Tommie Goerz Einkehr

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Inhaltsangabe zu „Einkehr“ von Tommie Goerz

Franken im Frühsommer, unerträgliche Schwüle lastet über dem Land und in Kommissar Behütuns keimt ein unheimlicher Verdacht: Hat sich vor Jahren die Bamberger Justiz geirrt? Läuft ein Mörder vielleicht noch frei herum? Und schlägt er womöglich nur bei dieser Wetterlage zu? Warum? Und wann wieder? Jetzt? Immer tiefer denkt sich Behütuns in die Psyche dieses Täters hinein oder ist er nur eine Schimäre? Da erscheint im Nürnberger Kommissariat eine Frau und macht eine verstörende Aussage: Hinter einer Reihe tragischer Unfälle vermutet sie Morde, eiskalt geplant und durchgeführt. Die Idee eines verworrenen Hirns? Die Spuren führen das Team um Behütuns Jahre zurück und in den Süden Europas nach Korsika, auf Mallorca und in den Norden Italiens, aber auch an verschiedene Orte in Deutschland. Und man findet etwas, das einen unerwarteten Zusammenhang herstellt, der weit zurück bis ins Mittelalter reicht. Eine geheimnisvolle Schrift ... und ein Mönch

Ein Krimi der in Deutschland spielt mit sehr tollen Protogonisten. Leider fehlt mir einiges.

— DremCatcher
DremCatcher

Ein klasse Krimi aus der Feder eines fränkischen Autors. Ein Muss für fränkische Krimi Fans

— Kerstin_Lohde
Kerstin_Lohde

Ein äußerst gelungener, anspruchsvoller Krimi, der den Leser fordert.

— Gela_HK
Gela_HK

Ein Regionalkrimi, der durch viel Psychologie überzeugt und mit einem ungewöhnlichen Schreibstil überrascht.

— angi_stumpf
angi_stumpf

Fränkischer Reginalkrimi mit interessanten Dialogen und einem außergewöhnlichen Fall, nur die Lösung überzeugte mich nicht. Aber lesenswert!

— vielleser18
vielleser18

kurzweiliger Regionalkrimi

— esposa1969
esposa1969
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  • Toller Frankenkrimi

    Einkehr
    -Anett-

    -Anett-

    22. October 2014 um 19:52

    Der Kommissar Behütuns hat hier nicht nur mit der äußerst unangenehmen Schwüle zu kämpfen, sondern auch mit einem Fall, der zum teil auch in der Vergangenheit liegt. Er ermittelt auf eigene Faust nach dem Auffinden einer Mädchenleiche. Hat der Fall doch etwas mit einem zu tun, der in vergangener Zeit vorlag? Wo man zwar einen Täter überführte, aber dies doch sehr fraglich erscheint. Und dann erscheint noch eine Frau in seinem Büro und erzählt Behütuns von einer scheinbaren Todesliste. Was ist daran? Sind die Namen auf der Liste willkürlich? Oder gibt es einen Zusammenhang? Eine sind bereits gestorben: Unfälle und Selbstmord. Aber was ist an den scheinbar zweifelsfreien Unfällen dran? Wurde doch nachgeholfen? So ermittelt der doch recht sympathische Kommissar und lässt uns oft an seinen, manchmal wirr scheinenden, Gedanken teilhaben. Dieser Krimi ist ganz anders, als die, die ich bisher gelesen habe. Am Anfang geht alles ziemlich wirr zu: Scheinbar unzusammenhängend werden hier von Todesfällen berichtet, in der Zeit hin und her gesprungen und ich hatte schon zu tun, das Buch nicht einfach zur Seite zu legen. Aber dann nahm es so langsam Fahrt auf und ich war hin und her gerissen. Auch ich machte mir meine Gedanken, wie das alles zusammen hängen könnte und von da an konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Dann machte auch der ganze Anfang Sinn und brachte Helles in diedunkle Angelegenheit. Ein gelungener Frankenkrimi mit sehr schönen Dialekt in manchen Dialogen, die ich immer wieder passend finde in so einem Regionalkrimi. Die Sprache verwirrte mich am Anfang etwas und auch manche Passagen schienen mir etwas langatmig, aber nach und nach wurde dies besser, so hatte ich jedenfalls das Gefühl. Das Ende war eher gewöhnungsbedürftig und ich hatte noch lange Zeit Kopfkino. Trotzdem sehr gelungen, kein blutiger Krimi, eher ein psychologischer, finde ich meist noch besser! Deswegen bekommt das Buch 4 Sterne / Bücher von mir

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  • Dem Leser wird eine Menge Aufmerksamkeit abverlangt, die ich nicht bereit war aufzubringen.

