Tom Shippey

 4.4 Sterne bei 14 Bewertungen

Alle Bücher von Tom Shippey

Cover des Buches J.R.R. Tolkien - Autor des Jahrhunderts (ISBN:9783608934328)

J.R.R. Tolkien - Autor des Jahrhunderts

 (11)
Erschienen am 01.01.2002
Cover des Buches Der Weg nach Mittelerde (ISBN:9783608963700)

Der Weg nach Mittelerde

 (2)
Erschienen am 23.03.2018
Cover des Buches The Road to Middle-Earth (ISBN:9780261102750)

The Road to Middle-Earth

 (1)
Erschienen am 13.03.2012
Cover des Buches ROOTS AND BRANCHES (ISBN:9783905703054)

ROOTS AND BRANCHES

 (0)
Erschienen am 30.04.2007

Neue Rezensionen zu Tom Shippey

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Rezension zu "J.R.R. Tolkien - Autor des Jahrhunderts" von Tom Shippey

Meine Rezension zu J. R. R. Tolkien - Autor des Jahrhunderts
Belladonnavor 3 Jahren

Meine Meinung

Mit „J. R. R. Tolkien – Autor des Jahrhunderts“ legt Tom Shippey keine gewöhnliche Biographie, sondern die Ergebnisse seiner Tolkien-Forschung vor. Gekonnt untermauert er die Herangehensweise von Tolkien an seine einzelnen Werke. In diesem Fall werden „Der Hobbit“, „Der Herr der Ringe“, „Das Silmarillion“ und einige kleinere Geschichten wie z. B. „Bauer Giles von Ham“ näher durchleuchtet.

Sehr spannend fand ich vor allem die sprachgeschichtliche Analyse, die durchweg eine große Rolle einnimmt. Das ist zwar nicht wirklich eine Überraschung, denn Tolkien war ganz und gar ein Philologe, aber auch für Laien auf diesem speziellen Gebiet hat Tom Shippey das Ganze leicht nachvollziehbar beschrieben. Mindestens ebenso fesselnd ist die Erklärung warum die Hobbits als Auenlandbewohner einen Anachronismus in Mittelerde darstellen. Das ist aber noch nicht alles, es wird die umfangreiche Frage nach Ursprung und Natur des Bösen betrachtet.

In diesem umfassenden Buch erklärt und belegt Tom Shippey zudem gekonnt, warum Tolkien Autor des Jahrhunderts ist. Dabei ist Shippey nicht immer unparteiisch, es schimmert an einigen Stellen klar durch, dass er selbst ein großer Fan von J. R. R. Tolkien ist. Genau das mach den Charme dieser ganz besonderen Biographie für mich aus!

"Die fortdauernde Wirkung von Tolkiens phantastischen Werken die vollkommen unerwartet und unvorhersehbar war, kann nicht als bloße Geschmacksverirrung eines Massenpublikums abgetan werden, über die sich alle literarisch hinlänglich Gebildeten nicht zu kümmern brauchten." (Seite 11)

Zum Schluss geht Tom Shippey auf die vielen Literaturkritiker und Nachahmer Tolkiens ein. Für mich schlichtweg ein super interessantes und aufschlussreiches Buch an dem jeder Tolkien-Fan seine Freude haben wird. Leider gibt es während des gesamten Buches einige Wiederholungen, deshalb ziehe ich eine Grinsekatze ab und vergebe gute 4 von 5 Grinsekatzen.

Über den Autor

Wie kaum ein anderer ist Tom Shippey dazu prädestiniert, über Tolkien (und ganz in seinem Sinne) zu schreiben: hat er doch selbst in Oxford gelehrt, teilweise noch während Tolkiens eigener Lehrtätigkeit, und Tolkiens eigene Fächer. Shippey hatte den Lehrstuhl für Mediävistik an der Universität von Leeds inne, denselben, den Tolkien früher bekleidet hatte. 2001 wurde er mit dem »World Fantasy Award« ausgezeichnet. Shippey lehrt zur Zeit an der Universität von St. Louis, USA. (Quelle: Klett-Cotta)

Fazit

Ein tolles Buch um sich näher mit dem Autor J. R. R. Tolkien auseinander zu setzten.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 10.01.2017

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Rezension zu "J.R.R. Tolkien - Autor des Jahrhunderts" von Tom Shippey

