Tomas Herzberger

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Lebenslauf von Tomas Herzberger

Tomas Herzberger hat Medienwirtschaft in Wiesbaden sowie Digital Storytelling in den USA studiert. Anschließend plante er Werbekampagnen für Kunden wie Universal Pictures oder Unilever, bevor er als Digital Marketing Manager zu Brainpool nach Köln wechselte. Dort koordinierte er u. a. Werbekooperationen und Marketingkampagnen für tvtotal.de und MySpass.de. Anschließend unterstützte er die Messe Frankfurt beim Aufbau der Digital Unit. Seit 2014 ist Tomas Herzberger als selbstständiger Berater und Interim Manager tätig und hilft innovativen Unternehmen dabei, durch digitales Marketing zu wachsen. Er schreibt regelmäßig über digitales Marketing auf seinem Blog sowie für Fachmedien wie deutsche-startups.de, rhein-main-startups.de, oder eStrategy.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Tomas Herzberger

Cover des Buches Aller Tage Morgen (ISBN: 9783734773280)

Aller Tage Morgen

 (1)
Erschienen am 24.07.2015

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Cover des Buches Aller Tage Morgen (ISBN: 9783955776954)JuliaBs avatar

Rezension zu "Aller Tage Morgen" von Tomas Herzberger

Sprachlich und historisch fragwürdig
JuliaBvor 7 Jahren

Die Römer machen sich daran, Germanien zu erobern. Um die Cherusker unter Kontrolle zu halten, bringen sie die beiden Fürstensöhne Armin (römisch Arminius) und Finn als Geiseln nach Rom, wo sie zu römischen Offizieren ausgebildet werden und sich anschließend im Militärdienst bewähren. Doch während Finn Freunde unter den Senatorensöhnen findet und die römische Lebensweise übernimmt, bleibt Armin seiner Herkunft treu. Als Verbindungsoffizier des neuen germanischen Statthalters Varus kehrt er in seine Heimat zurück. Dort trifft er seine alte Jugendfreundin Thusnelda wieder, aber die ist bereits einem anderen versprochen. Doch nicht nur Herzensangelegenheiten sorgen für große Konflikte. Die Herrschaft der Römer wird immer drückender, und so muss Armin eine folgenschwere Entscheidung treffen, die in der großen „Varusschlacht“ gipfelt...

Man merkt dem Roman an, dass sich der Werbefachmann Tomas Herzberger darauf versteht, Geschichten zu erzählen. Der Aufbau der Story ist gut gemacht, man findet sich als Leser rasch in der fremden Welt der Germanen und Römer zurecht und die Spannung hält sich bis zur letzten Seite. Das ist allerdings alles, was man zugunsten dieses Romans sagen kann, denn sprachlich ist das Buch zwar besser als viele andere Selfpublishing-Titel, von einem professionellen Lektorat, wie der Autor angegeben hat, ist jedoch nicht viel zu merken, es finden sich fast auf jeder Seite noch Tipp- und Grammatikfehler. Auf die lateinischen Sätze wäre im Interesse der Leserfreundlichkeit besser verzichtet worden: wer Latein kann, wird sich auch dort an den diversen Fehlern stören, und wer es nicht beherrscht, mag nicht ständig in die Fußnoten auf die Übersetzung schauen.

Auch inhaltlich vermag das Buch nicht zu überzeugen. Dabei ist nicht der teilweise unerwartete Umgang mit den historischen Quellen das Problem, denn jeder Romanautor hat ein Recht auf dichterische Freiheit. Trotzdem erwarte ich von einem historischen Roman eine grundsätzlich adäquate Darstellung der gewählten Epoche und leider zeugen viele Unstimmigkeiten davon, dass Tomas Herzberger mit dem römischen Alltagsleben nur sehr oberflächlich vertraut ist. Besonders irritierend ist dabei seine Erfindung einer römischen Offiziersschule, die fast einen Viertel der Geschichte dominiert. Die Söhne einflussreicher Senatoren (und mit ihnen die in Privathaushalten untergebrachten und ins Familienleben integrierten hochrangigen Geiseln) wurden meist in kleinen Gruppen von Privatlehrern unterrichtet, aber nicht nach Jahrgängen sortiert in einer internatartigen Militärakademie, wo sie überwacht und gedrillt wurden, bis sie dann nahtlos in den Feldeinsatz wechselten. Aber auch in Kleinigkeiten zeigen sich Recherchemängel und Klischees. Dass sich etwa die beiden Germanensöhne zum ersten Mal in Rom mit Seife waschen, ist ein hübsches Beispiel für das unreflektierte Bild von den unkultivierten Barbaren, denn tatsächlich reinigten sich die Römer damals mit Öl und strigilis und übernahmen die Seife erst anderthalb Jahrhunderte später, während sie bei den Galliern und Germanen längst geläufiger Bestandteil der Körperpflege war.

Insgesamt zeigt „Aller Tage Morgen“ einmal mehr, dass Selfpublishing-Titel nur in den wenigsten Fällen meinen Ansprüchen an ein ordentliches Buch genügen. Die Arbeit eines Verlags ist eben nicht zu unterschätzen, und wenn ein Manuskript keinen Verlag findet, gibt es fast immer gute Gründe dafür...

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