Tom Rob Smith Agent 6

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Inhaltsangabe zu „Agent 6“ von Tom Rob Smith

Moskau 1950: Ein Mann im Dienst von Stalins Terrorregime. Eine Frau, die von Liebe und Freiheit träumt. Und der Beginn eines Komplotts, das viele Jahre später in eine tödliche Tragödie mündet. Für den Geheimdienstagenten Leo Demidow beginnt im Winter des Jahres 1950 ein Spiel um Leben und Tod, das schreckliche Opfer fordert. Und es wird erst beendet sein, wenn er den einzigen Menschen findet, der die Wahrheit kennt: Agent 6.

Von der Reihe von Tom Rob Smith das BESTE! Das Leben im UDSSR Regime ist so fantastisch recherchiert, dass sich die Nackenhaare aufstellen!

— KasiaJaeckel
KasiaJaeckel

Diese Serie hat mich durchgehend gut unterhalten und berührt. Nach einem saustarken Serienanfang hier ein würdiges Ende.

— EFST79
EFST79

Nicht mehr ganz so gut wie der Vorgänger Kind 44, aber trotzdem noch ein tolles Buch

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Abschluß, aber ähnlich wie der Hauptprotagonist der Reihe ein bisschen schwach.

— sancho
sancho

Krönender Abschluss der Reihe um Leo Demidow, jedoch meiner Meinung nach der schwächste Band der Trilogie.

— faanie
faanie

Superspannend!!!

— Elbschnegge
Elbschnegge

Es war leider überhaupt nicht mein Fall :(

— _Ninchen_
_Ninchen_

Leider war das Buch in der Mitte so langweilig das ich keine Lust hatte es weiter zu lesen. Das Ende war eindeutig das Beste am Ganzen.

— FI8
FI8

nicht ganz mein fall, obwohl gut recheriert.

— eulenmama
eulenmama

Eines der schlechtesten und langweiligsten Bücher, welche ich gelesen habe.

— Ninchenxoxo
Ninchenxoxo

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  • ...Band 3...

    Agent 6
    Lesebegeisterte

    Lesebegeisterte

    09. August 2017 um 14:01

    Band 3 mit Leo Demidow. Wieder einmal befinden wir uns in Moskau in den 1950igern. Dieser Thriller ist spannend, mit viel Action und somit bestens für Männer geeignet.
    Ich würde allerdings empfehlen, die Serie chronologisch zu lesen! ( „Kolyma“ und „Kind 44“)

  • ...Band 3...

    Agent 6
    Lesebegeisterte

    Lesebegeisterte

    17. June 2017 um 09:01

    Band 3 mit Leo Demidow. Wieder einmal befinden wir uns in Moskau in den 1950igern. Dieser Thriller ist  spannend, mit viel Action und somit bestens für Männer geeignet.
    Ich würde allerdings empfehlen, die Serie chronologisch zu lesen! ( „Kolyma“ und „Kind 44“)

