Tom Perrotta

 3.3 Sterne bei 98 Bewertungen
Autor von Mrs Fletcher, Die Verlassenen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Tom Perrotta

Oscarreife Drehbücher: Thomas R. Perrota, geboren am 13. August 1961 in Garwood, New Jersey, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor. Bereits im Schulalter schrieb er für seine Schülerzeitung Kurzgeschichten. An der Yale University machte er seinen Bachelorabschluss im Fach Englisch und ging danach an die Syracuse University, wo er mit dem Master of Arts in Kreativem Schreiben abschloss. Anschließend unterrichtete er als Dozent für Kreatives Schreiben an der Harvard University. In dieser Zeit veröffentlichte er zahlreiche Kurzgeschichten und sein Roman-Debpt „The Wishbones“. Seinen Durchbruch schaffte er im Jahre 2004 mit seinem Roman Little Children. Er wurde vielfach ausgezeichnet und kurze Zeit später verfilmt. Diese wurde für den Oscar nominiert. Danach schrieb er noch weitere Drehbücher. Heute lebt der Autor mit seiner Frau und zwei Kindern in Boston.

Alle Bücher von Tom Perrotta

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Die Verlassenen9783453419193

Die Verlassenen

 (36)
Erschienen am 11.04.2016
Cover des Buches Mrs Fletcher9783423281751

Mrs Fletcher

 (39)
Erschienen am 22.03.2019
Cover des Buches Little Children9783548268248

Little Children

 (22)
Erschienen am 01.05.2007
Cover des Buches Mrs Fletcher9783423147781

Mrs Fletcher

 (0)
Erscheint am 23.10.2020
Cover des Buches Joe College0312361785

Joe College

 (1)
Erschienen am 19.09.2006
Cover des Buches The Best American Short Stories 20129780547242095

The Best American Short Stories 2012

 (0)
Erschienen am 02.10.2012
Cover des Buches Election9780007262403

Election

 (0)
Erschienen am 05.02.2009
Cover des Buches The Abstinence Teacher9780007261017

The Abstinence Teacher

 (0)
Erschienen am 05.02.2009

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Tom Perrotta

Neu

Rezension zu "Mrs Fletcher" von Tom Perrotta

Selbstfindungsprozess
kruemelmonster798vor 6 Tagen

Ich hatte nach dem Buchtitel vermutet, dass es hier um die Geschichte von Mrs. Flechter geht. Das tut es auch - allerdings nicht ausschließlich, es bekommen doch so einige weitere Protagonisten ihren Platz im Buch. Das hatte ich in der Ausführlichkeit so nicht erwartet - und die ständig neuen Erzählstränge haben mich beim Lesen auch etwas irritiert.

Anfangs konzentriert sich die Handlung auf Mrs. Flechter und ihren Sohn Brendan, der nun weg vom Heimatort auf das College geht. Brendan kann wenig Sympathiepunkte bei mir sammeln, er ist ein unreifer, sexistischer Rüpel, der noch viel vom Leben lernen muss.
Seine Mutter ist eine Helicoptermom, die alles für ihren Sohn macht, aber in sie konnte ich mich gut hineinversetzen, ich habe sie verstanden.

Im Mittelteil plätschert das Buch für meinen Geschmack etwas zu sehr vor sich hin - manche Szenen hatten für mich für die Handlung keinen Belang.

Das ändert sich dann, plötzlich passiert ganz viel, es wird richtig spannend und alles steuert auf einen großen Knall zu. Spätestens hier habe ich mich gefragt, warum das Buch als komisch beworben wird. Ich fand es sehr tragisch - und das in vielerlei Facetten. Aber interessant!

Das Ende empfand ich dann als sehr holprig - außerdem hat es den Eindruck vermittelt, als ob der Autor noch geschwind eine Liste abarbeiten und schnell noch ein paar Themen unterbringen musste, ob es nun passt oder nicht. So nach dem Motto "Huch, Asexualität hatte ich ja noch gar nicht, ach, das baue ich noch schnell in die vorletzte Seite ein".

