Tom Saller Wenn Martha tanzt

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Inhaltsangabe zu „Wenn Martha tanzt“ von Tom Saller

Eine magische Kindheit in Pommern und eine wilde Zeit am Bauhaus!

Ein junger Mann reist nach New York, um das Notizbuch seiner Urgroßmutter Martha bei Sotheby's versteigern zu lassen. Es enthält bislang unbekannte Skizzen und Zeichnungen von Feininger, Klee, Kandinsky und anderen Bauhaus-Künstlern. Martha wird 1900 als Tochter des Kapellmeisters eines kleinen Dorfes in Pommern geboren. Von dort geht sie ans Bauhaus in Weimar - ein gewagter Schritt. Walter Gropius wird auf sie aufmerksam, Martha entdeckt das Tanzen für sich und erringt so die Bewunderung und den Respekt der Bauhaus-Mitglieder. Bis die Nazis die Kunstschule schließen und Martha in ihre Heimat zurückkehrt. In ihrem Arm ein Kind und im Gepäck ein Notizbuch von immensem Wert - für sie persönlich und für die Nachwelt. Doch am Ende des Zweiten Weltkriegs verliert sich auf der Flucht Marthas Spur ...

Von Weimar in die Welt - ein Jahrhundertroman!

Liest sich schön, mir hat es gefallen!

— Mira20

Eigenwilliger Schreibstil mit bewegender Geschichte. Gänsehaut garantiert...

— nicigirl85

Tolles Thema mässig umgesetzt. Was soll das mit geometrischen Formen? Das Ende konnte versöhnen da nichts ungeklärt blieb.

— sabrinchen

Das beeindruckende Leben von Martha

— buchernarr

Kann man mal gelesen haben, aber das Buch ist kein neuer Stern am Bücherhimmel.

— su-sun

Ausbildung im Bauhaus, Synästhesie, verschollen im Umfeld der Gustloff, wiedergefundenes Tagebuch - Fantasie des Urenkels - großartig

— Kathrin_Schroeder

Berührendes Buch

— brauneye29

Eine ganz besondere Zeitreise

— katikatharinenhof

sehr gelungenes Werk

— hoonili

Ein sehr berührendes Buch mit einer eigenwilligen Frau als Protagonistin, das erst am Schluss seine Geheimnisse offenbart.

— Livricieux

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  • Interessant und schön erzählt!

    Wenn Martha tanzt

    Mira20

    22. May 2018 um 12:06

    Ein ansprechendes Cover mit einem schönen Titel – ich war gespannt, was mich erwartete! Obwohl das Buch keine anspruchsvolle Lektüre war und im Nu gelesen ist, so empfand ich trotzdem als nachhaltig. Die Kunstszene der 1920er Jahre hat mich schon immer fasziniert. Aber über das Bauhaus in Weimar hab ich eigentlich gar nichts gewusst. So tauchte ich ein in eine Schule des kreativen Schaffens und Experimentierens. So viele bekannte Künstler haben sich hier getroffen und ihre Werke wurden von dieser gemeinsamen Zeit geprägt.  Die fiktive Hauptfigur führt den Leser durch eine künstlerische Welt – die sich auch von viele Konventionen und Zwänge zu befreien versuchte. Leider findet dieses schöpferische Leben ein abruptes Ende mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Zwei Handlungsstränge – verbunden mit dem wertvollen Tagebuch der Tänzerin Martha – erzählt ihre Biografie in zwei Zeiten. Der Urenkel, der das Tagebuch entdeckt und das Leben Marthas in den 20er Jahre. Ich empfand der Schreibstil des Autors als schlicht. Denn obwohl sehr viel Dramatisches rund um Martha geschieht, so hat der Autor ein ruhiger und knapper Erzählstil. Mich hat das genauso angesprochen.

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  • 2 Zeitebenen, ein altes Tagebuch, alte Meister der Kunst

    Wenn Martha tanzt

    sabrinchen

    21. May 2018 um 03:24

    Dieses Buch habe ich sehr zwiespältig gefunden und es konnte mich nicht restlos überzeugen. Was mir gut gefallen war das es auf 2 Zeitebenen gehalten war. Das Tagebuch war ein spannender Auftakt. Der Plot um Marthas Karriere gefiel mir am Anfang ganz gut und auch die Message hinter der Erzählung war eine spannende Sache.Später wurde der Plot immer zäher und ich konnte nicht bei der Sache bleiben. Das mit den geometrischen Formen war mir aber dann zuviel und auch zu unverständlich dargestellt.Es passte irgendwie nicht so richtig, klärte sich dann, aber war mir einfach zu präsent und wurde auch immer wieder erwähnt.Mit 187 Ebook Seiten hatte das Buch eine angenehme Länge.Da mich die Handlung um Martha dann doch interessiert hat hab ich es fertig gelesen und war ganz froh darüber.Das Ende konnte mich wieder ein bisschen mit der Geschichte versöhnen und hat mir gut gefallen. Es trug zur Klärung bei und nichts blieb ungesagt. Doch irgendwie mochte ich den Erzählstil des Autor nicht so. Das Cover wirkt sehr altbacken und hat mich auch nicht überzeugen können.Der Klappentext hat mich ein bisschen in die Irre geführt. 3 Sterne vergebe ich für Wenn Martha tanzt.Bildet euch eine eigene Meinung denn diese Rezension spiegelt nur mein Empfinden wider.

