Tom Liehr

 4 Sterne bei 320 Bewertungen
Autor von Leichtmatrosen, Idiotentest und weiteren Büchern.
Tom Liehr

Lebenslauf von Tom Liehr

Tom Liehr wurde 1962 in Berlin geboren. Seinen ersten Science-Fiction-Roman schrieb er als 14jähriger, weil er in einem Schreibmaschinenkurs so schnell tippen wollte wie seine Mitschülerinnen. Nach seinem Abitur studierte er Informatik, danach arbeitete er beim P.M. Magazin, als Unternehmensberater, Rundfunkproduzent und DJ tätig. Seit 1998 Besitzer eines Unternehmens für Softwareentwicklung.Im Jahre 1990, nach einer künstlerischen Verschnaufpause, wurde er Sieger und Drittplazierter des ersten "Playboy-Literaturwettbewerbs". Im Jahr 2003 erschien bei Aufbau sein erster Roman "Radio Nights", es folgten "Idiotentest" (2005), "Stellungswechsel" (Filmadaption, 2007), "Geisterfahrer" (2008) und "Pauschaltourist" (2009). Der sechste Roman, "Sommerhit", erscheint im Juli 2011 bei Aufbau/Rütten & Loening.

Alle Bücher von Tom Liehr

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Tom LiehrLeichtmatrosen
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Leichtmatrosen
Leichtmatrosen
 (54)
Erschienen am 15.04.2013
Tom LiehrIdiotentest
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Idiotentest
Idiotentest
 (46)
Erschienen am 23.09.2005
Tom LiehrRadio Nights
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Radio Nights
Radio Nights
 (44)
Erschienen am 18.08.2014
Tom LiehrPauschaltourist
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Pauschaltourist
Pauschaltourist
 (38)
Erschienen am 10.10.2009
Tom LiehrSommerhit
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Sommerhit
Sommerhit
 (34)
Erschienen am 06.03.2013
Tom LiehrGeisterfahrer
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Geisterfahrer
Geisterfahrer
 (34)
Erschienen am 15.02.2008
Tom LiehrLandeier
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Landeier
Landeier
 (27)
Erschienen am 22.09.2017
Tom LiehrStellungswechsel
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Stellungswechsel
Stellungswechsel
 (24)
Erschienen am 25.09.2007

