der »Bad Boy« des deutschen Journalismus, hat der Frau ein Denkmal gesetzt, von der ihn nur der Tod scheiden konnte: ein durch und durch erschütterndes Buch.Zur Leseprobe Über Tom Kummer Tom Kummer, geboren 1961 in Bern, ist ein Schweizer Journalist. Im Jahr 2000 löste er wegen fiktiver Interviews einen Medienskandal aus. Er lebt in Los Angeles und Bern. Er schrieb u.a. Good Morning, Los Angeles. Die tägliche Jagd nach der Wirklichkeit (1996) und den Roman Blow Up (Blumenbar, 2007).Jetzt bewerben!Bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Viele Grüßeeuer Team vom Aufbau Verlag Noch mehr #jungwildblumenbar! Weitere Titel aus dem Blumenbar und dem Aufbau Verlag findet ihr auch auf der Aktionsseite zu #jungwildblumenbar. Schaut doch mal vorbei! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben.

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    • 328
  • Tom Kummer setzt seiner Frau ein Denkmal.

    Nina & Tom
    Leuchtturmwaerterin

    Leuchtturmwaerterin

    18. April 2017 um 19:44

    "Manchmal fühlt es sich an, als würden wir uns das stille Spektakel 'Sterben' wie eine Reality-Show reinziehen."Inhalt:Tom liebt Nina.Nina liebt Tom.Sie hat nur noch wenige Tage zu leben.Die größte Liebesgeschichte seit Love Story.So jemanden wie Nina hat Tom noch nie gesehen: Sie sieht aus wie ein Knabe und hat diesen Gangsterblick, der keine Schwächen zulässt. Er selbst bastelt Feuerbomben und inszeniert Geschichten, die wie die Wahrheit klingen. In Barcelona lernen sie sich kennen, in Berlin experimentieren sie mit Sex, Pop und Drogen, und in L. A. gründen sie eine Familie. Nina & Tom sind das ungleiche Paar, das nur die Extreme kennt. Doch nun, nach dreißig gemeinsamen Jahren, ist Nina krank. Sie wird sterben. Und niemand kann sie davon abhalten, ihre letzten Tage in Freiheit zu verbringen. Ein Buch, wie es nur das Leben schreiben kann.“’Wir sind Engel der Hölle’, sage ich zu Nina, als wir in der Lufthansa-Maschine die Anden überqueren. Sie legt ihren Arm über meine Schulter. Ich lege meine Finger auf ihre Wange und streiche hinunter bis zum Kinn. Ich sehe, wie ihre Lippen zittern: ‘Tom’, sagt sie, ‘wie wollen wir jetzt weiterleben?’”Tom Kummer, der »Bad Boy« des deutschen Journalismus, hat der Frau ein Denkmal gesetzt, von der ihn nur der Tod scheiden konnte: ein durch und durch erschütterndes Buch.Autor:Tom Kummer, geboren 1961 in Bern, ist ein Schweizer Journalist. Im Jahr 2000 löste er wegen fiktiver Interviews einen Medienskandal aus. Er lebt in Los Angeles und Bern. Er schrieb u.a. Good Morning, Los Angeles. Die tägliche Jagd nach der Wirklichkeit (1996) und den Roman Blow Up (Blumenbar, 2007).Meinung:Wie schreibt man am besten über ein Buch, dass man in keine bekannten Schubladen stecken kann? Und wie fällt die Bewertung aus, wenn man 3/4 des Buches nur schwer