Tom Piccirilli

 2.7 Sterne bei 57 Bewertungen
Autor von Killzone, Schmerz und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Tom Piccirilli

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Killzone

Killzone

 (23)
Erschienen am 01.04.2008
Der Geruch von Blut

Der Geruch von Blut

 (17)
Erschienen am 03.12.2010
Schmerz

Schmerz

 (18)
Erschienen am 01.10.2009
The Dead Letters

The Dead Letters

 (0)
Erschienen am 26.09.2006
The Midnight Road

The Midnight Road

 (0)
Erschienen am 26.06.2007
Shards

Shards

 (0)
Erschienen am 01.04.1998
Söhne des Bösen

Söhne des Bösen

 (0)
Erschienen am 01.09.2000
Söhne des Bösen. Dark Father.

Söhne des Bösen. Dark Father.

 (0)
Erschienen am 03.09.2000

Neue Rezensionen zu Tom Piccirilli

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TheSilencers avatar

Rezension zu "Schmerz" von Tom Piccirilli

Der ganz persönliche Horror
TheSilencervor einem Jahr

Mein zweiter Piccirilli. Nach "Killzone".

Und wieder bin ich begeistert.

Flynn hat einen undankbaren Job: im Auftrag einer sozialen Einrichtung geht er Hinweisen nach, die Eltern belasten, ihre Kinder zu mißbrauchen oder zu mißhandeln.

Als Flynn zu den Shepards kommt, traut er seinen Augen nicht: das, was er dort im Keller vorfindet, übersteigt seine bisherigen Erfahrungen. Die Situation eskaliert. Und damit beginnt der Alptraum für Flynn erst. Als ob er nicht genug eigene Probleme hätte.

Wie schon in "Killzone" pfeift der Autor auf übliche Schematha und macht alles anders. Durch einen Unfall hat Flynn eine Nahtod-Erfahrung, was sich recht abgefahren auf sein weiteres Leben auswirkt.

Das alles verpackt in einem tiefen Kniefall mittels einer Hommage an den Film Noir.

Leider sind von der Übersetzungwelle der Piccirilli-Romane nur drei übrig geblieben, und diese sind nicht mal mehr komplett gelistet. Sehr schade.

"Der Geruch von Blut" wartet noch im Bücherschrank.

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TheSilencers avatar

Rezension zu "Killzone" von Tom Piccirilli

Killjoy kommt
TheSilencervor 3 Jahren

Vor fünf Jahren begann ein Serienmörder sein Werk: er erstickte Kleinkinder mit einem Kissenbezug und malte auf diesen einen traurigen Smiley. Nach einer Pause scheint ihn das schlechte Gewissen einzuholen; er entführt Kinder aus zerrütteten Familie und bringt sie den Opferfamilien als Wiedergutmachung.

Eddie Whitt ist der Vater des ersten Opfers. Er schwor Rache. Denn nicht nur seine Tochter wurde ihm genommen, seine Frau mußte in eine geschlossene Anstalt eingewiesen werden.

Selbst sportlich trainiert, beginnt er unter den argwöhnischen Beobachtungen der Polizeibehörden mit der Suche - scheitert aber am fehlenden Wissen über echte Detektivarbeit. Und so nimmt Killjoy Kontakt mit Whitt auf: er schreibt ihm Briefe.

Zugegeben: der Beginn ist zäh. Aber selten habe ich diese depressive Tragik des Antihelden unterhaltsamer verabreicht bekommen. Die Depressionen sind auf den Seiten ertastbar. Der abstrakte Inhalt der Briefe verwirrt und wenn Whitt mit sich selbst telefoniert, fragt man sich, wer irrer ist: der Mörder oder er.

Piccirilli hat etliche Bücher geschrieben, die nun nach und nach übersetzt werden. Nur zu!