Interview mit Tom Liehr

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Mein erster Langtext entstand, als ich dreizehn war, ein SF-Monster-Manuskript mit dem Titel "Der Aufstand der Menschen". Der erste Roman von mir wurde fast 30 Jahre später publiziert, "Radio Nights" bei Aufbau, inzwischen sind es fünf und der sechste folgt im Sommer 2011. Wie es dazu kam? Ich habe mich mit einem (nicht veröffentlichungsfähigen) Manuskript bei der Agentur Michael Meller beworben, irgendwann Ende der Neunziger. Meller sagte sinngemäß: "Scheiß Text, aber Sie können toll erzählen", also haben wir einen Vertretungsvertrag abgeschlossen. Und als ich dann das erste brauchbare Romanmanuskript fertiggestellt hatte, ging alles sehr schnell. Ein paar Wochen, nachdem ich es meiner Agentur geschickt hatte, saß ich bei Aufbau im Chefbüro und schüttelte Hände.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Meine Inspirationsquelle sind Menschen, nicht die Texte anderer Autoren. Ich versuche auch nicht, bestimmte Schriftsteller nachzuahmen, obwohl mir seit ein paar Jahren der Vergleich mit Nick Hornby (dessen Bücher ich ganz okay finde, jedenfalls teilweise) an der Backe hängt. Eine Zeitlang haben mich die amerikanischen Erzähler - Irving, Updike, Roth, DeLillo usw. - sehr beeindruckt, aber ich fürchte, das stagniert inzwischen. Diejenigen, die als Nachfolger gehandelt werden, etwa Jonathan Franzen, begeistern mich nur eingeschränkt. Ich lese gerne die Bücher von Thomas Glavinic, Juli Zeh, Clemens Berger, Heinrich Steinfest, Wolf Haas. Ich mag Haruki Murakami, Ian McEwan, Leon de Winter, Chuck Palahniuk, aber auch Matt Beaumont und Jonathan Tropper, um einige zu nennen. Ich verehre Frank Schulz, ohne auch nur das geringste Bedürfnis zu verspüren, seine Richtung einzuschlagen. Ich gebe mir gelegentlich Terry Pratchett und ähnliche, zur Entspannung. Aber eigentlich mag ich alle Autoren, die großartige Geschichten auf originelle, interessante, spannende, unterhaltsame Weise erzählen. Und ich lese gerne SF, vor allem von Dan Simmons, Iain Banks, John Scalzi und Peter F. Hamilton. Irgendwann werde ich vielleicht meine Jugendidee wieder aufgreifen und einen SF-Roman schreiben.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Das wäre toll, wenn es einen Ort oder so gäbe, wo man sich die Ideen holen kann! Spaß beiseite. Ich fürchte, es geht mir da wie vielen anderen Autoren: Die Ideen sind plötzlich da, und man weiß kaum mehr, woher und warum. Okay, bei meinem Erstling habe ich lange darüber nachgedacht, zu welchem Thema ich viel sagen kann, das zu diesem Thema noch nicht gesagt wurde, und da ich mal eine Radiostation hatte, bot sich dieses Sujet an. Mein zweites Buch erzählt eigentlich die Geschichte eines guten Freundes, ein bisschen auch meine eigene, aber wie es zu der Idee kam - keine Ahnung. Nur bei meinem bisher letzten Roman weiß ich das noch ganz genau: Ich saß mit meinem Lektor beim Bierchen und wir erzählten uns gegenseitig Urlaubsgeschichten. Irgendwann fiel der Begriff "Pauschaltourist". Da sagte mein Lektor: "Das wäre ein schöner Buchtitel." Und schon war die Idee geboren.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Über Facebook, über meine Website, über Leserbriefe - die ich akribisch beantworte. Über Lesungen. Über Leser- und Bücherportale wie die "Büchereule". Aber eigentlich ist es eher umgekehrt: Die Leser halten den Kontakt mit mir. Es ist mir, um ehrlich zu sein, noch immer ein bisschen peinlich, plötzlich (<hüstel> seit inzwischen 8 Jahren) professioneller Schriftsteller zu sein, und ich reagiere lieber als dass ich agiere. Aber ich finde es toll, dass die Distanz zwischen Autoren und Lesern inzwischen so stark verringert wurde.

Wann und was liest Du selbst?

Ich lese, wann immer ich kann, abends im Bett, nachts in der Kneipe, im Zug, im Urlaub (tonnenweise), am Wochenende in der Bücherlandschaft, die meine Frau und ich uns in die Wohnung haben bauen lassen. Es gibt nichts Wichtigeres für Autoren. Aber ich tue es vor allem, weil Bücher schlicht und ergreifend großartig sind. Übrigens selbst die nicht so guten. Fast jede Geschichte ist letztlich ein Gewinn. Und was ich lese? Siehe Antwort auf Frage 3.

Neue Rezensionen zu Tom Liehr

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engineerwifes avatar

Rezension zu "Sommerhit" von Tom Liehr

Abgerechnet wird immer zum Schluss ....
engineerwifevor 4 Monaten

Was für eine positive Überraschung dieses Buch für mich darstellte, wer hätte das gedacht! Mit dieser Art von Geschichte hatte ich gar nicht gerechnet.
Er hatte es wirklich nicht einfach im Leben, der junge Falk Lutter. Während seine Zeit in der DDR schon eine Herausforderung darstellte, entwickelte sich das Leben im Westen für die ganze Familie zur Hölle. Es scheint, als ob die Familie an der Flucht zerbricht. Ein Verrat in den eigenen Reihen überlebt sie nur schwer. Dieser Roman zeigt aber auch sehr eindringlich, was exzessives Mobbing mit einem Menschen anstellen kann. In unendlich grausamer Form müssen das Falk und einige seiner Klassenkameraden am eigenen Leib erfahren und erleiden. Doch Falk gibt nicht auf, er lässt sich nicht brechen und nimmt schließlich am Ende – inzwischen als Martin Gold bekannt - ultimative Rache.
Es war mir eine Freude, dieses Buch mit seinen fein ausgearbeiteten Charakteren zu lesen. Den Namen Tom Liehr werde ich mir merken. 

