Tom Rob Smith Ohne jeden Zweifel

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Inhaltsangabe zu „Ohne jeden Zweifel“ von Tom Rob Smith

Der neue Bestseller von einem der brillantesten Spannungsautoren weltweit Für Daniel ist die Nachricht ein Schock: Seine Mutter, die seit einigen Monaten mit ihrem Mann in Schweden lebt, wurde in die Psychiatrie eingeliefert. Tilde leide unter Verfolgungsangst und Wahnvorstellungen, behauptet Daniels Vater. Doch Tilde selbst, die aus Schweden zu ihrem Sohn nach London flieht, erzählt eine ganz andere Geschichte. Eine von vertuschten Verbrechen in einer eingeschworenen kleinen Gemeinschaft und dem Verschwinden einer jungen Frau in jener abgelegenen Gegend Schwedens. Doch niemand will ihr glauben. Nun ist Daniel ihre letzte Hoffnung. Tilde schildert ihm die Ereignisse der vergangenen Monate, immer in der Angst, dass auch er an ihrem Verstand zweifeln könnte …

Spannend bis zum Schluss !

— Janax3

Spannend, verwirrend. Ein Sohn voller Zweifel und hin und her gerissen zwischen Mutter und Vater

— sollhaben

Ich habe jede Seite mit gefiebert!

— esprite_surveille

Superspannend

— extremehappy

Dieses Buch hat mich total gefesselt. Es ist wirklich von der ersten bis zur aller letzten Seite spannend.

— Andrea333

Sehr spannend! Bis zum Ende versucht man als Leser zusammen mit dem Protagnonisten Daniel den Fall zu lösen.

— Schnuppel

Das Ende war für mich nicht vorhersehbar, aber trotzdem etwas unbefriedigend.

— Seni1979

Spannender Psyychothriller

— Ginger1986

4,5 Sterne! Ein wirklich guter Psychothriller!

— DasBlondinchen

"Ich brauche keinen Arzt. Ich brauche die Polizei."

— kvel

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  • Eine verwirrende Geschichte, die einem Sohn alles abverlangt

    Ohne jeden Zweifel

    sollhaben

    08. June 2017 um 18:12

    Daniels Eltern entscheiden sich ihren Besitz in England zu verkaufen und in Schweden, der Heimat der Mutter, ihren Lebensabend zu verbringen. Die regelmäßigen eMails zeigen, dass sie sich langsam eingewöhnen und Freunde finden. Bis ein aufgeregter Telefonanruf von Daniels Vater, ihn aufschreckt. In dieser Nachricht erfährt er, dass seine Mutter krank ist und in eine Psychiatrische Anstalt eingeliefert wurde, denn sie beschuldigt ihren Mann, in verschiedene Verbrechen verwickelt zu sein. Sofort bucht Daniel einen Flug nach Schweden, doch noch bevor er das Flugzeug besteigen kann, meldet sich seine Mutter, um anzukündigen, dass sie das Krankenhaus verlassen hat und nun auf dem Weg zu ihm nach London ist. Dort angekommen, erzählt sie ihm eine ungeheuerliche Geschichte. Nun muss Daniel sich entscheiden, glaubt er den Anschuldigungen oder ist sein Vater unschuldig und seine Mutter tatsächlich krank? Wie hat es mir gefallen?Tom Rob Smith fasziniert mich immer wieder. Schon bei seinen Büchern, die in Russland spielen, konnte er mich begeistern. Dieses Mal spielt die Geschichte in der Gegenwart und beruht auf Erlebnissen des Autors (wie im Nachwort erwähnt wird). Die Hauptfigur Daniel erlebt den Albtraum eines jeden Kindes (auch wenn er bereits erwachsen ist), er muss sich zwischen seinen Eltern entscheiden. Jedoch nicht, weil sie sich scheiden lassen möchten, sondern weil seine Mutter ungeheuerliche Anschuldigen gegen seinen Vater vorbringt. Langsam wird die Geschichte, was in Schweden passiert ist erzählt. Beweis für Beweis, Schicht für Schicht zeigt Daniels Mutter auf, welche Verbrechen vertuscht werden sollen. Daniel erkennt in den Schilderungen seinen Vater nicht mehr. Wenn alles so stimmen sollte, dann muss er seine gesamte Vergangenheit in Frage stellen. Wobei auch Daniel Geheimnisse vor seinen Eltern verbirgt. Er konnte ihnen nicht von seiner Homosexualität erzählen. Seinen Freund Marc kennen sie nicht und auch sein Leben in London ist ihnen völlig fremd. Mutter und Sohn verbringen eine sehr intensive Zeit miteinander und Daniel muss seiner Mutter einen Vertrauensvorschuss gewähren, um ihr zu ermöglichen in Ruhe ihre Seite zu erzählen. Dabei erfährt er ganz neue Dinge von seinen Eltern. Tom Rob Smith bringt eine ungewöhnliche Geschichte zu Papier, die ich so noch nie gelesen habe. Das Ende fand ich sehr gelungen und das Nachwort erklärt noch zusätzlich einiges. 

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  • Wem kann der Leser trauen?

