Tom Reynolds

 4 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von I Hate Myself And Want To Die, Touch Me, I'm Sick und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Tom Reynolds

I Hate Myself And Want To Die

I Hate Myself And Want To Die

 (24)
Erschienen am 01.03.2008
Touch Me, I'm Sick

Touch Me, I'm Sick

 (1)
Erschienen am 01.05.2008
Blood, Sweat, and Tea

Blood, Sweat, and Tea

 (0)
Erschienen am 01.04.2008
Aloes

Aloes

 (0)
Erschienen am 01.05.2004

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Rezension zu "I Hate Myself And Want To Die" von Tom Reynolds

Rezension zu "I Hate Myself And Want To Die" von Tom Reynolds
amazingbookworldvor 7 Jahren

Inhalt: Wie der Titel schon sagt, beinhaltet "I Hate Myself and Want to Die" die 52 deprimierendsten Songs aller Zeiten. Der Autor stellt seine Top 52 Lieder vor, die nur so von Trauer triefen.

Meinung: Ich bin zufällig auf IHMAWTD gestoßen, und bin richtig froh, dass ich es mir zugelegt habe.
Das Buch ist unterteilt in Kategorien wie beispielsweise: "Ich starb als Teenie bei einem Autounfall" oder "Wenn ich über Drogen singe wird man mich ernst nehmen". Jede Kategorie enthält ein paar zu dem Thema passende Songs.
Jeder der 52 Songs ist auch wieder unterteilt in eine kurze Erklärung über den Interpreten, dann folgt der Inhalt des Songs und schließlich eine Erklärung warum er so deprimierend ist.
Ich habe IHMAWATD immer nebenher gelesen. Vorher habe ich mir den Song angehört, wenn ich ihn noch nicht kannte. Dann habe ich mir den dazugehörigen Text durchgelesen.
Meiner Meinung nach ist die Songauswahl gelungen. Der Autor Tom Reynolds ist Schriftsteller und Musiker und weiß also wovon er schreibt. Von Pop bis Rock ist alles dabei.
Tom Reynolds hat es geschafft mir jeden Song näher zu bringen, und außerdem - auch wenn man es bei dem Titel nicht glaubt - mich zum Lachen zu bringen. Immer und immer wieder. Er macht sich über jeden der einzelnen Songs auf seine Art lustig und ich hab mich über seine morbide Schreibweise total amüsiert.
Ganz oft hab ich mich auch gefragt: Wie kann man bloß so einen kranken, unnötigen Song schreiben?? Es hat mich immer wieder erstaunt, was in unserer Musikgeschichte so durch die Radios gegeistert ist.
Besonders interessant und berührend fand ich außerdem:
One von Metallica
Hurt von Nine Inch Nails
In The Air Tonight von Phil Collins
The End von The Doors
Landslide von Smashing Pumpkins
Und ein wirklich krankes Lied, das mir leider immer noch im Hirn schwirrt (und wohl nie wieder rausgehen wird) ist: Tell Laura I Love her von Ray Peterson
Hört es euch bloß nicht an.
Aber lest das Buch, wenn ihr interessiert an Musik ab den 60ern bis 2004 seid und einen schwarzen Humor habt ;)

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Rezension zu "I Hate Myself And Want To Die" von Tom Reynolds

Rezension zu "I Hate Myself And Want To Die" von Tom Reynolds
The iron butterflyvor 9 Jahren

