Tom Rob Smith

 4.1 Sterne bei 1.129 Bewertungen
Autor von Kind 44, Agent 6 und weiteren Büchern.
Autorenbild von Tom Rob Smith (© Bildschön/Mark Bassett)

Lebenslauf von Tom Rob Smith

Tom Rob Smith wurde 1979 in London geboren, wo er auch heute noch lebt. Seine Mutter stammt aus Schweden, der Vater ist Engländer. Er studiert an der Cambridge University und anschließend in Italien Creative Writing. Danach ist er als Drehbuchautor tätig. Im Jahr 2008 erscheint sein erster Roman "Kind 44", in dem er sich mit der Sowjetunion der 50er Jahre auseinander setzt. Der MGB-Agent Leo jagt einen Serienmörder, der sich Kinder als Opfer aussucht. Allerdings stellt ihn diese Aufgabe vor eine große Herausforderung, da es in der Sowjetunion offiziell keine Kriminalität gibt - also bringt er sich und seine Angehörigen in Lebensgefahr, wenn er weiter ermittelt. "Kind 44" wurde in 26 Sprachen übersetzt und wurde für viele verschiedene Auszeichnungen nominiert. Im Jahr 2009 folgt "Kolyma", wieder ist Leo der Protagonist. Dieses mal muss er sich in einen Gulag einschleichen, um seine Adoptivtochter zu retten. Im September 2011 erscheint sein neuestes Werk "Agent 6", der dritte und letzte Band um Leo Demidow. Aus dem Inhalt: Moskau 1950. Der schwarze amerikanische Sänger Jesse Austin besucht die Sowjetunion, um sein idealistisches Bild des Kommunismus zu überprüfen. Damit Austin nicht hinter die Kulissen des für ihn inszenierten Alltags schauen kann, wird ihm Geheimdienstoffizier Leo Demidow an die Seite gestellt. Doch trotz Leos Einsatz kommt es fast zum Eklat. Fünfzehn Jahre später reist Demidows Frau Raisa mit ihren beiden Töchtern nach New York, wo ein Konzert sowjetischer und amerikanischer Schüler für Entspannung im Kalten Krieg sorgen soll. Auch Jesse Austin wurde eine Rolle in dem Spektakel zugewiesen. Der Abend endet mit mehreren Toten, und nur ein Mann weiß, was wirklich geschah: Agent 6. Und eines Tages wird Leo ihn finden...

Alle Bücher von Tom Rob Smith

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Buchformat:
Cover des Buches Kind 449783442481859

Kind 44

 (736)
Erschienen am 18.05.2015
Cover des Buches Agent 69783442475032

Agent 6

 (149)
Erschienen am 18.02.2013
Cover des Buches Ohne jeden Zweifel9783641091484

Ohne jeden Zweifel

 (110)
Erschienen am 14.10.2013
Cover des Buches Kind 449783785736616

Kind 44

 (48)
Erschienen am 13.05.2008
Cover des Buches Kolyma9783785738955

Kolyma

 (16)
Cover des Buches Ohne jeden Zweifel9783844511307

Ohne jeden Zweifel

 (9)
Erschienen am 14.10.2013
Cover des Buches Agent 69783844507935

Agent 6

 (6)
Erschienen am 05.10.2011
Cover des Buches Agent 69783844510935

Agent 6

 (0)
Erschienen am 17.12.2012

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Neue Rezensionen zu Tom Rob Smith

Neu

Rezension zu "Agent 6" von Tom Rob Smith

Abschuss der Trilogie
monerlvor 5 Monaten

Dies ist der dritte Teil der Trilogie um Leo Demidow. In den Vorgängerbänden “Kind 44” und “Kolyma” lernen wir Leo und seine Arbeit als KGB-Agenten kennen und erfahren, warum er diese Arbeit aufgegeben hat .

Es ist 1965 und Leo lebt mir seiner Frau Raisa und den beiden adoptierten Kindern Elena und Soja in Moskau. Raisa und ihre Töchter bereiten sich mit dem Chor auf die USA-Reise vor. Es soll eine annäherung der beiden Saaten in der Bevölkerung demonstriert werden, doch Leo hat kein gutes Gefühl. Dort passiert schlussendlich etwas, das Leos Leben aus den Fugen geraten lässt. 

Danach verschlägt es ihn ungwollt Anfang 1980 nach Afghanistan, wo er afghanische Milizen ausbildet. Die kommunistisch geprägte Regierung Afghanistans arbeitet mit Russland zusammen. Doch auch hier kann Leo keinen Frieden finden und muss nach Pakistan fliehen und gelangt von dort in die USA, um das in 1965 verübte Verbrechen aufzudecken, das ihm die Möglichkeit bringen soll, mit der Vergangenheit abzuschließen.

Wir lernen in diesem Band Leo von einer anderen Seite kennen. Leo befindet sich am Abgrund und kämpft gegen seine vergangenen Geister an. So, in dieser Form, hatte ich das das Buch nicht erwartet.

Der Schreibstil von Tom Rob Smith lässt ein schnelles und flüssiges Lesen zu, sodass man  flott vorankommt. Die im Durchschnitt kurzen Kapitel erzeugen Spannung.

Was ich vom Ende halte, weiß ich nun auch nach Tagen noch nicht. Es passt in die vorliegende Geschichte. Und dennoch fehlt mir irgendwie etwas im Hinblick auf die ganze Trilogie. Historisch gesehen erfahren wir hier etwas über die sowjetische Intervention in Afganistan (1979 – 1989). Dies bietet eine sehr gute Grundlage, um weitere Recherche zu betreiben.

