Tom Piccirilli Der Geruch von Blut

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Inhaltsangabe zu „Der Geruch von Blut“ von Tom Piccirilli

Für alle Leser von Richard Laymon und Jack Ketchum Finn lebt in totaler Finsternis - denn er ist blind. Seit dem gewaltsamen Tod seiner Frau versucht er als Lehrer an einem Internat seiner Vergangenheit zu entkommen. Bis er eine junge Frau grausam zugerichtet auf einem Friedhof findet. Mit dem Geruch von Blut kehren auch Schuld und Rache in sein Leben zurück.

Ein Buch der ganz andern Art; heftig, blutig & auch irgendwie berührend; das Ende ist krass!

— Cridilla
Cridilla

Fazit: Das Buch überzeugt mit einer komplexen, rätselhaften Story. Allerdings lässt sich der Autor viel Zeit, bis sich die Geschichte auch zu dem versprochenen Thriller entwickelt.

— Bellexr
Bellexr

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  • Finsternis, Blut und Tod…

    Der Geruch von Blut
    Cridilla

    Cridilla

    Über den Autor: TOM PICCIRILLI lebt in Denver, Colorado, wo er neben dem Schreiben unmäßig viel Zeit damit verbringt, Trash-Kultfilme zu sehen sowie Hardboiled-Romane zu lesen. Er ist ein Fan des asiatischen Kinos, insbesondere von Horror- und Samuraistreifen. Außerdem geht er gern mit seinen Hunden in der Nachbarschaft spazieren. Tom Piccirilli ist der Autor von zwanzig Romanen, mit denen er viermal den Bram Stoker Award gewann und auch für den World Fantasy Award nominiert wurde und zweimal den International Thriller Writers Award gewann. Er starb am 11. Juli diesen Jahres an den Folgen seines Hirntumors. Für alle Leser von Richard Laymon und Jack Ketchum Über das Buch: Finn lebt in totaler Finsternis – denn er ist blind. Seit dem gewaltsamen Tod seiner Frau versucht er als Lehrer an einem Internat seiner Vergangenheit zu entkommen. Bis er eine junge Frau grausam zugerichtet auf einem Friedhof findet. Mit dem Geruch von Blut kehren auch Schuld und Rache in sein Leben zurück. Die Frau des Polizisten Finn wurde ermordet und Finn jagte sich aus Verzweiflung selbst eine Kugel in den Kopf. Er überlebte, verlor jedoch sein Augenlicht. Gebrochen quittierte er den Dienst und zog sich in ein abgelegenes Mädcheninternat zurück, um dort als Lehrer zu arbeiten. Begleitet wurde er von der ehemals drogensüchtigen Krankenschwester Roz, die ebenfalls allen Grund hat, ihrer Vergangenheit zu entkommen. Doch eines Tages findet der blinde Finn eine halbtote schwer misshandelte Schülerin auf dem örtlichen Friedhof. Wieder gerät er in einen Strudel aus Gier und Gewalt – und wird erneut von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht. Pressestimmen: „Piccirilli macht den Schrecken mit seiner glänzenden Sprache fühlbar.“ Dean Koontz „Grausam und doch wunderschön.“ Stewart O’Nan „Piccirilli schafft Figuren und Geschichten, die man nie wieder vergisst!“ Richard Laymon So abgründig der vorhergehende Thriller war, so blutrünstig und in diesem Sinne auch detailreich, ist dieser Thriller, der nicht umsonst in der Hard Core Reihe von Heyne zu finden ist. Allzu bildhaft schildert Piccirilli Finns Eindrücke und das in jeglicher Hinsicht. Sei es nun das unschuldige Aufeinandertreffen mit einer Schülerin, die ihn anhimmelt, oder das Auffinden der Verletzten auf dem Friedhof. Nicht nur sehr detailreich, sondern geradezu bildhaft bis ins kleinste Detail verliebt, entsteht ein Bilderreigen vor den Augen des Lesers, der fast schon an die Ekelgrenze reicht(manchmal hat der Autor diese für meinen Geschmack zu sehr ausgereizt). Aber um die schwarze Welt von Finn zu verstehen, ist es