  • Spannend und äußerst lehrreich

    Agent 6
    Wortmagie

    Wortmagie

    12. March 2017 um 11:55

    Tom Rob Smith ist vermutlich der Begründer meiner Vorliebe für politische Thriller. Sein Debüt „Kind 44“ trat in mein Leben, als ich längst genug hatte von ewig gleichen Psychothrillern. Die Geschichte des Agenten Leo Demidow, der versucht, in einem System Serienmorde aufzuklären, in dem es offiziell keine Verbrechen gab, faszinierte mich ungemein, weil der Fall eine dominante politische Ebene hat. Ich lernte viel über die stalinistische Sowjetunion, über die ich bis dahin fast gar nichts wusste. Der Fortsetzung „Kolyma“ verdanke ich mein Wissen über Gulags. Ich kann nicht erklären, warum es Jahre brauchte, bis ich das Finale der Trilogie las. Es schien einfach nie der richtige Moment zu sein. Moskau 1950: der amerikanische Sänger Jesse Austin ist als Freund des Kommunismus vom sowjetischen Regime in die Stadt eingeladen. Die Geheimpolizei hat alle Hände voll zu tun, die Makel eines fehlerhaften Systems zu verschleiern. Beinahe ruiniert der Agent Leo Demidow die gesamte Mission. Lediglich die schnelle Auffassungsgabe einer jungen Lehrerin rettet die riskante Situation. Der Besuch wird ein Erfolg. 15 Jahre später fliegen Leos Frau Raisa und ihre beiden Töchter in die USA. Die Reise ist eine propagandistische Sensation. Ein gemeinsames Konzert in New York soll die Welt von der Harmonie zwischen USA und UdSSR überzeugen. Während öffentlich Einigkeit zelebriert wird, entfaltet sich im Hintergrund eine gefährliche Intrige. In ihrem Mittelpunkt stehen Jesse Austin, das alternde Gesangstalent – und Leos Familie. Der Auftritt eskaliert zur Katastrophe. Leos Leben wird binnen eines Wimpernschlags zerstört. In tiefer Trauer schwört Leo, die Verantwortlichen zu finden. Es ist der Beginn einer jahrelangen Suche nach Rache, die ihn von Russland über Afghanistan bis nach New York führt, stets auf der Spur des Mannes, der ihm alles nahm, was ihm je etwas bedeutete: Agent 6. Während meiner Recherchen für die Rezension zu „Agent 6“ stieß ich auf ein interessantes Interview des Süddeutsche Zeitung Magazins mit dem Autor Tom Rob Smith. Er offenbart darin eine erstaunliche Beziehung zu seinen Figuren: „Ich setze meine Figuren unter Druck und sehe ihnen dann zu, wie sie leiden und sich allmählich verändern. Sobald eine Figur unter Druck steht, kann ich mit ihr glaubhaft machen, was ich will”. Diese Einstellung ist radikal, als Thriller-Autor aber sicher unverzichtbar. Denke ich an den Protagonisten Leo, sehe ich den Wahrheitsgehalt in Smith‘ Worten. Es sind definitiv Drucksituationen, die ihn in allen drei Bänden verändern. „Agent 6“ schließt den Kreis seines Entwicklungsprozesses. Die Ereignisse des dritten Bandes lassen ihn zu einer Persönlichkeit degenerieren, die dem Leo vom Beginn der Trilogie sehr ähnlich ist. Am Ende seiner Geschichte ist er wieder der Mann, mit dem alles angefangen hat: kaltblütig und skrupellos. Ich finde das bemerkenswert, weil Tom Rob Smith eindrucksvoll illustriert, dass man