Tom Pauls

 4.4 Sterne bei 14 Bewertungen

Lebenslauf von Tom Pauls

Tom Pauls, geboren 1959 in Leipzig, Schauspieler und Kabarettist. Regelmäßig gastiert er in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, spielt auf Kabarettbühnen, in großen Konzerthäusern und ist zudem im Fernsehen zu sehen. In der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ gab er den Hausmeister Ottmar Wolf. Populärste Bühnenfigur ist die sächsische Witwe Ilse Bähnert, der Tom Pauls seit über zwanzig Jahren Leben einhaucht. Pauls ist Prinzipal seines Theaters in Pirna, spielt dort seine erfolgreichen Stücke und begrüßt, wann immer er kann, die Gäste persönlich. Im Aufbau Verlag sind seine Bücher „Das wird mir nicht nochmal passieren. Meine fabelhafte Jugend“, „Nischd wie hin. Unsere sächsischen Lieblingsorte“ (zus. mit Bernd-Lutz Lange) und „Deutschland deine Sachsen. Eine respektlose Liebeserklärung (zus. mit Peter Ufer) lieferbar. Mehr Informationen zum Autor unter www.tom-pauls-theater.de

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Tom Pauls

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Cover des Buches Ilse Bähnert jagt Dr. Nu (ISBN: 9783943444117)

Ilse Bähnert jagt Dr. Nu

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Erschienen am 01.02.2013
Cover des Buches Das wird mir nicht nochmal passieren (ISBN: 9783746632247)

Das wird mir nicht nochmal passieren

 (4)
Erschienen am 12.02.2016
Cover des Buches Meine Lene (ISBN: 9783351036898)

Meine Lene

 (2)
Erschienen am 06.11.2017
Cover des Buches Das wahre Leben der Ilse Bähnert (ISBN: 9783938325223)

Das wahre Leben der Ilse Bähnert

 (2)
Erschienen am 09.02.2009
Cover des Buches Deutschland, Deine Sachsen (ISBN: 9783746631172)

Deutschland, Deine Sachsen

 (0)
Erschienen am 09.03.2015
Cover des Buches Eiserne Ration für fichilante Sachsen (ISBN: 9783898502078)

Eiserne Ration für fichilante Sachsen

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Erschienen am 01.09.2010
Cover des Buches Meine Lene (ISBN: 9783945733493)

Meine Lene

 (0)
Erschienen am 12.04.2019
Cover des Buches Deutschland, Deine Sachsen (ISBN: 9783862314584)

Deutschland, Deine Sachsen

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Erschienen am 01.10.2014

Neue Rezensionen zu Tom Pauls

Neu

Rezension zu "Meine Lene" von Tom Pauls

Herausragende Hommage
HEIDIZvor 10 Monaten

Meine Lene: Eine Liebeserklärung an die Dichterin Lene Voigt ist ein Buch, welches mir aus zweierlei Sicht sehr gut gefallen hat. Zum einen hat mich der Stil des Geschriebenen fasziniert, der fesselnd flüssig zu lesen geschrieben ist und kurzweilig unterhaltsam und zum anderen die Tatsache, dass man auf diese kurzweilig bildhafte Sprachform sehr umfassend zur Thematik informiert wird.

So mag ich Informationsvermittlung !!!

Es geht um die Dichterin Lene Voigt - Tom Pauls schreibt über sie - schreibt eine Hommage zu dieser Dichterin, der er seinen bekanntesten Charakter verdankt - nämlich Ilse Bähnert, die sächsische Rentnerin. Er geht der Biografie der Lene Voigt auf die Spur. Sie, die heitere Texte verfasste, auf der anderen Seite aber unter Wahnvorstellungen litt. Sie war eine Kämpferin, das wird schnell klar, sie nahm es nicht hin, was mit ihr geschah - Pauls lässt den Leser hinter die Kulissen blicken, hinter die der Lene Voigt, und damit auch hinter die der humorvollen Sachsen.

Ein wundervolles Buch !!!

Dem Buch sind Fotografien (farbig) beigefügt, die die Texte nochmals bildhaft untermalen. Außerdem ist das Buch mit einem edlen Lesebändchen versehen.

Leseprobe:

========

Im April 1925 erschien die letzte Nummer des Drachen. Helene brachte Hans Bauer zum Abschied einen Rührkuchen in die Redaktion, Erich Kästner kam zur gleichen Zeit mit einer Tüte Kaffeebohnen, die seine Mutter aus Dresden geschickt hatte. ... 

