Tom Liehr

 4,1 Sterne bei 364 Bewertungen
Autor von Leichtmatrosen, Idiotentest und weiteren Büchern.
Autorenbild von Tom Liehr (© privat)

Lebenslauf von Tom Liehr

Tom Liehr wurde 1962 in Berlin geboren. Seinen ersten Science-Fiction-Roman schrieb er als 14jähriger, weil er in einem Schreibmaschinenkurs so schnell tippen wollte wie seine Mitschülerinnen. Nach seinem Abitur studierte er Informatik, danach arbeitete er beim P.M. Magazin, als Unternehmensberater, Rundfunkproduzent und DJ tätig. Seit 1998 Besitzer eines Unternehmens für Softwareentwicklung.Im Jahre 1990, nach einer künstlerischen Verschnaufpause, wurde er Sieger und Drittplazierter des ersten "Playboy-Literaturwettbewerbs". Im Jahr 2003 erschien im Aufbau-Verlag sein erster Roman "Radio Nights", es folgten dort "Idiotentest" (2005), "Stellungswechsel" (Filmadaption, 2007), "Geisterfahrer" (2008),  "Pauschaltourist" (2009), "Sommerhit" (2011) und "Leichtmatrosen" (2013). "Leichtmatrosen" ist im Jahr 2017 im Auftrag der ARD verfilmt worden. Ab dem Jahr 2015 wurden die Romane von Tom Liehr bei Rowohlt publiziert, zuerst "Nachtankstelle" (2015) und dann "Landeier" (2017). Der insgesamt elfte Roman "Die Wahrheit über Metting" erschien im Oktober 2020.

Botschaft an meine Leser

Huhu.

Keine Ahnung, wie das gekommen ist, aber offenbar bin ich irgendwie als Autor von "lustigen Jungsbüchern" verortet worden, wobei mit "Jungs" Männer jenseits der 30 gemeint sind. Das trifft möglicherweise auf "Leichtmatrosen" und "Pauschaltourist" zu, aber z.B. "Sommerhit" und "Nachttankstelle" und "Die Wahrheit über Metting" behandeln ernstere Themen als etwa dasjenige, wie eine gut gefüllte Babywindel zu wechseln ist. Was ich sagen will: Gebt nichts auf diese Etiketten. Tatsächlich ist das Lesen von Bücher oft ein exzellenter Weg, um sich von ihnen zu befreien.

Herzlich,
Tom Liehr

Alle Bücher von Tom Liehr

Cover des Buches Leichtmatrosen (ISBN: 9783352008535)

Leichtmatrosen

 (56)
Erschienen am 15.04.2013
Cover des Buches Idiotentest (ISBN: 9783746621838)

Idiotentest

 (47)
Erschienen am 23.09.2005
Cover des Buches Radio Nights (ISBN: 9783746630335)

Radio Nights

 (46)
Erschienen am 18.08.2014
Cover des Buches Sommerhit (ISBN: 9783746629209)

Sommerhit

 (37)
Erschienen am 06.03.2013
Cover des Buches Pauschaltourist (ISBN: 9783746625331)

Pauschaltourist

 (39)
Erschienen am 10.10.2009
Cover des Buches Geisterfahrer (ISBN: 9783746623825)

Geisterfahrer

 (36)
Erschienen am 15.02.2008
Cover des Buches Die Wahrheit über Metting (ISBN: 9783499001840)

Die Wahrheit über Metting

 (28)
Erschienen am 13.10.2020
Cover des Buches Landeier (ISBN: 9783499291098)