die Vergangenheit noch so tief vergraben kann, unter den richtigen Umständen holt sie einen trotzdem ein. Leo kann nicht leugnen, wer und was er ist. Für seine Familie kehrte er dem System, in dessen Namen er folterte und mordete, den Rücken. Doch als jenes System seine Familie zerstört, fällt Leo in alte Verhaltensmuster zurück, weil er glaubt, nichts mehr zu verlieren zu haben. Sein Rachedurst kostet ihn 15 Jahre, folglich umspannt das Buch insgesamt knapp 31 Jahre. Ich fand die daraus resultierenden großen Zeitsprünge schwierig, da ich mir selbst ausmalen musste, wie Leo die vergangene Zeit verbrachte und mich an die plötzlich älteren Versionen seiner Figur gewöhnen musste. Ich begriff nicht so recht, worauf die Geschichte hinauslaufen sollte, denn der namensgebende Agent 6 taucht den Großteil des Buches nicht einmal als Randnotiz auf. Ich war ungeduldig und hatte das Gefühl, der Autor käme nicht zu Potte. Mittlerweile verstehe ich jedoch, dass es Smith primär nicht um die Suche nach Agent 6 ging, sondern um die Darstellung des geschichtlichen Rahmens. Der letzte bedeutende Zeitraffer katapultierte mich nach Afghanistan im Jahre 1980. Leo arbeitet als sowjetischer Berater für das kommunistische Regime in Kabul. Ich wusste bis dato nicht, dass die UdSSR damals versuchte, den Kommunismus in Afghanistan zu etablieren. Mir war vage bewusst, dass „die Russen“ irgendwann einmal Krieg in Afghanistan geführt haben, doch die Details dieses Konflikts waren mir unbekannt. Eine gravierende Wissenslücke, die Tom Rob Smith mit hervorragend recherchierten Fakten füllte. Die Gräueltaten der Besetzung erschütterten mich. Es ist erschreckend, wie viel Blut im Namen einer Ideologie vergossen wurde. Der Ost-West-Konflikt wurde auf dem Rücken der afghanischen Bevölkerung geführt; während die Rote Armee ins Land einmarschierte, versorgten die USA oppositionelle Mudschaheddin-Gruppen mit Waffen und schürten die Gewalt. Die Bezeichnung „Kalter Krieg“ ist ein verharmlosender, makabrer, schlechter Scherz. „Agent 6“ erweitert den Fokus der „Leo Demidow“-Trilogie. Während sich die Vorgänger auf innenpolitische Strukturen konzentrierten, ist das Finale auf die Außenpolitik der UdSSR ausgerichtet. Tom Rob Smith zeigt die schmutzigen, blutigen Exzesse des Ost-West-Konflikts. Dieser propagandistisch geprägte Krieg kostete Millionen Menschen das Leben – nicht nur diejenigen, die in Kampfgebieten fielen, sondern auch diejenigen, die zwischen die Fronten der Geheimdienste gerieten. Menschen wie Leos Familie. Daher fand ich „Agent 6“ sowohl spannend als auch äußerst lehrreich, obwohl ich der Meinung bin, dass dieser dritte Band Leos tragische Geschichte beendet, ohne sie tatsächlich abzuschließen. Das Ende des Finales ist offen gestaltet, sodass die Leser_innen nie erfahren, wie es dem Protagonisten ergeht, nachdem die Handlung abbricht. Ich hoffe, dass er ein Happy End erleben durfte, sehe angesichts seiner Taten allerdings schwarz für ihn. Vielleicht verdient Leo das auch gar nicht. Er ist kein Held. Er ist ein Killer.

