Tom Leveen Ich hätte es wissen müssen

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Inhaltsangabe zu „Ich hätte es wissen müssen“ von Tom Leveen

Mitten in der Nacht klingelt das Handy der 16-jährigen Tori. Der Anrufer heißt Andy und behauptet, Tori rein zufällig angerufen zu haben. Andy bittet Tori, ihm einen einzigen Grund zu nennen, warum er nicht Selbstmord begehen soll. Ausgerechnet Tori! Sie, die beschuldigt wird, mit ihren Posts auf Facebook einen Mitschüler in den Freitod getrieben zu haben. Will Andy sie nur vorführen? Aber was, wenn er die Wahrheit sagt? Wenn er wirklich seine große Liebe verloren hat? Und nun mit seinem Wagen an der Klippe steht, bereit, sich hinunterzustürzen? Tori muss etwas einfallen, und zwar schnell! Freundschaft in den Zeiten von Social Media – ein spannender Roman zu einem aktuellen Thema.

Hat mir sehr gefallen, denn es zeigt, das Worte vieles zerstören können und nicht schuldig und unschuldig absolute Gegensätze sind.

— MelE
MelE

Ein Buch mit "Lerneffekt"

— Landbiene
Landbiene

Guter Klappentext, tolles Thema, leider Mängel in der Umsetzung

— mysticcat
mysticcat

Mobbing in facebook & Co. und seine möglichen Folgen

— bromer65
bromer65

Eine spannende Nacht mit vielen Überraschungen und Erkenntnissen

— Marion2505
Marion2505

Spannend- regt zum Nachdenken über den Umgang in sozialen Netzwerken an

— Nachtschwärmer
Nachtschwärmer

Ein packendes, vollkommen authentisches Buch.

— Helentonia
Helentonia

Eine Nacht der (vielen) Wahrheiten.

— kvel
kvel

Spannende Geschichte rund um (Cyber-) Mobbing, die zum Nachdenken anregt

— annalisa89
annalisa89

spannende Geschichte rund um Cybermobbing

— irismaria
irismaria

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  • Und dann war plötzlich alles anders ...

    Ich hätte es wissen müssen
    Babyv

    Babyv

    26. December 2016 um 12:54

    "Ich hätte es wissen müssen" ein Satz und gleichzeitig der Titel des Werkes von Tom Leveen, der den Inhalt des gesamten Buches sehr treffend beschreibt...Schon die Leseprobe fand ich sehr spannend und vor allem wirkungsvoll geschrieben und nur schwer konnte ich mich davon abfinden, dass die Probe zu Ende war. Glücklicherweise habe ich das Buch "vorablesen" dürfen und konnte so weiter schmökern ...In nur einem Tag hatte ich das Buch am Ende durch, da es so fesselnd und vor allem bewegend geschrieben war. Thematisch beschäftigt es sich mit der Macht, die die neuen Medien auf uns Menschen haben. Wo geschriebene Worte schnell anklang finden und der Schritt des Mobbens schnell gegangen ist. Öffentliches Mobben für jedermann quasi... So traurig es auch ist und noch trauriger, dass Menschen, die man für Freunde hielt einfach daneben stehen und zuschauen oder lesen. Der Autor beschreibt sehr passend unsere heutige Gesellschaft, wo Menschen einfach dazu gehören wollen und in diesem Buch sogar über Leichen gehen...Die Hauptperson Victoria durchlebt noch einmal das ganze letzte Jahr. Das Jahr indem sie dachte, neue Freunde zu haben und zu den "coolen" Kids zu gehören und ganz nebenbei ihren wirklichen Freund vor den Kopf stieß, nicht unterstützte oder schütze und schließlich nicht da war, als er sie wirklich gebraucht hatte, sondern ihm eher den Todesstoß gab. Eine sehr drastische und bildlich geschrieben Geschichte, die ich mir !leider! auch im echten Leben vorstellen könnte. Das Buch hat mich richtig gefesselt und auch die unerwartete Wendung, war gut geschrieben und machte es noch einmal interessanter. Natürlich verrate ich Euch jetzt nicht, was das für eine ist, ihr sollt das Buch ja bei Interesse selber lesen ;)   Von mir gibt es auf jeden Fall volle Sternenanzahl und einen Daumen hoch für Thema und Autor!!