wichtig, in seine Gedankenwelt abzutauchen, was Piccirilli genüsslich zelebriert. Hier entwirft er ein Szenario, dass mit Blut sprechen muss, da es dieser Geruch ist, der Finn sehen lässt (zumindest bildet er es sich ein). Dann kann er Dinge, Räumlichkeiten, besser wahrnehmen, zu seinen Gunsten ausloten. Dann findet er sich besser in seiner Welt zurecht, die doch sehr begrenzt ist, in diesem Mädcheninternat fernab von jeglicher Zivilisation. Es ist Winter, die Weihnachtsferien stehen vor der Tür und fast alle Schülerinnen werden von ihren entweder überprivilegierten Eltern abgeholt oder während der Feiertage ignoriert. Finn wohnt auf dem weitläufigen Anwesen, das früher einmal ein Hotel war, in einem der kleinen Nebengebäude. Eigentlich ist alles in Ordnung, wäre da nicht der Umstand, dass er immer noch blind ist und bei einer Psychiaterin seltsame Sitzungen hat, die ihm nicht wirklich weiterhelfen. Jetzt ist er Lehrer für amerikanische Literatur und hat eine Beziehung zu der örtlichen Krankenschwester Roy. Aber Roy hat mehr Geheimnisse vor ihm, als ihm lieb ist. Und diese Geheimnisse werden ihn in den Abgrund reißen. Auch in seine eigene Vergangenheit… Es fängt mit dem Geruch von Blut an, von Blut, das so nicht auf dem Friedhof sein sollte. Eine junge Frau ist verletzt und wieder schlägt Finns Fantasie Purzelbäume, treibt perfide Blüten und verrennt sich, denn das Mädchen weiß etwas, was er noch nicht wissen kann. Und es hat alles mit dem Tod seiner Frau Dani begonnen… Das hörte sich doch eigentlich nicht schlecht an, dachte ich. Ein handfester Thriller, mit einem außergewöhnlichen Protagonisten, der mir so noch nicht untergekommen ist, und so wohl auch nie wieder unterkommen wird. Die Sprache war etwas, an dem ich zu knabbern hatte. Hätte ich beim Lesen der Vita des Autors etwas aufgehorcht, hätte mir dieser Umstand sofort klar sein müssen, so fand ich es Seite für Seite selbst heraus. Fast schon Splatter-Movie-mäßig wurden Bilderrausche entworfen, die sehr nah an der Ekelgrenze schrabbten. Gewöhnungsbedürftig, aber nichtsdestotrotz auch soghaft entfaltete sich die Handlung und die Vergangenheit Finns wurde zu seiner Katharsis. Immer wieder gab es Fantasien von Blut und Gewalt, die auch dem Umstand seiner Blindheit geschuldet waren (zumindest erklärte ich mir das so). Auch sexuelle Bilder, die mit den Schülerinnen und der Psychiaterin zu tun hatten, ließ Finn in seinen Alltag einfließen. Ob es nun seiner Blindheit geschuldet war, oder seinem beinahe Selbstmord, bleibt ein Rätsel. Aber der Tod seiner Frau erklärt so Manches. Seine Polizistenlaufbahn wir ebenfalls durch Rückblicke beleuchtet und sein Verhältnis zu seinem Partner ist das fehlende Puzzleteil, was die Geheimnisse seiner Vergangenheit betrifft. Nicolai von Schweder-Schreiner zeichnet sich für die Übersetzung verantwortlich und ich kann nicht sagen, ob ihm dieser Job Spaß gemacht hat, oder es ein Muss war, diesen blutrünstigen Thriller ins Deutsche zu übersetzen. Gehen wir mal von der ersteren Annahme aus und ziehen den Hut vor solch grenzartiger Sprache, die bestimmt nicht immer leicht ins Deutsche zu übertragen war. Auch wenn das Ende für mich sehr überraschend kam und mich auf völlig unvorbereitetem Fuß getroffen hat, kann ich ganz ehrlich sagen: Ein Ausflug in dieses Genre reicht durchaus. Auch wenn die Grundidee eines blinden Expolizisten als Rächer absolut Potential hat, so vergebe ich nicht die volle Sternezahl. Aber der geneigte Gore- oder Splatter-Fan wird ganz bestimmt an diesem intensiven andersartigen Buch seine Freude haben.

