Tom Wolfe Ich bin Charlotte Simmons

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Inhaltsangabe zu „Ich bin Charlotte Simmons“ von Tom Wolfe

„Eine Satire voller Verve, Witz und Wut.“ Daniel Kehlmann Applaus erfüllt den Saal, als Charlotte zum Podium hochsteigt. Gerade wurde verkündet, dass sie als Erste aus ihrem 900-Seelen-Dorf ein Stipendium für die Dupont University erhält. Endlich wird das hoch begabte Mädchen in den Olymp des Wissens aufgenommen. Doch statt des ersehnten Lebens in einer Welt des Geistes findet sie sich in einem Mahlstrom aus Saufgelagen und sexuellen Ausschweifungen. ICH BIN CHARLOTTE SIMMONS ist ein brillanter Campusroman voller polemischer Spannung, Witz und Verve – und eine aktuelle Bestandsaufnahme des janusköpfigen Amerika, in dem die konservativen Kräfte gegen die liberalen antreten. „Charlotte, du bist dazu bestimmt, Großes zu tun“, prophezeit ihr die Lehrerin. Und das hübsche Mädchen vollbringt Großes: Sie schließt die Highschool in ihrem winzigen Nest in den Blue Ridge Mountains als Beste ab und erhält ein Stipendium für Dupont in Pennsylvania. Charlotte ist überglücklich, endlich darf sie in das Paradies der Gelehrsamkeit ziehen. An dieser bedeutendsten Universität des Landes wird sie erstmals auf Gleichgesinnte treffen, die wie sie die Welt zu durchdringen suchen. Doch kaum hat sie voller Idealismus ihr Studium begonnen, wird ihr klar, was an diesem Olymp des Wissens wirklich zählt: schicke Klamotten, sich bis zur Besinnungslosigkeit besaufen und natürlich Sex. In ihrer Naivität hätte Charlotte das nie für möglich gehalten, denn sie – ganz die Tochter ihrer religiösen Mutter – ist selbstverständlich noch Jungfrau. Doch schon bald umwerben sie drei Männer: ein verkopfter „Nerd“, der die Welt revolutionieren möchte; ein „Anabolika-Trottel“, der einzige weiße Basketballspieler im Uni-Team; und ein auf seinen Vorteil bedachter Schönling. Charlotte erwählt den Falschen – und braucht lange, um wie ein Phönix aus der Asche ihres Selbstverlusts aufzusteigen. Tom Wolfe, Amerikas Mr. Zeitgeist, legt in diesem rasanten und überaus amüsanten Campusroman den gegenwärtig in den USA tobenden Kulturkampf zwischen dem Konservatismus im Süden und dem Liberalismus an der Ost- und Westküste bloß, präzise , schonungslos und voller Allgemeingültigkeit. ICH BIN CHARLOTTE SIMMONS ist nichts weniger als eine „Great American Novel“, verfasst in einer atemlos genialischen Sprache.

Irgendwo zwischen Milieustudie (US-Eliteuniversität) und Coming of Age-Roman angesiedelt. Insgesamt zu viele Wiederholungen.

— CorinnaSmiles
CorinnaSmiles

Insgesamt ist mir das Buch zu langatmig und zäh...

— Selene1
Selene1

Tom Wolfe, ein Meister der Erzählkunst. Enjoy the party!

— Loony_Lovegood
Loony_Lovegood

erste hälfte lässt sich sehr gut lesen und macht spaß, dann wird's langweilig und vorhersehbar (und da hat man noch ca. 400 seiten vor sich...)

— Notwister
Notwister

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    Ich bin Charlotte Simmons
    Hypochrisy

    Hypochrisy

    08. July 2014 um 03:58

    Endlich am Ziel. Mit einem Stipendium an der traditionsreichen Dupont University wähnt sich Charlotte im siebten Himmel. Doch statt des ersehnten Lebens in der Welt des Geistes findet sie sich in einem Mahlstrom aus Sauforgien und sexuellen Ausschweifungen wieder...