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  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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    • 393
  • Ein fesselnd geschriebener Politthriller

    Agent 6
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. September 2013 um 10:37

    Wer schon die ersten beiden Thriller um den Agenten Leo Demidow und seine Frau Raissa gelesen hat, sollte diesen dritten Teil nicht verpassen. Das Springen durch mehrere Jahrzehnte, macht nicht nur unseren Romanhelden Leo zu schaffen sondern auch den Leser. Dennoch ist dieser Thriller absolut lesenswert und man hofft immer wieder, dass die Welt hoffentlich nicht so schlecht ist wie sie Leo erlebt. Dieser Thriller rundet die Geschichte um Leo ab.

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  • Absolut empfehlenswert!

    Agent 6
    LarissaMaria

    LarissaMaria

    18. August 2013 um 23:27

    Der letzte Teil einer einzigartigen Trilogie, hat mich wieder vollends überzeugt.  
    Wie auch für die beiden Vorgänger hat der Autor perfekt recherchiert, um uns Leser nicht nur mit Spannung, sondern auch mit Fakten zu versorgen.

    Absolut empfehlenswert - allerdings nur in Kombination mit den Teilen 1 - "Kind 44" und 2 - "Kolyma" !

  • Agent 6

    Agent 6
    HeikeM

    HeikeM

    22. April 2013 um 11:07

    "Agent 6" ist nach "Kind 44" und "Kolyma" bereits der dritte Roman um Leo Demidow. Wieder stehen er und seine Entwicklung im Mittelpunkt des Geschehens und der Zuordnung zum Genre des Thrillers kann ich nur bedingt zustimmen. Das ist aber eine Nebensächlichkeit. Betrachte ich den Roman rückblickend, kann ich sagen, dass es Tom Rob Smith gut gelungen ist, die Arbeit der verschiedenen Geheimdienste, neben dem KGB spielen auch die CIA und das pakistanische Pendant ISI eine Rolle, darzustellen. Für mich, die ich nur über literarische Geheimdiensterfahrungen verfüge, stellten sich diese Sachverhalte so dar, als hätte es sie in der Realität so gegeben. Der gesamte Roman, egal ob der Handlungsort die damalige Sowjetunion, die USA oder auch Afghanistan war, wirkte von Beginn an sehr düster und bedrückend auf mich. Die persönliche Entwicklung, die Leo Demidow nahm, war zwar menschlich nachvollziehbar beschrieben, manche Abschnitte wirkten aber trotzdem überzogen auf mich. "Agent 6" lebt von und mit vielen Zeitsprüngen, Was in diesen ausgesparten Jahren geschah, weiß der Leser teils aus den Vorgängerromanen, teil bleiben die Geschehnisse auch im Dunkeln. Das fand ich ein wenig schade. Aber die Zeit, die der Leser den Protagonisten durch die verschiedenen Schauplätze begleitet, sind großteils spannend, actiongeladen und mitunter schon fast hollywoodlike. Besonders die letzten 100 Seiten waren so geschrieben, als hätte der Autor bereits eine Verfilmung im Hinterkopf, sozusagen ein finale grande, um dann (zu) schnell und einfach einen Schlusspunkt zu setzen. Mein Fazit: "Agent 6" ist ein schlüssig aufgebauter Roman, der auf den vorhergehenden Büchern aufbaut und mich trotz des etwas schwachen Endes gut lesen ließ.

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  • Kein Thriller, aber ein hervorragender politischer Roman

    Agent 6
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    29. March 2013 um 23:25

    Geheimdienstagent Leo Demidow hat es 1950 in Moskau nicht leicht, die laut Stalin allgegenwärtigen Staatfeinde aufzuspüren. Jeder ist verdächtig, jede noch so harmlos erscheinende Kleinigkeit kann ein Indiz für die Ablehnung des Staates sein. Abwechslung bietet sich für Leo, als ein Besuch des afroamerikanischen Sängers Jesse Austin ansteht. Dem glühenden Kommunisten soll natürlich ein geschöntes Bild der Sowjetunion präsentiert werden, und Leo Demidow ist dafür verantwortlich, dass alles glattgeht. Das erweist sich als schwierig, denn Jesse Austin liebt Alleingänge… Fünfzehn Jahre später. Leo ist in Ungnade gefallen, lebt in einer deutlich schlechteren Wohnung als zuvor, ist aber glücklich mit seiner Frau Raisa und den beiden adoptierten Töchtern. Als Raisa und die Töchter für ein Propagandakonzert in die USA reisen und dabei auf den von der US-Regierung verfolgten und ruinierten Jesse Austin treffen, nimmt eine Tragödie ihren Lauf. Verzweifelt widmet Leo sein Leben der Aufklärung der damaligen Ereignisse. Aber das ist nach so langer Zeit und von seinem jetzigen Standort aus extrem schwierig, denn er ist bei der Besetzung Afghanistans durch die Sowjets dabei. Irgendwie muss Leo es in die USA schaffen, um den Agenten 6 zu finden, der damals eine entscheidende Rolle spielte… Dies ist der letzte Band der Trilogie um den Agenten Leo Demidow, und ich finde diesen Abschluss sehr gelungen. Ein Krimi ist das allerdings nicht, und ein Thriller auch nicht. Aber dieses Buch ist ein ganz hervorragender politischer Roman über die Sowjetunion in den 50er Jahren, die USA in den 60er Jahren und den Krieg der Sowjets in Afghanistan Ende der 70er Jahre. Exzellent geschrieben und bewegend, informationsreich und spannend, ist dies ein Buch, das mich in seinen Sog gezogen hat. Sowohl die Atmosphäre von Angst und Verfolgung in der Stalin-Ära, als auch die der Kommunistenhatz in den USA der 60er Jahre sind hervorragend eingefangen. Besonders spannend fand ich die Hintergrundinformationen zum Krieg in Afghanistan; dieser Teil ist für mich der stärkste im Buch. Wer sich darauf einlassen kann, dass es sich nicht um einen temporeichen Thriller handelt, und wer an Geschichte und Politik interessiert ist, wird dieses Buch mögen.

