Tom McCarthy Satin Island

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Inhaltsangabe zu „Satin Island“ von Tom McCarthy

"Ein glanzvolles Stück Literatur, das steht fest!" (The Sunday Times)
U., der sich selbst »Firmenanthropologe« nennt, erhält den Auftrag, den Großen Bericht zu schreiben, ein universales ethnografisches Dokument, das unser gesamtes Zeitalter zusammenfasst. Doch schnell fühlt er sich überwältigt von der schieren Datenmenge und der augenscheinlichen Unmöglichkeit, das Vorgefundene in eine irgendwie geartete, sinnstiftende Erzählung zu übersetzen. Als er sich zu fragen beginnt, ob sein Vorhaben überhaupt gelingen kann, verändert ein Traum von einer apokalyptischen Stadtlandschaft, in deren Mitte eine gigantische Müllverbrennungsanlage thront, seine Wahrnehmung.
Auf eine Art, wie nur er es kann, fängt Tom McCarthy ein, wie wir unsere Welt erleben, wie wir versuchen, ihr einen Sinn zuzusprechen und die Erzählung, die wir für unser Leben halten, zu erkennen. Ein beunruhigender Roman, der verspricht, das erste und letzte Wort über die Zeit zu formulieren, in der wir uns bewegen – sei sie modern, postmodern oder welches Label auch immer wir ihr geben wollen.

Leider empfand ich nur Kapitel 13 als lesenswert. Alles andere waren abstruse, langweilige Gedanken, denen ich nicht gern folgte...

— Grossstadtheldin

Verwirrend und doch beeindruckend - ein Blick auf unsere Gegenwart.

— leserattebremen

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    Satin Island

    Grossstadtheldin

    16. November 2017 um 09:14

    Handlungsüberblick:Das Buch handelt von U., der sich selbst »Firmenanthropologe« nennt und den Leser mitnimmt in seine Gedankenwelt. Mein Bucheindruck:Das Cover gefällt mir außerordentlich gut, besonders weil Türkis meine Lieblingsfarbe ist. Unter dem schicken Schutzumschlag ist das Buch allerdings relativ unspektakulär in weiß gehalten.Mein Leseeindruck:Ich bin eigentlich eine schnelle Leserin, aber hier musste ich mich ganz schön durchquälen und bin selbst immer noch erstaunt, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe. Dass ich durchgehalten habe lag höchstwahrscheinlich an den in einzelne kurze Abschnitte unterteilten Kapiteln. Leider empfand ich nur Kapitel 13 als lesenswert, alles andere waren für mich abstruse Gedanken, bei denen es sich nicht lohnt, sie zu verfolgen. Vielleicht hat der Text eine höhere Deutungsebene, die ich nicht erkannt habe. Ich habe mich jedenfalls bei der Lektüre sehr gelangweilt und bin froh, nun endlich ein anderes Buch lesen zu können...Mein Eindruck vom Schreibstil:Am nervigsten fand ich die fehlenden Anführungszeichen bei der eigentlich wörtlichen Rede, die den Lesefluss ganz schön gehemmt haben. Ich musste oft einen Abschnitt zweimal lesen, weil ich nicht mehr auseinander halten konnte, wer nun eigentlich was gesagt hat oder ob es doch nur die Gedanken von U. waren. Dass die Hauptperson einfach U heißt (also You) vermochte mir trotzdem nicht zur Einfühlung in die Person helfen. Für mich blieb U. völlig ohne Bezug zu mir und irgendwie ungreifbar. Mein Abschlussfazit:Leider war das Buch bis auf Kapitel 13 für mich nicht lesenswert und bis dahin war es eine ganz schöne Quälerei. Meiner Meinung lohnt sich die Lektüre nicht. Aber vielleicht bin ich auch einfach nicht das richtige Zielpublikum als 25 jährige Studentin. 