  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. January 2013 um 15:19

    In dem Roman „I Am Charlotte Simmons“ von Tom Wolfe geht es, wie nicht schwer zu erraten, um ein junges Mädchen Namens Charlotte Simmons. Charlotte kommt aus Sparta, North Carolina und ist der Star der dortigen High School, wo sie als Wunderkind und Abschlussrednerin gefeiert wird. Der Leser begleitet sie dabei, wie sie ihren Lebensmittelpunkt vom buchstäblich hinterwäldlerischen Sparta, an die fiktive Elite Universität Dupont verlagert und dort versucht Fuß zu fassen; was ihr im akademischen Sinne anfänglich auch gelingt, sozial allerdings schwerfällt. Mit der Zeit schließt sie jedoch immer mehr Bekanntschaften und es entsteht ein exemplarisches, verfochtenes soziales Netz, da die neuen Figuren auch alle – mal mehr mal weniger – miteinander zu tun haben. Ihr Hintergrund, inklusive der tradierten moralischen Werte, sowie Gruppenzwang motiviert durch das Bestreben cool und angesagt sein zu wollen, sind ihre ständigen Begleiter dabei, ihren eigenen Platz im Dupont-Kosmos zu finden. Durch Zufall stieß ich auf „I Am Charlotte Simmons“ und da ich schon immer ein Buch von Tom Wolfe lesen wollte, kam mir sehr entgegen, dass mir Charlotte Simmons in die Hände fiel. Rückblickend hätte ich aber vielleicht doch lieber „Bonfire of the Vanities“ – der Klassiker, für den Tom Wolfe eigentlich bekannt ist – wählen sollen. Am Anfang war ich allerdings von Charlotte Simmons sehr angetan. Das universitäre Setting, hat mir gut gefallen, da ich mich selbst in der akademischen Welt sehr wohl fühle und so die Faszination und Vorfreude der Protagonist gut nachempfinden konnte. Sofort ins Auge fällt der ausschweifende Gebrauch von Jugendsprache, die allerdings gekonnt eingesetzt ist und so die Atmosphäre wunderbar bereichert und Authentizität entstehen lässt. Im Vorwort bedankt sich der Autor auch für die Hilfe, die ihm in diesem Bereich zu Teil wurde. Sympathisch. Auch die Zeichnung der anderen Charaktere fand ich amüsant und pointiert. Musste mit der Zeit allerdings feststellen, dass es bei der sehr pointierten Darstellung blieb, und die Charaktere auf diese Weise ins Stereotypische abdrifteten. Was Charlotte angeht, so stehen ihre Gedanken und Handlungen teilweise im Kontrast dazu, wie sie in der ersten Hälfte des Buchen charakterisiert wird. So entstand auch mein persönlicher Eindruck des eher unwahrscheinlichen und isoliert dastehenden Ende des Buches. Mit fast 700 Seiten ist „I Am Charlotte Simmons“ kein Leichtgewicht, wobei die Seitenzahl meines Erachtens nach nicht wegen Komplexität und Facettenreichtum zu rechtfertigen ist. Alles in allem, aber doch ein Lesevergnügen, wenn man bereit ist, über ein paar Ungereimtheiten, wie z.B. den eher flach geratenen Charakteren, hinwegzusehen.

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  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    Petronio

    Petronio

    26. March 2012 um 15:01

    Es beginnt sehr gut. Die Szenen und Dialoge sind lebendig und der deutsche Übersetzer macht gute Arbeit, um den Sportler und Studenjargon wiederzugeben. Von der Mitte ab wird es aber langfädig. Die Gedanken, die Ängste, die Dilemmen der gescheiten Landpomeranze werden vom Autor allzu sehr bis ins Letzte durchbuchstabiert, ohne dass die Figur an Überzeugungskraft gewinnt. Ich fühlte mich als Leser bevormundet und der ganz grosse Spass ging irgendwie abhanden. Trotzdem habe ich es zu Ende gelesen, weil doch noch stellenweise die Freude am Wolfes Schreibstil aufblitzte.

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  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    Loony_Lovegood

