Tom Zai Eisenhut

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Inhaltsangabe zu „Eisenhut“ von Tom Zai

„Eisenhut ist ein Roadmovie in Buchform. In flottem Tempo strampelt der Protagonist Werner Schmid von Schauplatz zu Schauplatz, immer auf der Suche - immer auch auf der Flucht.“

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  • Rezension zu "Eisenhut" von Tom Zai

    Eisenhut
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. June 2012 um 12:53

    Dieses Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen, fällt wirklich schwer. Der Schweizer Autor Tom Zai packt so viele verschiedene genretypische Merkmale in sein Werk, dass dem Leser teilweise kaum Zeit bleibt, diese einzuordnen. Obwohl sein Protagonist Werner Schmid nicht gerade der sympathischste Zeitgenosse ist, macht es Spaß, dieses Buch zu lesen. Der Autor wirft dem Leser immer Häppchen hin; das Buch ist gespickt mit Andeutungen und Zitaten aus Filmen und Büchern und ist daher sehr kurzweilig zu lesen. Einziger Kritikpunkt: Die Landschaftsbeschreibungen bzw. die Radtourroute bremsen den Lesefluss doch etwas, gerade für nicht ortskundige Leser. Wer Bücher abseits des Mainstreams mag, sollte hier zugreifen. Fazit: Skurril, spannend, ungewöhnlich. Klare Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Eisenhut" von Tom Zai

    Eisenhut
    tintenmaedchen

    tintenmaedchen

    09. June 2012 um 21:25

    “Die Zeit war gekommen. Die Murmeltierfrau rief den Nebel herbei. Der Nebel kam, und die elf Helmträger machten sich auf den Weg.“ Werner Schmid kann selber nicht erklären warum aber die Murmeltierfrau hat ihm gesagt er solle es tun also isst er vom Eisenhut, einer giftigen Pflanze die tödlich wirken kann. Außerdem wird ihm von der Murmeltierfrau mitgeteilt dass er der letzte der zwölf Helmträger ist, deren Aufgabe es ist zu verhindern dass das Böse über die Welt kommt. Werner versteht das alles selber nicht als er auf seine elf Mitstreiter trifft, von denen jeder einen Gegenstand mit sich führt mit denen sie alle zusammen eine atemberaubende Melodie erzeugen können. Doch noch fehlt ein Ton für die komplette Melodie und ausgerechnet Werner soll diesen Ton finden. Die Zukunft der Erde hängt von ihm ab. Eisenhut ist ein Road Movie in Buchform. Man trifft auf einige faszinierende Wesen, nicht zuletzt auch die weise Murmeltierfrau die Werner plötzlich erscheint und ihm mitteilt dass er einer der zwölf Helmträger ist. Für Werner beginnt damit eine Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise bei der das Schicksal der Erde in seinen Händen liegt. In seiner Haut möchte ich ehrlich nicht stecken. ;-) Neben faszinierenden Wesen hält das Buch eine Menge Zitate aus Büchern und Filmen bereit aber vorallem eine spannende Geschichte in der es letztendlich nicht nur darum geht die Erde vor dem Bösen zu retten sondern auch zu sich selbst zu finden. Ich habe vor Eisenhut noch nie ein Road Movie in Buchform gelesen, es sei denn einige meiner Bücher sind ebenfalls Raod Movies und ich weiß es nur nicht. Ich war sehr gespannt aber auch ein wenig skeptisch ob das Buch mich wirklich überzeugen kann. Es ist eine spannende Geschichte um einen Mann der scheinbar noch nicht so recht seinen Platz in der Welt gefunden hat. Werner schläft mit so gut wie jeder Frau die ihm vor die Nase kommt aber andererseits trauert er sehr seiner Familie hinterher. Doch plötzlich hat er eine Aufgabe die von enormer Wichtigkeit ist und obwohl er nicht alles versteht stellt er sich dieser. So spannend die Geschichte auch ist sie war leider nicht ganz mein Fall aber vielleicht muss man auch einfach für ein Road Movie Buch gemacht sein und ich bin es nicht. Darum fällt es mir sehr schwer das Buch abschließend zu bewerten aber ich würde es durchaus weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Eisenhut" von Tom Zai

