Tomas Sedlacek Die Ökonomie von Gut und Böse

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Inhaltsangabe zu „Die Ökonomie von Gut und Böse“ von Tomas Sedlacek

Sedláček erklärt uns Wirtschaft: unkonventionell und originell.

Die meisten unterschätzen, wie tief die Ökonomie in der Kultur verwurzelt ist. Nicht so Tomáš Sedláček. Er erklärt: „In der Ökonomie geht es um Gut und Böse.“ Oft wollen wir etwas (Gutes), unser wirtschaftliches Handeln hat jedoch (manchmal böse) Folgen. Unseren Begriff von Wirtschaft erschüttert er damit wie wenige vor ihm. Sein Buch ist ein faszinierender Gang durch die Welt der Ökonomie – vom Gilgamesch-Epos über das alte Testament und Adam Smith bis zur Wall Street und zur Wirtschaftskrise. Und ganz nebenbei erfahren wir, warum die Sprache der Wirtschaft, die Mathematik, nicht wertfrei und kühl ist, sondern schön und sogar verführerisch sein kann.

Unbedingt lesen! Sehr lehrreich und dazu höchst unterhaltsam!

— melvil

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  • Rezension zu "Die Ökonomie von Gut und Böse" von Ingrid Proß-Gill

    Die Ökonomie von Gut und Böse

    bibliophilist1985

    29. June 2014 um 22:18

    Vorab sei angemerkt, dass im Gegensatz zu manch eher populärwissenschaftlich und damit auf leichtere Zugänglichkeit ausgelegtem Werk, der Autor über einige trockene Textpassagen nicht hinwegtäuschen kann. Was zwischen den Geschichts- und Religionserzählungen steht, nämlich die famosen Interpretationen, Erklärungen und Auslegungen, lohnt die Durststrecken aber allemal. Die ersten 2 Drittel des Buches sind größtenteils nach dem Schema aufgebaut, dass nach dem Zitieren einer historischen, philosophischen oder religiösen Quelle diese auf ihre ökonomische Relevanz und Schlüssigkeit abgeklopft, gedeutet, erläutert und mitunter auf die potentielle Bedeutsamkeit und Anwendbarkeit in der heutigen Welt untersucht wird. Wobei Ideen wie Schuldenerlass, das einmalige Ernten von Feldern, um armen und benachteiligten Menschen zu ermöglichen, an Nahrung zu kommen, regelmäßige und rigorose Schuldenschnitte, Kontrolle des Geldwesens und der generelle Aufruf zu mehr Ethik im finanziellen Gebaren zu den positiven Aspekten der Geschichtsschreibung beziehungsweise diversen Religionsschriften zählen. Mitunter ist die Auslegung auf unbedingt wirtschaftliche Belange etwas weit hergeholt, was der guten Grundidee, in Geschichtsbüchern, Bibel, Koran, Thora und artverwandten Schriften nach Abschnitten zu suchen, die den Zweck haben, nachhaltiges und gerechtes Wirtschaften zu vermitteln, aber nicht abträglich ist. Mitunter kann altes, in Vergessenheit und damit haarscharf nicht verlorengegangenes Wissen in seiner Renaissance Enormes bewirken. Es erstaunt und amüsiert, wie es der Autor versteht mit unterhaltsamen Auslegungstaktiken in, unter anderem, jahrtausendealten ägyptischen Schriften mitunter makroökonomische Hinweise zu entdecken. Die erklärenden Passagen über verschiedene Unterscheidungen, Entwicklungen und Begriffe des Wirtschaftslebens kann man mögen und genau lesen, muss man aber nicht, vor allem weil es ohne rudimentäre Grundkenntnisse in der jeweiligen Disziplin dann doch dezent knifflig ist den Kontext immer zu erfassen, ohne das eine oder andere Quäntchen Zeit zum zweitmaligen, festigenden durchlesen zu investieren. Je näher das Buch dem eigenen und dem Ende der Geschichte in Form von Gegenwart kommt, desto mitreißender wird der Erzählfluss, da einige Augenöffner auf den geneigten Leser warten und mehr eigene Ideen des Autors mit einfließen, der bisher primär aus vorgegebenen Quellen schöpfte und im letzten Gang sogar gegen seine eigene Disziplin zu Felde zieht. Es gebührt ihm dafür Respekt, Kritik an einer Wirtschaft,  deren Fahnenträger er Kraft all seiner Tätigkeitsfelder selbst ist, zu üben. Was aus dem „homo oeconomicus“  werden wird, bleibt abzuwarten und es stimmt doch nachdenklich, dass ein kompetenter Denker wie Sedláček zu einer eher negativen Zukunftsprognose tendiert. Das Fehlen eines Lösungsansatzes kann insofern nicht angekreidet werden, als dass der Autor, wäre er im Besitz eines solchen, vermutlich der einzige oder Teil einer Handvoll Auserwählter weltweit wäre, die dessen habhaft werden könnten. Und insofern sich selbst gegenüber fahrlässig selbstlos wären, diesen heiligen Gral der Geldzirkulation offen heraus zu posaunen, ohne Eigennutz als wichtige Konstante miteinzubeziehen. Es geht schließlich immer noch um Wirtschaft.

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  • Rezension zu "Die Ökonomie von Gut und Böse" von Ingrid Proß-Gill

    Die Ökonomie von Gut und Böse

    WildRose

    30. April 2012 um 16:37

    Wahnsinnig spannend, wahnsinnig informativ, einfach wahnsinnig gut: Dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man sich für die Menschheit interessiert! Ich bin immer noch begeistert von der Thematik, die extrem fesselnd dem Leser nahegebracht wird. Wirklich nur großartig! Ich würde mir mehr Sachbücher dieses Schlags wünschen - denn dieses Buch war kein bisschen trocken oder langweilig, sondern mitreißend und fantastisch geschrieben. Habe wirklich viel gelernt.

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  • Rezension zu "Die Ökonomie von Gut und Böse" von Ingrid Proß-Gill

    Die Ökonomie von Gut und Böse

    schmiddey

    06. April 2012 um 18:17

    Ein geniales Buch! Für Wirtschaftsstudenten sollte dies eine Pflichtlektüre sein. Während der Autor anfangs die Ethik von z.B. dem Judentum, der Antike oder dem Christentum aufzeigt und daraus aufzeigt, weshalb wir so denken wie wir heutzutage denken (und wodurch unser wirtschaften ja letztendlich geprägt ist), stellt er im zweiten Teil bahnbrechende, neue Ideen vor, die man schon fast als blasphemisch bezeichnen kann. Auf jede Fall lesen!

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