I hate myself and want to die – Keine Sorge mir geht es gut und ich bin auch keine potentielle Selbstmörderin. Selbst Tom Reynolds der Autor gehört wohl keiner einschlägigen Gruppierung oder Sekte an und erfreut sich hoffentlich bester Gesundheit. Vielmehr hat Reynolds, selbst Musiker, sich über ein Jahr durch Plattenarchive gewühlt, um seine Auswahl der 52 deprimierendsten Songs aller Zeiten zusammenzuführen.
Kategorien wie „Sie hasst mich, ich hasse sie“, „Ich blase Trübsal, also bin ich“, „Ich erzähle eine Geschichte, die keinen interessiert“ oder „Grauenhafte Remakes von bereits deprimierenden Songs“ repräsentieren das Spektrum seines musikalischen Grauens.
Ein Auszug aus seiner Liste:
- Total Eclipse of the Heart – Bonnie Tyler
- Hurt – Nine Inch Nails
- One – Metallica
- The Rose – Bette Midler
- All by myself – Celine Dion
- I will always love you – Whitney Houston
- Without you – Mariah Carey
- Send in the Clowns – egal von wem
Jeder Song wird im Kurzportrait vorgestellt und Reynolds versucht seine Argumente und wieso der Song ihn so deprimiert, darzulegen. Bei etlichen Songs musste ich erstmal das Internet bemühen, weil ich sie nicht kannte bzw. nie bewusst wahrgenommen habe. Oft gab es auch was zu lachen oder ein zustimmendes Kopfnicken. Jedoch nehme ich es mal als schwarzhumorige Abhandlung und fühle mich nicht angegriffen, wenn er Songs wie „Comfortably Numb“ von Pink Floyd oder „The End“ von The Doors in die Mangel nimmt.
Im Kapitel „Die Anatomie der Melancholie“ erzählt Reynolds über seine frühkindlichen Erfahrungen mit der elterlichen Plattensammlung und die daraus resultierenden Spätfolgen. Er referiert über die Entstehungsgeschichte deprimierender Songs seit der Antike sowie die Kriterien, die seiner Auswahl zugrunde gelegt wurden. „Statt sich an die Faustregel zu halten, derzufolge weniger oft mehr ist, schreiben sie grauenhafte Texte, überproduzieren den Sound und jaulen eher, als dass sie singen würden. Traurige Lieder bieten dem Zuhörer Trost und Zuspruch. Deprimierende Songs führen dazu, dass er sich den Lauf einer 9mm in den Mund steckt.“
Unter der Rubrik „Apokalypse“ findet sich demzufolge auch sein persönlicher Supergau-Song „The Christmas Shoes“ von Newsong. Dazu schreibt Reynolds: „Es ist der allerdeprimierendste Song aller Zeiten, weil er nämlich nicht nur so kriminell lang ist, dass man es kaum aushält, sondern auch noch mit Weihnachten zu tun hat, was bedeutet, dass man ihn zu den Festtagen Jahr für Jahr im Radio zu hören bekommt.“
Warten wir auf eine Fortsetzung, schließlich gibt es ausreichend Nachschub auf dem Musikmarkt.

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Rezension zu "I Hate Myself And Want To Die" von Tom Reynolds

Rezension zu "I Hate Myself And Want To Die" von Tom Reynolds
metalmelvor 12 Jahren

Wisst ihr, was ihr tun müsst, wenn ihr so einen richtigen Bad-Hair-Day habt? Also einen, wo eh schon alles schief geht und gar nichts klappt. Einen, an dem man morgens viel zu früh aufwacht, weil man sich im Schlaf ungeschickt auf seinen linken Arm gelegt hat, der sich nun anfühlt, als sei er abgestorben. Mit dem schlaff und bewegungsunfähig herunterhängenden Arm wankt man ins Bad und stellt fest, dass die Zahnpasta beinahe leer ist. Man versucht mit einem Arm den letzten Rest herauszuquetschen, doch der landet natürlich überall, außer auf der Zahnbürste. Nachdem man sich doch noch angezogen hat (irgendwie in unpassenden Farben und unangenehmen Größen), versucht man in die Arbeit zu fahren. In der Garage fährt einem ein Volltrottel vorne rein, weil er beim Rückwärtsfahren nicht in den Rückspiegel (wozu ist der wohl da?) geschaut hat. In der Arbeit stürzen die Systeme laufend ab, aber der tolle Techniker hat Urlaub und wandert in Marokko herum. Auf dem Heimweg ruft man Leute an, denn man möchte sich gerne abends treffen, doch nein, entweder haben sie schon etwas vor oder sie sind gar nicht erst zu erreichen. Deshalb hängt man dann blöd vor dem Fernseher ab und hat die Wahl zwischen „Hausfrauentausch“ oder der „Super Nanny“.
Und jetzt?