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  • Thema am Puls der Zeit

    Ich hätte es wissen müssen
    Fritzi

    Fritzi

    20. July 2016 um 19:11

    In Victoria Hershbergers Leben ist nichts mehr wie es war. Sie und ihre Familie werden von Reportern belagert, sie ist plötzlich das „fiese Mädchen“, die „Schlampe, die den armen Jungen umgebracht hat“ und noch vieles mehr. Und warum das alles? Tori, so wird sie genannt, hat mit ihrer Clique zusammen via Facebook einen Jungen gemobbt. Natürlich waren es nur Späße, nicht ernst gemeinte verbale Hiebe unter die Gürtellinie – doch für den psychisch labilen Kevin waren sie der Auslöser, dass er sich das Leben nahm. Tori fühlt sich mehr als ungerecht behandelt. Sie hat schließlich Kevin nicht den Schal umgebunden, ihn nicht aus dem Fenster gestoßen, nicht Hand an ihn gelegt. Doch nun ist der Abend vor der Gerichtsverhandlung da. Die Familie steht unter Strom. Toris Bruder Jack ignoriert sie nur noch, redet nicht mehr mit ihr. Darunter leidet sie mit am meisten. Er ist schließlich ihr älterer Bruder, dessen Aufgabe es doch wäre, sie in Schutz zu nehmen! Auch von ihren Sport-Team-Kameradinnen ist sie enttäuscht, da diese sich nicht bei ihr melden. Ganz auf sich fixiert zieht sich Tori zurück. Als ihr Handy klingelt, wird sie mit einem Jungen konfrontiert, der vorgibt, einfach zufällig ihre Nummer gewählt zu haben. Er sagt, er will Selbstmord begehen, außer sie nennt ihm einen guten Grund, es nicht zu tun. Erst denkt Tori, dass sie einmal mehr am Telefon belästigt wird, und legt auf. Doch der Anrufer, Andy, meldet sich wieder und Tori beginnt ihm zu glauben. Die Nacht entwickelt sich ganz anders als gedacht … Das Buch beschäftigt sich mit einem brandaktuellen Thema: Cyber- oder Internet-Mobbing. Leider heute kein Einzelfall mehr und darum auch so aktuell. Auch verbal kann man durchaus Hand an einen anderen Menschen legen, besonders dann, wenn dieser psychisch instabil ist. „Ich hätte es wissen müssen“ liest sich sehr schnell und flüssig, Tori berichtet in der Ich-Form und man ist als Leser schnell im Bann der Story und möchte wissen, wie sich diese Nacht weiterentwickelt. Das Cover hätte mich nicht zum Kauf angeregt, ich muss sogar sagen, dass es mir gar nicht gefällt. Doch der Inhalt hat mich mehr als entschädigt. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt und nicht nur Jugendlichen.

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  • Tödliche Zeilen

    Ich hätte es wissen müssen
    kris006

    kris006

    12. February 2016 um 18:22

    Tori muss für das was sie getan hat morgen vor Gericht - sie und einige andere Jugendliche haben bei Facebook Kevin so stark beleidigt das dieser sich umbrachte. Doch in der Nacht klingelt ihr Handy. Der Anrufer Andy behauptet er möchte sich gleich umbringen. Andy sagt er hat ihre Nummer aus Zufall gewählt und sie soll ihm einen Grund nennen, warum er am Leben bleiben soll. Tori ist verunsichert, sagt er die Wahrheit - ist es wirklich Zufall das er gerade sie angerufen hat? Schließlich muss sie sich entscheiden, glaubt sie Andy oder riskiert sie für einen zweiten Selbstmord verantwortlich zu sein. Ein schöner Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt. Erfrischend finde ich auch die Chatauszüge die am Ende der Kapitel abgedruckt sind. Das Buch ist durchgehend spannend und man fühlt sich ab und an in Tori versetzt und überlegt wer Andy ist. Ich finde gut das das wichtige Thema "Mobbing im Ingernet" so schonungslos und ehrlich dargestellt wird. Ich hoffe das Buch kann einigen Menschen die Augen öffnen. Das Cover ist schlicht und der Titel macht nachdem man das Buch gelesen hat Sinn. Ich kann das Buch weiterempfehlen.

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  • Ich hätte es wissen müssen

    Ich hätte es wissen müssen
    Ela1989

    Ela1989

    07. February 2016 um 16:42

    Tori ist 16 Jahre alt. Nachdem sich ein Mitschüler vermeintlich wegen ihrer Posts auf Facebook das Leben genommen hat, hat sich Toris Leben schlagartig verändert. Sie wird von Reportern belagert, kann nicht mehr richtig schlafen und essen und verliert den Kontakt zu fast allen ihren Freunden. Am Abend vor der Gerichtsverhandlung, bekommt sie einen Anruf. Der Anrufer behauptet, es sei Zufall, dass er gerade sie angerufen habe. Als er dann aber auch noch behauptet, er wolle sich umbringen, wird Tori wütend und legt auf - sie glaubt nicht an einen Zufall - oder vielleicht doch? Ich empfehle dieses Buch jedem Jugendlichen. Dieses Buch beschäftigt sich mit einer Problematik, die viel zu oft leichtfertig übergangen wird: das Mobbing und wie soziale Netzwerke eine ganz neue Art von Mobbing kreieren. Steht man einem Menschen gegenüber, würde man ihm direkt ins Gesicht sagen, er solle sterben? Doch zu Hause vor dem Computer verliert so mancher all seine Hemmungen und schreibt Dinge, die er eigentlich gar nicht so meint. Es ist erschreckend, wohin dieses Cybermobbing führen kann. Wie ernst es werden kann, vermittelt dieses Buch.

