Tom Reven

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen

Alle Bücher von Tom Reven

Mission: Polaroid

Mission: Polaroid

 (4)
Erschienen am 19.02.2018

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Angela_Redls avatar

Rezension zu "Mission: Polaroid" von Tom Reven

Ein sooo tolles Buch mit puren bunten Leben !
Angela_Redlvor 4 Monaten

Hy Leute ich musss Euch von dieses tollen Buch erzählen !!!!!!!

Mission Polaroid habe ich mir durch einen Buchtipp im März zu gelegt und durch einen Anlass haben ich es endlich hervor gekramt und mal so Ahnungslos begonnen. Ha, ich dachte mir so- auch wie lieb ein angenehmer 0815 Jugend - Roman der einen so mal dahin plätschern lässt mhhh weit gefällt. Ich kann Euch leider nicht näheres verraten denn sonst nehme ich EUCH die großen Augen die auch ich bekommen habe . Aus dem Gedanken 0815 wurde ein WOW was für ne Geile Thematik wurde da zusammen gefangen und verstrickt mit einander. Es reist einem richtig mit. Aus Zwei sympathischen Jungs werden auf einmal 5 tolle Freunde wo bei jeder für sich seine "eigene Höllen hat oder hatte". Dieses Buch hatte so unvorhersehbare Wendungen u. Ereignisse was mich noch mehr begeistert hat. Ihr müsst die fünf einfach kennen lernen da sind zum einen einmal, Vince der Einzelgänger- gewollt oder nicht gewollt? Zum zweiten, Isa der Regenbogen ! Zum dritten, Liam und strahlend grüne Augen ! Zum vierten, Jim und sein wolkiges Grinsen! und zum fünften Waldemar der Beschützer. Eine Freundschaft aus einem bunten Haufen den man nur lieben kann. Alle haben mich in den Bann gezogen, wie gesagt diese Story überrascht einen echt unerwartet. Zugleich bleibt die Spannung bis zum Schluss und auch die Gefühle fehlen nicht die einem schmachten wie auch mit den Charas leiden lassen. Eine geglaubt schier unüberwindbare Kluft die es für jeden einzelnen zu überwinden gilt ich stand mit ihnen davor und haben mit Pipi in den Augen zu gesehen wie sie am Leben zu scheitern drohen.
Auch gibt es einem selbst viel Stoff um Nachdenken!
10000% LESEEMPFEHLUNG für Jung sowie Jung gebliebene!!!!!!!!!
LG A.C📚🐛

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hexe2408s avatar

Rezension zu "Mission: Polaroid" von Tom Reven

facettenreiche, bunte Geschichte mit Momenten zum Nachdenken /4,5 Sterne
hexe2408vor 9 Monaten

Vince ist aus seinem Heimatort weggezogen, um etwas zur Ruhe zu kommen, um freier Leben zu können, unbefangen und ohne die Schatten, die ihn zuletzt gequält haben. Obwohl er sich schnell seine Position als Außenseiter erarbeitet hat und ihn seine Klassenkameraden in Frieden lassen, spürt er die erwünschte Freiheit nur, wenn er mit seiner Kamera unterwegs ist. Als Liam neu in die Klasse kommt, ändert sich allerdings alles. Er wird aus seiner Ecke getrieben und lernt Menschen kennen, die auf der einen Seite Mauern einreißen und auf der anderen Seite neue Probleme auslösen.

 

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, ich habe mich direkt wohl gefühlt in der Geschichte, auch wenn viele problematische, aufwühlende Themen aufgerollt werden. Stück für Stück lernt man die Charaktere kennen, blickt hinter ihre Fassaden, erfährt etwas zu ihren Hintergründen und bekommt hautnah mit, wie sie sich entwickeln.

Da die Geschichte aus zwei Ich-Perspektiven erzählt wird, hat man unterschiedliche Eindrücke und bekommt mehr von der Handlung mit, selbst wenn die Protagonisten nicht gemeinsam agieren. Sowohl Vince, als auch Liam haben ihr Päckchen zu tragen und auch wenn ihre Geschichte durch die Schule den ersten Berührungspunkt hatte, spielt sich der Großteil der Handlung doch in ihrem Privatleben ab. Die beiden Einzelgänger treffen durch eine glückliche Fügung nicht nur aufeinander, sondern auch noch auf eine kleine Truppe Underdogs, die bis dahin eher für sich geblieben sind. Dadurch hat man eine Figurenkonstellation, bei der viele verschiedene Probleme, Ängste, Schwierigkeiten und Einstellungen aufeinandertreffen, die nicht alle in ihrem Umfeld teilen. Auf den ersten Blick mag man den Eindruck haben, dass es sehr gestellt und konstruiert ist, dass da so viele „Problemkids“ aufeinander treffen. Aber wenn man etwas tiefer in die Geschichte eintaucht und auch die Charaktere besser kennenlernt, fällt auf, dass sie doch eher Dinge beschäftigen, die es häufiger gibt, aber sie trotz allem in irgendeiner Form zum Außenseiter gemacht haben bzw. sie sich selbst dazu gemacht haben, um Intoleranz, dummen Sprüchen und Mobbing zu entgehen. Es ist wirklich schade, dass es nach wie vor so schwierig ist, in der Gesellschaft akzeptiert zu werden, wenn man mal nicht so ganz mit dem „gewöhnlichen“ Storm schwimmt. Wobei ich mir immer die Frage stelle, wer denn festlegt, was normal, gewöhnlich, akzeptabel und repräsentabel ist. Machen einen Haarfarben wirklich zu einem anderen Menschen? Spielt es eine Rolle, wen wir lieben und sollte es nicht eigentlich viel wichtiger sein, dass wir lieben können?

Die Handlung stimmt auf jeden Fall nachdenklich, weil reichlich Themen angesprochen werden, die für die Betroffenen zum Problem werden, wenn ihr Umfeld es nicht versteht oder akzeptiert. Doch auch die Figuren selbst reagieren nicht immer so, wie es sich der Gegenüber wünscht. Sie sind ebenfalls in einer Findungsphase, wollen sich austesten, aus ihren Fesseln ausbrechen, eigentlich nur so sein, wie sie sind, fühlen sich aber durch Regeln in Schubladen gezwängt, in denen sie sich nicht wohlfühlen. Da können die Emotionen schon mal überkochen und man sagt oder tut etwas, was man später bereut.

Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Zweifel, Angst, Hoffnung, Ehrlichkeit, Mut, Outing, Selbstfindung, Akzeptanz, Toleranz, Mobbing – viele unterschiedliche Facetten treffen im Buch aufeinander und werden in den verschiedensten Formen kombiniert. Die Zusammenhänge sind nachvollziehbar und authentisch, wenn aufgrund der Personenkonstellation, auch etwas geballt.

Das Thema Fotografie/Polaroid spielt nicht nur im Buchtitel, sondern auch in der Handlung eine Rolle.  Vince ist kaum ohne seine Kamera unterwegs und versucht, Momente festzuhalten, die einmalig sind und man nicht stellen kann. Ich fand dieses Element sehr schön, für meinen Geschmack hätte es sogar noch etwas ausgebauter sein dürfen.

 

Authentische Figuren, die alles andere als langweilig sind, ein angenehmer Schreibstil, der mich gut in der Handlung mitgenommen hat, viele verschiedene Emotionen und nachdenklich stimmende Themen haben dieses Buch für mich zu einem tollen Erlebnis gemacht.

 

Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

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