    Einkehr
    InaVainohullu

    InaVainohullu

    25. July 2014 um 07:57

    > Franken im Frühsommer, unerträgliche Schwüle lastet über dem Land – und in Kommissar Behütuns keimt ein unheimlicher Verdacht: Hat sich vor Jahren die Bamberger Justiz geirrt? Läuft ein Mörder vielleicht noch frei herum? Und schlägt er womöglich nur bei dieser Wetterlage zu? Warum? Und wann wieder? Jetzt? Immer tiefer denkt sich Behütuns in die Psyche dieses Täters hinein – oder ist er nur eine Schimäre? Da erscheint im Nürnberger Kommissariat eine Frau und macht eine verstörende Aussage: Hinter einer Reihe tragischer Unfälle vermutet sie Morde, eiskalt geplant und durchgeführt. Die Idee eines verworrenen Hirns? Die Spuren führen das Team um Behütuns Jahre zurück und in den Süden Europas – nach Korsika, auf Mallorca und in den Norden Italiens, aber auch an verschiedene Orte in Deutschland. Und man findet etwas, das einen unerwarteten Zusammenhang herstellt, der weit zurück bis ins Mittelalter reicht. Eine geheimnisvolle Schrift ... und ein Mönch …< Quelle: www.arsvivendi.com Meinung: Endlich mal wieder ein Krimi, noch dazu ein Fränkischer, damit kann man doch eigentlich nichts verkehrt machen, dachte ich, auch wenn ich bisher noch nichts von dem Autor kannte und das Cover des Buches jetzt nicht unbedingt durch viel Tamtam glänzt, sondern eher unscheinbar wirkt. Es zeigt ein ländliches Idyll, eine ruhige Gegend in der man nicht damit rechnet, das hier ein Verbrechen geschieht oder gar ein Mord verübt wird. "Einkehr" ist der fünfte Fall für Tommie Goerz' Komissar Friedo Behütuns. Wie oben schon erwähnt kannte ich vom Autor bislang nichts, was aber kein Problem sein sollte, versicherte man mir im Vorfeld, da man die Romane auch gut unabhängig voneinander lesen kann. Und hierzu kann ich sagen: In der Tat, man kann. Ob man auch sollte ist jetzt eine andere Geschichte. Ich war auf eine spannende Handlung, ein bisschen fränkischen Humor und einen verschrobenen Komissar eingeschossen. Ja, ich erwartete sogar den typischen Franken, denn man sagt uns nach, das wir in manchen Dingen "a weng" komisch wären. Der Humor war da, in Form von Dialogen im Dialekt, die ich oft sehr amüsant fand, die es für meinen Geschmack aber ruhig häufiger hätte geben dürfen. Auch Komissar Behütuns hatte Züge, die ich im Vorfeld so erwartete. Er ist ein Eigenbrötler, der viel mit dem Kopf arbeitet. Er denkt mehr, als er spricht und lässt sich nur selten bis gar nicht von seinem Standpunkt abbringen. Das fand ich gut, aber leider muss ich sagen, das seine Gedankengänge für mich nicht immer logisch und manchmal sogar schon sehr zäh zu lesen waren. Zäh ist auch das Stichwort um auf die Handlung zu kommen. Denn die hat so einige lange Strecken, die es dem Leser schwer machen dran zu bleiben. Die Geschichte beginnt direkt mit zu vielen verschiedenen Personen, an zu vielen verschiedenen Orten. Man erkennt keinen Zusammenhang und ist erst einmal so richtig schön verwirrt. Leider bleibt es auch so, die Abfolge der Ereignisse ist nicht besonders spannend, es gibt keine Höhepunkte, sondern es plätschert alles so vor sich hin. Tommie Goerz verliert sich in ellenlangen Sätzen und man erkennt einfach keine klare Linie, wohin das Ganze führen mag. Die Charaktere wirkten spröde und nicht besonders ausgeprägt und das Ende hat mich nicht ganz zufriedengestellt. Kurzum: Ich empfand dieses Buch als sehr anstrengend zu lesen. Das ganze Konstrukt erfordert einfach eine Menge Aufmerksamkeit des Lesers, die man vielleicht nur dann bereit ist aufzubringen, wenn man sich im Krimigenre auskennt und sich dort häufiger bewegt. Für mich, jemanden der zwar sehr gerne, aber auch selten Krimis liest, war es leider nix. Fazit: "Einkehr" von Tommie Goerz ist ein regionaler Krimi, der durch einen eigenwilligen Komissar und seinen ganz eigenen Humor glänzt, der mich von der Handlung her aber so gar nicht überzeugen konnte. Dem Leser wird eine Menge Aufmerksamkeit abverlangt, die ich nicht bereit war aufzubringen.

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  • Einkehr von Tommie Goerz - Kriminalroman - Borschiert

