Fegefeuer der Eitelkeiten

von Tom Wolfe 
4,3 Sterne bei97 Bewertungen
Fegefeuer der Eitelkeiten
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M

Sehr detaliert geschrieben, aber dennoch sehr lesenswert. R.I.P. Tom Wolfe

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Die Verfilmung mit Tom Hanks und Bruce Willis ist auch sehr zu empfehlen.

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Inhaltsangabe zu "Fegefeuer der Eitelkeiten"

Der große New York-Roman der 90er Jahre

Sherman McCoy, erfolgreicher Wall-Street-Broker mit Wohnsitz in der Park Avenue, findet sich plötzlich vor Gericht wieder: Unfallflucht. eigentlich eine Bagatelle, doch Staatsanwälte, Priester und Boulevardblätter verschwören sich gegen ihn. Schließlich grassieren über ihn so viele spannende Gerüchte, dass die Wahrheit niemanden mehr interessiert…

„Ein pralles Sittengemälde.“ (Der Spiegel)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499236747
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:928 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.08.2005

Rezensionen und Bewertungen

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    elodie_ks avatar
    elodie_kvor 2 Jahren
    Ein Klassenkampf

    Obwohl ich absolut kein Fan von Krimis bin, ist dieser einfach...der Wahnsinn! Ohne zuviel zu verraten, es geht um die Stadt New York und deren Bewohner. Geschrieben in unterschiedlichen Perspektiven, gibt Wolfe einen Einblick, in die Leben von New Yorkern, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Durch diese Vielfältigkeit erfährt man als Leser viel darüber, wie die unterschiedlichen Charaktere voneinander denken und diese wahrnehmen. Allerdings muss ich zugeben, dass es etwas langatmig geschrieben ist und ich mich öfter dabei erwischt habe, beim schauen auf welcher Seite ich mich befinde und wie lange es noch dauert bis ich es beende. Aber trotzdem auf jeden Fall für jeden der Zeit hat, ein Buch in einem Atem durchzulesen, denn man kommt nicht davon weg und absolut auch ein Must-Read für nicht-Krimi-Liebhaber!

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    Wassollichlesens avatar
    Wassollichlesenvor 5 Jahren
    Rezension "Fegefeuer der Eitelkeiten"

    Wow! Was für ein Buch!Zuerst habe ich mich etwas gesträubt, das Buch zu lesen. Jetzt wünsche ich mir, dass es noch länger gewesen wäre... Das Puzzle aus den verschiedenen Erzählsträngen setzt Wolfe nach und nach gekonnt zusammen, sodass das Unaufhaltsame seinen Lauf nimmt. Eigentlich weiß man genau was passiert, man muss nur an das Schlechteste denken, was passieren kann...vielleicht ist es einfach schlechtes Karma. Jedenfalls ist der Weg ins Verderben für Sherman McCoy unausweichlich.Die Gesellschaft wird sehr fein skizziert, das Ergebnis ist in meinen Augen ziemlich schockierend; nämlich, dass sich gesellschaftlich in den letzten 30 Jahren nicht viel getan hat.Grade was Oberflächlichkeiten und Eitelkeiten angeht. Jedermann ist bloß auf den eigenen Vorteil aus. Natürlich sehr überspitzt.

     Einziges Manko: die teilweise nervige Übersetzung des Verlags (siehe erster Satz...) Aber da kann Tom Wolfe ja nichts für ;-)Den Film mit Tom Hanks und Bruce Willis habe ich mir bisher noch nicht angeschaut.

    Das Buch ist politisch völlig unkorrekt und genau deshalb sehr unterhaltsam. Ich musste also einige Male arg schmunzeln. Die Art und Weise, wie Wolfe die Personen charakterisiert und sie beschreibt (Sprache, Verhalten, etc.) ist herrlich klischeehaft. So stelle ich mir eine Satire vor, eben ein wahrer 
    MASTER OF THE UNIVERSE!

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    kiki62s avatar
    kiki62vor 5 Jahren
    Verbrannt im Fegefeuer der Eitelkeiten