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  • Absolut spannend

    Ich hätte es wissen müssen
    Readi

    Readi

    23. January 2016 um 08:06

    Was soll ich sagen?! Das Buch ist richtig toll und spannend gewesen. Kaum dass man mit der Lektüre angefangen hat, kann man das Buch schon nicht mehr zur Seite legen. Und so dauerte dann die Lektüre auch nicht lange. Dafür waren es aber absolut genussreiche, spannende Stunden. Victoria steht kurz vor einem Prozess, in dem sie angeklagt werden soll, sich beim Cybermobbing gegenüber einem anderen Jugendlichen (der sich das Leben genommen hat) beteiligt zu haben. Es ist die Nacht vor der Verhandlung, als mitten in der Nacht ihr Handy geht und ein unbekannter Jugendlicher (der angeblich aus Versehen ihre Nummer gewählt hat) sich bei ihr meldet und sie bittet, ihm einen Grund zu nennen, weshalb er nicht Selbstmord begehen sollte. Zuerst fühlt sich Victoria einem üblem Scherz ausgesetzt, da sie befürchtet, dass sie jemand wegen ihrer Vorgeschichte ärgern will. Im Laufe des Gespräches jedoch stellt sich heraus, dass das nicht so zu sein scheint. Es entwickelt sich eine absolut fesselnde Story um sowohl den "anonymen" Anrufer als auch darüber, wie es in Tory's Leben dazu kommen konnte, dass sie einem Jungen nicht geholfen hat, sich gegen Beschuldigungen von anderen zur Wehr zu setzen. Der Stil des Buchs ist fesselnd und die Geschichte nimmt einige Wendungen, die nicht unbedingt vorhersehbar sind. Auch wenn man zwischendurch mal eine Ahnung hat (und die sich bestätigt), so hat mich dann gegen Ende des Buches die eine Wendung auch noch mal überrascht. Die Geschichte ist aktuell, der Leser kann das Geschehen sehr gut nachvollziehen. Vom Stil und der Story her, hat mich das Buch öfter mal an Werke von John Green denken lassen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch auch sehr gut für manchen Jugendlichen geeignet ist, um sich mal darüber klar zu werden, was man ggf. mit Kommentaren in Sozialen Medien anrichten kann...

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  • Ein kritischer Jugendroman

    Ich hätte es wissen müssen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    09. December 2015 um 10:28

    Auf eine spannende und literarisch hochwertige Weise hat sich der aus Arizona stammende und dort auch mit seiner Familie lebende Autor Tom Leveen mit dem für Jugendliche überaus wichtigen Thema des Mobbings im Internet befasst. Hier im Speziellen geht es um die Kommunikation bei Facebook. Die 16-jährige Ich-Erzählerin Viktoria wird nach einem sensationsgierigen Artikel einer Journalistin  zusammen mit anderen Jugendlichen aus ihrem Collage    verdächtigt, ihren Mitschüler Kevin durch abfällige und verletzende Kommentare auf ihrem Facebook-Account in den Selbstmord getrieben zu haben. Morgen früh soll die Verhandlung stattfinden. Viktoria will; nachdem sie den Leser mit ersten wichtigen Informationen versorgt hat, gerade schlafen gehen, als ihr altersschwaches Handy klingelt. Ihr Smartphone und alle anderen PCs haben ihre Eltern konfisziert. Der Anrufer stellt sich vor als Andy und behauptet, er habe Viktorias Nummer zufällig gewählt. Er stehe mit seinem Auto an einer Klippe und wolle sich umbringen. Nun entwickelt sich ein die ganze Nacht andauerndes Gespräch, in das bald noch  der von  Viktoria herbeigerufene Freund Noah eingebunden wird. Zunächst geht es um Andys Plan aber durch eine geschickte Gesprächsführung und durch die alle paar Seiten eingeblendeten Auszüge aus der Facebook-Kommunikation kommt Viktoria immer mehr in den Fokus. Ist sie verantwortlich für die Folgen der Post auf ihrer Seite? Der Leser wird schon nach wenigen Seiten Teil einer Auseinandersetzung über die sozialen Medien, die schon lange nicht mehr sozial sondern eher asozial  sind und die Verantwortung jedes Einzelnen für das was er dort über andere sagt und behauptet. Stellenweise wundert man sich, warum Viktorias Eltern von dieser manchmal lautstarken nächtlichen Auseinandersetzung nichts mitbekommen, doch das klärt sich wie manches Andere später. Was geschieht, wenn einer oder eine vorgibt, eine Andere zu sein, als sie wirklich ist? Wie kann  es geschehen, dass junge Menschen sich wegen der Anerkennung durch andere Freunde zu Sachen und Bemerkungen hinreißen lassen, die herabwürdigend sind  und menschenverachtend? "Ich hätte es wissen müssen" ist ein kritischer Jugendroman, dem es hervorragend gelingt, dieses Thema und unterhaltsame Weise zu diskutieren. Er zeigt wie schwierig und dennoch wichtig es ist, auch im Internet seine eigene Würde und erst recht die von anderen Menschen zu achten. Ich kann diesen Roman nur empfehlen.