    Eisenhut
    Wir-Lesen

    Wir-Lesen

    29. March 2012 um 15:32

    Was Werner Schmid in diesem Roman tut, sollte man tunlichst nicht nachahmen – er isst vom Eisenhut (Aconitum) und damit von einer Pflanze, die 2005 nicht umsonst zur Giftpflanze des Jahres gewählt wurde. Zwar hängt die genaue chemische Zusammensetzung der Aconitum-Arten auch stark von ihrem Standort ab, aber da würde ich lieber kein Risiko eingehen, denn Eisenhutextrakte können tödlich wirken. – Eigentlich kann auch Werner Schmid nicht so recht erklären, weshalb er sich überhaupt auf dieses Wagnis einlässt, doch er hört auf die eindringlichen Worte einer Murmeltierfrau. Moment mal, einer Murmeltierfrau? Ja, richtig gelesen. Sie ist es, die ihm in einem zähen, undurchdringlichen Nebel auf einem Alpengipfel erscheint und ihm erklärt, dass er der letzte der Zwölf Helmträger ist, denen allein es möglich sein wird, zu verhindern, dass das Böse über die Welt kommt. Alles klar soweit? Nein? Gut, denn auch für Werner Schmid ist es das so gar nicht, bis er schließlich seinen elf Mitstreitern gegenüber steht, die allesamt einen mittelalterlich anmaßenden Eisenhelm auf ihren Köpfen tragen und Gegenstände mit sich führen, mit denen sie gemeinsam eine atemberaubende, den Körper erbeben lassende Melodie erzeugen. Doch ein Ton fehlt, um die Melodie zu komplettieren und ausgerechnet Werner Schmid soll es sein, der den zwölften Ton finden muss. Von ihm soll also die Zukunft der Erde abhängen? Eisenhut wird in der traditionellen chinesischen Medizin in geringen Dosen eingesetzt bei Erkältung und Fieber, bei Gefühlen der Beklemmung bis hin zur Todesangst. Und so sehr der toxische Eisenhut in seinem Aussehen auch an die eisernen Helme der Helmträger erinnert, so soll der Eisenhut Werner Schmid wohl auf die vor ihm stehende Aufgabe vorbereiten, denn als er vom Murter Sattel hinab ins Tal zurückkehrt, ist nichts mehr so, wie er es kannte – er wird verfolgt, und schlimmer noch: Seine Familie ist verschwunden und er kann nur erahnen, welches Leid ihr widerfahren ist. So beginnt für Werner Schmid eine Hetzjagd, ein Katz-und-Maus-Spiel quer durch die Schweiz, quer durch Raum und, für ihn bald nicht mehr so überraschend wie man erwarten dürfte, Zeit. Tom Zai hat sich für seinen Roman eine ganze Dekade Zeit genommen, um ihn zu vollenden. Eine erstaunlich lange Zeit, und auch gleich wieder nicht, wenn man sich all die mehr oder weniger versteckten Symbole in seiner Geschichte betrachtet und durchdenkt. Denn warum ist es ausgerechnet eine Murmeltierfrau, die ihm seine Aufgabe überbringt? In der keltischen Mythologie steht das Murmeltier für Familien- und Gemeinschaftssinn, für die Fähigkeit Krisen zu überstehen, vor allem aber begreift das Murmeltier die Macht der Zyklen. Mehr will ich nicht verraten, doch diese Weisheit der Murmeltierfrau ist es, die die Welt in aller Regelmäßigkeit davor bewahren soll, dem Bösen anheimzufallen. Leider ist sie dabei auf die Mitarbeit der Helmträger angewiesen und Werner Schmid droht, sich und seine Aufgabe in dem sich immer stärker ausweitenden Chaos auf der Welt zu verlieren und ob des Verlusts seiner Familie zu erstarren. Doch nur mit dem symbolträchtigen Zwölften Helmträger kann es gelingen, das Böse zu bezwingen, das sich in seiner Janusköpfigkeit und mit doppelten Phallussymbolen an mehr und mehr Stellen der Welt in den Vordergrund drängt und den Leser mit grausamen Szenen konfrontiert. Diese lesen sich leicht beschwingt dahin, sondern lassen die Augen verschließen, den Roman für einige Zeit beiseite legen und erst einmal tief Luft holen, bis man doch wieder wissen möchte, was es nun mit Werner Schmids Suche auf sich hat. Bis zuletzt war mir nicht klar, ob es sich bei diesem Roman um die Schilderung eines absolut verrückten Traumes handelt, oder nicht. Erst auf der letzten Seite wird klar, was Werner Schmid eigentlich finden musste, und auch dass er seinen Namen nicht umsonst trägt. Dieses Buch hat Tom Zai mit so vielen Details gespickt, dass es eine große Freude ist, sie alle zu entdecken und miteinander zu verknüpfen. Ob mir schon alle Verbindungen aufgefallen sind? Nun, ich glaube nicht. Viel mehr gibt mir dieser Roman auch nach dem Zuschlagen des Buchdeckels noch eine Menge an Gedanken mit auf den Weg. Die Anpreisung als „Roadmovie in Buchform“ möchte ich ergänzen um eine phantasievolle Reise zum eigenen Selbst – schließlich auch das Ziel shamanischer Tradition. Und obgleich Werner Schmid mir an mancher Stelle im Roman so abgrundtief unsympathisch wurde, weil er sich plötzlich mit anderen Frauen einließ, statt weiter fieberhaft nach seiner Familie zu suchen, so ließ mich doch nie die Spannung los, ihn auf seiner Suche zu begleiten und die Handlung zu durchdringen. (Kalliope aus dem Team von Wir Lesen)

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