Insgesamt hat mir zwar der rote Faden gefehlt, zu viele Themen und Akteure.
Auch wenn das jetzt in der Gesamtschau recht negativ klingt - ich habe das Buch tatsächlich gerne gelesen, ich fand die Einblicke interessant und das Buch lässt sich schön nebenbei lesen.

Kein Buch, das es in meine Top Ten schafft, aber auch keines, bei dem ich mich über verschwendete Zeit ärgern müsste.

Kommentare: 1
3
Teilen

Rezension zu "Mrs Fletcher" von Tom Perrotta

Aus dem Leben einer MILF
Hennievor 9 Tagen

Es hätte für mich ein lesenswertes Buch werden können. HÄTTE! Nach dem Klappentext erwartete ich das auch. So viele lobende Worte im Vorfeld und das noch über Themen wie Sex, Liebe und Elternschaft, die nicht nur mich, sondern viele Leser*innen interessieren dürften.

Was ich dann zu lesen bekam, war in seiner Gesamtheit recht banal, nichts besonderes. Die Handlung bezieht sich auf die alleinerziehende, geschiedene Eve Fletcher, 46 Jahre alt und Leiterin eines Seniorenzentrums. Ihr 18 jähriger Sohn Brendan verläßt das Elternhaus, um am College zu studieren. Daraufhin hat/hätte sie Zeit für sich, und Muße ihr Leben neu zu ordnen. Die Story hatte mich recht schnell verloren, da schon zu Beginn für mich die Weichen zwischen Mutter und Sohn falsch gestellt waren. Sie räumt ihm die Sachen fürs College ins Auto und er vergnügt sich derweil in äußerst machohafter und frauenverachtenderweise mit einem Mädchen. Bezeichnende Rollenverteilung! Und das geht so weiter. Die letztendliche Reduzierung auf Sexismus durchzieht das gesamte Buch. Es ist eine Geschichte, die sich leicht lesen läßt, aber nicht berührt, nicht in die Tiefe geht. Es geschieht nichts Wesentliches. So wie hier beschrieben, kann das Leben sein! Für ein gutes Buch reicht mir das nicht. Mir wäre es viel zu wenig, nur auf das Sexuelle, auf gewisse weibliche Körperteile beschränkt zu werden, auf das Gefallen/Nichtgefallen eines Mannes bezogen zu sein. Beide, sowohl die Mutter als auch der Sohn, werden weitgehend aufs Sexuelle herabgewürdigt. Brendan ist ein unreifer Macho, reduziert auf sein Geschlechtsteil, auf Party machen und aufs Rumsaufen. Er war mir sehr unsympathisch. Eve wird als MILF bezeichnet, sie ist scharf, hat straffe Brüste, eine tolle Figur. Schon nach wenigen Seiten ging mir auch Eve Fletcher mächtig auf den Zeiger.

Ich bin immer noch am rätseln, was der Autor mit dem Buch für eine Botschaft übermitteln wollte. Einige Male glaubte ich, dass er doch noch die Kurve bekommt zu einer Geschichte, die einem roten Faden folgt. Leider Fehlanzeige! Tom Perrotta verliert sich viel zu oft in Klischees und versucht alle möglichen gesellschaftlich relevanten Themen in seinem Roman zu verarbeiten. In vorderster Front immer wieder Sexismus in den verschiedensten Varianten, der Besuch von gewissen Porno- und Datingseiten, MILF, Gender, Autismus, Asexualität...

 Eine Frau ist nur dann eine Frau, wenn sie einen Mann an ihrer Seite hat? Das soll man wohl glauben, wenn man den abrupten Wechsel bei Eve Fletcher auf den letzen Seiten gelesen hat? Ihr konnte ich die widersprüchlichen Empfindungen nicht abnehmen. Zum "krönenden" Abschluß nochmal die MILF – Thematik. Ich hatte diese Abkürzung noch nie in meinem langen Leben gehört oder gelesen. Wikipedia half mir auf die Sprünge:

Mom I’d Like to Fuck (englisch, wörtlich übersetzt: „Mama, die ich gerne ficken würde“). Ich lasse das mal unkommentiert so stehen!

