Children of Blood and Bone - Legacy of Orisha

von Tomi Adeyemi 
4,1 Sterne bei11 Bewertungen
Children of Blood and Bone - Legacy of Orisha
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teetaesschens avatar

Super spannend, auch wenn ich das Ende unbefriedigend fand... ich werde den Nachfolger lesen müssen!

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Wie gemacht für eine Kinoverfilmung

Alle 11 Bewertungen lesen

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781509871353
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:544 Seiten
Verlag:Macmillan Children's Books
Erscheinungsdatum:08.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    AnnBees avatar
    AnnBeevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wie gemacht für eine Kinoverfilmung
    Magie, Liebe, Diversität

    Einst lebten in Orisha Maji mit verschiedenen magischen Fähigkeiten und Kosidan ohne solche zusammen – bis der grausame König Saran die Magie zerstörte und sämtliche Maji tötete. Deren Nachfahren, die Diviner, werden noch immer drangsaliert und diskriminiert. Zu ihnen gehört Zélie, die sich gemeinsam mit ihrem Bruder und der Prinzessin Amari auf den Weg macht, die Magie wiederzubeleben. Dazu müssen einige magische Artefakte beschafft, ein magischer Ort aufgesucht, und ein bestimmtes Ritual durchgeführt werden (wie das halt so ist). Verfolgt werden die drei dabei vom König und dem Prinzen Inan.
    Die Geschichte ist insgesamt etwas vorhersehbar, aber liebevoll gestaltet und nicht allzu plump. Die Charaktere sind durchaus vielschichtig (besonders Inan), andererseits in ihren Handlungen und spontanen Meinungswechseln aber nicht immer nachvollziehbar. Der Schreibstil (zumindest des englischen Originals) ist etwas schlicht: Hauptsatz, Hauptsatz, Hauptsatz + Nebensatz, Hauptsatz.... Auch auf die romantischen Verpaarungen der Protagonisten hätte ich verzichten können.
    Dennoch macht die Lektüre Spaß, der Einfluss der gesellschaftlichen Diskriminierung wird eindrucksvoll geschildert, ebenso Zélies Konflikt, ob die Rückkehr der Magie gut oder schlecht sein wird. Auf jeden Fall ich freue mich schon auf die Verfilmung einer Young Adult Trilogie, die (hoffentlich) nicht nur weiße Hauptrollen hat! 

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    littlemhyticas avatar
    littlemhyticavor 3 Monaten
    Children of Blood & Bone - Highlight des Jahres

    Sie raubten uns die Magie.
    Sie zwangen uns in den Staub.
    Jetzt erheben wir uns.

    Zélies Welt war einst voller Magie. Flammentänzer spielten mit dem Feuer, Geistwandler schufen schillernde Träume, und Seelenfänger wie Zélies Mutter wachten über Leben und Tod. Bis zu der Nacht, als ihre Kräfte versiegten und der machthungrige König von Orïsha jeden einzelnen Magier töten ließ. Die Blutnacht beraubte Zélie ihrer Mutter und nahm einem ganzen Volk die Hoffnung.

    Jetzt hat Zélie eine einzige Chance, die Magie nach Orïsha zurückzuholen. Ihre Mission führt sie über dunkle Pfade, wo rachedurstige Geister lauern, und durch glühende Wüsten, die ihr alles abverlangen. Dabei muss sie ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein. Besonders dem Kronprinzen, der mit allen Mitteln verhindern will, dass die Magie je wieder zurückkehrt …

    Der internationale Bestseller!
    Große Kinoverfilmung bereits in Arbeit bei Fox 2000 (»Twilight«, »Das Schicksal ist ein mieser Verräter«)


    ∞ kleine Einblicke in´s Buch:


    Die Wahrheit, di der König mit den Toten verscharren wollte.
    "Am Anfang war Odisha ein Land, in dem die heiligen Maji lebten. Jeder einzelne der zehn Clans war von den Göttern mit einer anderen Fähigkeit zur Herrschaft über das Land bedacht worden. Es gab Maji, die die Macht über das Wasser hatten, andere konnten das Feuer beherrschen. Einige Maji besaßen die Fähigkeit, Gedanken zu lesen, andere konnten sogar in die Zukunft sehen!"
    Seite 24

