Tom McCarthy K

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Inhaltsangabe zu „K“ von Tom McCarthy

Kommunikation, Kokain, Karbon – K, ein aufregender und visionärer Roman England, im Jahr 1898: Auf dem Landgut Versoie kommt Serge Karrefax zur Welt. Ein Aberglaube verheißt ihm eine außergewöhnliche Zukunft, denn der Junge trägt bei der Geburt seine Fruchtblase auf dem Kopf – die 'Glückshaube'. Und tatsächlich, sein Leben spiegelt all die Wunder des soeben angebrochenen neuen Zeitalters. Tom McCarthy schildert in seinem kühnen Bildungsroman das große Zeitalter, in dem die Technologie das Licht der Welt erblickt, seine Obsessionen, Ängste und Wahrheiten. Ein kühner, atemberaubender Roman, der unsere globalisierte, hochtechnisierte Gegenwart widerhallen lässt.

Koks, Karrefax, Kode, Krieg, Kafka - toller und sehr intelligenter Roman

— BubuBubu
BubuBubu

Hat mich nicht angesprochen. Unsympathische Charaktere (vor allem der Protagonist!) und eine wirre Handlung voller unklarer Andeutungen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "K" von Tom McCarthy

    K
    Buchloewe

    Buchloewe

    06. April 2012 um 20:27

    nicht komplett gelesen:(

  • Rezension zu "K" von Tom McCarthy

    K
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    03. April 2012 um 13:29

    Der Gang in die Moderne Verwirrend ist er durchaus erstmal, der Beginn des Romans (und nicht nur dieser). Viele Informationen, viele Beobachtungen bietet Tom Mccarthy dem Leser und doch oder gerade deswegen ist es schwer, einen ersten Zugang zum Geschehen zu finden. Denn die Frage nach dem „Warum“ der Handlungen seiner Personen, die wird so gut wie nicht beantwortet. Vielleicht auch deswegen verwirrend, weil es eine ganze Weile lang braucht, bevor der Leser einigermaßen sortieren kann, wer da überhaupt zu wem gehört, wer „normal“ ist und wer taub, wer Teil der Familie und wer angestellt oder Schüler. Zumindest die Mutter der Haupotfigur des Romans, mit dessen Geburt die Geschichte im Buch beginnt, Serge Karrefax ist taub, trotzdem sie spricht, Eine Koppelung, die nicht nur den herbeigerufenen Arzt bei der Entbindung irritiert. 1898 ist das Geburtsjahr des kleinen Serge, eine Zeit, in der vor allem sein Vater höchsten Wert darauf legt, dass die „Tauben“ in seinem Umfeld und seiner Familie, auf die Zeichensprache verzichten (da kennt er kein Erbarmen). „Immerzu! Ich will sie reden hören, immerzu!“. Doch nicht nur in dieser Hinsicht fordert Serges Vater seine Umgebung. Immer ist er am tüfteln, am machen, am „weiterdenken“. Funk ist sein Interessensgebiet, einige Meter hat er schon mit seiner neuen Technik überbrückt. Während Serges Mutter sich dem Neuen gegenüber nicht allzu aufgeschlossen zeigt (außer was die ein oder andere entspannende Substanz angeht. Vom „neumodischen“ Chloroform des Arztes jedenfalls kann sie gar nicht genug bekommen). Ihre Seidenspinnerei arbeite mit alten Maschinen und in traditioneller Weise. Sie achtet auf höchste Qualität. In diesem Spannungsfeld wächst Serge auf und wächst somit auch auf in einem Symbol seiner Zeit. Einer Zeit des fordernden, schnellen technischen Fortschritts und einer Zeit ebenfalls des Versuchs, das althergebrachte, die Traditionen zu bewahren. Jener Serge, der bei der Geburt eine „Glückskappe“ trägt (die Fruchtblase, die auf seinen Kopf gerutscht ist) und der sich, durchaus in die Fußstapfen seines Vaters tretend, schell für alles technische, Moderne beginnt zu interessieren. Gemeinsam mit seiner Schwester Sophie arbeitet er sich durch das „Spielbuch der Wissenschaften für Knaben“. Während diese sich mehr und mehr in der Biologie fast verliert, entzündet sich die Begeisterung Serges wie bei seinem Vater für den gerade sich entwickelnden Funk. Was ihn später zu einem durchaus gesuchten Fachmann macht, dem größere Aufgaben übertragen werden. Doch wie so viele in seiner Familie, beginnt auch Serge allmählich, sich in sich selbst zu verlieren, inmitten einer immer weiter nach außen drängenden und fortschreitenden Welt. Ein Gegensatz, der dem Buch durchaus eine innere Spannung zu geben vermag in der Frage, wie sich das Innere des Menschen zum Außen verhält und inwieweit das Außen das Innere beeinflusst. Eine innere Spannung, die allerdings fast ganz als intellektuelles oder rein beobachtendes Erleben durch Mccarthy gestaltet wird. Der reißende Fluss der Moderne, der Technik, das ist die eigentliche „Hauptrolle“ im Buch. Die Protagonisten wirken hier und da wie eine reine Staffage, seltsam unbelebt und doch wieder durch ihre eigenartigen Ausprägungen und ihr inneres „Wegdriften“ psychologisch interessant. K ist kein Roman, den man als einfache Lektüre bezeichnen könnte. Voller Sprachvielfalt, voller merkwürdiger, teils surrealer Wendungen, zeichnet Tom Mccarthy ein emotional distanziertes, kühles Bild jener Jahrzehnte, in denen die Welt sich technisierte und industrialisierte, in denen Traditionen aufgebrochen wurden (die 60er) und Bilder laufen lernen (schon im ersten Weltkrieg), eine äußere Welt, denen die Drogenerfahrungen des Serge und anderer Protagonisten eine je ganz eigene Deutung zu geben vermögen. Eine Deutung allerdings, die der Leser sich durchaus in Teilen hart erarbeiten muss. Denn gerade aufgrund der emotionalen Distanz Mccarthy fehlt im Roman fast völlig das, was für den Leser der meisten anderen Bücher gewohnt ist. Eine innere Dramatik. Eineigenes, emotionales Mitgehen mit Personen im Roman. Es bleibt ein Staunen vor der sprachlichen Versiertheit des Autors und dem umfassenden Panorama der Moderne, welches er liefert, aber ebenso ein durchaus leeres Gefühl, was die Beziehung des Lesers zu den Personen des Romans angeht. Tom Mccarthy legt einen nicht einfach zu lesenden Roman mit einem ebenso nicht einfachen Zugang zu seinem „Personal“ vor, in welcher er Innen und Außen, Technik und Drogen, Suchen und immer weiter Suchen (das Finden tritt deutlich zurück im Ablauf der Jahrzehnte) zu einem komplexen Bild der Entwicklung des modernen Lebens zusammenführt. Sehr gewöhnungsbedürftig, aber durchaus lohnend, wenn man sich auf diesen ganz eigenen Stil einzulassen bereit ist.

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