    Loony_Lovegood

    12. October 2011 um 21:03

    Für einen Tom Wolfe Fan ein klares "MUSS" - er ist wie immer grandios und ich staune immer wieder erneut über seine Beschreibungskünste. Er weiß wie man den Leser in die Geschichte hineinzieht und so kann man das Buch kaum beiseite legen. Ich hatte das Buch aufgrund seiner Dicke eine ganze zeitlang nicht angerührt, aber einmal angefangen kann das Buch gar nicht dick genug sein! ******************************************************* In diesem Roman geht es um eine Musterschülerin, die aus dem hintersten Winkel der Blue Ridge Mountains stammt, wo jeder jeden kennt. Sie heißt wie der Titel schon sagt "Charlotte Simmons". Sie ist eine Ausnahmeschülerin und kommt durch ein Stipendium an die beste Uni des Landes "Dupont". Da sie auf ihrer bisherigen Schule niemanden hatte, mit dem sie sich hätte geistreich austauschen können, freut sie sich unheimlich auf die große Eliteuniversität um dort endlich auf Gleichgesinnte zu treffen. Doch zu Charlottes Schreck kommt alles anders als gedacht....die Uni entpuppt sich als ein Massensaufgelage mit wilden Sexorgien und gemischten Schlafhäusern. Hier beginnt ein neues Leben für die wohlbehütete kleine Charlotte Simmons ******************************************************* Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen, es ist sehr unterhaltsam. An "Ein ganzer Kerl" kommt es allerdings nicht ran - was immernoch mein Lieblings-Tom-Wolfe-Buch ist, deshalb gibt es auch nur 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    Ritja

    Ritja

    10. October 2011 um 12:51

    Charlotte Simmons zieht aus einer kleinen Stadt (900 Einwohner) in die große weite Welt (zumindest für sie). An der Dupont Universität will sie ihre sehr guten Leistungen bestätigen und als Beste abschließen. Sie hat hohe Ansprüche an ihre Leistungen und Moral. Schockiert muss sie feststellen, dass die "Elite" säuft und gröllt und Sex mit jedem hat. Besonders mit den Basketballspielern, die hier wie Götter behandelt und verehrt werden. Empört wendet sie sich ab und zieht sich in die Bibliothek zurück, sie ist einsam mit ihrer Moral und den (manchmal sehr prüden) Ansichten, ausgeschlossen von den "In"-Gruppen und als Freshman sowieso in der Hackordnung ganz weit unten. Doch dann lernt sie Hoyt kennen - ein Basketballspieler. Lange wehrt sie sich gegen ihn. Will keine von den Mädchen sein, die sich hinlegen...bis zum Jahresball....danach lebt sie anders. Tom Wolfe hat einen dicken Schmöker geschrieben, der das amerkanische Unileben zeigt und so manche böse Situation deutlich darstellt. Immer wieder liest man einen Seitenhieb auf die Politik und die Bildung, die Hackordnung und die Moral des Landes. Manche Stellen ziehen sich etwas, sind zu detailliert und ausschweifend, aber insgesamt liest es sich gut und flüssig

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  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    MissKoffein

    MissKoffein

    16. February 2010 um 01:34

    "Ich bin Charlotte Simmons" handelt von der Studentin Charlotte Simmons, die von der Musterschülerin der High School in den - ihrer Ansicht nach - moralischen Sumpf der Universität Dupont gerät. Obwohl sie sich anfangs noch diesem Leben aus Sex, Spaß und Alkohol versperrt, wird sie bald von drei Studenten umworben. Trotz all ihrer Vorsätze, entscheidet sie sich für den Falschen... Gut geschrieben, nur der Moralfimmel der Protagonistin ist anfangs befremdlich und ein wenig nervig.

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  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    Pante

    Pante

    12. October 2009 um 21:56

    Bis jetzt (etwa Häfte durch) ist es leider nicht sonderlich mitreissend :-(
    Vieles ist von vornherein zu erahnen, schade.