    Ich kann mir nicht vorstellen, was die Arbeiter durchmachen. Heute Abend sauberzumachen, nur um morgen selbst dort verheizt zu werden. Wie grausam und heimtückisch - und umso schlimmer, weil es nur zum Vergnügen anderer geschieht.
    Ich komme zurück, beschließe ich. Ich rette diese Sklaven.
    Seite 252

    "Du musst keine Angst haben-"
    "Ich habe immer Angst!"
    Ich weiß nicht, was mich mehr entsetzt: die Kraft in meiner Stimme oder meine Worte.
    Angst. Ich habe immer Angst.
    Das ist die Erkenntnis, die ich seit Jahren verdränge und mit aller Macht zu vergessen versuche. Denn wenn die Angst überhandnimmt, bin ich gelähmt.
    Kann nicht mehr atmen.
    Kann nicht sprechen.
    Seite 366

    "Jetzt mal ehrlich!" Er kommt näher und blickt mir tief in die Augen. "Meiner unmöglichen Meinung nach brauchen Narben und Albträume Zeit zum Heilen. Mir sind deine Wunden ein bisschen zu frisch."
    "Was willst du damit sagen?"
    Roen legt mir die Hand auf die Schulter, so nahe an die Narben, dass ich instinktiv zusammenzucke.
    "Wenn du es nicht schaffst, muss ich es wissen. Nimm -"
    sagt er schnell, bevor ich widersprechen kann. "Nimm es nicht persönlich. Ich weiß, was du durchmachst. Als ich meine Crew auf dieser Weise verloren hatte, konnte ich wochenlang nicht sprechen. Kämpfen schon gar nicht."
    Seite 562

    ∞ meine Meinung:


    Auch wenn ich anfangs dann doch etwas skeptisch war, hat dieses Buch nicht lange gebraucht um mich von sich zu überzeugen.

    Nach der Leseprobe war zwar sehr gespannt auf das Buch, dachte mir aber letztendlich das mir dieses Buch nichts neues bringen wird. Das wir es hier -wie immer mit einer Geschichte zu tun haben, die wie jede andere auch mit einen Kampf, einem Sieg und einer Liebe endet - aber weit, sehr weit gefehlt ...

    Es gibt einen Kampf, einen Sieg - jedem Menge Niederlagen und Rückschläge. Liebe gibt es auch, aber nicht so wie wir es gewohnt sind!

    Das Setting ist phänomenal! Hier bin ich wirklich sehr gespannt auf die Umsetzung in der bereits anlaufenden Kinoverfilmung.

    Es gibt in der Tat einige Szenen auf die ich sehr gespannt bin da mein Kopfkino sehr lebendig, detailliert und einfach fantastisch war. Alleine die Geister, die Ruinen von Chandomble und die Arena und ihre Kämpfe in Calabrar (und das ist erst der Anfang!) sind Szenen, bei denen ich voll auf meine Kosten gekommen bin und wirklich nur schwärmen kann. Von der heiligen Insel, dem Kampf im Banditenlager oder von der Söldnerstadt bei Jimeta mal ganz abgesehen.

    Mein Kopfkino ist auf vollen Hochtouren auf seine Kosten gekommen und mir stellen sich jetzt noch die Härchen auf den Armen wenn ich an einzelne Szenen denke!

    Die Charaktere sind fantastisch ausgewählt, sehr gut aufeinander eingestellt und passen.

    Zelie, unsere Hauptprotagonistin ist für mich jemand, genau wie ich es mag: großmäulig, stur und zielstrebig. Aber auch ängstlich und liebevoll sind Charaktereigenschaften die sie zu einer sehr besonderen Protagonistin machen.

    Ihr Bruder Tsain ist sehr nah an Zelie angelehnt worin man nicht nur die Verwandtschaft sondern auch die tiefe Verbundenheit deutlich erkennt. Anfangs dachte ich wirklich, dass er jemand ist, der nur ein kurzes Gastspiel in diesem Roman haben wird – aber da habe ich mich gewaltig getäuscht da er zu einem starken Nebencharakter wird der Zelie auf ihrer Reise beschützt und begleitet. Letztendlich hat er sogar eine ganz eigene Geschichte hier bekommen, was mich sehr glücklich gemacht hat.

