Toni Feller Die Sünde

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Inhaltsangabe zu „Die Sünde“ von Toni Feller

Ein abgetrennter Zeigefinger, mysteriöse Botschaften. Alles andere als ein klassischer Entführungsfall. Der kauzige, aus Stuttgart nach Heidelberg versetzte Kriminalhauptkommissar Nawrod, und die junge türkische Kommissaranwärterin Nesrin Yalcin tappen im Dunkeln. Der Fall nimmt ein ungeheures Ausmaß an, nachdem ein zweites Opfer entführt, verstümmelt und mit dessen Ermordung gedroht wird. Die Nachforschungen führen bis in die höchsten Kreise der katholischen Kirche. Tiefste Abgründe und eine Mauer des Schweigens stellen das Ermittlerteam vor eine kaum lösbare Aufgabe. Als Kommissar Nawrod selbst zur Zielscheibe des Täters wird, kommt es zu einem gnadenlosen Showdown. Toni Feller, als ehemaliger Kriminalkommisar und Erfolgsautor sowohl in der Literatur, als auch in der Kriminalistik zu Hause, ist bekannt für seine packenden und authentischen Thriller, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesseln.

Ein erstklassiger Thriller von einem Autoren, der alteingesessenen Thriller-Autoren in nichts nachsteht.

— sweety90
sweety90

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    Die Sünde
    cvcoconut

    cvcoconut

    12. May 2015 um 14:38

    Ein Mann wird zunächst entführt und eingesperrt. Es sieht erst recht harmlos aus, doch dann beginnen seine Entführer ihm einen Finger abzuschneiden und nach und nach andere Körperteile. Diese bekommt Kommissar Nawrod ins Revier geschickt, der sich mit seiner jungen Kollegin gleich an die Ermittlungen stürzt. Man ist als Leser auch bei den Entführern dabei und kann ein Stück weit ihre Beweggründe nachvollziehen. Trotz allem ist es erschütternd, mit welcher Brutalität sie hierbei ans Werk gehen. Es werden immer wieder Erinnerungen eingeblendet, die für das Verständnis sehr gut sind. Es ist eine Geschichte mit einem unwahrscheinlich desaströsen  Hintergrund, der leider heutzutage nicht realer sein kann. Das Buch ist total spannend von Anfang bis Schluss und hat einen sehr lockeren Schreibstil.

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  • Dreh dich ja nicht um, sonst kommt der Satan zu dir!

    Die Sünde
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    „Es wiederholt sich. Immer und immer wieder. Er will doch nicht, dass der Satan zu ihm kommt. Die Schmerzen sind manchmal so stark, dass er nicht mehr richtig gehen kann. … Benjamin, der dritte Bub, war nur zweimal dabei. Dann ist er vor den Zug gelaufen. Das würde er nie machen, denn bestimmt wäre dann seine Mama sehr traurig. Mama darf das alles nicht wissen, sonst kommt zu ihr der Satan und nimmt sie mit in die Hölle. Er muss es für sich behalten, ganz allein für sich.“ Sie waren kleine Jungen, Ministranten, als sie von mehreren Pfarrern über Jahre hinweg missbraucht wurden. Ihr ganzes Leben wurde dadurch geprägt, hat sie traumatisiert, sie unfähig gemacht, ein normales Leben zu führen. Und mehr als einer von ihnen hat es nicht mehr ertragen, dieses Leben und hat es selbst beendet. Die Überlebenden beschließen, sich zu rächen. Und noch mehr… Davon ahnt Kriminalkommissar Nawrod nichts, als er das an ihn adressierte Päckchen aufmacht und darin einen abgetrennten Finger findet, begleitet von einer geheimnisvollen Nachricht. Wieso wurde der Finger ausgerechnet an ihn geschickt? Kann ein Zusammenhang bestehen zu dem eigenartigen Todesfall, den er kürzlich als Selbstmord enttarnte? Kaum dass er gemeinsam mit seiner jungen Partnerin Nesrin Yalcin die Ermittlungen aufgenommen hat, erreicht ihn schon das nächste Päckchen. Und auch das wird nicht das letzte bleiben… Ein tolles Buch, spannend bis zum Schluss. Mal verfolgen wir die Taten der „Rächer“, mal die Ermittlungen von Nawrod und Yalcin. Dazwischen gibt es einige Rückblenden zu den Missbrauchsfällen, eine kurze Passage daraus habe ich zu Beginn dieser Rezi zitiert. Die Ermittler waren mir beide ungeheuer sympathisch. Wie es sich für ein ordentliches Team gehört, sind sie herrlich verschieden und haben beide ihre Schrullen. Von Nawrod erfahren wir auch, dass er in seiner Dienstvergangenheit etwas Traumatisierendes erlebt hat, was ihn zeitweilig außer Gefecht gesetzt und ihn letztlich seine Ehe gekostet hat. Aber ganz Kerl wie er ist, bemüht er sich nach Kräften, seinen Job zu machen. Und dabei ist er richtig gut, bekommt aber regelmäßig Angst, wenn Yalcin fährt. Das wurde schon fast zum Running Gag, denn sie scheint die Straße als Formel 1 Strecke zu empfinden. Die Ermittlungen selbst kamen mir sehr authentisch vor. Nach meinem Empfinden merkt man, dass der Autor selbst ein ehemaliger Kriminalkommissar ist. Und trotz der wechselnden Handlungsstränge erfährt man erst sehr spät, wer nun tatsächlich die Täter sind. Zum Cover möchte ich auch noch ein Wort verlieren, denn der Schriftzug liegt schön dick auf, ebenso der Blutfleck darunter. Auf dem Kreuz ist auch noch ein Schriftzug, den man auf dem kleinen Bild natürlich nicht erkennen kann. Das war mein erstes Buch von Toni Feller. Ich werde sicher noch andere von ihm lesen. Und ganz gewiss würde ich mich freuen, wenn es einen weiteren Fall für Nawrod und Yalcin geben würde.