  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    Leserrezension_2009

    Leserrezension_2009

    04. September 2009 um 10:10

    Eingereicht von Dastisch Fantastisch: „Ich bin Charlotte Simmons.“ Schlachtruf und Rettungsanker einer jungen, hochbegabten Frau, die aus dem kleinen Provinznest Sparta taumelnd, staunend und blauäugig in die Welt der Eliteuniversitäten aufbricht. Eine Welt, die für Wissen und Bildung steht, doch unter der Oberfläche einem Babylon gleicht: Verzweifelter Sex, Erniedrigung, im Verborgen waltende Apartheid, Körperkult, Coolheitsdruck– alles im undurchdringlichen Nebel der Adoleszenz. Inbegriffen eine Scheinheiligkeit, "so dick, dass man sie mit einem Messer zerschneiden kann". Tom Wolfe ist ein begnadeter Journalist. Schon in frühen Werken wie „The Electric Kool-Aid Acid Test“ mischte er dokumentarische Inhalte mit prosaischen Ansätzen. Aus seinen umfangreichen Recherchen über das modernde Collegeleben entstand der Roman „Ich bin Charlotte Simmons“. Anstatt am Ufer dieses Sees zu stehen und distanziert über das zu schreiben, was unter der glasklaren Wasserdecke liegt, riss er sich die Krawatte vom Hals, entledigte sich seines zum Markenzeichen etablierten Dandy Anzugs und tauchte tief hinab in das zeitgenössische Nass. Und so erzählt er aus den Köpfen der Studenten, was ihm nicht nur schlicht gelingt, sondern was er bis in die Perfektion hinein meistert. Anders ausgedrückt: Tom Wolfe wird bei dem Kopfsprung in dieses Wasser nicht nass, das Wasser wird Tom Wolfe. Das amerikanische College: Aufgeblasene Sportler, denen man alle Türen öffnet, deren Schleichwege letztlich purer Betrug sind, was aber nicht ins Gewicht fällt, so lange sie nur die blitzenden Stadionssitze füllen. Wie im Mittelalter bei den Ritterduellen legt man ihnen Reichtum (chromblitzende SUVs) und holde Damen (intimrasierte Hardbodies, deren einzige Zielrichtung Beischlaf mit einem oder mehreren Stars bildet) zu Füssen. Und die muskelbepackten Hünen langen lässig herunter und greifen mit beiden Händen hinzu. Was jedoch, wenn sich einer dieser Sportler plötzlich für Bildung zu interessieren beginnt, am Beispiel der griechischen Philosophie plötzlich ins Zweifeln kommt? Auf dem anderen Ende des Campus: Testosterongeifernde Verbindungsmänner, die später mal den Traum der U$A als Investmentbanker leben wollen, sich auf dem Weg dorthin aber lieber damit vergnügen, knackige Studentinnen zu deflorieren, sich bis in die Alkoholvergiftung zu besaufen und das zu bekämpfen, für das sie eigentlich hier sind: die akademische Bildung. Ein letztes mal Amüsieren und Experimentieren – später geht das schließlich nicht mehr. Im Mahlstrom des emotionslosen Beischlafs können aber auch sie sich der Sackgasse bewusst werden, in welche sie sich irreversibel verrannt haben. Und natürlich gibt es auch: Begabte, wissbegierige Menschen, die durch Stipendien ihren Weg an eine Eliteuniversität fanden und denen, so sehr sie sich auch bemühen, keine Möglichkeit bleibt, sich aus dem Klausuren gefährdenden College Leben auszuklinken und sich rein dem Lehrstoff anzunehmen. Aber auch hier gibt es Untiefen und Schattenseiten. Was sich in meiner Gegenüberstellung vielleicht als schwarz/weiß Malerei andeutet, ist im literarischen Kosmos des Tom Wolfe so überraschend anders und vielseitig, dass schon die ersten hundert Seiten dieses umfangreichen Romans jegliche Befürchtungen zerschlagen. Wolfe betrachtet und beschreibt diese Welt mit einer Wut, Detailgetreuheit und psychologischer Tiefe, dass man an eine Wiedergeburt Dostojewskis denken mag (etwa die Beschreibung von Charlottes Depression ist in den besten Momenten der fiebrigen Intensität von "Schuld und Sühne" gleichwertig). Gerade in dem Verweigern klarer Sympathieträger blitzt der Genius Wolfes am deutlichsten durch. Er zeigt die Ambivalenz der Bestie Mensch, illustriert die menschliche Komödie / Tragödie höchst anschaulich, ohne je belehrend zu wirken. Dieser Roman ist so unheimlich dicht und gehaltvoll, es grenzt an ein Wunder. Man lauscht andächtig Ausführungen über Neuralbiologie, Philosophie und sozialer Theorie, stampft über in Stroboskop Licht getauchte, bierverdreckte Untergrunde, beobachtet die tierisch und desillusioniert kopulierenden Körper, erlebt all das Drama, all die Widersprüche dieser Welt am eigenen Leib. Wie Charlotte Simmons ihr titelgebendes Mantra einsetzt, so scheint einem das Buch entgegen zu rufen: „Ich bin der große amerikanische Roman des 21. Jahrhunderts!“ Es gibt keinen Anlass, diese Aussage anzuzweifeln. „Wollen sie wissen, was die progressiven Kräfte heutzutage so treiben? Sie bekämpfen den Rauch. Jeder scheint zu glauben, wo kein Rauch ist, da ist auch kein Feuer mehr. … Und wollen sie auch wissen, warum es keiner mehr wagt, dem Feuer zu Leibe zu rücken? Das begreifen die wenigsten. Damit es niemand sieht, das Feuer. Weil sie heutzutage jeden verteufeln, der sich hinstellt und mit dem Finger draufzeigt. … Das ist nicht erlaubt. Nicht einmal in den politisch korrekten Akademikerkreisen. Gerade dort nicht. … Soll ich ihnen sagen, wofür PC stehen sollte? Für progressive causes, für Fortschritt. Aber wofür steht es heutzutage wirklich? … Für prison-bound citiziens. Staatsbürger in Gefangenschaft.“ Tom Wolfe, Ich bin Charlotte Simmons.