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  • Rezension zu "Agent 6" von Tom Rob Smith

    Agent 6
    dieFlo

    dieFlo

    02. March 2013 um 17:18

    Da habe ich so darauf gewartet lieber Tom Rob Smith ( musste extra die Platinedition sein, damit es zu den anderen passt) und dann: die Grundidee der Gschichte um den Agenten Leo Dimitrow ist gut, aber dieses hin und herspringen zwischen den Zeiten,den Ländern und das Vermischen, macht es schwer zu folgen, zumal an einem Tag diverse Handlungen passieren und immer in neue Kapitel geschrieben sind. Es war anstrengend zu lesen und dieses Buch ist überhaupt nichts für Leser, die einfach ohne immerzu denken zu müssen, lesen wollen. Ich hoffe sehr, dass ein neuer Roman zu der alten Klasse von Kind 44 oder Kolymna zurück findet ...

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  • Rezension zu "Agent 6" von Tom Rob Smith

    Agent 6
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    16. January 2013 um 15:14

    Ja dachte ich, vielleicht gelingt Rob Smith, doch die Scharte von Kolyma auszuwetzen. Aber nein... drei Zeitabschnitte durcheinander gerührt, wir starten im poststalinistischen Russland, reisen kurz in die USA in der Zeit des kalten Krieges und halten dann im Afghanistan der sowjetischen Besatzung. Na ja wenn dieses Buch ein IKEA Regal wäre viel Raum für... hier ist es ein amerikanischer Autor- kein Regal: also viel Raum für Propaganda.... in homöopathischen Dosen wird noch wenig Philosophie und Ethik mit reingerührt und fertig ist der Bestseller. Meine Herren, bin ich froh, dass ich keine Hardcover kaufe!

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  • Rezension zu "Agent 6" von Tom Rob Smith