Landeier

 (31)
Erschienen am 22.09.2017

Interview mit Tom Liehr

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Mein erster Langtext entstand, als ich dreizehn war, ein SF-Monster-Manuskript mit dem Titel "Der Aufstand der Menschen". Der erste Roman von mir wurde fast 30 Jahre später publiziert, "Radio Nights" bei Aufbau, inzwischen sind es fünf und der sechste folgt im Sommer 2011. Wie es dazu kam? Ich habe mich mit einem (nicht veröffentlichungsfähigen) Manuskript bei der Agentur Michael Meller beworben, irgendwann Ende der Neunziger. Meller sagte sinngemäß: "Scheiß Text, aber Sie können toll erzählen", also haben wir einen Vertretungsvertrag abgeschlossen. Und als ich dann das erste brauchbare Romanmanuskript fertiggestellt hatte, ging alles sehr schnell. Ein paar Wochen, nachdem ich es meiner Agentur geschickt hatte, saß ich bei Aufbau im Chefbüro und schüttelte Hände.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Meine Inspirationsquelle sind Menschen, nicht die Texte anderer Autoren. Ich versuche auch nicht, bestimmte Schriftsteller nachzuahmen, obwohl mir seit ein paar Jahren der Vergleich mit Nick Hornby (dessen Bücher ich ganz okay finde, jedenfalls teilweise) an der Backe hängt. Eine Zeitlang haben mich die amerikanischen Erzähler - Irving, Updike, Roth, DeLillo usw. - sehr beeindruckt, aber ich fürchte, das stagniert inzwischen. Diejenigen, die als Nachfolger gehandelt werden, etwa Jonathan Franzen, begeistern mich nur eingeschränkt. Ich lese gerne die Bücher von Thomas Glavinic, Juli Zeh, Clemens Berger, Heinrich Steinfest, Wolf Haas. Ich mag Haruki Murakami, Ian McEwan, Leon de Winter, Chuck Palahniuk, aber auch Matt Beaumont und Jonathan Tropper, um einige zu nennen. Ich verehre Frank Schulz, ohne auch nur das geringste Bedürfnis zu verspüren, seine Richtung einzuschlagen. Ich gebe mir gelegentlich Terry Pratchett und ähnliche, zur Entspannung. Aber eigentlich mag ich alle Autoren, die großartige Geschichten auf originelle, interessante, spannende, unterhaltsame Weise erzählen. Und ich lese gerne SF, vor allem von Dan Simmons, Iain Banks, John Scalzi und Peter F. Hamilton. Irgendwann werde ich vielleicht meine Jugendidee wieder aufgreifen und einen SF-Roman schreiben.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Das wäre toll, wenn es einen Ort oder so gäbe, wo man sich die Ideen holen kann! Spaß beiseite. Ich fürchte, es geht mir da wie vielen anderen Autoren: Die Ideen sind plötzlich da, und man weiß kaum mehr, woher und warum. Okay, bei meinem Erstling habe ich lange darüber nachgedacht, zu welchem Thema ich viel sagen kann, das zu diesem Thema noch nicht gesagt wurde, und da ich mal eine Radiostation hatte, bot sich dieses Sujet an. Mein zweites Buch erzählt eigentlich die Geschichte eines guten Freundes, ein bisschen auch meine eigene, aber wie es zu der Idee kam - keine Ahnung. Nur bei meinem bisher letzten Roman weiß ich das noch ganz genau: Ich saß mit meinem Lektor beim Bierchen und wir erzählten uns gegenseitig Urlaubsgeschichten. Irgendwann fiel der Begriff "Pauschaltourist". Da sagte mein Lektor: "Das wäre ein schöner Buchtitel." Und schon war die Idee geboren.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Über Facebook, über meine Website, über Leserbriefe - die ich akribisch beantworte. Über Lesungen. Über Leser- und Bücherportale wie die "Büchereule". Aber eigentlich ist es eher umgekehrt: Die Leser halten den Kontakt mit mir. Es ist mir, um ehrlich zu sein, noch immer ein bisschen peinlich, plötzlich (<hüstel> seit inzwischen 8 Jahren) professioneller Schriftsteller zu sein, und ich reagiere lieber als dass ich agiere. Aber ich finde es toll, dass die Distanz zwischen Autoren und Lesern inzwischen so stark verringert wurde.

Wann und was liest Du selbst?

Ich lese, wann immer ich kann, abends im Bett, nachts in der Kneipe, im Zug, im Urlaub (tonnenweise), am Wochenende in der Bücherlandschaft, die meine Frau und ich uns in die Wohnung haben bauen lassen. Es gibt nichts Wichtigeres für Autoren. Aber ich tue es vor allem, weil Bücher schlicht und ergreifend großartig sind. Übrigens selbst die nicht so guten. Fast jede Geschichte ist letztlich ein Gewinn. Und was ich lese? Siehe Antwort auf Frage 3.