    Ohne jeden Zweifel

    homealwaysfeelssofaraway

    11. March 2017 um 21:07

    Daniel wohnt in London und bekommt eines Tages einen Anruf seines Vaters mit einer schrecklichen Nachricht. Seine Mutter ist in die Psychiatrie eingeliefert worden, weil sie unter Wahnvorstellungen leidet. Voller Sorge möchte sich Daniel am nächsten Morgen auf den Weg nach Schweden machen, wohin seine Eltern vor einiger Zeit ausgewandert sind – um nach seiner Mutter zu sehen. Doch diese ist aus der Psychiatrie verschwunden und bereits auf dem Weg zu ihrem Sohn. Denn sie behauptet, sie bräuchte keinen Arzt, sondern die Polizei. Sie versucht sich bei Daniel Gehör zu verschaffen, denn sie erzählt von einer alptraumhaften Geschichte mit vertuschten Verbrechen und vom Verschwinden einer jungen Frau. Daniel ist im Zwiespalt – seine Mutter kommt ihm eigentlich nicht verwirrt vor, nur verängstigt, er will aber auch seinem Vater nicht vorwerfen, er würde über den Gemütszustand seiner Mutter lügen… somit beschließt er, sich die Geschichte seiner Mutter anzuhören und anschließend die Wahrheit herauszufinden.Das Buch ist von vorne bis hinten spannend! Ein Pageturner mit kurzen Kapiteln! Man will unbedingt herausfinden, was das „große Verbrechen“ ist bzw. was die Mutter erlebt hat und ob sie die Wahrheit erzählt!Das Buch ist von vorne bis hinten logisch aufgebaut und auch bei der Auflösung werden die Fragen, die während des Lesens entstehen nachvollziehbar und mit einem „Aha“-Effekt geklärt. Ich war richtig verblüfft über die Art der Wendung und was dahintersteckte und wer in diesem Buch eigentlich der Böse war.Anmerkung: Der Autor hat die Grundidee der Geschichte tatsächlich selbst erlebt! Allein diese Tatsache, dass daraus ein Buch entsteht, hat die größte Anerkennung verdient!

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  • Trotz seiner ruhigen Gangart ein fesselnder und sehr berührender Psychothriller!