    Zur Einstimmung auf „Back to the Blood“ gelesen. Durchgekämpft. Es war schon schwere Kost. Aber auch wieder mal etwas anderes als nur die pure Unterhaltung.
    Eindrucksvoll schildert Wolfe das vielschichtige Leben in New York City, der Stadt, von der man behauptet, dass sie niemals schlafe. Gekonnt lässt er den Leser zwei Stadtteile durchstreifen, die gegensätzlicher nicht sein können. Die Bronx und Manhattan.
    Sherman ist erfolgreich und braucht sich um Geld keine Sorgen zu machen. Doch der Preis für dieses vermeintliche Glück ist hoch. Perfekt in jeder Lebenslage. Fehler haben schwerwiegende Folgen.
    Sein Kontrahent Lawrence Kramer versucht als Staatsanwalt sich durchs Leben zu schlagen. Dass die beiden einander eines Tages gegenüberstehen, ist eher unwahrscheinlich.
    Doch dann passiert das, womit keiner gerechnet hat. In Begleitung seiner Geliebten Mary, die an diesem Tag den Wagen von Sherman McCoy fährt, werden beide in einen Unfall hineingezogen. Alles geschieht, als sie flüchten wollen, weil sie von zwei Jugendlichen in der Bronx überfallen werden. Warum sie in der Bronx landen? Ganz einfach. Weil Mary sich verfahren hat. Beim Zurückstoßen wird einer der beiden angefahren. Einen Tag später fällt dieser junge Mann ins Koma. Gefundenes Fressen für die Boulevardpresse und für einen auf Krawall gebürsteter Reverend aus Harlem, der seine Position ausnutzt, um zu manipulieren.
    Ihnen allen, auch dem frustrierten Staatsanwalt, wird Sherman McCoy zum Fraß vorgeworfen. Sein einst so genussvolles Leben bricht entzwei. Er muss erkennen, dass die Oberflächlichkeit, die er einst so ausgekostet hatte, auch genauso schnell einen Menschen zum Absturz bringen kann.
    Eindrucksvoll erzählt Wolfe das Leben der Großstadt. Leicht, hemmungslos, egoistisch. Auch wenn das FAZ-Magazin den Roman als komödiantisch beschrieben hat, bekommt der Leser schnell eine Abneigung gegen das immer so gepriesene Leben von NYC. Menschen und Gefühle haben hier keine Bedeutung. Was zählen sind Macht und Geld. Wer das besitzt, kann alles haben, sich alles leisten. Doch dafür ist Sherman noch nicht hoch genug geklettert auf der Karriereleiter. Zudem hat er sich kurz zuvor einen beinahe unverzeihlichen Fehler geleistet. Der Unfall, der eigentlich nur im Zuge der Notwehr geschah, ließ ihn ohne Netz abstürzen und brutal auf dem Leben aufschlagen.
    Nach dem Roman musste ich unweigerlich Parallelen zu unserem heutigen Leben ziehen. Hat uns NYC eingeholt? Zählen doch auch in unserer heutigen Gesellschaft nur noch Macht und Geld. Die Oberflächlichkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen hat längst Einzug gehalten und gehört mittlerweile zum guten Ton. Wer dem nicht standhalten kann, geht unbeachtet unter. Natürliche Selektion? Menschenverachtung? Man kann es nennen, wie man will.
    Wolfe versteht es ausgesprochen gut, den Leser in die Position des Beobachters zu setzen. Er urteilt und verurteilt nicht. Er lässt dem Leser den Raum, sich selbst zu positionieren. Macht gerade diese Fähigkeit seinen Erfolg aus? Auch wenn man dieses Buch anders liest, als die meisten der aktuellen Bestseller, so ist es doch ein Erlebnis. 

    Kommentare: 1
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    Holdenvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Die Verfilmung mit Tom Hanks und Bruce Willis ist auch sehr zu empfehlen.
    New York, New York...

    Der ultimative New-York-Roman: Sherman McCoy lebt den amerikanischen Traum. Er ist reicher Wall-Street-Broker mit schöner Ehefrau, verwöhntem Töchterchen und temperamentvoller Geliebter. Als er diese vom Flughafen abholen will, wo sie ein Liebesnest für beide am Comer See buchen wollte, verfährt er sich in die Bronx (den "Dschungel", wie er meint) und fährt einen farbigen Jugendlichen an. Den Fall will ein deprimierter und unterbezahlter Unter(!)staatsanwalt und noch einige andere Leute nutzen, um ihrerseits auf der sozialen Leiter nach oben zu steigen. Die ultimative Abrechnung mit den "gierigen" 80er Jahren und Yuppies allgemein, und wirklich sehr sehr komisch.

    Kommentare: 2
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Fegefeuer der Eitelkeiten" von Tom Wolfe

    Dieses Buch muss man gelesen haben! Es gibt Szenen, die den ein oder anderen peinlich berühren...