ertragen kann?Dieses Buch war eine echte Herausforderung für mich. Doch am Ende hat sich alle Mühe gelohnt.Tom Kummer, ein Journalist der besonderen Art, hat seiner Frau Nina ein Denkmal gesetzt. Wenn man beachtet, dass besagter Tom Kummer wegen fiktiver Star-Interviews in der Kritik stand, hat es der Aufbau Verlag mit seinem Label "Blumenbar" wohl ganz richtig gemacht, dem Buch den Stempel "Roman" zu verpassen.Tom erzählt in einer schonungslosen Art und Weise von Ninas Leben und Sterben. Details, die man vom Sterbeprozess vielleicht nicht gewohnt ist. Befremdlich wie stark er sich zu Nina selbst mit Windel sexuell hingezogen fühlt, wie gerne er sie spüren würde. Für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar.Auch das Sterben zum Familienalltag zu machen und die beiden Jungs im Teenageralter im Eltern-/Familienschlafzimmer zu haben, ist eher merkwürdig.Das Kennenlernen und die Beziehung der beiden ist streckenweise von Provokationen nur so gespickt.Es ist oft nicht klar, was beide aneinander finden. Ob es nur der Sex ist, was beide verbindet? Der Sex und die Gier nach Grenzerfahrungen.Es fällt schwer sich auf die Geschichte einzulassen.Schreibstil:Es wirkt fast wie Tagebucheinträge mit Zeitsprüngen. Tom Kummer lässt "seinen Tom" in der ICH-Perspektive erzählen, was die Story nahbarer macht. Der Leser fühlt mehr mit. Allerdings sind manche Momente so seltsam und durch diverse Provokationen seitens Nina wird die zarte Nähe zum Leser zerstört.Ich bin oft an einem Punkt angelangt, wo es mir zu viel wurde und ich das Buch am liebsten weggelegt hätte. Doch die Neugier hat gesiegt.Charaktere:Nina und Tom, um sie dreht sich das Buch. Lange sind beide auf ihre eigene Art extrem unsympathisch. Sie provozieren mit Taten und Aussagen und ecken in der Gesellschaft gerne an. Sie brauchen wohl dieses Aufreiben, auch aneinander.Nina verändert sich, als sie schwanger wird, lässt mehr Gefühle zu und zeigt mehr Menschlichkeit. Bei Tom dauert es etwas länger. Ihn kann man erst im letzten Viertel des Buches so richtig verstehen. Und am Ende hat er mich als Leser tatsächlich überzeugt.Fazit:Was eine Berg-und-Tal-Fahrt. Dieses Buch hat lange gebraucht, um mich zu überzeugen. Ich habe mich oft gefragt, was das alles soll, warum ich so etwas lese, wo es doch bloß um den Ego-Trip zweier Menschen geht.Doch nach und nach hat sich eines zum anderen gefügt und mir ist Tom unglaublich sympathisch geworden.Das letzte Kapitel ist das "echteste" im ganzen Buch und hat mich einfach mitgenommen.Der Tod ist immer da, auch wenn wir ihn nicht sehen wollen. Er begleitet uns ein Leben lang.Ich gebe diesem sehr speziellen Buch 3,5 von 5 Sternen, da es mich am Ende überzeugen konnte.Und wer weiß, vielleicht hat Tom ja auch dieses Mal eine Portion Fiktion mit in die Story gebracht."Wir sind wie erfunden."