    Ohne jeden Zweifel

    ClaudiasWortwelten

    11. February 2017 um 16:13

    Inhalt: Daniel war sicher, dass seine Eltern glücklich sind und ihren Ruhestand in vollen Zügen genießen, seit sie zu ihrem letzten großen Abenteuer aufgebrochen waren und das Großstadtleben gegen ein beschaulicheres Leben auf dem Land tauschten. Sie haben ihre Gärtnerei und ihr Haus in London verkauft und einen abgelegenen Hof in Schweden erworben, dem Heimatland seiner Mutter, das sie im Alter von sechzehn Jahren verlassen hatte. Daniel hat seine Eltern in Schweden zwar nie besucht, zweifelte allerdings bislang nie daran, dass sie im ländlichen Schweden ihr Glück und auch neue Freunde gefunden haben. Umso schockierter ist er nun, als sein Vater ihn mit der Nachricht konfrontiert, dass seine Mutter unter einer Psychose leide und er sie in ein Krankenhaus einweisen lassen musste. Daniel beschließt, gleich am nächsten Tag nach Schweden zu reisen, doch noch bevor er sich auf den Weg machen kann, erreicht ihn ein Anruf seiner verzweifelten Mutter. Sie bittet Daniel, seinem Vater kein Wort zu glauben, denn sie sei nicht verrückt, brauche keinen Arzt, sondern die Polizei und sei schon auf dem Weg zu ihm nach London. Daniel weiß nicht mehr, wem er glauben soll, als seine Mutter kurz darauf am Flughafen ankommt und ihm immer wieder versichert, dass sie keine Wahnvorstellungen habe, sondern man sie nur zum Schweigen bringen wolle und in großer Gefahr schwebe. Erst als sie in Daniels Wohnung ist und sich sicher und unbeobachtet fühlt, erzählt sie ihm, dass sie in Schweden einem furchtbaren Verbrechen an einem jungen Mädchen auf die Spur gekommen sei, das von der verschworenen Dorfgemeinschaft vertuscht werde. Sein Vater habe sich sehr verändert und sei ebenfalls an diesem Komplott gegen sie beteiligt. Sie beschwört ihren Sohn, ihr zu vertrauen, denn er ist ihre letzte Hoffnung. Daniel ist hin- und hergerissen zwischen seinen Eltern, weiß nicht, welcher Version er Glauben schenken kann und beschließt deshalb, die Wahrheit selbst herauszufinden. Meine persönliche Meinung: Ich bin ganz zufällig über Ohne jeden Zweifel von Tom Rob Smith gestolpert, fand den Klappentext sehr ansprechend und war gespannt auf den Psychothriller eines britischen Autors, der den Schauplatz seines Buches in Schweden angesiedelt hat. Ich habe allerdings noch nie etwas von Ohne jeden Zweifel gehört, habe, um ehrlich zu sein, nicht allzu viel erwartet und mich nun umso mehr gefreut, durch Zufall auf einen ebenso spannenden wie tiefgründigen Psychothriller gestoßen zu sein, der mich von der ersten Seite an begeistert hat. Wenn es zwischen den Eltern zu Streitigkeiten kommt, geraten Kinder, egal welchen Alters, in einen schmerzhaften Loyalitätskonflikt, bei dem sie nicht mehr wissen, auf wessen Seite sie sich schlagen sollen. Man will nicht vor die Wahl gestellt werden, sich für ein Elternteil entscheiden zu müssen, sondern sich die Liebe und das Vertrauen beider bewahren. In einen solchen Konflikt gerät Daniel, als sein Vater ihm mitteilt, dass seine Mutter Wahnvorstellungen habe und sich Verbrechen und Verschwörungen einbilde, wo keine sind. Seine Mutter Tilda hingegen versucht alles, um Daniel davon zu überzeugen, dass sie die Wahrheit sagt, ihr Verstand vollkommen klar ist und sein Vater sogar in den Komplott verwickelt ist, den die eingeschworene Dorfgemeinschaft in Schweden gegen sie führt. Daniel weiß nicht mehr, wem er nun glauben soll. Die Worte seiner Mutter klingen logisch und einleuchtend, zumal sie auch Beweise in ihrer Handtasche hat, die ihre Behauptungen stützen, aber sein Vater hat die Saat des Zweifels bereits gesät, sodass Daniel die Glaubwürdigkeit seiner Mutter trotzdem immer wieder in Frage stellt. Er nimmt sich sehr viel Zeit, um ihr die Möglichkeit zu geben, ihm ihre Sicht der Dinge in Ruhe darzulegen. Das Buch besteht überwiegend aus einem Dialog zwischen Mutter und Sohn, bei dem jedoch die Erzählungen der Mutter überwiegen und Daniel sie nur unterbricht, wenn er etwas nicht versteht oder sie ihn auffordert, ihre Vermutungen zu bestätigen. Schon zu Beginn dieses Gesprächs mit seiner Mutter, bricht Daniels harmonisches Bild von der Ehe seiner Eltern vollkommen in sich zusammen. Er erfährt, dass es zwischen seinen Eltern schon früher häufig zu Streitigkeiten und Konflikten kam, die jedoch immer vor ihm verborgen wurden, um ihn zu schützen. Besonders irritiert ist er aber, weil er dachte, dass seine Eltern ihren Ruhestand bequem finanzieren können, sich ganz bewusst für ein einfaches Leben auf dem Land entschieden haben und nicht ahnte, dass sie die Entscheidung, sich einen heruntergekommenen Hof in Schweden zu kaufen und dort ihr Gemüse selbst anzubauen, aus reiner Not getroffen hatten, weil ihre finanziellen Mittel gar nicht reichten, um weiterhin in London leben zu können. Im weiteren Verlauf des Gesprächs stellt er sich immer wieder die Frage, ob er seine Eltern überhaupt kennt und macht sich auch große Vorwürfe, sich im Grunde nie für ihr Leben interessiert zu haben. Er ging einfach immer stillschweigend davon aus, dass sie glücklich sind, hat auch nie mitbekommen, dass sie Probleme haben und sie auch nie mit seinen eigenen konfrontiert. Auch er war nie ehrlich zu seinen Eltern, hat nicht nur seine Homosexualität, sondern auch seine berufliche Erfolglosigkeit vor ihnen verheimlicht und sich von ihnen distanziert, weil er das Bild, das sie von ihm hatten, nicht zerstören und sie nicht enttäuschen wollte. Trotz aller Heimlichkeiten merkt man jedoch, dass Daniel seine Eltern liebt, sie auch ihn lieben und stellt sich unwillkürlich die Frage, wie gut man die Menschen, die man liebt, eigentlich kennt. Gerade weil er seine Eltern liebt, fällt es ihm nun so schwer, sich entscheiden zu müssen, auf wessen Seite er nun steht. Ist sein Vater tatsächlich in kriminelle Machenschaften verstrickt und somit selbst ein Verbrecher? Schwebt seine Mutter tatsächlich in Gefahr oder ist sie eine geistesgestörte, paranoide Frau mit Wahnvorstellungen? Weder das eine noch das andere will Daniel akzeptieren, muss allerdings eine Entscheidung treffen. Ich konnte mich sehr gut in die Gefühle und Gedanken, die Daniel während dieses Dilemmas hat, hineinversetzen, denn Tom Rob Smith hat seinen Hauptprotagonisten psychologisch sehr präzise und glaubwürdig ausgearbeitet. Im Nachwort seines Thrillers, das sehr berührend war, schildert der Autor die realen und autobiografischen Hintergründe seines Psychothrillers. Da er schon selbst in der Situation war, in der sich Daniel befindet, ist es nicht erstaunlich, dass er zwiespältigen Emotionen seines Hauptprotagonisten so eindrucksvoll, authentisch und nachvollziehbar schildert. Während Daniels Mutter streng chronologisch und bis ins kleinste Detail erzählt, was nun in Schweden genau vorgefallen ist, und genau erklärt, warum sie so sicher ist, dass sich die Leute im Dorf gegen sie verschworen haben, stellt sich nicht nur Daniel, sondern auch der Leser die Frage, ob man ihren Worten Glauben schenken kann. Häufig hört sich das, was sie sagt, durchaus glaubwürdig an, die Schlüsse, die sie zieht, scheinen mitunter auch logisch zu sein, aber dennoch gerät man hin und wieder ins Straucheln, weil gerade die Anschuldigungen gegen ihren Mann sehr absurd klingen. Sie macht es Daniel und damit auch dem Leser nicht leicht, eine Entscheidung zu treffen. Als Daniel seine Entscheidung schließlich doch getroffen hat, fühlt er sich jedoch nicht so recht wohl dabei, beschließt deshalb, selbst nach Schweden zu fahren und der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Dabei kommt er einem schrecklichen Familiengeheimnis auf die Spur, das weit in die Vergangenheit seiner Mutter reicht und sehr erschütternd war. Wer einen rasanten Thriller erwartet, wird von Ohne jeden Zweifel sicher enttäuscht sein. Die sehr ausführlichen Erzählungen von Tilda und der innere Konflikt des Hauptprotagonisten stehen zunächst vollkommen im Fokus dieses Psychothrillers, während das Verbrechen an dem jungen Mädchen, eher zweitrangig ist. Erst auf den letzten hundert Seiten, als sich Daniel in Schweden auf die Spurensuche begibt und selbst versucht, herauszufinden, was dem Mädchen, von dem ihm seine Mutter erzählt hat, zugestoßen ist und die Tragödie, die sich hinter der Geschichte seiner Mutter verbirgt, allmählich aufdeckt, nimmt das Tempo etwas zu. Trotz seiner ruhigeren Gangart hat mich dieser Psychothriller von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und vollkommen in seinen Bann gezogen, mich häufig tief bewegt und sehr nachdenklich, aber mit einem versöhnlichen Ende zurückgelassen. Ich bin froh, dieses Buch entdeckt zu haben und kann Ohne jeden Zweifel nur jedem empfehlen, der etwas gemächlichere, aber dafür umso tiefgründigere Thriller mag.