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winter-chills avatar

Rezension zu "Sommerhit" von Tom Liehr

Die Rache des Außenseiters
winter-chillvor einem Jahr

Einer der auszog, um es allen zu zeigen: Falk Lutter ist 14 Jahre alt, als seine Mutter mit ihm im Jahr 1980 aus der DDR flieht. Vater und Schwester bleiben auf tragische Weise zurück. Von da an ist Falks bis dahin unbeschwerte Kindheit vorbei: Von Anfang an ist er in seiner neuen Klasse in Westberlin der Ostler und Außenseiter. Jahrelang wird er von seinen Mitschülern gequält und schlecht behandelt. Doch dann erkennt er, dass es vielleicht gar nicht so schlecht war, ein Außenseiter zu sein, denn gerade auch deshalb hat Falk seinen Weg gemacht und wurde mit den Jahren zum berühmten Popstar Martin Gold. Und endlich, zum 27-jährigen Abi-Treffen zeigt er es allen. Die Zutaten für seinen Roman Sommerhit hat Tom Liehr im Großen und Ganzen ganz gut gewählt: wir haben ein bisschen DDR-Geschichte, ein Ost-West-Familiendrama, die erste Liebe, Freundschaft, ein dunkles Geheimnis und nicht zuletzt einen sympathischen Protagonisten, mit dem man anfangs mitleidet und mit man sich später freut, wenn er seine Musikerkarriere hinlegt. Alles garniert mit dem Flair der 80er und 90er. Der Schreibstil ist recht angenehm, voller Witz und Wärme. Trotz allem konnte mich der Roman nicht hundertprozentig überzeugen – mir hat da einfach ein bisschen mehr Raffinesse gefehlt, sprich unerwartete Wendungen, ein höheres Erzähltempo und vor allem weniger Klischees. So ist zum Beispiel Falks Schulkasse doch recht schablonenartig gezeichnet: es gibt die typischen coolen Draufgänger, die das Sagen haben, ihre Mitläufer und ein paar wenige Außenseiter – darunter natürlich der Nerd mit Käsefüßen. Dass sich sogar die – natürlich recht tölpelhaften und freakigen – Lehrer von den Cliquenanführern derart einschüchtern lassen, dass sie nichts unternehmen, finde ich zudem recht unglaubwürdig.  Genauso ging es mir mit der DDR-Geschichte – auch hier war mir einiges einfach zu unglaubwürdig und übertrieben dargestellt (speziell Sonjas Geschichte). Zwar hat der Roman durchaus eine Botschaft, so richtig erreicht hat sie mich aber nicht. An sich eine nette, kurzweilige Geschichte für zwischendurch, der große Wurf war es für mich aber nicht.

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Soerens avatar

Rezension zu "Nachttankstelle" von Tom Liehr

Nicht so witzig, aber auch nicht sooo tiefgründig
Soerenvor einem Jahr

Tom Liehr hat uns (unter anderem) bereits die „Radio Nights“ den „Sommerhit“ und die „Leichtmatrosen“ beschert. Sein 2015er Roman „Nachttankstelle“ zeigt uns einen weiteren einsamen Charakter, der nicht so ganz im Leben angekommen ist. Mit seinen 38 Jahren arbeitet Uwe Fiedler nachts in der Tankstelle, führt eine monotone Beziehung, die eigentlich keine mehr ist und ist auch sonst ziemlich neben der Spur. Doch die Dinge ändern sich und plötzlich steht Uwe ohne Freundin, ohne die alte Wohnung und ohne Job da. Es ist der Beginn einer Reise, die Uwes längst überfälligen Reifeprozess in Gang setzt.

Der Titel „Nachttankstelle“ ist etwas irreführend, weil eben dieser Ort mit der Handlung wenig bis gar nichts zu tun hat. Auch Uwes fieser Chef und alles, was damit zusammenhängt, spielen ab der Hälfte des Romans auf einmal gar keine Rolle mehr. Stattdessen geht es um psychotische Frauen, alte Bekanntschaften aus der Vergangenheit und eine ominöse Erbschaft.

Das Buch ist nicht so witzig wie die vorherigen, allerdings auch nicht sooo tiefgründig, dass man nach jedem zweiten Satz innehalten muss. Im Gegensatz zu früheren Liehr-Bücher kam ich diesmal in die Handlung nicht so leicht hinein und wusste längere Zeit auch nicht recht, worauf der Autor überhaupt hinaus wollte. Auch nach dem Buch bin ich mir unschlüssig darüber.