    Amari und Inan, eigentlich beides Charaktere die in dieser Geschichte auf eine völlig anderen Seite der Geschehnisse stehen, sind von der Autorin brillant umgesetzt und alles andere als hoheitlich. Vielleicht trägt hier auch der eigene Vater Saran und König des Landes Schuld daran, dass sie zu dem wirklich netten und sympathischen Menschen heran wuchsen, die sie letztendlich sind. Für Beide haben die Geschehnisse der Vergangenheit einen völlig anderen Stellenwert obwohl sie nie an der Glaubwürdigkeit gezweifelt haben. Es ist einfach die Zeit und das selbst erkannte und erlebte, dass sie zu anderen und viel besseren Menschen macht als ihr Erzeuger. Amari steht in diesem Buch eine größere Geschichte bei als Inan da sie jederzeit präsent ist und von einer verwöhnten Prinzessin zu zu einer stolzen Kriegerin, der Löwenesse wird! Inan begleitet uns ebenfalls das ganz Buch über - allerdings wirkt er bis zum Schluss wiedersprüchlich und er passt nicht wirklich in eine Schublade. Weder in die Eine, noch in die andere.

    Sehr gut hat mit an allen Darstellern gefallen, dass wir es mit sehr viel Gefühl zwischen ihnen und dem gewissen Kribbeln zu tun haben was letztendlich immer auf eine Liebe hinausläuft die nicht sein darf! Hier haben wir wie bereits erwähnt das Gefühl .... aber die typische Lovestory und das anschliessende Happy End ist hier doch etwas anders - aber sehr effektiv und sehr gut umgesetzt da ich bis zuletzt einfach nicht damit rechnete.

    Alle Darsteller dieses Romans sind mir –ohne Ausnahme- sehr ans Herz gewachsen sind.

    Und trotzdem gehen in dem Buch auch die eigentlichen Messagesnicht verloren:

    Szenen des Verlustes, Kampfes und Krieges, der Unterdrückung und Versklavung sind durchaus Themen, die ich kurz ansprechen möchte. Den dieses Buch strotzt nicht nur vor Freude, Leben und Liebe sondern es gibt auch sehr traurige Szenen und Situationen. Näher, möchte ich darauf aber nicht eingehen, da sie auschlaggebend für das Buch und sein Inhalt sind.

    Hier sollte jede (r) Leser (in) seine eigenen Erfahrungen und Emotionen freilassen.

    ∞ Fazit:


    Ein Buch, das sicherlich nicht jeden Leser anspricht, mich aber voll überzeugen konnte.

    Ein Buch, das für mich in allen Bereichen die volle Punktzahl erhält und somit zu einem ganz besonderen Highlight wird.

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    LaLectures avatar
    LaLecturevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Vielversprechender Auftakt, der Diversität ins Genre bringt, jedoch auch viele vorhersehbare Elemente enhält ​
    Tolle Basis, Umsetzung könnte noch besser sein ​

    Inhalt

    In Orïsha lebten einst die maji - Menschen, die von den Göttern magische Fähigkeiten erhalten hatte,. Doch dann ließ der König sie aus Angst und Hass töten und die Magie verschwand aus dem Land.
    Die 16-jährige Zélie ist eine divîner, das Kind einer maji, deren magische Fähigkeiten noch nicht erwacht sind. Als sie durch Zufall auf die Prinzessin Amari trifft, erfährt sie, dass sie auserwählt wurde, die Magie zurück nach Orïsha zu bringen. Gemeinsam mit ihrem Bruder Tzain und Amari macht sie sich auf den Weg, verfolgt von Amaris Bruder Inan, der bereit ist alles zu tun, um sein zukünftiges Königreich ein für alle mal von Magie zu befreien.


    Meinung

    Für die Idee von „Children of Blood and Bone“ war ich sofort Feuer und Flamme. Viele Menschen denken vermutlich kaum darüber nach, aber Menschen mit anderen Hautfarben als weiß sind in der Jugend(-Fantasy)-Literatur erstaunlich unterrepräsentiert. Umso schöner, dass Tomi Adeyemi sowohl mit ihren Figuren als auch den Einflüssen aus westafrikanischen Kulturen eine Portion Diversität in das Genre bringt.
    Wie sehr ich an weiße Figuren gewöhnt bin oder automatisch weiße Figuren vor Augen sah, bemerkte ich beim Lesen erst, als ich zunächst irritiert davon war, wie häufig die Hautfarbe einer Person - von Mahagoni bis Kupfer - beschrieben wird. Es dauerte eine Weile, bis ich merkte, dass diese Irritation daher kam, dass ich an weiße Figuren gewöhnt war, deren Weißsein nicht extra erwähnt werden musste. Ein ziemlich guter Kniff, der einen nebenbei die Augen öffnet, ohne belehrend zu wirken.