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  • Rezension zu "Der Geruch von Blut" von Tom Piccirilli

    Der Geruch von Blut
    steffi_schaaf

    steffi_schaaf

    08. June 2012 um 16:02

    Finn ist ein Ex-Polizist und blind. Nach dem Verlust seiner Frau und seines Augenlichtes arbeitet er an einem Internat als Lehrer und versucht seine Vergangenheit zu vergessen. Im größten Schneetreiben findet er ein grausam zugerichtetes Mädchen. Es warnt ihn vor Gefahr, vor dem Tod. Die alten Geschichten holen ihn wieder ein, das Gefühl von Rache und Schuld steigen in ihm auf.Die Begegnung zerrt ihn in einen Strudel von Verrat und Korruption und ein Verdacht läßt ihn noch tiefer in die Katastrophe gleiten. Tom Piccirilli ist ein amerikanischer Autor, aufgewachsen in New York. Er wurde bereits vier mal mit dem Bram Stoker Award ausgezeichnet und nominiert für den World Fantasy Award. Das Cover mit dem schwarz - weiß gezeichnetem Wald und dem Blutfluss hatten mich dazu gebracht, mir das Buch näher anzuschauen. Nach der kurzen Inhaltsangabe auf der Buchrückseite war klar: Das muss ich lesen. Die ersten Seiten waren schnell verschlungen, in mir regte sich aber langsam etwas Langeweile. Außer Rückblicke und diversen Gefühlslagen des Hauptcharakters Finn ließ jede Spannung auf sich warten. Mit dem gefundenen Mädchen dachte ich dann, jetzt gibt es die Wende. Neugierig las ich weiter, doch Enttäuschung machte sich bald wieder breit. Erneut kamen Szenen aus der Vergangenheit. Natürlich sind diese wichtig für den gesamten Aufbau, damit man dem Gefühlschaos folgen kann. Doch mich interessierte das wenig. Ich hatte ein Heyne Hardcore Buch vor mir liegen und musste auf Hardcore warten. An einigen Stellen wurden schließlich doch mal Messer gewetzt und es floss auch mal Blut, doch meiner Meinung nach gibt es wesentlich härter geschriebene Bücher, die nicht unter dem Label "Hardcore" laufen, es aber eher verdient hätten. Die Geschichte an sich ist stimmig und hat einen roten Faden, der nicht unterbrochen wird, man spürt die Verzweiflung Finns und versucht sich vorzustellen, wie es einem selber gehen könnte, als Blinder, in diesen Situationen. Es ist bewundernswert, wie er mit seiner Behinderung umgeht und immer den richtigen Weg einschlägt, die geschärften Sinne kommen ihm da zugute. Erleichtert schloss ich nach der letzten Seite das Buch. Hätte ich es doch am liebsten schon nach 100 Seiten wieder zurück in den Schrank gestellt. Fazit: Geschichte und Aufbau durchaus interessant und lesenswert, wer Horror, Grusel und Hardcore erwartet sollte sich lieber ein anderes Buch kaufen.

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  • Rezension zu "Der Geruch von Blut" von Tom Piccirilli

    Der Geruch von Blut
    Dani1046

    Dani1046

    13. March 2012 um 11:35

    Mein erstes Buch von Tom Piccirelli, er hat bereits über 20 Bücher geschrieben. Als der Polizist Finn seine Tote Frau in seinen Händen hält, jagt er sich selbst eine Kugel in den Kopf. Seit diesem Zeitpunkt ist seine Welt Schwarz, denn er ist nun blind. Die Geschichte beginnt ein paar Jahre später, als er nun als Lehrer in einem Mädcheninternat unterrichtet. Als er über eine misshandelte Frau auf dem örtlichen Friedhof stolpert. Holt ihn die Vergangenheit wieder ein und die Dinge überschlagen sich. Die Handlung von diesem Buch ist echt gut. Und er wird auch alles zusammenhängend erzählt, somit am Ende die komplette Handlung klar ist. Nur die Sprünge von seinem Leben jetzt und von Früher, haben mir nicht so gut gefallen. Ich finde es manchmal etwas verwirrend.