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    • 2
  • ÜBER Nina & Tom

    Nina & Tom
    PaulaAbigail

    PaulaAbigail

    13. April 2017 um 09:01

    So jemanden wie Nina hat Tom noch nie gesehen: Sie sieht aus wie ein Knabe und hat diesen Gangsterblick, der keine Schwächen zulässt. Er selbst bastelt Feuerbomben und inszeniert Geschichten, die wie die Wahrheit klingen. In Barcelona lernen sie sich kennen, in Berlin experimentieren sie mit Sex, Pop und Drogen, und in L. A. gründen sie eine Familie. Nina & Tom sind das ungleiche Paar, das nur die Extreme kennt. Doch nun, nach dreißig gemeinsamen Jahren, ist Nina krank. Sie wird sterben. Und niemand kann sie davon abhalten, ihre letzten Tage in Freiheit zu verbringen. Ein Buch, wie es nur das Leben schreiben kann.(Klappentext des Verlags)Zu dem Inhalt will und kann ich gar nicht mehr sagen, denn der Klappentext fasst das alles schon ganz gut zusammen.Gerne möchte ich aber trotzdem noch ein paar Aspekte nennen, die mir interessant erschienen sind oder mich berührt haben."Und darum sind wir jetzt hier. Damit wir uns gegenseitig ein bisschen zerstören können." (S.78)Erzählerisch wechselt Kummer zwischen damals und heute. Angefangen am Sterbebett seiner Frau wird man zurück in die 80er katapultiert. Und immer wieder wechselt es von der Vergangenheit aber auch wieder ins Heute.Das fand ich besonders schön, weil die Beziehung der beiden früher recht derbe war - in sexueller, aber auch in kommunikativer Hinsicht -, er heute aber von seiner Frau und Wegbegleiterin schreibt, von der Mutter seiner Kinder, der Frau, die dreissig Jahre an seiner Seite war. Das Verlangen nach Sex ist noch da, immer wieder kommen auch Stellen, an denen man sich für einen kurzen Moment an den Kopf fassen möchte mit der Frage: Echt jetzt? Nichtsdestotrotz spürt man die Liebe, die drei Jahrzehnte lang zwischen den beiden gedeihen konnte."Unsere Beziehung fühlt sich noch heute an wie damals. Wenn wir hier in unserem Widerstandsnest total durchdrehten und nicht voneinander lassen konnten, war es, als würden auf einmal die Wände und der Boden wanken. Als wären wir auf einem Boot in einen Sturm geraten und hielten uns verzweifelt an irgendwas fest, aneinander fest, um nicht über Bord zu gehen. Um nicht unterzugehen. So war das damals. Und ist es heute noch." (S.88)Im Stil kann man eindeutig das journalistische Schreiben rauslesen; so schien es zumindest mir. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich ihn bereits schon - und ausschliesslich - als Journalisten kannte. Kurze Sätze, relativ schmucklos, klar definierte Aussagen. Eigentlich mag ich ja die poetische Sprache und obwohl diese hier gefehlt hat, hat mich das Buch trotzdem abholen und überzeugen können. Und einige Zitate und Gedanken zu unterschiedlichsten Themen fanden dann doch ihren Weg ins Notizbuch mit den Lieblingszitaten."Wird Nina noch einmal die Kraft finden, dieses Bett zu verlassen? Unser Bett, Symbol für Liebe und Ruhe, für Chaos und Perversion, für Gute-Nacht-Geschichten und stille Angst. Es hat aufgehört, einfach Bett zu sein. Das grosse Schlafzimmer, in dem wir zwei Kinder aufgezogen haben, erscheint mir jetzt in einem Zustand zwischen Sterbezimmer und Glückstempel. Voller Lebensfreude. Und mittendrin der Tod." (S.227)Der grosse Skandal in den frühen 2000er ist unumgänglich und dazu hat Kummer ganz klare Worte: ein Missverständnis. Die müssen doch gewusst haben, was er ihnen da abliefert, was sie drucken, sagt er."Meine Arbeit hat vielleicht wie Journalismus ausgesehen. Aber es war etwas anderes. Ein Missverständnis." (S.239)Was ist es? Ein Bericht, eine Liebesgeschichte, ein Buch über den Tod? Ein klein wenig von allem, obwohl der Schweizer Autor klar betont, dass er kein Buch zur Sterbehilfe schreiben wollte. Und doch ist es das ein bisschen - kein Buch zur Sterbehilfe, aber vielleicht eine Geschichte, die helfen kann, die irgendwie auch versöhnlich ist."So endet unsere Liebesgeschichte.Mein persönlicher Bericht auf Ninas Kosten.Sie wird mich umbringen, wenn sie je davon erfährt." (S.253)Ich war nicht immer begeistert, manchmal habe ich mich gewundert, war teils sogar bisschen verstört. Nina muss eine wahnsinnig interessante Person gewesen sein und nur zu gerne, wäre ich diesem androgynen Wesen - wie Kummer es immer betont - einmal begegnet oder hätte mehr von ihr gesehen als nur das Cover. Denn - und das finde ich ganz schön speziell im positiven Sinne natürlich - auf dem Cover sieht man tatsächlich das Hochzeitsbild der beiden.Eine Hommage an die Liebe, eine die anfangs unmöglich erscheint, allem zum Trotz aber trotzdem funktioniert, sogar später noch als Familie und unter widrigen Umständen.Kein Buch für jedermann, aber von mir wirklich viel Begeisterung für dieses Werk. Einfach, weil es mal was anderes ist.Weil es voller Mut steckt.

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  • Derb, verstörend und bewegend.