    Auch sonst enthält „Children of Blood and Bone“ wichtige Botschaften, denn es tut, was guter Fantasy tun sollte: Der Roman vermittelt durch die fantastische Geschichte eine durchaus reale Botschaft. Der Autorin zufolge entstand die Idee durch die Polizeigewalt gegenüber unbewaffneten People of Colour in den USA und das klingt im Text definitiv durch. Allgemein spielt auch die Bezeichnung „maggot“ (Made) für die divîners auf die Mechanismen des Rassismus an, in dem bestimmten Personengruppen die Menschlichkeit genommen wird, indem man sie als weniger wert, mehr als Tiere als als Menschen darstellt. Die Erklärung für den Hass auf die maji - Angst vor dem Unkontrollierbaren, Unbekannten - erinnert mich dagegen an die Art, wie beispielsweise gegen Geflüchtete Stimmung gemacht wird. Welche Erfahrungen mit Diskrimierungen man auch gemacht hat: Aus diesem Buch kann man sicherlich etwas mitnehmen.

    Der Grundkonflikt des Buches ist sehr interessant und wirft die Frage auf: Wäre es wirklich gut, wenn die Magie nach Orïsha zurückkäme?
    Dadurch, dass man mit divîners wie Zélie mitfühlt und mitbekommt, wie ihre Leute gequält und unterdrückt werden, wünscht man sich genau wie sie die Magie zurück und lernt die Adligen zu hassen. Man weiß, dass viele maji friedlich gelebt haben und dass der König damals viele Unschuldige ermorden ließ und heute Unschuldige zu Tausenden quälen lässt.
    Durch Inans Perspektive lernt man jedoch auch die Sicht derjenigen kennen, die wirklich glauben, dass die Welt ohne Magie friedlicher und sicherer ist. Man lernt, wie gefährlich unkontrollierte oder böswillig eingesetzte Magie sein kann, und kann teilweise verstehen, wieso Inan und der König verhindern wollen, dass sie zurückkommt.
    Diese Erzählweise macht das Buch sehr interessant, denn auch wenn man als Leser*in klar mit Zélie mitfiebert, versteht man die Motive der Gegenseite, auch wenn die Handlungen einiger Figuren absolut nicht zu entschuldigen sind. Gleichzeitig verhalten sich auch alle „Guten“ nicht immer einwandfrei und beide Seiten begründen ihre Taten damit, das Beste für Orïsha zu wollen.

    Angenehmerweise begnügt sich das Buch auch nicht mit der Aussage, dass die Magie zurückgebracht werden soll, denn die Figuren machen sich auch Gedanken darum, in welcher Form das geschehen und welche Maßnahmen getroffen werden müssten, damit es nicht einfach nur zu einem grausamen Krieg zwischen maji und kosidán (Nicht-magischen Menschen) käme. Magie wird nicht nur als Waffe zur Verteidigung gesehen - ein Eindruck, den man zunächst bekommt - sondern auch als Weg zu einem friedlichen Zusammenleben. In anderen Momenten erwecken die Figuren jedoch wieder lediglich den Eindruck, Macht und Rache zu wollen, was angesichts ihres Schicksals zwar verständlich, meiner Meinung nach aber keine gute Botschaft für ein Buch ist. Ich bin gespannt, wie sich dieser „politische“ Aspekt der Reihe in den Folgebänden entwickelt.