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  • Ein Roman im Bauhausstil

    Wenn Martha tanzt

    Streifi

    14. May 2018 um 18:32

    Thomas findet im Nachlass seiner Großmutter ein Tagebuch, das Tagebuch der verschollenen Urgroßmutter Martha. Zuerst denkt er, irgendein Witzbold, hätte sein Gekritzel mit Paul Klee oder Kandinsky signiert, bis er herausfindet, dass die Skizzen tatsächlich von den Signierenden stammt und diese wohl mit Martha gemeinsam am Bauhaus in Weimar waren.Irgendwie hat er das Gefühl das Tagebuch mit einer Vorgeschichte ergänzen zu müssen und schreibt diese auf.Als das Tagebuch in New York versteigert wird, ergibt sich für ihn plötzlich die Gelegenheit auch das Ende der Geschichte zu erfahren.Wenn Martha tanzt ist sprachlich ein sehr reduzierter Roman. Marthas Geschichte ist in kurzen knappen Worten formuliert angelehnt an den Bauhaus-Stil, der ja auch eher reduziert war. Trotzdem packt einen die Geschichte, die für ihre Zeit wohl recht ungewöhnlich ist. Martha lässt sich von klein auf nicht in irgendwelche Schemata pressen und auch als Erwachsene geht sie konsequent ihren eigenen Weg. Wir begleiten sie und ihre Familie von ihrer Geburt an, bis zum Ende des Tagebuchs, das mit dem Besteigen der Wilhelm-Gustloff abrupt endet.Auch Thomas‘ Geschichte in New York ist eher in kurzen knappen Worten gehalten, er kann weder mit dem Glamour der Stadt noch mit dem Verkaufserlös wirklich etwas anfangen. Er war mir von Anfang an sympathisch, wohingegen Martha etwas gebraucht hat, um sich in mein Herz zu schleichen.Am Ende war ich total hin und weg von dieser Lebensgeschichte, die mich sehr berührt hat und sicher noch eine Weile beschäftigen wird.Das Buch ist sicher eines meiner Jahreshighlights.Von mir eine hundertprozentige Leseempfehlung!

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  • Irgendwie habe ich etwas anderes erwartet bzw. mir vorgestellt

    Wenn Martha tanzt

    schafswolke

    07. May 2018 um 10:40

    Wer hat Interesse an einem alten Tagebuch und zahlt dafür Millionen Dollar? Das fragt sich auch Thomas. Das Tagebuch ist ein Teil aus dem Nachlass seiner Großmutter. Geschrieben hat es Martha, seine Urgroßmutter. Doch irgendwann hat sich ihre Spur verloren und keiner weiß, was aus ihr geworden ist.Manchmal ist das ja so ein Ding mit Erwartungen, Vorstellungen oder Wünsche an ein Buch. War es jetzt gut oder schlecht? Oder war es einfach nicht so ganz passend für einen selbst? Ich kann es hier eigentlich gar nicht so genau festmachen, denn immerhin hat jedes Buch so eine Eigenarten. Wo fang ich also an?Der Schreibstil am Anfang war für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Ich kannte zwar die Leseprobe, aber da ist mir das nicht so sehr bewusst geworden. Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen. In der Vergangenheit sind die Sätze sehr abgehackt und sprunghaft. Ich habe da schon etwas gebraucht, um in das Buch hereinzukommen und habe mich dabei erwischt, die Sätze langsam zu überfliegen. Ebenso ist der ganze Erzählstil sehr gestrafft, für mich war es zu sehr, denn dadurch habe ich mich nie den Figuren nahe gefühlt.Doch ab der Hälfte wurde es besser, leider ein wenig spät. Mit den Erzählsträngen in der Gegenwart kam ich insgesamt besser zu recht, als mit denen aus der Vergangenheit. Martha ist eine interessante Frau, die mir aber unnahbar und auch nicht sonderlich sympathisch war. Sie lebte in einer Zeit, in der sie nicht so recht reinzupassen scheint.Die Geschichte an sich hat mir dann doch gut gefallen, sie konnte mich halt nicht richtig packen und mitnehmen.Am Ende vergebe ich 3 Sterne.