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Rezension zu "Meine Lene" von Tom Pauls

Das Leben der Lene Voigt
mabuerelevor 2 Jahren

„...Wenn mor sich in ä Buch versenkt, was drinne steckt, ooch überdenkt, dann lebt mer so recht eeechendlich, in enner kleenen Welt für sich...“


Tom Pauls ist unter anderen Kabarettist. Auf der Bühne verkörpert er seit Jahren die sächsische Witwe Ilse Bähnert. Im Vorspann des Buches geht er der Frage nach, wie es dazu kam. Dabei kommt er auf Lene Voigt, geborene Helen Wagner, zusprechen. Ihre ersten Gedichte hat er als Kind kennengelernt. Als er allerdings im Deutschunterricht die sächsische Variante des Erlkönigs dargeboten hat, war der Lehrer nicht amüsiert.

In den folgenden Kapiteln erzählt er auf seine besondere Art das Leben von Lene Voigt. Sie war das einzige Kind ihrer Eltern. Ihre Kindheit war schwierig, denn die Mutter hat sie abgelehnt. Sie wollte Söhne, doch die waren nicht lebensfähig. Was ihr an Mutterliebe fehlte, hat ihr der Vater an Zuneigung gegeben.

Ihr Vater besorgt ihr eine Stelle bei einem Leipziger Verlag. Die Welt der Bücher ist ihre Welt.Ihr zukünftiger Arbeitgeber empfängt sie mit den Worten:


„...Ein Buch herzustellen, junge Dame, gehört zu den größten Abenteuern der Menschheit. Ein Buch zu lesen heißt die Welt zu besuchen, in ihren Zeiträumen zu spazieren. Es ist die größte Macht, die wir besitzen...“


Schon in jungen Jahren beginnt sie zu dichten. Ihr Leben ist ein Auf und Ab. Sie lernt Joachim Ringelnatz und Erich Kästner kennen.

Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Auf lockere Art werden auch schwere Zeiten beschrieben, so der Tod des einzigen Kindes. Und immer wieder kommt Lene selbst zu Wort, sei es mit Ausschnitten aus ihren Gedichten oder ihren Texten. Sie hat nicht nur auf Sächsisch geschrieben. Das Besondere ihrer Texte ist, das sie zuhören konnte und wiedergegeben hat, was gehört hat. Außerdem hatte sie die Gabe, aus dem Stegreif heraus Verse zu schmieden.

Der Schriftsteller Edwin Bormann war der Meinung:


„...Wir müssen unsere Sprache mehr unter die Leute bringen. Sächsisch ist der lyrischste Dialekt überhaupt...“


Er selbst hat nicht mehr erlebt, dass in der Nazizeit die sächsische Sprache nicht gewünscht war. Für Lene bedeutete das, dass sie nicht mehr gedruckt wurde. Es war ein Bruch in ihrem Leben, den sie nie verkraftet hat. Sie zieht wiederholt um und fühlt sich verfolgt.

Im letzten Kapitel erfahre ich, was aus den Orten, an denen Lene Voigt gelebt hat oder die sich besucht hat, geworden ist.

Das Eingangszitat stammt von Lene Voigt.

Einige Bilder sind dem Buch beigefügt, sowohl von Lene Voigt als auch Ausgaben ihrer Bücher.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es beschreibt nicht nur Lenes Leben, sondern gibt auch einen Einblick in die Geschichte der Stadt Leipzig als Stadt der Verlage und der Literatur.

Kommentare: 3
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Rezension zu "Das wird mir nicht nochmal passieren" von Tom Pauls

Früh übt sich...
Tulpe29vor 2 Jahren

In gewohnt amüsanter, exzellenter und humorvoll-spritziger Weise erzählt der bekannte Dresdner Schauspieler, gebürtig aus Leipzig, Anekdoten aus seiner behüteten Kindheit und bewegten Jugend. 
Man kann sich heute kaum mehr vorstellen, welches Früchtchen er damals war, obwohl ihm der augenscheinliche Schalk schon immer aus den Augen sah. Beweisfotos sind anbei. 
Es gibt auch durchaus nachdenkliche, sehr ernste Momente, die Armee- und Lehrzeit im Osten zum Beispiel. Das war gar nicht witzig. An manches kann ich mich auch noch erinnern und fühlte mich in meine jungen Jahre zurückversetzt, herrlich.
Dieses so gelungene Buch ist geeignet, trübe Stunden freundlicher zu machen und einen verregneten Herbsttag wie den heutigen in einen gemütlichen, vergnüglichen und unterhaltsamen Lesetag zu verwandeln.
Bravo und weiter so!

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