Ich frage mich allerdings, was Killzone in der Edition Hardcore zu suchen hat. Die Story unterscheidet sich zwar wohltuend vom üblichen 08/15-Schema eines Thrillers, hat mit Hardcore aber wenig zu tun.

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Cridillas avatar

Rezension zu "Der Geruch von Blut" von Tom Piccirilli

Finsternis, Blut und Tod…
Cridillavor 3 Jahren

Über den Autor:

TOM PICCIRILLI lebt in Denver, Colorado, wo er neben dem Schreiben unmäßig viel Zeit damit verbringt, Trash-Kultfilme zu sehen sowie Hardboiled-Romane zu lesen. Er ist ein Fan des asiatischen Kinos, insbesondere von Horror- und Samuraistreifen. Außerdem geht er gern mit seinen Hunden in der Nachbarschaft spazieren. Tom Piccirilli ist der Autor von zwanzig Romanen, mit denen er viermal den Bram Stoker Award gewann und auch für den World Fantasy Award nominiert wurde und zweimal den International Thriller Writers Award gewann. Er starb am 11. Juli diesen Jahres an den Folgen seines Hirntumors.

Für alle Leser von Richard Laymon und Jack Ketchum

Über das Buch:

Finn lebt in totaler Finsternis – denn er ist blind. Seit dem gewaltsamen Tod seiner Frau versucht er als Lehrer an einem Internat seiner Vergangenheit zu entkommen. Bis er eine junge Frau grausam zugerichtet auf einem Friedhof findet. Mit dem Geruch von Blut kehren auch Schuld und Rache in sein Leben zurück.
Die Frau des Polizisten Finn wurde ermordet und Finn jagte sich aus Verzweiflung selbst eine Kugel in den Kopf. Er überlebte, verlor jedoch sein Augenlicht. Gebrochen quittierte er den Dienst und zog sich in ein abgelegenes Mädcheninternat zurück, um dort als Lehrer zu arbeiten. Begleitet wurde er von der ehemals drogensüchtigen Krankenschwester Roz, die ebenfalls allen Grund hat, ihrer Vergangenheit zu entkommen. Doch eines Tages findet der blinde Finn eine halbtote schwer misshandelte Schülerin auf dem örtlichen Friedhof. Wieder gerät er in einen Strudel aus Gier und Gewalt – und wird erneut von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht.

Pressestimmen:


„Piccirilli macht den Schrecken mit seiner glänzenden Sprache fühlbar.“ Dean Koontz

„Grausam und doch wunderschön.“ Stewart O’Nan

„Piccirilli schafft Figuren und Geschichten, die man nie wieder vergisst!“ Richard Laymon

So abgründig der vorhergehende Thriller war, so blutrünstig und in diesem Sinne auch detailreich, ist dieser Thriller, der nicht umsonst in der Hard Core Reihe von Heyne zu finden ist. Allzu bildhaft schildert Piccirilli Finns Eindrücke und das in jeglicher Hinsicht. Sei es nun das unschuldige Aufeinandertreffen mit einer Schülerin, die ihn anhimmelt, oder das Auffinden der Verletzten auf dem Friedhof. Nicht nur sehr detailreich, sondern geradezu bildhaft bis ins kleinste Detail verliebt, entsteht ein Bilderreigen vor den Augen des Lesers, der fast schon an die Ekelgrenze reicht(manchmal hat der Autor diese für meinen Geschmack zu sehr ausgereizt). Aber um die schwarze Welt von Finn zu verstehen, ist es wichtig, in seine Gedankenwelt abzutauchen, was Piccirilli genüsslich zelebriert. Hier entwirft er ein Szenario, dass mit Blut sprechen muss, da es dieser Geruch ist, der Finn sehen lässt (zumindest bildet er es sich ein). Dann kann er Dinge, Räumlichkeiten, besser wahrnehmen, zu seinen Gunsten ausloten. Dann findet er sich besser in seiner Welt zurecht, die doch sehr begrenzt ist, in diesem Mädcheninternat fernab von jeglicher Zivilisation.