    Einkehr
    DremCatcher

    DremCatcher

    18. July 2014 um 16:33

    Einkehr von Tommie Goerz - Kriminalroman - Borschiert Titel: Einkehr Genre: Kriminalroman Preis: 14,90€ Broschiert | 9,99€ eBook Format: Broschiert | eBook AutorIn: Tommie Goerz Verlag: ars vi vendi Seiten: 325 Klaptext: Franken im Frühsommer, unerträgliche Schwüle lastet über denLand und in Kommissar Behütuns keimt ein unheimlicher Verdacht: Hat sich vor Jahren die Bamberger Justiz geirrt? Läuft ein Mörder vielleicht noch frei herum? Und schlägt er womöglich nur bei dieser Wetterlage zu? Warum? Und wann wieder? Jetzt? Immer tiefer denkt sich Behütuns in die Psyche dieses Täters hinein oder ist er nur eine Schimäre? Da erscheint im Nürnberger Kommissariat eine Frau und macht eine verstörende Aussage: Hinter einer Reihe tragischer Unfälle vermutet sie Morde, eiskalt geplant und durchgeführt.Die Idee eines verworrenen Hirns? Die Spuren führen das Team um Behütuns Jahre zurück und in den Süden Europas nach Korsika, auf Mallorca und in den Norden Italiens, aber auch an verschiedene Orte in Deutschland. Und man findet etwas, das einen unerwarteten Zusammenhang herstellt, der weit zurück bis ins Mittelalter reicht. Eine geheimnisvolle Schrift ... und ein Mönch Die Bilderechte unterliegen dem Verlag&Autoren Meine Meinung:  Zuerst war ich skeptisch ob ich Ja sagen sollte zu dem Buch, aber dann sagte ich ja und Lass es. Da ich leider so viel zu tun hatte (Renovieren des Hauses, Urlaub, Pc ging über eine Woche nicht, dann fiel das Wlan aus) kam ich nicht immer zum Lesen. Ich finde es richtig gut das dass Buch an einen Ort spielt, wo ich schon einmal war. Es Spielt in Franken statt. Mein Freund kommt selber aus (Ober)Franken. Mir viel sofort auf, das immer wen ein neues Kapitel anfing die Bibel Zitiert wurde (warum genau kann ich nur raten, vielleicht ein Bezug auf den Mönch Thomas?) Es werden immer wieder Ruckblenden eingeworfen die mir das Lesen ein bisschen erschwerten, war ich jetzt in der gegen wart oder geschah dies vor Jahren? Auch störte mich der Dialekt der gesprochen wurde -in manchen Dialogen, z.B. wen zeugen befragt wurden-, oftmals konnte ich das Gedruckte gar nicht Lesen und musste mein Freund fragen (dadurch war der Lesefluss total gestört) Zudem kam hinzu, das ich die Charakter nicht auseinander halten konnte, und nicht sofort wusste wer nun wer war. Trotz all dem lass ich das Buch zu ende. Es ist ja nicht schlecht, es wurde nur hin und wieder mein Lesefluss gestört. Der Hauptermittler ist etwas verpeilt und kommt schnell in schwitzen, und hat Probleme seiner liebsten zu gestehen was er wirklich fühlt. Das ende ist recht offen Gehalt und ich denke es wird eine Fortsetzung geben Fazit: Ein Starkes Buch was in Deutschland spielt, leider führte es mich in den Irrgarten und der Fall ist aufgelöst aber irgendwie auch nicht? Vielleicht mögt ihr ja die Harte Nuss knacken es mich aufklären, wegen der Verwirrung nur 3 von Fünf Sternen

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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  • Ein etwas anderer Krimi

    Einkehr
    danzlmoidl

    danzlmoidl

    Inhalt: Franken im Frühsommer, unerträgliche Schwüle lastet über dem Land und in Kommissar Behütuns keimt ein unheimlicher Verdacht: Hat sich vor Jahren die Bamberger Justiz geirrt? Läuft ein Mörder vielleicht noch frei herum? Und schlägt er womöglich nur bei dieser Wetterlage zu? Warum? Und wann wieder? Jetzt? Immer tiefer denkt sich Behütuns in die Psyche dieses Täters hinein oder ist er nur eine Schimäre? Da erscheint im Nürnberger Kommissariat eine Frau und macht eine verstörende Aussage: Hinter einer Reihe tragischer Unfälle vermutet sie Morde, eiskalt geplant und durchgeführt. Die Idee eines verworrenen Hirns? Die Spuren führen das Team um Behütuns Jahre zurück und in den Süden Europas nach Korsika, auf Mallorca und in den Norden Italiens, aber auch an verschiedene Orte in Deutschland. Und man findet etwas, das einen unerwarteten Zusammenhang herstellt, der weit zurück bis ins Mittelalter reicht. Eine geheimnisvolle Schrift ... und ein Mönch Meine Meinung: Schon lange ist es mir nicht mehr so schwer gefallen, meine Gedanken in einer Rezension zusammen zu schreiben. Meine innere Hin- und Hergerissenheit macht es mir da nicht leichter. Ich versuche es trotzdem einmal. Das Buch beginnt mit einem Mord. Hier beginnen schon die ersten Rätsel aufzutauchen. Was macht der Hirte in der Geschichte, woher die seltsamen Textausschnitte? Hier schon das erste Problem... Ich hatte wirklich wahnsinnige Probleme, die Textausschnitte, die in altdeutsch (oder was auch immer) geschrieben sind zu entziffern. Nicht nur, dass es wirklich eine sehr altertümliche Sprache ist, auch die Zeichen waren für mich teilweise einfach nicht sinnvoll. Mit viel Fantasie ging es dann. Ganz ehrlich? Ich finde es schade viel Zeit damit zu verbringen, die Zeichen in einen einigermaßen sinnvollen Text zu übersetzen. Ob man das aber auch unbedingt braucht? Trotzdem muss man aber sagen, dass es mal was anderes ist, was ich vorher in noch keinem Buch gesehen habe. Das macht es dann wieder interessant. Hier also schon die erste Zwiespaltung meiner Meinung. Wir befinden uns in der Geschichte aber auch in einem Kloster. Was hat das alles zu bedeuten? Ein rätselhafter Mönch, der es nicht schafft, sich an zeitliche Regeln zu halten? Wie war das noch mit den strengen Gesetzen in Klöstern? Dann der Ausflug an den Strand??? Die Morde werden immer mehr und man denkt sich eigentlich schon von Anfang an, dass diese zusammenhängen. Wurde ja auch von einer Frau so wiedergegeben. Die Ermittlungen, die hiermit in Verbindung stehen, fand ich dann wieder recht interessant. Den Schluss fand ich dann allerdings wieder etwas seltsam. Mir persönlich ging alles zu schnell und ein bisschen zu unkompliziert. Auf einmal war alles da. Mehr will ich hier aber nicht mehr verraten. Behütuns ist an sich ziemlich sympathisch. Teilweise ein bisschen verwirrt, oder besser ausgedrückt, phsychisch angeschlagen, lässt sich aber durch die anderen nicht abbringen, auch ältere Fälle wieder ans Tageslicht zu holen, da er einen Zusammenhang vermutet. Ich kannte die Reihe um den Kommissar Behütuns vorher noch nicht. Kam aber trotzdem mit der Story an sich klar, es war also kein Vorwissen notwendig. Das finde ich schon mal gut. Es kommt ja oft vor, dass man eine Reihe erst kennenlernt nachdem man irgendwo etwas über einen neuen Band gelesen hat. Klar gehören alle zusammen, trotzdem finde ich es toll, wenn alle ein Unikat sind, die auch losgelöst von den anderen gelesen werden können. Hier sehr gut gelungen. Wie schon anfangs erwähnt, fand ich es wirklich schwierig dieses Buch zu bewerten. Ich kann es nicht beurteilen, warum ich hier solche Probleme hatte. Ich weiß es einfach nicht... Selten war ich bei einem Buch so hin und hergerissen. Die Grundidee ist wirklich nicht schlecht, aber die ganze Struktur hat mich irgendwie manchmal zu sehr aus der Bahn geworfen. Ich denke, dass ich mit meinen 3 Sternen wirklich eine faire Bewertung für mich gefunden habe. Hoffentlich verwirre ich die Leute mit meiner Rezension nicht zu sehr. Ich habe einfach versucht meine Gedanken hier niederzuschreiben. Es sollte sich jeder wirklich selbst ein Bild davon machen, denn eine Rezension ist immer nur eine persöhnliche Beurteilung. Andere können das Buch vielleicht viel besser verdauen als ich. Fazit: Ich denke, ich werde diesem Autor noch eine Chance mit einem anderen Buch geben. Das ist auf jeden Fall fair.