Neue Rezensionen zu Tom Liehr

Cover des Buches Sommerhit (ISBN: 9783746629209)NoraAmelies avatar

Rezension zu "Sommerhit" von Tom Liehr

Der "Sommerhit" wirkt nach
NoraAmelievor 3 Monaten

Ein spannender, einfühlsamer Roman vor dem Hintergrund deutsch-deutscher Geschichte. Da sage noch einer, der Wenderoman sei tot. Tom Liehr beweist entgegen dieser Behauptungen, dass es viele Arten gibt, die "Wende"-Geschichte über die Zeit zu retten. Und das finde ich persönlich absolut wichtig.

Falk Lutters Wende war die überstürzte Flucht aus der DDR in den Westen. Doch wo er gehofft hatte, Freunde zu finden, fand er dieselben menschlichen Abgründe, wie es sie auch im Osten gegeben hat.

Eine Geschichte über Schuld und Sühne, Hass und Vergebung. Lange wartet der Leser auf den Moment der Rache. Als er schließlich kommt, verspürt er Genugtuung. Aber ebenso Bedauern, sich von Liehrs Protagonisten verabschieden zu müssen.

Tom Liehr ist auf jeden Fall ein Autor, den man sich merken sollte. 

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Cover des Buches Die Wahrheit über Metting (ISBN: 9783499001840)lilli1906s avatar

Rezension zu "Die Wahrheit über Metting" von Tom Liehr

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lilli1906vor 5 Monaten

Dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen, weil ich es echt originell finde, dass es in einem Altersheim spielt. Das Buch wird erzählt von dem Ich Erzähler Tom, am Anfang der Geschichte ist er 12 Jahre alt und lebt mit seinen Eltern in einer Wohnung des Altersheim "Horizont" in Metting, weil seine Eltern dieses Altersheim betreiben. Dadurch wächst er schon völlig anders auf als andere Kinder, da er ständig von alten Menschen umgeben ist und auch der Tod dieser Menschen für ihn zum Alltag gehört. 

Er verliebt sich mit 13 in die 82 jähige Heimbewohnerin Marieluise - dies ist aber eine sehr unschuldige Liebe. Im Prinzip findet er dort die Zuwendung, die seine Eltern ihm nicht geben (können).


Tom erzählt uns von dieser Zeit, bis er mit 18 mit seinen Eltern bricht und Metting verlässt. Der zweite Teil des Buches spielt 30 Jahre später und führt Tom am Ende zurück....


Ich mag den Schreibstil des Autors total gerne. Ich konnte das Buch in einem Rutsch durchlesen und habe das Lesen wirklich genossen. Tom ist ein interessanter und gut ausgearbeiteter Charakter - und auch die anderen Charakter sind detailliert ausgearbeitet und haben alle ihre Ecken und Kanten. In dem Buch steckt viel Tragik, aber auch eine Menge Humor und Gesellschaftskritik. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen!.

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Cover des Buches Die Wahrheit über Metting (ISBN: 9783499001840)Kathrin_Schroeders avatar

Rezension zu "Die Wahrheit über Metting" von Tom Liehr

Auf den zweiten Blick lohnendes Buch
Kathrin_Schroedervor 5 Monaten

Tom Liehr - Die Wahrheit über Metting

Geschichte eines Jungen, der in einem Altenheim aufwächst und des Mannes, der seinen Platz in der Welt sucht.

Ungewöhnliche, manchmal etwas sperrige Personen. Ungewöhnliches Verhalten und unventionelle Beziehungen zusammen mit der Suche nach dem Sitz des eigenen Lebens.

Für mich beginnt die Geschichte ein wenig sperrig, die "Helden" schmeicheln sich nicht gerade ein, lassen aber Raum für die eigene Sicht auf sie. Rassismus in verschiedenen Ausführungen und Gewalt wird angesprochen ohne sich in der Geschichte aufzudrängen.

Für mich brauchte es anfang ein wenig Überwindung mich in der Geschichte fallenzulassen, am Ende war sie rund und eine lohnende Leseerfahrung.