    In Bezug auf andere Elemente konnte mich „Children of Blood and Bone“ dagegen leider nicht ganz überzeugen.
    Das Motiv der auserwählten Außenseiterin aus sozial schwächeren Kreisen, die die Welt retten soll, ist durchaus nicht neu, auch wenn die interessante Figurenkonstellation mit Inan und Amari das wieder ein wenig wettmacht.
    Zélies aufbrausenden, unvorsichtigen Charakter und den Wunsch, anderen zu helfen, der ihr das ein oder andere Mal selbst zum Verhängnis wird, kennt man ebenfalls bereits von Figuren anderer Bücher. Immerhin ist ihre Art auch authentisch und sie keinesfalls perfekt.
    Auch die angedeuteten Liebesgeschichten waren sehr vorhersehbar und gingen für mich viel zu schnell und unverständlich vonstatten.

    Von der Figur des Inan war ich gleichzeitig an meisten fasziniert und genervt. Zum einen ist er wohl die interessanteste und tragischste Figur, von der ich je gelesen habe. Von seinem Vater wurde er gelehrt, die maji zu hassen, doch in diesem Buch muss er plötzlich seine eigenen Erfahrungen sammeln und mit seinem Weltbild in Einklang bringen.
    Oftmals verhält Inan sich aber auch extrem widersprüchlich und sprunghaft und nicht immer waren diese Sprünge für mich nachvollziehbar.

    Ein abschließendes Kompliment gibt es für den spannenden Showdown und das wirklich fiese Ende, das dafür sorgt, dass ich es kaum erwarten kann, dass im März 2019 der zweite Band der geplanten Trilogie erscheint.


    Fazit

    „Children of Blood and Bone“ bringt mit der Idee und den dahinterliegenden wichtigen Botschaften frischen Wind in das Fantasy- und Jugendbuch-Genre und bildet den vielversprechenden Auftakt einer neuen Trilogie. Leider enthält das Buch auch recht bekannte und vorhersehbare Elemente, insbesondere was die Figuren betrifft.

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    Sarunas avatar
    Sarunavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Fazit: endlich einmal diverse Fantasy!
    Fazit: endlich einmal diverse Fantasy!

    Inhalt
    Zélie erinnert sich wie es war, als in Orisha noch Magie herrschte und das Land in frieden lebte. Doch ein herrschsüchtiger König verbannte die Magie, lies die Majis jagen und brutal ermorden. Dabei verliert Zélie ihre Mutter und das Land seine Hoffnung. Viele Jahre später hat Zélie nun die Chance Magie zurückzubringen und Orisha zu retten.
     
    Schreibstil
    Ich habe die englische Ausgabe gelesen.
    Der Schreibstil war angenehm. Wir haben drei Ich- Erzählperspektiven: Zélie, Amari und Inan
     
    Persönliche Meinung
    Auf das Buch war ich sooo gespannt, da es ja schon vor Erscheinen mega gehypt wurde!
    Der Anfang entwickelte sich aber als mühselig. Ich fand einfach nicht in die Story hinein. Erst gab es so viele fremdartige Begriffe, teils Fantasy, teils afrikanisch (dieses Problem hatte ich ja auch bei City of Brass) und andererseits wollte mir die Geschichte einfach nicht so gefallen. Ich habe wirklich, wirklich lange gebraucht. Mehr als die Hälfte! um in dem Buch anzukommen. Die zweite Hälfte hat die Bewertung dann echt gerettet. Die war nämlich echt grossartig und macht Lust auf MEHR! (jetzt! Nicht erst 2019! JETZT!) aber die erste Hälfte fand ich eher langweilig.
     
    Nun gut, man möchte ja nicht allzu viel spoilern.
     
    «In his blood I feel the moment he woke after the Raid, the heartbreak that never ceased.
    In his blood, I feel everything.
    In his blood, I feel him.»
     
    Zélie war mir nicht wirklich sympathisch. Ich kann es nicht genau erklären, aber mich stört ihre impulsive, aufbrausende, unüberlegte Art. Mir hat sie gegen Ende dann besser gefallen. Aber vielleicht bin ich da einfach schon zu weise um diese jugendliche Naivität noch zu verstehen (hihi). Man erfährt ja auch wieso sie so ist und was es mit ihrem Verhalten auf sich hat und dadurch war es dann, für mich, verständlicher.
     
    «I’ve done it. I’m a Reaper. A true sister of Oya.»
     