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    • 2
    Arun

    Arun

    20. May 2014 um 10:48
  • Bereue deine Sünden..

    Die Sünde
    LiberteToujours

    LiberteToujours

    Kriminalhauptkommissar Nawrod wird von Stuttgart nach Heidelberg versetzt, er soll aus der Schusslinie gebracht werden. Zunächst ist er weder von seiner Versetzung, noch von seiner neuen Kollegin Nesrin begeistert. Doch bald hat Nawrod ganz anderes im Kopf - ihm werden Körperteile mit seltsamen lateinischen Botschaften ins Polizeipräsidium geschickt. Zunächst nur ein Finger oder ein Auge - doch als das nächste Päckchen ein menschliches Herz enthält, wissen die Ermittler, dass sie es mit einem Mord zu tun haben. Warum werden diese Botschaften ausgerechnet Nawrod übermittelt? Wer ist das Opfer? Und vor allen Dingen - wer der Täter? Mit Nawrod und Nesrin hat Toni Feller ein ausgesprochen sympathisches Ermittlerduo geschaffen. Er ein wenig kaltschnäuzig, mit einigen Ecken und Kanten, aber dennoch herzensgut. Sie alles andere als auf den Mund gefallen und nicht bereit, sich Nawrods Spitzen einfach bieten zu lassen. Die kleinen Reibereien der beiden, die immer wieder eingestreut werden verleihen diesem Thriller immens viel Charakter und phasenweise sogar Humor. Ich hoffe auf Folgebände rund um dieses absolut gelungene Paar! In diesem Thriller reihen sich die Opfer nicht wie Perlen an einer Kette aneinander und dennoch kommt beim Leser keine Sekunde Langeweile auf. Feller hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil, der Leser ist mittendrin statt nur dabei. Dieses Buch ist für alle, die gerne mitleiden, ab und an gerne mal eine Gänsehaut bekommen und vor allen Dingen für all die kleinen Hobbyermittler, die - so wie ich - ganz begierig darauf sind, gemeinsam mit den Protagonisten an den Fällen zu tüfteln. Mehr als empfehlenswert!    

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    • 2
    Arun

    Arun

    08. March 2014 um 01:42
  • Thriller-Tipp

    Die Sünde
    Felice

    Felice

    01. March 2014 um 21:37

    Der Stuttgarter Kriminalkommissar Jürgen Nawrod wird, nachdem er korrupte Kollegen ans Messer geliefert hat, nach Heidelberg versetzt, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Dort soll er im Hintergrund bleiben und der Studentin der Polizeiakademie assistieren. Als erstes klärt er einen spektakulären Selbstmord auf, kurz darauf erhält er einen abgetrennten Zeigefinger per Post. Dies ist erst der Anfang, es folgen weitere Körperteile zusammen mit kryptischen lateinischen Botschaften und die Zeit läuft davon. Parallel wir im Rückblick die Geschichte der sexuellen Misshandlung mehrerer Ministranten, kleinen Jungen, erzählt und im dritten Handlungsstrang erlebt man die "Bestrafung" der damaligen Täter, also den aktuellen Fall. Dies alles wird von dem ehemaligen Kriminalkommissar Toni Feller spannend und erschreckend reell beschrieben. Durch die Figur der türkischen Kollegin Nesrin Yalcin wird für Auflockerung gesorgt, besonders ihre Fahrten mit dem Dienstwagen sind spektakulär. Das Ende ist es nicht weniger, bis auf die Frage, wie es privat mit Nawrod weiter geht, wird alles geklärt und macht Lust auf einen neuen Fall! Wer spannende Unterhaltung liebt, ist bei Toni Feller richtig, zumal er ein sehr sympathisches Ermittlerteam geschaffen hat. Klare Kauf- und Leseempfehlung!!!

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  • Authentischer Thriller von einem ehemaligen Kriminalkommissar

