Dass es nötig ist, Jusain Bolt dazu zu bewegen, dem Buch ein wenig „Schwung“ zu verleiten, ist bei Tomas Cramer nun wirklich nicht an der Tagesordnung.
Bevor der Autor uns mit in „sein“ Norderney nimmt, lässt er zuvor noch den familieneigenen BMW auf dem Festland verschwinden. Dann treten wir im Buch die Reise auf die Nordseeinsel Norderney an.
Tomas Cramer hat mir, nach FROSTLAND, bereits sein weiteres, mörderisches Werk an die Hand gelegt, damit ich diesem Fall folgen kann.
Der Autor hat nur wenig gemeinsam mit seinen Kollegen und schafft es erneut, mich von diesem Buch zu überzeugen.
Sein Stil, seine unnachahmliche Art, das Private des Detektives, der scheinbar nicht überall willkommen ist, dennoch zu einem unverzichtbaren Kriminalfalllöser zu benennen, wieder einmal gekonnt in Szene zu setzen.
Einfühlsam und sich gedanklich in den Ermittler zu versetzen, fällt hier jedem Leser sicherlich leicht. Die geschickte Art, seine Personen darzustellen und aus dem Hintergrund die Strippen ziehen zu lassen, ist typisch für den Autor. Selbst jede noch so kleine Unachtsamkeit wird hier zum Sündenfall!
Doch diesmal hat Tomas Cramer mit diesem Kriminalstück in der Vergangenheit des Protagonisten Frank Gerdes herumgegraben. Die Strippen der Mafia, die Sünden der Vergangenheit in der eigenen Familie und die zwielichten Verkettungen verschiedener Personen bringen den Leser auf eine ungeahnte Reise, die vorher überhaupt nicht absehbar war.
Fazit:
Tomas Cramer hat erneut bei mir 5 von 5 Sternen abgeräumt. Nicht nur sein Schreibstil, der leicht und dennoch tiefgründig ist; auch die immer wieder undurchdringlichen Erscheinungen, die zunächst überhaupt nicht voraussehbar sind, sind das Genre des Autors, dass ihn einzigartig erscheinen läßt!











