Tom Malmquist In jedem Augenblick unseres Lebens

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Inhaltsangabe zu „In jedem Augenblick unseres Lebens“ von Tom Malmquist

»In jedem Augenblick unseres Lebens« ist ein tragisch-schönes Buch über ein Jahr, das alles verändert. Eine Geschichte über Verlust, Elternschaft und das Leben, das wir leben, Augenblick für Augenblick. Hier gibt es kein Dann, kein Später, nur Jetzt. Ein Buch wie ein einziger Atemzug. Tom und Karin erwarten ihr erstes Kind, als Karin plötzlich schwer erkrankt und ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Das Baby wird per Kaiserschnitt gerettet, während Tom wie in einem Albtraum in den unterirdischen Gängen des Krankenhauses umherirrt. Zwischen Intensivstation und Säuglingsstation, zwischen Leben und Tod. Als er nach Hause zurückkehrt, hat er Karin verloren und ist allein mit einem Neugeborenen. Um sich seiner Trauer zu stellen und seiner Tochter ein Vater zu sein, beginnt er ein Buch zu schreiben.

Großartig & berührend. Ein Buch voller Emotionen, auch und gerade weil der Stil dies eher nicht vermuten lässt!

— MrsAmy

Das Buch als Fiktion konnte mich nicht gänzlich überzeugen

— derbuecherwald-blog

Sehr anstrengend zu lesen, das macht es leider ein wenig kaputt :( Schade, eine wichtige Geschichte!

— Isaopera

Eine interessante, oft traurige Handlung über einen Mann, der seine Partnerin verliert - und sich auf einmal alleine um sein Baby kümmert.

— sydneysider47

Tolle Story, aber zäher Erzählstil

— Gwennilein

Tolle Idee, leider gefühllose Ausarbeitung.

— killmonotony

Konnte mich leider nicht berühren

— Buchverschlinger2014

Traurig-schöne Geschichte mit Mängeln

— dowi333

dramatisch, aber nicht überzeugend

— SanniR

Bewegender Roman

— Wuestentraum

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  • Konnte mich nicht ganz überzeugen

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    derbuecherwald-blog

    31. July 2017 um 14:40

    Vollständige Rezension: Der BücherwaldIch muss zugeben, dass es eine Weile gedauert hat, bis ich verstanden habe, dass dieses Buch wirklich die Erfahrungen des Autors sind. Es wird nämlich zu keinem Punkt gesagt, dass Toms Geschichte nicht rein fiktional ist. Als ich dann, nachdem ich das Buch beendet hatte, ein Interview mit dem Autor las, wurde mir auch bewusst warum. Tom Malmquist meinte er wolle "keinen Tatsachenbericht schreiben", sondern sein Werk trotzdem "als Fiktion bezeichen"(Quelle: fastforward-magazine).Besonders hervorzuheben ist bei diesem Buch der Schreibstil. Denn Malmquist beschreibt so gut wie nie die Gefühle seines Protagonisten. Außerdem setzt er bei wörtlicher Rede bewusst keine Redezeichen. Das mag einen künstlerischen Effekt darstellen, mir persönlich hat das aber ein paar Probleme bereitet. Durch den gefühlskalten Schreibstil, konnte ich mich weniger in die Personen hineinversetzen und habe Tom teilweise als sehr abweisend empfunden. Die fehlenden Redezeichen haben es schwieriger gemacht zu erkennen wann wer spricht. Trotzdem bekommt man durch diese Besonderheiten das Gefühl, dass die Geschichte aus der Erinnerung erzählt wird, zu einer Zeit in der Tom seine Trauer bereits teilweise verarbeitet hat.Ich hatte auch erwartet, dass mehr darüber berichtet wird, wie Tom Livia allein großzieht. In dieses Familienleben, bekommt der Leser jedoch kaum Einblick. Das erste Drittel des Buches spielt nur im Krankenhaus. Weil im Klappentext schon verraten wird, dass Karin stirbt und Livia überlebt, ensteht dort natürlich nicht viel Spannung. Durch die medizinischen Fachbegriffe mit denen sowohl Protagonist als auch Leser überschwemmt werden, wird es zunehmend schwerer Karins Situation folgen zu können.Nach Karins Tod wird durch einige Rückblicke deutlich, wie Tom und Karin sich kennengelernt haben. Doch auch diese Abschnitte sind sehr gefühlsarm und distanziert.Trotz alledem besitzt dieses Buch einen erstaunlichen Sog. Neugierig darauf, wie es Tom und Livia ergehen wird, konnte ich es nur schwer weglegen.Ich muss aber sagen, dass nachdem ich dieses Buch gelesen habe, mir wenig und leider auch wenig Positives im Gedächtnis geblieben ist. Ich hätte mir mehr Gefühl gewünscht, mehr Bezug zu den Personen.