    Mir gefiel Amari, die Prinzessin, da schon besser. Auch wenn bei ihr total klar war wohin der Hase läuft. Trotzdem waren ihre Sichten für mich erst leicht unnötig und ihre Entwicklung kam auch etwas schnell. Ich hätte mir da gerne einen langsameren Schritt gewünscht. Oder zumindest in ihren Flashbacks schonmal Andeutungen gehabt.
    Ausserdem konnte ich sie und Zélie nicht immer unterscheiden.
     
    Am besten gefallen hat mir (natürlich) Inan, Amaris Bruder. Die Verbindung zwischen ihm und Zélie war ein bisschen wie die von Kylo Ren und Rei aus Star Wars (Danke Sofi für diesen Input!) Mir gefiel, dass Inan zwischen den Fronten steht, getrieben von seinem Vater, verwirrt durch seine Gefühle. Wofür wird er sich entscheiden? Das Land oder sein Herz?
     
    «“Do you think they’ll tell stories about this?“ Amari asks. „About us? What would they call it? ‘The Magic Summoners‘?“
    „What about something simpler?“ Tzain offers. ‘The Princess and the Fischerman‘?“
    „That sounds like a love story.“»
     
    Natürlich kommt auch die Lovestory hier nicht zu kurz. Wir bekommen nämlich sogar zwei! Woohoo! Leider sehr vorhersehbar und gleichzeitig, was ich doch leicht übertrieben fand. Ich meine, da hat man ein Kapitel eines Protagonisten, mit cheesy Szenen, nur um dann im nächsten Kapitel mit einem anderen Protagonisten eine ähnliche schnulzige Szene zu haben? Das hätte man doch leicht versetzt bringen können. ABER! Mir haben sie gefallen. *lach* Das waren meine Lieblingskapitel, da sie einfach süss geschrieben waren und mir ein bisschen Herzklopfen gegeben haben.
     
    Nach all dem gemeckere nun zum Guten: Die Welt! Echt tolles Magiesystem, tolle Traditionen, Götter, da hätte ich sogar gerne noch mehr gehabt!
    Teilweise war es schon recht heftig und brutal, aber das war für mich authentisch! Sorry, aber wenn die im Krieg sind, dann sagen die halt nicht Bitte und Danke. Das gefiel mir, könnte dem ein oder anderen aber vielleicht zu heftig sein.
     
    «I finally know the truth. Yet I don’t know what in skie’s name I’m supposed to do.»
     
    Und zu guter Letzt möchte ich natürlich auch noch darüber reden wie toll es ist, dass wir endlich auch mal ein Fantasybuch haben mit dunkelhäutigen Protagonisten! Ich fand diesen afrikanischen Touch echt erfrischend und kann verstehen wieso das Buch deswegen so gehypt wird. Allerdings war es dann trotzdem nicht SOOOO toll. Ich fand das Buch gut, aber ich finde auch, dass es zu viel Aufmerksamkeit bekommt, nur wegen der diversity.
     
    Fazit: endlich einmal diverse Fantasy!

    4,5 sterne


    Kommentare: 1
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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Wird dem Hype absolut gerecht. Ein grandioses Fantasy-Debüt, das mich total begeistert hat. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten!
    Ein grandioses Fantasydebüt, das seinem Hype absolut gerecht wird

    Das Land Orïsha wurde einst von den zehn Maji-Clans beherrscht. Sie nutzten göttliche Kräfte, konnten heilen oder Gedanken lesen, kontrollierten Feuer und Wasser, Licht und Dunkelheit, Leben oder Tod. Doch vor 11 Jahren verschwand plötzlich alle Magie. Daraufhin ließ der skrupellose König Saran in der Blutnacht alle Maji töten, unter ihnen auch die Mutter der 17-jährigen Zélie Adebola. Die Kinder der Maji mit ihren markant weißen Haaren durften zwar weiterleben, werden aber seitdem verachtet, unterdrückt und als "Maggots" beschimpft. Alle Hoffnung auf bessere Zeiten scheint verloren, bis Zélie per Zufall ein magisches Artefakt in die Hände fällt. Gemeinsam mit ihrem Bruder Tzain und der rebellischen Prinzessin Amari begibt sie sich auf eine gefährliche Mission. Doch ihr Feind, der pflichtbewusste Kronprinz Inan, ist ihnen bereits dicht auf den Fersen. Kann Zélie die Magie nach Orïsha zurückbringen und ihrem Volk zu alter Macht verhelfen?

