Tom Perrotta

 3,2 Sterne bei 107 Bewertungen
Autor von Mrs Fletcher, Die Verlassenen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Tom Perrotta

Oscarreife Drehbücher: Thomas R. Perrota, geboren am 13. August 1961 in Garwood, New Jersey, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor. Bereits im Schulalter schrieb er für seine Schülerzeitung Kurzgeschichten. An der Yale University machte er seinen Bachelorabschluss im Fach Englisch und ging danach an die Syracuse University, wo er mit dem Master of Arts in Kreativem Schreiben abschloss. Anschließend unterrichtete er als Dozent für Kreatives Schreiben an der Harvard University. In dieser Zeit veröffentlichte er zahlreiche Kurzgeschichten und sein Roman-Debpt „The Wishbones“. Seinen Durchbruch schaffte er im Jahre 2004 mit seinem Roman Little Children. Er wurde vielfach ausgezeichnet und kurze Zeit später verfilmt. Diese wurde für den Oscar nominiert. Danach schrieb er noch weitere Drehbücher. Heute lebt der Autor mit seiner Frau und zwei Kindern in Boston.

Alle Bücher von Tom Perrotta

Cover des Buches Die Verlassenen (ISBN: 9783453419193)

Die Verlassenen

 (38)
Erschienen am 11.04.2016
Cover des Buches Mrs Fletcher (ISBN: 9783423281751)

Mrs Fletcher

 (45)
Erschienen am 22.03.2019
Cover des Buches Little Children (ISBN: 9783548268248)

Little Children

 (23)
Erschienen am 01.05.2007
Cover des Buches Joe College (ISBN: 0312361785)

Joe College

 (1)
Erschienen am 19.09.2006
Cover des Buches Bad Haircut (ISBN: 9781250010032)

Bad Haircut

 (0)
Erschienen am 18.09.2012
Cover des Buches The Abstinence Teacher (ISBN: 9780007261017)

The Abstinence Teacher

 (0)
Erschienen am 05.02.2009
Cover des Buches The Leftovers (ISBN: 9780312363550)

The Leftovers

 (0)
Erschienen am 21.05.2012
Cover des Buches Election (ISBN: 9780007262403)

Election

 (0)
Erschienen am 05.02.2009

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Tom Perrotta

Cover des Buches Mrs Fletcher (ISBN: 9783423281751)W

Rezension zu "Mrs Fletcher" von Tom Perrotta

Quälerei
Waschbaerinvor 10 Monaten

Jatzt muss ich gestehen, dass ich das Buch Mrs. Fletcher nicht bis ans bittere Ende gelesen habe. Ich quälte mich knapp bis zur Mitte durch, dann landete  es endgültig auf dem Stapel Bücher, die ich auf dem Campingplatz ins Regal stelle. Vielleicht gibt es andere Leser, die auf sowas stehen. Ich jedenfalls nicht. 

Jetzt will ich aber auch begründen wieso: Da ist zuerst einmal diese entsetzliche Sprache. Vielleicht bin ich nicht mehr so ganz im Zeitgeschehen, aber die Menschen in meinem Umfeld gehen anders miteinander um. Na ja, es gibt ja alles und so las ich tapfer weiter. Doch auch der Inhalt ließ zu wünschen übrig. Das sich bei jungen Leuten in Gedanken und vielleicht auch beim Handeln alles um Sex dreht, mag ja angehen. Ich weiß es nicht, bin etliche Jahre darüber. Aber wenn eine erwachsene Frau mit ihrem Feierabend nichts anderes anzufangen weiß außer Pornos in allen Variationen zu schauen, ihr im Alter jenseits der 45 bei allen möglichen oder unmöglichen Gelegenheit nur Sex durch den Kopf schwirrt, dann frage ich mich doch, "hat die sich seit sie 20 war nicht mehr weiter entwickelt?" Ganz sicher gibt es noch ein paar andere Dinge auf der Welt, die von Interesse sind. 

Jedenfalls, der Inhalt ist für mich nur dumm, nicht wert, dass ich weitere Zeit damit vergeude.

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Cover des Buches Mrs Fletcher (ISBN: 9783423281751)Moeps avatar

Rezension zu "Mrs Fletcher" von Tom Perrotta

Hochnotpeinliches Lese-"Abenteuer"
Moepvor einem Jahr

Der wenig komplexe Inhalt von „Mrs. Fletcher“ lässt sich mit den Worten der Protagonistin besser zusammenfassen als ich es jemals könnte:

„Sie hatte zu viele Pornos geschaut und damit ihre Fantasie infiziert, sie hyperbewusst für sexuelle Möglichkeiten gemacht, die noch in den allerunschuldigsten Situationen steckten.“ – Seite 157