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  • Ich hätte es wissen müssen

    Ich hätte es wissen müssen
    Landbiene

    Landbiene

    29. October 2015 um 11:14

    Eigene Inhaltsangabe: Victoria, kurz Tori, steht kurz vor einem Gerichtstermin. Sie und 6 andere sind beschuldigt durch Mobbing bei Facebook einen Mitschüler zum Selbstmord gebracht zu haben. Gerade als Tori sich schlafen legen wollte, um für den morgigen Termin ausgeschlafen zu sein, klingelt ihr Handy. Sie kennt die Nummer nicht, aber geht trotzdem dran...Der Anrufer behauptet zufällig ihre Nummer gewählt zu haben und er stände mit seinem Auto an einer Klippe und wolle Selbstmord begehen. Zufall? Schicksal? Hauptprotagonistin: Die Hauptprotagonistin Tori ist in meinen Augen ein ganz normales 16 jähriges Mädchen, dass danach strebt mit angesehenen Mitschülern befreundet sein zu wollen. Leider bemerkt sie nicht, dass sie sich dadurch zum negativen verändert und ihre eigentlichen Freunde nicht mehr beachtet. Ich konnte ihr Verhalten teilweise nachvollziehen und teilweise nicht. Ich fand sie sympathisch und sie tat mir auch leid, weil keiner mehr mit ihr was zu tun haben möchte und selbst ihre Familie sie nicht mehr herzlich behandelt. Doch Tori zeigt, dass sie kein schlechter Mensch ist und das ist der ausschlaggebende Punkt an ihr. Jeder macht eben Fehler.. Schreibstil: Der Schreibstil von Tom Leeven ist angenehm und flüssig zu lesen. Es sind viele Dialoge durch das Telefonat mit dem mysteriösen Anrufer. Aufgelockert wird das Buch mit den Facebookeinträgen die Tori und ihre Freunde gemacht haben. Diese sind auch grafisch dargestellt. Ansonsten haben die Kapitel eine angenehme Länge und übersichtlich durchnummeriert. Allgemeine Meinung zum Buch: Das Thema des Buches hat mir gefallen und zeigt auf, dass die sozialen Netzwerke im Internet auch sehr negative Auswirkungen haben können. Ich finde das das Buch auch einen gewissen "Lerneffekt" hervor ruft. Zwischenzeitlich war es etwas langatmig mit dem mysteriösen Anrufer, dies wurde aber durch eine ziemlich überraschende Auflösung wieder gut gemacht. Ich hätte mir noch mehr Tiefe gewünscht. ich vergebe 3 von 5 Sternen

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  • Interessantes Thema, aber viel zu oberflächlich behandelt

    Ich hätte es wissen müssen
    scarlett_ohara

    scarlett_ohara

    28. October 2015 um 20:44

    Zum Inhalt: Tori Hershberger ist ein ganz normaler amerikanischer Teenager. Ganz normal? Ja, wären da nicht ihre Posts auf Facebook gewesen, die einen Mitschüler in den Freitod getrieben haben sollen. Eine Hetzjagd der Presse auf sie hat begonnen. Ihr Elternhaus wird belagert. Ihr älterer Bruder Jack scheint sie zu verachten und geht ihr aus dem Weg. Ihre Eltern schotten sie ab und haben jegliche Kontaktmöglichkeiten zum Internet unterbunden, indem sie Computer und Smartphone konfisziert haben. Lediglich über ein veraltetes Handy kann sie telefonieren. Und genau mitten in der Nacht vor der entscheidenden Gerichtsverhandlung, in der ihr eine mehrjährige Haftstrafe droht, klingelt dieses Handy. Ein unbekannter Anrufer, der sich Andy nennt, gibt vor, rein zufällig ihre Nummer gewählt zu haben. Er erzählt ihr, sich selbst töten zu wollen, falls sie ihm nicht einen einzigen triftigen Grund nennen kann, warum er das nicht tun sollte. Tori muss sich schleunigst etwas einfallen lassen, damit Andy sich nicht, wie angedroht, mit seinem Auto von der Klippe stürzt: Meine Meinung: Die Leseprobe fand ich noch ganz spannend, und auch die Grundidee hinter diesem Buch fand ich sehr interessant. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich dieses Buch enttäuscht. Die Protagonistin wirkt zunehmend unsympathischer, ja mehr noch, sie hat mich nur noch genervt. Sie hat anscheinend aus der ganzen Sache nichts gelernt. Tatsache ist, dass ihre Posts und die ihrer angeblichen „Freunde“ ihren Mitschüler Kevin tatsächlich in den Freitod getrieben haben. Und dabei war sie früher einmal richtig gut mit Kevin befreundet. Doch sie erliegt dem Gruppenzwang und beteiligt sich ohne ein schlechtes Gewissen an den fiesen Mobbereien. Man hätte jetzt meinen können, dass bei Tori ein Umdenken einsetzt, aber leider Fehlanzeige. Der Einzige, der ihr die richtigen Fragen stellt, ist Jack. Zitat „Tut dir leid, was du getan hast, oder tut es dir leid, dass du deswegen jetzt Ärger hast?“ Das trifft genau den Punkt. Sie bemitleidet eher sich selbst als ihren toten Mitschüler. Es findet kein Einsehen der Tat statt; es ist kein Reifeprozess zu erkennen. Absolut unbegreiflich bleibt für mich auch, warum die Eltern so wenig auf das Geschehen eingehen und versuchen, mit ihr Gespräche zu führen, um ihr vor Augen zu führen, wohin bloßes „Mitlaufen“ führen kann. Aber sie scheinen selbst absolut hilflos. Es fällt ihnen nicht mehr ein, als Toris Zugang zum Internet zu unterbinden. Und auch das ellenlange Telefonat, das sie mit dem unbekannten Andy führt, kann dieses Buch nicht mehr retten. Es wird immer langweiliger und auch unerträglicher. Tori quatscht und plappert munter weiter vor sich hin; ich hätte sie manchmal einfach nur schütteln können. Zu dem Zeitpunkt hat der Leser auch längst erkannt, wer und was wohl hinter dieser angeblichen Selbstmordgeschichte steckt; das ist einfach zu vorhersehbar. Nun bin ich sicherlich nicht die Zielgruppe für dieses Buch. Teenager werden sich vielleicht eher mit Tori identifizieren können. Umso trauriger, wie oberflächlich der Autor an diese Geschichte rangeht. Da gibt es keine Sensibilisierung für das Thema im Umgang mit „Social Media“ und deren Auswirkung auf das reale Leben. Und es hat leider auch keinerlei präventiven Charakter. Fazit: ein eigentlich sehr aktuelles und interessantes Thema, das vom Autor aber leider total an die Wand gefahren wird,