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  • Rezension zu "Der Geruch von Blut" von Tom Piccirilli

    Der Geruch von Blut
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. July 2011 um 16:46

    Um den schrecklichen Tod seiner Frau zu überwinden, lässt Finn alles hinter sich und wird Lehrer an einem Internat in einem sehr abgelegenen, kleinen Ort. Doch mit den Ereignissen dieses einen schrecklichen Tages wird er jeden Tag zu kämpfen haben, denn er verlor nicht nur seine Frau, sondern auch sein Augenlicht und lebt seit dem in völliger Dunkelheit und orientiert sich zum Großteil über seinen Geruchssinn. Doch als er plötzlich ein Mädchen verletzt auf dem Friedhof nahe der Schule findet, überhäufen sich die Ereignisse und Finn sieht sich mehr denn je mit seiner Vergangenheit konfrontiert und sowohl die schmerzhaften Gefühle der Schuld so wie der Durst nach Rache kehren zurück. Auf Tom Piccirilli bin ich gestoßen, als ich mal wieder auf der Suche nach Autoren war, die Richard Laymon ähnlich sind/ sein sollen und daher hab ich mir dann irgendwann mal dieses zugelegt. Meine Erwartungen waren also entsprechend hoch und ich hab mit einem blutrünstigen und ‘harten’ Thriller gerechnet. Und sie wie das eben mit Erwartungen so ist…sie wurden nicht erfüllt! Nicht dass ich das Buch schlecht gefunden hätte, ganz im Gegenteil, es war nur nicht das, was ich erwartet habe. Erstmals hat sich im Klappentext ein schöner Fehler eingeschlichen, wohl um den Leser neugierig zu machen, denn er steckt gerade in dem einen interessanten Satz, wie ich finde. Mal abgesehen davon fand ich das Buch wirklich spannend. Man verfolgt zum einen die aktuellen Ereignisse, die am Internat geschehen und muss miterleben, wie Finn sich durch sein Leben quält und nicht nur mit den Problemen seiner Vergangenheit zu kämpfen hat. Zusätzlich verfolgt man aber auch Finns Vergangenheit, und wie es zu seiner Blindheit kam, in Form von Erinnerungsfetzen, die ihm immer wieder in den Sinn kommen. Diese Art der Erzählung hat mir besonders gut gefallen. Die zwei verschiedenen und völlig unterschiedlichen Lebensabschnitte von Finn scheinen aufeinander zuzulaufen und am Ende ergibt alles zusammen erst einen Sinn. Einige Zeit treibt einen allerdings weniger die spannenden Ereignisse an, sondern die vielen Geheimnisse die sich immer wieder auftun. Oft werden zu bestimmten Dingen erst einmal nur Andeutungen gemacht, um sie erst später, im Verlauf der Handlung, aufzuklären, um so den Leser am Buch zu halten. Dadurch wird man ziemlich oft zum Nachdenken und mit rätseln angeregt. Viele Dinge scheinen auf den ersten Blick verwirrend und keinen Sinn zu machen, vor allem die erste Begegnung mit dem verletzen Mädchen, klären sich jedoch später auf und sorgen für die eine oder andere Überraschung. Ab einem bestimmten Zeitpunkt zieht das Buch dann zwar doch etwas an und bekommt endlich die nötige Spannung, den Kick eines Laymon verschafft es aber leider nicht. Tom Piccirilli hat wirklich tolle Charaktere geschaffen. Vor allem Finn war als Blinder wirklich sehr überzeugend und es fiel leicht sich in seine so völlig andere Welt hineinzuversetzen. Und auch wenn man nur einen eher oberflächlichen Eindruck der Mädchen aus dem Internat erlangt, so hat er hier jedoch alle möglichen verschiedenen Persönlichkeiten abgedeckt, welche man sich typischerweise in einer Mädchenschule so vorstellt. Das einzige das mich störte war, dass die Mädchen teilweise zu stark rüber kommen, in Bezug auf ihr Durchhaltevermögen beziehungsweise emotional, da sie manchmal mit extrem schrecklichen Situationen zu locker umgehen. Bis auf die Kleinigkeit, dass vor allem am Anfang zu viele unnötige Details genannt werden, finde ich auch Piccirillis Schreibstil wirklich sehr gelungen. Denn obwohl ich nicht von Anfang an von der Geschichte vollkommen überzeugt und extrem gespannt auf den weiteren Verlauf war, hat mich seine Art, die Dinge darzustellen, trotzdem an das Buch gefesselt. Er hat eine tolle Weise, die Dinge zu beschreiben, so dass man sie sich leicht vorstellen kann und so konnte ich mich schnell und einfach in die jeweiligen Situationen und Personen hineinversetzen. Mit einem Richard Laymon konnte dieses Buch leider nicht mithalten, überzeugt hat es mich allerdings trotzdem. Ein interessanter Thriller, der eine besondere Erzählweise aufweist und einen tollen Einblick in die Welt eines blinden Mannes gibt, der von Schuld und dem Drang nach Rache aufgefressen wird. Vor allem sein Schreibstil hat mich soweit überzeugt, dass ich auch auf jeden Fall noch ein weiteres Buch von ihm lesen werde.

