Landeier

von Tom Liehr 
3,9 Sterne bei27 Bewertungen
Landeier
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Positiv (23):
Claddys avatar

Wer die Kombination von Witz und Anspruch mag, sollte unbedingt Sebastian Kunze kennenlernen.

Kritisch (2):
T

Schade, denn aus diesem Buch hätte man wirklich eine lustige Geschichte machen können.

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Inhaltsangabe zu "Landeier"

Sebastian Kunze ist als Großstadtjournalist gescheitert. Er landet mit Frau und Tochter in der brandenburgischen Provinz, denn Melanie ist Psychotherapeutin, und auf dem Land gibt es, was sie braucht: Einen Kassensitz und therapiebedürftige Menschen. Doch die ländliche Realität zwischen Gurkenständen und Landgaststätten hält für das Paar einige Überraschungen bereit. Melanie traut sich bald kaum mehr auf die Straße - wegen all der 'Bescheuerten'. Sebastian hingegen lernt die Überschaubarkeit des neuen Lebens zu schätzen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499291098
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:22.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Claddys avatar
    Claddyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wer die Kombination von Witz und Anspruch mag, sollte unbedingt Sebastian Kunze kennenlernen.
    Mit SK kann man sehr viel Spaß haben

    Für den Journalisten Sebastian Kunze läuft gerade alles nicht so, wie er es gebrauchen könnte. Weil die Zeitschrift, für die er seine Kolumnen und Restaurantkritiken schreibt, insolvent ist, verliert er seinen Job. Seine Frau ist, obgleich er sich heimlich sterilisieren ließ, zum zweiten Mal schwanger. Und zu allem Überfluss kauft sie ein Haus in dem winzigen Ort Brunn im Spreewald, eine gute Autostunde von Berlin, Sebastians Lebensmittelpunkt, entfernt, um dort einen Neustart zu versuchen. 

    Tom Liehr liefert einen Protagonisten, wie man ihn weniger kaum mögen könnte. Arrogant, selbstgefällig und egozentrisch, analysiert und kritisiert er alles, was ihm unter die Augen kommt. Einzig seine Frau Melanie verlangt ihm ab und zu eine anerkennende Bemerkung ab, was ihn nicht daran hindert, sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu betrügen. 

    Damit auch kein einziger der überheblichen Gedanken, die vor Sexismus und Political Incorrectness nur so triefen, dem Leser entgeht, berichtet Sebastian Kunze in Ichform. Da er ein gebildeter und intellektueller Zeitgenosse mit der Gabe genauen Hinschauens und der Freude an gewagten Analysen ist, sind seine Auslassungen originell und amüsant. Diese Sicht des Satirikers, der scharfe Beobachtungen mit eigenen, meist verheerenden Beurteilungen anreichert, unterhält auf höchstem Niveau.

    Auch über seine Frau, die Psychotherapeutin Melanie, erfahren wir einiges. Immer wieder sind kurze Tagebucheintragungen eingefügt, die ihre Gedanken und Gefühle festhalten. Die Distanz, die sie in Berlin zu ihren Patienten gewohnt war, beginnt sie hier im Dörfchen Brunn schon bald zu vermissen.

    Liebevoll und exakt sind sämtliche Personen gezeichnet. Alle bereichern durch individuelle Schrullen.

    Der trockene, intelligente Humor unterhält auf hohem Niveau. Auch kleinste Details sind derartig durchdacht, dass sich für maximalen Unterhaltungswert sehr aufmerksames Lesen empfiehlt. 

    Würde nicht das Ganze zum Ende hin eine Spur zu seicht, wäre dieses Buch sicher ein Volltreffer gewesen. Aber vielleicht gefällt ja dem einen oder anderen Leser genau das: in SK auch die guten Seiten entdecken zu dürfen.

    Jeder, der exzellenten Schreibstil gepaart mit messerscharfem Witz genießen kann, sollte hier unbedingt zugreifen. 


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    berkas avatar
    berkavor 2 Jahren
    Das SK Projekt


    Dies Buch ist eine 9. Was das bedeutet erfahrt Ihr im Buch recht schnell. Und Ihr werdet entsetzt sein.

    Der Titel lässt eine weitere Variante aus der Reihe 'Städter zieht aufs Land und züchtet Bohnen' erwarten. Das kommt zwar am Rande auch vor, bildet aber keineswegs das Zentrum der Geschichte. Und die Jahreszeiten spielen auch keine Rolle.

    Vielmehr geht es um einen äußerst arroganten Journalisten der seinen Job verliert und seiner reizenden Gattin in den Spreewald folgt. Dabei wandelt er sich mehr als seine Squaw und es kommt zu einigen Verwicklungen, mehr wird hier nicht verraten.

    Die äußere Form: wechselnde Tagebucheinträge der beiden Hauptdarsteller, seine sind deutlich länger. In Ich-Form um die Identifikation zu erleIchtern, das funktioniert gut. Es gibt eine Fülle von Nebenfiguren die äußerst lebendig geschildert werden, das macht neben den flotten Handlungswechseln den Reiz des Buches aus.

    Kurzweilige Unterhaltung, nicht nur für Spreewald-Besucher und Liebhaber.

    Und warum ist das Buch nur eine 9? Weil die 10 als Höchstwertung halt sehr schwer erreichbar ist und sparsam vergeben werden sollte, gerade wie es SK uns vormacht.

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    E
    einialbertvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: kurzweilige Unterhaltung
    Erstens kommt es anders...

    Der selbstherrliche Journalist Sebastian Kunze fällt aus allen Wolken, sein Job ist ohne Vorwarnung weg und seine Frau hat klamm heimlich ein Haus im Spreewald erstanden, um dort eine Praxis für Psychotherapie zu eröffnen und die gemeinsame Tochter dort in behütetem Umfeld aufzuziehen.

    Und jetzt, soll Kunze wirklich weg aus "seinem" Berlin, das doch ohne ihn eigentlich gar nicht existieren kann? Soll er sich wirklich auf saure Gurken und Landeier einlassen?

    Erleben Sie mit Sebastian und Melanie Kunze einen Kulturschock der anderen Art. Amüsant, wie verloren Großstädter auf dem flachen Land sein können. Und wo leben die wahren Freaks, in Berlin oder im Spreewald?

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    Monices avatar
    Monicevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Geschichte die Augen öffnen kann.
    Stadt kann jeder, aber Land muss man können.

    In "Landeier" von Tom Liehr, wird ganz toll gezeigt wie einfach und anonym das Leben in einer Großstadt ist und wie kompliziert und persönlich das Leben auf dem Land dagegen sein kann. Ich hatte am Anfang ein kleines Problem in die Geschichte rein zu kommen und das lag allein an der Arroganz des Hauptprotakonisten. Doch nach einigen Seiten hatte ich seine Art verstanden und konnte es umsetzten für mich. Das Buch hat sich ansonsten gut gelesen. Melanie war mir sehr sympathisch, auch wenn sie es doch sehr Überrumpelt alle anderen vor Vollendete Tatsachen gestellt hat. Der Schreibstil, war locker und hat den Leser den die Seiten fließend lesen lassen. Leider gab es zwischendrin ein zwei Spannungsabfälle, so das es etwas zäh wurde, aber trotzdem war es ein Gutes Buch, was als leichte Lektüre für zwischendurch, trotzdem zum Nachdenken anregt.

    Inhalt:
    Für Sebastian Kunze ändert sich von jetzt auf gleich alles. Zuerst muss er über Umwege erfahren, das er seinen Job verloren hat, dann stellt ihn seine Frau Melanie vor eine Große Entscheidung und eine für ihn getroffenen Entscheidung wird zur Nebensache. Melanie hat ohne Sebastians wissen ein Haus im Spreewald gekauft und den Umzug organisiert. Mit Tochter und Mann will sie hier eine eigene Praxis aufbauen und das Leben neu starten. Doch Sebastian weiß nicht wie ihm geschieht, für ihn bliebt vorerst keine andere Wahl. Er der Städter und Frauenheld findet sich jetzt in der Provinz wieder und muss sich neu orientieren. Als Melanie verkündet Schwanger zu sein, zweifelt er an der Vaterschaft. Erst durch eine schwere Erkrankung seines besten Freundes öffnen sich seine Augen und er gesteht all seine Sünden. Die Hoffnung auf eine Familie aufgegeben, kommt dann vielleicht doch noch die Wende.

     

    Viel Spaß beim Lesen.

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    clairebs avatar
    clairebvor 2 Jahren
    Ein Roman für Stadtmenschen und Landeier.