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  • Vom Bauhaus und der Kunst in schweren Zeiten zu überleben...

    Wenn Martha tanzt

    nicigirl85

    29. April 2018 um 15:54

    Ehrlich gesagt habe ich ausschließlich zu dem Buch gegriffen, weil es zu einer Zeit spielt, die stets mein Interesse weckt, nämlich die Zeit um den zweiten Weltkrieg. Und dann zog mich die Handlung so in ihren Bann, dass ich auch jetzt nach dem Lesen noch Gänsehaut habe und völlig überwältigt bin. In der Geschichte geht es um Martha, die mit einer Mutter und zwei Vätern groß wird. Ihr Vater ist Kapellenmeister und so wächst sie wohlbehütet und stets von Musik begleitet auf. Doch schnell wird ihr die enge Welt des Dorfes zu klein und sie begibt sich nach Weimar, eine Reise, die ihr Leben grundlegend verändern wird. Die Handlung wird uns über zwei Händlungsstränge nahe gebracht. Zum einen begleiten wir den Ich- Erzähler Thomas Wetzlaff im Jahr 2001, der das Tagebuch seiner Urgroßmutter veräußern will. Zum anderen erleben wird durch einen beobachtenden Erzähler die Geschehnisse um Martha Wetzlaff von 1900 bis 1945. Besonders auffällig ist der sehr eigenwillige Schreibstil des Autors. Völlig schnörkellos und mit kurzen Sätzen beschreibt er uns die Ereignisse. War ich anfänglich von dieser Art des Schreibens noch abgestoßen, zog mich doch die Handlung um Martha schnell mit und ließ mich die staccatohafte Ausdrucksweise aushalten und bald mögen. Unglaublich gut gefallen haben mir dabei die Beschreibungen um die Entstehung des Bauhauses und die dort vollführte Kunst. Sehr passend dazu gewählt sind die Absätze im Buch mit Rechteck, Dreieck und Kreis voneinander getrennt. Tom Saller gelingt es sehr gut, dass Durchdringen des braunen Gedankenguts der Gesellschaft aufzuzeigen, denn anfänglich spürt man nur sehr wenig von deren Aufkommen, bis letztendlich die Braunhemden das Ende des Bauhauses in Weimar einleuten. Tief berührt hat mich wie Martha stets von ihrem toten Bruder Heinzchen begleitet wird. Er hilft ihr bei der ein oder anderen Entscheidung und sorgte bei mir für die Schauderaugenblicke. Erst im letzten Teil des Buches wird dann der Zusammenhang klar zwischen Thomas und Martha, die letztendlich nur aufgrund von Missverständnissen zueinander fanden. Die Offenbarungen am Ende haben mich echt überrascht. Zwar hatte ich schon einige Vorahnungen, aber die Auflösung hatte ich in der Form dann doch nicht erwartet. Marthas Geschichte hat mich tief beeindruckt, zeigt es doch wieder einmal wozu Frauen alles fähig sein können. Und auch wenn die Geschichte rein fiktiv ist, kann man sich doch sehr gut vorstellen, dass es sich genauso abgespielt haben könnte. Fazit: Ein Roman der leise startet und mit lautem Knall endet. Ich bin tief beeindruckt. Die Geschichte wird noch lange in mir nachhallen. Lasst euch von dem merkwürdigen Schreibstil nicht abschrecken, das Durchalten wird belohnt. Klasse Lektüre, die ich nur uneingeschränkt empfehlen kann, Gänsehaut- und Taschentuchmomente garantiert.

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  • Eine berührende Geschichte

