Das Bilderbuch Der Tag der Wale kommt ohne Worte aus und lässt die Leser:innen mit tausenden Gedanken zurück. Es ist ein emotionales Buch, das zeigt, wie Bilder Emotionen wecken und zum Nachdenken anregen können. Die Bleistiftzeichnungen sind detailreich und brennen sich förmlich in das Gedächtnis ein. Besonders der Kontrast zwischen den Walen und den Menschen wird stark hervorgehoben: während die Wale friedlich an den Menschen vorbeiziehen und ihres Weges gleiten, werden sie von den Menschen als Bedrohung angesehen, die es am Ende militärisch zu vernichten gilt. Während die Tiere selbst in ihrer Anmut über den Menschen schweben und friedlich existieren, wird der Mensch als das auslöschende Wesen inszeniert, das sich bedroht fühlt und dessen einziger Ausweg der Tod des anderen ist.
Der Tag der Wale ist damit weit mehr als ein Bilderbuch über Wale. Es ist ein Buch über die Unart des Menschen und darüber, welches Wesen oben friedlich gleitet und seines Weges gehen möchte und wer von unten schießt und tötet. In den Zeichnungen und im gesamten Buch stecken viele Emotionen, die am Ende gebrochen werden. Man bleibt mit der Frage zurück: wie wird es weitergehen?
Ein Bilderbuch für alle Altersklassen, die offen für dieses Thema sind und die Zeichnungen ,ertragen' können. Eine klare Empfehlung! 🐳