    Nina & Tom
    hundeliebhaber

    hundeliebhaber

    10. April 2017 um 22:23

    Tom und Nina lieben sich. Doch Nina hat Krebs im Endstadium und nur noch wenige Tage zu leben. In ihrem gemeinsam eingerichteten Widerstandsnest in Los Angeles pflegt Tom seine Frau und versorgt die beiden Söhne. Das Buch erzählt ausgehend von der gegenwärtigen Situation von ihrem Kennenlernen und dem weiteren Lebenslauf.Tom und Nina lernen sich in den 80ern in Barcelona kennen. Er ist egoistisch und rebellisch, sie provokant, willensstark und dominant.Ihr Leben wird von Drogen und brutalem Sex bestimmt. Jeder nimmt sich auf seine Art, was er will. Nina in körperlicher und Tom vor allem in mentaler Hinsicht. In Kombination mit dem nüchternen, schnörkellosen Schreibstil wirken vor allem die Sexszenen derb, teilweise sogar verstörend. Ninas Sicht auf die Dinge bleibt verborgen, Tom schildert alles. Und dies auf ungefilterte Art. Die Erzählung bleibt zum größten Teil an der Oberfläche. Dies liegt wohl an dem beschriebenen Lebensstil.Doch plötzlich nimmt Nina keine Drogen mehr, wird schwanger und beide richten sich in einer Wohnung in Los Angeles ein. Mit diesem Zeitpunkt intensiviert sich die Beziehung der beiden, der Leser kann einen besseren Zugang finden und eine Persönlichkeitsentwicklung sehen.Mit all dem Wissen aus den gemeinsamen Erlebnissen, den vielen Aufs und Abs ist das gegenwärtige Verhältnis von Tom und Nina, Toms explizit geäußerten sexuellen Begierden nach seiner todkranken Frau nachvollziehbar. Das Buch erzählt eine Liebesgeschichte. Eine Liebesgeschichte, die ungewöhnlich ist, durch Exzesse, Manipulation und brutalen Sex bestimmt ist. Es ist derb, verstörend und zum Schluss wirklich bewegend.

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  • Ehrlich und derb, meins war's nicht

    Nina & Tom
    buchjunkie

    buchjunkie

    06. April 2017 um 18:18

    Nina hat Krebs im Endstadium und wird bald sterben. Tom pflegt sie zu Hause und kümmert sich um die zwei Söhne.Rückblende: 1983 lernen sich Nina und Tom in Barcelona kennen und lieben. Doch Nina ist störrisch ,manchmal zickig und ziellos. Sie will schockieren durch ihre Kleidung und ihr Verhalten. Tom weicht ihr nicht von der Seite. Sex und Drogen spielen eine große Rolle.Sie leben später in Berlin. Tom arbeitet als weltreisender Reporter,Nina stöbert in Trödelläden. Sex und Drogen spielen weiterhin eine große Rolle.Es verschlägt sie nach L.A.  und es scheint ,ausser Sex und Drogen verbindet die beiden nicht viel.Zehn Jahre später haben Nina und Tom zwei Söhne. Doch bald erfährt Nina, dass sie Krebs hat. Sie wird sterben.Wie hat mir dieses Buch gefallen?Den Teil ,als Nina im Sterben liegt und Tom sie pflegt, fand ich berührend und gut erzählt.Aber die Abschnitte aus der Vergangenheit konnten mich nicht richtig begeistern. Irgendwie haben Nina und Tom ständig Sex, der zum Teil echt derb geschildert wird. So genau wollte ich es gar nicht wissen. Zudem fand ich Nina richtig unsympathisch  und unreif. Und immer wieder Drogen! Die zwei lebten auf jedenfall in einer anderen Welt als ich damals! Und dass Tom beim Anblick seiner todkranken ausgemergelten Frau immer noch an Sex mit ihr denkt, fand ich ein wenig unpassend.Der Schreibstil wiederum hat mir gut gefallen. Flott und temporeich wurde die Geschichte erzählt. Man merkt, dass es ein erfahrener Journalist war, der sie geschrieben hat.Das Beste an diesem Buch waren für mich die letzten sechs Kapitel.Tom beschreibt, wie er das Sterben von Nina erlebt und da ist auch viel Gefühl dabei.Mir war das Buch stellenweise zu derb, die ewigen Wiederholungen der Bettgeschichten haben mich genervt und nur der Anfang und das Ende haben für zwei Sternchen  gesorgt.

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    • 8
  • Rezension zu "Nina & Tom" von Tom Kummer

    Nina & Tom
    Rosen-Rot

    Rosen-Rot

    03. April 2017 um 17:29

    Tom und Nina lieben sich seit vielen Jahren. Doch ihre Beziehung war von Anfang an außergewöhnlich. Tom ist egoistisch, Nina ist eine Rebellin, sie nimmt Drogen und macht was sie will. Doch eines Tages wird Nina schwer krank.Das Buch erzählt eine traurige Geschichte. Nina weiß, dass sie sterben wird, und sie muss damit umgehen. Der Schreibstil ist jedoch keineswegs einfühlsam. Der Autor erzählt schonungslos vom Leben der beiden. Es gibt viele harte Sexszenen und es geht um Gewalt und Brutalität. So konnte man als Leser schwer eine Beziehung zu den Charakteren aufbauen.Ich hatte von dem Buch etwas anderes erwartet. Die Erzählung war hart und brutal, manchmal sogar abstoßend.