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  • Ich hätte es wissen müssen - gute Idee, Umsetzung - naja!

    Ich hätte es wissen müssen
    mysticcat

    mysticcat

    28. October 2015 um 11:03

    Die Buchidee zu "Ich hätte es wissen müssen" gefällt mir sehr gut, den Cybermobbing ist ein aktuelles Thema. Tori (Victoria) ist 16 Jahre alt und hat sich am Cybermobbing eines ehemaligen Freundes und Klassenkammeraden beteiligt, in der Hoffnung, dadurch selbst sozial aufzusteigen und von den "angesagten" Typen in der Schule weiterhin positiv wahrgenommen zu werden. Es beginnt damit, dass sie sich immer weiter vom Opfer Kevin Cooper distanziert und zum Schluss auch ins Mobbing einsteigt, was Kevin dann letztendlich in den Selbstmord treibt. Die Geschichte beginnt mit einem Telefonanruf von "Andy", der sich angeblich das Leben nehmen will. Tori weiß nicht, ob an der Gescichte was dran ist, und fragt ihren Bruder und ihren besten Freund um Rat - gar nicht so einfach, wenn man kein Smartphone, keinen Computer und keine Telefonnummern hat - und sich auch nie welche notiert hatte, denn elektronisch ist ja eh alles gespeichert. Sie spricht die ganze Nacht mit Andy, ihrem Bruder und ihrem besten Freund. Die Grundidee (auch in moralischer Hinsicht) hinter diesem Buch gefällt mir wirklich gut. Nur verstehen kann ich Toris Verhalten überhaupt nicht. Wie kann ein Mensch mit so wenig Empathie ausgestattet sein wie Tori? Wenn sich irgendjemand umbringt, den ich kenne, bin ich fix und fertig - auch, wenn ich diesen Menschen nicht besonders gut kannte oder mochte. Gerade am ach so christlich gläubigen Amerika müsste man sich doch alleine schon am Thema "Freitod" mehr Anstoß nehmen, überhaupt, wenn im Raum steht, dass man daran mitschuldig ist. Somit bleiben für mich diese Facetten offen und unklar. Auch Toris Entwicklung im dem Buch ist komisch. Wenn es mir egal ist, dass ein "Freund" gemobbt wird, was interessiert mich dann irgendein Fremder am Telefon so plötzlich? Auch diese Handlung passt nicht zu der Tori, die in diesem Buch beschrieben wird. Durch die Auflösung finde ich das ganze noch viel schlimmer konstruiert, denn alle Figuren in diesem Buch werden meiner Meinung nach oberflächlich und lieblos dargestellt - gerade der Vorwurf der Oberflächlichkeit wird im Buch aber der Protagonistin gemacht. Schade! 50 Seiten mehr, die den Protagnonisten Persönlichkeit und Tiefe geben, hätten dieses Buch sicher noch besser werden lassen. So bleibt es leider oberflächliches Teenagergeplapper, das aber auf Grund der Kürze und der Thematik trotzdem lesenswert ist.