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  • Wer belügt hier eigentlich wen?

    Ohne jeden Zweifel

    extremehappy

    20. September 2016 um 21:32

    Das Setting in diesem Buch hat mich einfach direkt angesprochen: Wenn der Vater eine ganz andere Geschichte erzählt als die Mutter, wem kann man dann trauen? Derjenigen, die verrückt scheint, oder demjenigen, der vielleicht an einem fürchterlichen Verbrechen beteiligt war?Ich bin durch das Buch geflogen! Gut gelungen fand ich den Spannungsbogen und den Wechsel zwischen Erzählungen und Rahmenhandlung. Den Protagonisten fand ich zu Anfang schwer greifbar, da die Handlung direkt auf Seite 1 über ihn und uns hereinbrach. Dafür einen Punkt Abzug, weil die Geschichte dadurch "zu sehr" auf den Thrill und die Action reduziert wurde.Meine ausführliche Meinung hört ihr hier:http://buecherreich.net/buecherreich-093-was-ich-gelesen-habe-august-2016

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  • Eine spannende Geschichte

    Ohne jeden Zweifel

    YouDecide

    27. August 2016 um 15:51

    Dieses Buch hat mir seit der ersten Seite gefallen, ich fand es spannend und toll geschrieben, die Atmosphäre .... ein richtig tolles Buch!

  • Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!!!

    Ohne jeden Zweifel

    Andrea333

    25. July 2016 um 21:00

    Daniel liebt seine Eltern gleichermaßen. Doch plötzlich wird er vor die Wahl gestellt, wem von beider er glauben soll. Seiner Mutter, der er ein Leben lang blind vertrauen konnte? Oder doch seinem Vater, auf dessen Wort er sich stets zu 100 Prozent verlassen konnte? Daniel sitzt zwischen den Stühlen und begibt sich auf die Suche nach Antworten...

    Suuuper spannend - ich liebe dieses Buch!!!

  • Spannender Psychothriller

    Ohne jeden Zweifel

    Ginger1986

    01. June 2016 um 12:01

    Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Das meisste ist ein Dialog zwischen Tochter und Sohn. Die ganze Zeit war ich gespannt was Tilde aufdeckt. Daniel hört die meisste Zeit still zu und versucht, dass Gespräch durch gezielte Fragen weiter zu bringen. Die ganze Zeit steht Daniel zwischen den Stühlen. Wem soll er glauben ? Seiner Mutter oder seinem Vater ? Seine Mutter wirkt verängstigt, aber nicht verwirrt. Ein brillianter Thriller mit einem Ende, dass niemand vorrausgesehen hat. Die Geschichte kommt erst langsam in Fahrt und als Leser fragte ich mich die ganze Zeit was denn nun die Wahrheit ist. Dies war mein erstes Buch von Tom Rob Smith, der genial und spannend schreibt. Einen kleinen Punktabzug gibt es, da dass Buch zwischendurch etwas langatmig war. Fazit: Ein psychologischer Thriller, der unter die Haut geht und spannend bis zur letzten Seite ist.