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  • Leserunde zu "Einkehr" von Tommie Goerz

    Einkehr
    TommieGoerz

    TommieGoerz

    Hallo, wer macht mit bei einer Krimi-Leserunde rund um den kauzigen Nürnberger Kommissar Friedo Behütuns? Gerade ist nämlich beim ars vivendi Verlag mit "Einkehr" dessen fünfter Fall erschienen und ich würde 15 signierte, noch druckfrische Exemplare zur Verfügung stellen. Lust? Dann los! Was solltet ihr als Interessenten mitbringen? Das könnte nicht schaden: - Ein bisschen Sympathie für das herrliche Frankenland und für seine Bewohner. - Lust darauf, auch mal bis ins Mittelalter abzutauchen. - Und Neugier auf die faszinierende (und manchmal auch beklemmende) Welt des Vergessens. Dann wird euch das Buch ganz sicher Spaß machen. Zum Vorgehen. Ich würde folgendes vorschlagen: Das Buch hat 300 Seiten und wir teilen es in vier Teile auf: - Teil 1: Kapitel 1 - 8 (bis S. 77) - Teil 2: Kapitel 9 - 16 (bis S. 159) - Teil 3: Kapitel 17 - 22 (bis S. 223) - Teil 4: Kapitel 23 - Schluss (bis S. 301) So kommen wir gut und zügig durch. Bewerbungsfrist: bis einschließlich Samstag, 12. April. Am Montag 14. 4. dann gehen die Bücher raus und sind bis Ostern bei euch. Ab da geht's dann flott im 5-Tages-Rhythmus weiter: - Teil 1 lesen bis 25. 4. - Teil 2 lesen bis 30. 4. - Teil 3 lesen bis 5. 5. - Teil 4 lesen bis 10. 5. Und immer eine Bewertung oder einen Kommentar dazu abgeben. Ich selber werde die ganze Runde moderieren und auf alle Fragen und was sich sonst noch so ergibt, eingehen. Einverstanden? Perfekt. Und was müsst ihr tun, um mitmachen zu können? Das: Eine Frage beantworten. Diese: Wenn ihr mit dem Rad fahrt – fahrt ihr mit Helm oder nicht? Und warum? Das war's auch schon. Nur eines noch: Was mache ich, wenn es mehr Bewerberinnen bzw. Bewerber als Bücher gibt? Ich lose. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit, hier bei mir am Schreibtisch. Einverstanden? Dann freu ich mich auf eure Antworten! Euer Tommie Goerz

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    • 489
  • Friedo Behütuns ermittelt wieder