    Die Sünde
    MikkaG

    MikkaG

    08. February 2014 um 14:04

    Pro: Das Cover ist schlicht, aber ich finde es sehr ansprechend. Der rote Titel und die Blutspuren sind glänzend und leicht erhoben, so dass der Eindruck entsteht, dass es sich wirklich um frisches Blut handelt... Sehr passend für einen Thriller! Toni Feller hat lange Jahre als Kriminalkommissar gearbeitet - der Mann weiß also, wovon er spricht, wenn er einen Fall beschreibt! Und das merkt man: es wirkt alles sehr authentisch und realistisch, als könne es sich genau so tatsächlich zugetragen haben. Man erfährt hier viel darüber, was hinter den Kulissen bei der Polizei vor sich geht, wenn ein Mord passiert - und dabei stellt man fest, dass vieles ganz anders ist, als es einen besonders Fernsehkrimis glauben machen wollen. Es gibt z.B. nicht nur einen Kommissar, der cool und souverän im Alleingang den Fall löst; es ist eine Unmenge von Leuten daran beteiligt, eine richtige Maschinerie, die im besten Fall wie geschmiert läuft. Und ein Ermittler kann auch nicht mal eben ganz locker in fünf Minuten einen Durchsuchungsbefehl bekommen oder mir nichts dir nichts ein Telefon abhören... Besonders nicht, wenn es um Vertreter der Presse geht, denn da funkt die Pressefreiheit manchmal dazwischen. Da waren ganz viele Dinge, bei denen ich dachte: so läuft das also! Und das fand ich unglaublich faszinierend; alleine deswegen lohnt es sich meiner Meinung schon, das Buch zu lesen. Der Fall an sich ist erfunden, beschäftigt sich aber mit einem Thema, das traurigerweise in den letzten Jahren oft in der Presse war: sexueller Missbrauch von Kindern durch katholische Priester. Ein brisantes Thema und sicher auch kein schönes Thema, aber ein wichtiges Thema... Dabei geht der Autor sensibel damit um, wieviel er beschreibt und wieviel er der Fantasie des Lesers überlässt, was ich sehr gut fand - bei einem solchen Thema ist es nur zu einfach, ins Voyeuristische, Sensationsgeile abzudriften. Ich habe mich mit Herrn Feller auf der Buchmesse ein wenig darüber unterhalten, und er hat unter Anderem gesagt, dass man als Autor ja nicht will, dass Pädophile sich an dem Buch aufgeilen können. (Nur hat er es etwas eleganter ausgedrückt.) In den Passagen, die aus Sicht eines der Kinder geschrieben sind, werden der Schmerz, die Angst und die Verwirrung nur zu deutlich, aber das Sexuelle bleibt mehr oder weniger ungesagt. Ich fand das sehr gut gelöst. Dabei kann man dem Autor nicht unterstellen, dass er in anderen, nicht-sexuellen Szenen zimperlich mit Gewalt umgeht - es gibt durchaus Blut, Schmerz und Elend, immerhin werden hier Menschen verstümmelt. Aber es überschreitet nie die Grenze zu dem, was man im Englischen "torture porn" (Folterporno) nennt: der Darstellung von Gewalt, um dem Leser einen Kick zu geben. Das Thema sexuelle Gewalt in Kirchenkreisen ist vielleicht nicht neu, aber ich fand es in "Die Sünde" originell und spannend umgesetzt. Man ist als Leser den Ermittlern immer einen kleinen Schritt voraus - man erfährt sehr schnell zumindest einen Teil der Motivation hinter den Tag, und damit kommt man in ein richtiges moralisches und ehtisches Dilemma. Haben die Opfer verdient, was ihnen angetan wird? Rechtfertigt Gewalt Gegengewalt? Viel der Spannung entsteht daher nicht daraus, dass man herausfindet, wer die Taten begangen hat und warum, sondern daraus, dass man den Ermittlern bei ihrem Wettlauf mit der Zeit zusieht. Können Sie das Opfer noch retten? WILL man als Leser, dass sie das Opfer retten? Die beiden Protagonisten sind Kriminalkommissar Jürgen Nawrod und Kommissaranwärterin Nesrin Yalcin, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Er ist schwierig, manchmal arrogant, oft aggressiv, ein echtes Alphatier. Die Dinge müssen stets nach seinem Kopf gehen, und er schreckt auch nicht davor zurück, die Vorschriften mal eben über Bord zu werfen. Der Autor macht es einem nicht leicht, Nawrod zu mögen, aber so nach und nach habe ich doch mit ihm mitgefiebert, denn im Endeffekt hat er ein gutes Ziel: er will Menschen retten, und es macht ihn wahnsinnig, dass die Bürokratie da oft im Weg steht. Nesrin ist dagegen klein, zierlich und noch ziemlich unerfahren, und man rechnet erstmal damit, dass sie sich von Nawrod gnadenlos unterbuttern lassen wird - aber weit gefehlt, sie gibt ihm von Anfang an Kontra und fährt die Ellenbogen aus. Auch sie ist alles andere als perfekt, so fährt sie zum Beispiel geradezu kriminell halsbrecherisch Auto... Die Charaktere haben Fehler, Ecken, Kanten, Macken, und das fand ich gerade gut. Kontra: Der Schreibstil ist im Großen und Ganzen gut und flüssig zu lesen, nur manchmal lesen sich die Dialoge ein klein wenig steif. Ich war nicht immer glücklich damit, wie hier in ein paar Kapiteln Homosexuelle dargestellt werden, das war mir manchmal zu klischee- und vorurteilsbehaftet. Zusammenfassung: Wer sich dafür interessiert, wie die Ermittlungen bei einem Mordfall wirklich ablaufen, liegt mit diesem Buch sicher richtig! Es ist ein kompetent geschriebener Thriller mit einem schwierigen Thema und sperrigen Charakteren, aber die Mischung funktioniert meines Erachtens sehr gut.