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  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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    • 393
  • Ohne jeden Zweifel

    Ohne jeden Zweifel

    jackdeck

    24. October 2015 um 17:37

    Der 29-jährige Daniel wohnt in London, seine Eltern sind vor einigen Monaten auf einen Hof in Schweden gezogen. Eines Tages erhält er einen Anruf von seinem Vater: Seine Mutter Tilde musste in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden. Bevor Daniel ins Flugzeug steigen kann, ist seine Mutter schon bei ihm in London eingetroffen. Daniel ist ihre letzte Hoffnung, denn sie weiß: Ihr Mann versucht mit anderen Bewohnern der Gegend, ein Verbrechen zu vertuschen. Mit Hilfe von Beweisstücken erzählt sie Daniel streng chronologisch ihre Geschichte. Wie wird Daniel darauf reagieren? Gefühlvoll geschrieben, schonungslos offen und erst spät zu durchschauen ist dieser Thriller, der von der panischen Angst der Mutter, den Zweifeln ihres Sohnes und dem Unverständnis des Vaters lebt. Deshalb wundert es nicht, dass auch der Leser in seinem Urteilsvermögen schwankt und mal dem Vater, dann wieder der Mutter und zu guter Letzt dem Sohn Glauben schenkt. Ein verworrenes Geflecht aus Wahrnehmungen und Fakten, das vom Autor mit einem Gespür für menschliche Schwächen erzählt wurde und durch seine authentische Darstellung fesselt und berührt. Schon mit diesem Anfang schafft Tom Rob Smith eine Dramatik und eine verzwickte Situation, die kein Kind jemals erleben möchte. Wen soll man glauben und welchen Elternteil soll man trauen? Manchen wird die Spannung fehlen, obwohl diese gerade durch die Verunsicherung zum Reißen gespannt ist. Seltsam ruhig kommt der Thriller daher und es schleicht sich der ein oder andere Durchhänger durch, es entstehen Längen. Manchmal fällt die Spannungskurve, durch den schlichten Aufbau, nach unten und man muss sich bis zum Ende durchbeißen, sich etwas aufraffen um weiter zu lesen, da gerade die Erzählweise der Mutter, die  Geschichte erzählt, einen anfängt zu nerven. Doch das Ende belohnt einen, ist perfekt ausgeschlüsselt und beantwortet die kleinste Frage, was man nie für möglich gehalten hat. Es bricht mit Moralvorstellungen und bringt in einem Entsetzen herver, auch wenn es an mancher Stelle fast zu perfekt und versöhnlich erscheint und die Glaubwürdigkeit etwas angekratzt wird. In "Ohne jeden Zweifel" zeigt sich Tom Rob Smith von einer stilistisch anderen Seite als bei den drei zuvor veröffentlichten Romanen. Wer bei "Ohne jeden Zweifel" etwas Ähnliches wie diese erwartet, könnte eventuell enttäuscht werden. Ich fand diesen Thriller gelungen, spannend und ungewöhnlich konstruiert.

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  • Wahrheit oder Wahnsinn?

    Ohne jeden Zweifel

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Daniel, einziges Kind seiner Eltern, lebt in London, während sich seine Eltern in Schweden von ihrer Gärtnerei getrennt und sich, weitab vom Schuss, ein neues Zuhause gekauft haben. Immer wieder wird er von seinen Eltern eingeladen, sie doch dort einmal besuchen zu kommen, aber er kann und will das nicht, auch wegen seines Lebensgefährten, von dem die Eltern nichts ahnen. Da erhält er eines Tages einen Anruf seines Vaters, dass seine Mutter in der Psychiatrie eingeliefert sei und unter Wahnvorstellungen leiden würde. Er kann das nicht so richtig glauben und ist schon fast auf dem Weg nach Schweden, als sich seine Mutter bei ihm meldet. Ihre Version lautet, dass sie einer Verschwörung auf die Spur gekommen sei und dass sein Vater mit darin verwickelt wäre. Sie hat sich selbst aus dem Krankenhaus entlassen und wäre nun auf dem Weg zu ihm nach London. Er möchte doch seinem Vater kein Wort davon erzählen. Daniel sitzt nun mit seinen Gefühlen und Gedanken zwischen Baum und Borke. Seine Mutter erzählt ihm die Verschwörungstheorie und untermauert diese mit einer Handtasche voller Beweise. Sie erzählt ihm alles, was sie dort im Dorf erlebt hat. Daniel weiß nicht, was er glauben soll. Einerseits sind einige Beweise schon belastend, andererseits kann er nicht glauben, dass sein Vater zu solch Taten bereit gewesen sein soll. Während seine Mutter ihre Geschichte erzählt, versucht der Vater ebenfalls nach London zu kommen und seine Wahrheit zu offenbaren. Daniels Mutter stellt ihm ein Ultimatum, sollte er mit seinem Vater sprechen, ist sie weg und sollter er ihr nicht mehr glauben, ist er nicht mehr ihr Sohn. Harte Bedingungen, die seine Mutter stellt, aber er willigt ein, will unbedingt die ganze Geschichte hören und sich selbst ein Bild von allem machen. Er muss sich entscheiden, wem er Glauben schenken soll. Von Hause aus soll dieses Buch ein Thriller sein. Mir jedoch fehlen die Aspekte, die einen Thriller ausmachen. Die fehlten meiner Meinung nach völlig hier. Was mich am Buch gestört hat, war die Langatmigkeit der Erzählung seiner Mutter. Obwohl sie immer betont, sie würde nur das wichtigster wiedergeben, verliert sie sich in Beschreibungen und Erklärungen, die mir wie Füllstoff vorkommen. Großzügig erzählt sie und verliert sich dabei im Detail, das unwichtig ist und oftmals keinen Bezug zur Sachlage hat. Daniel steckt nun in der Zwickmühle zu entscheiden, was davon Wahrheit ist und was "konstruiert". Dass es seiner Mutter mit den Beschuldigungen ernst ist, spürt er, auch ihre Angst kommt real rüber. Aber wie passt nun wirklich alles zusammen? Von den Protagonisten konnte mich keiner anhaltend überzeugen. Daniel kommt mir wie ein kleiner Junge vor, der liebend gern den Kopf in den Sand stecken möchte, um sich nicht mit den Problemen auseinandersetzen zu müssen. Auch seine Angst, den Eltern von seiner Homosexualität zu erzählen, macht ihn mir nicht gerade sympathisch. Alles in allem ist das Buch ein wenig zäh und langatmig, so dass ich mehrere Anläufe brauchte, um richtig in die Story hineinzukommen. Die Story an sich ist gut durchdacht, nur verliert sie durch die Langatmigkeit an Spannung.  Für mich war es das erste Buch von Tom Rob Smith, voll überzeugen konnte es mich jedoch nicht. 