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  • Lieben und Sterben schonungslos erzählt

    Nina & Tom
    Talitha

    Talitha

    31. March 2017 um 17:12

    Der Ich-Erzähler beschreibt seinen Alltag mit seiner todkranken Frau Nina, während er einen Bogen schlägt zum Beginn ihrer Beziehung, ihrer Liebe, ihrer sexuellen Ausschweifungen, der Drogen und beruflichen Erfolge. Nina ist die Muse des Künstlers, gleichzeitig eine unangepasste, wilde, lebenshungrige, doch auch psychisch schwierige und drogenabhängige Persönlichkeit. Ihren Todeskampf fand ich sehr krass und schonungslos erzählt, was mir aber an dem Buch noch am Besten gefallen hat, weil es so realistisch, so wahr ist.Ein Teil des Buches ist leider eher eine Selbstinszenierung des Autors und hat mich nicht so wirklich interessiert, z. B. seine Jobs und beruflichen Erfolge. Die detaillierten Sexszenen fand ich in Ordnung, allerdings fehlt mir daneben eine Innensicht der Figuren. Alles bleibt an der Oberfläche und körperlich, nicht nur in sexueller Hinsicht. Wenn Nina Alpträume hat, dann schreibt der Ich-Erzähler, dass es ihn nicht interessiert, weil er nicht in den Träumen vorkommt. Wenn sie weint, meint er, dass sie eine Art Seelenhygiene betreibe, ohne dass er mal nach den Hintergründen fragt. Für ihn ist Nina immer die Starke und Unabhängige, obwohl in den wenigen Sätzen, in denen sie mal selbst zu Wort kommt, schnell klar wird, dass das eben nicht alles ist.Mein Fazit: Ein sehr schonungsloses Buch, vor allem, was das Sterben angeht und in der Hinsicht wirklich gelungen. Der Rest ist für mich nicht so interessant zu lesen gewesen, Selbstdarstellung eines Künstlers, das erinnert mich zu sehr an Rainald Goetz.

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  • Mutig und heftig

    Nina & Tom
    marpije

    marpije

    31. March 2017 um 13:04

    Der Autor beschreibt in diesen Buch , aus eigenem Sicht , die Liebesgeschichte von ihm und seine Frau Nina. Er hat Nina von dreißig Jahren in Barcelona kennen gelernt, sie hat dort in einem Bar gearbeitet und dort hat sie "ein Zauber " auf Tom geworfen, er ist nicht mehr von sie los , er begleitet sie überall fast jeder tag, so lange bis sie ihn endgültig in ihre leben reinlässt. Nach kurze Zeit fährt Nina zum Tom nach Berlin, später die zeihen nach Los Angeles um. Im Berlin das Leben von die beiden war wild, total hemmungslos , Drogen, Sex, Selbstzerstörung waren der Alltag , im los Angeles die gehen andere Richtung- die gründen eine Familie. zwei Söhne sind geboren und Nina hört mit den Drogenkonsum auf , doch das Normalität und die ruhige Zeiten sind bald vorbei, weil Nina todeskrank ist...Das Buch ist schwierig zu mögen, die Protagonisten sind mir total fremd und unsympathisch , das Leben von die beiden dreht sich fast nur um Sex- nur das ist nicht normale Sex - Gewalt und Brutalität prasseln auf mich regelmäßig von die Seiten - zu viel, geschmacklos und manchmal auch abstoßend , aber die beide waren glücklich mit solchen Leben Stil und das muss ich hoch schätzen, genauso wie die offene, schonungslose Schreibweise.Die Geschichte ist auf verschiedenen Zeitebenem erzählt, Tom Kummer beschreibt die letzte tage von Nina und gleichzeitig nimmt uns auf die reise in die Vergangenheit . Die Kapiteln mit die kranke Nina sind sehr heftig, er pflegt sie zu Hause , aber  so wie das ganze leben von die beiden ungewöhnlich war, das genauso die letzte Tage auch nicht "normal " sind, Tom bleibt egoistisch und Nina bleibt eine Rebellin.Der Schreibstil hat mir gut gefallen, flüssig mit kurzen, deutlichen Sätzen, intensiv und emotional, die Stimmung ist sehr bedrückend und die Vielfalt von die Sex Szenen finde ich unnötig .Das Buch ist bestimmt lesenswert, es zeigt dass die Liebe viel verschiedene Gesichter hat und das wichtigste in Leben ist die zweite Hälfte zu finden welche fühlt und spürt genauso.

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