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  • authentischer Krimi im schönen Heidelberg

    Die Sünde
    SteffiR30

    SteffiR30

    24. January 2014 um 12:17

    Inhalt: Ein abgetrennter Zeigefinger, mysteriöse Botschaften. Alles andere als ein klassischer Entführungsfall. Der kauzige, aus Stuttgart nach Heidelberg versetzte Kriminalhauptkommissar Nawrod, und die junge türkische Kommissaranwärterin Nesrin Yalcin tappen im Dunkeln. Der Fall nimmt ein ungeheures Ausmaß an, nachdem ein zweites Opfer entführt, verstümmelt und mit dessen Ermordung gedroht wird. Die Nachforschungen führen bis in die höchsten Kreise der katholischen Kirche. Tiefste Abgründe und eine Mauer des Schweigens stellen das Ermittlerteam vor eine kaum lösbare Aufgabe. Als Kommissar Nawrod selbst zur Zielscheibe des Täters wird, kommt es zu einem gnadenlosen Showdown.  Meine Meinung: Der Einstieg in das Buch viel mir nicht leicht, gleich zu Beginn tauchen verschiedene Handlungsstränge auf mit vielen unterschiedlichen Personen.Man ist nicht sofort mitten im Geschehen, es gibt zunächst eine Vorgeschichte zum Hauptprotagonisten, dann einen Fall der augenscheinlich nichts mit dem späteren Fall zu tun hat und noch die Sichtweise einer anderen Person.  Ich empfand es als recht verwirrend und es dauerte lange bis der eigentliche Fall beginnt. Doch am Ende wird klar warum der Einstieg so gewählt wurde. Die beiden Hauptprotagonisten Nawrod und Nesrin könnten unterschiedlicher nicht sein - er: arrogant, Macho, setzt sich über viele Gesetze und Regeln hinweg und lässt kein gutes Haar an seinen Kollegen und Vorgesetzten - sie: eine türkische Muslima, sehr intelligent, lässt sich nichts gefallen und weiß sich zu behaupten und sie hat auch noch verborgene Talente. Nur ihre obercoolen Sprüche zu Beginn, die sehr klischeehaft und respektlos wirkten, ließen sie in einem völlig falschen Licht erscheinen. Nesrin ist mir im Laufe des Buches sehr sympathisch geworden und ihr Mut hat mir imponiert. Mit Nawrod dagegen wurde ich einfach nicht warm, er bleibt mir unsympathisch. Die Story dagegen ist interessant und sehr aktuell. Ich finde es toll, dass endlich ein Autor über Missbrauchsfälle der katholischen Kirche schreibt! Zu lange wurde alles unter den Teppich gekehrt, nun traut sich jemand an dieses brisante Thema heran! Und man merkt sofort, dass der Autor Toni Feller, als ehemaliger Kriminalkommisar weiß wovon er schreibt: die Polizeiarbeit ist sehr detailliert und gut beschrieben. Man kann sich auch als Laie ein gutes Bild der Polizeiarbeit machen. Was mir fehlt ist die Spannung, diese kommt erst gegen Ende so richtig auf. Das Buch konnte mich leider nicht von Anfang an fesseln. Vielleicht auch deshalb, weil man sehr früh weiß wer die Täter sind (ohne ihre genaue Identität zu kennen) und was ihr Motiv ist. Mir fehlt hier die Sogwirkung, damit ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Fazit: ein solider Krimi, mit einem wenig sympathischen Kommissar, dafür einer taffen und flotten Polizeianwärterin und einer interessanten Story über ein hochaktuelles und brisantes Thema. 3,5 von 5 Sternen

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  • Leserunde zu "Die Sünde" von Toni Feller

    Die Sünde
    Toni_Feller

    Toni_Feller

    Herzlich willkommen zur Leserunde und Buchverlosung. Würde mich über ein großes Echo sehr freuen. Zum Inhalt des Buches: Ein abgetrennter Zeigefinger, mysteriöse Botschaften. Alles andere als ein klassischer Entführungsfall. Der kauzige Kriminalhauptkommissar Nawrod und die junge türkische Kommissaranwärterin Nesrin Yalcin tappen im Dunkeln. Der Fall nimmt ein ungeheures Ausmaß an, nachdem ein zweites Opfer entführt und verstümmelt wird. Die Nachforschungen führen bis in die höchsten Kreise der katholischen Kirche. Tiefste Abgründe und eine Mauer des Schweigens stellen das Ermittlerteam vor eine kaum lösbare Aufgabe. Als Nawrod selbst zur Zielscheibe des Täters wird, kommt es zu einem gnadenlosen Schowdown. An der Buchverlosung nehmen alle teil, die wissen, in welcher Stadt Kriminalhauptkommissar Nawrod ermittelte, bevor er nach Heidelberg versetzt wurde.

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    • 296
  • Die Sünde

    Die Sünde
    danzlmoidl

    danzlmoidl

    22. January 2014 um 09:36

    Inhalt: Ein abgetrennter Zeigefinger, mysteriöse Botschaften. Alles andere als ein klassischer Entführungsfall. Der kauzige, aus Stuttgart nach Heidelberg versetzte Kriminalhauptkommissar Nawrod, und die junge türkische Kommissaranwärterin Nesrin Yalcin tappen im Dunkeln. Der Fall nimmt ein ungeheures Ausmaß an, nachdem ein zweites Opfer entführt, verstümmelt und mit dessen Ermordung gedroht wird. Die Nachforschungen führen bis in die höchsten Kreise der katholischen Kirche. Tiefste Abgründe und eine Mauer des Schweigens stellen das Ermittlerteam vor eine kaum lösbare Aufgabe. Als Kommissar Nawrod selbst zur Zielscheibe des Täters wird, kommt es zu einem gnadenlosen Showdown. Toni Feller, als ehemaliger Kriminalkommisar und Erfolgsautor sowohl in der Literatur, als auch in der Kriminalistik zu Hause, ist bekannt für seine packenden und authentischen Thriller, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Meine Meinung: Für mich war es das erste Buch von Toni Feller und ich muss sagen, dass ich jetzt auf den Geschmack gekommen bin. Obwohl teilweise die Handlung schon vorhersehbar war, konnte ich mich trotzdem für das Buch begeistern und hab es in nur 2 Tagen komplett verschlungen. Die handelnden Personen waren mir sofort sympathisch und ich habe richtig mit ihnen mitgefiebert. Nesrin als junge Kommissaranwäterin hat mich total überzeugt. Sie geht total in ihrem Beruf aus und diese Leidenschaft springt auch auf den Leser über. Der Schreibstil gefällt mir aber genausogut. Er ist lockerleicht, nicht zu verschachtelt, wodurch man über die Seiten fliegen kann, ohne den roten Faden zu verlieren oder nach kurzer Pause noch einmal 2, 3 Seiten zurück lesen zu müssen. Fazit: Ich bin wirklich sehr von diesem Buch überzeugt und werde mir sicher noch ein weiteres von diesem Autor zu Gemüte führen.