    Agent 6
    robbylesegern

    robbylesegern

    17. October 2012 um 16:57

    Agent 6" ist der nunmehr 3. Band einer Serie um den KGB Agenten Leo Demidow. Dieses Buch beschäftigt sich über Jahrzehnte hinweg sehr eingehend mit dieser Person ,mit seinem Leben und seiner Einstellung zum Regime seines Vaterlandes.Als Krimi oder gar als Thriller würde ich dieses Buch allerdings nicht bezeichnen,auf dem Umschlag wird dieses Buch auch als Roman ausgeschrieben. Beginnen tut diese Geschichte in den fünfziger Jahren, Stalin hat sein Land noch fest im Griff, Angst und Willkür und vielerorts Armut, bestimmen den Alltag der Russen. Leo Demidow arbeitet immer noch für das Regime und sorgt dafür, dass nichts über den alltäglichen Wahnsinn dieses Landes nach außen dringt.Sein wichtigster Auftrag ist im Moment dafür zu sorgen, dass ein kommunistisch orientierter Sänger aus den USA, Jesse Austin, der die Sowjetunion besuchen will,nichts über die Notstände und Unfreiheiten in diesem Land erfährt, da er als geeignete Propagandafigur im Ausland, speziell in den Staaten, die unter der Rassendiskriminierung zu leiden hat, fungieren soll.Seine Auftritte im "real existierenden Sozialismus" wird so vorbereitet, dass der Gast das wahre Leben dort nicht erahnen kann. Jahre später, Demidow hat mittlerweile seine Frau Raisa kennengelernt und zwei Adoptivtöchter,bereitet seine Frau einen Besuch in den Staaten vor,bei dem russische und amerikanische Kinder gemeinsam einen musikalischen Auftritt in New York haben sollen, der die Völkerfreundschaft der beiden Länder untermauern soll. Doch dieser Auftritt, der diesmal von den Amerikanern vorbereitet wird, damit die"Kommunisten" das tolle Leben in Amerika kennen lernen können,endet mit einer Bluttat. Leo Demidow, der bei dieser Reise seine Frau verloren hat, meldet sich freiwillig, um die Besetzung Afghanistans durch die Russen zu unterstützen.Sein Leben bedeutet ihm nach dem Tod seiner Frau nichts mehr,Drogen und die Ausbildung afghanischer Agenten bestimmen seinen Alltag. Er ist besessen davon den Mörder seiner Frau zu finden. Die Spannung in diesem Roman ist nicht mit der eines Thrillers zu vergleichen, baut sich aber durch die Schilderungen der verschiedenen Geheimdiente , CIA, KGB und IDI und ihrer Agitationen auf. Lustig fand ich schon die Schilderungen der Manipulationen in den USA und auch in Russland, wenn Gäste zu Besuch kamen. Alles ist gestellt und entspricht in keiner Weise der Realität des jeweiligen Landes. Beide Geheimdienste arbeiten mit Abhörmethoden und der systematischer Demontage von Regimegegner . Spionage ist an der Tagesordnung und wird auf beiden Seiten eingesetzt. Aber auch die Schilderungen der Besatzung durch die Sowjets in Afghanistan nimmt einen großen Teil dieses Romans ein.Dieses Land, was durch die aufeinanderfolgenden Kriege mehr als gebeutelt worden ist,aber durch den Anbau von Drogen, die im Ausland einen hohen Marktwert haben, immer wieder Interesse hervorruft und wie es im "kalten Krieg" Usus war, als ein Land galt, in dem der Kommunismus "Fuß fassen" konnte.Die Hauptfigur Demidow erhält in diesem Buch eine Paraderolle. Der von seinem Land enttäuschte KGB Agent, der in Afghanistan durch Drogen und den Schmerz, den er durch den Tod seiner Frau empfindet,vollkommen aus der Spur gerät und nur noch von dem Gedanken beseelt ist, nach Amerika zu kommen , um den Mörder seiner Frau zu finden. Die Schilderungen sind mitreißend und realistisch beschrieben, so dass ein Weiterlesen für mich ein Muss war.Auch die Nebenfiguren wurden glaubhaft beschrieben, so dass für mich ein überzeugendes Bild der damaligen Zeit entstand.Der Schreibstil wie gewohnt flüssig und teilweise durch die Situationen bedingt, auch spannend und lässt sich gut lesen. Allerdings sollte man schon, wie schon ein Vorrezensent schrieb, die Vorgängerbände "Kind 44 " und "Kolyma" gelesen haben, ansonsten kann man dieses Buch nicht genießen. Für mich war dieses Buch ein guter Abschluss dieser Reihe und ich kann es guten Gewissens empfehlen.

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  • Rezension zu "Agent 6" von Tom Rob Smith