Rezension zu "J.R.R. Tolkien - Autor des Jahrhunderts" von Tom A. Shippey
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Dieses Buch ist keine Biographie über Tolkien, sondern eher eine Interpretation und Analyse seiner Werke. Tom Shippey, einer der allerbesten Kenner Tolkiens, hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu zeigen, dass Tolkien einer der wichtigsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts ist - und dass sein Werk auf jeden Fall zur "höheren Literatur" gezählt werden kann und nicht nur eine alberne Spielerei ist.
Anlass hierfür sind wohl die harschen Kritiken, die Tolkien immer und immer wieder bekommen hat, von Literaturwissenschaftlern, die ihn nur belächelten, die seine Bücher nicht ernst nahmen und in ihnen eine Spinnerei sahen, die den Kult um ihn albern fanden und Fantasy einfach nicht als "richtige" Literatur ansahen.
Shippey tritt dem entgegen und zeigt Kapitel für Kapitel, wie anspruchsvoll Tolkiens Werke eigentlich sind, und was für ein großer Schriftsteller J.R.R. Tolkien eigentlich war.
Im ersten Kapitel zeigt Shippey zunächst, warum die Genres der Fantasy und des Phantastischen eindeutig dem 20. Jahrhundert entsprungen sind - da nämlich dieses Jahrhundert mit den beiden Weltkriegen so schreckliche Gräuel hervor brachte, dass sie durch "normale" Literatur nicht mehr verarbeitet werden konnten. Er setzt Tolkien auch in Bezug zu anderen Autoren, wie z.B. George Orwell.
Im zweiten Kapitel geht es zunächst um den Hobbit. Shippey zeigt, wie Tolkien bei der Namensfindung vorging und wie verwurzelt all dies in seinen Kenntnissen der älteren Sprachen und Literaturen ist (Old und Middle English und andere), er zeigt, wie und warum er die Hobbits konzipierte, wie der Erzähler des Buches fungiert, und einiges mehr.
Die nächsten drei Kapitel drehen sich dann um den Herrn der Ringe. Hier geht Shippey vor allem auf die Konstruktion des Bösen ein - auf verschiedene philosophische Auffassungen dem Bösen gegenüber, und wie Tolkien diese behandelte, auf die Struktur und die Handlungsfäden des Romans, und auf Mythen und den Mythos an sich. Er zeigt eindrucksvoll, wie z.B. im Kapitel "Der Rat von Elrond" alle Figuren nur durch ihre Sprache charakterisiert wurden, und was für ein fähiger und gebildeter Mann Tolkien gewesen sein muss, um dieses Können zu entwickeln. Und immer wieder geht es auch um Motive und Anklänge aus anderen Literaturen, wie z.B. dem Beowulf und der Edda, aus denen Tolkien viel entlehnte. So werden seine Arbeitsweise und sein Anliegen immer deutlicher und man versteht immer besser, wie er wirklich gearbeitet hat.
Im fünften Kapitel geht es um das Silmarillion, das jedoch nur kurz abgehandelt wird - was nicht verwunderlich ist angesichts der monumentalen Größte und Komplexität dieses Werks. Hier zeigt Shippey, wie Tolkien ganz zu Beginn seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitete, und er analysiert einige Parallelen zur Bibel und zu anderen Werken.
Das letzte Kapitel behandelt Tolkiens kleinere Erzählungen, wie "Blatt von Tüftler" oder "Farmer Giles von Ham". Diese Geschichten kann man durchaus biographisch verstehen, und Shippey erklärt, wie und warum.
Das Nachwort dreht sich vor allem um Tolkiens Einfluss auf die Fantasy-Literatur und einige seiner Nachahmer, und um die Frage nach dem Realismus in der Fantasy.
Das Buch beinhaltet noch viel mehr und ich konnte hier nur einen ganz kleinen Abriss davon geben. Es hat mich sehr beeindruckt und begeistert. Es ist vom Inhalt her teilweise etwas anspruchsvoll, aber trotzdem einfach zu lesen, da es sehr flüssig und überaus spannend geschrieben ist. Ich habe sehr viel gelernt, das ich vorher noch nicht wusste, und verehre Tolkien jetzt noch einmal ein bisschen mehr. Es ist wirklich beindruckend, was Shippey alles erforscht hat und wie er dies in Buchform gebracht hat, um es jedem zugänglich zu machen, auch Menschen, die nicht von Hause aus mit Mediävistik oder Literaturwissenschaft zu tun haben.
Und ganz ehrlich: Es gibt so einige Leute, eingeschlossen mein alter Deutschlehrer, mit denen ich schon über Tolkien diskutiert habe und deren Verachtung ich spüren musste, denen ich dieses Buch jetzt gerne mal um die Ohren hauen würde! :-)

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Rezension zu "J.R.R. Tolkien - Autor des Jahrhunderts" von Tom Shippey

Rezension zu "J.R.R. Tolkien - Autor des Jahrhunderts" von Tom A. Shippey
Affenbrotwaldvor 9 Jahren

Eiine wissenschaftliche Abhandlung über die Triologie "Derr Herr der Ringe". Es werden sowohl die Mythen und Sagen beleuchtet, die Tolkien als Basis für seinen Epos benutzte, als auch sein Prozess der Sprachenentwicklung und die Bedeutung von Namen und Ortsnamen im Buch.
Dieses Buch ist nicht unparteiisch. Man merkt, dass der Autor selbst großer Fan von Tolken ist. Doch das schmale Werk liest sich gut und einfach verständlich. Ein interessanter Blick auf die Fundamente und tragenden Mauern des Epos.

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Gespräche aus der Community

Neu
L
Ich lese gerade die Biografie über Tolkien. Darin steht, nach Umfragen in England, welches das beste Buch des 20. Jahrhunderst sei, kam Herr der Ringe fast immer auf Platz eins. Würdet ihr zustimmen? Wenn nein, welches ist für euch das beste Buch des letzten Romans?
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