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  • Tom McCarthy | SATIN ISLAND

    Satin Island

    Bookster_HRO

    27. September 2017 um 08:03

    INHALT: Was genau machen eigentlich Wirtschaftsanthropologen? Sie versuchen, das wirtschaftliche Verhalten einer bestimmten (Ziel-)Gruppe zu auszuloten, meistens im Auftrag eines Unternehmens, um deren Absatz zu steigern. Genau so einer ist U., der für die Consultingfirma Koob-Sassen auf der ganzen Welt unterwegs ist, um neue Märkte zu ergründen. Sein Boss Peyman hat kürzlich einen Mega-Deal mit einem großen Konzern an Land gezogen, ein nie dagewesenes Projekt über das alle sprechen, aber niemand so recht weiß, worum es eigentlich geht. Im Zuge dieses Projekts wird U. von Peyman beauftragt den Großen Bericht zu schreiben, einen universalen Text, der unser komplettes Zeitalter umfassen soll. Wie er das bewerkstelligt, Form und Ausmaß des Berichts, ist U. überlassen; der Text findet schon seine Form – was immer das heißen soll. U. merkt schon nach kurzer Zeit, dass er mit dieser Aufgabe völlig überfordert ist. Wie soll man einen Bericht über ALLES schreiben, einen Text der ein ganzes Zeitalter umfasst? Und wozu überhaupt? Und was ist das eigentlich für ein Projekt, für das Peyman diesen Bericht braucht? U. beginnt, sich in Kleinigkeiten festzubeißen. Der tödliche Unfall eines Fallschirmspringers beispielsweise erregt seine Aufmerksamtkeit. Tagelang trägt er alles zusammen, was über Unfälle mit Fallschirmen zu finden ist. Ebenso sammelt er alle Information zu Ölkatastrophen, ordnet sie, baut Statistiken auf, vernetzt alles miteinander, kommt aber nicht weiter. Es erscheint alles so sinnlos. Als Peyman erste Ergebnisse sehen will, muss U. sich eingestehen, dass er praktisch nichts vorweisen kann. Für ein Symposium saugt er sich einen Vortrag quasi aus den Fingern und wird von allen Gästen frenetisch gefeiert – wofür auch immer… FORM: Tom McCarthy (*1969) hat mit SATIN ISLAND einen kafkaesken Roman über einen obskuren Berufszweig und einen extremen Fall von Prokrastination vorgelegt. Sprachlich auf höchstem Niveau schreibt er seinem Helden eine Leidensgeschichte der ganz anderen Art auf den Leib. Monate lang recherchiert der arme U., ohne richtig zu wissen wofür und wohin das alles überhaupt führen soll. Dabei wird nichts wirklich erklärt und der Leser ist genauso ahnungslos wie U. selbst. (apropos Sprechende Namen: Das Initial verrät ja schon, dass Leser und Ich-Erzähler viel gemeinsam haben. Im englischen Original heißt es zu Beginn: »Me? Call me U.« Und der Boss Peyman ist der, der die Spesen bezahlt. Sein Vorname wird nicht genannt, aber ich tippe auf Bill.) McCarthys Erzählton würde ich irgendwo zwischen Donald Antrim und Thomas Pynchon verorten, also eher bildungssprachlich, aber mit deutlich weniger Humor. Auch wenn es hin und wieder skurril wird, ein paar Lacher hätten dem Buch nicht geschadet, schließlich ist es kein todernstes Thema, dessen sich McCarthy hier annimmt. SATIN ISLAND wirkt nach dem letzten Kapitel eher wie ein kleines Zauberkunststück – hübsch anzuschauen aber schnell verflogen. FAZIT: Ein überaus clever komponierter Roman, der viel Raum für Interpretationen lässt. Vier Sterne. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • Der große Bericht