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  • Ich hätte es wissen müssen

    Ich hätte es wissen müssen
    jojo-lesemaus

    jojo-lesemaus

    11. October 2015 um 15:58

    Ein Buch mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Diese Frage mag für manch einen unheimlich leicht zu beantworten sein, doch es gibt, wie in diesem Buch auch, Menschen, die die Antwort auf diese Frage nicht kennen, und denken, sie niemals zu finden. Was soll man also machen, wenn man mitten in der Nacht von einem Jungen angerufen wird, den man nicht kennt, der sich umbringen will, und jetzt einen echten Grund braucht, es nicht zu tun. Victoria weiß selbst nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, als der unbekannte Anrufer Andy bei ihr am Handy ist, denn am Tag darauf wird sie selbst vor Gericht stehen. Sie soll einem Klassen Kameraden gemeinen Facebook Kommentaren geschrieben haben. Die Situation ist so verzwickt, und dennoch authentisch dargestellt. In die Lage von Victoria konnte ich mich trotz der unterschiedlichen Charakter Eigenschaften sehr schnell hineinversetzen. Das gefühlvoll Telefonat, dass die Beiden die Nacht über führen, und in dem sie ihr tiefstes Innere ans Licht bringen, war immer mit der Spannung überdeckt, ob Andy sich umbringt, oder nicht, und ob er es tatsächlich ernst meint. Das Hoch und Tief, das sich in den gerade einmal Zwölf Stunden, von denen das Buch handelt, durchlebt wird, ist absolut packend. Auch, wenn mich das Ende etwas enttäuscht hat, ist dieses Buch absolut empfehlenswert.

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  • Mobbing in facebook & Co. und seine möglichen Folgen

    Ich hätte es wissen müssen
    bromer65

    bromer65

    04. October 2015 um 14:10

    "Ich hätte es wissen müssen" von Tom Leveen ist im Juli 2015 im Hanser Verlag erschienen. Das Buch ist 206 Seiten dick und zeigt auf dem Hochglanz-Cover ein blondes Mädchen, das verunsichert auf ein Handy in ihrer Hand starrt. In dem Buch dreht sich alles um eine einzige Nacht. Nämlich die Nacht vor der Gerichtsverhandlung, die Victoria "Tori" Hershberger vor sich hat. Tori wird beschuldigt, mit ein paar anderen Jugendlichen einen Jungen namens Kevin Cooper in den Selbstmord getrieben zu haben. Das alles ist im Internet passiert, sie und die anderen Jugendlichen haben Kevin dort gemobbt und als schwul bezeichnet. Toris Leben ist alles andere als einfach. Die Presse sitzt ihr und ihrer Familie im Nacken, sowohl die Eltern als auch ihr Bruder Jack sind aufgrund der Situation genervt ohne Ende. Tori sitzt seit Wochen zuhause und hat so gut wie keine Kontakte mehr. Den Computer und das Iphone haben ihr die Eltern weggenommen, sie hat nur noch ein altes Klapphandy, auf dem keine Rufnummern ihrer Freunde gespeichert sind. Wobei sich auch seit Wochen keiner ihrer Freunde mehr bei ihr gemeldet hat. Der einzige Freund ist Noah, der Am vorabend der Verhandlung noch versucht, Tori Mut zuzusprechen. Nach Mitternacht bekommt Tori dann noch einen Anruf. Am Telefon ist aber niemand, den Tori kennt, Der Anrufer heißt Andrew und behauptet, sich umbringen zu wollen. Tori steckt nun in der Klemme: Soll sie versuchen ihn vom Selbstmord abzuhalten? Ausgerechnet sie, die ihrem Freund Kevin das Leben so schwer gemacht hat, dass er nicht mehr leben wollte? Tori lässt sich darauf ein und spricht mit Andy. Über das, was ihm passiert ist. Warum er mit seinem Auto in den Abgrund fahren will. Die ganze Nacht lang. Sie beginnt, sich auch mit ihrem Leben auseinanderzusetzen. Mit der Zeit erfährt man immer mehr von Toris Vergangenheit, in Auszügen tauchen auch immer mehr facebook-Postings auf, die Tori mit Kevin geführt hat. Tori wollte eigentlich nur zu den beliebten Schülern gehören und hat daran teilgenommen, schwächeren und unbeliebteren Schülern das Leben schwer zu machen. In diesem schweren Fall hat das mit dem Tod eines Menschen geendet. Das Buch führt uns vor Augen, wie Mobbing heutzutage gemacht wird. Meiner Meinung nach sollte dieses Buch in den Schulen als Schul-Lektüre gelesen werden, um den Jugendlichen die Gefahr des (Cyber-) Mobbings vor Augen zu führen. Schuldig oder nicht schuldig: Die Grenzen sind fließend, auch Tori muss sich mit ihrem Verhalten auseinandersetzen und ihre Schlüsse daraus ziehen. Was in der Gerichtsverhandlung passiert, erfährt man nicht mehr, das Buch endet vorher. Überrascht hat mich das Ende trotzdem, und zwar positiv. Das war so nicht vorauszusehen. Ich kann das Buch jedem ans Herz legen, der sich mit diesem aktuellen Thema befasst. Lest das Buch auch mit euren Kindern und führt ihnen die Gefahren vor Augen !! Ich vergebe die volle Punktzahl von 5 Sternen.