#Netgalleyde #DieWahrheitüberMetting #TomLiehr #Rezension #KathrinliebtLesen #Bookstagram

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Gespräche aus der Community

25 TB-Freiexemplare und autorenbegleitete Leserunde zum elften Roman von Tom Liehr ("Leichtmatrosen", "Nachttankstelle", "Landeier"). Ich freue mich über den Austausch mit Euch zur Geschichte rund um Tomás Lebesanft, der in einem Altenheim aufwächst und das Leben sozusagen rückwärts kennenlernt.

Metting ist keine Tätigkeit und kein Mensch, sondern ein Ort, aber auch den gibt es nur in meiner Fantasie, jedenfalls das Metting in Niedersachsen, in dem "Die Wahrheit über Metting" überwiegend spielt. Dort wird Tomás Lebesanft groß, im "Alten- und Pflegeheim Horizont" in Metting-Hasenhügel. Dort lernt er auch seine erste große Liebe kennen, die fast siebzig Jahre ältere Marieluise Benedickt. 

Ich freue mich darauf, mit Euch zusammen dorthin zu reisen, und von Euch zu hören, wie Euch die Reise gefällt!

Herzlich,
Tom Liehr

«Tom Liehr ergründet mit großer Freude die verschlungenen Pfade des Lebens und fördert dabei immer wieder die liebenswert dämlichsten Menschen zutage: uns ...» (Edgar Rai)

Buchseite beim Verlag

298 BeiträgeVerlosung beendet
Vier Männer und eine Tusse
Sie sind bestenfalls Bekannte: Simon, der unzuverlässige Handwerker mit dem Handy-Tick, Henner, der Pfarrer, der gestärkte Hemden liebt, Mark, der Berufschaot, der mit weit über dreißig noch bei seinen Eltern wohnt, und Patrick, der Lektor mit Liebeskummer. Aus einer Laune heraus buchen sie eine Tour auf einem riesigen Hausboot - und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. "Leichtmatrosen" ist ein sehr amüsanter, überraschender Roman über vier Männer, deren Leben so nicht weitergehen kann, ein Buch mit Tiefgang in jedem Wortsinn, und eine Liebeserklärung an die wunderschöne Landschaft zwischen Berlin, Ostsee und Elbe.
Der Verlag stellt 25 Exemplare zur Verfügung, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mal eine Leserunde bei Lovelybooks auszuprobieren. Die Bücher wären rechtzeitig zum offiziellen Erscheinungstermin bei den Gewinnern.
Herzlich,
Tom Liehr

272 BeiträgeInvalid date
Es ist das Paradies.
Es ist die Hölle.
Man nennt es Landleben.

Sebastian Kunze ist als Großstadtjournalist gescheitert. Er landet mit Frau und Tochter in der brandenburgischen Provinz, denn Melanie ist Psychotherapeutin, und auf dem Land gibt es, was sie braucht: Einen Kassensitz und therapiebedürftige Menschen. Doch die ländliche Realität zwischen Gurkenständen und Landgaststätten hält für das Paar einige Überraschungen bereit. Melanie traut sich bald kaum mehr auf die Straße - wegen all der «Bescheuerten». Sebastian hingegen lernt die Überschaubarkeit des neuen Lebens zu schätzen ...
(Klappentext)

In meinem inzwischen zehnten Roman erzähle ich von einem, der sich für den Mittelpunkt der Welt hält, bis er feststellen muss, dass die Welt eigentlich auch ohne ihn ganz gut zurechtkommt - und sowieso ganz anders ist, als er sich das einbildet, vor allem außerhalb seiner geliebten Großstadt. Ich würde mich freuen, wenn sich ein paar Teilnehmer fänden, die bereit wären, gemeinsam mit mir dieses Buch zu lesen, in Fetzen zu reißen oder ganz okay zu finden. Unter den Mitlesebewerbern werden 20 Freiexemplare verlost, die übrigens vor dem Erscheinungstermin versandt werden.
285 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Tom Liehr wurde am 04. Dezember 1962 in Berlin geboren.

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von 64 Lesern aktuell gelesen

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