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  • Ein packender Thriller mit unklarenund rätselhaften Beweggründen!

    Die Sünde
    Samy86

    Samy86

    Ein abgetrennter Zeigefinger und mysteriöse Botschaften, mit diesen Indizien müssen sich Kriminalhauptkomissar Nawrod und seine Kollegin Nesrin auseinandersetzen. Jedoch stellen sich dem Ermittlerduo die Fragen: Wer ist das unbekannte Opfer, was will der Täter mitteilen und warum richtet er sich persönlich an Nawrod? Nawrod wird zum Eigenschutz vom Derzernat 1 aus Stuttgart nach Heidelberg versetzt. Kurz nach dem Abschluss seines ersten Falles einem mysteriösen Selbstmordes, kommen an ihn persönlich gerichtete Päkchen im Derzenat mit schrecklichem Inhalt für ihn an. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt für das Ermittlerduo, denn fehlen ihnen bis dahin sämtliche Indizien und das Motiv des Täters.... Meinung: Ein wirklich spannender Thriller um das Ermittlerduo Nawrod und Nesrin ist dem Autor Toni Feller mit " Die Sünde" gelungen. Man wird sehr schnell selbst mit in die ERmittlungen gerissen und bekommt so das Gefühl selbst der Ermittler zu sein. Man bekommt sehr schnell eine sympahtische Bindung zu Nawrod, dessen Privatleben total zerüttet zu sein scheint, jedoch was seine Arbeit angeht ein richtiger Profi ist. Nesrin ist noch ein Küken was die Kriminalarbeit angeht und man begleitet sie in ihren Anfängen und verfolgt wie sie in ihre Arbeit hineinwächst und sich langsam zum Profi entwickelt. Die Hintergrundgeschichte ( also was hinter der Tat sich versteckt) enthält sehr viel Realität und wird durch den Schreibstil des Autors richtig spannend gestaltet. Fazit: Ein richtig gut gelungener und sehr realistischer Thriller mit sehr sympathischen Protagonisten. Sehr empfehlenswert für Leser die selbst gerne auf eine rätselhafte und mysteriöse Ermittlung sich begeben!

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    • 2
  • Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

    Die Sünde
    marielu

    marielu

    Kriminalhauptkommissar Nawrod wird von der Mordkommission Stuttgart nach Heidelberg versetzt. Der frühere Leiter des Rauschgiftdezernates hat schon einiges hinter sich und soll nun aus der Schusslinie von seinem Vorgesetzten genommen werden. Nicht gerade erfreut über diese Versetzung meldet sich Nawrod in Heidelberg zum Dienst. Dort bekommt er die junge Muslime Nesrin Yalcin, eine Studentin des gehobenen Dienstes, als Kollegin zur Seite gestellt. Nawrod befürchtet das sie ihm auf die Finger sehen soll. Gleich den ersten Fall kann Nawrod schon sehr schnell als Selbstmord lösen, nicht ahnend dass dieser Selbstmord der Auslöser eines neuen Falles ist. Denn nun erhält Nawrod immer im Abstand von 4 Tagen Päckchen mit menschlichen Körperteilen und Nachrichten auf Latein. Nawrod und Nesrin versuchen das Opfer zu identifizieren sowie dem Täter auf die Schliche zu kommen, doch als sie das Herz und eine weitere Nachricht erhalten, ist klar, dass es sich nicht nur um einen Entführungsfall handelt, sondern das es noch weitere Opfer geben wird. Als die Presse die Polizei mit sehr gutem Insiderwissen konfrontiert, wird die Frage aufgeworfen ob es bei der Polizei einen Maulwurf gibt. Im Laufe der Ermittlungen, gerät der Journalist Haider aber selbst ins Visier von Nawrod und Nesrin. Als bei der Polizei der Zeigefinger eines weiteren Opfers ankommt und die Identität rasch ermittelt werden konnte, führen die weiteren Ermittlungen in die höchsten Kreise der katholischen Kirche. Das forsche Vorgehen von Nawrod und Nesrin missfällt deren Vorgesetzten und sie werden suspendiert. Fieberhaft versuchen die Beiden auf eigene Faust den Mörder zu finden und das Leben des zweiten Opfers zu retten, dabei gerät Nawrod in die Fänge des Mörders. Ein Mörder, der zugleich Täter als auch Opfer ist. Mit Nawrod, einem kauzigen Einzelgänger der geradlinig wirkt und doch so manche Vorschrift für die Gerechtigkeit übergeht und die junge schlagfertige Nesrin, die sich hervorragend in der IT-Branche auskennt ermittelt ein ungleiches, sympathisches Duo, das sich wunderbar ergänzt. Toni Feller beschreibt sehr bildhaft die einzelnen Szenen und greift ein sehr heiles Thema auf, das nicht nur Entsetzen, sondern auch Mitgefühl für den Mörder weckt. Ein flüssiger, temporeicher Schreibstil der die Spannung steigert um in einem Showdown zu enden fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.   Fazit: Ein packender Thriller, der für spannende Lesestunden und Suchtgefahr sorgt.