Was ich total vermisste, vergeblich suchte, vielleicht auch nicht verstand (?), ist die „rasende Komik“, die laut Klappentext versprochen wurde.

Fazit:

Mir haben diese etwas über 400 Seiten gereicht. Ich hätte es nicht gelesen, aber der Roman gehörte zu einem Gewinnpaket für ein Leseevent bei Lovelybooks. Die beiden anderen Bücher: "Das wirkliche Leben" von Adeline Dieudonné (topp!) und die Graphic Novel "Die drei Leben der Hannah Arendt“ von Ken Krimstein waren in Ordnung und möchte ich sehr empfehlen.

Kommentare: 11
18
Teilen

Rezension zu "Mrs Fletcher" von Tom Perrotta

Voller Klischee
krimielsevor 15 Tagen

Ich habe das Buch „Mrs Fletcher“ von Tom Perrotta im Rahmen einer Leserunde gelesen, was der Grund dafür war, bis zum Ende durchzuhalten. Den vielen lobenden Kritiken in der Presse kann ich mich in keiner Weise anschließen, denn für mich war der Roman über eine reichlich vierzigjährige Frau zwar anfangs von Zynismus und bösem kritischen Witz über die amerikanische Vorort-Mittelschicht geprägt, aber bei längerem Lesen entpuppte sich das Buch als Abfolge scheinbar provokanter Themen voller Klischees, bei denen ich den Verdacht hatte, dass der Autor seiner weiblichen Protagonistin unter dem Deckmantel des Frauenverstehers seine männlichen und oft machohaften Ansichten und Fantasien überstülpt.

Die Geschichte um die Entwicklung der geschiedenen Eve, die nach dem Weggang ihres Sohnes Brendan ans College um ihre Identität zu kämpfen scheint, hatte mich recht schnell verloren. Gelangweilt und einsam probiert sie sich aus, um ins Leben zurückzufinden, arbeitet sich durch eine to-do-Liste gegen ihre Verlassenheit, bleibt auf Pornokanälen und Dating-Sites hängen und besucht wöchentlich ein Seminar zur Genderthematik. Ihr Sohn Brendan feiert, säuft und vögelt sich derweil durch sein neues College-Leben und scheitert an seiner machohaften Art, kehrt geknickt nach Hause zurück. Die Idee klingt gut, aber Tom Perrotta verliert sich leider zum einen in Klischees, zum anderen vermag er sich mit seiner sehr männlichen Sichtweise den weiblichen Figuren nicht annähern. Ich habe mich zwar nicht gerade durchgequält - denn sprachlich und stilistisch ist das Buch völlig in Ordnung und gut zu lesen - aber oft fand ich es einfach ärgerlich.

Nein, ich mag es nicht, wie der Autor eine Frau am Wendepunkt ihres Lebens seine männlichen Fantasien aufzwingt. Und dass er seine Eve am Ende in die große glückliche Rettung einer Ehe rutschen lässt birgt für mich noch mehr an bürgerlichem Klischee, das zudem überhaupt nicht zum Buch zu passen scheint.

Ich weiß auch überhaupt nicht, welcher Zielgruppe ich den Roman ans Herz legen könnte. Männlichen weißen Amerikanern, die gerade beginnen ein wenig über ihren Macho-Tellerrand zu schauen, mit verklemmter Erziehung und Collegeabbruch? Frauen jedenfalls nicht.


Kommentare: 2
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Das wirkliche Lebenundefined

Bei unserem neuen großen Leseevent mit dtv dreht sich unter dem #wasfürfrauen alles um 3 tolle Bücher für starke Frauen und über starke Frauen - natürlich sind auch Männer herzlich eingeladen! Wir verlosen 50 Buchpakete mit drei großartigen Büchern und wollen uns mit euch am Wochenende vom 17. - 19. April dazu austauschen.