    Einkehr
    Mone80

    Mone80

    21. May 2014 um 10:50

    Inhalt: Frühsommer in Franken. Es ist unerträglich schwül und von einer Abkühlung ist in der nächsten Zeit nur zu träumen. Auch Friedo Behütuns leidet unter der drückenden Schwüle. Aber nicht nur das Wetter belastet ihn, auch ein Gedanke lässt ihn nicht los. Schon dreimal hat bei diesem Wetter ein Sexualmörder zu geschlagen. Wird er es nun wieder versuchen? Kann das Wetter einen so beeinflussen? Er versucht sich in die Gedankenwelt des Mörders hineinzufinden. Zur gleichen Zeit kommt eine unscheinbare Frau in sein Büro und macht eine unglaubliche Aussage. Sie behauptet, dass eine Reihe Unfälle keine Unfälle waren, sondern Morde. Die Nürnberger fangen an zu ermitteln und stoßen schon bald auf eine Gemeinsamkeit: Botschaften in alter Sprache und Schrift. Meine Meinung: Es ist der 5. Fall von Friedo Behütuns und seinem Team der Nürnberger Kriminalpolizei, doch man kann ihn auch gut ohne die Vorgängerbände lesen. Denn wirklich Wichtiges fädelt Tommie Goerz geschickt in die Geschichte mit ein. Als ich die ersten Seiten gelesen hatte, war ich mir nicht so sicher, wie ich das Buch denn jetzt finden sollte, denn im Gegensatz zu Auszeit, war der Anfang hier, sehr verwirrend und erforderte konzentriertes Lesen. Tommie Goerz lässt Handlungsorte, Zeiten, Personen und Gedanken nahtlos verschwimmen. Man ist erst bei Friedo Behütuns und aufeinmal befindet man sich in den Gedanken eines ganz anderen Menschen wieder. Doch der rote Faden (wie man so schön sagt) bleibt immer erkennbar. Erst nach und nach und genauso nahtlos kommt Ordnung in das Durcheinander hinein, so dass ich nicht das Gefühl eines ganz anderen Lesens hatte. Das Bild wird klarer und eine Struktur bildet sich, die vorher nicht so spürbar war. Und obwohl es so verwirrend am Anfang war, es war spannend und man machte sich seine eigenen Gedanken zu dem Fall. Sowohl mit älteren Mitbürgern in einem schönen fränkischen Dialekt, den man sehr gut auch außerhalb der Region versteht, als auch tiefergehende psychologische und philosophische Gespräche finden Platz in dem Buch und ergeben eine perfekte Mischung. Sie heben das Buch ein wenig ab von den anderen Regionalkrimis. Der Schreibstil ist genial und ich fand ihn in "Einkehr" auch sehr eigen. Aber er hat mir gefallen. Es gibt es detailvolle Beschreibungen der Umgebung, bei der sich ein Bild im Kopf projiziert. Die Stimmungen, die Schwüle werden spürbar. Einfach genial. Eingestreut wurden Zitate in alter Sprache und Schrift, die ich zwar nicht immer Wort für Wort verstanden habe, allerdings ist mir der Sinn dieser Zitate nicht im verborgenen geblieben. Wenn man dann noch einen Blick in den Quellennachweis wirft und weiß, woher sie stammen, dann kann man sich schon sehr gut vorstellen, was darin steht, auch wenn man es nicht Wort für Wort übersetzen kann. Am Anfang eines Kapitels stehen Zitate aus der Bibel, die zum jeweiligen Kapitel hervorragend passen. Fazit: Tommie Goerz hat mit "Einkehr" einen ungewöhnlichen Regionalkrimi geschrieben, der es aber versteht, den Leser zu packen. Spannung bis zum Schluss!

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  • Recht spannender - etwas außergewöhnlicher - Krimi!

    Einkehr
    Wildpony

    Wildpony

    19. May 2014 um 07:39

    Einkehr - Tommie Goerz Kurzbeschreibung Amazon: Franken im Frühsommer, unerträgliche Schwüle lastet über dem Land und in Kommissar Behütuns keimt ein unheimlicher Verdacht: Hat sich vor Jahren die Bamberger Justiz geirrt? Läuft ein Mörder vielleicht noch frei herum? Und schlägt er womöglich nur bei dieser Wetterlage zu? Warum? Und wann wieder? Jetzt? Immer tiefer denkt sich Behütuns in die Psyche dieses Täters hinein oder ist er nur eine Schimäre? Da erscheint im Nürnberger Kommissariat eine Frau und macht eine verstörende Aussage: Hinter einer Reihe tragischer Unfälle vermutet sie Morde, eiskalt geplant und durchgeführt. Die Idee eines verworrenen Hirns? Die Spuren führen das Team um Behütuns Jahre zurück und in den Süden Europas nach Korsika, auf Mallorca und in den Norden Italiens, aber auch an verschiedene Orte in Deutschland. Und man findet etwas, das einen unerwarteten Zusammenhang herstellt, der weit zurück bis ins Mittelalter reicht. Eine geheimnisvolle Schrift ... und ein Mönch Mein Leseeindruck: Dieser Krimi ist so ganz anders als ich es von Krimis gewöhnt bin. Er ist unumstritten aber super spannend! Ein eigentlich sehr sympatischer Kommissar kämpft nicht nur mit der schwülen Hitze, sondern auch mit einem alten und einem voraussichtlich neuen Fall. Beide Fälle bringen ihn ziemlich an seine Grenzen. Und wenn es um einen Kindermörder geht fiebert man als Leser auch ziemlich mit. Gleichzeitig laufen verschiedene Stränge zu jeweils ungewöhnlichen Todesfällen. Und zwar bei Menschen, die ihren Reichtum und ihre Macht auf Kosten anderer erzielt haben. Sind es wirklich unzusammenhängende Unglücksfälle oder "richtet" hier jemand? Und was hat es mit den Zetteln mit altertümlicher Schrift auf sich, die jeweils bei den Verunglückten gefunden werden? Fazit: Ein sehr spannender und ungewöhnlicher Krimi der mich schon sehr gefesselt hat. Leider war mir das Ende zu "ungeklärt" und auch ein bißchen unrealistisch. Aber ich bin sowieso kein Freund von offenen Enden. Da läuft sonst mein Kopfkino heiss. Daher gibts von mir 4 Sterne für diesen Franken-Krimi. Der Dialekt ist übrigens sehr passend und gelungen. Für ein flüssiges Lesen hätte ich mir jedoch eine Übersicht im Buch gewünscht, bei der inhaltlich nochmal wieder gegeben wird, was in dieser alten Schrift auf den gefundenen Zetteln steht.