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  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    hannemas

    hannemas

    06. August 2009 um 23:45

    mein erstes buch von wolfe, und nach dieser vergnüglichen wie lehrreichen lektüre ist sicher, daß ich auch die übrigen werke dieses meisters lesen werde. eine spannend und facettenreich geschriebene satire über amerika, über unser leben ist diese schilderung des studienbeginns der aus der tiefsten amerikanischen provinz stammenden hochbegabten charlotte auf der elite-universität dupont. als hübscher, vergeistigter sonderling landet sie in einer welt, in der vordergründig nur vergnügungen auf partys und im bett, klatsch und markenklamotten zählen, und erleidet bald eine schwere krise, aus der heraus sie sich nur mit freundschaftlichem beistand und resten ihres stolzes rettet.

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  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. March 2009 um 13:45

    „Ich bin Charlotte Simmons.“ Schlachtruf und Rettungsanker einer jungen, hochbegabten Frau, die aus dem kleinen Provinznest Sparta taumelnd, staunend und blauäugig in die Welt der Eliteuniversitäten aufbricht. Eine Welt, die für Wissen und Bildung steht, doch unter der Oberfläche einem Babylon gleicht: Verzweifelter Sex, Erniedrigung, im Verborgen waltende Apartheid, Körperkult, Coolheitsdruck– alles im undurchdringlichen Nebel der Adoleszenz. Inbegriffen eine Scheinheiligkeit, "so dick, dass man sie mit einem Messer zerschneiden kann". Tom Wolfe ist ein begnadeter Journalist. Schon in frühen Werken wie „The Electric Kool-Aid Acid Test“ mischte er dokumentarische Inhalte mit prosaischen Ansätzen. Aus seinen umfangreichen Recherchen über das modernde Collegeleben entstand der Roman „Ich bin Charlotte Simmons“. Anstatt am Ufer dieses Sees zu stehen und distanziert über das zu schreiben, was unter der glasklaren Wasserdecke liegt, riss er sich die Krawatte vom Hals, entledigte sich seines zum Markenzeichen etablierten Dandy Anzugs und tauchte tief hinab in das zeitgenössische Nass. Und so erzählt er aus den Köpfen der Studenten, was ihm nicht nur schlicht gelingt, sondern was er bis in die Perfektion hinein meistert. Anders ausgedrückt: Tom Wolfe wird bei dem Kopfsprung in dieses Wasser nicht nass, das Wasser wird Tom Wolfe. Das amerikanische College: Aufgeblasene Sportler, denen man alle Türen öffnet, deren Schleichwege letztlich purer Betrug sind, was aber nicht ins Gewicht fällt, so lange sie nur die blitzenden Stadionssitze füllen. Wie im Mittelalter bei den Ritterduellen legt man ihnen Reichtum (chromblitzende SUVs) und holde Damen (intimrasierte Hardbodies, deren einzige Zielrichtung Beischlaf mit einem oder mehreren Stars bildet) zu Füssen. Und die muskelbepackten Hünen langen lässig herunter und greifen mit beiden Händen hinzu. Was jedoch, wenn sich einer dieser Sportler plötzlich für Bildung zu interessieren beginnt, am Beispiel der griechischen Philosophie plötzlich ins Zweifeln kommt? Auf dem anderen Ende des Campus: Testosterongeifernde Verbindungsmänner, die später mal den Traum der U$A als Investmentbanker leben wollen, sich auf dem Weg dorthin aber lieber damit vergnügen, knackige Studentinnen zu deflorieren, sich bis in die Alkoholvergiftung zu besaufen und das zu bekämpfen, für das sie eigentlich hier sind: die akademische Bildung. Ein letztes mal Amüsieren und Experimentieren – später geht das schließlich nicht mehr. Im Mahlstrom des emotionslosen Beischlafs können aber auch sie sich der Sackgasse bewusst werden, in welche sie sich irreversibel verrannt haben. Und natürlich gibt es auch: Begabte, wissbegierige Menschen, die durch Stipendien ihren Weg an eine Eliteuniversität fanden und denen, so sehr sie sich auch bemühen, keine Möglichkeit bleibt, sich aus