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  • Geschichte hat Potenzial

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    nana_fkb

    19. June 2017 um 17:41

    Klappentext: Tom und Karin erwarten ihr erstes Kind, als Karin plötzlich schwer erkrankt und ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Das Baby wird per Kaiserschnitt gerettet, während Tom wie in einem Albtraum in den unterirdischen Gängen des Krankenhauses umherirrt. Zwischen Intensivstation und Säuglingsstation, zwischen Leben und Tod. Als er nach Hause zurückkehrt, hat er Karin verloren und ist allein mit einem Neugeborenen. Um sich seiner Trauer zu stellen und seiner Tochter ein Vater zu sein, beginnt er ein Buch zu schreiben. [Quelle: Klett-Cotta Verlag] Meine Meinung: Als ich den Klappentext gelesen habe, hat mich das Buch direkt berührt. Es geht hier um die Liebe eines Mannes für seine Frau und für sein (ungeborene) Kind. Und vor allem darum, wie Tom im Verlauf des Buches mit dem Verlust seiner Partnerin umgeht. Das Thema hat mich direkt gepackt und ich habe mich sehr gefreut, als ich die Zusage für das Buch bekommen habe. Die Geschichte fesselt von der ersten Seite. Auch, oder vor allem, weil man mit Tom mitfiebert. Man will nicht wahrhaben, dass Karin im Verlauf des Buches wirklich stirbt und dass Tom allein mit seiner Tochter Livia ist. Doch genau das passiert (es wurde ja schon im Klappentext geschrieben). Während des Lesens erfährt man sehr viel von Toms Zerrissenheit. Er hat seine Partnerin verloren, möchte um sie trauern. Aber da ist seine kleine Tochter, die all seine Aufmerksamkeit und Liebe benötigt. Besonders dieses Gefühl wird im Buch sehr gut dargestellt und ich habe wirklich mit ihm gelitten. Besonders in der Zeit, als noch nicht klar ist, ob Karin es schafft oder nicht, weiß Tom nicht, was er machen soll. Eigentlich will er rund um die Uhr bei seiner Frau sein, will nichts verpassen. Auf der anderen Seite ist da seine Tochter, die zu früh zur Welt gekommen ist und nun auf der Säuglingsstation liegt. Er will sie schließlich nicht im Stich lassen. Und so wandelt er von einem Zimmer zum nächsten, verbringt einen Großteil seiner Zeit auf den Fluren des Krankenhauses und es kommt ihm so vor, als wäre er nirgendwo so richtig. Er hat Angst, es keinem der Beiden recht zu machen. Da der Roman aus der Sicht von Tom geschrieben wurde, erfährt der Leser hautnah, wie er sich fühlt, welche Gedanken er sich macht und wie verzweifelt er ist. Er will Karin nicht loslassen. Aber er muss es. Und dieser innere Konflikt ist wirklich spürbar. Durch immer wieder einfließende Rückblicke erfahren wir sehr viel über das Leben und die Liebe von Tom und Karin. Wir sind vom ersten Augenblick Teil des Ganzen, erleben ihr erstes Date gemeinsam mit ihnen. Ich finde es schön, dass wir aus Toms Sicht erfahren, wie er die Beziehung sieht und vor allem, wie sehr er Karin liebt. Denn vor allem das wird durch die Rückblicke immer wieder deutlich. Allerdings gibt es einen Punkt, der mir das Lesen etwas erschwert hat: Die direkte Rede wird leider nicht gekennzeichnet. Alles wird im Fließtext geschrieben. So war es beim Lesen wirklich schwer zu realisieren, ob es sich hier um Toms Gedanken handelt oder ob es Gespräche sind. Das hat mich beim Lesen leider sehr geärgert und das Erlebnis des Lesens etwas geschwächt. Mein Fazit: Es handelt sich hierbei um ein schönes und wirklich ergreifendes Buch und ich bin noch immer froh, es lesen zu dürfen. Einzig der Punkt mit den Anführungszeichen hat mich beim Lesen immer wieder irritiert und auch geärgert. Trotzdem wird von der ersten Seite klar, dass es hier primär um die Liebe eines Mannes für seine (verstorbene) Frau und sein Kind geht und was er für Beide auf sich nimmt.

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  • Der Stil macht den Inhalt leider etwas zunichte

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    Isaopera

    10. June 2017 um 14:47

    Als ich vor einigen Monaten die Leseprobe zu "In jedem Augenblick..." gelesen habe, war ich überrascht, wie persönlich der Schreibstil auf mich wirkte und ich wollte sehr gerne mehr erfahren über dieses traurige Schicksal der jungen Karin, das von ihrem hinterbliebenen Partner autobiographisch als Roman aufgearbeitet wurde.Nun habe ich den Roman gelesen und muss sagen, dass er mich ein wenig zwiespältig zurückgelassen hat. Einerseits ist geblieben, dass ich es gut und wichtig finde, dass diese Geschichte erzählt wird und ich mir viele Gedanken um Karin und ihr Leben gemacht habe. Auf der anderen Seite kann ich die vielen Kritikpunkte an diesem Buch aber auch verstehen - es ist wirklich nicht leicht zu lesen und hat mich leider immer wieder etwas frustriert. Tom, der Protagonist, und das sage ich wirklich mit allem Respekt, hat viel durchgemacht und ehrlich für seine Frau gekämpft, aber ich fand ihn auch immer wieder sehr anstrengend. Der Blick in sein Innerstes, in seine Gedanken, ist gelungen, aber der Einblick ist oft so intim und stark, dass ich als Leserin einfach zu sehr gemerkt habe, dass ich seine Gedanken nicht teilen kann oder sie mich an manchen Stellen irritieren. Der Fokus auf Tom war mir einfach zu groß - ich kann zwar gut nachvollziehen, dass er das Buch nur aus der 1. Ps. Sg. schreiben konnte, aber für den Leser macht es das nicht unbedingt einfacher.Der Stil ist sehr speziell - endlos lange Absätze, keine Anführungszeichen, Dialoge mit vielen Wortwiederholungen...leider fehlte hier offensichtlich ein strenges Lektorat. Ich finde das schwer zu sagen, wenn jemand sich traut, seine Geschichte aufzuschreiben, aber leider ging dadurch halt viel verloren!! Beim Lesen rückten für mich die Emotionen dadurch leider immer wieder in den Hintergrund. Gerade in den Rückblenden konnte ich nur schwer dran bleiben und ich denke, der Stil ist der Grund dafür, dass es mich nicht so berührt hat - schade!!Ich wünsche dem Autor ganz viel Kraft und finde es gut, dass er sich literarisch ausdrückt. Allerdings möchte ich, dass sich Leser dieses Buches bewusst dafür entscheiden und wissen, was auf sie zukommt. Lest vor dem Kauf die Leseprobe - dann habt ihr einen ersten Einblick.