    Satin Island

    Bookmarked

    10. September 2016 um 16:53

    Inhalt:Im Zentrum steht der Protagonist U. der als Firmenanthropologe menschliche Verhaltensmuster analysiert und für Werbe- und Markenstrategien verwertbar macht. Eigentlich besteht seine Aufgabe aber darin den sogenannten großen Bericht anzufertigen. Eine voll umfängliche ethnologische Studie über das aktuelle Zeitalter. Die Unmöglichkeit einen solchen Bericht zu schreiben, ist dem Leser schnell bewusst und auch der Protagonist muss im Verlauf des Buches erkennen, dass er dieser Aufgabe niemals gerecht werden kann.Bewertung:Der Schreibstil ist intelligent, anders, dadurch aber auch gewöhnungsbedürftig. Neben bemerkenswerten Passagen (ich markierte mir viel in diesem Buch), driftet der Autor leider auch immer wieder in pseudo-intellektuelles Geschwafel ab und füllt damit ganze Kapitel, die weder etwas zur "Geschichte" beitragen, noch einen interessanten oder nachvollziehbaren Gedankenanstoß bieten.Der Protagonist und Ich-Erzähler bleibt dem Leser als Person stets fern und spielt nicht zuletzt durch seinen Namen ("U" bzw. "You") eine symbolische Rolle. Im Endeffekt ist man gezwungen jedem noch so assoziativen und abstrusen Gedankengang des Protagonisten zu folgen und nur in wenigen Fällen ist das Endergebnis befriedigend.Das Buch enthält interessante Informationen und beschreibt bekannte Problematiken und Theorien der Ethnologie bzw. Anthropologie. Auch die besonders gute Beobachtungsgabe des Protagonisten führt zur Beschreibung völlig skurriler menschlicher Verhaltensweisen die mich faszinieren konnten. Fazit:Das Buch ließ mich fragend zurück. Ich hatte das gleiche Gefühl wie bei Kunst mit der ich nichts anfangen kann. Ich kann die Außergewöhnlichkeit dieses Buches loben, konnte aus der Lektüre aber nicht viel Mehrwert für mich herausziehen.  Anmerkung:Dieses Buch wurde mir von der DVA bzw. dem Bloggerportal von RandomHouse zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine Bewertung. 

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  • Der große Bericht

    Satin Island

    leserattebremen

    28. June 2016 um 11:11

    U. ist Anthropologe und arbeitet in der freien Wirtschaft. Sein Auftrag lautet, den ultimativen großen Bericht zu schreiben. Die Form? Egal, die findet sich. Vor diesem Auftrag stehend ergeht U. sich für den Leser in Betrachtungen über die Menschen in der Gegenwart, seiner „Präsensanthropologie“ wie er es nennt. Von Ölkatastrophen über Starbucks zu Fallschirmunfällen und politischen Protesten fasst er fast formlos und unsortiert die Welt zusammen. Es ist nicht der große Bericht, den man mit „Satin Island“ liest, es ist ein faszinierendes und anregendes Buch. Tom McCarthy zwingt regelrecht zum Nachdenken und Weiterdenken. Sicher ist es keine lockerleichte Unterhaltungsliteratur, aber McCarthy legt den Finger in die Wunden der Gesellschaft und führt uns unsere eigene Absurdität vor. Er ist ein großartiger Beobachter von Menschen und Mustern, anders hätte „Satin Island“ wohl nicht zu dieser Form finden können. Was nach einem Mammutroman von 800 Seiten klingt fasst er kompakt und doch überzeugend auf 200 Seiten zusammen und lässt uns Leser am Ende doch allein zurück mit der Frage, was das eigentlich war, was wir da gerade gelesen haben. Beobachtung? Gesellschafskritik? Oder einfach nur die Beschreibung des alltäglichen Chaos, dem wir uns alle immer wieder wie U. auch stellen müssen. Am Anfang hatte ich Probleme, mich in den Stil von Tom McCarthy einzufinden und wirklich in „Satin Island“ einzutauchen, doch Seite für Seite faszinierte es mich immer mehr. McCarthy ist ein spannendes und außergewöhnliches Stück Literatur gelungen, das meiner Meinung nach vollkommen zu Recht für den Booker Prize 2015 nominiert war. 