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    • 2
  • Die Sünde

    Die Sünde
    Solengelen

    Solengelen

    01. January 2014 um 11:34

    Kriminalkommissar Nawrod wurde von Stuttgart nach Heidelberg strafversetzt, angeblich um ihn aus der "Schusslinie" zu nehmen. Aber seine Vorgesetzten wollten sich wohl eher selbst einen Gefallen tun.  Seinen neuen "Wirkungskreis" muss er mit Nesrin, einer  jungen Polizeianwärterin, teilen. Die beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, müssen in einem grausamen Fall ermitteln. Die beiden "Hauptakteure" raufen sich zusammen und arbeiten trotz ihrer "Verschiedenheit" perfekt zusammen. Obwohl keiner von Beiden perfekt ist, aber diese Art Perfektion wäre hier auch fehl am Platz. Nawrod bekommt immer wieder abgetrennte Körperteile geschickt. Obwohl die Beiden mit Hochdruck arbeiten um weitere Opfer zu verhindern, morden die oder nur ein Täter?, weiter. Die Morde sind so grausam, dass ein abgrundtiefer Hass dahinter stecken muss, oder ein Sadist? Der Autor greift in seinem Buch ein brisantes wie aktuelles Thema auf. Die katholische Kirche, missbrauchte Kinder, für mich perverse Priester, das Schweigen der Opfer aus Scham, das Vertuschen der Kirche und ihren Oberen und letztendlich die grausame Rache von geschundenen "Seelen".  Durch seine frühere Arbeit konnte der Autor sein Wissen über Ermittlungsmethoden usw. sehr glaubhaft in den Thriller einfließen lassen. Der bildhafte, manchmal fasst ein bisschen zu bildhaft, Schreibstil, baut bis zum Schluss einen Spannungsbogen auf, der einem immer wieder kalte Schauer über den Rücken laufen lässt. Gerne empfehle ich dieses Buch allen, die einen Thriller mit großem "Gänsehauteffekt" suchen. Leser, die gerne mit fiebern, mit leiden, mit "ermitteln". 

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  • Die Sünde spielt in Heidelberg :-)

    Die Sünde
    Marina10

    Marina10

    30. December 2013 um 21:53

    Zum Inhalt: Ein abgetrennter Zeigefinger, mysteriöse Botschaften. Alles andere als ein klassischer Entführungsfall. Der kauzige, aus Stuttgart nach Heidelberg versetzte Kriminalhauptkommissar Nawrod, und die junge türkische Kommissaranwärterin Nesrin Yalcin tappen im Dunkeln. Der Fall nimmt ein ungeheures Ausmaß an, nachdem ein zweites Opfer entführt, verstümmelt und mit dessen Ermordung gedroht wird. Die Nachforschungen führen bis in die höchsten Kreise der katholischen Kirche. Tiefste Abgründe und eine Mauer des Schweigens stellen das Ermittlerteam vor eine kaum lösbare Aufgabe. Als Kommissar Nawrod selbst zur Zielscheibe des Täters wird, kommt es zu einem gnadenlosen Showdown. Toni Feller, als ehemaliger Kriminalkommisar und Erfolgsautor sowohl in der Literatur als auch in der Kriminalistik zu Hause, ist bekannt für seine packenden und authentischen Thriller, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Meine Meinung: Ich habe gleich in das Buch hineingefunden und fand es von Anfang an total toll, dass ich mir vieles in diesem Buch auch bildlich vorstellen konnte, da die Geschichte in meiner Heimatstadt Heidelberg spielt. So konnte man sehr vieles mitverfolgen und war quasi mitten in der Geschichte drin. Die Hauptcharaktere fand ich anfangs nicht so toll und eher unsympatisch, aber je mehr man gelesen hatte, desto besser haben sie mir gefallen. Der Schreibstil war flüssig und angenehm. nichts war zu viel. Man konnte allem folgen ohne dass man von der Story überfahren oder gelangweilt wurde. Und es wurde natürlich auch mit dem Thema Missbrauch und Kirche ein Tabuthema angestoßen, von dessen Ausmaß man wirklich geschockt war! Mein Fazit: Diese Geschichte hat voll ins schwarze getroffen und es würde mir gefallen noch mehr von Kommissar Nawrod lesen zu können! Ich vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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  • Die Sünde