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    • 2
  • "Ich brauche keinen Arzt. Ich brauche die Polizei."

    Ohne jeden Zweifel

    kvel

    28. May 2015 um 22:42

    "Ich brauche keinen Arzt. Ich brauche die Polizei." (Zitat von der Umschlaginnenseite) Inhalt: Daniels Mutter kommt völlig überstürzt zu ihm, um ihm zu überzeugen, dass sie einem Verbrechen auf der Spur ist und ihr Mann (Daniels Vater) versuche sie zum Schweigen zu bringen. Daniels Vater erklärt ihm, dass seine Mutter Hilfe braucht und am besten in die Psychiatrie eingeliefert werden sollte. Daniel fühlt sich zwischen seinen Eltern hin- und hergerissen. Wem soll er glauben? Wem gilt seine Loyalität? Und er stellt sich die Frage, ob er seine Eltern wirklich kennt. Hint: Die "einzige" Handlung des Romans sind quasi die Schilderungen der Mutter, was sie erlebt und welche Befürchtungen sie hat. Meine Meinung: Der Roman ist sehr, sehr spannend geschrieben. Natürlich habe ich beim Lesen mitgerätselt: Worauf läuft es hinaus? Was ist wahr? Was kann wahr sein? Der Autor hat ein wunderbares Talent nachvollziehbar zu beschreiben, was jemanden antreiben kann, wenn es um Lebenslügen geht, um den Schönen Schein zu wahren - auch innerhalb der Familie. "Ich hatte Gewohnheit für Verstehen gehalten und geglaubt, die gemeinsam verbrachten Stunden wären ein Maßstab dafür, wie gut ich sie kannte." (S 150) Und meiner Meinung nach, hat der Autor eine wunderbare Beobachtungsgabe und Talent Situationen zu beschreiben. Beispielsweise über einen Besuch im Seniorenheim: "Das Zimmer selbst war unpersönlich. In zwei Stunden hätte man es für jemand anderen herrichten können. Das war kein Heim. Es war ein Ort für die Durchreise - ein Wartezimmer zwischen Leben und Tod." (S. 178) Das Ende hat mich sehr berührt und zum Weinen gebracht. Fazit: Großes Kompliment an den Autor für diesen sehr gut aufgebauten Roman.

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  • eher voller Zweifel

    Ohne jeden Zweifel

    Gruenente

    07. December 2014 um 14:35

    Daniel lebt mit seinem Partner recht zufrieden in London. Seine Eltern sind vor kurzem in die Heimat seiner Mutter Tilde gezogen (Schweden). Er denkt dort läuft alles gut. Doch eines Tages bekommt Daniel von seinem Vater die Nachricht, dass Tilde in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Sie scheint unter Wahnvorstellungen und Verfolgungswahn zu leiden. Tilde wird entlassen und flieht nach Londn zu ihrem Sohn und erzählt ihm ihre geschichte. Nach und nach kommen Daniel Zweifel an der angeblochen Krankheit der Mutter und fährt selbst nach Schweden. Es geht viel um Vertrauen, Geheimnisse, längst Vergangenes und Intrigen. Eine Familie, die sich nie gegenseitig alles erzählte und sich in der Not deshalb nicht völlig vertrauen kann. Für mich war das alles recht unspannend und ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Von diesem Autor habe ich Besseres erwartet.

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  • Soll man Tilde Glauben schenken?