Es ist Winter, die Weihnachtsferien stehen vor der Tür und fast alle Schülerinnen werden von ihren entweder überprivilegierten Eltern abgeholt oder während der Feiertage ignoriert. Finn wohnt auf dem weitläufigen Anwesen, das früher einmal ein Hotel war, in einem der kleinen Nebengebäude. Eigentlich ist alles in Ordnung, wäre da nicht der Umstand, dass er immer noch blind ist und bei einer Psychiaterin seltsame Sitzungen hat, die ihm nicht wirklich weiterhelfen. Jetzt ist er Lehrer für amerikanische Literatur und hat eine Beziehung zu der örtlichen Krankenschwester Roy. Aber Roy hat mehr Geheimnisse vor ihm, als ihm lieb ist. Und diese Geheimnisse werden ihn in den Abgrund reißen. Auch in seine eigene Vergangenheit… Es fängt mit dem Geruch von Blut an, von Blut, das so nicht auf dem Friedhof sein sollte. Eine junge Frau ist verletzt und wieder schlägt Finns Fantasie Purzelbäume, treibt perfide Blüten und verrennt sich, denn das Mädchen weiß etwas, was er noch nicht wissen kann. Und es hat alles mit dem Tod seiner Frau Dani begonnen…

Das hörte sich doch eigentlich nicht schlecht an, dachte ich. Ein handfester Thriller, mit einem außergewöhnlichen Protagonisten, der mir so noch nicht untergekommen ist, und so wohl auch nie wieder unterkommen wird. Die Sprache war etwas, an dem ich zu knabbern hatte. Hätte ich beim Lesen der Vita des Autors etwas aufgehorcht, hätte mir dieser Umstand sofort klar sein müssen, so fand ich es Seite für Seite selbst heraus. Fast schon Splatter-Movie-mäßig wurden Bilderrausche entworfen, die sehr nah an der Ekelgrenze schrabbten. Gewöhnungsbedürftig, aber nichtsdestotrotz auch soghaft entfaltete sich die Handlung und die Vergangenheit Finns wurde zu seiner Katharsis. Immer wieder gab es Fantasien von Blut und Gewalt, die auch dem Umstand seiner Blindheit geschuldet waren (zumindest erklärte ich mir das so). Auch sexuelle Bilder, die mit den Schülerinnen und der Psychiaterin zu tun hatten, ließ Finn in seinen Alltag einfließen. Ob es nun seiner Blindheit geschuldet war, oder seinem beinahe Selbstmord, bleibt ein Rätsel. Aber der Tod seiner Frau erklärt so Manches. Seine Polizistenlaufbahn wir ebenfalls durch Rückblicke beleuchtet und sein Verhältnis zu seinem Partner ist das fehlende Puzzleteil, was die Geheimnisse seiner Vergangenheit betrifft.

Nicolai von Schweder-Schreiner zeichnet sich für die Übersetzung verantwortlich und ich kann nicht sagen, ob ihm dieser Job Spaß gemacht hat, oder es ein Muss war, diesen blutrünstigen Thriller ins Deutsche zu übersetzen. Gehen wir mal von der ersteren Annahme aus und ziehen den Hut vor solch grenzartiger Sprache, die bestimmt nicht immer leicht ins Deutsche zu übertragen war. Auch wenn das Ende für mich sehr überraschend kam und mich auf völlig unvorbereitetem Fuß getroffen hat, kann ich ganz ehrlich sagen: Ein Ausflug in dieses Genre reicht durchaus. Auch wenn die Grundidee eines blinden Expolizisten als Rächer absolut Potential hat, so vergebe ich nicht die volle Sternezahl. Aber der geneigte Gore- oder Splatter-Fan wird ganz bestimmt an diesem intensiven andersartigen Buch seine Freude haben.

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