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  • Schön und schrecklich zugleich

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    Streiflicht

    10. June 2017 um 12:02

    Dieses Buch hat mich sehr berührt, da der Autor Tom Malmquist von einer ganz persönlichen Verlusterfahrung schreibt. Er berichtet über den Tod seiner Frau und die gleichzeitige Geburt seiner Tochter - schön und schrecklich zugleich. Er schreibt sehr sachlich, sodass man sich manchmal wundert, wo seine Emotionen sind, aber andererseits hätte er das Buch vermutlich sonst nicht schreiben können. Man leidet als Leser mit und hat auch immer wieder Tränen in den Augen. Der Moment, der für die Eltern einer der schönsten sein sollte, wird zu einem Alptraum und Tom muss nicht nur um seine Frau trauern, sondern hat gleichzeitig auch ein Neugeborenes, um das er sich plötzlich ganz alleine kümmern muss. Eine schreckliche Geschichte, die aber auch Hoffnung zeigt. Leider hat mir die sehr sachliche Schreibweise nicht so gut gefallen, sodass ich nicht ganz so sehr berührt war. Insgesamt aber ein sehr lesenswertes Buch!

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  • wunderschön

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    Tara01092012

    09. June 2017 um 22:21

    Ein wunderschönes und zugleich trauriges Buch über Verlust, Veränderungen und Schicksalsschläge...Eine Geschichte über einen Vater der bei dem eigentlich schönsten Erlebnis seines Lebens seine Frau verliert, der frischgebackene Vater stellt sich mit dem Nachwuchs seiner Trauer.Ein Buch, das ich innerhalb eines Abends einfach lesen musste, dies war aufgrund der "nur" 300 Seiten auch möglich. Mitreissend und spannend, traurig und unglaublich emotional beschreiben dieses Buch wohl am ehesten.Durch die gemischten Rezensionen und Meinungen der Lesern wollte ich unbedingt wissen, in welchem Bereich ich mich hier einordnen kann und ich muss sagen, ich bin echt begeistert und es gibt von meiner Seite aus nichts zu bemängeln.

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  • In jedem Augenblick leben wir

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    Buecherschmaus

    08. June 2017 um 15:49

    Vor einigen Jahren, im März 2012, wurde die Welt des schwedischen Musikers und Poeten Tom Malmquist von Grund auf erschüttert. Innerhalb kürzester Zeit verlor er seine Lebensgefährtin Karin. Diese war hochschwanger, als sie plötzlich unter grippeartigen Symptomen zu leiden begann und Anzeichen einer Lungenentzündung entwickelte. Nach einigen Tagen verschlechterte sich ihr Zustand so dramatisch, dass sie als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die schockierende Diagnose lautete: Akute myeloische Leukämie. In seinem 2015 im Original erschienenen autobiografischen Roman wirft Malmquist den Leser genauso unvermittelt ins Geschehen, wie er sich damals selbst hineingeworfen gefühlt haben muss.„Der Oberarzt tritt den Kipphebel an Karins Patientenbett fest.“lautet der erste lapidare Satz. Mit ihm beginnt eine Odyssee des Schreckens durch die Flure des Karolinska Krankenhauses in Stockholm. Nicht nur befindet sich Karin in zunehmend ernster Verfassung, drohen ihre gesamten Organe zu versagen, sondern Tom muss sich gleichzeitig auch um die kleine, in dieser 33. Schwangerschaftswoche durch einen Notkaiserschnitt auf die Welt gekommene Tochter Livia auf der Station der Neonatologie kümmern. Zwischen beiden Abteilungen pendelt er hin und her, wird gleichzeitig mit dem Drama des Kampfes der Ärzte um das verlöschende Leben der Mutter und der hoffnungsvollen, positiven Entwicklung auf der Station der Neugeborenen konfrontiert. Ein Gefühlskarussell. Die eigene Verzweiflung und Hilflosigkeit kollidiert mit der pragmatischen, wenn auch freundlichen, so doch kühlen Routine des Krankenhausalltags. Tom rettet sich in ein nüchternes Funktionieren, notiert alle ärztlichen Äußerungen akribisch auf einem Notizblock, scheut sich nicht, medizinisches Personal wie Familienangehörige durch eigenwillige Reaktionen vor den Kopf zu stoßen. Tom ist kein einfacher, kein glatter Charakter. Genauso wenig wie Karin und ihrer beider Liebesbeziehung. Tom Malmquist macht daraus kein Geheimnis, er beschönigt nichts, schont weder sich noch Karin oder andere Familienmitglieder. Das macht den Text so lebensnah, die Figuren so glaubhaft.Der erste atemlose, gehetzte, auf nüchterne Beobachtung konzentrierte Abschnitt des Buches endet auf Seite 92.„Es wird still im Raum, nichts verursacht mehr Geräusche, Nygren schaut auf die Uhr und fügt hinzu: Patientin Exitus um 06.31.“Insgesamt ist das Buch in fünf Abschnitte geteilt, die nicht gerade überdeutlich lediglich durch eine freibleibende Seite voneinander getrennt sind, und die sich jeweils um einen der fünf Sinne herum gruppieren. Diese Absicht des Autors ist allerdings nicht leicht erkennbar, ich erfuhr sie in einem Gespräch des Autors auf der Leipziger Buchmesse. Der erste Abschnitt ist allerdings noch relativ eindeutig dem Geruchssinn zugeordnet. Um Mutter und Kind in den ersten Stunden nach der Geburt zu verbinden, trägt Tom eine kleine Kuscheldecke von einer zu anderen. Ein rührendes, hilfloses Unterfangen.Nach Karins Tod wird der Text ein wenig ruhiger, bewahrt aber seinen eigenwilligen Stil. Der Autor schreibt nicht gefällig, schon gar nicht pathetisch. Seine Emotionalität ist verhalten, schon gar nicht geht er damit hausieren. Er springt in den Zeiten, erzählt von der Begegnung von Tom und Karin, ihrer Liebe, ihrem Zusammenleben. Er berichtet vom nicht einfachen, aber auch zutiefst beglückenden Leben mit einem Säugling. Er schildert die behördlichen Hürden, die er nehmen muss, waren doch er und Karin nicht verheiratet und blieb ihnen ja auch im Vorfeld keine Zeit, entsprechende Regelungen zu treffen. Er erzählt von den vielen praktischen Dingen, die geregelt werden müssen. Und er schaut in die Zukunft seiner Tochter. Das ist nicht wirklich „süffig“ zu lesen, keine „zu Herzen gehende“ Lektüre im klassischen Sinn. Mich hat das Buch aber wohl gerade deshalb unglaublich angerührt, zeigt es doch keine „Helden des Alltags“, wie wir sie in so vielen thematisch ähnlichen Texten und Filmen präsentiert bekommen, sondern überforderte, oft hilflose, manchmal gar unangenehm reagierende Menschen, die einfach versuchen müssen, mit den schrecklichen Dingen umzugehen, mit denen sie konfrontiert sind. Denn „In jedem Augenblick leben wir“, so die richtige, wörtliche Übersetzung des schwedischen Titel, die meiner Meinung nach viel besser passt als das doch etwas melodramatisch anmutende „In jedem Augenblick unseres Lebens“. Das Leben pausiert nicht, auch nicht in den dunkelsten Stunden. Und Tom hat nun die Verantwortung zu tragen für dieses kleine, neue Leben. Ihr, der kleinen Tochter Livia, ist dieses Buch auch zugedacht. Für sie hat Tom Malmquist es in erster Linie geschrieben. Wenn es sicher auch für den Autor selbst befreiend gewesen sein mag, über dieses unglaublich dunkle Jahr seines Lebens zu berichten. Es ist das gleiche Jahr, in dem sein Vater kurz darauf seinem langen Krebsleiden erliegt. Auch diesem Tod und dem nicht immer ganz unproblematischen Verhältnis der beiden sind Abschnitte des Buches gewidmet. Der Vater, Thomas Malmquist, war ein in Schweden sehr bekannter Sportredakteur der Zeitung Expressen, sehr einflussreich, sehr erfolgreich, nach Aufdeckung eines Wettskandals auch sehr umstritten – und Alkoholiker. Enthüllungen über ihn haben sicher auch etwas zum überwältigenden Erfolg des Buches in Schweden beigetragen. Diesen „Promifaktor“ hat es aber in keiner Weise nötig. „In jedem Augenblick leben wir“ – das ist ein Zeugnis davon, wie schwer das sein kann, ungeschönt, direkt, nachdenklich, schnörkellos, und es ist ein so unaufdringlicher wie eindrücklicher Appell dazu, nie zu vergessen, wie kostbar und zerbrechlich es ist, unser Leben.

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    • 2
  • Das Schicksal hat zugeschlagen

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    Gise

    06. June 2017 um 16:50

    Toms Leben ändert sich schlagartig, als seine geliebte Ehefrau Karin hochschwanger ins Krankenhaus kommt und mit dem Leben ringt. Nach dem Kaiserschnitt pendelt er zwischen den beiden Stationen, auf denen seine beiden Frauen liegen, seine frühgeborene Tochter und seine sterbende Frau. Tom Malmquist ist Dichter, Songwriter und Musiker und hat hier seine eigenen Erfahrungen in einem Buch verarbeitet. Das wirkt sehr authentisch, denn mit ihm ist der Leser mittendrin in seinen mühevollen Versuchen, die Situation zu verstehen und zu bewältigen. So steigt die Erzählung auch sofort in die beängstigende Situation bei Karins Einlieferung ins Krankenhaus ein, und mit Tom erleben wir die folgenden dramatischen Stunden und Tage, bis er sein Schicksal fassen kann.Das Buch spiegelt dabei seine Atemlosigkeit und seine Überforderung, indem es keine direkte Rede kennzeichnet. Der Leser muss sich, wie Tom, durch einen unübersichtlich erscheinenden Dschungel durcharbeiten, durch lange Abschnitte, die nicht einfach zu bewältigen sind. Man spürt seine eigene Hilflosigkeit, bis hin zum ersten Windelanlegen bei der kleinen Livia, aber auch seine Müdigkeit und sein Bestreben, gleichzeitig zu hoffen und sich auf das Schlimmste gefasst zu machen. Dabei verliert er den Blick über den Tellerrand, manche seiner Entscheidungen sind als Außenstehende schwer nachzuvollziehen, wenn er z.B., auf Karins Geheiß, deren Eltern von ihrer sterbenden Tochter fernhält und sich dabei selbst mit den Schilderungen der Ärzte überfordert. Als großes Manko an diesem Buch empfinde ich, wie die Erzählung ganz in Toms Sichtweise stecken bleibt, so dass die Geschichte in manchen Teilen recht larmoyant wirkt. Auch mit den handelnden Personen hatte ich so meine Schwierigkeiten, vor allem Karin war für mich nicht wirklich fassbar, trotz all der Rückblenden in die Vergangenheit, als die beiden sich eine wunderschöne gemeinsame Zukunft erhofften.Tom Malmquist ist mit diesem Buch eine erschütternde Erzählung gelungen, die ihn bei einem seiner größten Verluste darstellt. Leider ist das Buch eher schwer zu lesen, und auch mir fällt es schwer, über drei von fünf Sternen hinauszugehen. 

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  • Wenn sich das Leben auf einmal drastisch ändert

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    sydneysider47

    31. May 2017 um 23:58

    Die Handlung: Karin und Tom freuen sich auf ihr erstes Baby. Beide sind als Schriftsteller tätig und wohnen in Schweden. Sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin wird Karin krank. Sie muss ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zuerst hat sie „nur“ eine Lungenentzündung – aber die Diagnosen werden immer schlimmer. Von „Leukämie“ bis hin zu einer Krankheit mit einem langen Namen. Und es scheint so, als ob es für Karin keine Rettung mehr gibt – egal, was die Ärzte mit ihr machen. Tom ist wie hineingeworfen in einen Alptraum, er registriert, was passiert, er fragt nach. Oft versteht er nicht, was die Ärzte sagen, weil sie mit Fachbegriffen um sich werfen. Er bangt um seine Partnerin und das Kind. Sein Kind – eine kleine Tochter, namens Livia – wird schließlich per Kaiserschnitt geholt. Sie erholt sich schnell auf einer „Frühgeborenenstation“ und entwickelt sich normal weiter. Für Karin allerdings gibt es keine Hoffnung mehr. Immer mehr Organe funktionieren nicht mehr so, wie sie sollen – und Karin stirbt. Zurück bleibt ein schockierter Tom mit einem Säugling und einigen Angehörigen, die ihm helfen wollen, seine Tochter zu versorgen. Er denkt zurück an die Zeit, die er zusammen mit Karin haben durfte – aber er muss auch diverse Dinge regeln. Beispielsweise mit Behörden umgehen, die Fragen stellen. Er muss darum kämpfen, seine Tochter erziehen zu dürfen, denn Karin und er waren nicht verheiratet. Die schwedischen Gesetze sind hier auf Seiten der leiblichen Mutter – aber nicht des leiblichen Vaters. Es steht ihm einiges bevor….   Der Schreibstil: Der Roman ist aus der Ich-Perspektive im Präsens erzählt. Am Anfang ist er hektisch, kurze Sätze reihen sich aneinander. Dadurch wird dem Leser so richtig klar, wie sich die Ereignisse im Krankenhaus überschlagen. Welchen Kampf die Ärzte ausfechten, um Karins Leben zu retten. Tom versucht, dies alles zu verkraften, irgendwie einzuordnen. Er hat Hoffnung. Er bangt nicht nur um Karin, sondern auch um sein Baby. Später, als Tom alleine ist mit seiner Tochter Livia, wird der Schreibstil zwar ruhiger, aber eine gewisse Hektik bleibt immer noch. Es ist gewöhnungsbedürftig und anstrengend, wörtliche Rede aneinandergereiht ohne Anführungszeichen („Gänsefüßchen“) lesen zu müssen – aber genau damit konfrontiert der Autor seine Leser.     Meine Meinung: Als Leserin bin ich gleich mittendrin in der Handlung – wegen dieses rasanten Schreibstils mit vielen Aufzählungen. Aber  die Lektüre hat mich sehr traurig gemacht. Man liest, was Tom passiert und was er nicht abwenden kann. Ständig wird der Gesundheitszustand von Karin mehr bergab, es wird immer aussichtsloser, dass sie wieder gesund wird und für ihre kleine Familie sorgen kann. Man fragt sich auch als Leser: „Wann hört das endlich auf? Wann gibt es endlich Hoffnung für Karin?“ Ich verrate nicht, wenn ich sage, dass Karin stirbt, denn der Verlag sagt dies ja auch selbst im Klappentext dieses Buches. Tom muss ohne seine Partnerin  vieles regeln. Der Schreibstil des Buches wird etwas ruhiger, mit längeren Sätzen, in denen auch mehr Emotionen drinstecken. Dieser Schreibstil gefällt mir besser als der Schreibstil, der die Vorgänge im Krankenhaus schildert. Er ist emotionaler, er lässt mir als Leserin mehr Raum zum Nachdenken. Allerdings finde ich es nicht optimal, wenn wörtliche Rede ohne Anführungsstriche und Absätze aneinandergereiht wird. Genau das hat mich beim Lesen immer wieder gestört, weiterhin ist mir an manchen Stellen das Buch zu detailliert. Beispielsweise, wenn sich Tom mit seinem Vater unterhält. Hier stehen einige Belanglosigkeiten drin, die mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun haben. Die Handlung des Buches finde ich aber sehr interessant. Ich will wissen, wie Tom es schafft, sich um seine Tochter zu kümmern – und um sich selbst auch. Er versucht, seiner Tochter ein guter Vater zu sein. Er übernimmt viele Aufgaben, die eigentlich eine Mutter für ihr Kind übernimmt – aber es bleibt ihm ja nichts anderes übrig.   Mein Fazit: „In jedem Augenblick unseres Lebens“ ist ein interessantes, aber auch oft trauriges Buch über einen werdenden Vater, der von schlechten Nachrichten auf einmal überschwemmt wird. Seine Frau stirbt, und er muss sehen, wie er sich um sein Baby kümmern kann. Das Buch reißt mit, schockiert den Leser, lädt aber auch zum Nachdenken ein und weckt auf jeden Fall Sympathien für den Ich-Erzähler Tom. Wegen einiger Längen in dem Buch und des oft gewöhnungsbedürftigen Schreibstils ziehe ich einen Stern ab, vergebe also vier Sterne und eine Lese-Empfehlung.      

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    • 2
  • Tolle Story, aber zäher Erzählstil

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    Gwennilein

    28. May 2017 um 13:32

    Wir lernen hier ein Liebespaar kennen, welches in freudiger Erwartung auf ihr erstes Kind ist. Jedoch beginnt hier nichts etwa mit Romantik oder süßer Verliebtheit, nein man wird direkt in die Story katapultiert, da die werdende Mama schwer krank ist und mit akuten Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert wird. Spätestens ab hier wird klar, dass es sich bei dem Roman um keine leichte Kost handelt. Detailliert werden die Gefühle, Ängste, die Verzweiflung und die Gelähmtheit in Anbetracht der Umstände geschildert und zwar vom werdenden Vater selbst.Und hier ergibt sich auch schon mein Problem, welches ich mit dem Buch habe. Die Story ist toll, wenn auch bedrückend, traurig und dramatisch. Jedoch erzählt sie der Protagonist aus seiner Sicht, wie in einem Tagebucheintrag. Das erschwert das Lesen, zumal in den Zeiten gesprungen und die Themen abrupt gewechselt werden. Da muss man sich erst einmal reinfinden und da stellt sich auch die Frage, ob man das überhaupt möchte. Natürlich findet man sich so direkt in seiner Gefühlswelt wieder und erlebt seine Verzweiflung und Gelähmtheit ob der Situation aus nächster Nähe, doch irgendwie strengt diese Erzählperspektive an und macht müde. Mir hätte der Roman wirklich gut gefallen, wenn er standardisierter geschrieben wäre. Das Experiment des Schreibstils ist meiner Meinung nach leider nicht gelungen, obwohl die Geschichte dahinter wirklich unter die Haut geht. Das Geflecht der einzelnen Personen unter- und miteinander, welches man im Laufe des Romans kennen- und immer mehr zu verstehen lernt, ist in keinster Weise langweilig oder stereotyp. Wie die einzelnen Charaktere sich gegenseitig prägen ist – ganz im Gegenteil – sogar hochinteressant, doch all das liegt im Schatten der Zähigkeit des Textes.

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  • Rezension: In jedem Augenblick unseres Lebens

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    killmonotony

    10. May 2017 um 21:57

    Sterben ist eine schlimme Sache. Jedoch kann Tom Malmquist in seinem Roman „In jedem Augenblick unseres Lebens“, der meines Wissens auf realen Gegenbenheiten basiert, leider überhaupt nicht überzeugen. In einer kalten und fast gefühllosen Weise erzählt er die Geschichte, wie seine hochschwangere Frau Karin plötzlich schwer krank wird und das Krankenhaus nicht mehr verlassen kann. Wie sie bewusstlos im Krankenbett liegt und er sich Sorgen um sie und um ihr gemeinsames Kind macht. Wie Karin schließlich stirbt und er mit seiner Tochter klar kommen muss. Wie die Überforderung ihn fast um den Verstand bringt, oder vielleicht doch nicht? Bei diesem Buch bin ich mir bei nichts sicher, denn obwohl Malmquist alles sehr detailliert beschreibt, bekommt man keinen sehr guten Einblick in seine Gefühlswelt. Obwohl die Situation sehr schwierig ist, sein Vater ist auch krank, er muss sich alleine um seine neugeborene Tochter kümmern, mit seiner und der Trauer seiner und Karins Eltern umgehen und sich dann auch noch mit behördlichen Forderungen rumschlagen, die die kleine Livia betreffen. In abwechselnden Abschnitten erzählt Malmquist von der unangenehmen Gegenwart und davon, wie er Karin kennen und lieben gelernt hat. Die Erzählstruktur ist klasse, man erfährt so nach und nach immer mehr über die Person, die man anfangs als völlig neutraler Beobachter im Krankenbett wahrnimmt. Leider hatte ich auch hier meine Probleme. Karin kommt als eine sehr eigenartige Person rüber, die sich meiner Meinung nach nicht besonders gut mit Tom versteht, die beiden scheinen von Anfang an ihre Schwierigkeiten zu haben. Die Gespräche der beiden zehren an den Nerven und ich habe das gesamte Buch über nicht den Eindruck, als wäre das die Geschichte eines Paares. Karin erscheint mir als kalte und unsympathische Person, weshalb es mir richtig schwer gefallen ist, mitzufühlen. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • Wenn sich das Leben schlagartig ändert

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    Buchverschlinger2014

    24. April 2017 um 21:21

    Tom Malmquist erzählt in seinem Roman "In jeden Augenblick unseres Lebens" aus dem Leben von Tom. Er freut sich mit seiner schwangeren Freundin Karin auf die Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes. Doch plötzlich geht es Karin schlecht und sie wird ins Krankenhaus eingeliefert, wo man akute Leukämie bei ihr feststellt. Während die kleine Tochter durch einen Kaiserschnitt gerettet werden kann, schafft es Karin leider nicht. So muss Tom nicht nur lernen, mit seiner Trauer zu leben, sondern sich gleichzeitig auch noch um einen Säugling kümmern. Da die beiden nicht verheiratet waren und Tom durch den plötzlichen Tod von Karin die Vaterschaft nicht offiziell anerkennen konnte, muss er sich auch noch um Bürokratischen Hürden auseinandersetzen, um seine Tochter ein guter Vater sein zu können. Das Thema des Buches versprach spannend und interessant zu werden, aber ehrlicherweise hat mich das Buch ein wenig enttäuscht. Es ist nicht nur durch die fehlende Wörtlichen Rede etwas schwierig zu lesen, sondern in allerersten Linie durch den ständigen Wechsel der Zeitperspektive. Tom erzählt viel von dem Kennenlernen und seinem gemeinsamen Leben mit Karin, aber leider wechselt er oft mittendrin zwischen Vergangenheit und Gegenwart ab. Dadurch ging mir oft der Lesefluss verloren, da ich überlegen musste, welche "Zeit" gerade beschrieben wird. Somit konnte mich das Buch leider nicht fesselnd oder berührend, was ich gerade bei diesem Thema sehr schade fand.

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  • Leider sehr trocken

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    czytelniczka73

    21. April 2017 um 08:33

    "Voriges Wochenende hat Karin sich die Zehennägel angemalt,und sie hat über eine Folge der Sarah-Silvermann -Show gelacht,es ist so verdammt schnell gegangen,ich begreife es nicht."(Seite 46) Inhalt: " Tom und Karin erwarten ihr erstes Kind, als Karin plötzlich schwer erkrankt und ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Das Baby wird per Kaiserschnitt gerettet, während Tom wie in einem Albtraum in den unterirdischen Gängen des Krankenhauses umherirrt. Zwischen Intensivstation und Säuglingsstation, zwischen Leben und Tod. Als er nach Hause zurückkehrt, hat er Karin verloren und ist allein mit einem Neugeborenen." Meinung: Wenn man nur den Inhalt betrachtet ist die Geschichte vom Tom tragisch und ergreifend-sein ganzes Leben verändert sich drastisch in kürzeste Zeit und nichts ist mehr so wie es war.Es klingt interessant und bewegend,leider hat mich die Geschichte emotional nicht berührt und ich hatte große Schwierigkeiten an dem Buch dranzubleiben,es konnte mich überhaupt nicht fesseln.Es liegt an dem Schreibstil,es ist sehr distanziert und emotionslos und macht die Geschichte einfach trocken und uninteressant.Ich hatte das Gefühl einen Bericht in der Zeitung zu lesen-viele Fakten,keine Gefühle.Der Erzähler konzentriert sich oft an unbedeutenden Kleinigkeiten,die dann noch detaliert beschreibt,zwischendurch gibts paar Gesprächfetzen,einzelne Sätze,alles zusammen wirkte auf mich abgehackt,chaotisch und ein wenig skurril.Zugegeben,das macht die Geschichte irgendwie authentischer,weil man das Gefühl bekommt,dass der Erzähler unterm Schock steht,aber der Lesefluß wird dadurch ständig unterbrochen und das macht das Buch auch zu sehr schweren Kost.Mir hat die Umsetzung leider nicht gefallen,aber die Botschaft zwischen den Zeilen,dass das Leben einfach unberechenbar ist,finde ich natürlich sehr wichtig.Deswegen bekommt das Buch von mir 3 Sterne,aber nur bedingte Leseempfehlung.