    Ohne jeden Zweifel

    Nabura

    27. July 2014 um 19:11

    Der 29-jährige Daniel wohnt in London, seine Eltern sind vor einigen Monaten auf einen Hof in Schweden gezogen. Eines Tages erhält er einen Anruf von seinem Vater: Seine Mutter Tilde musste in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden. Bevor Daniel ins Flugzeug steigen kann, ist seine Mutter schon bei ihm in London eingetroffen. Daniel ist ihre letzte Hoffnung, denn sie weiß: Ihr Mann versucht mit anderen Bewohnern der Gegend, ein Verbrechen zu vertuschen. Mit Hilfe von Beweisstücken erzählt sie Daniel streng chronologisch ihre Geschichte. Wie wird Daniel darauf reagieren? Das Buch beginnt mit einem längeren Kapitel, in dem Daniel von der Einweisung seiner Mutter erfährt und diese kurz darauf bei ihm in London eintrifft. Wie konnte sie so schnell die Klinik verlassen? Sie selbst ist überzeugt davon, gesund zu sein; ihr Mann der sie hat einweisen lassen ist ihrer Meinung nach Teil der Verschwörung. Gleichzeitig erhält Daniel aber auch Anrufe von seinem Vater, der ihn auf die Krankheit seiner Mutter hinweist und ihn warnt, dass sie auch gewalttätig werden könnte. Wem soll Daniel glauben? Ich konnte sein Dilemma nachvollziehen und war gespannt auf seine Reaktion. Daniel beschließt zunächst, seiner Mutter die Chance zu geben, ihre Geschichte zu erzählen. Diese beharrt darauf, chronologisch vorgehen zu müssen, damit alles verständlich ist. Sie beginnt ihre Geschichte mit dem Umzug nach Schweden, und als Leser weiß man nicht, worauf ihre Erzählung überhaupt hinauslaufen soll. Ihre Geschichte wird immer wieder von Daniels kurzen Reaktionen auf das Berichtete unterbrochen. Für mich als Leserin war es interessant abzuwägen, ob das Erzählte tatsächlich der Wahrheit entspricht und ob die von Tilde vorgelegten Beweisstücke tatsächlich als solche angesehen werden können. Tildes Erzählung wirkt zwar authentisch, war mir aber etwas zu ausschweifend. Nach 310 Seiten Erzählung folgen 90 Seiten Konsequenzen. Dieses Seitenverhältnis war mir zu unausgeglichen, den ersten Teil empfand ich als zu lang und den zweiten als zu kurz. Dennoch faszinierte mich das Verwirrspiel des Romans. Da Daniel noch nie selbst in Schweden war, kennen er und auch man selbst als Leser die beteiligten Personen nur so, wie Tilde sie schildert. Doch wie bösartig sind Chris, Håkan, Doktor Norling und der Bürgermeister wirklich? Diese Ungewissheit sorgt für eine beständige, untergründige Spannung. Die Beantwortung aller drängenden Fragen kommt im Verhältnis zu Tildes Geschichte wie gesagt etwas kurz, hat mich aber überraschen und überzeugen können. „Ohne jeden Zweifel“ lebt von der Ungewissheit des Lesers, inwiefern das Erzählte der Wahrheit entspricht und welche Konsequenzen dies haben wird. Dies führt zu einer beständigen untergründigen Spannung während der eher ruhigen Geschichte. Wer psychologische Verwirrspiele mag und bei der Suche nach Wahrheit Hartnäckigkeit beweisen kann, ist bei diesem Buch richtig.

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  • Dicht und packend erzählt