Leider kommt dieser Abschlussband aber lange nicht an “Kind 44” und auch nicht an den etwas schwächeren Teil “Kolyma” an. Er ist zwar spannend in sich, doch es fehlt ihm an Atmosphäre.

Wem Spionageghriller liegen und wer sich ein bisschen für die Geschichte der ehemaligen Sowjetunion interessiert, wird auch mit diesem Buch glücklich sein. 

--> MonerlS-bunte-Welt

Kommentare: 2
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Rezension zu "Kind 44" von Tom Rob Smith

Durchwachsen
ZwergPinguinvor einem Jahr

Eines vorneweg: mir hat das Ende des Buches nicht gefallen. Ohne dass ich jetzt ins Detail gehen kann (denn das würde ja viel zu viel verraten), so habe ich den Schluss doch als sehr unglaubwürdig empfunden.

Die Geschichte sonst beschreibt sehr schön, wie aus dem linientreuen Gefolgsmann Leo plötzlich ein Zweifelnder und schließlich ein Gejagter wird. Man lernt die Umstände in der damaligen Sowjetunion kennen, die Ränke und Lügen, Bevorzugung und Vergünstigungen für Parteifreunde und Gnadenlosigkeit gegenüber politischen Gegnern oder zufälligen Opfern. Ich habe die Handlung trotzdem als sehr konstruiert empfunden und einiges auch als unglaubwürdig (warum mussten es so viele Kindermorde gewesen sein? Es hätten auch 20 ausgereicht oder 12....warum fast 50?).  Mir fehlten auch ein wenig die Emotionen - letztlich waren die Morde, ihre Umstände und ihre Opfer (die Hinterbliebenen sowieso) selbst ziemlich egal, es ging nur um die Auflösung eines Falls, die Lügen und die Vertuschung.

Ich weiß nicht, ob das Hörbuch gekürzt wurde - ich befürchte es. Daher kann ich nicht sagen, ob das Buch Längen hat oder sich gut lesen lässt.... als Hörbuch habe ich die Stimme und Lesart von Bernd Michael Lade als positiv empfunden, prägnant ohne übermäßige Effekthascherei. Ich würde mir von ihm gern weitere Bücher anhören - auch wenn mich "Kind 44" nicht sehr bewegt hat.

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Rezension zu "Ohne jeden Zweifel" von Tom Rob Smith

Leider doch eine Menge Zweifel...
SallyAndersvor einem Jahr

Daniels Mutter Tilde taucht plötzlich bei ihrem Sohn in London auf, dicht gefolgt von ihrem Mann Chris, und erzählt Daniel eine wilde Räuberpistole über ihr Leben auf einem einsamen Bauernhof in Schweden. Was ist wahr, was ist Wahnvorstellung?


Das Buch liest sich wie ein erster Entwurf, der noch nicht richtig durchdacht ist. Die Idee ist gut, aber die Umsetzung ist missglückt. Das Buch wirkt wie unfertig und hätte vor allem in der ersten Hälfte Straffung gebraucht.


Das Hauptproblem ist, dass zwar der Sohn Daniel als Ich-Erzähler fungiert, aber der allergrößte Teil des Buches aus den Erlebnissen der Mutter besteht, die sie ihrem Sohn erzählt. Sie will Daniel nach und nach ein furchtbares Verbrechen enthüllen. Die Idee der unzuverlässigen Erzählerin - denn das ist sie, ihr Mann will sie in die Psychiatrie bringen - ist zwar theoretisch spannend, funktioniert aber in dieser Struktur nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass der Ich-Erzähler Daniel passiv, schwach und leider schlichtweg uninteressant ist. Und weil Tom Rob Smith das alles wohl selber merkte, behalf er sich mit allerlei Tricks. Der sehr konstruierte Haupt-Kniff ist, dass Tilde darauf besteht, alles chronologisch zu erzählen, angeblich weil Daniel ihr sonst nicht glauben würde. Menschlich und naheliegende wäre doch, mit dem Verbrechen herauszuplatzen, nur wäre dann das Buch nach zwanzig Seiten zu Ende. So muss die Mutter vor dem Sohn sitzen und aus ihrer Tasche mit Beweismitteln das ein oder andere heraus zaubern, um überhaupt Bewegung in die Sache zu bringen. Weiterhin sollen die überreich gestreuten düsteren Andeutungen Spannung erzeugen. Ohne diese wäre das Buch auch nur halb so lang geworden. Die Dialoge sind wahnsinnig verkopft und unlebendig und alle hinterfragen andauernd, was sie selber oder die anderen eigentlich denken. Ein Kabinett von Laienpsychologen.  


Ich bin dran geblieben, weil es mein erstes Buch von Tom Rob Smith war, und ich darauf vertraute, dass sein guter Ruf einen Grund hat. Und weil mich die Idee der Erzählung und die angerissenen Themen interessiert haben. Auch das Ende, in dem die Fäden auf eine überraschende Weise aufgelöst werden, hat mir gefallen. Da hätte mehr Potenzial drin gesteckt. 


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L
Ich habe gelesen "Agent 6" soll der letzte Teil einer Trilogie sein. Welche Bücher sind dem voran gegangen? Wie ist die richtige Reihenfolge? Sind sie lesenswert?
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