    Als der Journalist Sebastian plötzlich seinen Job verliert, ändert sich alles. Seine Frau Melanie kauft sich ohne sein Wissen ein Haus im Spreewald, JWD, nicht in Berlin und möchte dort gerne mit Sebastian und der gemeinsamen Tochter wohnen. Aber auch Sebastian verschweigt Melanie so einiges. Zum einen lebt er trotz Ehe eher ein Junggesellenleben mit vielen Frauenbekanntschaften, viel Sex und wenig Verbindlichkeit und zum anderen hat er sich in Prag sterilisieren lassen.
    Melanie eröffnet in der Provinz eine psychotherapeutische Praxis, doch sie merkt schnell, dass es auch Schattenseiten hat, auf dem Land als Psychotherapeutin zu arbeiten und quasi die halbe Nachbarschaft zu therapieren.

    Tom Liehr überzeugt durch seinen lockeren und humorvollen Schreibstil. Durch den Aufbau der Kapitel, in denen mal die Geschichte aus Melanies und mal aus Sebastians Sicht erzählt wird, wird man als Leser gut abgeholt und kann sich gut in beide Protagonisten hineinversetzen.

    Insgesamt hat mir Landeier sehr gut gefallen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und kann den Roman nur weiterempfehlen.

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    KirstenSlottkes avatar
    KirstenSlottkevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine witzige Story mit Tiefgang und wunderbar ausgearbeitete Charaktere machen die "Landeier" zu einem Leseerlebnis.
    Leseerlebnis

    Der eher unsympathische Journalist Sebastian Kunze zieht mit seiner Frau Melanie unfreiwillig von Berlin ins Land der Spreewaldgurken. Die Annehmlichkeiten der Großstadt und das neue Landleben werden aus Sicht von Sebastian Kunze sehr plastisch geschildert. Dabei geht es in diesem Buch nicht um die oberflächliche Darstellung des ländlichen Lebens mit allem drum und dran. Auch wenn lebhafte Schilderungen desselben nicht zu kurz kommen. Vielmehr geht es um Sebastians Beziehung zu seiner Frau Melanie und zu seiner Tochter. Über diese Beziehung mit ihren Hochs und Tiefs wird alles andere als oberflächlich geschrieben. Und tiefgründig geht es auch um Sebastians Sicht von sich selbst, der Entwicklung seiner eigenen Person und sein Denken über, von und an Personen die ihm wichtig sind, oder es werden. Diesen Entwicklungsprozess liest man mit lockeren und leichten Worten, in einer Schreibweise, die es mir schwer gemacht haben, das Buch aus der Hand zu legen. Gefühle kommen auf keinen Fall zu kurz. Als Leserin habe ich in der Geschichte mitgelebt. Langeweile kam nie auf, vielmehr war permanent die Neugier vorhanden, wie es weitergeht. Selbst am Ende angelangt, hätte ich gerne noch mehr Zeit in dieser Geschichte verbracht. Hinzu kommen wunderbar ausgearbeitete Charaktere der Haupt- und Nebendarsteller, welche die "Landeier" zu einem Leseerlebnis machen.

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    P
    Pixibuchvor 2 Jahren
    Landeier

    Schon der Titel dieses Buches ist mir irgendwie sofort ins Auge gestochen. Der Inhalt geht leicht zu lesen, ist sehr flippig und beschreibt den Alltag einer "fast" normalen Familie in der heutigen Zeit. Sebastian in Journalist und ist in seinen Kolumnen nicht gerade zimperlich. So Mancher bekommt hier knüppeldick sein Fett ab. Er liebt sein leben, zuhause haltet seine Frau die Fäden in der Hand. Er betrügt Pocahontas und hat zu seiner kleinen Tochter so gut wie keine Beziehung. Doch dann macht sein Blatt pleite und er sitzt auf der Straße. Seine Frau wollte wegen des Kindes schon lange aus Berlin weg und hat im ehemaligen Osten in einem kleinen verschlafenen Ort ein Haus gekauft, in der sie auch eine Praxis für Psychotherapie betreiben will.  Natürlich paßt das dem Großstadtmenschen Sebastian überhaupt nicht. Aber wider Erwarten gibt es auch ein paar nette Leute in dem Ort. Er meint aber immer noch, dass er der BERLINER Journalist ist und so kommt es zu einigen Ungereimtheiten und Verständigungsschwierigkeiten. Der Autor beschreibt dies in so identischer und natürlicher Form, dass der Leser meint, mittendrin dabei zu sein. Gut beschreibt er auch den Unterschied zwischen der Weltstadt Berlin und dem heimeligen Dorf anderen Ende der Welt.Sein Sprachgefühl und seine Wortwahl sind wirklich außerordentlich gut geraten. Wer hier ein hochtrabendes Buch erwartet, liegt falsch. Dies ist eine Lektüre zur vollen Unterhaltung und zum Abschalten. Ich kann diesen Roman nur weiterempfehlen.