Herzlich Willkommen zu unserem großen #wasfürfrauen-Leseevent

Gemeinsam mit dtv haben wir eine ganz besondere Aktion unter dem Hashtag #wasfürfrauen für euch vorbereitet. Wir verlosen 50 Buchpakete mit diesen drei Büchern: "Das wirkliche Leben" von Adeline Dieudonné, "Die drei Leben der Hannah Arendt" von Ken Krimstein und "Mrs. Fletcher" von Tom Perrotta. Am Wochenende vom 17. - 19. April wollen wir uns dann gemeinsam mit den Gewinner*innen ganz diesen 3 Büchern widmen, einige Aufgaben lösen und uns darüber austauschen.

Unter allen Teilnehmer*innen des Leseevents verlosen wir zusätzlich 3 Roman-Abos, bei denen ihr 6 Monate lang monatlich einen neuen Roman von dtv zugeschickt bekommt und einen Dekohasen gibt es noch obendrauf :-)

Ihr habt Lust und Zeit bei unserem Leseevent mitzumachen? Dann bewerbt euch und verratet uns, auf welches der drei Bücher ihr euch besonders freut und wieso!

Darum geht es in den drei Büchern:

"Das wirkliche Leben" von Adeline Dieudonné
Die geheime Macht der Beute
Eine Reihenhaussiedlung am Waldrand, wie es viele gibt. Im hellsten der Häuser wohnt ein zehnjähriges Mädchen mit seiner Familie. Alles normal. Wären da nicht die Leidenschaften des Vaters, der neben TV und Whisky vor allem den Rausch der Jagd liebt.
In diesem Sommer erhellt nur das Lachen ihres kleinen Bruders Gilles das Leben des Mädchens. Bis eines Abends vor ihren Augen eine Tragödie passiert. Nichts ist mehr wie zuvor. Mit der Energie und der Intelligenz einer mutigen Kämpferin setzt das Mädchen alles daran, sich und ihren Bruder vor dem väterlichen Einfluss zu retten. Von Sommer zu Sommer spürt sie immer deutlicher, dass sie selbst die Zukunft in sich trägt, wird immer selbstbewusster – ihr Körper aber auch immer weiblicher, sodass sie zusehends ins Visier ihres Vaters gerät.

Hier geht's zur Leseprobe.

"Die drei Leben der Hannah Arendt" von Ken Krimstein
Am Leben zu sein und zu denken ist ein und dasselbe
Hannah Arendt: streitbare Jahrhundertdenkerin, zu früh, zu wütend, auf so einschüchternde Weise klug, zu jüdisch, nicht jüdisch genug. 1933 floh sie aus Nazi-Deutschland ins Exil, über Tschechien, Italien und die Schweiz zunächst nach Paris. Später dann in die USA. Von dort aus avancierte sie zu einer der großen Ikonen unserer Zeit. ›Die drei Leben der Hannah Arendt skizziert rasant und liebevoll ihren Lebensweg.
Hier geht's zur Leseprobe.

"Mrs. Fletcher" von Tom Perrotta
Das Leben ist zu kurz, um sexuell frustriert zu sein
Mit zarten 46 Jahren kann’s das doch noch nicht gewesen sein! Gerade war Eve Fletcher noch alleinerziehende Mutter. Jetzt probiert ihr Sohn Brendan am College aus, was es heißt, ein Mann zu sein, und auch, was es nicht heißt. Aber sind Mütter nicht auch nur Frauen? Also umsortieren, neu aufstellen, was wagen – aber wie? Während Eve und Brendan jeder für sich mal mehr, mal weniger glorreiche Abenteuer bestehen, steuern sie unbeirrbar auf eine schicksalhafte Novembernacht zu, die ihr ehemals so geordnetes Vorstadtleben aus den Angeln zu heben droht. 
Hier geht's zur Leseprobe.

2279 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Tom Perrotta wurde am 13. August 1961 in New Jersey geboren.

Tom Perrotta im Netz:

Community-Statistik

in 179 Bibliotheken

auf 21 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks