Toni Feller

 4.2 Sterne bei 45 Bewertungen
Autor von Die Sünde, Das Gesicht des Todes und weiteren Büchern.
Toni Feller

Lebenslauf von Toni Feller

Toni Feller … … Jahrgang 1951, Hauptwohnsitz in Germersheim/Rheinland-Pfalz, Nebenwohnsitz in Bruchsal-Untergrombach, seinem Heimatdorf, Maschinenbaustudium, danach Polizeilaufbahn, Kriminalhauptkommissar und 26 Jahre Mitglied der Mordkommission sowie über 10 Jahre Mitglied der Verhandlungsgruppe beim Polizeipräsidium Karlsruhe, seit September 2011 in Pension. 1994 erste Veröffentlichung eines Lyrikbandes, bis heute insgesamt 12 Bücher verschiedener Genre, 12 Bühnenstücke (Komödien), Drehbuchvorlagen für drei Dokumentarfilme, Publikationen in Fachzeitschriften, mehrere Auszeichnungen des Arbeitskreises Heimatpflege Nordbaden, Teilnahme an verschiedenen Drehbuchautorenseminaren am Goethe-Institut Freiburg und Schreibseminaren des Förderkreises Deutscher Schriftsteller. Sieben TV-Auftritte als Buchautor u.a. bei Susanne Fröhlich (MDR), Markus Lanz (ZDF) und Frank Elstner (SWR). Aktuelle Bücher: TÖDLICHES SPIEL, Stuttgart-Krimi erschienen Oktober 2010 beim ars vivendi Verlag, DAS GESICHT DES TODES (authentische Kriminalfälle) erschienen im April 2011 beim Heyne Verlag, DIE SÜNDE; Thriller, erschienen am 26. September 2013 beim Wellhöfer Verlag

Alle Bücher von Toni Feller

Die Sünde

Die Sünde

 (23)
Erschienen am 26.09.2013
Das Gesicht des Todes

Das Gesicht des Todes

 (13)
Erschienen am 08.03.2011
Die Samaritermaske

Die Samaritermaske

 (4)
Erschienen am 01.01.2006
Die Sünde: Peccantia

Die Sünde: Peccantia

 (2)
Erschienen am 26.09.2013
Tödliches Spiel

Tödliches Spiel

 (2)
Erschienen am 07.10.2010
Samaritermaske

Samaritermaske

 (1)
Erschienen am 01.02.2004
Gedankenflüge

Gedankenflüge

 (0)
Erschienen am 30.07.2013

Neue Rezensionen zu Toni Feller

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dreamily1s avatar

Rezension zu "Tödliches Spiel" von Toni Feller

Hier wird auf Realität gesetzt
dreamily1vor 2 Jahren

Jürgen Nawrod, Leiter des Rauschgiftdezernats und damals auch der Einsatzleiter eines Einsatzes in dem der Kollege und Freund Charly ums Leben kam. Diese Nacht hat sein Leben verändert, die Beziehung ging zu bruch, der Alkohol ist ein sehr guter Freund geworden. Viele Kollegen geben ihm die Schuld das Charly gestorben ist. Nach seiner Suspendierung fängt er wieder an zu arbeiten, jedoch wird er direkt zum Dezernat 1 geschickt und er soll dort Drexler unterstützen der Vermisstenfälle bearbeitet. Nur widerwillig nimmt er sich seiner neuen "Aufgabe" an. Er übernimmt den Fall des vermissen Heinrich von Kampen. Bereits 3 Menschen der Familie von Kampen sind entweder spurlos verschwunden oder ums Leben gekommen. Ist es nur ein "dummer" Zufall oder steckt mehr dahinter und ist Manuel, der einzigste Übelebende der noch übrig geblieben zu sein scheint ebenfalls in Gefahr??

Ein wirklich realistischer Krimi bekommt der Leser hier zu lesen, was wahrscheinlich daran liegt, das der Autor selbst früher Jahre lang bei der Polizei tätig war. Man kann sich gut darin einfinden, wenn ich mich auch anfangs an den Schreibstil gewöhnen musste. Es wird alles gut beschrieben, die Polizeiarbeit, Mobbig gegenüber Nawrod, wie eben die Kollegen so reagieren, ob positiv oder negativ und und und. Man merkt schon das der Autor nicht einfach nur einfacher Autor ist, sondern wirklich vielleicht sowas oder ähnliches erlebt hat und selbst Polizist mal war.
Ich bin etwas zwiegespalten, da es eigentlich ein wirklich guter Krimi ist, der auch trotz das man weiß wer der Täter ist, seine spannenden Stellen hat. Nur für mich, wenn ich das Buch insgesamt sehe, keine Oberklasse. Mit dem Ende, trotz Überraschung, hadere ich etwas, ich tue nun mal auch lieber etwas mitgrübeln wer dahinter steckt...daher auch nur ca. 3,5 bis 4 Sterne. Was ist aber wirklich toll finde das man hier ein Stück Realität bekommt, wenn ich damit auch nicht sagen möchte das jeder andere Krimi an den Haaren herbeigezogen ist, aber der Autor ist vom Fach eben ;-) Auch Nawrod wirkt real mit seinen Stärken und Schwächen. Eine Empfehlung spreche ich aus, wer Krimis mag, der kann es ruhig mal lesen.

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Igelmanu66s avatar

Rezension zu "Das Gesicht des Todes" von Toni Feller

Nichts ist spannender und aufwühlender als die Realität
Igelmanu66vor 2 Jahren

»Obwohl mitunter die Ansicht vertreten wird, das Beschreiben spektakulärer, authentischer Kriminalfälle sei nichts anderes als die Befriedigung sensationslüsternen Voyeurismus, denke ich doch, dass schwere und schwerste Straftaten selbst lange Jahre nach der Tat nicht einfach totgeschwiegen werden sollten. Die Öffentlichkeit hat sehr wohl ein Recht darauf, im Nachhinein zu erfahren, was sich hinter den Verbrechen verbirgt und was hinter den Kulissen des Polizei- und Justizapparates so alles geschieht. … Ich bin der Meinung, wer die Augen vor den grässlichen Taten gemeiner und brutaler Mörder verschließt, wer davon nichts wissen möchte, lässt die Opfer allein. Und Opfer sind nicht nur die Ermordeten, sondern insbesondere auch deren Hinterbliebene.«

 

Man merkt schon, dieses Thema liegt dem Autor am Herzen. Und er weiß, wovon er spricht. Toni Feller, Kriminalhauptkommissar und seit 1985 Mitglied der Mordkommission im Polizeipräsidium Karlsruhe, berichtet hier aus seinem Alltag. Er stellt einige authentische Mordfälle vor und gibt einen Einblick in die dabei stattfindende Polizeiarbeit, die meist ganz anders ist, als gewöhnlich im Krimi dargestellt wird. Zum Beispiel »[spürt] der Leiter einer Mordkommission den Täter niemals persönlich auf, wie es in Filmen und Kriminalromanen gern dargestellt wird. Seine Aufgabe ist es explizit, die anfallende Arbeit zu koordinieren, an die Unterabschnitte zu delegieren und gegebenenfalls den Rücklauf zu kontrollieren.« Darüber hinaus wird deutlich, wie kleinteilig und akribisch gearbeitet werden muss, wieviel Geduld manchmal notwendig ist und dass Polizeiarbeit nichts für Einzelkämpfer ist, sondern im Team stattfindet.

 

Die vorgestellten Fälle sind richtig heftig, nicht zuletzt auch deshalb, weil man weiß, dass sie nicht der Phantasie eines Autors entsprungen sind, sondern nach Abänderung von Namen, Berufen, Orts- und Zeitangaben zur Wahrung des Datenschutzes aus Polizeiakten entnommen sind. Ich lese ja gerne und viel Krimis, aber hier musste ich an der ein oder anderen Stelle schon schlucken. Dabei wird auf alle Erzähltechniken verzichtet, die man gemeinhin zum Spannungsaufbau verwendet, selbst die grausamsten Details werden nüchtern geschildert, mit alleinigem Schwerpunkt auf der sachlichen Richtigkeit. Es klingt wie das, was es im Grunde ist: Ein Polizeibericht. Traurige und erschreckende Realität. Neben Protokollen und Zeugenaussagen werden auch gesetzliche Grundlagen zitiert und Einblicke in die Gerichtsverhandlungen gegeben.

Dazwischen allerdings gestattet sich der Autor immer wieder ein paar persönliche Worte, in denen er zum Beispiel Missstände staatlicher Stellen anspricht und auch vor brisanten Themen (wie zum Beispiel „Freigänger“) nicht haltmacht. Er schießt manchmal ganz schön scharf, das hat mir gefallen!

 

Um noch mal auf den Stil zurückzukommen und es ganz klar zu sagen: Das hier ist ein Sachbuch, kein Krimi oder Thriller. So etwas schreiben kann der Autor auch (siehe „Die Sünde“), hier aber verzichtet er auf die klassischen Stilmittel, womöglich um sicherzustellen, dass durch den sehr sachlichen Stil nicht die falsche Zielgruppe „angesprochen“ wird. Mich hat das Buch absolut gefesselt, manchmal schockiert, manchmal nachdenklich gemacht. Ich zitiere hier mal einen Satz aus dem Klappentext, den ich voll unterschreiben würde: »Nichts ist spannender und aufwühlender als die Realität!«

 

Fazit: Realität pur. Mich wühlt ein nüchterner Polizeibericht mehr auf, als der blutigste Thriller. Eine volle Leseempfehlung für jeden, der Wert auf Realismus legt.

 

»Schließlich sollte die authentische Fallschilderung auch dazu dienen, Polizisten, Ärzte und Behörden zu noch mehr Wachsamkeit aufzurufen, so dass sich solche oder ähnliche Fälle nicht noch öfter als bisher wiederholen.«

Kommentare: 10
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cvcoconuts avatar

Rezension zu "Die Sünde" von Toni Feller

ein dunkler Hintergrund
cvcoconutvor 4 Jahren

Ein Mann wird zunächst entführt und eingesperrt. Es sieht erst recht harmlos aus, doch dann beginnen seine Entführer ihm einen Finger abzuschneiden und nach und nach andere Körperteile. Diese bekommt Kommissar Nawrod ins Revier geschickt, der sich mit seiner jungen Kollegin gleich an die Ermittlungen stürzt. Man ist als Leser auch bei den Entführern dabei und kann ein Stück weit ihre Beweggründe nachvollziehen. Trotz allem ist es erschütternd, mit welcher Brutalität sie hierbei ans Werk gehen. Es werden immer wieder Erinnerungen eingeblendet, die für das Verständnis sehr gut sind. Es ist eine Geschichte mit einem unwahrscheinlich desaströsen  Hintergrund, der leider heutzutage nicht realer sein kann. Das Buch ist total spannend von Anfang bis Schluss und hat einen sehr lockeren Schreibstil.

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Gespräche aus der Community

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T
Herzlich willkommen zur Leserunde und Buchverlosung. Würde mich über ein großes Echo sehr freuen.
Zum Inhalt des Buches: Ein abgetrennter Zeigefinger, mysteriöse Botschaften. Alles andere als ein klassischer Entführungsfall. Der kauzige Kriminalhauptkommissar Nawrod und die junge türkische Kommissaranwärterin Nesrin Yalcin tappen im Dunkeln.
Der Fall nimmt ein ungeheures Ausmaß an, nachdem ein zweites Opfer entführt und verstümmelt wird. Die Nachforschungen führen bis in die höchsten Kreise der katholischen Kirche. Tiefste Abgründe und eine Mauer des Schweigens stellen das Ermittlerteam vor eine kaum lösbare Aufgabe. Als Nawrod selbst zur Zielscheibe des Täters wird, kommt es zu einem gnadenlosen Schowdown.

An der Buchverlosung nehmen alle teil, die wissen, in welcher Stadt Kriminalhauptkommissar Nawrod ermittelte, bevor er nach Heidelberg versetzt wurde.
SteffiR30s avatar
Letzter Beitrag von  SteffiR30vor 5 Jahren
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