Schade fand ich, dass es Liehr auf den letzten dreißig, vierzig Seiten auf einmal sehr eilig hatte, so als hätte er die Lust verloren und würde deshalb versuchen, die Handlung schnell abzuhandeln. Deshalb bleiben am Ende auch einige Fragen offen.

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Gespräche aus der Community

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TomLs avatar
Vier Männer und eine Tusse
Sie sind bestenfalls Bekannte: Simon, der unzuverlässige Handwerker mit dem Handy-Tick, Henner, der Pfarrer, der gestärkte Hemden liebt, Mark, der Berufschaot, der mit weit über dreißig noch bei seinen Eltern wohnt, und Patrick, der Lektor mit Liebeskummer. Aus einer Laune heraus buchen sie eine Tour auf einem riesigen Hausboot - und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. "Leichtmatrosen" ist ein sehr amüsanter, überraschender Roman über vier Männer, deren Leben so nicht weitergehen kann, ein Buch mit Tiefgang in jedem Wortsinn, und eine Liebeserklärung an die wunderschöne Landschaft zwischen Berlin, Ostsee und Elbe.
Der Verlag stellt 25 Exemplare zur Verfügung, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mal eine Leserunde bei Lovelybooks auszuprobieren. Die Bücher wären rechtzeitig zum offiziellen Erscheinungstermin bei den Gewinnern.
Herzlich,
Tom Liehr

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Es ist das Paradies.
Es ist die Hölle.
Man nennt es Landleben.

Sebastian Kunze ist als Großstadtjournalist gescheitert. Er landet mit Frau und Tochter in der brandenburgischen Provinz, denn Melanie ist Psychotherapeutin, und auf dem Land gibt es, was sie braucht: Einen Kassensitz und therapiebedürftige Menschen. Doch die ländliche Realität zwischen Gurkenständen und Landgaststätten hält für das Paar einige Überraschungen bereit. Melanie traut sich bald kaum mehr auf die Straße - wegen all der «Bescheuerten». Sebastian hingegen lernt die Überschaubarkeit des neuen Lebens zu schätzen ...
(Klappentext)

In meinem inzwischen zehnten Roman erzähle ich von einem, der sich für den Mittelpunkt der Welt hält, bis er feststellen muss, dass die Welt eigentlich auch ohne ihn ganz gut zurechtkommt - und sowieso ganz anders ist, als er sich das einbildet, vor allem außerhalb seiner geliebten Großstadt. Ich würde mich freuen, wenn sich ein paar Teilnehmer fänden, die bereit wären, gemeinsam mit mir dieses Buch zu lesen, in Fetzen zu reißen oder ganz okay zu finden. Unter den Mitlesebewerbern werden 20 Freiexemplare verlost, die übrigens vor dem Erscheinungstermin versandt werden.
Zur Leserunde
aufbauverlags avatar

Tom Liehr-Fans aufgepasst! Am 14. April erscheint sein neuer Roman "Leichtmatrosen". Aus diesem Anlass geht das beliebte Aufbau-Bilderquizzzzz in eine neue Runde und neue Wege, und zwar als "extended version" - zum ersten Mal auch bei LovelyBooks. 

Zu gewinnen gibt es 4 Ex. des Romans sowie 4 "Leichtmatrosen"-T-Shirts, die ein Muss für jeden Kleiderschrank sind. Alles was Ihr dafür tun müsst, ist, in beigefügtem Suchbild 3 von 5 Fehlern zu finden und Eure Lösungen an holland@aufbau-verlag.de zu schicken.

Hier geht´s zum Bilderquizzzzz.

Ein weiteres - handsigniertes - Buch verlosen wir unter denjenigen, die uns an dieser Stelle sagen, wen sie am liebsten auf eine 10tägige Hausboottour mitnehmen würden. Das T-Shirt gibt´s natürlich auch dazu. ;)

Einsendeschluss ist Donnerstag, 18. April, 12.00 Uhr mittags.

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg!

Ahoi
Brit vom Aufbau Verlag

Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Tom Liehr wurde am 03. Dezember 1962 in Berlin geboren.

Tom Liehr im Netz:

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von 7 Lesern aktuell gelesen

von 13 Lesern gefolgt

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