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  • Ein super spannender fränkischer Krimi

    Einkehr
    Kerstin_Lohde

    Kerstin_Lohde

    Also ich muss sagen für Franken und Franken Fans ist das ein absolutes Must Have Buch, es hat mich vollends überzeugt und ich werde das mal in der Bibliothek meines Vertrauens vorschlagen. Der Krimi liest sich gut und flüssig, und manche Protagonisten läßt der Autor ihre Sprache sprechen was ich als Underfränggin klasse finde. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mit dem Lesen des Dialekts. Und das offen gelassene Ende erzeugt bei mir genug Spannung das ich mir den Nachfolgeband beosrgen werde und lesen werde.

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    • 2
  • Das Wissen um die Wahrheit

    Einkehr
    Gela_HK

    Gela_HK

    Das Frankenland leidet unter frühsommerlicher Schwüle und auch Kommissar Behütuns fühlt eine innere Unruhe, die zu einem unaussprechlichen Verdacht führt. Was, wenn er Recht behält und ein Unschuldiger vor Jahren des Mordes bezichtigt wurde. Wer ist dann der wahre Mörder und was hat das mit dem Wetter zu tun? Dann taucht auch noch diese unscheinbare - nichtsige -  Frau auf und gibt vor, eine Todesliste gefunden zu haben. Die anfängliche Ignoranz der Kriminaler löst sich, als historische Schriften aus dem Jahr 1488 einen Zusammenhang zu den vermeintlichen Unfällen herstellen. Tommie Goerz hat auch im fünften Fall für den fränkischen Kriminalkommissar Friedemann (Friedo) Behütuns einen ungewöhnlichen Fall inszeniert. Mit gewohnt spitzzüngigem, meisterhaft ausgearbeiteten Schreibstil wird der Leser durch ein Labyrinth aus kriminalistischen Fakten und historischen Informationen geführt. Durch unterschiedliche Schreibstile erlebt man Behütuns mentalen Zustand hautnah. Er ist ungeduldig, sprunghaft, verkrampft, kränkelnd oder in Anwesenheit seiner französischen Freundin Julie, zurückhaltend und unentschlossen. Dann denkt er wieder ausufernd, lang und abwesend über Vergangenes nach: "In sich gewandt war sie die Straße entlanggegangen auf dem Gehsteig, ihm entgegen, er hatte im Auto gesessen, an einer Ampel gewartet. Da fing sie plötzlich an zu springen, ansatzlos, unfassbar leicht, wie schwerelos, klatschte die Hände über dem Kopf zusammen, lachte fröhlich, sang einen Vers, sang einfach das, was sie gedacht hatte, und hüpfte dann - 'Zwischenhupfer' - hatten sie das früher genannt, war ihm da eingefallen - den Gehsteig entlang, tief in der eigenen Welt." Untermalt wird die Story durch das fränkische Lokalkolorit. Zeugenbefragungen werden für den ungeübten Dialektkenner zum Erlebnis. Man kommt so richtig aufs G'schmäggle. Als einziger kleiner Kritikpunkt ist mir der Ausflug in die Psychologie ein wenig zu lang ausgefallen. Zwar ist das Wissen zum Thema Vergessen höchst interessant geschildert und wichtig für die Handlung, doch habe ich mich beim Lesen immer mehr von der Story gelöst. Fazit: Ein äußerst gelungener anspruchsvoller Krimi, der den Leser fordert.

