Tomas Espedal Wider die Kunst

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Inhaltsangabe zu „Wider die Kunst“ von Tomas Espedal

Was bleibt, wenn die Geliebten fort sind? Zwei Schicksalsschläge erschüttern das Leben des norwegischen Autors Tomas Espedal: Zuerst verstirbt seine Mutter, kurz darauf auch seine Frau Agneta. Die Verluste verlangen ihm eine neue Art zu leben ab, denn er bleibt mit seiner jüngsten Tochter allein zurück. Trost kann er dem Mädchen nicht spenden, der verzweifelte Versuch, die Mutter zu ersetzen, beraubt das Kind des Vaters. Espedal beginnt Halt zu suchen in der Erkundung seiner Familiengeschichte. Woraus, fragt er, erwächst eine Familie, was bedeuten Liebe und Verrat, was Mutterschaft und Vatersein?
Selten verweben sich in der Literatur Schreiben und Leben derart eng und unausweichlich wie in den Büchern Tomas Espedals. Der Kosmos seines Lebens, den er vor dem Leser ohne Schonung entfaltet, entwickelt ungeheure Sogkraft. Unbedingt und mit Haut und Haar möchte man eintauchen in seine Welt und sich erfrischen an der Klarheit und Aufrichtigkeit seiner Sprache.

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  • Tomas Espedal | WIDER DIE KUNST

    Wider die Kunst

    Bookster_HRO

    26. September 2017 um 16:02

    INHALT: Tomas Espedal schreibt in seinem eindringlichen Buch von der lähmenden Ohnmacht die ihn überfällt, als er innerhalb kurzer Zeit seine Mutter und seine Ex-Frau, die Liebe seines Lebens, an den Tod verliert. Er bleibt mit seiner pubertierenden Tochter allein im großen Haus und versucht, ihr in seiner Trauer ein guter Vater zu sein, was nur misslingen kann. Er sucht Halt im Schreiben und scheitert auch hier. Erst das Eindringen in die Familiengeschichte gibt ihm die Sicherheit zurück, seinem Beruf und seinen väterlichen Pflichten nachzukommen. FORM: Dass WIDER DIE KUNST eher ein Essay denn ein autobiografischer Roman ist, wird nach wenigen Seiten schon erkennbar. Espedal dringt auf fast philosophische Weise zum Kern der Trauer vor. Dennoch verzichtet er nicht auf rein narrative Szenen, gerade bei den Beschreibungen seiner Kindheit und Jugend und denen seiner Eltern und Großeltern. Heraus kommt eine seltsame (soll heißen: bemerkenswerte) Mischform aus Roman und Essay. Espedals Sätze schwanken von nüchtern bis poetisch, und auch wenn das Grundthema des Buches im Endeffekt extrem verdichtet abgehandelt wird, werden einzelne Aspekte, einzelne Sätze und Wortgruppen immer und immer wieder behandelt, präzisiert, verworfen und erneuert. Das erinnert ein wenig an die Brecheisen-Prosa Thomas Bernhards oder auch an Peter Handke, auf den auch im Text eingangen wird. Fans der genannten Autoren werden bei Espedal auf ihre Kosten kommen. FAZIT: Tomas Espedal zu rezensieren, ohne einen Vergleich mit Karl Ove Knausgård zu bringen, ist scheinbar kaum möglich (Warum eigentlich? Norwegen?), aber auch ich möchte an dieser Stelle einen Querverweis setzen. Autobiografische Texte von Männern mittleren Alters sind eine Art Modeerscheinung in der aktuellen Literatur – interessant, kunstvoll und weltweit erfolgreich. Auch wenn es nahe liegt, Knausgård und Espedal in einem Atemzug zu nennen, unterscheiden sich die beiden doch sehr in ihrem Stil. Während der eine seinen Erinnerungen in ausufernden Wälzern freien Lauf lässt, verdichtet der andere seine Gedanken bis zur Schmerzgrenze. Knausgård verhält sich zu Espedal wie Sahnetorte zu Kommissbrot. Welchem Autor man eher zugeneigt ist, bleibt Geschmackssache. Mir persönlich hätten bei Espedal ein paar Ausschweifungen und Anekdoten mehr besser gefallen, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. WIDER DIE KUNST ist dennoch ein beachtliches Buch, das ich gerne weiterempfehle. 4 Sterne. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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