    Agent 6
    Elwe

    Elwe

    09. July 2012 um 02:53

    Über einen Zeitraum von um die 30 Jahre spannt sich 'Agent 6' - er beginnt mit dem Besuch des populären, schwarzen Sängers Jesse Austin in Moskau und dem unfreiwillig-komischen, aber gleichzeitig zutiefst bedrohlichen Schmierentheater, das für ihn inszeniert wird, um sein Bild vom Kommunismus nicht zu beschädigen. Leo Demidow, der russische KGB-Offizier, der sich um Austin kümmern soll, lernt während dieser Tage seine zukünftige Frau Raisa, eine Lehrerin, kennen. Dann ein Sprung - 15 Jahre später reisen sowjetische Schüler nach New York zu einem Friedenskonzert. Raisa, ihre Lehrerin, begleitet sie, und mit ihr die beiden Töchter. Leos schlimmste Befürchtungen werden wahr, als es ein Attentat auf Jesse Austin gibt, und ausgerechnet Raisa die Täterin sein soll, die auch selbst dabei stirbt. Leos Suche nach der Wahrheit dauert weitere 16 Jahre an, und führt nach einer misslungenen Grenzüberquerung bei Finnland zunächst für viele Jahre nach Afghanistan... . Ich bin ein wenig gespalten, was dieses Buch angeht - weil es einerseits rasend spannende Passagen gibt und durch die extrem glaubwürdige Darstellung der Kalte-Krieg-Geheimdienste sich einem der Magen zusammenzieht vor Mitgefühl mit den Protagonisten. Andererseits verschwindet aufgrund der großen Zeitsprünge aber ab der Mitte ein wenig der rote Faden. Man verliert das Ziel aus den Augen, die Jagd auf den Mörder von Leo Demidows Frau. Das drückt m.E. das Leseerlebnis insbesondere im letzten Abschnitt etwas, wenn es darum geht, einen zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alten Mord aufzuklären. Ich habe erst im Nachhinein festgestellt, dass es bereits zwei Vorgänger zu diesem Buch mit dem gleichen Protagonisten gibt, habe 'Agent 6' also wie einen Einzelroman gelesen (was übrigens auch sehr gut funktioniert). Der Roman ist kein klassischer Krimi oder Thriller, sondern sehr eigenständig - gerade weil die Ideologien der 60er Jahre eine so starke Rolle spielen. Es geht weniger um vordergründige Action (die gibts natürlich auch), sondern vielmehr um das Innenleben der Figuren, um ihre Motivation und Triebkräfte und das Zerren zwischen persönlichem Wertesystem und ideologischer Zugehörigkeit. Das ist sehr faszinierend und macht auch einen Gutteil des Reizes bei diesem Buch aus. Die Gedankenwelt eines Leo Demidow, der als KGB-Agent anfänglich fest an die Richtigkeit seines Tuns glaubt, und die daraus erwachsenden Tragödien, die sich nur bis zu einem bestimmten Punkt rechtfertigen lassen, fesselt beim Lesen enorm. Das Gefühl der Ausgeliefertheit an Staatssysteme, die auf unzählige Spione und eine aufgeblähte Geheimpolizei gründen, ist intensiv zu spüren und abgründig gut auf den Punkt gebracht. Dazu kommt, dass das Buch ausgesprochen gut und intelligent geschrieben ist. Irritierend fand ich zu Beginn, dass wörtliche Rede nicht als solche ausgezeichnet, sondern als Kursivstellung mit Anstrich am Anfang gekennzeichnet ist. Damit hatte ich als Leser bis fast zum Schluss das Gefühl, Gedanken statt Gesprochenes zu lesen. Das ist aber nicht dramatisch und man gewöhnt sich daran. Insgesamt würde ich die Lektüre durchaus weiterempfehlen, es ist ein lesenswerter Thriller mit viel Tiefe, exzellent recherchiert, dem auch gewisse Schwächen im zweiten Teil der Handlung keinen dramatischen Abbruch tun.

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  • Rezension zu "Agent 6" von Tom Rob Smith

    Agent 6
    Ann91

    Ann91

    04. April 2012 um 20:43

    Im Jahr 1965 soll ein Konzert von sowjetischen und amerikanischen Schülern die angespannte Situation zwischen den Machtblöcken entspannen. Mit von der Partie sind die Ehefrau vom Ex-Geheimdienstagenten Leo Demidow und seine beiden Töchter. Doch das Konzert endet in einer Tragödie, die das Leben von Leo fortan prägen wird. Denn die Geschehnisse an diesem Abend werden nie geklärt, sodass Leo sich geschworen hat, selbst Licht in das Dunkel zu bringen. Der Roman ist der dritte Teil der Trilogie um Leo Demidow. Leider kann Tom Rob Smith das Niveau der ersten beiden Thriller nicht halten. Zwar bleibt das Rätsel um die Geschehnisse am Konzertabend bis zum Ende weitestgehend ungeklärt, dennoch kommt kaum Spannung auf. Teilweise werden Episoden aus dem Leben von Leo Demidow geschildert, die keinen direkten Bezug zur Handlung haben sondern eher den Eindruck erwecken, als hätte der Autor versucht, Seiten zu füllen. Schade, dass die Trilogie um Leo Demidow so enden muss. Zumal es wirklich traurig ist, wie die Geschicht für Demidow ausgeht. Fans der Leo-Demidow-Reihe sollten überlegen, den Roman nicht zu lesen.