Ja, jetzt kommt das Buch, um so einen Tag perfekt zu machen: „I Hate Myself and Want to Die“. Genau – die 52 deprimierendsten Songs aller Zeiten!
Das Cover allein ist schon absolut wunderbar und dann erst die einzelnen Kapitel. Unterteilt in so herrliche Kategorien wie „Ich starb als Teenie bei einem Autounfall“ oder „Wenn ich über Drogen singe, wird man mich ernst nehmen“.
Das Ganze beginnt mit dem unsäglichen Tell Laura I Love her von Ray Peterson. Richtig so, das Lied ist kaum auszuhalten. Ständig flennt der Kerl ins Mikrofon. Selber blöd, wenn er als völlig ahnungsloser Teenie bei einem Stock Car Rennen mitmacht und die Karre dann an eine Mauer setzt!
Ganz schlimm auch „Beth“ von Kiss. Ich kann mich sogar erinnern, den Song mal auf Kassette aufgenommen zu haben und damals fand ich ihn unendlich traurig und schön. Ich war noch sehr, sehr jung. In Wahrheit ist das nur pathetisches Gewimmer eines Bandmitgliedes, das seiner Frau, die ständig allein daheim sitzt und sich langweilt am Telefon mitteilt, dass es ihm zwar leid tut, dass er aber noch die ganze Nacht spielen wird. Da möchte man ihr doch zurufen: „Schnell, hau ab!“
Nicht zu vergessen sind die entsetzlichen Cover-Versionen bereits deprimierender Songs. Dominiert wird dieses Kapitel logischer weise von den drei Pracht-Heulbojen der Musikindustrie: Celine Dion (All By Myself), Mariah Carey (Without You) und Whitney Houston (I Will Always Love You). Zumindest eine der drei werden wir wohl nicht mehr zu hören kriegen, da sich mittels Drogen seit Jahren selbst zu Grunde richtet und nun laut Yellow Press dazu übergegangen ist, sich selbst zu beißen. Leider hatte sie die schönste Stimme von allen...
Oder die Interpreten erzählen eine Geschichte, die keinen interessiert und strapazieren so unsere Nerven. Wie Bruce Springsteen in „The River“ zum Beispiel. Songs vom Boss laufen ja meistens in gleichen Muster ab und so ist es auch hier. Der Kerl schwängert seine Freundin und muss bereits mit 19 heiraten und landet schließlich frustriert als Bauarbeiter mit einer nörgelnden Frau bei der Johnstown Company. Und?
Für mich nach wie vor das deprimierendste aller Lieder: Seasons In The Sun von Terry Jacks. Er zieht die Leute wirklich runter mit diesem Song. Ein Mensch liegt auf dem Sterbebett und verabschiedet sich von seinen Nächsten. Wie viel trauriger geht’s wohl noch? Zuerst von einem Freund, mit dem er nun nicht mehr die hübschen Mädels aufreißen kann, dann von seinem Vater, bei dem er sich entschuldigt, dass er das schwarze Schaf der Familie gewesen sei und schließlich bei Michelle. Während er stirbt, stellt er sich vor, wie mit ihr zwischen Blumen herumtollt.

Für mich sind diese Songs hauptsächlich wegen ihrer Texte und Interpreten deprimierend, doch der Autor weiß noch viel mehr über schreckliche Klavierintros, nervige Schlagzeuge oder entsetzliche Gitarrensoli.

So, und wenn ihr nun mit dem Buch durch seid, dann geht ins Bett und freut euch auf den nächsten Tag, denn der kann nur besser werden. Oder auch nicht.

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