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  • Cybermobbing und die Konsequenzen

    Ich hätte es wissen müssen
    romanheldinnenblog

    romanheldinnenblog

    30. August 2015 um 11:53

    Klappentext >> Du willst diese Nummer vermeintlich rein zufällig gewählt haben. Und warum? << Da ist wieder dieses Wort. Vermeintlich. Vielleicht wird es irgendwann seine Bedeutung verlieren, wenn ich es nur oft genug wiederhole. Der geheimnisvolle Anrufer atmet tief ein. >> Ernsthaft? <<, fragt er. >> Ja, ernsthaft. << >> Ähm, weil ich mich ganz im Ernst…umbringen möchte. << Ein zufälliger Anruf auf Victorias Handy. Ein Junge, der sich das Leben nehmen will und Victoria um einen Grund bittet, es nicht zu tun. Eine atemlose Nacht, die alles verändert. Erster Eindruck Sie hämmern jetzt schon über eine Stunde an unsere Haustür, exakt so lange, wie Dad brauchte, um seinen berühmten Kartoffelbrei mit Knoblauch zu machen. Inhalt Victorias Leben ist im Arsch, denkt sie. Ihr Haus wird von Reportern belagert, ihre Eltern sind enttäuscht von ihr und ihr Bruder scheint sie zu hassen. Noch dazu muss sie sich wegen ‚Mord‘ mit ein paar Freunden vor einem Gericht verantworten. Dabei schwört sie doch, sie sei unschuldig! Sie hatte nur ein paar Witze auf Facebook über einen Jungen gemacht, tja der hat sich kurz danach umgebracht, das war doch nicht ihre Schuld… Als in der Nacht vor ihrer Gerichtsverhandlung ein ihr unbekannter Anrufer sie um einen Grund bitte, nicht Selbstmord zu begehen, denkt sie als allererstes an einen ganz morbiden Scherz. Doch schnell merkt sie, dass da doch mehr dahinter steckt. Sie bekommt Angst, was wenn er es doch ernst meint und nur sie ihn aufhalten kann? Zitat >> Nicht schuldig zu sein, bedeutet nicht, dass du unschuldig bist. << Meinung Cybermobbing ist ein hochaktuelles Thema, aber nicht nur das wird in dem Buch thematisiert. Vielmehr steht hier die Schuldfrage im Raum, wann fängt schuldig sein an? Wenn man weg sieht, ist man dann unschuldig? Wenn man jemanden einfach nicht beschützt, ist man dann auch noch unschuldig? Wenn man einen abfälligen Witz macht, wie andere auch…ist man dann wirklich noch unschuldig? Aber Victoria ist nicht ein überhebliches zickiges Mädchen, was einem gleich total unsympathisch ist – nein, ganz im Gegenteil. Man kann die Gedanken von ihr eigentlich ganz gut nachvollziehen, sie wollte cool sein, zu einer Clique dazugehören. Mal ganz im Ernst, wer wollte in der Schule nicht akzeptiert werden? Als der Anruf kam, war ich auf ihre Entwicklung am meisten gespannt. Wie wird sie sich verhalten? Auch habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ist es ernst gemeint oder nur ein Racheakt? Wie Victoria, so entwickeln sich auch die Nebencharaktere stetig weiter. Jack, Noah und auch Andy sind interessante Protagonisten, die mich wieder und wieder überrascht haben. Leider ist die Geschichte mit ihren 206 Seiten meiner Meinung nach viel zu schnell vorbei gewesen, ich hätte gern mehr davon gelesen, dadurch war auch der Spannungsbogen nicht wirklich perfekt. Schade, denn die Handlung hatte sehr viel Potenzial! Der Schreibstil ist einfach zu lesen, sehr flüssig und modern. Ich musste wegen der Umgangssprache öfters schmunzeln, aber so konnte man sofort in die Handlung eintauchen. Das Cover ist genau richtig. Ich habe mir Victoria genauso vorgestellt, zudem sind die Farben eher dunkler, geht es doch um ein ernstes Thema. Sollte das Bildungsministerium sich dafür entscheiden, Mobbing-thematisierende Bücher in den Lehrplan aufzunehmen, würde ich dieses Buch u.a. vorschlagen!

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  • Spannendes Buch über Internet-Mobbing