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    testandtryvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schade, denn aus diesem Buch hätte man wirklich eine lustige Geschichte machen können.
    Oft langweilig


    Das Cover:

    Abgebildet ist ein roter Traktor, der ein Autor abschleppt. Das passt zur Geschichte. Denn Sebastian wohnt nun mit seiner Familie auf dem Land und auch sein Auto wird einmal abgeschleppt. 

    Meine Rezension:
    Das Buch beginnt mit der Sterilisation von Sebastian, denn er möchte nach einer Tochter keine Kinder mehr. Schließlich hat er auch zu seiner kleinen Tochter kein inniges Verhältnis und Kinder findet er einfach nervig. Die Sterilisation lässt er in Prag durchführen ohne das seine Frau Melanie davon erfährt. Dann geht das Stadtmagazin für das er schreibt pleite. Plötzlich ist er arbeitslos und findet keinen neuen Job. Seine Frau Melanie macht sich dagegen mit einer Psychotherapie-Praxis auf dem Land in Brandenburg selbstständig. Das heißt die ganze Familie muss umziehen. Nun muss er sich um Kind und den Haushalt kümmern. Zusätzlich gibt es in der Provinz die seltsamsten Menschen, die oft in Melanies Praxis landen. Als erfährt das Melanie schwanger ist, verliert er das Vertrauen zu ihr und glaubt das sie ihn mit seinem Kumpel betrogen hat. Doch er macht Melanie keinen Vorwurf, sondern täuscht ihr eine perfekte Beziehung vor. Im Dorf tritt er einen Literaturzirkel bei und versucht sich einzugewöhnen. Sogar das Verhältnis zu seiner Tochter verbessert sich. Ob das Dorfleben am Ende doch noch die Beziehung rettet? Das müsst ihr selbst lesen.
    Es wird immer abwechselnd aus der Sicht von Sebastian und Melanie erzählt. Melanie schreibt immer kurze Tagebucheinträge über ihre Gedanken und Gefühle. Sebastian erzählt ausführlicher. Allerdings fand ich am Anfang Sebastian überhaupt nicht sympatisch und eher arrogant. Er macht sich lustig über andere und ist von sich selbst überzeugt. Die Pleite des Stadtmagazins bringt ihn wenigstens dazu von seinem hohen Ross herunterzusteigen und nicht mehr so zynisch wie in seinen Artikeln zu sein. Melanie ist hingegen eine selbstbewusste Frau, die eigentlich auch gut ohne Sebastian klarkommen würde. Warum sie sich nicht scheiden lassen, ist mir ein Rätsel. Sie sind eher noch wegen des gemeinsames Kindes zusammen. Als Melanie erneut schwanger wird, zerbröckelt die Beziehung immer mehr, denn Sebastian kann ja eigentlich nicht der Vater sein. Ich muss zugeben das ich mich mit dem Lesen schwer getan habe. Denn der Schreibstil des Autors gefällt mir gar nicht. Es wird oft lang und ausschweifend über Nebensächlichkeiten berichtet, so dass es einfach langweilig wird. Ich habe das Buch sogar eine Woche beiseite gelegt, weil mich die Geschichte nur noch genervt hat. Da habe ich lieber Musik gehört oder Filme angeschaut. Nur ablenken, so dass ich das Buch nicht weiterlesen muss. Ungefähr solche Ablenkungen wie damals, wenn ich keine Lust zum Lernen hatte. Doch dann habe ich das Buch letztendlich doch ausgelesen. Dabei habe ich aber viel übersprungen, wenn es wieder um Nebensächlichkeiten ging. Das Ende ist auch nicht gerade das was ich mir erwartet hätte. Irgendwie hat mir bei diesem Buch der gewisse "Kick" gefehlt. Die Inhaltsangabe hörte sich viel lustiger an als tatsächlich.

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    Manuel2704s avatar
    Manuel2704vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Amüsant und kurzweilig!
    Plötzlich Landei

    Als der Journalist Sebastian seinen Job in Berlin verliert und seine Frau, die Psychotherapeutin Melanie, ohne sein Wissen einfach ein Haus in der brandenburgischen Provinz kauft, ist er zuerst überhaupt nicht begeistert von der Aussicht mit seiner Frau und der gemeinsamen Tochter ein Dasein auf dem öden Lande zu fristen. Doch auch Sebastian verheimlicht seiner Frau so einiges – zum Beispiel die eine oder andere Liebelei oder die heimliche Sterilisation, die er hat durchführen lassen, um nicht nochmal Vater zu werden. Nachdem Melanie auf dem Land ihre eigene Praxis eröffnet hat, wo es mehr als genügend Patienten gibt, traut sie sich plötzlich wegen der ganzen „Bescheuerten“ nicht mehr aus dem Haus und auch sonst hält das ungewohnte Landleben noch einige Überraschungen für die Familie bereit...