    Wenn Martha tanzt

    zauberblume

    18. April 2018 um 16:32

    Dem Autor Tom Saller ist mit "Wenn Martha tanzt" ein äußerst unterhaltsamer und berührender Debütroman gelangen. Wir besuchen Pommern, machen einen Abstecher nach Weimar und landen schließlich in New York.Und nun zur Geschichte: Im Nachlass seiner Großmutter, versteckt in einem alten Rucksack, findet Thomas ein Notizbuch. Dieses Buch ist jedoch etwas ganz besonderes, gehörte es doch seiner Urgroßmutter Martha und ist mit bislang unbekannten Skizzen und Zeichnungen von Freisinger, Klee, Kandinsky und anderen Bauhaus Künstlern bestückt. Thomas reist nach New York, um das Notizbuch bei Sotheby's versteigern zu lassen.Berührt und begeistert hat mich auch die Geschichte seiner Urgroßmutter Martha, die uns ins 20. Jahrhundert entführt. Martha wuchs behütet in Pommern auf. Ihre große Liebe gilt der Musik, das ist auch kein Wunder, denn ihr Vater hat viele Musikkünstler ausgebildet. Martha zieht es nach Weimar und hier will sie ans Bauhaus - einer angesagten Kunstschule, mit ganz speziellen Unterrichtsmethoden. Martha lernt tanzen. Doch die Nazis schließen das Bauhaus und Martha kehrt in ihre Heimat zurück. Im Gepäck hat sie ein Kind und ein Notizbuch von immensem Wert. Doch am Ende des Zweiten Weltkriegs verliert sich ihre Spur .....Der Schreibstil der Autors ist etwas anderes, man wird sofort von der Geschichte, die eigentlich auf zwei Zeitebenen spielt berührt. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben, man kann sich jeden einzelnen bildlich vorstellen. Und mein Kopfkino beginnt in Pommern. Hier genießt Martha ihre unbeschwerte Kindheit, ist von netten Menschen umgeben. Doch ich kann auch verstehen, dass es sie in die große weite Welt hinauszieht. Und Weimar ist so herrlich beschrieben, ich habe das Gefühl selbst in der Stadt dabei gewesen zu sein. Und das Bauhaus hat mich schwer beeindruckt. Es ist auch so viel vergangene Geschichte in diesen Roman gepackt, die Kapitelanfänge haben mich immer wieder begeistert und neugierig gemacht. Doch das Schicksal schlägt während des Krieges grausam zu. Martha muss doch schier verzweifelt sein. Und dann verliert sich ja auch ihre Spur. Und schon befinden wir uns in der Gegenwart. Ich reise mit Thomas nach New York und bin von der Metropole geplättet. Wer hat interesse an dem alten Tagebuch und will viel Geld dafür bezahlen? Thomas erlebt so eineige Überraschungen, doch auch hier schlägt das Schicksal wieder einmal zu. Ich habe jetzt noch ein Gänsehautfeeling, wenn ich an gewisse Stellen im Buch denke und berührt hat mich dieses Buch bis tief in die Seele.Ein wirklich gelungener Debütroman für interessante und vergnügliche  Lesestunden. Das Cover passt auch perfekt. Gerne vergebe ich für diese packende Lektüre 5 Sterne und freue mich auf das nächste Buch des Autors.

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  • Liebevolle Familiensaga

    Wenn Martha tanzt

    dj79

    10. April 2018 um 16:30

    Martha Wetzlaff wird 1900 in Pommern geboren und lebt mit ihren Eltern Elfriede und Kapellenmeister Otto, ihrem toten Bruder Heinzchen, Dienstmädchen, Knecht und zahlreichen Musikern in Türnow im „großen Haus“. Einer der Musiker ist Wolfgang, ein ganz besonderer Freund der Familie. Er ist es auch, der Marthas - etwas merkwürdig anmutendes - Talent wahrnimmt und sie nach Weimar ans Bauhaus schickt, damit Martha es dort herausarbeiten kann. Obwohl sie von namenhaften Künstlern umgeben ist und von ihnen unterrichtet wird, gelingt es ihr zunächst nicht. Nach kurzer Studienpause versucht sie es erneut. Ihre Begabung ist Ausdruckstanz. Sie tanzt, was sie hört. Sie tanzt, was sie fühlt. Immer dabei hat sie ein Notenheft, das sie als Notizheft und Tagebuch „missbraucht“. Als Tänzerin ist Martha auch Muse für die Künstlerschaft, wie Paul Klee und Wassily Kandinski. Sie hinterlassen Zeichnungen, Entwürfe und Studien von der tanzenden Martha in ebendiesem Notizheft. Am Bauhaus lernt Martha, wenn auch nur kurz, die Liebe kennen. Als das Bauhaus geschlossen werden soll und sie nach Pommern zurückkehrt, hat sie ein Kind im Arm. Viele Jahre später findet Thomas Wetzlaff das Notizheft im Nachlass seiner Großmutter Hedi, eine Sensation für die Kunstszene. Im September 2001 wird das Notizheft in New York bei Sotheby‘s versteigert. Die neue Besitzerin will Thomas kennen lernen, lädt ihn zum Abendessen ein. Genau wie ihn hat mich ihre Identität sehr überrascht. Der zunächst etwas eigenartige, abgehakt wirkende Schreibstil führt zwei Handlungsstränge, einen beginnend mit Marthas Geburt und einen beginnend mit der Versteigerung, gekonnt aufeinander zu, vereint sie und rundet schließlich den Roman ab. Die anfänglich ständig wechselnden Perspektiven sind wie das sprachliche Pendant zu Marthas Suche nach ihrer Bestimmung. So entsteht ein stimmiges Gesamtbild. Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung der bedingungslosen Liebe, die hier bei mehreren Charakteren zu Tage tritt. Sie verzeiht, gibt alles für die Geliebte. Sie hilft, über Schicksalsschläge hinweg zu kommen oder schwierige Phasen im Leben zu meistern. Was in unserer heutigen, schnelllebigen Welt so unendlich schwer zu finden ist, wirkt in Sallers Roman selbstverständlich. Eine Liebe, die stärker ist als einzelne Enttäuschungen, seien sie auch noch so groß. Der einzige Kritikpunkt für mich an Sallers Roman ist das extreme Ende, das Martha findet. Nachdem Martha all die Jahre trotz der vielen Herausforderungen am Bauhaus, während und nach dem Zweiten Weltkrieg ein unauffälliges und unaufgeregtes Leben geführt hat, wäre ein weniger spektakuläres Ende für mich glaubwürdiger gewesen. Mein Fazit: Trotzdem klare Leseempfehlung.