    "Children of Blood and Bone" stammt aus der Feder von Tomi Adeyemi und ist der Auftakt ihrer Legacy of Orïsha-Trilogie. Die Autorin aus Nigeria legt hier ein grandioses Fantasydebüt vor, das seinem Hype absolut gerecht wird. Der Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen und gefesselt. Definitiv ein Jahreshighlight!

    Allein das Worldbuilding begeistert. Tomi Adeyemi entführt uns hier nach Westafrika - in ein Königreich voller göttlicher Mythen und einzigartiger Magie. Ob heilige Tempel, quirlige Märkte, Wüstenstädte oder riesige Reit-Raubtiere - all das wird sehr lebendig und detailreich geschildert. Eine faszinierende, komplexe und gut erklärte Fantasywelt, die mit viel Atmosphäre glänzt. So fließen z.B. auch viele Worte und Sätze in afrikanischer Sprache mit ein. Zudem sind die Parallelen zur Realität unverkennbar. Denn die Autorin greift hier allgemeingültige Themen auf wie Rassismus, Unterdrückung, Gewalt und Ungerechtigkeit und regt damit zum Nachdenken.

    Dazu kommen interessante und vielschichtige Haupt- und Nebencharaktere, die allesamt Schwarz sind. Auch deshalb ist das Buch etwas Besonderes. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Geschwisterpaare: Fischerstochter Zélie und ihr Bruder Tzain sowie Prinzessin Amari und ihr Bruder Inan. Drei davon fungieren abwechselnd als Ich-Erzähler im Präsens: Zélie, die immer mehr an Stärke hinzugewinnt, aber auch ihre verletzliche und zweifelnde Seite zeigt. Amari, die alles andere ist als eine verwöhnte Prinzessin, ihre Ängste überwindet und sich bald als toughe Kriegerkönigin entpuppt. Und Antagonist Inan, der ein Geheimnis verbirgt, von einem besseren Orïsha träumt und hin- und hergerissen ist zwischen Pflicht und Gefühlen. Mir haben alle Figuren und ihre jeweilige Entwicklung ausgesprochen gut gefallen, besonders aber Zélie und Amari. Zwei starke und gleichwertige Heldinnen in einem Buch, die auch noch eine tolle Freundschaft verbindet. Das hat man auch nicht so oft.

    Das Ganze ist wunderbar geschrieben und liest sich angenehm flüssig. Schon bald fliegen die Seiten nur so dahin. Action und Spannung kommen dabei auf keinen Fall zu kurz - mit episch-magischen Schlachten zu Wasser und zu Land, blutigen Schwertkämpfen und rasanten Verfolgungsjagden. Wir erleben einige überraschende Wendungen und auch ein paar schockierend-brutale Szenen, die mich richtig fassungslos machten. Etwas Romantik darf natürlich auch nicht fehlen - mit einem bezaubernden Paar und einer schicksalhaften Liebe, die allerdings unter keinem guten Stern steht.

    Das alles gipfelt in einem packenden und dramatischen Showdown, bei dem mir so manches Mal der Atem stockte. Gelingt es Zélie & Co, die Magie nach Orïsha zurückzubringen? Wird jemals Frieden herrschen? Am Ende steht ein richtig fieser Cliffhanger, dessen wahre Bedeutung ich nur erahnen kann. Ich freue mich daher schon sehr auf die Fortsetzung und auch auf die bereits geplante Verfilmung!

    Insgesamt kann ich "Children of Blood and Bone" uneingeschränkt empfehlen. Grandiose und mitreißende Fantasy an tollen Schauplätzen, die ihrem Hype mehr als gerecht wird. Begeisterte 5 Sterne von mir!

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    teetaesschens avatar
    teetaesschenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Super spannend, auch wenn ich das Ende unbefriedigend fand... ich werde den Nachfolger lesen müssen!
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    Catties avatar
    Cattievor 3 Monaten
    Kurzmeinung: I expected a bit more but still an entertaining read full of magic, strong protagonists and a great setting.
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    Cari_fs avatar
    Cari_fvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Erfrischende Fantasy mit vielschichtigen Charakteren einem atemberaubenden Finale.
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    S
    Sarah_Wvor einem Monat
    traumrealistins avatar
    traumrealistinvor 2 Monaten

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