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  • Hinterlässt gemischte Gefühle

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    Hagazussa

    15. April 2017 um 12:19

    In jedem Augenblick unseres Lebens ist eine tragische Geschichte. Der Autor schreibt über den Verlust seiner Frau, das Leben mit seiner neugeborenen Tochter und den Tod des Vaters. Da der Autor über sein Leben schreibt, hat man unweigerlich Mitleid. Nichtsdestotrotz löst das Buch gemischte Gefühle in mir aus. Die Selbstbezogenheit ohne nach links und rechts zu schauen, hat mich gestört. Bereits im ersten Teil hatte ich damit Probleme. Sicher hat Karin darum gebeten, ihre Eltern nicht ans Krankenbett zu lassen. Aber nicht lange und sie liegt im Koma, es zeichnet sich ab, dass es ihr immer schlechter geht. Die schockstarren Eltern werden aber mit aller Macht vom Krankenbett ferngehalten, dürfen nur ganz zum Schluss kurz zu ihr, obwohl der Vater Arzt ist. Tom selbst hetzt vom Sterbebett der Frau zum Brutkasten der Tochter und kann sich doch um keine richtig kümmern.Nach dem Tod seiner Frau kann er sich nicht in seiner Trauer vergraben, sondern muss seine Tochter versorgen. Seine Eltern und Schwiegereltern helfen ihm rührend wieder voll und ganz nach seinen Bedingungen. Obwohl die Mutter den todkranken Vater pflegt, denkt Tom doch nur an sein eigenes Leid, und die Mutter hilft. Die Schwiegermutter kommt zur Hilfe mit dem Baby in der Nacht, da Tom Antidepressiva schluckt, doch kurze Zeit später wird sie wieder weggeschickt. Ein wirklich dramatisches Schicksal, was man seinem ärgsten Feind nicht wünscht, trotzdem hat mich die starke Ichbezogenheit des Autors sehr gestört.Des Weiteren ist das Buch ohne Satzzeichen sehr schwer zu lesen. 

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1785
  • Tom Malmquist - In jedem Augenblick unseres Lebens

    In jedem Augenblick unseres Lebens

    miss_mesmerized

    29. March 2017 um 18:16

    Toms schwangere Frau Karin wird in kritischem Zustand in die Klinik eingeliefert. Die Ärzte kümmern sich schnell um sie, aber es zeichnet sich bald ab, dass sie die Geburt vorzeitig einleiten müssen, um die Mutter adäquat behandeln zu können ohne das Baby zu gefährden. Die kleine Livia kommt erfreulich stark auf die Welt, aber Karins Zustand verschlechtert sich von Minute zu Minute. Der worst case tritt ein: die Mutter stirbt und Tom ist unerwartet alleine mit dem Baby. Neben seiner mangelnden Erfahrung im Umgang mit Neugeborenen muss er schnell erkennen, wie gnadenlos das Rechtssystem mit einem Vater umgeht, der nicht mit der Mutter des Kindes verheiratet war und nicht als solcher anerkannt wird. Der Roman beginnt hochdramatisch mit der Schilderung der Stunden und Tage im Krankenhaus. Man kann die Verschlechterung von Karins Zustand minutiös mitverfolgen, ebenso wie die Verzweiflung des liebenden Partners, der fassungs- und tatenlos mitansehen muss, was vor seinen Augen geschieht. Neben den Sorgen um seine Partnerin muss er sich auch um die weiteren Angehörigen kümmern und alte Konflikte bearbeiten, für die er eigentlich weder Zeit noch Sinn hat. Ein Bruch kommt mit dem Tod Karins und der Roman findet einen ganz anderen Schwerpunkt. Der zweite Teil schwankt zwischen den absurden Erlebnissen mit den Behörden, denen Tom sich wehrlos ausgesetzt sieht und seinen Erinnerungen an die Zeit mit Karin. Jetzt erst erfährt man, wie die beiden sich kennenlernten und zueinander gefunden haben. Gemessen an dem hohen Tempo des Beginns, verlangsamt sich die Erzählung hier nun deutlich. Dies zieht sich auch durch den letzten Teil, in welchem Malmquist das Verhältnis zu seinem Vater und den Verlust selbigen thematisiert. Tom Malmquists Bericht, der offenbar auf den realen Erlebnissen des Autors basiert, legt schonungslos seine Gefühle und Gedanken offen. Seine Freude über das Töchterchen teilt er ebenso wie die Verzweiflung ob der Bürokratie und das schwierige Verhältnis zu Eltern und Schwiegereltern. In dieser Hinsicht kann das Buch wahrlich überzeugen und den Leser an sich fesseln. In der Gesamtstruktur sind mir die Unterschiede zwischen den drei Teilen doch zu eklatant, um ein wirklich rundes Buch zu sehen. So sehr mich der erste Teil mit dem hohen Tempo begeistern konnte, so sehr ließ mein Interesse insbesondere gegen Ende immer weiter nach. Inwieweit man von Figurenzeichnung bei einem auf Tatsachen beruhenden Roman überhaupt sprechen kann, sei dahingestellt. Der Ich-Erzähler ist mir durch sein Handeln sehr greifbar und authentisch erschienen. Karin wurde durch seine Erinnerungen vor allem im zweiten Teil für mich eher befremdlicher. Insbesondere ihre Neigung zu Engeln und Übersinnlichem entfremdeten sie weiter und weiter von mir. Da sie nur aus einer Sicht und Erinnerung geschildert wird, ist dieses Bild unweigerlich unvollständig und möglicherweise auch nicht adäquat, was der Person/Figur womöglich nicht gerecht wird.Ein durchaus lesenswerter Roman; ein Leser, der nicht bis zum Ende durchhält, findet aber auch mein Verständnis. 

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