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  • Rezension zu "Agent 6" von Tom Rob Smith

    Agent 6
    Arthanis

    Arthanis

    27. February 2012 um 20:31

    Kommt leider nicht an die beiden Vorgänger heran. Es fehlt der rote Faden, die Afghanistan-Episode kam mir wie ein Lückenfüller vor. Außerdem hätte ich mir für Leo ein positiveres Ende gewünscht. Das hat er nicht verdient... ;)

  • Rezension zu "Agent 6" von Tom Rob Smith

    Agent 6
    janett_marposnel

    janett_marposnel

    07. February 2012 um 09:35

    Vorsicht! Der Buchtitel „Agent 6“ täuscht, denn der Abschluss der Trilogie um den KGB-Agenten Leo Demidow ist kein Thriller. Alle Interessierten mit der Erwartungshaltung wieder einen Thriller lesen zu können, werden unzufrieden sein. Betrachtet man die Einbände der Trilogie genauer, stellt man unweigerlich fest, dass auf den ersten beiden Bänden tatsächlich das Wort „Thriller“ zu finden ist und auf dem letzten Band „Roman“ steht - und so ist es dann auch. Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, weiß, wie wichtig die Familie für Leo ist. Seine Frau Raisa, auf dem Höhepunkt ihrer beruflichen Karriere, reist im dritten Band mit den beiden Töchtern in die USA, dem Hauptfeind der UdSSR, um dort ein Konzert im Sinne einer friedlicher Koexistenz zu geben. Leo bleibt nur ungern allein zurück, bekommt aber keine Ausreisegenehmigung und die Reise der drei endet mit weitreichenden Folgen für Leo, die ihn später in das sowjetisch besetzte Afghanistan, nach Pakistan und in die USA führen. Der Autor versteht es wie kein anderer, seine Leser sanft an die Hand zu nehmen und intelligent und facettenreich durch die Geschichte zu führen. Mit seiner stilistisch einwandfreien Erzählweise schafft Smith nicht nur Charaktere, die sich einprägen, sondern auch detailliert beschriebene Schauplätze, die einen glauben lassen, selbst vor Ort zu sein. Ich hatte das Gefühl, es gibt keinen überflüssigen Satz in diesem Buch. Jeder Satz trägt früher oder später in irgendeiner Form etwas zur Geschichte bei. Selbst ein am Anfang nebenbei erwähnter Koffer hat seine Bedeutung oder windschief hochgestapelte Eierkisten auf einem Basar gehen auf der nächsten Seite zu Bruch. Durch diese Feinheiten wächst das Vertrauen des Lesers in den Autor im Laufe der Geschichte immer mehr. T. R. Smith lässt den Leser mit keinen offenen Fragen zurück. Den Lesern, die einen Thriller erwartet haben, wird das Erreichen Leos Ziels äußerst profan erscheinen, umso mehr passt diese Auflösung aber zu einem Roman mit einer tragischen Figur, in diesem Fall Leo Demidow. Das einzige Manko bestand für mich darin, dass die wörtliche Rede kursiv geschrieben wurde, was aber sekundär ist. Von daher kann ich eine klare Kaufempfehlung für alle, die keinen Thriller erwarten, aussprechen. PS: Meines Wissens stammt der Spruch „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ nicht von Stalin, sondern von Lenin. Ich bin schon in „Kind 44“ darüber gestolpert. Vielleicht liege ich ja auch falsch.

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