    Autor Tom Lier hat mit „Landeier“ einen sehr unterhaltsamen und vor allem extrem witzigen Roman geschrieben, der sich durch den tollen und flüssigen Schreibstil angenehm lesen lässt. Ich habe sofort gut in die Geschichte hineingefunden – was meist ja schon die halbe Miete ist – und mich das ganze Buch hindurch gut unterhalten gefühlt. Auch der Humor des Autors gefällt mir sehr gut, wodurch er mir einige „Lacher“ entlockt hat. Die Protagonisten sind authentisch und sympathisch dargestellt und auch die sonstigen Beschreibungen, z.B. von der Umgebung, sind anschaulich und rundum gelungen. Durch unterschiedliche Erzählperspektiven lässt der Autor mal Melanie und mal Sebastian zu Wort kommen, wodurch man als Leser sehr gute Einblicke in deren Leben erhält und sich viel besser in sie hineinversetzen und –fühlen kann.
    Insgesamt einfach ein tolles Buch mit einer kurzweiligen Geschichte, die großen Spaß macht!

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    Angelika123s avatar
    Angelika123vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch mit viel trockenem aber niveauvollem Humor und eine Familie die sich beim Leben auf dem Lande zusammenrauft.
    Landleben als Chance

    Sebastian ist Journalist und nicht gerade ein Sympathieträger, nein eher ist er ein „Kotzbrocken“. Er betrügt seine Frau, kümmert sich nicht um das gemeinsame Kind und unterzieht sich heimlich einer Vasektomie.
    Als die Zeitung, bei der er eine Kolumne schreibt, vor dem aus steht, wird er entlassen
    Seine Frau Melanie ist Psychotherapeutin und kauft heimlich ein Haus mit Praxis auf dem Lande.
    Notgedrungen zieht er mit der Familie aufs Land und empfindet nach anfänglichen Eingewöhnungsproblemen das Landleben als ganz angenehm.

    Ein Buch, das ich mit Freude gelesen habe und das viel zu schnell zu Ende war.
    Der trockene Humor, der intelligent und anspruchsvoll daher kommt, hat mich immer wieder sehr erheitert.
    Den Schreibstil in der Ich-Perspektive und noch dazu von zwei Seiten geschrieben fand ich locker, spannend und ansprechend – nichts Alltägliches. Es war mal etwas anderes - abwechslungsreich und einfach klasse.
    Das Buch blieb bis zum Schluss spannend und trotz Happy-End blieb eine Frage noch immer offen.
    Das lässt mich auf eine Fortsetzung hoffen, über die ich mich sehr freuen würde.
    Der Roman hat mich begeistert und wunderbar niveauvoll unterhalten.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    TomLs avatar
    Es ist das Paradies.
    Es ist die Hölle.
    Man nennt es Landleben.

    Sebastian Kunze ist als Großstadtjournalist gescheitert. Er landet mit Frau und Tochter in der brandenburgischen Provinz, denn Melanie ist Psychotherapeutin, und auf dem Land gibt es, was sie braucht: Einen Kassensitz und therapiebedürftige Menschen. Doch die ländliche Realität zwischen Gurkenständen und Landgaststätten hält für das Paar einige Überraschungen bereit. Melanie traut sich bald kaum mehr auf die Straße - wegen all der «Bescheuerten». Sebastian hingegen lernt die Überschaubarkeit des neuen Lebens zu schätzen ...
    (Klappentext)

    In meinem inzwischen zehnten Roman erzähle ich von einem, der sich für den Mittelpunkt der Welt hält, bis er feststellen muss, dass die Welt eigentlich auch ohne ihn ganz gut zurechtkommt - und sowieso ganz anders ist, als er sich das einbildet, vor allem außerhalb seiner geliebten Großstadt. Ich würde mich freuen, wenn sich ein paar Teilnehmer fänden, die bereit wären, gemeinsam mit mir dieses Buch zu lesen, in Fetzen zu reißen oder ganz okay zu finden. Unter den Mitlesebewerbern werden 20 Freiexemplare verlost, die übrigens vor dem Erscheinungstermin versandt werden.
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