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  • Rezension zu "Der Geruch von Blut" von Tom Piccirilli

    Der Geruch von Blut
    Kaisu

    Kaisu

    05. March 2011 um 20:17

    Finn ist blind und frisches Blut ruft bei ihm besondere Assoziationen in seinem Kopf hervor. Man sagt aber, frisches Blut kann man nicht riechen, denn es ist noch nicht oxidiert. Dem muss er zustimmen, trotzdem kann er den noch so kleinsten Tropfen mit der Nase wittern und spürt direkt dieses wohlige Gefühl, was ihn in die Vergangenheit zurückversetzt. * Seit einem Unfall kann der ehemalige Polizist Finn nichts mehr sehen und arbeitet nun als Lehrer in einer Mädchenschule auf dem Land. Sein Leben scheint wieder normale Formen angenommen zu haben, die Kollegen verstehen sich gut mit ihm, seine Schülerinnen sind in ihn vernarrt und seine Freundin steht ihm stets beiseite. Doch als er bei einem Spaziergang eine schwer verletzte Schülerin findet, ist es mit der Ruhe vorbei und seine verdrängte Vergangenheit holt ihn rasch wieder ein. * Der Autor Tom Piccirilli hat einen sehr leichten Schreibstil, man liest sich schnell ein und gerät nie richtig ins Stocken. Dabei beschreibt er manche Situationen etwas anders, wie man es als Leser gewohnt ist. Dadurch wird einem bewusster, dass der Hauptcharakter Finn blind ist und er vieles anders wahrnimmt. * Bröckchenweise serviert er uns Szenen aus der Vergangenheit von dem Polizisten und wartete bis zum finalen Ende, mit der kompletten Aufklärung. Das steigert natürlich die Spannung enorm, trotzdem hat man das Gefühl einem Höhepunkt entgegen zu lesen, der nicht kommen mag. Aber es kommt nichts. Was ziemlich enttäuschend ist und dem Buch einen derben Abstrich gibt. * Die Story ist interessant und lässt einen das Buch komplett lesen. Diverse Verstrickungen und das Zappeln an der Leine, was denn damals passiert ist und was noch passieren wird, wurden vom Tom Piccirilli gut in den Kontext gepackt. Dennoch fehlt etwas und hinterlässt beim dem Zuklappen des Buches einen faden Beigeschmack. Schade, denn Talent hat der Autor auf jeden Fall. * 7 von 10 Punkten * (Tom Piccirilli bedankte sich via twitter bei mir über diese Kritik.)

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  • Rezension zu "Der Geruch von Blut" von Tom Piccirilli

    Der Geruch von Blut
    Sevotharte

    Sevotharte

    09. January 2011 um 11:00

    Also, dieses Buch zu bewerten fällt mir doch ganz schön schwer, denn einerseits hat es mich gar nicht begeistert und andererseits gab es stellen im Buch, die mich fesselten und in den Bann zogen, nur leider waren es für meinen Geschmack zu wenige. Das Buch ist in drei Teile unterteilt und leider ist im 1. Teil nicht wirklich was passiert und auch 2 und 3 gehen oft schleppend voran. Das ein Buch sich Zeit lässt, bevor der Thrill kommt, ist für mich echt kein Problem, aber dann muss mich die Vorgeschichte interessieren und das Tat es hier leider nicht. Die Charaktere konnten mir einfach nicht ans Herz wachsen. Gerade einmal der Hauptcharakter schaffte es ein wenig. Die Anderen fand ich entweder zu flach oder unsympathisch und ihre Namen glichen sich so stark, dass ich sie so oft nicht mehr auseinander halten konnte und mich das ab der Mitte echt nervte. Okay, warum also doch noch drei Sterne? Weil Tom es doch irgendwie versteht, die beklemmende Stimmung und die Angst von Finn zu beschreiben. Immer wenn der Thrill da ist, schafft es Tom mich zu begeistern, leider ist es einfach zu wenig gewesen. Keine Ahnung, ob ich noch einmal einen Piccirilli kaufen werde, denn auch das Ende hat mich nicht wirklich begeistert. Leider…