dem Klausuren gefährdenden College Leben auszuklinken und sich rein dem Lehrstoff anzunehmen. Aber auch hier gibt es Untiefen und Schattenseiten. Was sich in meiner Gegenüberstellung vielleicht als schwarz/weiß Malerei andeutet, ist im literarischen Kosmos des Tom Wolfe so überraschend anders und vielseitig, dass schon die ersten hundert Seiten dieses umfangreichen Romans jegliche Befürchtungen zerschlagen. Wolfe betrachtet und beschreibt diese Welt mit einer Wut, Detailgetreuheit und psychologischer Tiefe, dass man an eine Wiedergeburt Dostojewskis denken mag (etwa die Beschreibung von Charlottes Depression ist in den besten Momenten der fiebrigen Intensität von "Schuld und Sühne" gleichwertig). Gerade in dem Verweigern klarer Sympathieträger blitzt der Genius Wolfes am deutlichsten durch. Er zeigt die Ambivalenz der Bestie Mensch, illustriert die menschliche Komödie / Tragödie höchst anschaulich, ohne je belehrend zu wirken. Dieser Roman ist so unheimlich dicht und gehaltvoll, es grenzt an ein Wunder. Man lauscht andächtig Ausführungen über Neuralbiologie, Philosophie und sozialer Theorie, stampft über in Stroboskop Licht getauchte, bierverdreckte Untergrunde, beobachtet die tierisch und desillusioniert kopulierenden Körper, erlebt all das Drama, all die Widersprüche dieser Welt am eigenen Leib. Wie Charlotte Simmons ihr titelgebendes Mantra einsetzt, so scheint einem das Buch entgegen zu rufen: „Ich bin der große amerikanische Roman des 21. Jahrhunderts!“ Es gibt keinen Anlass, diese Aussage anzuzweifeln. „Wollen sie wissen, was die progressiven Kräfte heutzutage so treiben? Sie bekämpfen den Rauch. Jeder scheint zu glauben, wo kein Rauch ist, da ist auch kein Feuer mehr. … Und wollen sie auch wissen, warum es keiner mehr wagt, dem Feuer zu Leibe zu rücken? Das begreifen die wenigsten. Damit es niemand sieht, das Feuer. Weil sie heutzutage jeden verteufeln, der sich hinstellt und mit dem Finger draufzeigt. … Das ist nicht erlaubt. Nicht einmal in den politisch korrekten Akademikerkreisen. Gerade dort nicht. … Soll ich ihnen sagen, wofür PC stehen sollte? Für progressive causes, für Fortschritt. Aber wofür steht es heutzutage wirklich? … Für prison-bound citiziens. Staatsbürger in Gefangenschaft.“ Tom Wolfe, Ich bin Charlotte Simmons.

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  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    Jasi

    Jasi

    01. August 2008 um 20:19

    War mir leider viel zu langatmig, hab es auch nicht ganz zu Ende gelesen, da es mir einfach zu langweilig wurde.

  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    Latvic

    Latvic

    21. July 2008 um 20:01

    Hat seine Stärken, ist jedoch über weite Strecken sehr zäh, klischeehaft und voller verpasster Chancen.

  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    Uyulala

    Uyulala

    02. July 2008 um 17:18

    Die Geschichte von Charlotte Simmons und ihrem neuen Leben auf der Universität und dem Campus hat mir gut gefallen. Der Autor hat eine deutliche Art zu schreiben, wobei manche Passagen allerdings ein wenig zu langatmig geraten sind. Dennoch empfand ich die Story als eine, die ich so noch nie gelesen habe und war meist gespannt wie es weiter geht.

  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    Jennifaaa

    Jennifaaa

    14. May 2008 um 20:44

    Sehr unterhaltsames Buch. Zwischendurch mal ein bisschen langatmig und langweilig, aber im Großen und Ganzem gut.

  • Rezension zu "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe

    Ich bin Charlotte Simmons
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. May 2008 um 18:10

    cooles Buch!! Wenn man von gelegentlichen Ausflügen in die Biochemie absieht, lässt es sich auch sehr flüssig lesen

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