    Die Sünde
    fredhel

    fredhel

    26. December 2013 um 13:05

    Kriminalhauptkommissar Nawrod wird von Stuttgart nach Heidelberg versetzt, um nach allzu forschem wenn auch äußererst erfolgreichem Durchgreifen am Rande der Legalität aus der Schusslinie der Politik und Presse zu kommen. Hier wird er der Polizeianwärterin Nesrin Yalcin zugeteilt. Zusammen ermitteln sie gegen einen brutalen Geiselnehmer, der seine Opfer stückchenweise an Nawrod schickt. Die Zeit drängt, denn der Tod der zweiten Geisel ist in Kürze zu erwarten, doch das Team wird von dem Fall abgezogen und suspendiert. Um es vorweg zu sagen: dieses Ermittlerduo ist mir sowohl unsympathisch als auch suspekt. Nawrod ist der typische Einzelgänger. Nur er hat den Durchblick, nur er kann die Welt retten. Privat hat er einen heftigen Absturz hinter sich, seine Ehe liegt in Trümmern, weil der Beruf immer an erster Stelle stand und hinzu kam noch ein Alkoholproblem, das nun scheinbar überwunden ist. Seine Frau lebt mit Tochter nun in einer neuen Beziehung. Das kann er nicht akzeptieren. So ein Verhalten finde ich in allen Punkten schrecklich. Yalcin ist für mich eine Figur, die nicht in sich stimmig ist. Einmal ist sie ein moderne Muslima, die in den Polizeidienst strebt. Vom Umfeld (Wohnung, Beziehung zu den Eltern) ist sie sehr konservativ, vom Auftreten her (Sprache und Fahrstil) empfinde ich sie als dümmlich tussihaft und zu guter Letzt ist sie eine begnadete Computerhackerin, was ja eigentlich einen hohen IQ erfordert. Diese vier Charakterzüge finden in dem Roman nicht zu einem einheitlichen Gesamtbild. Die Dialoge mit Nawrod sind hölzern und verkrampft auf jugendlich getrimmt. Davon einmal abgesehen ist "Die Sünde" von Toni Feller ein Pageturner. Die Ermittlungen führen in höchste kirchliche Kreise, die lange Zeit ihre schützende Hand über ihre pädophilen Priester halten konnte. Das Thema ist so brisant und so aktuell wie eh und je. Man kann gar nicht oft genug den Finger auf die Wunde legen, zeigen wie gut organisiert diese Kinderschänderringe funktionieren. Die Kirche dient hier nur als ein Beispiel. Wenn man unter Pädagogen, Juristen oder Handwerkern sucht, oder sonst wo, jede Gesellschaftsschicht ist durchseucht. Ich habe Nawrod vorhin sehr kritisiert, aber ich habe Hochachtung davor, dass ihm der Schutz Unschuldiger über alles geht, über seine Reputation, über sein eigenes Leben. Wenn man selbst in Not ist, dann braucht man Leute wie Nawrod. Ich gebe eine ganz klare Leseempfehlung für diesen Krimi. Trotz seiner Schwächen ist er sehr spannend erzählt. Man befindet sich sofort mitten im Geschehen und will unbedingt wissen, wie es weitergeht.

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  • Spannender Krimi mit sensiblem Thema