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  • Rezension zu "Der Geruch von Blut" von Tom Piccirilli

    Der Geruch von Blut
    Bellexr

    Bellexr

    13. December 2010 um 19:00

    Ein guter Polizist . Der blinde Finn arbeitet als Lehrer an einem Internat. Früher war Finn Polizist, ein missglückter Selbstmordversuch ist schuld an seiner Behinderung. An einem kalten Wintertag findet er auf dem nahegelegenen Friedhof die verletzte Harley. Um sie zu verarzten, bringt Finn die junge Harley zurück zum Internat, doch kurz danach verschwindet sie. Vorher warnt Harley ihn noch und gibt ihm die Schuld an den kommenden Ereignissen. Doch woran soll Finn schuld sein, hat er doch keine Ahnung, wovon Harley spricht. Noch am selben Tag schlägt das Wetter um und ein schwerer Schneesturm treibt unaufhaltsam auf den kleinen Ort zu. Mit dem Schnee kommt auch ein wahrer Alptraum auf das Internat zu und Finn muss um sein Leben und das der Schüler und Lehrer fürchten. . Mithilfe von Finns Erinnerungen erzählt Tom Piccirilli zwischendurch immer wieder dessen Leben vor seinem Selbstmordversuch und so erfährt man nach und nach die Gründe hierfür. Und auch, wenn genau diese Erinnerungen immer an den interessantesten Stellen in Erscheinung treten, kommt anfangs wenig Spannung auf. Bis etwa zur Mitte des Thrillers lernt man stattdessen erst einmal sehr ausführlich den Protagonisten kennen und seinen Umgang mit der Blindheit. Dies beschreibt der Autor sehr einfühlsam und - soweit dies möglich ist - nachvollziehbar. Gleichzeitig stellt Tom Piccirilli seinen Lesern auch die weiteren Beteiligten und die Bewohner des Internats vor und auch diese Charaktere sind klar gezeichnet und nehmen schnell Konturen an. . So entwickelt sich der Thriller anfangs erst einmal zu einer Studie über einen blinden Mann, der versucht, nach seinen schrecklichen Erlebnissen in der Vergangenheit, mit seinem jetzigen Leben fertig zu werden. Dies ist Tom Piccirilli gut gelungen, allerdings fehlt hier eindeutig der Thrilleranteil und dies könnte manchen Leser enttäuschen und auch als langatmig empfinden lassen. . Doch wie aus dem Nichts nimmt die Story plötzlich massiv Fahrt auf und der flüssige und dann auch sehr fesselnde Schreibstil des Autors sorgt dafür, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen mag. Schuld daran ist auch, dass Tom Piccirilli seinen Thriller ab diesem Zeitpunkt atmosphärisch dicht umgesetzt hat und geschickt die Blindheit und somit die Orientierungslosigkeit von Finn einsetzt, um hierdurch eine düstere, beklemmende Stimmung aufzubauen. So spürt man deutlich die Hilflosigkeit von Finn, die durch den anrückenden Schneesturm immer schlimmer wird, da ihm bald jeder Orientierungspunkt auf dem Internatsgelände fehlt und die Kommunikationsmöglichkeiten durch die Abgelegenheit des Internats sowieso nur bedingt vorhanden sind. . Lange rätselt man über die mysteriösen Äußerungen von Harley und hat anfangs – genau wie Finn – absolut keine Ahnung, in welche Verstrickungen dieser verwickelt sein soll. Doch so nach und nach kristallisieren sich diese heraus und Finn muss bald feststellen, dass ihn die Vergangenheit sogar an diesem abgelegenen Ort wieder einzuholen scheint. . Fazit: Das Buch überzeugt mit einer komplexen, rätselhaften Story. Allerdings lässt sich der Autor viel Zeit, bis sich die Geschichte auch zu dem versprochenen Thriller entwickelt.

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