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  • Der Große Bericht

    Satin Island

    YukBook

    25. April 2016 um 17:28

    Was wäre, wenn man seine Umwelt nur noch in Mustern, Rastern und Algorithmen wahrnehmen würde? Eine ungefähre Vorstellung davon bekommt man in diesem Roman von Tom McCarthy. Dies beginnt bereits mit der Hauptfigur, die keinen individuellen Namen trägt. Sie nennt sich „U“, gleichklingend wie „You“, als sei die Figur übertragbar auf jede Person, den Leser eingeschlossen. Als Firmenanthropologe erforscht U die Menschheit im Auftrag einer Beratungsgesellschaft in London. Die Beschreibung einer Szene am Flughafen in Turin zeigt, dass sich seine Arbeitsweise und die  beruflichen Gewohnheiten schon längst in seinen Alltag eingeschlichen haben. Während er auf einen verspäteten Flieger wartet, beobachtet er das Treiben um sich und scannt alle Informationen, die auf ihn herein prasseln, ab. Auf mehreren Bildschirmen werden Berichte von Ölkatastrophen übertragen, Kinder tollen um ihn herum, auf seinem Handy blinken Nachrichten aus dem Büro. Sein Sitznachbar spricht ihn in einem Mischmasch aus Französisch, Holländisch, Deutsch und Amerikanisch an. Reale Bilder und Fernsehaufnahmen verschmelzen dabei zu einer vielschichtigen Collage und U fühlt sich leicht überfordert. Wenn sich schon so eine einfache Alltagssituation derart wirr für ihn darstellt, wie wird es ihm dann erst beim Koob-Sassen-Projekt ergehen? Bei diesem Auftrag soll er DEN Großen Bericht über die Menschheit schreiben, einen universales ethnografisches Werk, das das gesamte Zeitalter abbildet – das bedeutet, alle Daten zu katalogisieren, sie durch Skizzen, Diagramme und Muster in eine Ordnung zu bringen und das ganze Bild zu sehen. U weiß nicht so recht, wo er anfangen soll und stellt fest, dass allein die Klimaanlage in seiner Firma so umfassend ist, dass sie ein eigenes Buch verdient. Was der Protagonist im großen Stil betreibt, kennt man selbst im kleinen Maßstab. Ganz ähnlich ergeht es mir, wenn ich die ständig wachsende Zahl von Mails, Dokumenten und Fotos sichte, archiviere und versuche, ein System hineinzubringen. Interessant fand ich den Gedanken, dass der große Bericht möglicherweise schon längst von einem binären System geschrieben wurde und dass es dafür keiner menschlichen Anstrengung bedarf. Ich bin bisher schon so einiges von Schriftstellern und Philosophen gelesen, die sich mit dem Sinn des Universums und des Lebens beschäftigen. Das Thema aus der Sicht eines Anthropologen zu betrachten, war trotz der fehlenden Handlung eine interessante Leseerfahrung. 