    Ich hätte es wissen müssen
    Marion2505

    Marion2505

    23. August 2015 um 21:53

    Das Buch "Ich hätte es wissen müssen" von Tom Leveen handelt von Victoria Hershberger, die auf ihre morgige Gerichtsverhandlung wartet. Sie ist mit sechs anderen Jugendlichen angeklagt worden, einen Mitschüler in den Selbstmord getrieben zu haben. Nun herrscht verzweifelte bzw. eisige Stimmung bei ihr zu Hause, ihr Smartphone und ihr Computer sind weg und auch alle Freunde - bis auf Noah - haben sich von ihr abgewandt bzw. nehmen keinen Kontakt mit ihr auf. Ich als Leser weiß nicht, ob sie ihre Tat bereut oder wie sie zu allem steht. Am Ende der Kapitel gibt es immer einen Auszug aus Facebook-Kommentaren, die dem Leser näher bringen, wie Tori und ihre Freunde Kevin mobben und die Tat wird immer etwas klarer. Während Tori nun auf ihre morgige Verhandlung wartet, klingelt plötzlich ihr Handy und Andy ist dran. Er hat ihre Nummer wohl zufällig gewählt und möchte sich umbringen. Er bittet Tori, ihm einen Grund zu geben, warum er dies nicht tun sollte. Sie ist hin- und hergerissen, da sie nicht weiß, ob Andy es ernst meint. Auch hat sie Angst, dass sie den Tod eines weiteren Menschen zu verantworten hat und so hört sie Andy zu und spricht die ganze Nacht mit ihm. Noah, ein Freund von ihr, steht ihr bei und so nimmt die Nacht ihren Lauf. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es sich um ein sehr aktuelles Thema handelt und dem Leser sehr genau aufzeigt, was mit einem passieren kann, wenn man sich an den falschen Menschen orientiert und einfach nur dazugehören möchte. Auch war für mich der Verlauf des Buches nicht vorhersehbar und hat mich am Ende echt überrascht. Ich würde dieses Buch auf jeden Fall jedem weiterempfehlen, da es sehr zum Nachdenken anregt.

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  • Ich hätte es wissen müssen - Tom Leveen

    Ich hätte es wissen müssen
    Frewa

    Frewa

    19. August 2015 um 16:24

    Titel: Ich hätte es wissen müssen Reihe? / Autor: Tom Leveen Genre: Belletristik ISBN-10: 3446249311 Verlag: Hanser Seitenzahl: 208 Preis: 15,90€ Wertung: ♥♥♥♥♥ Meine Meinung: Das Cover passt gut zum Inhalt, außer dass Tori schwarze (?) Haare hat und keine blonden. Das alte Handy, der verzweifelte Blick. Passt sehr gut. Der Schreibstil war wirklich sehr schön zu lesen, ich kam schnell in die Geschichte rein. Ich hatte durchgängig das Gefühl, mitten in der Geschichte drin zu sein! Zu der Protagonistin Tori bin ich geteilter Meinung. Einerseits kann ich sie nicht leiden (aufgrund der Geschichte mit ihrem Mitschüler) andererseits war sie mir total sympathisch. Ich konnte mich eigentlich sehr gut in sie hineinfühlen, ich hätte ungern ihre "Aufgabe" übernommen. Zu Andy fand ich keinen Draht, ich konnte mich nicht in ihn hineinversetzen und seine Begründungen und seine Art, wie er manches zu Sagen pflegte, ließen mich häufig stutzen. Das Ende war wirklich sehr spannend und es regt einen zum Nachdenken an. Eine wirklich tolle Geschichte, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Vielen Dank an vorablesen für dieses tolle ReziEx!

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  • Nicht schuldig ist nicht gleich unschuldig

    Ich hätte es wissen müssen
    Helentonia

    Helentonia

    13. August 2015 um 20:09

    >>Nein<<, sagt er, >>du bist nicht schuldig. Aber zwischen unschuldig und nicht schuldig gibt es einen riesigen Unterschied.<< Mitten in der Nacht vor ihrer Gerichtsverhandlung wird Victoria von einer fremden Nummer angerufen. Vor Gericht steht sie, weil sie gehässige Facebook-Posts geschrieben hat und sich der Junge, dem die Kommentare galten, umgebracht hat. Tori weiß, dass sie 10 Jahre hinter Gitter kommen wird, wenn sie als schuldig befunden wird. Dabei waren die anderen genauso schlimm, mindestens. Für die Leute da draußen steht fest, dass Victoria schuldig ist. Und deswegen hassen sie sie und wünschen ihr den Tod. Und so erwartet sie, als sie den Anruf annimmt, dass jemand anruft, um sie "Schlampe" zu nennen. Doch der Anrufer gibt vor, Andy zu heißen und mit dem Auto an einem Bergabhang zu stehen, um sich das Leben zu nehmen. Er habe nur eine zufällige Nummer gewählt und nun soll sie ihm den Grund nennen, am Leben zu leben. Und so sehr Victoria auf einen Bluff hofft, begreift sie, dass ihre Worte über Andys Leben und Tod entscheiden werden können. So entwickelt sich ein Gespräch, dass Victoria nach und nach verändern wird. Ich habe dieses Buch ohne Pausen durchgelesen. Was bei den 200 Seiten zugegeben nicht sehr viel heißt. Doch das Thema ist packend und Victorias Handeln in meinen Augen vollkommen authentisch. Tom Leveen hat es geschafft zu zeigen, wie der Umgang mit Facebook laufen kann, ohne das man das Gefühl hatte, er schreibe es mit einem erhobenen, tadelnden Zeigefinger, um und zu zeigen, wie böse Facebook sei. Mein erster Gedanke nach dem Lesen war "uff", denn das Thema hat es wirklich in sich. Aber ich kann ehrlich sagen, dass ich vollkommen überzeugt von diesem Buch bin und empfehle es daher gerne an alle, die 13 Jahre oder älter sind. (Ich mag selbst keine unkritischen Rezensionen, aber hier ist mir bei bestem Willen nichts zum Kritisieren eingefallen.)

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