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  • Das beeindruckende Leben von Martha

    Wenn Martha tanzt

    buchernarr

    10. April 2018 um 00:32

    Thomas findet das Tagebuch seiner Urgrossmutter Martha im Dachboden seiner verstorbenen Grossmutter. Dieses ist voll mit Zeichnungen von Klee, Kandinsky, Schlemmer und anderen bekannten Künstlern und Thomas beginnt herauszufinden welche die Beziehung seiner Urgrossmutter zu den wichtigen Persönlichkeiten der 20er und 30er Jahre war.  Das Tagebuch wird versteigert, der Urenkel von Martha verkauft es zu einem nicht unbedeutenden Preis. Er beginnt ein Buch über das Tagebuch zu schreiben und hält somit das Leben von Martha fest. Somit gibt es viele Sprünge von der Gegenwart in die Vergangenheit, was am anfang etwas gewöhnungsbedürftigt scheint, im Laufe des Buches jedoch fliessend zu lesen ist.  Dieses teils historische, teils fiktive Buch über das Leben von Martha und ihren Begegnungen mit den grossen Künstlern ihrer Zeit, lässt nicht nur Künstlerherzen höher schlagen. Eine tolle Story, die man in einem Zug durchliest.

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  • Mitreißend trotz einiger Schwächen

    Wenn Martha tanzt

    Buchelefant

    04. April 2018 um 09:43

    Die Geschichte handelt auf zwei Zeitebenen und ist auf beiden gleichermaßen mitreißend und spannend. Immer, wenn die Ebene gewechselt wurde, hätte ich am liebsten vorgeblättert um zu sehen, wie es weiter geht. Dabei bin ich aber mit den Hauptpersonen gar nicht so richtig warm geworden. Martha in der Zeit der beiden Weltkriege in Türnow und Weimar, ihr Urenkel 2001 in New York - beide sind mir eigentlich fern geblieben, ihre Handlungen und Denkweisen konnte ich teilweise nicht nachvollziehen. Dass mich das Buch trotzdem gefesselt hat, lag wahrscheinlich an den anderen Personen und an der Beschreibung der Umstände und geschichtlichen Hintergründe. Da wurde mit Worten ein Netz geknüpft, in dem letztendlich alle im positiven Sinne gefangen waren. Wie die beiden Ebenen am Ende zusammenfanden, das war großartig. Dabei ist das Buch auch historisch interessant, gut recherchiert und flüssig und leicht geschrieben. Insgesamt also eine Lektüre, die man keineswegs bereut.

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  • Bemerkenswert

    Wenn Martha tanzt

    Xanaka

    01. April 2018 um 22:35

    Als Thomas Wetzlaff von seinen Eltern den Auftrag erhält den Haushalt seiner Großmutter Hedi aufzulösen, ahnt er von nichts. Hedi war gerade erst verstorben und hatte wie alle älteren Menschen doch einiges an Erinnerungsstücken aufgehoben, welche Thomas erst noch sichten wollte. Es gab nicht so viel von Hedi, was er von ihrer Vergangenheit, vor allem über ihre Kindheit und der Jugend wusste. Umso erstaunter war er über den alten Koffer und den Rucksack, welche er auf dem Dachboden fand. Er wusste, dass sie damals aus Ostpreußen vor den Russen auf der Flucht war. Wahrscheinlich waren es alte Erinnerungstücke von damals. Durch Zufall findet er am Boden des Rucksacks eine verborgene Tasche und in ihr ein altes Tagebuch. Dieses Tagebuch hat es ihm angetan. Es sind Aufzeichnungen von Martha Wetzlaff, seiner Urgroßmutter, die im Jahre 1900 geboren wurde. Auch das Tagebuch ist außergewöhnlich. Es handelt sich um ein altes Notenheft mit Aufzeichnungen von Martha und vor allem mit Zeichnungen offensichtlich berühmter Künstler. So haben sich dort nicht nur Paul Klee verewigt, sondern es gibt auch Zeichnungen von Wassili Kandinsky. Doch was haben die mit Martha zu tun? Der Autor entführt uns zusammen mit Martha nach Weimar ins Bauhaus um 1920. Hier agiert Martin Gropius als Leiter und bildet neben Martha auch viele andere zukünftige Künstler aus. Thomas studiert dieses Tagebuch seiner Großmutter sehr genau und lässt uns als Leser daran teilhaben. Dieser Ausflug ins Deutschland der 20er und 30er Jahre ist überaus lesenswert. Obwohl das Buch auf eine völlig andere Art geschrieben ist, liest es sich doch ungemein flüssig und erzeugt eine gewisse Spannung, wie es weitergehen könnte. Das es sich bei diesem Tagebuch um ein sehr wertvolles Zeitzeugnis handelt, erfahren wir ja bereits am Anfang des Buches, da es für viele Millionen Dollar bei Sothebys versteigert wurde. Aber es gibt diese kleinen Geheimnisse, die in jedem Buch stecken. Diese gilt es beim Lesen zu finden. Auch die Familiengeschichte, mit ihren Irrungen und Wirrungen, auch bedingt durch den Krieg, sind absolut spannend zu lesen. Letztlich war ich von diesem Buch begeistert. Auch nach dem Lesen spuken mir nachträglich immer noch Ereignisse des Buches im Kopf herum und meine Verarbeitung ist offensichtlich noch nicht abgeschlossen. Von mir gibt es für dieses Buch verdient fünf Lesesterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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  • das leben einer speziellen frau