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  • Assoziativ

    Satin Island

    michael_lehmann-pape

    30. March 2016 um 11:26

    AssoziativTom Macarthy folgt in seinem neuen Werk nicht unbedingt ausgetretenen Pfaden. Schon anders als gewohnt ist es, sich auf diese (kaum wirklich vorhandene Geschichte) durchgehend einzulassen.Was daran liegen könnte, dass diese „Geschichte von Allem“, die der Ich-Protagonist des Buches von Seiten seines Arbeitgebers als zu verfassenden „Auftrag“ erhält, sich nicht nur im Buch selbst als „unmöglich zu schreiben“ herausstellen wird.Der Anthropologe, der sich nach Erhalt des Auftrags erstmal auf Recherche begibt, der erfolglos überhaupt einen Anfang „von all dem“ v ersuch, in die Hände zu bekommen, stellt von Beginn an fest, dass eben so vieles sich miteinander vermischt, quasi schon per Stichwortanschluss das eine zum anderen führt (ohne großen inneren Zusammenhang), das man zwar dem Einzelnen immer wieder nachgehen, nachhängen kann, aber eben nicht zu einem gerahmten, geschlossenen System am Ende vordringt.Am Flughafen sitzend, auf den Flug wartend, beobachtet die Hauptfigur, man könnte sagen, mit „offenen Sinnen“. Und sinniert über „Mythen“, die Menschen brauchen, wie das „Turiner Grabtuch“ (das wissenschaftlich erwiesen nicht echt sein kann), und dann sitzt er vor einigen Jahren da, mäandert durch soziale Netzwerke „voller Nichtigkeiten“, die vielleicht auch nur so wirken, als wären sie nichtig (je nachdem, was man für die relative Bedeutung der Nachrichten als Bezugsgröße wählt), die aber eben auch die Welt ausmachen können, je nach Betrachtung.So kommt er über das Grabtuch zu den „Drehkreuzen“, wörtlich im Flughafen und für den Flughafen selbst als „Drehkreuz“, liest etwas über die „Freilaufnarbe“ und findet sich in Erinnerungen an sein erstes Fahrrad mit eben einer solchen wieder. Eben wie auf den Bildschirmen um ihn herum, Sportereignisse, Ölkatastrophen, wirbelnde Menschen sich zu einer Gleichförmigkeit in der Form vermengen, bei denen die Form den Inhalt überlagert.„U.“ stellt sich der Mann dem Leser einige Seiten weiter vor.Und hier liegt wohl der Schlüssel zum Verständnis des „Berichtes von allem“. Denn vor allem von sich erzählt der Mann. Und da er im Wortspiel eigentlich „Mein Name ist „Du““ sagt (U. = phonetisch „you“), verweist McCarthy umgehend auf den Leser selbst als Protagonisten des Romans. Der sich auf mindestens drei Ebenen aufgliedert. Der Auftrag zum Bericht und die vermeintliche Arbeit an diesem, die assoziativen Erinnerungen und Eindrücke für „U.“ im Buch und die beim Leser entstehenden Querverbindungen zu eigenem Erleben vielleicht und neue Gedankenwanderungen zu andren Ereignissen außerhalb des Buches selbst, die wiederum alles in allem zeigen und alles mit allem verbinden.Ein „Mitmachroman“ somit auch. Der es aufgrund der kühlen Distanz seiner Hauptfigur und des mangelnden roten Erzählfadens dem Leser oft nicht einfach macht, eine innere Spannung gegenüber den Ereignissen im Buch aufzubauen.„Ich für meinen Teil blieb sitzen und sah die Bohrinsel krängen, die Vögel herumflattern, die kaputte Leitung speien, das dunkle Wasser auf den Höchststand anschwellen, immer wieder“.„Wir handeln, wie Peyman es ausdrückt, mit Narrativen“.Und das bietet McCarthy Seite für Seite an. Narrative, oft ohne Relation und Bewertung, so dass der Leser sich dem aussetzen kann. In feiner Sprache abwartend, was dies auslösen mag, beim Leser, aber auch bei „U.“, der seine Sicht auf all die Dinge zur Verfügung stellt, ohne ein verbindendes Ganzes daraus abzuleiten.Auch die Erotik bleibt seltsam fern.„Als ich bei Madison war, hatten wir Sex. Danach lagen wir im Bett“. Und eine Unterhaltung entfaltet sich über Erinnerungen. An den Turiner Flughafen. Womit wieder eine Verbindung erschlossen wäre, die dennoch zunächst nicht von Bedeutung scheint.Sprachlich versiert, in der assoziativen Kette all dessen, was passiert, passiert ist und wie es sich scheinbar belanglos verbindet, wird jener Leser das Buch als Gewinn empfinden, der die differenzierte Sprache zu schätzen weiß und sich erinnern lassen möchte, wie Kleinigkeiten Bedeutung haben können und „große Dinge“ wenig Nachhall erzeugen, aber sich alles mit allem im eigenen Kopf verbindet. Was als Roman nicht einfach und nicht ohne Irritation zu lesen ist.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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