Tomasz Kowalski Die vom Gottesacker

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Inhaltsangabe zu „Die vom Gottesacker“ von Tomasz Kowalski

Kann und darf man in witziger Art und Weise über Themen wie den Tod, die Sterbehilfe oder über Selbstmord und Alkoholkrankheit schreiben? Oder darf ein Autor Patriotismus, Gott und Glauben sowie Kunst und Literatur meisterhaft verspotten? Wer hier Zweifel hat, der sollte unbedingt dieses Buch lesen und die Baracke der Totengräber vom Friedhof der Pfarrgemeinde des Heiligsten Herzens Jesu Christi in Finsterhausen besuchen, um die drei Romanhelden Tomasz, Rysiek und Młody kennenzulernen. Mit ihnen und auch mit ihren Gästen aus dem Dies- und Jenseits, die auf eine Zigarette oder ein Glas Wodka vorbeikommen, wird der Leser entdecken, dass schwarzer Humor, Ironie und der gesunde Verstand gute Mittel sind, den schwierigen, existentiellen Fragen zu begegnen.

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  • Tomasz Kowalski „Die vom Gottesacker“ - Aus dem Leben eines Totengräbers

    Die vom Gottesacker

    MRU

    13. August 2017 um 16:31

    Tomasz Kowalski Erzählung „Die vom Gottesacker“ ist eine vielschichtige und tragikomische Geschichte. Von der literarischen Idee her handelt es sich um eine besondere Eskapismus-Variante, in der ein Friedhof zum Zufluchtsort wird. Die Hauptfigur - Tomasz, ist ein gebildeter Mensch, ein Philosoph, der mehr oder minder freiwillig zum kleinstädtischen Totengräber wird. Diese Vorstellung mag zunächst absurd erscheinen, jedoch vor dem Hintergrund der polnischen Nachkriegsgeschichte ergibt diese „Entwicklung“ doch einen Sinn. Über viele Generationen konnte man sich in Polen hauptsächlich entweder dem verordneten dialektischen Materialismus oder dem spezifischen, polnisch-nationalen Katholizismus zugehörig fühlen. Die meisten Figuren in der Erzählung sind „prinzipientreue“, provinzielle Opportunisten, die typischerweise gern von sich selbst hohe Meinung haben. Die Geschichte des Totengräbers Tomasz, die hier und da im Text in die jüngste Geschichte Polens eingebettet ist, liefert einige Erklärungen, warum der Geist dieser Epoche für diese Figur kaum zu ertragen ist und weshalb dieser besondere Gottesacker zum Lebens(aus)weg wird. Die Gestaltung der Narration ist zum Teil collageartig, was ein wenig an W. W. Jerofejew erinnert. Einen kleinen Hinweis dazu liefert das Zitat aus "Die Reise nach Petuschki", mit dem die Erzählung beginnt. In Kowalskis derber Sprache, in seinem speziellen Humor, den fantastischen Gespenster-Figuren, in der Namensgebung und in seinem besonderen Interesse für die tragikomischen Provinzler, in alldem steckt viel von Bohumil Hrabal. Wenn man die Hauptmotive kennt, mit denen sich polnische Autoren etwa seit dem 19. Jahrhundert auseinandersetzen, wie beispielsweise der edle, romantische Patriotismus und Messianismus, positivistische Pflichterfüllung, Glaubenstreue oder Heldentaten in allen Lebenslagen usw., stellt man bei Kowalski schnell fest, dass er genau diese „Heiligtümer“ hinterfragt und ziemlich schonungslos aber auch humorvoll auf die Schippe nimmt. Abgesehen vom polnischen Kontext beinhaltet dieses Buch sehr viele allgemeingültige Themen wie zum Beispiel den Umgang mit der Endlichkeit des Lebens, Glaube und Unglaube, Schuld und Sühne, die in den Bereich der existenziellen Fragen gehören. Darüber hinaus beschäftigt sich der Autor auf schwarzhumorige Art und Weise mit der Rolle der Kunst und der Figur des sog. gescheiterten Künstlers in der Gesellschaft.    Je nach Vorliebe kann der Leser zwischen der Papierbuch- als auch der E-Book Variante wählen. Man kann auch auf den Verlagsseiten (www.pigmentar.eu/buecher) auch vorab eine Leseprobe erhalten. Fazit: Tomasz Kowalski „Die vom Gottesacker“ ist ein Buch für alle, die mehr wollen, als die üblichen Mainstream Themen.

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