    Wenn Martha tanzt

    sille72

    29. March 2018 um 10:13

    Tom Saller Wenn Martha tanzt Roman Eine magische Kindheit in Pommern und eine wilde Zeit am Bauhaus! Ein junger Mann reist nach New York, um das Notizbuch seiner Urgroßmutter Martha bei Sotheby's versteigern zu lassen. Es enthält bislang unbekannte Skizzen und Zeichnungen von Feininger, Klee, Kandinsky und anderen Bauhaus-Künstlern. Martha wird 1900 als Tochter des Kapellmeisters eines kleinen Dorfes in Pommern geboren. Von dort geht sie ans Bauhaus in Weimar - ein gewagter Schritt. Walter Gropius wird auf sie aufmerksam, Martha entdeckt das Tanzen für sich und erringt so die Bewunderung und den Respekt der Bauhaus-Mitglieder. Bis die Nazis die Kunstschule schließen und Martha in ihre Heimat zurückkehrt. In ihrem Arm ein Kind und im Gepäck ein Notizbuch von immensem Wert - für sie persönlich und für die Nachwelt. Doch am Ende des Zweiten Weltkriegs verliert sich auf der Flucht Marthas Spur ... Von Weimar in die Welt - ein Jahrhundertroman! Produktdetails Einband gebundene Ausgabe Seitenzahl 288 Erscheinungsdatum 09.03.2018 Sprache Deutsch ISBN 978-3-471-35167-3 Verlag List Medien AG Maße (L/B/H) 211/139/35 mm Gewicht 464 Verkaufsrang 3.227 gebundene Ausgabe 20,00€ eBook (ePUB) 16,99€ Hörbuch ab 16,95€ Die Geschichte hat mich mitgenommen an die jeweiligen Handlungsorte. Ich konnte dem Erzähler nach New York folgen aber auch die zeit des heranwachsens von Martha in Türnow begleiten. Ihre zeit im Bauhaus war sehr aufregend und auch die Art und weise wie ihre Familie sich erst behauptet gegen den braunen Sumpf und dann, um anderen zu helfen, mit ihnen arbeitet. Die Erfahrungen von Martha in der Studienzeit werden gut beschrieben, sie lernt alles was die zwanziger Jahre in Weimar ausmacht kennen. Ihre erotische Erfahrung wird im Grunde nur in eine Richtung gelenkt obwohl der Text das lange verbirgt. Das ende des Buches hat mich extrem traurig gemacht aber mehr darf ich nicht erwähnen auf Grund eines Spoilers. Auch die Erlebnisse von Thomas in New York sind deswegen tabu. Auch wenn das Buch ein Roman und zu 50 % fiktiv ist, kann man eine menge über die zeit zwischen 1900 und 1945 lernen. Ich finde es gut das diesmal ein Buch aus der Sicht der pommerschen Landbevölkerung erzählt wird. Ich danke netgalley und dem Verlag für dieses Lese Erlebnis und Thalia.de für die Infos.