Sie, das ist Eve Fletcher, die 46-jährige Protagonistin dieses Romans von Tom Perrotta. Eve ist der Schrift gewordene Traum eines jeden ebenso triebgesteuerten wie sexistischen Macho-Mannes: Sie geht in ihrer Rolle als überfürsorgliche Hausfrau völlig auf, widmet sich mit Hingabe der Wäsche ihres mittlerweile leider erwachsenen Sohnes, bereitet überdies hervorragendes Steak zu, sie hat sämtliches Videomaterial in der „Milfateria“ (= Pornoportal) eingehend studiert und wenn man lieb fragt, schickt sie nachts auch gern einmal ein paar Nacktfotos per SMS. Denn Eve ist heiß und für jedes sexuelle Abenteuer zu haben. Eve ist eine MILF. Und Eve liebt das Risiko. Man fragt sich da irgendwann unweigerlich:

„War sie wirklich so einsam, so verzweifelt auf der Suche nach sexuellem Kontakt? Es war Irrsinn, ein solches Risiko einzugehen – den Job aufs Spiel zu setzen, ihr Haus, das Studium ihres Sohnes – nur, um eine Nacht lang so zu tun, als lebe sie in einem Pornovideo.“ – Seite 173 (kleiner Spoiler: Die Antwort lautet „Ja“.)

Wer sich nun vor Spannung kaum noch auf den Beinen halten und gemeinsam mit dem SPIEGEL laut „hinreißend“ rufen möchte, dem möge ich diesen Titel nur sehr nahelegen.

Mich persönlich konnte Tom Perrotta leider nicht abholen. Zwar mögen seine Wortgewaltigkeit und seine vertieften Recherchen im Bereich Erotikvideos durchaus beeindruckend sein; es gelingt ihm auch ganz hervorragend und mit beispielloser Eleganz, Akronyme wie eben jenes der „MILF“ (= Mum I´d like to fuck) mit inflationärer Häufigkeit in den Text einfließen zu lassen. Doch leider empfand ich Tom Perrottas Geschichte nicht als „rasend komisch“, wie der Klappentext sie beschreibt, sondern vielmehr als die hochnotpeinliche sexistische (sexuelle) Fantasie eines Mannes in der Midlife-Crisis, der sich fern jedes Niveaus tief in der Klischeekiste bedient. 

Zwar versucht der Autor gesellschaftskritische Töne anzuschlagen und Themen wie Autismus, Selbstliebe, Gender und Transsexualität aufzugreifen, arbeitet diese jedoch lediglich schematisch und oberflächlich ab. Für eine vertiefte Auseinandersetzung mit diesen sehr wichtigen und spannenden Fragen ist leider im Rahmen der alles durchdringenden Porno-Fantasien des Autors kein Raum geblieben. Denn schließlich musste es auch in dem Seniorenheim, in dem die Protagonistin Eve arbeitet, heiß hergehen. Doch mehr will ich an dieser Stelle gar nicht verraten…

Wenn wir die Protagonistin nicht gerade beim Pornos Schauen oder einem flotten Dreier mit einwilligungsunfähigen Personen erwischen, dann betrinken entweder sie oder ihr Sohn Brendan sich bis zur Besinnungslosigkeit. Nahezu jeder Erzählungsabschnitt aus Brendans Sicht beginnt mit der Einleitung, dass Brendan am fraglichen Tag einen „heftigen Kater“ hatte. Exzessiver Alkoholkonsum wird in „Mrs. Fletcher“ als Instrument intensiven menschlichen Kontakts regelrecht verherrlicht.

Auch das unsaubere Lektorat dieses Romans, der diverse Tippfehler und vertauschte Wörter aufwies, passte gut ins Gesamtbild dieser außergewöhnlichen Darbietung.

Schließen möchte ich daher nun abermals mit einem anschaulichen Zitat, das meine persönliche Leseerfahrung sehr prägnant auf den Punkt bringt:

„Lass uns so tun, als es wäre nie passiert“ [sic!] – Seite 318

Kommentare: 6
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Cover des Buches Mrs Fletcher (ISBN: 9783423281751)S

Rezension zu "Mrs Fletcher" von Tom Perrotta

Plätschert dahin
Sabine_Hartmannvor einem Jahr

Als ihr Sohn Brendan auszieht, um an die Uni zu gehen, bleibt Eve Fletcher allein zurück und muss ihre innere Einsamkeit neu füllen. Das gelingt ihr über Tinder-Kontakte mehr oder weniger gut.

Der Sohn Brendan, zu Beginn ein Aufschneider vor dem Herrn, ohne Mitgefühl, voller Gedankenlosigkeit entwickelt sich ein wenig mehr zu einem verantwortungsvolleren Bürger.

Das alles ist nicht wirklich spannend. Der Autor lässt die Figuren sprechen, sodass die Leser immer direkt wissen, was gerade gedacht wird. Das erzeugt einerseits ein wenig Spannung, weil die gleichen Situationen eben unterschiedlich beurteilt und wahrgenommen werden.

Insgesamt hat mich der Roman nicht überzeugt. Die Geschichte plätschert und wirkt stark bemüht, es allen Zielgruppen von Ausgrenzung Recht zu machen.

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Tom Perrotta wurde am 13. August 1961 in New Jersey geboren.

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