    Die Sünde
    Anneblogt

    Anneblogt

    Erster Satz: Angeklagter, Sie haben gehört, was Ihnen vorgeworfen wird. Inhalt: Alle vier Tage bekommt Kommissar Nawrod ein Paket mit einem abgetrennten Körperteil, als erstes ein Zeigefinger, zugeschickt. Die Identität des Opfers ist unbekannt und Nawrod und die türkische Kommissaranwärterin Nesrin Yalcin tappen im Dunkeln, ein Journalist, der langsam in den Fokus der Ermittlungen rückt, bleibt bei den Observierungen aber auch unauffällig. Als ein zweites Opfer verschwindet und Täterwissen an die Öffentlichkeit gerät, machen Presse und der Innenminister Nawrod und seiner jungen Kollegin immer mehr Druck. Aber sind sie auf der richtigen Spur, wenn sie in den hohen Kreisen der katholischen Kirche nach einem Motiv suchen? Meine Meinung Handlung: Das erste Kapitel aus Sicht des ersten Opfers hat mich schon mitgerissen. Schnell schreitet das Buch fort und man merkt richtig den Zeitdruck, der auf den Ermittlern lastet. Dass schon relativ früh bekannt ist, dass alle vier Tage ein Paket für Nawrod mit einem abgetrennten Körperteil bei der Kripo ankommt, finde ich super, es baut eine richtige Spannung auf. Was kommt als Nächstes? Wie lange hat das Opfer noch zu leben? Schön fand ich auch die Vorstellung Nawrods und durch seinen ersten Fall, einen spektakulären Selbstmord, lernt man ihn sehr gut kennen. Zwar sind sich alle einig, dass Haider, ein Journalist, verdächtig ist, jedoch bleiben Motiv und weitere Täter lange im Dunkeln. Die plötzliche Wendung fand ich richtig klasse. Diese passiert, nachdem sie einen Vorsteher der katholischen Kirche für Antworten unter Druck gesetzt haben und Nawrod bei einem genannten Namen überraschend auf den wirklichen Täter stößt. Das Thema mit der katholischen Kirche fand ich hochinteressant, zugleich aber auch schockierend und einfach abstoßend. Leider ist dieses Thema aber relativ aktuell und es wird oft totgeschwiegen. Nawrod begibt sich auf die Spur des Täters, obwohl er und Nesrin aufgrund des hohen Drucks von Medien und Innenminister suspendiert wurden. Dabei gerät er blöderweise in eine Falle und es kommt zu einem gnadenlosen und spannendem Showdown, da der Täter kein Gewissen zu haben scheint. Diese letzten Seiten haben mich richtig mitfiebern lassen, dass Nawrod einen genialen Einfall hat, um sich zu befreien, dabei kommt es ja dann doch wieder ganz anders-zum Glück. Alleine hätte er es wahrscheinlich nicht geschafft, wobei ich es schon eher unlogisch und dumm fand, alleine und ohne jemandem Bescheid zu sagen, dem Mörder zu folgen. Zwar finde ich den Mittelteil mit den zähen Ermittlungen leicht eintönig, da nichts wirklich Neues passiert, allerdings haben mir Einleitung und Ende so gut gefallen, dass es trotzdem für die Handlung 5 von 5 Punkten von mir gibt. Charaktere: Nawrod ist ein sehr sympathischer Kommissar, der allerdings (wie die meisten Kommissare in den Büchern) seine Arbeit über die Familie stellt und deshalb von Frau und Kindern getrennt lebt. Dies macht ihm schwer zu schaffen, durch seine Versetzung von Stuttgart nach Heidelberg konnte er aber dem Alkohol absagen und sich voll auf neue Fälle konzentrieren. Mit seinen vielen Schwächen und seiner teilweise eher unkonventionellen Ermittlungsart gefällt dieser Charakter mir aber sehr gut und es lässt ihn sehr authentisch wirken. Ebenso seine manchmal eher rüde Art und seine Sturheit, wenn es um das Suchen nach Antworten geht;) Die junge Türkin Nesrin Yalcin ist teilweise wie ihre Eltern eher konservativ, teilweise in ihrer Ausdrucksweise und oft auch in ihrem Verhalten aber auch sehr modern. Dieser ziemlich starke Gegensatz hat mir sehr gut gefallen und sie war immer wieder für Überraschungen gut. Sie ist öfters etwas vorlaut, jedoch auch sehr mutig, was sie mir sympathisch macht. Gleichzeitig ist hier wieder ein Gegensatz verborgen, würde man solche Charaktereigenschaften nicht unbedingt einer eher kleinen und zierlichen Person zuordnen. Mit ihren frechen Antworten hat sie mir häufig mal ein Lächeln auf die Lippen gezaubert;) Mit dem wirklichen Täter hatte ich oft Mitleid, obwohl er schon ein ziemlicher Psychopath ist und ich es falsch finde, gleich Menschen auf grausame Art leiden zu lassen und umzubringen. Zwar kann ich seine Beweggründe durchaus verstehen und war getroffen von seiner schrecklichen Kindheit, aber dies tut bei langem nicht seine Taten rechtfertigen! Viele weitere Charaktere haben mir gut gefallen, es waren nicht zu viele, und von den meisten wurde mal aus ihrer Perspektive geschrieben. Dies finde ich sehr positiv und es gibt für die Charaktere 5 von 5 Punkten. Schreibstil: Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, mir ist kein einziger Rechtschreibfehler aufgefallen und das Buch ist flüssig und ohne Stolpersteine zu lesen;) Die häufigen Perspektivenwechsel haben mir sehr zugesagt, besonders die aus Sicht der Opfer fand ich spannend, auch wenn sie sehr grausam waren. 5 von 5 Punkten. Cover: Die Oberflächenbeschaffenheit mit hervorgehobenen Motiven und Schriften hat mir sehr gut gefallen, dass Motiv an sich ist aber noch verbesserungsfähig. Es ist auch kein wirklicher Eyecatcher, wenn überhaupt, dann nur die rote Schrift und die Bluttropfen;) Deshalb 4 von 5 Punkten. Fazit: Ein sehr gelungener und spannender Krimi, an dem nur sehr wenig auszusetzen ist und den ich jedem Krimiliebhaber empfehlen kann. 5 von 5 Punkten.

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  • Brisanter Kriminalfall

    Die Sünde
    nodi

    nodi

    23. December 2013 um 17:43

    Kriminalkommissar Nawrod ist gerade von Stuttgart nach Heidelberg  versetzt worden. Dort wird ihm die junge Polizeianwärterin Nesrin zugeteilt. Die beiden sehr unterschiedlichen Charaktere müssen sich mit grausigen Taten auseinandersetzen. Nawrod bekommt immer wieder Post mit abgetrennten Körperteilen, bis hin zum Herzen eines Menschen.  Der Kommissar und Nesrin versuchen mit allen Mitteln zu verhindern, dass es weitere Opfer gibt, aber der oder die Täter sind schneller. In dem Buch geht es um von Priestern missbrauchte Kinder, das Schweigen und Vertuschen der katholischen Kirche und die grausame Rache der ehemaligen Ministranten. Diese grausame Rache hat der Autor Toni Feller sehr genau und detailliert in seinem Buch beschrieben. Da der Autor früher bei der Mordkommission gearbeitet hat, erhält der Leser  auch ausführliche Beschreibungen der Polizeiarbeit, die durch die beiden sehr unterschiedlichen Protagonisten Nawrod und Nesrin aber nie langweilig wirken. Ihre unterschiedliche Art, aber auch ihr Zusammenhalt in schwierigen und gefährlichen Situationen passen sehr gut in die Geschichte. Der Autor hat in dem Buch abwechselnd die Polizeiarbeit und die grausigen Folterungen der Opfer beschrieben. Einmal angefangen kann man den Thriller kaum aus der Hand legen, obwohl mich an manchen Stellen die grausamen Folterungen der Opfer etwas fassungslos gemacht haben. Toni Feller hat sich an ein wirklich brisantes Thema herangewagt und man erfährt erst sehr spät etwas zu den Tätern, so bleibt die Spannung bis fast zur letzten Seite erhalten.

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