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  • Ist ok

    Wenn Martha tanzt

    su-sun

    26. March 2018 um 13:00

    Im Jahre 1900 wird Martha in Pommern geboren. Schnell entwächst sie der ländlichen Idylle Türnows und landet als junge Erwachsene im Dunstkreis des Bauhausgenies Gropius. Aus einer musikalischen Familie stammend, kann sie ihrer synästhetischen Veranlagung entsprechend dort Musik mit der bildenden Kunst und dem Tanz verbinden. Am Anfang des nächsten Jahrhunderts stehen ihre Erinnerungen in Form eines Tagebuchs bei Sotheby‘s zum Verkauf. Enthalten: einige wertvolle Werke bekannter Künstler wie Paul Klee oder Kandinsky. Tom Saller hat sich in seinem Debutroman ein interessantes Setting ausgesucht, die Welt der Bauhauskünstler fand ich sehr spannend. Marthas Blick auf diese Welt erscheint trotzdem irgendwie immer etwas eingeschränkt, ich hatte immer den Eindruck, dass sie mit ihrem „Talent“ nicht so richtig ernst genommen wurde. Nichtsdestotrotz erfährt man viel Neues und mir hat dieser Ausflug nach Weimar gut gefallen. Zwar bemüht sich Saller um einen historischen Kontext, nicht immer schafft er eine authentische Einbindung ins soziale und politische Geschehen seinerzeit. Ich mochte leider auch den Erzählstil nicht so gerne; die Aufteilung in eine „Vergangenheit“ und eine Rahmenhandlung im „Jetzt“ hat mir gut gefallen, doch sprachlich konnte ich Sallers Roman nicht viel abgewinnen. Auch die Figuren haben mich nicht richtig überzeugt, ich muss nicht immer in alle tiefsten Tiefen der Gefühlswelt eines Protagonisten vordringen, aber gerade Martha als Dreh- und Angelpunkt der Handlung hätte ich dann doch gerne etwas besser kennengelernt. Insgesamt wirkte der Roman auf mich noch etwas unausgegoren, auch wenn durchaus ansprechende Passagen enthalten waren, die ich sehr gerne gelesen habe.

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  • Bauhaus, Synästhesie, 3.Reich - eine faszinierende Buchentdeckung

    Wenn Martha tanzt

    Kathrin_Schroeder

    24. March 2018 um 19:29

    Tom Saller, Wenn Martha tanzt, Erscheinungstermin 09.03.2018gelesen dank netgalley als ebook, kindle im März 2018Genre: BelletristikEin Student entdeckt nach dem Tod seiner Großmutter in einem Rucksack ein altes Tagebuch seiner Urgroßmutter, die im Umfeld der Schiffskatastrophe der Gustloff verschwunden ist. Neben interessanten Einblicken in die Familiengeschichte enthält das Buch Skizzen der meisten großen Künstler des Bauhaus. Der junge Mann lässt, nachdem er das Tagebuch gründlich gelesen hat, dieses in New York versteigern und erzählt parallel die Geschichte seiner Vorfahrin, wie sie sich in dem Tagebuch entwickelt.Martha wächst als Kind eines Kapellmeisters und seiner Frau in Pommern auf. Ihr ganz besonderer Zugang zur Musik, die sie als Synästhetin in geografischen Formen sieht, erschließt sich ihr in ihrem Studium am Bauhaus. Erste Liebe, erste politische Verwicklungen mit rechten Kräften und die Konflikte des Bauhaus mit den "normalen" Bürgern entwickeln sich. Martha findet ihre künstlerische Heimat im Tanz und kehrt nach der Auflösung des Bauhauses mit einem Kind ins Elternhaus zurück. Jahre später als der Krieg sich dem Ende zuneigt bekommt sie Schiffskarten für die Gustloff um mit der jungen Frau zu der das Kind geworden ist zu fliehen.Das Buch hat mich direkt in den Bann gezogen und verzaubert, wobei es mit schwerfällt zu begründen worin diese Verzauberung liegt. Musik kann das Thema nicht sein, da ich mich selbst eher als musikblind oder -taub bezeichnen muss. Musik hat sich mir deutlich weniger als Genuss erschlossen, als es vielen anderen Menschen geht. Dennoch kann ich den Zugang den Martha zur Musik hat, begleiten, mich in das Buch hineinsaugen lassen und es einfach genießen.Das Thema Gustloff, mit dem mich über meine Schwiegermutter, die die Schiffskarten freiwillig nicht genutzt hat und lieber zu Fuß mit Kind geflohen ist, eine Geschichte verbindet, habe ich mir nicht vor dem Lesen gemerkt. Die Zeit in der die Geschichte spielt, reizt und fesselt mich und die Umsetzung macht für mich dieses Buch zu einer gelungenen großen Leseüberraschung.#WennMarthaTanzt #NetGalleyDE #Synästhesie #Bauhaus