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    Frannyvor 11 Jahren
    Rezension zu "Fegefeuer der Eitelkeiten" von Tom Wolfe

    Tom Wolfe schreibt nicht nur einen Roman, nein, er zeichnet sein ganz eigenes Gemälde von New York und den Bewohnern New Yorks. Er stellt politische Machenschaften bloß, belächelt den paradoxen Versuch die Apartheid zum Problem zu machen um eigene Interessen durchzusetzen, verurteilt die Scheinheiligkeit der Leute die dies versuchen, entlarvt die Boulevardpresse als Schlange, und erzieht seinen Protagonisten Sherman McCoy zum Menschen. Insofern ist es eine Mischung zwischen gesellschaftskritischem, naturalistischem Roman nach Zola und dem klassischen Erziehungsroman. Eines ist er jedoch auf jeden Fall, nämlich lesenswert.

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    rezeptfreis avatar
    rezeptfreivor 11 Jahren
    Rezension zu "Fegefeuer der Eitelkeiten" von Tom Wolfe

    teilweise sehr langatmig

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    HeikeGvor 11 Jahren
    Rezension zu "Fegefeuer der Eitelkeiten" von Tom Wolfe

    Ein Lauf direkt in die Hölle

    Bei Tom Wolfes "Fegefeuer der Eitelkeiten" handelt es sich fast schon um einen Klassiker, doch trotzdem wirkt er immer noch aktuell und unverbraucht, auch nach mehrmaligem Lesen. Wolfe schafft es neben einer bissigen Satire über die Yuppies der 80er Jahre auch Dramatik und innere Konflikte agierender Personen miteinander zu verbinden und somit den Leser die ganze Zeit über in seinen Bann zu ziehen.
    Roter Handlungsfaden des Buches ist der rapide gesellschaftliche Absturz des tragischen Anti-Helden Sherman McCoy, eines Wall-Street-Brokers mit 2 Mio. $ Jahreseinkommen (die trotzdem nicht ganz reichen für das riesige Park-Avenue-Apartment, die Privatschule der Tochter und den erlesenen Geschmack der Ehefrau), der doch bloß die falsche Ausfahrt nahm, um zu erleben, wie seine Frau, seine Geliebte, sein Job, sein Lebensstandard, sein gesellschaftliches Ansehen einen jähen Absturz erleben, wie er zum Spielball politischer Ränke und Machtgier wird. Je tiefer er fällt, umso sympathischer wird einem dieser Sherman McCoy, umso mehr identifiziert man sich mit seinem verzweifelten Kampf für die Zurückgewinnung seines alten Lebens.
    Tom Wolfes Bestseller "Fegefeuer der Eitelkeiten" ist ein Feuerwerk der Gefühle, der Abgründe, ein Spiegel der Gesellschaft, der Arroganz, des Scheins und des Irrsinns schlechthin. Es bietet Spannung, Dramatik und jede Mange Zeitkritik an der schnelllebigen, materialistischen und oberflächigen Gesellschaft der Oberschicht. Ein Buch der Gegensätze im Amerika der 80iger Jahre. Dort die feine, dekadente Yuppiegesellschaft Manhattans - da die unterprivilegierten Versager der Bronx.
    Ein Lauf durch die brodelnde und erregende Welt von New York, direkt in die Hölle - hinein in das Fegefeuer der Eitelkeiten.

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    OlliFs avatar
    OlliFvor 12 Jahren
    Rezension zu "Fegefeuer der Eitelkeiten" von Tom Wolfe

    "Fegefeuer der Eitelkeiten" ist ein spannendes, kurzweiliges und unterhaltsames Buch. Tom Wolfe beschreibt seine Charaktere zwar manchmal etwas holzschnittartig, aber immer sehr charmant und mit Humor. Es ist ein Roman um die Dschungelkämpfe im New York der 80er Jahre. Und die Einsamkeit, wenn man seine peer auf einmal verliert. Ganz schrecklich: Die Verfilmung von Brian de Palma. Wird dem Buch nicht annähernd gerecht.

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    Woelkchens avatar
    Woelkchenvor 12 Jahren
    Rezension zu "Fegefeuer der Eitelkeiten" von Tom Wolfe

    Ein tolles Buch, das genau die Zustände der verschiedenen Gesellschaftsschichten in New York beschreibt. Ein Investmentbanker fährt aus Versehen einen Schwarzen an und flüchtet. Von da an geht es in seinem Leben bergab...Bis dahin bleibt ihm aber noch genügend Zeit, über sein Leben und die Gesellschaft in New York zu berichten. Unbedingt Lesen!

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    Ein pralles Sittengemälde.

    Wie Updike verfügt Tom Wolfe über ein unerschöpfliches Reservoir an Witz und Fabulierfreude. Dem Leser fällt es schwer, sich von den Figuren des Buches zu verabschieden. Das New York der Reichen und der Minderheiten, der Siegreichen und der Verlierer.

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