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    • 2
    TommieGoerz

    TommieGoerz

    11. May 2014 um 23:14
  • ein Regionalkrimi der anderen Art

    Einkehr
    anja_bauer

    anja_bauer

    Bamberg. Es ist Frühsommer und eine schwere Schwüle herrscht  in der Stadt und auf dem Umland. Kommissar Behütuns macht diese schwer zu schaffen. Trotzdem ermittelt er in einen Mordfall eines jungen Mädchens. Aber auch in einen anderen Fall kommt ihm ein Verdacht, das sich die Bamberger Justiz geirrt hat und evtl. Mordfälle als Unfälle aufgenommen worden sind. Immer tiefer gräbt sich Behütuns und seine Kollegen in den Fällen rein. Als dann in Nürnberg auf der Polizeiwache eine Frau auftaucht und behauptet, diese Unfälle seien in Wirklichkeit Morde, ist er ganz von diesen Fällen besessen. Die Spuren führen in fremde Länder, sogar der USA und liegen teilweise Jahre schon zurück. Und dann entdecken er und sein Team auch noch einen Zusammenhang: Jeder der Toten hatte ein Foto mit einem altertümlichen Schriftstück drauf. Und alle Toten waren zuvor in einen Kloster und in diesem Kloster war immer der gleiche Mönch? Ist das der Mörder oder sind es wirklich nur Unfälle. Der Anfang dieses Buches ist etwas verwirrend, denn es wird oft in den Zeiten gesprungen und auch in den Ortschaften. Auch eine Menge Leute kommen am Anfang darin vor und man verliert etwas an Durchblick. Bisher fehlt die Spannung noch, aber so ab Seite 100 wird es besser und da geht es hauptsächlich nur noch um Behütuns und sein Team. Auch baut sich hier eine gewisse Spannung auf. Aber oftmals verliert sich der Autor auch in Erzählungen, die etwas langatmig sind. Bei den Ermittlungen in fränkischen Raum kommt auch die fränkische Sprache hier zu „Wort“, was aber das Buch interessant macht. Als nichtfranke muss man zwar evtl. zweimal lesen, bis man das ein oder andere verstanden hat, aber das tut der Handlung keinen Abbruch. Die meisten Protagonisten sind mir schon symphytisch, aber es gibt auch den oder die ein oder andere(n), der mir irgendwo unsympathisch ist. Z. B. Julie. Sie ist Wissenschaftlerin und ist immer und stets alles am Hinterfragen. Ich bin der Meinung, da kann doch ein Mensch nicht glücklich sein damit. Manchmal muss man doch das leben nehmen wie es kommt und nicht alles in Frage stellen. Aber auch Jaczek und seine „eingeschnappte“ Art.  Ich persönlich mag solche empfindlichen Menschen nicht so recht. Mein Fazit: Dieser regionale Krimi ist anders als andere Krimis. Er ist einfach wie ein Dorfleben, aber doch interessant. Er ist lockerer und nicht verkrampft. Der Schreibstil ist zwar am Anfang manchmal langatmig und stellenweise sehr ausführlich in manchen Themen, aber das bessert sich. Aber es gibt da auch ab und an eine Stelle, die ich echt gut finde. Z. B. die Stelle, wo sich Behütuns mit dem Psychiater unterhält und er dem Kommissar das mit dem Vergessen erklärt: „“Wenn Sie alles vergessen, sind Sie ja nicht mehr Sie. Sie sind ja nur, was Sie erfahren haben, was Sie wissen, was irgendwann einmal irgendwie in Ihren Kopf…““ Eine tolle Aussage mit so viel Wahrheit. Das Ende fand ich nicht so toll. Es bleiben Fragen offen in Bezug mit dem Tot des jungen Mädchen oder der Gesundheit Behütuns. Aber auch wie es mit den ein oder anderem Kollegen von ihm weitergeht. Dafür gibt es einen Punkt Abzug. Vielleicht werden diese Fragen ja im nächsten Buch beantwortet. Aber das fände ich nicht so toll. Denn so ist man doch irgendwie gezwungen, das folgende Buch auch zu lesen.

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    • 2
    TommieGoerz

    TommieGoerz

    11. May 2014 um 18:38
  • Einkehr Tommie goerz

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    Linda-Marie

    Linda-Marie

    06. May 2014 um 21:13

    Kommissar Behütuns ermittelt in einem ungewöhnlichen Fall einer Unfallserie, wird aber gleichzeitig von Ermittlungen zu Sexualdelikten an Kindern nicht losgelassen. Seine Gefühle leiten ihn immer weiter in diesen Fall. Seine neue Liebe hilft bei den Ermittlungen, aber gleichzeitig beschäftigen auch schwierige "Personalangelegenheiten" in seinem Team. Es passiert viel in diesem Buch, alleilei Informationen werden eingespielt, manchmal ist das Lesen etwas verwirrend- das passt aber zu dem Kommisar und zu dem Buch. Genauso gestaltet sich auch das Ende- Man sollte es schon selber lesen- es lohnt sich, sich auf den Stil einzustellen.

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  • Spannend konstruierter Fränkischer Krimi :-)

    Einkehr
    mamamal3

    mamamal3

    Friedo Behütuns ist Polizist im Fränkischen Nürnberg. Er ermittelt in mehreren Vermisstenfällen, es sind Mädchen verschwunden. Doch irgendwann kommen seltsame Todesfälle hinzu, denn seine aufmerksame Nachbarin hätte da so eine Liste mit Namen... Was haben diese Menschen allerdings gemeinsam und wer hat sie zusammengeschrieben? Viele Fragen gibt es zu beantworten, doch dann werden auch noch seltsame Zettel an den Unfallorten gefunden. -------------- Mir gefällt am Buch die Fränkische Mundart, die desöfteren miteinfliesst. Ebenso die Beschreibung der Schauplätze findet ich toll. Der Ermittler Behütuns ist ein fränkisches Original und als Leser kann man sich prima in seine Situation versetzen. Was mir nicht ganz so gut gefiel bzw. musste ich mich erst da hineinfinden: Der Autor spielt mit Perspektiven und verschiedenen Zeiten- das verwirrte mich manchmal ein wenig. Aber durch das gemeinsame Lesen in der Leserunde könnten meine Fragen geklärt werden. Ob mir das auch alleine gelungen wäre, weiß ich nicht. :-)