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  • Berührendes Buch

    Wenn Martha tanzt

    brauneye29

    19. March 2018 um 15:36

    Zum Inhalt:Eigentlich will der junge Mann in New York das Notizbuch seiner Urgroßmutter Martha bei Sotheby's versteigern zu lassen. Es enthält bislang unbekannte Skizzen und Zeichnungen von Klee, Kandinsky und anderen Bauhaus-Künstlern. Doch am Ende wird es eine Reise in die Vergangenheit mit unentdeckten Geheimnissen.Meine Meinung:Ich fand das Buch ungeheuer berührend. So mitzuerleben wie die junge Martha den beginnenden Krieg erlebt, wie sie flüchtet und sich dann ihre Spur verliert. Auch die Wechsel in das heutige New York, zur Versteigerung und der geheimnisvollen Einladung waren sehr spannend zu lesen. Die Begegnung mit dem/der Käufer/in ist ungeheuer berührend und für mich vollkommen unerwartet. Das einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, war das Ereignis am 11. September. Das hätte nicht unbedingt sein müssen. Auch ohne diese Verknüpfung wäre das Buch toll gewesen.Fazit:Berührend.

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  • leichtfüssig, tänzerisch und ergreifend

    Wenn Martha tanzt

    Livricieux

    17. March 2018 um 20:00

    »Wie Kuchenteig, der beim Plätzchenbacken durch die Mühle gedreht wird, quillt Musik aus dem Haus. Durch jede Öffnung quetschen sich bunte Kringel, Schlangen, Stäbchen. Martha lacht.« – S. 27Töne sehen und tanzenUm die Jahrhundertwende wird in Türnow, einem kleinen Dorf in Pommern ein Mädchen geboren, Martha. Ihr Vater ist Kapellmeister und so wächst Martha in einer Umgebung voller Musik auf. Kein Wunder also, dass sie ein ganz besonderes Verhältnis zu Tönen und Klängen hat. Ein Verhältnis, dass nicht jeder versteht; Martha ist Synästhetikerin und sieht Töne und Klänge als Formen und Farben. Macht sie Musik, geht es ihr in erster Linie darum aus den Tönen ein Bild zu erschaffen, so wie ein Bildhauer sein Kunstwerk formt. Ein ganz und gar ungewöhnliches Talent.Auf ihrer Suche nach einer adäquaten Ausdrucksmöglichkeit erfährt Martha vom neu gegründeten Bauhaus in Weimar, einer Schule für Kunst und Handwerk. Schnell ist ihr klar, dort will sie hin!So macht sie sich als junge Frau alleine auf nach Thüringen, um zu studieren. Unterschlupf findet sie in Weimar bei Ella und ihrem Vater Louis Held, der fotografiert und ein Lichtspielhaus betreibt. An der Kunstschule taucht Martha in eine neue Welt ein, sie lernt Walter Gropius, Johannes Itten oder auch Paul Klee kennen. Und endlich kann sie auch ihre ganz eigene Kreativität zum Ausdruck bringen, ihre Formen und Farben tanzen und so ihr ganz persönliches Kunstwerk erschaffen. Sie blüht auf, verliebt sich.Doch diese Welt wird durch das politische Klima der Zwischenkriegsjahre bedroht und so kehrt Martha 1924 nach Türnow zurück, steigt vorsichtig aus dem Zug, weil »sie im anderen Arm ein Bündel trägt« – S.177 Doch der Krieg macht auch vor Martha’s Heimat nicht halt und sie muss fliehen. Auf der Flucht verliert sich ihre Spur. Was ist geschehen?»Du bist allein. Du bist eine Frau. Du reist ohne Begleitung. Also bist du die neue Zeit.« – S. 82Erzählung auf zwei ZeitebenenAll dies erfahren wir aber nicht von Martha selbst, oder zumindest nicht direkt von ihr erzählt, sondern durch ihr Tagebuch, dass in einer Rahmenhandlung von ihrem Urenkel gefunden wird. Diese Rahmenhandlung ist im Jahr 2001 angesiedelt und in ihr erfahren wir mehr über den Fund des Tagebuches bis hin zu dessen Versteigerung bei Sotheby’s in New York. Darin eingebettet liegen die Episoden aus Martha’s Leben, angefangen bei ihrer Kindheit in Pommern, über ihre Zeit am Bauhaus in Weimar, bis zu ihrer Flucht im Jahr 1945. Tom Saller verknüpft diese zwei Erzählstränge nun geschickt zu einer spannenden Familiengeschichte, die mit überraschenden Wendungen und Enthüllungen gespickt ist.Besonders Martha’s Zeit am Bauhaus, voller Kreativität und neuer Lebensentwürfe ist dem Autor gut gelungen. Atmosphärisch dicht beschreibt Tom Saller ihre Entwicklung an dieser Schule und die Suche nach ihrer künstlerischen Bestimmung, ihr Verständnis von Kunst, aber auch die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten und ihre persönlichen Enttäuschungen. Zudem beschreibt Saller auch die Kunstschule an und für sich mit vielen Details und die politischen Ereignisse drum herum sind genau recherchiert.Die vollständige Rezension gibt es auf meinem Blog Livricieux zu lesen. 

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