    Ohne jeden Zweifel

    Kittyzer

    Als wir nebeneinander im Fond eines Taxis saßen, die Hände verschlungen wie ein durchgebranntes Liebespaar, fiel mir ihr Atem auf. Er roch schwach metallisch und erinnerte mich an geriebenen Stahl, falls es so etwas gab. Um ihre Lippen zog sich eine schmale blaue Linie, als wäre sie extremer Kälte ausgesetzt gewesen. Meine Mum erriet meine Gedanken, öffnete den Mund und zeigte mir ihre Zunge. Die Spitze war so schwarz wie Sepiatinte. Sie sagte: "Gift."-- INHALT: Daniel ist gerade auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause, als er einen Anruf von seinem Vater bekommt - der ihm mitteilt, dass seine Mutter offensichtlich unter einer Psychose leidet und eingewiesen werden musste. Doch bevor Daniel sich auf den Weg dorthin machen kann, um seinen Eltern beizustehen, wird seine Mutter bereits aus dem Krankenhaus entlassen und flieht zu ihm, um ihm ihre Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die voll ist von Anschuldigungen und Verbrechen, und die auch Daniels Vater stark belastet... MEINE MEINUNG: SCHREIBSTIL Die Geschichte um Daniel, seine Eltern und eine Verschwörung in einem schwedischen Dorf wird aus zwei Perspektiven erzählt: Der von Daniel selbst und der seiner Mutter, die ihm ihre Sicht der Dinge darlegt. Dabei gelingt es Tom Rob Smith verblüffend gut, die beiden Stimmen unterschiedlich zu gestalten. Zwar ist immer ersichtlich, wer gerade spricht, da die Erzählungen der Mutter auf den Seiten versetzt sind - was übrigens sehr besonders aussieht -, aber auch ohne diese Kennzeichnung wirken die beiden Figuren in ihrer Art und Weise der Berichterstattung sehr unterschiedlich. Der Autor konzentriert sich dabei viel auf Dialoge, ebenso aber auch auf Beschreibungen, die sich ausgleichen und so ein stimmiges Bild ergeben. CHARAKTERE Daniel ist der Sohn liebevoller Eltern, genau diese haben ihn jedoch auch lange vor den schrecklichen Dingen des Lebens bewahrt, sodass er heute nicht wirklich für sich einstehen und ihnen nicht einmal mitteilen kann, dass er schwul ist. Seine Mutter Tilde wirkt über weite Strecken äußerst klar, hat zwischenzeitlich jedoch auch deutliche paranoide Momente, die es einem immer wieder schwer machen, zu entscheiden, ob ihre Aussagen nun stimmen oder nicht. Daniels Vater lernt man kaum persönlich kennen, stattdessen erfährt man von ihm hauptsächlich aus Tildes Erzählungen, weswegen man ihm schon nach kurzer Zeit Misstrauen und Abneigung entgegen bringt, obwohl man nur wenig von ihm erfährt. Insbesondere jedoch die Dorfgemeinschaft ist wunderbar charakterisiert - die Herrschaft einzelner Personen, die Unterordnung der Frauen, der feste Zusammenhalt. Alle scheinen ihre kleinen, fiesen Geheimnisse zu haben, die dafür sorgen, dass man keine der Figuren so schnell wieder vergisst. STORY Interessant an der Geschichte ist vor allem, dass man nie weiß, was man denken oder von den agierenden Charakteren halten soll. Ist Daniels Mutter verrückt? Ist sein Vater in die schrecklichen Ereignisse verwickelt, die in ihrem Dorf vorgehen? Oder spielt Tildes Wahrnehmung verrückt und sie ist tatsächlich so psychisch labil, wie ihr Mann behauptet? Genau wie Hauptcharakter Daniel selbst weiß man nie, woran man ist. Auf der einen Seite wirkt die Geschichte seiner Mutter manchmal abstrus, ihre Gedankensprünge sind nicht immer nachvollziehbar, ihre Anschuldigungen schrecklich. Gleichzeitig sind ihre Argumente schlüssig, ihre Beweise durchaus annehmbar. Immer wieder werden die eigenen Überlegungen durch die nächste Enthüllung außer Kraft gesetzt, wodurch die Gedanken nie zur Ruhe kommen. UMSETZUNG Das liegt sicherlich auch an der fantastischen Atmosphäre, die der Autor hier erschafft: Eine Atmosphäre von unterschwelliger Gewalt, von Intrigen, Lügen und Verrat. Das Geflecht aus den Anschuldigungen der Mutter und der gleichzeitigen Beteuerung des Vaters, er habe all dies nicht getan, zieht sich immer fester zusammen. Bis zum Ende bleibt das Ganze absolut spannend und mitreißend, so fesselnd, dass man es kaum noch aus der Hand legen mag. Zuletzt werden die Hinweise gut zusammengeführt und ergeben eine überraschende, aber auch glaubwürdige Lösung. Allerdings wird nicht auf alles vorher Gesagte noch einmal eingegangen bzw. nicht alles wird berücksichtigt, weswegen ich nicht uneingeschränkt zufrieden bin - aber zum allergrößten Teil. FAZIT: Tom Rob Smiths "Ohne jeden Zweifel" ist ein atmosphärischer, spannender und gut durchdachter Thriller, der aufgrund seiner authentischen Geschichte rund um ein verschworenes Dorf voller Geheimnisse nicht mehr loslässt. Absolut empfehlenswert für Fans von dichten und packenden Geschichten! Gute 4 Punkte.

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    Arun

    26. July 2014 um 00:43
  • Der Schein trügt!

    Ohne jeden Zweifel

    Arun

    Ohne jeden Zweifel von Tom Rob Smith Der Autor ist der Verfasser der bekannten Trilogie um den Geheimdienstoffizier Leo Demidow in den Büchern: „Kind 44“ „Kolyma“ und „Agent 6“ Mit diesem Buch legt er uns nun einen Thriller vor der in England und zum größten Teil in Schweden angesiedelt ist. Möchte hier mal den Klappentext einstellen der im Gegensatz zu vielen anderen sehr treffend ist. Für Daniel ist die Nachricht ein Schock: Seine Mutter, die seit einigen Monaten mit ihrem Mann in Schweden lebt, wurde in die Psychiatrie eingeliefert. Tilde leide unter Verfolgungsangst und Wahnvorstellungen, behauptet Daniels Vater. Doch Tilde selbst, die aus Schweden zu ihrem Sohn nach London flieht, erzählt eine ganz andere Geschichte. Eine von vertuschten Verbrechen in einer eingeschworenen kleinen Gemeinschaft und dem Verschwinden einer jungen Frau in jener abgelegenen Gegend Schwedens. Doch niemand will ihr glauben. Nun ist Daniel ihre letzte Hoffnung. Tilde schildert ihm die Ereignisse der vergangenen Monate, immer in der Angst, dass auch er an ihrem Verstand zweifeln könnte … Meine Meinung: Der Autor versteht es uns hier eine Geschichte zu präsentieren welche von Anfang bis zum Ende sehr spannend bleibt. Dabei gelingt es Ihm immer wieder neue Ansätze und Spuren zu legen die der Story eine andere Wendung geben. Wenn man glaubt die Sache zu verstehen gibt es oftmals eine Drehung in die Gegenrichtung. Er arbeitet mit Rückblenden in vergangene Zeiten die uns die Protagonisten näher bringen. Mit einer flüssigen und gut verständlichen Schreibweise lässt sich dieses Verwirrspiel prima lesen. Einige kleine Szenen die mir persönlich nicht zusagten verhindern die volle Punktzahl meinerseits.

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