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    • 3
    mamamal3

    mamamal3

    04. May 2014 um 20:40
  • Beschaulich und intelligent

    Einkehr
    Karin_Kehrer

    Karin_Kehrer

    Unerträgliche Schwüle lastet über dem Frankenland und den Nürnberger Kommissar Friedo Behütuns quält ein Verdacht: Hat das Wetter am Ende mit drei Mädchenmorden zu tun, die in den vergangenen Jahren geschehen sind? Behütuns ist für diese Fälle nicht zuständig und handelt sich einen Rüffel von seinem Vorgesetzten ein.  Dann macht eine Frau eine abenteuerliche Aussage. Sie ist im Besitz einer Liste von Namen - Männer, die sich durch skrupellose Betrügereien bereichert haben. Sieben von ihnen sind durch Unfälle gestorben. Oder war es am Ende Mord? Die Fälle sind abgeschlossen, Behütuns macht sich durch Nachforschungen unbeliebt.  Zettel in altertümlicher Schrift werden gefunden, eine Art Rachebotschaft?  Behütuns gerät in Bedrängnis. Denn nicht nur die Mordfälle beschäftigen ihn, auch mit seiner Gesundheit steht es nicht zum Besten.  Ein Krimi der etwas anderen Art: Kein Katz-und-Maus-Spiel mit garantierter Auflösung sondern ein nachdenklich gestimmter Kommissar, dessen verzweigtes Gedankengebäude sich auf den Leser überträgt - sofern sich dieser darauf einlässt.  Viel Atmosphäre - die drückende Schwüle wird in manchen Abschnitten so richtig greifbar, dazu die dörfliche Umgebung, die Straßen Nürnbergs - sehr anschaulich geschildert!  Ausflüge in die Psychologie - die Strategie des Vergessens fand ich sehr faszinierend erklärt - in Philosophie und Geschichte bergen manchmal die Gefahr, langatmig zu geraten, wenn ein Autor die Leser mit dem erworbenen Wissen beglücken will. Aber hier fügt sich alles zu einem harmonischen Ganzen, denn die Ausführungen werden immer wieder mit den Beobachtungen des Kommissars gemischt.  Beim Lesen muss man allerdings aufpassen: Es gibt viele versteckte Hinweise, die man leicht überliest und so vielleicht ein wenig ratlos zurückbleibt. Sobald man aber erkannt hat, dass hier Langsamkeit angesagt ist, erschließt sich eine sehr komplexe Handlung, deren Teile sich wie ein Puzzlespiel zusammenfügt.  So kann ich auch mit dem ungewöhnlichen Ende leben, das die Lösung auch eher zwischen den Zeilen präsentiert.  Fazit: Ein Krimi für Entschleunigte, die sich auf Gedankenspiele einlassen möchten. 

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    • 3
  • Krimi und Psychologie

    Einkehr
    vielleser18

    vielleser18

    Nürnberg, Frühsommer und ziemlich schwülwarm: Kommissar Behütuns hat eine Ahnung, er befasst sich mit einer Reihe von Mädchenmorden und findet bei drei Fällen eine Verbindung. Hat er Recht ? Einer dieser Fälle ist schon längst aufgeklärt, ein offensichtlicher Täter schon verurteilt. Doch Behütuns kommen Zweifel. Ein weiterer Fall ist ein vor einer Kirche aufgefundener Zettel. Eine Liste mit 15 Namen darauf. Alles Männernamen. Und die Hälfte von denen ist bereits tot. Aber nicht ermordet, sondern bei verschiedenen Unfällen ums Leben gekommen. Zufall ? Oder steckt mehr dahinter ? Der Leser ist immer einen Schritt voraus, werden ihm doch durch viele Sequenzen weiteres Wissen vermittelt. Nach und nach werden in der Rückblende verschiedene Unfälle geschildert, der Leser erfährt, dass alle diese Männer eines gemeinsam haben: sie sind alles Menschen, die andere ausgebeutet haben um selber an das große Geld zu gelangen. Aber auch ein scheinbar unscheinbarer Ansbacher Beamte kommt zu Wort.   Dies ist der fünfte Fall von Kommissar Behütuns. Aber man hat kein Problem diesen Krimi zu lesen, wenn man die anderen Bücher nicht kennt. Eines vorweg: dieser Krimi hat Niveau, es besticht durch ausgefeilte Dialoge, vertieft das Wissen um das Vergessen und zeigt einen Kommissar mit Ecken und Kanten. Ein Bibelspruch vor jedem Kapitel, viele altertümliche Fragmente, Textstellen, machen neugierig, vor allem der immer wieder durchblitzende schwarze Humor hat mir sehr gefallen. Ebenso der fränkische Dialekt, der unheimlich gut in diesem Krimi durchblitzte, der aber auch für mich, der nicht in Bayern wohnt, sehr verständlich geblieben ist. Dennoch muss man das Buch sehr konzentriert lesen, am Anfang musste ich erst in die Geschichte hineinfinden. Die vielen wechselnden Zeiten und die Abschnitte, bei denen mir der Wechsel bei den Personen nicht auffiel, und besonders das Ende, das mich nicht ganz überzeugt hat, dafür gebe ich Punkteabzüge. Am Ende sind es bei mir 3,5 gute Sterne.

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